RE: Warum lässt Gott das Böse zu ?

#16 von Schrat , 24.04.2012 08:54

Lieber Jurek,

Philos hat schon etliche Antworten hinsichtlich der aufgeworfenen Frage, warum Gott das Böse zuläßt gegeben, mit denen ich weitestgehend übereinstimme.

Es ist nach meiner Überzeugung sicher nicht so, daß Gott dies von Anfang an so geplant und gewußt hat.
Manche können sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden, weil sie denken zur Allmacht Gottes müsse auch Allwissenheit gehören.

Nur müssen wir mal überlegen, was Gottes Fähigkeit, Dinge vorauszusehen bedeutet und was es nicht bedeuten kann.

Für mich sieht die Lösung so aus, daß auch für einen allmächtigen Gott es Dinge gibt, die sich gegenseitig logisch ausschließen. Genauso wie die sogenannte "Quadratur des Kreises". Da Gott Liebe ist, hat er Geschöpfe geschaffen, die in seinem Bilde gemacht sind und also auch freien Willen haben, also keine Marionetten oder Roboter sind, die programmiert sind und nicht anders können. Die beiden Eigenschaften freier Wille und und Vorherwissen/Vorherbestimmung schließen sich also logisch aus. Wie Philo schon erwähnte, schließt das nicht aus, daß Gott in bestimmten Fällen Dinge vorhersieht, z.B. die unterschiedliche Entwicklung von Jakob und Esau aufgrund der Erbeigenschaften. Dies hängt auch damit zusammen, daß er bestimmt der beste "Psychologe" ist und auch Dinge steuern kann und er kennt die menschliche Natur und weiß wie Menschen im allgemeinen handeln. Ein Beispiel dafür ist Kanaan, wo er schon 400 Jahre vorher die Entwicklung vorhersah.

Die Antwort auf die Frage lautet für mich also, daß es sozusagen in der Natur der Sache lag. Gott hatte garkeine andere Wahl. Mit der Erschaffung von Adam und Eva war sozusagen "der Pfeil abgeschossen" und konnte nicht wieder zurückgeholt werden. Gott wäre sich selbst untreu und ein Lügner geworden, wenn er Adam und Eva kurzerhand aus dem Dasein genommen und ein neues Menschenpaar geschaffen hätte.

Gott spricht, und so wird es. Gott hat aber in Verbindung mit der freien Wilensentscheidung getroffenen Wahl unserer Voreltern auch gleich die Lösung des Problems angezeigt, in dem er von dem verheißenen Samen spricht, durch den dann das Problem gelöst und das ursprüngliche Vorhaben Gottes doch noch erfüllt wird.

Gott weiß, daß letztendlich sein Wille geschehen wird und sene Art zu regieren - nämlich durch Liebe - die Beste ist. Alle Dinge, die wir in dieser Zeit evtl. erdulden müssen, können uns dann auch formen, aber es ist nich so, daß Gott diese Dinge so geplant hat.Sie gehen vielmehr auf die Entscheidung Adams und Evas und dem Wirken des Widersachers zurück.. Wir haben dann auch die Gelegenheit, in dieser Sache für Gott Stellung zu nehmen, obwohl er nicht davon abhängig ist. Ich bin schon überzeugt, daß es eine "Streitfrage" gibt. Es ist ein Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Finsternis und dabei geht es naturgemäß um "Streitfragen", wie sie z.B. der Teufel gegenüber Hiob äußerte und er meinte ja sicher nicht nur Hiob, sondern Hiob ist ein Musterbeispiel für alle Menchen, die auf die Probe bestellt werden.

Aber diese "Streitfragen" sind nicht der eigentliche Grund, warum Gott das Böse zugelassen hat und Gott ist auch nicht davon abhängig, wie wir uns bezüglich dieser Streitfragen verhalten. Allein Jesus hat die Antwort auf diese "Streitfragen" gegeben, so daß wir uns nicht unter Druck gesetzt fühlen müssen - wie es bei der WTG oft anklingt - als müßten wir die Antwort auf die Streitfrage geben.

Gru8
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Warum lässt Gott das Böse zu?

#17 von Jurek , 25.04.2012 18:11

Hallo,

interessanter Beitrag. …

Einmal hatte mich jemand wegen dem „FREIEN Willen“ angesprochen und hatte gemeint, dass ich das falsch sehe, denn eigentlich wirklich FREIEN Willen hat nur GOTT. Und die Menschen haben (nach der Bibel) von GOTT sozusagen ihren EIGENEN Willen zuerkannt bekommen, sich selber zu entscheiden und nicht wie Roboter zu tun.
In ganzer Bibel soll scheinbar nichts von „freien Willen“ in Bezug auf den Menschen stehen. …

Der Unterschied zw. freien und eigenen W. läge daran (wie der Schreiber mir mal erklärte), dass der FREIE Wille ist auch FREI vor Verantwortung und Strafe… Wenn es jemanden als FREI überlassen wurde, hatte er/sie die Freiheit damit erhalten das zu tun, ohne Konsequenzen vonseiten dessen, der das frei gestellt hat.
Während EIGENER Wille bleibt dann nicht ohne Strafe, da sich das nur auf EIGENE Handlung bezieht, die nicht von Verantwortung befreit ist…
So oder ähnlich wurde mir zumindest das in der art erklärt.
Was meinst du dazu?

Zitat
Gott wäre sich selbst untreu und ein Lügner geworden, wenn er Adam und Eva kurzerhand aus dem Dasein genommen und ein neues Menschenpaar geschaffen hätte.


Diese Aussage finde ich gut!
GOTT schaffte ALLES GUT! (1.Mo 1:31), ja sogar „sehr gut“! Also auch Adam und Eva. Warum sollten die nicht fähig sein so zu sein, wie das GOTT für sie vorgesehen hat? Hatte GOTT von ihnen zuviel erwartet?
Adam und Eva waren sehr gut und fähig erschaffen worden, und es gab seitens GOTTES keinen Grund da wie und was zu korrigieren!
Nur eben (wie du schreibst) aufgrund eben dem, was diese Menschen selber tun wollten, was sie wollten, kann doch GOTT dafür nicht verantwortlich gemacht werden! Und warum soll ER dann gleich wieder was korrigieren, als ob ER Fehler gemacht hätte?
Und dass auch all die Nachkommen schlecht sind (auch durch Vererbung), ist GOTT doch auch dafür nicht schuldig.
ER gewährt den Menschen sehr viel Langmut! Aber eines Tages wird es auch mal damit zu Ende sein.
Ein weltliches Sprichwort sagt, dass der Wasserkrug so lange das Wasser trägt, bis der Henkel davon abreißt bzw. abbricht.

Zitat
Ich bin schon überzeugt, daß es eine "Streitfrage" gibt […] wie sie z.B. der Teufel gegenüber Hiob äußerte und er meinte ja sicher nicht nur Hiob, sondern Hiob ist ein Musterbeispiel für alle Menchen, die auf die Probe bestellt werden.


Gibt es noch eine Streitfrage, die noch nicht geklärt wurde? = Lies bitte DIESEN ARTIKEL mal durch, und schreibe mir bitte, was du dazu meinst?

Zitat
Aber diese "Streitfragen" sind nicht der eigentliche Grund, warum Gott das Böse zugelassen hat


Eben, der eigentliche Grund interessiert sehr viele Menschen!

L. G.


 
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RE: Warum lässt Gott das Böse zu?

#18 von Schrat , 25.04.2012 19:43

Lieber Jurek,

im Prinzip habe ich doch das gesagt, was auch E.F. sagt.

1) In der Zusammenfassung stellt er fest, daß schon "Streitfragen" aus der Bibel herauslesen kann
2) Die Ursache für die Zulassung des Bösen sind aber nicht diese Streitfragen!
3) Die Antwort auf diese "Streitfragen" hat Jesus gegeben.

Weil Jesus die Antwort auf diese Streitfragen gegeben hat, kann der Teufel Christen nicht mehr erfolgreich anklagen. Der "Ankläger" ist aus dem Himmel geworfen worden, und zwar nach der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi.

Gruß
vom Schrat


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Warum lässt Gott das Böse zu?

#19 von Jurek , 26.04.2012 06:33

Und wie siehst du das mit dem freien und/oder einenen W.?

Gruß!


 
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RE: Warum lässt Gott das Böse zu?

#20 von Gast , 26.04.2012 11:57

Lieber Jurek,

über die Frage, ob der Mensch denn nun einen freien Willen hat, gehen die Meinungen auch unter Christen seit Jahrhunderten hin und her. Luther meinte, der Mensch habe keinen freien Willen, der Mensch werde "mal von Gott und mal vom Teufel geritten". Erasmus von Rotterdam, dem wir den Urtext als Grundlage für die erste deutsche (Luther)Übersetzung verdanken, war allerdings genau anderer Meinung, nämlich, daß der Mensch einen freien Willen habe.

Ich meine, wenn Gott den Israeliten - und letztendlich auch uns - Segen und Fluch vorlegt, kann das nur bedeuten, daß für uns die freie Willensentscheidung besteht.

Ich sehe diese allerdings relativ, nicht absolut in jeder Beziehung. Freie Willensentscheidung setzt auch voraus, daß wir richtig informiert und unbeeinflußt sind. Wenn mir eine die Pistole vor die Brust setzt und mich zu etwas zwingt oder mich belügt und betrügt, dann war es gewiß nicht meine freie Willensentscheidung und vieles in der Welt läuft ja letztendlich so ab.

Im Gegensatz zu Tieren sind wir in unserer Handlungsweise nicht determiniert. Wir können uns also nicht rausreden, Gott habe uns so gemacht.

Gruß
vom Schrat


Warum lässt Gott das Böse zu?

#21 von Jurek , 26.04.2012 12:38

Hallo Schrat,

(diesmal ohne Anmeldung?)…

Danke für deine Gedanken zu der Thematik, die man sicher unterschiedlich sehen kann, die ich mal von/durch jemanden so übernommen habe, dass der Mensch seinen eigenen Willen hat, welchen er dem Willen GOTTES / CHRISTI unterstellen sollte (Gal 2:20). Und das ist vielleicht (leider) nicht immer der Fall, wenn es dann manchmal Themen wie über die Stellung der Frau und des Mannes geht, oder so ähnliche Themen, wo es Manchen um gewisses Ego geht …

lieber Gruß


 
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RE: Warum lässt Gott das Böse zu?

#22 von Schrat , 26.04.2012 21:18

Lieber Jurek,

habe wohl versehentlich eine Antwort gegeben, ohne angemeldet zu sein, wußte garnicht, daß das geht.
Hatte mich schon gewundert, wieso mein Avatar nicht erschien und auch keine Editier-Möglichkeit....

Ich glaube, daß es wichtig ist, zu erkennen, daß wir Menschen von Gott mit freiem Willen ausgestattet wurden.
In der gottlosen Welt ist die Sicht weit verbreitet, daß eigentlich kein freier Wille vorhanden sei. Weil ja das Ursache-Wirkungsprinzip gelten müsse, also Kausalität vorliege, könnte es keine freie Entscheidung geben.
Unsere Entscheidung in irgendeiner Sache beruhe also auf eineer Ursache. Auf Erbfaktoren, Erziehung, Umwelt usw. Und so ist eine große Abneigung gegen das "Schuldprinzip". Hinsichtlich Ehescheidungen wurde es ja auch schon abgeschafft. Aber auch auf anderen Gebieten kann man diese Abneigung beobachten. Da wird schnell davon gesprochen, daß jemand, der straffällig geworden ist, ein schlechtes Elternhaus hatte, in einer ungünstigen Umgebung aufwuchs oder aber er habe eine gewisse Veranlagung zur Gewalttätigkeit oder Homosexualität geerbt. Dann geht es nicht mehr darum, jemand für seine Schuld zu bestrafen, sondern höchstens darum, die Allgemeinheit vor den Gefahren, die von solch einer Person ausgeht, zus schützen.

Sollte aber Jakobus unrecht haben, der von der Wirkungsweise der Sünde spricht?

Zitat
Jak 13 Keiner sage, wenn er versucht wird: "Ich
werde von Gott versucht." Denn Gott kann nicht von üblen Dingen versucht
werden, noch versucht er selbst irgend jemand. 14 Sondern jeder wird versucht,
wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. 15 Wenn dann
die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie
vollbracht ist, bringt Tod hervor.



Wir haben den freien Willen, unseren Sinn auf etwas zu richten oder unseren Sinn davon wegzuwenden.
Wenn wir alledings die von Jakobus gechilderte Kausalkette begonnen haben, gibt es kein Zurück und wir rasen unweigerlich auf den Abgrund zu.

Wir können uns frei entscheiden, gewisse Annehmlichkeiten, die anscheinend momentan mit einer sündigen Handlungsweise verbunden sind, zu wählen, z.B. den Genuß des Rauchens oder aber wir können darüber nachdenken, welche Folgen das in gesundheitlicher Hinsicht irgendwann mal hat und dementsprechend das eine oder das andere wählen. Es ist in der Fähigkeit des menschlichen Gehirns zur "Selbstreflexion" begründet.

In dieser Situation befinden sich Menschen, die einer Sucht erliegen sind. Sie haben am Anfang ihren Sinn auf falsche Dinge gerichtet, sozusagen die Weiche falsch gestellt, und nun sind sie auf diesem abschüssigen Weg gefangen und können aus eigner Willensanstrenung nicht mehr hinaus.

Gruß
vom Schrat


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Warum lässt Gott das Böse zu?

#23 von Jurek , 27.04.2012 05:51

Hallo Schrat,

Zitat
habe wohl versehentlich eine Antwort gegeben, ohne angemeldet zu sein, wußte garnicht, daß das geht.
Hatte mich schon gewundert, wieso mein Avatar nicht erschien und auch keine Editier-Möglichkeit....


ALLGEMEININFORMATION:
Ja, die Sache auch anonym hier schreiben zu können ist beabsichtigt, damit jeder sich trauen kann auch anonym hier schreiben zu können, der sonst wegen Zugehörigkeit zur bestimmten relig. Gruppe u.d.g. befürchten müsste „aufgedeckt“ zu werden (…). Sonst muss man sich mit seiner Privatemail auch nicht anzumelden und (abgesehen davon, dass diese trotzdem anonym ist und bleibt und nur mir als Admin bekannt ist) bleibt man hier völlig anonym. Daher braucht sich hier niemand wegen seiner Identität scheuen mal zu schreiben.
Dennoch obliegt dann natürlich mir, bestimmte Verwarnungen oder Löschungen vorzunehmen, wenn anonyme User hier gegen gute Regeln verstoßen würden (siehe Forumsregeln). Ansonsten darf hier auch kritisch nachgedacht werden… Ich bin dann nicht derjenige, der entscheidet dann was immer als wahr gilt oder nicht.
In deinem Fall ist das zwar rel. egal, weil ich wusste dann wer geschrieben hat. Nur gewisse Beschränkungen hast du damit und dein Beitrag wird nicht gezählt. Aber mit deiner Unterschrift weiß auch der Mitleser, von wem das kommt.
Und wenn man angemeldet bleibt, braucht man sich in der Regel dann auch nicht wieder anmelden, bzw. vergisst man das auch nicht. ;-)


Zitat
Ich glaube, daß es wichtig ist, zu erkennen, daß wir Menschen von Gott mit freiem Willen ausgestattet wurden.


Wobei es verwundert, warum die Bibel allem Anschein nach, an keiner Stelle was von „freien“ Willen schreibt… (?)
Aber wie auch immer die Formulierung ist, du hast Recht, dass wir uns bewusst sein können, dass wir von GOTT nicht versklavt wurden! Das ist erstmal das eine, was wichtig zu wissen ist.
Und andererseits (wie du schreibst und ich das auch so sehe), dass viele wollen oft ihre schlechte Taten nur damit erklären, dass die Erbfaktoren, Erziehung, Umwelt usw. daran schuld sind und nicht der Mensch selber!
Schon Adam fingt damit an zu sagen: Nein, nicht ich, sondern EVA war es, die aber DU mir gegeben hast! …
Die Menschen haben Ausreden und das ist auch so in die Gesellschaft übergegangen.
Du hast das m. E. sehr gut zusammengefasst!

Dank und Gruß!


 
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zuletzt bearbeitet 27.04.2012 | Top

RE: Warum lässt Gott das Böse zu ?

#24 von Schrat , 06.06.2012 22:00

Lieber Philos,

wenn Du denn hier noch mitmachst oder mitliest:

Du hast mir aus dem Herzen gesprochen. Genau zu diesem Schluß bin ich auch gekommen! Es ist keine Einschränkung der Allmacht Gottes oder des Allwissens Gottes, wenn in bestimmten Fragen gesagt wird: "Das kann Gott nicht".

Gott kann nicht lügen...
Da die Himmel der Himmel nicht die Fülle Gottes fassen können, wie Salaomo bei der Tempeleinweihung sagt, kann Gott nicht in einem Tempel oder in einem Menschen buchstäblich wohnen, höchstens symbolisch oder seine Wesensart.
Das alles ist keine Einschränkung der Allmacht Gottes!

Es gibt Dinge, die sich auch für Gott logisch ausschließen, ähnlich wie die "Quadratur des Kreises". Dies spielt meiner Meinung nach eine Rolle bei der Frage, die hier zur Debatte steht: "Warum läßt Gott das Böse zu?".

Nach Gottes Willen und Vorhaben wollte er Menschen schaffen, die in seinem Bilde geschaffen waren, das heißt, die so wie er Willens- und Entscheidungsfreiheit haben. Natürlich sollte Liebe der Antrieb sein, dann auch richtig davon Gebrauch zu machen.
Er wollte keine Roboter schaffen, die ähnlich wie die Tiere nicht anders können.

Das barg dann aber auch die Möglichkeit in sich, daß Adam und Eva sich auch gegen die Führung durch Gott entscheiden konnten. Wie sich die Menschen entscheiden würde, konnte und wollte Gott nicht wissen. Auch die Sache mit Abraham und die Opferung Isaacs zeigt das deutlich. Wenn Gott den Ausgang vorher gewußt hätte, wieso sagt er "....jetzt weiß ich...." Abraham und Isaac haben also von ihrer freien Willensentscheidung Gebrauch gemacht.

Aber Gott war trozdem "im Regiment", er beherrschte die Situation trotzdem, indem er da "Plan A" versagte nunmehr "Plan B" in Kraft setzte, der durch die Verheißung eines Samens im Garten Eden bekanntgemacht wurde und mit dem dann letztendlich das Vorhaben Gottes noch zu einem guten Abschluß kommen würde. Aber aufgrund dieser Tatsachen, war die Zulassung des Bösen für eine zeitlang unausweichlich und nicht zu vermeiden.

Mit der Erschaffung von Adam und Eva war sozusagen "der Pfeil abgeschossen" und konnte von Gott nicht mehr zurückgenommen werden, ohne selbst als Lügner dazustehen und unglaubwürdig zu werden. Sein Wort "werdet fruchtbar und füllet die Erde" mußte sich erfüllen, wenn auch durch die falsche Enscheidung unser Ureltern dann in Sünde und Unvollkommenheit und damit einhergehend viel Bosheit. Wegen der Willensfreiheit der Menschen hat er dann folgerichtig im allgemeinen auch nicht eingegriffen. Beispiele dafür sind sowohl Kain als auch Bileam. Er hat sie zwar auf die Folgen ihres Handelns hingewiesen, wegen der von ihm beabsichtigen Willensfreiheit, sie aber auch nicht gehindert.

Gruß
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#25 von Jurek , 12.03.2014 19:38

In einem Brief des Apostels Paulus an die Versammlung in Philippi, beschreibt Paulus verschiedene Umstände im Leben. Da ist die Rede von gutem Mut, von Besorgnis und Bedürfnissen, von Sehnsucht und Kummer, von Krankheit und Traurigkeit, von Frohsein und Betrübtsein. Im Prinzip das Spiegelbild unseres Lebens hier auf der Erde.
Da wird auch u. a. von einem Bruder namens Epaphroditus was erwähnt. Und zwar das, dass dieser treuer Bruder, als er ausgerechnet auf einer Dienstreise für den HERRN unterwegs war, er dann während dessen schwerkrank wurde.
Ist diese Krankheit von GOTT aus gekommen, weil ER das so wollte, als eine Art Glaubensprüfung, sowohl für den Schwerkranken selbst wie auch für den Paulus und andere, und nicht zuletzt auch uns?

Im heutigen Kommentar des „Der Herr ist nahe“-Tagestextes, heißt dazu u. a.:

Zitat
Wir wissen nicht, warum Gott Epaphroditus diese Krankheit gesandt hatte. Aber offenbar hatte sie dazu gedient, dass die Gemeinschaft der Gläubigen untereinander zum Ausdruck kam und gestärkt wurde und dass auch ihre Gemeinschaft mit Gott vertieft wurde. So ermuntert uns dieses Wort, auch Krankheiten aus Gottes Hand anzunehmen und Ihm zu vertrauen, dass Er Absichten des Segens mit uns hat – wie auch der Ausgang sein mag.


Was ist nun am der Sache dran, dass die schwere Krankheit von GOTT kommt, aber am Ende hatte sich GOTT über denjenigen erbarmt…?


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Warum lässt Gott das Böse zu?

#26 von Schrat , 14.03.2014 09:43

Lieber Jurek,

Gott kann nicht vom Bösen versucht werden, sagt Jakobus. Deshalb kann mit Fug und Recht gesagt werden, daß Gott keine Krankheiten schickt, ausgenommen zur Bestrafung in gewissen Fällen im AT.

Krankheit, Leid und Tod sind die Folge des Sündenfalls. Da Gott den Menschen und auch die Geistwesen mit Willensfreiheit ausgestattet hat und dies ein hohes Gut ist, greift Gott nicht ein und läßt die Menschen die "Früchte ihres Weges essen" und wir als Nachkommen Adams und Evas sind mit betroffen, obwohl wir nicht in der Gleichheit der Sünde Adams sind. Schon bei Kain hat er ihn nur gewarnt, aber nicht eingegriffen, ebenso bei Bileam. Wir können Gott dafür nicht kritisieren, wie es vielleicht Atheisten tun. Die Alternative zu Gottes Verfahrensweise wäre, daß er uns als Roboter geschaffen hätte, die nicht falsch handeln können. Die bessere Schöpfung sind Menschen, die Willensfreiheit haben und aus Liebe bewegt werden das Gute unr Richtige zu tun.

Gott schafft den Ausweg, indem er uns die Kraft gibt im jetzigen Leben damit fertig zu werden und wir Brüder können uns dabei auch untereinander stützen. Gottes Weg ist, dem Leid und Tod ein für allemal bei der Auferstehung und im Millenium ein Ende zu setzen. Eine Kraft istfür uns auch die Auferstehungshoffnung.

Gruß
vom Schrat


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RE: Warum lässt Gott das Böse zu?

#27 von Jurek , 14.03.2014 11:21

Danke für deinen Kommentar Schrat, mit dem ich im Grunde auch gleicher Meinung bin.
Ich finde das Thema wichtig, um das hier anzusprechen, zumal nicht alle Christen sind da gleicher Meinung und viele meinen, dass es nichts ohne den Willen GOTTES geschieht. GOTT bringt Leben und Fluch, Segen und Tod…
Es werden solche Stellen wie z. B. Spr 3:12; Heb 12:5 ; Offb 3:19 u. d. g. erwähnt, wo GOTT die Menschen auch damit prüft …

Gruß

Kommentare zum Tagestexten aus „DER HERR IST NAHE“ und „DIE GUTE SAAT“ (16)


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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zuletzt bearbeitet 18.04.2016 | Top

   

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