FRAGEN und ANTWORTEN

#1 von Jurek , 21.07.2012 08:43

°
Verlinkte* Antworten auf verschiedene, oft gestellte Fragen, wie:


1) Wer ist ein Christ und wie erkennt man wahre Christen?

2) Welche Gruppe gehört zu diesen wahren Christen?

3) Muss ich ein Christ sein, um gerettet zu werden?

4) Wie kann ich gerettet werden?

5) Welche Hoffnung haben Christen?

6) Was ist mit den anderen Religionen?

7) Darf oder soll man ggf. seinen Glauben wechseln?

8) Wer ist JESUS für uns?

9) Warum musste JESUS überhaupt sterben?

10) Was ist das Wichtigste (Grundlehren), an die wir glauben müssen?

11) Warum lässt GOTT das Böse zu?

12) Was wird uns die Zukunft bringen?

13) Leben wir in der Zeit des Endes und wenn, dann seit wann?

14) Wird der Antichrist noch kommen und die Weltherrschaft an sich reißen?

15) Gibt es noch heute Wunder wie Heilungen etc?

16) Ist der Teufel eine Realität?

17) Müssen sich die Christen versammeln, oder kann man eigenen Glauben auch privat leben?

18) Ist eine menschliche Leitung biblisch, oder werden wird nur vom Heiligen Geist und Engeln geleitet?

19) Wie soll man mit Glaubensketzern umgehen?

20) Hat eine Gemeinschaft nicht das Recht andere aus ihren Reihen auszuschließen?

21) Ist Buße ein anderes (veraltetes) Wort für die Reue?




-----------------------------------
*) In Laufe der Zeit werden die Fragen noch weiter ergänzt und mit entsprechenden Antworten verlinkt, so dass jeder die Frage nur anklicken braucht und man wird automatisch zur entsprechenden Antwort geführt.
Diese Antworten werden dann auch ggf. nachbearbeitet, d.h. verbessert und ergänzt, da sie für sich keine Irrtumslosigkeit beanspruchen.
Die kurzgefasste Antworten auf diese Fragen findet man DORT


 
Jurek
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RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#2 von Schrat , 24.08.2012 08:41

Lieber Jurek,

wieso das Böse zugelassen wurde (Frage 11) habe ich nach meiner Sicht unter
Warum lässt Gott das Böse zu ? (2)
kundgetan.

Es ist also nicht so, daß Gott sich ausgedacht hat: "Ich werde mal das Böse zulassen, um die Menschheit zu prüfen...". Es war aufgrund der Vorkommnisse und freien Entscheidung sowohl seines Widersachers als auch Adams und Evas erst einmal unausweichlich. Gott hat aber mit der ersten Prophezeiung gleich den Ausweg gezeigt.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#3 von Jurek , 25.08.2012 12:42

Genau, an GOTT lag es nicht, das Böse zulassen zu wollen. Denn ER (wie du schreibst), hat auch die Lösung des Problems gleich angeboten.
Jetzt in der Gnadenzeit dürfen wir uns entscheiden, und zwar ALLE, die damit heute belehrt werden, weil später (nach dem Kommen des HERRN zum Gericht) es für uns zu spät sein wird …

Ich habe die Frage verlinkt. Danke.
Bitte aber hier nur die Fragen selber stellen, keine Antworten (wegen Übersichtlichkeit, die man entweder unter bestimmten Thema ausführlicher oder auch bei Kurzgefassten Antworten eben in kurzer Form (für sozusagen Lesefaule reinstellen kann), die dann von mir alle in Laufe der Zeit verlinkt werden.

Gruß!


 
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RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#4 von Isai , 18.01.2013 22:50

Guten Abend,


wie kann man die Versuchungen Jesu in der Wildnis auf das heutige Leben, nach der Wiedergeburt, anwenden?

Jesus wurde vom Heiligen Geist in die Wüste geführt um dort vom Feind versucht zu werden.

1.) Stein zu Brot
2.) Herabspringen von der Zinne des Tempels
3.) Niederknien und Anbeten

Gibt es da ein großes Bild, ein Schema, das wir für uns ableiten können?

Freue mich über Ideen und Theorien.


Liebe Grüße,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben.
Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 Neue evangelistische Übersetzung)

 
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RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#5 von Jurek , 19.01.2013 10:23

Hallo Isai!

Meine Theorie dazu - bezogen auf uns - ist (vielleicht haben die anderen andere Ideen), dass das auf verschiedene Situationen in unserem Leben zutreffen kann, wie z.B. Begierden mit allen ihren Varianten von Habsucht und Götzendienst -(was nicht ausschließlich sich auf welche Figürchen bezieht), oder auch dem Verirren in angeblich GOTT gewollten Handlungsweisen in gewissen Gruppen (z.B. mehr den Menschen als GOTT zu gehorchen)… - das kann uns alle nicht nur treffen, sondern ist eine Realität, mit der wir (je nach Umständen) mehr oder weniger zu kämpfen haben!
"JESU Fußstapfen nachzufolgen" heißt für mich pers., dass auch hierbei bei diesen Versuchungen JESU ich was für das praktische ChristSein lernen und umsetzen kann, wie zuvor erwähnt.

Gruß!


 
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RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#6 von Topas ( gelöscht ) , 19.01.2013 18:30

Hallo Isai,

auch im Geiste wiedergeborene können nach meiner Ansicht sündigen. Sie sind ja weder unfehlbar noch vollkommen. Christus starb ja für die Sünden aller Menschen, für die Sünde an sich.
Sie ist damit anwendbar auf jeden Menschen.
Die Qualität der Versuchung Jesu war auch eine andere, denn hätte Jesus gesündigt, gäbe es kein Sühneopfer. Versucht werden somit zwar alle, doch hat es unterschiedliche Bedeutungen.

Topas

RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#7 von Isai , 19.01.2013 18:50

Lieber Jurek,


vielen Dank!



Sozusagen ist es der chronische Zustand eines Christen, durch den Kampf im geistigen Bereich (Epheser 6:12):


- Begierden mit allen ihren Varianten ("Hab-Sucht")

- etwas wird wichtiger als der VATER oder JESUS CHRISTUS oder deren Interessen

- Verirren in angeblich GOTT gewollten Handlungsweisen (<-- die vom Ziel ablenken?!)




Maßnahmen:



- den VATER und den SOHN im Herzen ehren

Johannes 5:23
damit alle den Sohn ebenso ehren wie den Vater. Doch wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.




- von HEILIGEM GEIST erfüllt sein, wie Jesus in der Wildnis

Johannes 4:24
Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten wollen, müssen dabei von seinem Geist bestimmt und von der Wahrheit erfüllt sein.

Römer 8:10
Wenn nun also Christus in euch ist, bleibt der Körper zwar dem Tod verfallen aufgrund der Sünde, der Geist aber erfüllt euch mit Leben aufgrund der Gerechtigkeit, die Gott euch geschenkt hat.




- tägliches Ernähren aus dem WORT (= ernähren, wachsen und reinigen gleichzeitig). Auch damit ein Abgleichen der Forderungen von Menschen möglich ist und man sein Glaubensgebäude bauen, schützen und rein erhalten kann.


2. Timotheus 3:16
Die ganze Schrift ist von Gottes Geist gegeben und von ihm erfüllt. Ihr Nutzen ist entsprechend: Sie lehrt uns die Wahrheit zu erkennen, überführt uns von Sünde, bringt uns auf den richtigen Weg und erzieht uns zu einem Leben, wie es Gott gefällt.

1. Petrus 2:2
Verlangt stattdessen wie Neugeborene nach der unverfälschten Milch des Wortes Gottes, damit ihr durch sie heranwachst und das Ziel, eure endgültige Rettung, erreicht.

Kolosser 1:9
Seitdem hören wir nicht auf, inständig für euch zu beten. Wir bitten Gott, dass er euch erkennen lässt, was sein Wille ist, und dass er euch mit Weisheit und geistlichem Verständnis erfüllt.





- nicht leichtsinnig werden sondern nüchtern / besonnen / vernünftig sein.


1. Thessalonicher 5:6, 8
6 Deshalb wollen wir auch nicht schlafen wie die anderen, sondern wachen und nüchtern sein. 8 Wir aber gehören zum Tag und wollen darum nüchtern sein, gerüstet mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung.

2. Timotheus 4:4
Doch du musst in jeder Hinsicht nüchtern bleiben!

1. Petrus 1:13
Deshalb kontrolliert eure persönliche Einstellung und seid immer zum Aufbruch bereit. Bleibt nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angetragen wird, wenn Jesus Christus sich offenbaren wird.

1. Petrus 5:8
Seid nüchtern und wachsam! Euer Todfeind, der Teufel, streicht wie ein brüllender Löwe herum und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann.




Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben.
Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 Neue evangelistische Übersetzung)

 
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RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#8 von Isai , 19.01.2013 19:06

Hallo Topas,


ich habe jetzt erst Deinen Beitrag gesehen (auf Grund langer Bearbeitungszeit meines Beitrages ).

Zitat
auch im Geiste wiedergeborene können nach meiner Ansicht sündigen. Sie sind ja weder unfehlbar noch vollkommen. Christus starb ja für die Sünden aller Menschen, für die Sünde an sich.
Sie ist damit anwendbar auf jeden Menschen.
Die Qualität der Versuchung Jesu war auch eine andere, denn hätte Jesus gesündigt, gäbe es kein Sühneopfer. Versucht werden somit zwar alle, doch hat es unterschiedliche Bedeutungen.




Danke, das ist ein wertvoller Hinweis. Jedoch sollten wir "vollkommen" sein, wie unser himmlischer Vater "vollkommen ist" (Matthäus 5:48), aber aus uns heraus schaffen wir das überhaupt nicht. Umso mehr sich der absoluten Abhängigkeit vom VATER und von JESUS und dem HEILIGEN GEIST bewusst sein.

Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben.
Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 Neue evangelistische Übersetzung)

 
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RE: FRAGEN und ANTWORTEN

#9 von Jurek , 20.01.2013 12:05

Ein sehr guter Beitrag (#7) Isai!
Danke dir dafür!

Gruß!


 
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LK, Jesu Stellung, Fragen und Antworten

#10 von JZ ( Gast ) , 22.06.2013 21:17

Gab es im ersten Jahrhundert nicht doch eine christliche „Leitende Körperschaft“ in Jerusalem? Oder zweifelt daran wirklich jemand ernstlich?
Ich versuche hier einige Punkte zur Bekräftigung dieser Aussage aus der Bibel euch zu zeigen:

Diese LK übte verschiedene Aufgaben aus, die die einzelnen christliche Gruppen bzw. Versammlungen nicht taten.
Zu deren Aufgabenbereichen gehörten nicht nur das Schlichten und Regeln bestimmter Fragen, sondern auch die Koordination damaliger Vorgänge im Volk Gottes:
Sie sandten die Missionare in alle Welt aus = Apg 11:22; 15:25; Gal 2:9.
Sie sandten auch Propheten aus und trafen so Vorsorge gegen die Naturkatastrophen = Apg 11:27,28; 1.Kor 16:1.
Sie trafen Sicherheitsentscheidungen bezüglich Paulus = Apg 9:30.
Die leitende Körperschaft entschied über die Stellung der Samariter = Apg 8:14-17.
Als Vorbilder gingen sie auch predigen = Apg 4:33.
Sie sind für die rechtliche Befestigung des Predigtdienstes eingetreten = Apg 4:19,20; 5:27.
Sie trafen Entscheidungen in Versammlungen (die manche Besserwisser nicht akzeptieren wollten) = 3.Joh 9.
Die LK bestand zu Anfang aus 12 Apostel mit vielen weiteren Aufgaben = Apg 1:24,25; 6:2-7; 15:6.
Später zählten auch ältere Männer aus Jerusalem dazu, darunter auch der Apostel Paulus = 1.Tim 4:14.
Gott bediente sich dieser Leitenden Körperschaft = Apg 13:2.
Und diese gaben damals auch klare Anweisungsregeln an die Versammlungen, z.B. wegen der reuelosen Sünder = 2.Thes 3:6.

Ich denke, man sollte sich erst mal in klaren werden, ob es heute einen Sklaven gibt oder nicht. Weil wer von vorne herein daran zweifelt, wird immer darin nach Fehlern suchen.
Wo wären wir heute ohne dieser Sklavenklasse? Und dürfen wir Jehova nicht vertrauen, der verheißen hat, dass es heute diesen Sklaven gibt, der die Speise zu rechten Zeit (für Jehova, auch wenn nicht immer nach unserem Erwarten zu unserer Zeit) geben wird?
Wer ist heute sonst dieser Sklave, der die biblische Speise an seine Dienerschaft austeilen wird? Die Christenheit?
Ich möchte damit niemanden vorverurteilen, aber sollten wir nicht offen darüber nachsinnen? Auch die Organisation verurteilt niemanden. Im Gegenteil, wie sie das auch in einer ihrer Publikationen mal ausdrückten: „Die endgültige Entscheidung, wer zu den Schafen oder zu den Böcken gehört, fällt erst in der großen Drangsal.“

Kann man also leugnen, dass auch damals Personen in die verschiedenen Versammlungen gesandt wurden, um Dienstamtgehilfen und auch Älteste zu ernennen (darunter der Timotheus)?
Kann man das klare Wort Gottes darin außer Acht lassen, dass man denen gehorchen muss, die die Führung übernehmen? (Heb 13:17)
Wie kann man überhaupt als eine Einzelperson oder mit drei oder vier Leuten ohne dieser Organisation und Einheit als Christ nach dem Muster von Hebräer 10:24,25 leben?
Also wie kann man diese Einheit und Frieden auf der ganzen Erde als Christen bewahren, wenn man nicht organisiert ist? Wird da nicht jeder seiner eigenen Interpretation nachgehen?
Ein weltumspannendes einheitliches Werk kann nur unter dem Einfluss des Geistes erfolgen. Und bei welcher anderen Gruppe als den Jehovas Zeugen ist das der Fall, wo sich Jesus der „Gaben in Form von Menschen“ bedient?
Und wer soll dort der „Treue und verständige Sklave sein, der die Speise an seine Hausknechte austeilt“?
Hatte nicht Jesus die Apostel, älteren Männer und Aufseher über die Versammlung als Führer eingesetzt? Oder blieben diese Versammlungen Führerlos?

Auch wenn nach der neuen Erkenntnis die Christen damals nicht der gemeinte Sklave waren (Mat 24:45-47), die erst in der Endzeit gibt, so waren sie doch die Verantwortlichen über die Habe, die ihnen von Christus zu hüten übertragen wurde. Diese haben an ALLE Hausknechte die geistige Speise ausgeteilt, also waren diese doch organisiert, oder nicht?
Daher bedurfte es einer einheitlichen Führung durch den Sklaven, die (diese Brüder) durchaus fehlerhaft waren, aber dennoch fortscheitend von Geist Gottes geleitet wurden.
Schon damalige Versammlungen kämen in den Strudel, wenn das von Anfang an mit der Organisation nicht so möglich gewesen wäre und jeder nach eigener Fasson vorgehen würde. Aber Gott ist doch Gott der Ordnung und des Friedens!
Genauso heute einmütig leitet und organisiert der heilige Geist auch unvollkommene Menschen. Diese behaupten nicht von sich, dass sie vollkommen wären. Aber der Geist lässt einiges zu. Aber er lässt es nicht zu, dass ggf. durch manche Irrtümer, das Volk Gottes Schaden nimmt.
Es muss trotz Unvollkommenheiten eine Führungsgruppe geben und eine einheitliche Lehre.
Daher sollte man sich die Frage stellen, ob ich einfach nur nach Fehlern bei dieser Führung suchen möchte, oder möchte ich mal das Gute sehen? Und ob man was wirklich Besseres findet.
Wie sieht Jesus selbst das Volk Jehovas, welches seinen Namen trägt? Betrachtet er sie als sein Volk, welches sich in seiner Harmonie willig darbietet? Oder nicht?
Ich kann jedenfalls kein anderes vergleichbares Volk heute finden (Jehovas Zeugen besuchen alle Menschen), die sich durch ihre missionarische Aktivität als besseres Volk aus allen Nationen in ihrer Einheit und Liebe mir offenbaren könnten.
Und wer verkündet weltweit und einheitlich wie mit einer Stimme (wie ein Mann) die gute Botschaft vom Königreich Gottes (Matth 6:9,19; 24:14, also dem Königreich der 144000 über die Erde)? War das nicht auch das Thema der Predigttätigkeit Jesu?

Kann man mit Gegnern der Wahrheit wirklich vertrauensvollen und engen Kontakt haben, die der guten Botschaft nicht gehorchen wollen, sondern in Debatten um Worte und im Streit schwelgen? Oder sich nur eigene Ohren kitzeln lassen wollen und andere schlecht machen?
Welche Gruppe gibt es, die besser wäre als die Jehovas Zeugen? Trotz mancher Unvollkommenheiten könnte man deswegen (da ich keine bessere Gruppe kenne) dort nicht bleiben und in einer wartenden Haltung Jehova in einer weltweiten Gemeinschaft dienen?
In ganz kleinen Grüppchen (welche sich in sogenannten „Hauskreisen“ bilden), gibt es da Älteste und Aufseher? Wer tauft dort eine Person die sich bekehrt?

Kann auch wer heute ein Zeuge Jehovas sein mit teilweise einem kritischen Geist (aus gesetzlichen Gründen, hat rein mit der Organisation der Jehovas Zeugen wenig was zutun), ohne Mitgliedschaft in der Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)? Kann man auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen?

Jedenfalls aus der Bibel können wir unter anderem folgendes entnehmen:
Zeph 3:9 = man kann nur mit einer einzigen reinen Sprache (es gibt keine zwei Wahrheiten und zwei versch. richtige Wege) Schulter an Schulter in enger Gemeinschaft Jehova dienen.
Phil 1:27 = dass man zusammen in einem Geist für die gleiche Sache kämpft. Das ist doch unsere Aufgabe.
Heb 13:7 = wir sollen unserer Führer gedenken, die uns diese geistige Speise austeilen. Wir sollen ihnen (V.17) gehorchen und unterwürfig sein.
Und wenn man das ablehnt, dann zu wem und wo können wir denn sonst noch gehen? Oder gibt es wo was Besseres?
Paulus schrieb doch auch den Korinthern, dass die Christen seine Nachahmer sein sollen. Oder hätten die Christen damals nach eigenen Gutdünken handeln dürfen?
Was stellt die Vision Hesekiels über den Wagen Jehovas? Als Bild sicher doch seine Organisation auf Erden. Nicht wahr?
Und auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, dass der Kurs dieser Organisation manches Mal schlingernd ist, so stimmt aber doch die Hauptrichtung. Eine vollkommene Versammlung ohne Fehler gab es nie! Aber die Hauptrichtung zählt.
Und auch im ersten Jahrhundert unterliefen mancherlei Fehler den Propheten, Führern, Aposteln, Heiligen, Ältesten. Zum Beispiel der Konflikt zwischen Paulus und Petrus zeigt auf mancherlei Fehlentscheidungen hin. Es bestand aber kein Grund sich von diesen Aposteln deswegen gleich zu trennen, da der Geist mit diesen wirkte. Und, wohin sollen wir auch sonst gehen?
Einheit ist ein wichtiges Merkmal Jesu Nachfolger. (Eph 4:3,13; Kol 3:14)
Ist es nicht besser manchmal trotz gewisser Zweifel die Meinung für sich zu behalten? Nicht nur, weil wir damit anderen in Glauben schwächen oder gar niederreißen könnten und der Einheit in der Versammlung sehr stören würden, sondern auch deswegen, weil die eigene Ansicht auch sich als falsch erweisen könnte?
Ist es nicht demütiger einfach abzuwarten, bis die Zeit für Jehova da ist, manche Dinge zu ändern?

Manche Aussagen – so unlängst auch die aus dem Wachtturm vom 15.07.2013, wonach die leitende Körperschaft im Jahre 1919 von Christus eingesetzt wurde, und nicht wie früher angenommen, die ganze Zeit unter den Gruppierungen der Christenheit bestand – bewegten manche, die Stellung der Leitenden Körperschaft in solchen Aussagen anzuzweifeln. Aber seien wir mal bitte ehrlich, sind solche Themen wirklich existenziell wichtig?
Haben wir durch diese treuen Brüder in der Leitenden Körperschaft nicht viel gelernt und verdanken wir diesen nicht unsere heutige Erkenntnis? Wo wären wir heute ohne diese treuen Brüder die sich für uns verausgabten? Das sind doch fleißige und bescheidene Brüder, die immer um die Leitung durch den Geist beten.
Zeug nicht gerade die Lehränderung von Ehrlichkeit und Demut, statt auf welchen Dogmen festzuhalten?

Der Jünger Judas verurteilt solche Menschen, die mit ihren kritischen Aussagen nur Spaltungen hervorrufen. Er möchte, dass wir die wartende Haltung an den Tag legen (V.21-23).
Es geht doch um eine theokratische Gemeinschaft, wo Jehova doch mit unvollkommenen Menschen handelt.

Wer aber nur Zweifel hat, der darf doch ganz offen mit den Ältesten über seine Zweifel reden. Dazu sind diese Brüder doch da.
Gerade dadurch unterscheiden sich auch wahre Christen von Scheinchristen, dass sie bereit sind in Liebe nicht nur anderen zu predigen, sondern auch einander zu helfen. Und sollte man sich dieser Gruppe nicht unterordnen, statt eigene Wege und Meinungen dort durchzusetzen versuchen? Reicht uns der reich gedeckte Tisch bei diesen christlichen Zeugen Jehovas nicht mehr wirklich aus?
Das ist ein auffälliges Merkmal wahrer Christen, und nicht das, dass es manche gibt, die den Sklaven unterstellen, dass z.B. diese in einer Broschüre den Satz nicht ausdrücklich (neben anderen eindeutigen Artikeln zu dem Thema!) verwendeten: „Wahre
Christen nehmen Jesus als Gottes Mittel zur Rettung an“. Das ist doch in dem Zusammenhang kein so besonderer Unterscheidungsgrund zu verschiedenen Kirchen der Christenheit, weil viele doch sagen, dass sie das auch glauben. Verstehen wir also den wahren Gedanken dazu? Oder unterstellen wir lieber gleich was Böses?
Tut man da also aus Unkenntnis der Sachen mehr schlechtes reininterpretieren als es da tatsächlich steht?
Ist z.B. auch dieses „Glauben ausüben“ (u.d.g.) an Jehova und Jesus so falsch? Ist der Glaube nicht tätig?

Und was die Stellung Jesu betrifft, so ist die Stelle aus Philipper 2 natürlich nur so zu verstehen, dass es alles nur zur Verherrlichung des Vaters geschieht! Jesus ist da doch nicht die Zentralfigur. Er ist auch nicht gleichbürtig mit dem Vater. Hat man auch zu Johannes 5:23 die Parallelstelle und andere Zusammenhänge gelesen und richtig verstanden, bevor man mit neuen Lehren (auch unbewusst) Unruhe stiftet?
Gefällt das Jehova Gott? Wie kann man da Jesus auf gleiche Stufe mit seinem Vater stellen, was doch der gesamten Bibel widerspricht!?

Es ist aber klar, dass damals in den christlich griechischen Schriften von Jesus viel mehr die Rede war als über Jehova. Weil das daran liegt, dass damals das jüdische Volk damit besonders angesprochen werden musste. Jehova (an den sie ohnehin glaubten) musste damals nicht mehr so verkündet werden (den sie kannten) als Jesus Christus, den sie als den schon gekommenen Messias noch nicht erkannt hatten. Aber Jesus ist doch nur die Türe, die zur Jehova führt!
Heute ist aber umgekehrt und kaum wer spricht mehr von Jehova! Deswegen tun das die Jehovas Zeugen erdenweit.

Ich hoffe nicht, dass dieser Brief bei dem Leser so ankommt, wie manche es einfach nur aus Prinzip gegnerisch das sehen wollen.
Möge aber das Geschriebene zum Segen aller Interessierten Menschen gereichen, die noch auf der Suche sind.

Meinungen eines Zeugen Jehovas


JZ
zuletzt bearbeitet 23.06.2013 18:22 | Top

RE: LK, Jesu Stellung, Fragen und Antworten

#11 von Schrat , 22.06.2013 23:50

Lieber Gast,

Zitat
Gab es im ersten Jahrhundert nicht doch eine christliche „Leitende Körperschaft“ in Jerusalem? Oder zweifelt daran wirklich jemand ernstlich?


Schrat: Es gab keine Leitende Körperschaft, wie sie heute bei Jehovas Zeugen vorhanden ist. Es gab wohl die Versammlung in Jerusalem und die älteren Männer dort. Und es gab die Apostel. Warum es diese leitende Körperschaft nicht in der Form, wie bei Jehovas Zeugen gab, wird im Folgenden bei den einzelnen Punkten, die angeblich das Wirken dieser leitenden Körperschaft dokumenteiren soll, deutlich werden.

I

Zitat
ch versuche hier einige Punkte zur Bekräftigung dieser Aussage aus der Bibel euch zu zeigen:

Diese LK übte verschiedene Aufgaben aus, die die einzelnen christliche Gruppen bzw. Versammlungen nicht taten.
Zu deren Aufgabenbereichen gehörten nicht nur das Schlichten und Regeln bestimmter Fragen, sondern auch die Koordination damaliger Vorgänge im Volk Gottes:
Sie sandten die Missionare in alle Welt aus = Apg 11:22; 15:25; Gal 2:9.

Sie sandten auch Propheten aus und trafen so Vorsorge gegen die Naturkatastrophen = Apg 11:27,28; 1.Kor 16:1.
Sie trafen Sicherheitsentscheidungen bezüglich Paulus = Apg 9:30.
Die leitende Körperschaft entschied über die Stellung der Samariter = Apg 8:14-17.
Als Vorbilder gingen sie auch predigen = Apg 4:33.
Sie sind für die rechtliche Befestigung des Predigtdienstes eingetreten = Apg 4:19,20; 5:27.
Sie trafen Entscheidungen in Versammlungen (die manche Besserwisser nicht akzeptieren wollten) = 3.Joh 9.
Die LK bestand zu Anfang aus 12 Apostel mit vielen weiteren Aufgaben = Apg 1:24,25; 6:2-7; 15:6.
Später zählten auch ältere Männer aus Jerusalem dazu, darunter auch der Apostel Paulus = 1.Tim 4:14.
Gott bediente sich dieser Leitenden Körperschaft = Apg 13:2.
Und diese gaben damals auch klare Anweisungsregeln an die Versammlungen, z.B. wegen der reuelosen Sünder = 2.Thes 3:6.


Schrat: Die Versammlung in Jerusalem entsandte Barnabas, es ist nicht die Rede von einer leitenden Körperschaft. Die Versammlung in Jerusalem mag viele Dinge angepackt und auch zuerst angepackt haben, weil es sich natürlicherweise so ergab. Jerusalem war die größte Stadt, dort wurde zu Pfingsten der heilige Geist ausgegossen und demzufolge von Anfang an führend, aber nicht weil sie eine "Leitende Körperschaft" darstellte.

Zitat
Ich denke, man sollte sich erst mal in klaren werden, ob es heute einen Sklaven gibt oder nicht. Weil wer von vorne herein daran zweifelt, wird immer darin nach Fehlern suchen.
Schrat: Diese Gedanken habe ich mir gemacht und bin wie viele zu der biblisch gegründeten Ansicht gekommen, daß es diesen "Sklaven", wie die er in der Wachtturm-Literatur definiert wird nicht gibt. Ein Vergleich mit den übrigen Gleichnissen Christi und auch mit Lukas 12 zeigt, daß jeder Christ sich als treuer Verwalter oder Sklave erweisen sollte. Diese Sicht wird auch von der WTG anerkannt, die andere Sicht, daß es eine besondere "Klasse" - heute die Leitende Körperschaft gäbe - ist biblisch nicht begründbar. Die Leitung hat Jesus Christus und der Heilie Geist.

Wo wären wir heute ohne dieser Sklavenklasse? Und dürfen wir Jehova nicht vertrauen, der verheißen hat, dass es heute diesen Sklaven gibt, der die Speise zu rechten Zeit (für Jehova, auch wenn nicht immer nach unserem Erwarten zu unserer Zeit) geben wird?


Wer ist heute sonst dieser Sklave, der die biblische Speise an seine Dienerschaft austeilen wird? Die Christenheit?
Ich möchte damit niemanden vorverurteilen, aber sollten wir nicht offen darüber nachsinnen? Auch die Organisation verurteilt niemanden. Im Gegenteil, wie sie das auch in einer ihrer Publikationen mal ausdrückten: „Die endgültige Entscheidung, wer zu den Schafen oder zu den Böcken gehört, fällt erst in der großen Drangsal.“



Schrat: Es gibt auch viele andere treue Christen und auch dort Männer, die führend vorangehen und viel gute geistige Speise austeilen. Aus den Werken dieser Männer zitiert die WTG in ihren Schriften, z.B. im "Einsichtenbuch". Auch ohne WTG wären die Christen keineswegs verlassen und hätten auch viel gute Anleitung anhand der heiligen Schriften und auch erklärender Schriften geistig gesinnter Männer. In der vorstehenden Fragestellung wird zu pauschal geurteilt. Der Umstand, daß es auch viel Falsches und viel Untreue in der "Christenheit" gibt bedeutet nicht, daß es auch viele gibt, die diesem pauschalen Bild nicht entsprechen, vor allem in evangelikalen Kreisen, Adventisten (praktisch die geistigen Halbbrüder der Zeugen Jehovas), Weltweite Kirche Gottes, Bibelbund, Kein anderes Evangelium, und, und, und....

Zitat
Kann man also leugnen, dass auch damals Personen in die verschiedenen Versammlungen gesandt wurden, um Dienstamtgehilfen und auch Älteste zu ernennen (darunter der Timotheus)?
Schrat: Das wird nicht geleugnet, doch dies geschah nicht von einer "leitenden Körperschaft", sondern von den jeweiligen Versammlungen aus, natürlich auch von Jerusalem aus, die aus den schon genanannten Gründen eine zentrale Rolle einnahm, aber nicht weil sie als "Leitende Körperschaft" diente.

Kann man das klare Wort Gottes darin außer Acht lassen, dass man denen gehorchen muss, die die Führung übernehmen? (Heb 13:17)



Schrat: Schon richtig, aber nur insoweit, als sie selbst dem Worte Gottes gehorchen und sich nicht selbst an das Wort Gottes halten. Daran müssen auch sie sich messen lassen. Und diese "Führer" sollten sicher nicht auf andere Christen, die sich auch ernstlich Mühe geben wie der böse Sklave einhauen und ihnen das Christsein absprechen und sich selbst als schon von Christus anerkannt darstellen. Das würde das künftige Gericht vorwegnehmen.

Zitat
Wie kann man überhaupt als eine Einzelperson oder mit drei oder vier Leuten ohne dieser Organisation und Einheit als Christ nach dem Muster von Hebräer 10:24,25 leben?
Schrat: Christus sagt "Wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen"

Also wie kann man diese Einheit und Frieden auf der ganzen Erde als Christen bewahren, wenn man nicht organisiert ist? Wird da nicht jeder seiner eigenen Interpretation nachgehen?


Schrat: Alle wahren Christen haben eine Einheit aufgrund des Wirken des Geistes Gottes und kommen in grundlegenden Dingen zum selben Ergebnis, weil sie sich vom Heiligen Geist und der Schrift und nicht von einer "Leitenden Körperschaft" leiten lassen. Ich habe nach langjährigen Untersuchungen der verschiedenen christlichen Gemeinschaften festgestellt, daß die Treuen unter ihnen durchaus zu einer Einheit kommen. Grundlegende Dinge sind z.B. die, die im sog. "Apostolischen Glaubensbekenntnis" zusammengefaßt sind. Wenn es nicht um grundlegende Dinge geht, müssen wir jedem sein eigenes Gewissen vor Gott zugestehen (siehe Römer 14) und zugestehen, daß jeder für sich Gott Rechenschaft geben und in der Erkenntnis wachsen muß. Anders zu handeln, würde bedeuten das Gewissen des Einzelnen zu vergewaltigen. Es ist nicht schlimm, wenn jeder seiner eigenen Interpretation nachgeht - solange er sich in der Versammlung öffentlich damit zurückhält -, wenn sie denn von Glauben motiviert ist. Es wäre schlimm, wenn wir der Interpretation einer zentalen menschlichen Führung folgen würden, von der wir innerlich nach reiflicher biblischer Prüfung überhaupt nicht überzeugt sind und diese und aufoktrinierte Interpretation sich dann auch noch als falsch erweisen würd! (siehe Martin Luther).

Zitat
Ein weltumspannendes einheitliches Werk kann nur unter dem Einfluss des Geistes erfolgen. Und bei welcher anderen Gruppe als den Jehovas Zeugen ist das der Fall, wo sich Jesus der „Gaben in Form von Menschen“ bedient?
Und wer soll dort der „Treue und verständige Sklave sein, der die Speise an seine Hausknechte austeilt“?



Schrat: Dieses weltumspannende einheitliche Werk wird durch alle ernsthaften und treuen Christen - nicht nur durch Jehovas Zeugen, aber auch durch sie - durchgeführt, indem sie die gute Botschaft anhand der Bibel verkündigen. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen, nicht nur in den Häusern ( in der NWÜ fälschlich "von Haus zu Haus"), sondern auch in dem Vorträge angekündigt und gehalten werden, bei denen sich den herausstellt, wer es würdig ist weiter "in den Häusern" betreut zu werden. Dann auch durch Radio- und Fernsehbeiträge, durch Bücher und Zeitschriften.Heute auch durch das Internet. Auch andere christliche Gemeinschaften sind missionarisch tätig und senden Missionare aus.Vielfach haben Jehovas Zeugen nur dort einigermaßen Erfolg und Ergebnisse, wo vorher andere christliche Missionare schon tätig gewesen waren!

Zitat
Hatte nicht Jesus die Apostel, älteren Männer und Aufseher über die Versammlung als Führer eingesetzt? Oder blieben diese Versammlungen Führerlos?



Schrat: Dagegen ist ja nichts einzuwenden, auch andere christliche Gemeinschaften haben "Ältere Männer" und "Aufseher" und sind deshalb nicht führerlos.

Zitat
Auch wenn nach der neuen Erkenntnis die Christen damals nicht der gemeinte Sklave waren (Mat 24:45-47), die erst in der Endzeit gibt, so waren sie doch die Verantwortlichen über die Habe, die ihnen von Christus zu hüten übertragen wurde. Diese haben an ALLE Hausknechte die geistige Speise ausgeteilt, also waren diese doch organisiert, oder nicht?
Schrat: Hier liegt eine falsche Vorstellung vom Gleichnis vom Treuen und Verständigen Sklaven vor. Einen Sklaven in dieser Form gibt es nicht. Wie schon erwähnt bezieht sich das Gleichnis in Matthäus 24 und Lukas 12 auf einzelne Christen, die sich als treue Verwalter erweisen sollten und ihrerseits in der Lage sein sollten als Lehrer "geistige Speise" auszuteilen. Warum es bei der Vorstellung von einem kollektiven "Treuen und Verständigen Sklaven" um eine Fehlinterpreatation der Bibel handelt, wurde hier im Forum schon in verschiedenen Thread gründlich behandelt.

Daher bedurfte es einer einheitlichen Führung durch den Sklaven, die (diese Brüder) durchaus fehlerhaft waren, aber dennoch fortscheitend von Geist Gottes geleitet wurden.
Schon damalige Versammlungen kämen in den Strudel, wenn das von Anfang an mit der Organisation nicht so möglich gewesen wäre und jeder nach eigener Fasson vorgehen würde. Aber Gott ist doch Gott der Ordnung und des Friedens!
Genauso heute einmütig leitet und organisiert der heilige Geist auch unvollkommene Menschen. Diese behaupten nicht von sich, dass sie vollkommen wären. Aber der Geist lässt einiges zu. Aber er lässt es nicht zu, dass ggf. durch manche Irrtümer, das Volk Gottes Schaden nimmt.


Es muss trotz Unvollkommenheiten eine Führungsgruppe geben und eine einheitliche Lehre.


Schrat: Die einheitliche Lehre finden wir in der Heiligen Schrift und nicht in wirren und widersprüchlichen Auslegungen von Menschen, die sich anmaßen von Gott und Christus eine besondere Stellung erhalten zu haben. Gott ist ein Gott der Ordnung und des Friedens und Grundlage für diese Ordnung und den Frieden ist die Heilige Schrift, das reicht! Alle wahren Christen haben auch kofessionsübergreifend oder auch konfessionslos (als Einzelchristen) Einheit und Frieden, indem sie die anderen Christen, egal wo sie sich befinden achten und nicht in der Manier des bösen Sklaven auf ihnen einschlagen und ihnen das Christsein absprechen.

Zitat
Daher sollte man sich die Frage stellen, ob ich einfach nur nach Fehlern bei dieser Führung suchen möchte, oder möchte ich mal das Gute sehen? Und ob man was wirklich Besseres findet.
Schrat: Nicht alle Kritiker - mich eingeschlossen - suchen nur nach Fehlern, sondern heben bei passender Gelegenheit durchaus auch die guten Seiten und das gute Wirken der Zeugen Jehovas hervor! Die Suggestivfrage "..etws Besseres finden..." ist unsinnig und ziemlich überheblich. Es gibt viele andere Christen, die sich auch in anderen Gemeinschaften sehr wohl fühlen.

Wie sieht Jesus selbst das Volk Jehovas, welches seinen Namen trägt? Betrachtet er sie als sein Volk, welches sich in seiner Harmonie willig darbietet? Oder nicht?
Ich kann jedenfalls kein anderes vergleichbares Volk heute finden (Jehovas Zeugen besuchen alle Menschen), die sich durch ihre missionarische Aktivität als besseres Volk aus allen Nationen in ihrer Einheit und Liebe mir offenbaren könnten.
Schrat: Ist ja schön, wenn Du Dich dort wohlfühlst und das will ich Dir auch nicht nehmen. Aber manche fühlen sich begründet dort in bestimmten Bereichen und in bestimmter Beziehung nicht wohl. Es ist ziemlich anmaßend zu behaupten, daß man nur unter Jehovas Zeugen wahre Liebe finden würde. Es gibt andere christliche Gruppierungen, die von sich dasselbe sagen und mit vielen Beispielen belegen könnten.

Und wer verkündet weltweit und einheitlich wie mit einer Stimme (wie ein Mann) die gute Botschaft vom Königreich Gottes (Matth 6:9,19; 24:14, also dem Königreich der 144000 über die Erde)? War das nicht auch das Thema der Predigttätigkeit Jesu?
Schrat: We schon erwähnt, auch andere christliche Gemeinschaften verkünden das Königreich Gottes, auch das 1000-Jahrreich auf der Erde usw.


Schrat: "Wie ein Mann" ist nicht erforderlich und widerspricht der christlichen Freiheit und der Verantwortung jedes einzelnen Christen vor Gott. Unter wahren Christen müssen nicht alle wie bei den Nazis im Gleichschritt marschieren. Die Einheit unter Jehvas Zeugen ist teuer erkauft, sie geht nämlich auf Kosten der christlichen Freiheit und auch der Wahrheit, die jemand natürlich unterdrücken muß, um nicht in Konflikt zu der vorgegebenen Lehrmeinung - die durchaus von Gottes Wort abweichen kann und auch agewichen ist (siehe das Hin- und her mit Römer 13 und anderen Lehren). Jeder wahre Christ verkündet das Königreich nach der ihm von Gott veriehenen Weisheit.

Zitat
Kann man mit Gegnern der Wahrheit wirklich vertrauensvollen und engen Kontakt haben, die der guten Botschaft nicht gehorchen wollen, sondern in Debatten um Worte und im Streit schwelgen? Oder sich nur eigene Ohren kitzeln lassen wollen und andere schlecht machen?



Schrat: Das ist auch wieder so ein Pauschalurteil. Es sind nicht alle, die einzelne Lehren und Verhaltensweisen der Zeugen Jehovas kritisieren automatisch "Gegner der Wahrheit". Und wer sich wirklich als Gegner der Wahrheit der Bibel erweist, mit dem werde ich wohl über Kurz oder lang automatisch keinen Kontakt mehr haben, weil die Grundlage dafür fehlt. Von solchen habe ich mich immer wieder getrennt bzw. die von mir, weil sie mein treues Fesdthalten am Worte Gottes nicht mehr ertragen konnten.

Zitat
Welche Gruppe gibt es, die besser wäre als die Jehovas Zeugen? Trotz mancher Unvollkommenheiten könnte man deswegen (da ich keine bessere Gruppe kenne) dort nicht bleiben und in einer wartenden Haltung Jehova in einer weltweiten Gemeinschaft dienen?
In ganz kleinen Grüppchen (welche sich in sogenannten „Hauskreisen“ bilden), gibt es da Älteste und Aufseher? Wer tauft dort eine Person die sich bekehrt?


Schrat: wurde schon von mir behandelt. "Bessere Gruppe" ist ziemlich subjektiv, andere Christen fühlen sich woanders auch ganz wohl. Die sind auch nicht ohne Führung und die führen auch Taufen durch!

Zitat
Kann auch wer heute ein Zeuge Jehovas sein mit teilweise einem kritischen Geist (aus gesetzlichen Gründen, hat rein mit der Organisation der Jehovas Zeugen wenig was zutun), ohne Mitgliedschaft in der Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)? Kann man auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen?

Jedenfalls aus der Bibel können wir unter anderem folgendes entnehmen:
Zeph 3:9 = man kann nur mit einer einzigen reinen Sprache (es gibt keine zwei Wahrheiten und zwei versch. richtige Wege) Schulter an Schulter in enger Gemeinschaft Jehova dienen.

Phil 1:27 = dass man zusammen in einem Geist für die gleiche Sache kämpft. Das ist doch unsere Aufgabe.
Heb 13:7 = wir sollen unserer Führer gedenken, die uns diese geistige Speise austeilen. Wir sollen ihnen (V.17) gehorchen und unterwürfig sein.
Und wenn man das ablehnt, dann zu wem und wo können wir denn sonst noch gehen? Oder gibt es wo was Besseres?


Schrat: Wir haben auch nicht "die reine Sprache", wenn damit zum Ausdruck kommen soll, daß wir alles richtig verstehen und verstanden haben. In den Hauptpunkten ist sehr wohl eine Einheit vorhanden (siehe apostolisches Glaubensbekenntnis).
Die Einheit unter Jehovas Zeugen ist eine Zwangseinheit, die mit brachialer Gewalt aufrechterhalten wird. Jeder - der auch mit einer noch so guten biblischen Begründung anderer Meinung ist, als die "Leitende Körperschaft" wird hinausgeworfen als Unperson schlimmer wie ein Verbrecher behandelt.


Zitat
Paulus schrieb doch auch den Korinthern, dass die Christen seine Nachahmer sein sollen. Oder hätten die Christen damals nach eigenen Gutdünken handeln dürfen?
Was stellt die Vision Hesekiels über den Wagen Jehovas? Als Bild sicher doch seine Organisation auf Erden. Nicht wahr?
Schrat: Was hat der Gedanke, daß die Christen Paulus Nachahmer sein sollten mit dem "nach eigenem Gutdünken handeln" zu tun? Natürlich müssen wir "nach eigenem Gutdünken", nämlich nach unsserem eigenen Gewissen, handeln! Glauben kann man nicht befehlen! Du sprichst den Wagen Jehovas in Hesekiel an. Das wäre ein Thema für sich, welches ich in einem eigenen Thread behandeln möchte, damit das hier nicht überhand nimmt. Es ist sowieso eigentlich ziemlich viel, was Du hier einbringst. Besser wäre es die Punkte nach und nach vorzubringen - oder steckt da Methode hinter, uns hier mit vielen Worten totzuschlagen?

Und auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, dass der Kurs dieser Organisation manches Mal schlingernd ist, so stimmt aber doch die Hauptrichtung. Eine vollkommene Versammlung ohne Fehler gab es nie! Aber die Hauptrichtung zählt.
Und auch im ersten Jahrhundert unterliefen mancherlei Fehler den Propheten, Führern, Aposteln, Heiligen, Ältesten. Zum Beispiel der Konflikt zwischen Paulus und Petrus zeigt auf mancherlei Fehlentscheidungen hin. Es bestand aber kein Grund sich von diesen Aposteln deswegen gleich zu trennen, da der Geist mit diesen wirkte. Und, wohin sollen wir auch sonst gehen?
Einheit ist ein wichtiges Merkmal Jesu Nachfolger. (Eph 4:3,13; Kol 3:14)
Ist es nicht besser manchmal trotz gewisser Zweifel die Meinung für sich zu behalten? Nicht nur, weil wir damit anderen in Glauben schwächen oder gar niederreißen könnten und der Einheit in der Versammlung sehr stören würden, sondern auch deswegen, weil die eigene Ansicht auch sich als falsch erweisen könnte?
Schrat: Ich bin auch für Einheit, aber auf anderer Grundlage, nicht zwangsweise wie bei Jehovas Zeugen und deswegen trenne ich mich auch nicht von der "wahren Anbetung", weil die "wahre Anbetung" mehr umfasst als die Organisation der Zeugen Jehovs.

Ist es nicht demütiger einfach abzuwarten, bis die Zeit für Jehova da ist, manche Dinge zu ändern?



Schrat: Nein! Wenn Jehova in seinem Wort etwas sagt, dann muß ich das sofort befolgen und nicht warten, bis eine sich selbst ernannte Führung das vielleicht irgendwann mal erkennt - oder auch nicht. Ich kratz mich heute noch am Kopf, wie es kommen konnte in den 30'er Jahren Römer 13 dermaßen falsch zu verstehen und falsch zu lehren. Hätte ich damals gelebt, hätte ich der Organisation nicht gehorcht, sondern das gelaubt und gelehrt, was ich deutlich von Gott selber in Römer 13 gelehrt bekomme! Und so handele ich auch heute. Ich muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!

Zitat
Manche Aussagen – so unlängst auch die aus dem Wachtturm vom 15.07.2013, wonach die leitende Körperschaft im Jahre 1919 von Christus eingesetzt wurde, und nicht wie früher angenommen, die ganze Zeit unter den Gruppierungen der Christenheit bestand – bewegten manche, die Stellung der Leitenden Körperschaft in solchen Aussagen anzuzweifeln. Aber seien wir mal bitte ehrlich, sind solche Themen wirklich existenziell wichtig?
Haben wir durch diese treuen Brüder in der Leitenden Körperschaft nicht viel gelernt und verdanken wir diesen nicht unsere heutige Erkenntnis? Wo wären wir heute ohne diese treuen Brüder die sich für uns verausgabten? Das sind doch fleißige und bescheidene Brüder, die immer um die Leitung durch den Geist beten.
Kennst du was Besseres als das? Wenn nicht, dann gibt es einen vernünftigen Grund diese Gemeinschaft wegen mancher Lehränderungen gleich zu verlassen? Oder zeug nicht gerade die Lehränderung von Ehrlichkeit und Demut, statt auf welchen Dogmen festzuhalten?


Schrat: Auch wenn zugegebenermaßen vieles gut und richtig an der Lehre der Zeugen Jehovas ist, kann es dann doch wirklich nicht bedeuten, daß ich dann stillschweigend auch das "schlucken" muß, was falsch ist. Diese Haltung des "Sklaven" finde ich wenig demütig und ist nicht mit der Haltung der Apostel zu vergleichen, die demütig von sich sagen "Wer bin ich, wer ist Apollos....Diener, der eine pflanzt, der andere begießt, Gott lässt es wachsen".

Zitat
Der Jünger Judas verurteilt solche Menschen, die mit ihren kritischen Aussagen nur Spaltungen hervorrufen. Er möchte, dass wir die wartende Haltung an den Tag legen (V.21-23).
Es geht doch um eine theokratische Gemeinschaft, wo Jehova doch mit unvollkommenen Menschen handelt.



Schrat: Das ist ein völlig verkehrter Vergleich. Menschen, die zu Recht Fehler in der Organisation aufzeigen und zeigen, wo Gottes Wort nicht beachtet wird, sind keine Menschen, die "Spaltungen" hervorrufen. Dann war also Luther auch jemand der "Spaltungen" hervorrief, weil er auf die Fehler und Irrtümer der katholischen Kirche hingewiesen hat. Die Personen im Judasbrief, die Spaltungen und Irrlehren hervorriefen zeigten auch im übrigen eine niedere, fleischliche Gesinnung. Du verwechselst da was! Wie war das denn mit Paulus? Weil er die Galater auf ihre Fehler und ihr falsches Verständnis hinweis, betrachteten diese ihn als "Feind". Sie hätten auch genauso sagen können: Du rufst Spaltungen hervor.

Zitat
Wer aber nur Zweifel hat, der darf doch ganz offen mit den Ältesten über seine Zweifel reden. Dazu sind diese Brüder doch da.
Gerade dadurch unterscheiden sich auch wahre Christen von Scheinchristen, dass sie bereit sind in Liebe nicht nur anderen zu predigen, sondern auch einander zu helfen. Und sollte man sich dieser Gruppe nicht unterordnen, statt eigene Wege und Meinungen dort durchzusetzen versuchen? Reicht uns der reich gedeckte Tisch bei diesen christlichen Zeugen Jehovas nicht mehr wirklich aus?
Das ist ein auffälliges Merkmal wahrer Christen, und nicht das, dass es manche gibt, die den Sklaven unterstellen, dass z.B. diese in einer Broschüre den Satz nicht ausdrücklich (neben anderen eindeutigen Artikeln zu dem Thema!) verwendeten: „Wahre



Schrat: Ich habe mit den Ältesten meiner Versammlung über die wichtigsten Punkte gesprochen. Sie wissen Bescheid und achten bisher mein Gewissen. Ich hoffe sie bleiben vernünftig und das bleibt so. So tiefgehende Gespräche kann ich nicht weiter mit ihnen führen, weil sie in vielen falschen Gedankengängen des "Sklaven" gefangen sind und das würde mich und sie nur unnötig aufreiben. Wir würden nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Es geht doch letztendlich nur um die "Unterwerfung" unter den "Sklaven".

Zitat
Christen nehmen Jesus als Gottes Mittel zur Rettung an“. Das ist doch in dem Zusammenhang kein so besonderer Unterscheidungsgrund zu verschiedenen Kirchen der Christenheit, weil viele doch sagen, dass sie das auch glauben. Verstehen wir also den wahren Gedanken dazu? Oder unterstellen wir lieber gleich was Böses?
Tut man da also aus Unkenntnis der Sachen mehr schlechtes reininterpretieren als es da tatsächlich steht?
Ist z.B. auch dieses „Glauben ausüben“ (u.d.g.) an Jehova und Jesus so falsch? Ist der Glaube nicht tätig?
Schrat: Die Gedankengänge verstehe ich nicht ganz, deswegen keine Antwort

Und was die Stellung Jesu betrifft, so ist die Stelle aus Philipper 2 natürlich nur so zu verstehen, dass es alles nur zur Verherrlichung des Vaters geschieht! Jesus ist da doch nicht die Zentralfigur. Er ist auch nicht gleichbürtig mit dem Vater. Hat man auch zu Johannes 5:23 die Parallelstelle und andere Zusammenhänge gelesen und richtig verstanden, bevor man mit neuen Lehren (auch unbewusst) Unruhe stiftet?


Schrat: Ich habe nie eine neue Lehre verkündet. Ich habe immer gesagt, daß Jehova immer der Höchste war und auch bleiben wird. Und trotzdem ist es eine deutliche Lehre, daß Jehova seinen Sohn in eine sehr hohe Stellung gesetzt hat, ja das er ihn sogar für eine Weile vertritt und dieselbe Ehre für dieses "Amt" bekommt, wie der Vater. Wir müssen den Sohn so ehren wie den Vater. Das ist eine deutliche Lehre der Bibel (Joh 5:22,23). Als Veranschaulichung können wir die Sache mit Haman und Mordochai nehmen. Weil Mordochai dem König sehr loyal war, sollte Mordochai so geehrt werden, wie der König.


Zitat
Gefällt das Jehova Gott? Wie kann man da Jesus auf gleiche Stufe mit seinem Vater stellen, was doch der gesamten Bibel widerspricht!?

Der Sohn wird in der Bibel nur in bestimmter Beziehung und nur was das "Amt" als Vertreter anbelangt, auf dieselbe Stufe, wie der Vater gestellt, ansonsten ist der Sohn immer dem Vater untertan und der Vater größer als der Sohn. Da vestehst Du leider was falsch.

Es ist aber klar, dass damals in den christlich griechischen Schriften von Jesus viel mehr die Rede war als über Jehova. Weil das daran liegt, dass damals das jüdische Volk damit besonders angesprochen werden musste. Jehova (an den sie ohnehin glaubten) musste damals nicht mehr so verkündet werden (den sie kannten) als Jesus Christus, den sie als den schon gekommenen Messias noch nicht erkannt hatten. Aber Jesus ist doch nur die Türe, die zur Jehova führt!
Heute ist aber umgekehrt und kaum wer spricht mehr von Jehova! Deswegen tun das die Jehovas Zeugen erdenweit.


Schrat: Das eine schließt das andere nicht aus. Jehova möchte schon, daß wir unseren Blick auf seinen Sohn richten, so wie die Israeliten ihren Blick auf die eherne Schlagen richten mußten, um gerettet zu werden. Und der Umstand, daß im NT Jesus Christus im Mittelpunkt steht, unterstreicht diesen Gedanken. Indem wir unsere Knie vor Jesus beugen und ihn als Herrn anerkennen, verherrlichen wir den Vater (sieher Philipper 2). Die einzige erlaubte "relative Anbetung".


Warum die versammlung in Jerusalem nicht den Status einer "Leitenden Körperschaft" haben konnte wurde unter

Leitende Körperschaft

schon gründlich behandelt.

Gruß
vom Schrat


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RE: LK, Jesu Stellung, Fragen und Antworten

#12 von Schrat , 23.06.2013 05:53

Noch ein Nachtrag zu dem vorherigen Statement von einem aktiven Zeugen Jehovas unter "Bruderinfo.de"
(Auszug)

Zitat
Wir sind in Gemeinschaft mit allen Christen, in denen wir den Geist Christi erkennen können, und ins besondern, die die Bibel als einzigen Masstab anerkennen. Wir fordern daher nicht, das alle alles wie wir sehen, um als Christ bezeichnet zu werden; uns ist klar, das Wachstum in der Gnade und in der Erkenntnis ein allmählicher Prozess ist. “Alle die durch den selben Geist geleitet werden, können und werden zur Erkenntnis derselben Wahrheit gelangen.” Phil.3 : 15,16

Die Ansicht, eine starke, sichtbare Organisation sei erstrebenswert und nötig um den Willen Gottes durchzuführen und im Glauben zu wachsen, ist das Produkt fleischlichen Denkens.

Zitat aus dem Wachtturm 15. Sept. 1885 engl.

” Hütet euch vor ” Organisation”. Sie ist vollkommen unnötig. Die Richtlinien der Bibel sind die einzigen, die ihr benötigt. Versucht nicht, andere in ihrer Gewissensentscheidungen auf etwas festzulegen, und laßt das auch nicht bei euch zu. Glaubt und gehorcht soweit, wie ihr Gottes Wort im Augenblick versteht, und wachst so weiterhin Tag für Tag in der Gnade, in der Erkenntnis und in der Liebe.

Soweit nur einige Zitate aus den Wachttürmen, dessen Verfasser Bruder Russel war.


Sein Nachfolger Bruder Rutherford allerdings begann schon sehr früh diesen Standpunkt seines Vorgängers zu verlassen. Er fing an, auf das hinzuarbeiten, was Russel als das Produkt von “Fleischesdenken” abgetan hatte.

Die Entwicklung einer sichtbaren, kämpferischen und Zentralisierten Organisation begann sich zu festigen.

Das Geschichtsbuch (“Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben”) der Gesellschaft berichtet hierzu: “Die Zügel der Verantwortung für den Predigtdienst wurden straffer angezogen, als im Jahre 1920 alle Versammlungsglieder ersucht wurden, einen wöchentlichen Predigtdiensbericht abzugeben. Im Wachtturm 1. Juni 1986 heißt es weiter: Dieses Werk kann niemals ohne Organisation getan werden… Sie konnte das nur, weil sie wirkungsvoll organisiert ist durch die Einteilung in fast 50000 Versammlungen, die alle der sichtbaren Leitung ihrer leitenden Körperschaft unterstehen.



Man hat hier wohl die Macht des heiligen Geistes weitgehend vergessen, und diese Kraft durch eine Organisation geführt von tüchtigen Männer ersetzt.

Die Kraft, in der die ersten Christen die gute Botschaft verkündigten, und die es ihnen ermöglichte das gesamte Römische Reich zu bearbeiten ist vergessen.



In keiner der in der Bibel enthaltenen Aufzeichnungen wird die Verbreitung der Botschaft und ihre Annahme von tausenden von Gläubigen Menschen einer wirkungsvollen Organisation zugeschrieben.

Aus der Bibel ist zu erkennen, das die ersten Christen mit einem erstaunlichen Maß von Spontanität, in Zwangslosigkeit, und ohne jeder Art von vorgefertigter stark überwachter Tätigkeit , ihrem Auftrag nachkamen.


Der Grundlegende Fehler unserer Organisation liegt in ihrer Ansicht, daß ihr von Gott ausschließliche Macht verliehen wurde, um das Werk des Predigens und Jünger machen durchzuführen.

Ebenso fatal ist die Ansicht, daß nur durch das Ausüben dieser Macht Einheit, Ordnung und Leistung erzielt werden kann.

Wer mit dieser Organisation geht, geht mit Gott, egal wohin der Weg auch führt, das ist der Anspruch, den sie für sich und uns gegenüber erhebt. Wer sieht, oder auch nur das Gefühl hat, daß sie einen falschen Weg einschlägt und ihr deshalb in gewissen Dingen nicht bereit ist zu folgen, zeigt einen unabhängigen und rebellischen Geist.

Wer das rechte Verständnis erlangt ehe die Organisation es tut und auch noch darüber spricht, handelt anmaßend und eilt Gott voraus.

Die Gleichsetzung der Organisation mit Gott ist bei uns Zeugen Jehovas schon fast fühlbar. Sie ist tief in unserem Kopf verankert, weit mehr, als wir es als einzelne merken. Und das ist auch kein Wunder, denn jeder Lehrartikel, jeder Bibelkommentar und jede Auslegung hat nur ein Ziel, Gehorsam und Achtung vor der Organisation und ihren Vertretern bis zur Selbstaufgabe zu haben.

Mit Sicherheit kann man hier nicht von christlicher Freiheit und Eigenverantwortung sprechen.

Die meisten Menschen, und auch die meisten unserer Brüder sind der Überzeugung, ohne Organisation geht es nicht. Erst eine Organisation oder Religionsgemeinschaft mit einer Machtstruktur mache die christliche Versammlung wirklich zu einer Einheit.

Die Botschaft der Bibel stütz diese Ansicht nicht, und auch Christi Verheißung stützt sie nicht.

“ Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich in ihrer Mitte”. Matth. 18 : 20

Und hier sprach Jesus Christus nicht von einer kleinen Gruppe innerhalb einer großen Organisation, z. B. unseren ehemaligen Buchstudiengruppen, nein hier macht er eine grundsätzliche Aussage, die besagt das er alleine, ohne eine Organisation jeden Christen leitet und führt.


Es genügt allein die Gegenwart des Sohnes, der das Haupt der Versammlung ist. Der Glaube an Christus bildet keine Religionsorganisation, sondern eine familiengleiche Gemeinschaft.

Christen werden nicht als Mitglied einer Organisation verstanden, sonder als Glieder einer familiengleichen Glaubens-Gemeinschaft.




Unrter http://www.sektenausstieg.net/read/3946 finden wir einen Kommentar eines User, in welchem schön zusammensgestellt wird, wie im 1. Jhdt das Werk n i c h t von einer zentralen Organisationsleitung, sondern vom Heiligen Geist, von Engeln und von den einzelnen Versammlungen aus organisiert wurde!

Auch das sog. Apostelkonzil gemäss Apg 15 ist kein Hinweis auf eine "Leitende Körperschaft". Die Brüder und Aufseher in Jerusalem wurden nur deshalb eingeschaltet, weil dort das Problem entstanden war. und es war auch eine Einzelfallentscheidung und kein Hinweis auf ein ständiges Gremium.

Morgengruss
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 23.06.2013 | Top

RE: LK, Jesu Stellung, Fragen und Antworten

#13 von Jurek , 23.06.2013 12:22

Guten Tag allerseits!

Der Schrat hatte sich auch große Mühe gemacht, auf etliche dieser zahlreichen Aussagen des „ZJ“ einzugehen.

Ich möchte hier zu unserer Diskussion auch (zumind. vorerst) vier Punkte anschneiden, die auch (m.E.) von großer Wichtigkeit sind:

1) Gewissenskonflikt;
2) Verunsicherung des anderen;
3) Spaltungen hervorrufen, und
4) WTG verurteilt keinen Andersdenkenden.

Zur 1:
Wie soll sich ein ZJ in einer Versammlung verhalten, wenn dieser durch verschiedene Lehrpunkte der WT-Organisation in seinem Gewissen immer wieder belastet wird um dort mit seiner Anwesenheit das für sich zu akzeptieren?
Ich denke, dass es vorwiegend zwei Gruppen von solchen Christen gibt:
a) solche, die mit ihren Gewissen vor GOTT darin nicht aushalten und einfach still und leise diese Gemeinschaft verlassen wollen, und
b) solche, die leben ihr christliches Leben „privat“, und versuchen dort in der Versammlung die Argumente der WTG und vor allem der Bibel dafür zu nutzen, um den darin befindlichen Menschen auf diskrete Weise zu helfen (z.B. wie für viele der bekannte Bruder „E.F.“).

Jeder möge natürlich für sich selbst vor GOTT das nach wirklich reifer Überlegung und Prüfung entscheiden.
Dazu gehört auch die Frage nach dem: „Wohin dann?“.
Prinzipiell würde die Frage eigentlich lauten „zu wem?“ (Joh 6:68) = JESUS! Aber es ist natürlich nicht unwichtig nach dem „wohin?“ (Heb 10:24,25) zu fragen – wie das schon hier erwähnt wurde.
Wahre Christen erkennt man an ihren Auftreten und Sein (wie Schrat das auch erwähnte).
Sich ihnen anzuschließen im Sinne von Mat 18:20, um sich gemeinsam über die geistigen Dinge zu beschäftigen, ist gut. Und dort kann auch jeder Bruder (muss kein Ältester sein) die Neuen im biblischen Sinn taufen. (Ohne sie auf eine irdische Organisation verschwören zu lassen).

Zur 2:
Ist es wichtig mit eigener Erkenntnis, von der wir als der richtigen überzeugt sind, vor den anderen zu schweigen, damit wir damit diese nicht verunsichern (zumal diese vielleicht auch falsch sein könnte)? Diese Zuhörer könnten dadurch ja womöglich Galubens-Schiffbruch erleiden! …
ANTWORT: Zuerst sollten wir uns darüber sicher sein, was wir selber erkannt haben. Wer sich selber nicht sicher ist, für den besteht doch kein echter Grund diese Gemeinschaft zu verlassen, oder?
Sind wir aber davon überzeugt, dann wären wir gar verpflichtet anderen das Wort GOTTES zu verkünden! (1.Kor 9:16b). Sonst könnte man ja nie zu irgendwem predigen gehen, denn z.B. auch die Katholiken werden mit unserer Verkündigung oft stark verunsichert, ob ihre Kirche in manchen Punkten das richtige lehrt! Auch diese könnten in ihrem Glauben Schiffbruch erleiden!
Deswegen kommt es auch darauf an, was wir Besseres anzubieten haben.
Es sind m.E. auch zwei wesentliche Punkte dabei zu beachten: Nie zu behaupten (wie die WTG) dass JEHOVA das so sagt, sondern dass das unseres biblische Verständnis dazu ist..; und, dass man die Art und Weise des Vorgehens mit unmündigen Leuten beachtet, die nie Selbständigkeit bei der WTG gelernt hatten. (1.Kor 3) – Aber wer wirklich aufrichtig auf JEHOVA und JESUS sein Blick richtet, dem sollte es nicht schwer fallen die Bibelprüfung zu „überleben“. (Eph 5:10; 1.Thes 5:21).
Aus Liebe zu diesen Menschen sollten wir diese mit dem Wort GOTTES sehr wohl konfrontieren, dass sie das selber dann (über)prüfen! Nur die Lüge (so Schrats Untertext) will das nicht.

Zur 3:
Spaltungen werden immer wieder hervorgerufen, wenn mehrere Welten aufeinanderprallen.
JESUS CHRISTUS ist uns der allerbeste Beispiel dafür, welche Spaltungen Dieser unter seinen Zeitgenossen hervorgerufen hat! = z.B. Joh 6, wo die allermeisten Jünger JESU Ihn verließen und Der nicht nur denen nicht nachgelaufen ist, weil Er sie so verunsichert hat, sondern auch noch fragt seine Apostel, ob die nicht auch noch weggehen wollen?! ... --- (Schrat erwähnte auch Luther = und was wäre, wenn dieser und viele andere Reformatoren geschwiegen hätte!? Ja, da gäbe es keine Spaltungen…)…
Wir sollen (als Lampen = Mt25; Phi 2:15) sehr wohl Spaltungen zwischen der Finsternis und dem Licht herbeiführen! Das ist unsere Aufgabe! Und es ist nicht unser Problem, wenn vielleicht dabei sich wer verunsichert fühlen würde. Denn wenn sie JEHOVA, JESUS, Bibel und Mitmenschen wirklich lieben und begreifen die Bedeutung von z.B. Apg 5:29, dann sind diese für das Königreich GOTTES tauglich ...

Zur 4:
Es stimmt aber nicht, dass die WTG keine/n Andersdenkenden vorverurteilt. Denn können die (WTG) beantworten, was mit den reuelosen Sündern (nach ihrer Definition), die weder ihre „schwere Sünde“ bereuen (wollen) noch umkehren wollen, in Harmagedon passieren wird? …
Denn wenn JEHOVA / JESUS diese dann in Harmagedon verschont (obwohl sie ihre Meinung gegenüber der WTG nicht geändert haben), dann mit welchem Recht die WTG nicht?

Gruß!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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zuletzt bearbeitet 24.06.2013 | Top

RE: LK, Jesu Stellung, Fragen und Antworten

#14 von Schrat , 23.06.2013 17:51

Lieber Gast,

ich will anerkennen, daß eine Organisation nützlich sein kann, solange sie nicht behauptet, sie sei "Gottes Kanal" und man könne - ähnlich wie die katholische Kirche - nur durch sie "selig" werden. Das wäre dann ein weiterer "Mittler", was der biblischen Aussage widerspricht, daß es nur einen "Mittler" gibt, nämlich Jesus Christus. Wenn es nur um die Organisation und Koordination der einzelnen ZJ-Gemeinden geht, habe ich nichts dagegen einzuwenden. Ebenso die Verbreitung nützlicher biblischer Literatur.

Auch die Freikirchen haben vielfach "Dachorganisationen", die jedoch die eigenständige Stellung der einzelnen Gemeinden nicht antasten und ein regides Reglement bis hin zu vielen Einzelheiten des persönlichen Lebens eines Christen ausführt..

Was den "himmlischen Wagen" nach Hesekiel anbelangt, so halte ich die Erklärung durchaus für richtig, daß dies Gottes himmlische Organisation von Engeln usw. darstellt. Nur für die zusätzliche Erklärung, daß Jehovas Zeugen den irdischen Teil dieser Organisation Gottes darstellt und sich nur dieser bedient, finde ich keine biblische Grundlage. Das ist Anmassung.

Gruß
vom Schrat


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Fragen und Antworten

#15 von Jurek , 06.06.2016 18:23


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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