echte Christen sind...

#136 von Isai , 19.07.2013 23:11

Guten Abend,



also es führt doch alles immer zu einem zurück:

An der LIEBE kann man die "echten" Christen erkennen. (Johannes-Evangelium)

An den FRÜCHTEN kann man "echte" Christen erkennen. (Matthäus 7:16, 20; 12:33; Lukas 6:44)


Sie lieben ALLE Menschen (2. Petrus 1:7).

Sie möchten wie GOTT nicht, dass auch nur einer umkommen muss, sondern dass alle umkehren zu GOTT und JESUS CHRISTUS (Hesekiel 33:9; 2. Petrus 3:9; Matthäus 7:12).

Sie sind daher auch nicht schadenfroh (Obadja 12; Hiob 31:29, 30; Matthäus 7:12).


Auch die LIEBE zu FEINDEN und das für sie Beten und sie Segnen bei Verfolgung usw.

Nicht kämpfen, sondern die Sache GOTT überlassen (siehe JESUS vor Gericht), die andere Wange hinhalten, zwei Meilen gehen, wenn nur eine gefordert ist.


Sie behandeln JEDEN Menschen mit Würde und Respekt (Matthäus 7:12).


Sie machen keinen Menschen schlecht oder unterstellen ihm schlechte Beweggründe (Titus 3:2; Matthäus 7:12).


Sie werben nicht mit guten Taten (Matthäus 6:3).



Und da... gibt es (leider) keine bestimmte Gruppe. Sondern diese Menschen sind einzeln in jeder Gruppe und auch außerhalb zu finden (Weizenfeld VERMISCHT mit Unkraut).


Natürlich könnte man auch etwas "heranzüchten" und ein Bild nach außen entstehen lassen. Aber wie sieht es innerlich aus?

Die Pharisäer waren sicher auch "schön anzuschauen" in ihrem religiösen Gewand und ihrer Gesetzlichkeit. Der Schein wirkte. Trotzdem verglich JESUS sie mit getünchten Gräbern.

Aber das war JESUS, wir können das nicht beurteilen, wir können nur auf die Früchte sehen, wie Er es uns riet. Die Frucht der Liebe, die Frucht des GEISTES.


Leben Menschen wirklich mit GOTT und CHRISTUS? Das kann man von außen kaum richtig beurteilen, aber Wiederholung: An den Früchten kann man sie erkennen.

Und das sollte jeder für sich alleine prüfen (und für sich verantworten).



Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: echte Christen sind...

#137 von Schrat , 20.07.2013 09:06

Lieber Isai,

eine schöne Zusammenstellung!

So manche Aufzählungen erinnern doch mehr an die Aufzählungen des selbstgerechten Pharisäers:

- Wir gebrauchen den Namen Gottes
- Wir verkünden weltweit das Königreich
usw

wobei diese Punkte im Grunde genommen auch von vielen anderen treuen Christen in anderen Gemeinschaften erfüllt werden.

Man sollte allerdings beachten, daß auch Deine Aufzählung zu berücksichdtigen ist, daß Christen unvollkommene Menschen sind und auch in diesen Punkten nicht immer das Z i e l erreichen. Aber sie sollten wenigstens dieses Ziel haben und es sollten ernsthafte Bemühungen und Ergebnisse in dieser Richtung erkennbar sein.

Gruss
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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RE: echte Christen sind...

#138 von Isai , 20.07.2013 09:29

Hallo Schrat,


Zitat
Aber sie sollten wenigstens dieses Ziel haben und es sollten ernsthafte Bemühungen und Ergebnisse in dieser Richtung erkennbar sein.



Darum hüten wir uns davor, andere Menschen oder Glaubensgemeinschaften andere Beweggründe zu unterstellen. Dann könnten wir selbst ein "Pharisäer" sein.

Denn wir wissen doch im Grunde NICHTS.

Wir sollten jeder selber nach bestem Wissen und Gewissen JESUS CHRISTUS folgen (Johannes 21:21,22)
und GOTT täglich um Gnade, Vergebung und Führung bitten.

Die Gnade GOTTES und JESU wünsche ich uns allen.

Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: echte Christen sind...

#139 von Schrat , 20.07.2013 09:42

Lieber Isai,

um Mißverständnissen vorzubeugen, meine Ausführungen sollten nun keine Rechtfertigung für Lauheit sein, denn in Maleachi wird gesagt, daß man einmal den Unterschied zwischen dem der Gott dient und dem, der ihn nicht dient erkennen wird (Maleachi 3:18).

Gewisse Lehren leisten Lauheit Vorschub, z.B. die falsche Gnadenlehre Luthers. Ich weiss zwar nicht, ob Luther das ironisch gemeint hat und seine Studenten seine Tischreden immer richtig wiedergegeben hat, aber diese falsche Gnadenlehre bedeutet gemäss Luther, daß wir eigentlich alles machen können.... "morde, hure", es ist Dir alles vergeben.

Luther lehrte, dass wir unter der Gnade sogar tausendmal am Tag huren und tausendmal .... dass Jesus diese Dinge bereits als so schlimm wie Mord ansieht. (http://derschmaleweg.org/2012/08/06/die-wahre-gnade/)

http://www.liebezurwahrheit.de/images/st...nade-Luther.pdf

Gruss
vom Schrat


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RE: echte Christen sind...

#140 von Isai , 20.07.2013 11:25

Hallo Schrat,


Zitat
um Mißverständnissen vorzubeugen, meine Ausführungen sollten nun keine Rechtfertigung für Lauheit sein, denn in Maleachi wird gesagt, daß man einmal den Unterschied zwischen dem der Gott dient und dem, der ihn nicht dient erkennen wird (Maleachi 3:18).



Das habe ich auch nicht so verstanden Schrat

Das Zitat von Luther war mir auch neu (schade, dass er dieser Ansicht war. Vielleicht hat er sich später noch - hoffentlich - besonnen bwz. erkannt, dass das nicht stimmen kann.)

Im Artikel steht noch:

Zitat
Wir verstehen anhand dieser Szene, dass Gott uns unsere Sünden vergibt, wenn wir zu ihm kommen und um Vergebung bitten, doch Jesus verlangt von uns, dass wir uns danach von der Sünde abwenden! Er erlaubt keinem Christen einfach so in seiner Sünde weiterzuleben! Gott fordert uns auf, dass wir nach unserer Bekehrung ein heiliges Leben führen und die Sünde ablegen, er fordert, dass wir gute Werke tun, wie wir es in dem Abschnitt des Titusbriefes gelesen haben.



So sehe ich das auch. Auch JESUS sagte zum Gelähmten, sündige nicht mehr, sonst wird es dir noch schlimmer ergehen. (Johannes 5:14). Diese Aussage zeigt ja schon, dass wir täglich in Ehrfurcht vor dem HEILIGEN GOTT leben sollten, das schließt das Leben in Heiligkeit und guter Werke (nach Waisen, Witwen sehen, Menschen gutes tun usw.) ein (schließt aber das Verdienen der Sündenvergebung etc. durch Werke natürlich aus).

Abgesehen von JESU Bericht über den Weinstock und die Reben - mit JESU verbunden sein und Frucht bringen. Da folgen die "guten Werke" als Frucht automatisch (Johannes 15:4).


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: eine Gruppe? => Röm 15:5,6

#141 von Jurek , 22.07.2013 07:46

Hallo Isai,

verspätet noch paar Gedanken und Fragen zum Beitrag #134, auch wenn inzw. schon einiges weitere dazu geschrieben wurde. Vielleicht könnte man dieses Thema damit noch zusätzlich erweitern?

Zitat
Als sichtbare festgesteckte Namensgruppe als Ganzes wohl nicht, aber einzeln überall innerhalb und außerhalb der Denominationen?
An den Früchten kann man sie erkennen, das geht (m. M.) nur einzeln (Person zu Person). Oder?


Auch wenn ich deine Meinung (gekleidet als Frage) befürworte, finde ich, dass das eine gute Frage ist!
JESUS spricht z.B. in Offenbarung „des Johannes“ an die VERSAMMLUNGEN.
Auch vieles steht in der Bibel gerichtet an die ÄLTESTEN, die logischerweise die Versammlungen in ihrer Obhut beaufsichtigen… (1.Pe 5:2)
Warum soll das nur auf das erste Jahrhundert zutreffen, aber nicht auf HEUTE?
Wenn heute, dann wo und welche Versammlung wären damit gemeint? Was meinst du dazu?
(Denn allzu leicht möchte ich dir damit nicht machen ;-)) ).

Zitat
Wobei die "Kriterien" 1. Johannes 3:23 keiner von außen wirklich beurteilen kann, denn da gilt ja dann auch Römer 14:4.


Auch wenn keiner wirklich von außen was ganz genau beurteilen kann, ist und muss es doch schon möglich sein zu erkennen, ob sich dabei um Christen handelt (denen wir uns gemäß Heb 10:24,25 anschließen sollten-?) oder nicht.
Wenn auch Einzelpersonen als Christen oder keine Christen zu erkennen sein sollten (trotz dessen, dass wir nicht ins Herz derer blicken können), wieso nicht auch die Versammlung? –(und umgekehrt).
Was hat dann Röm 14:4 damit zu tun? Wir sollen sehr wohl im Stande sein zu beurteilen, ob sich bei denen, mit denen wir Gemeinschaft haben sollen, um Christen handelt oder nicht. Das hat nichts mit verurteilen oder richten was zutun.
Und was die Aussage des Johannes betrifft, so meinen doch alle christlichen Gruppen, dass sie an JESUS glauben [ausüben]…

Zitat
Wo findet man das Volk für SEINEN Namen?


Was meinst du dazu, Angesicht obiger Gedanken (wenn du sie für richtig befinden solltest)?

Zitat
Der Leib CHRISTI weltweit, verbunden durch den Heiligen Geist und damit nicht von Menschen organisiert? (Oder doch?)


Kurze Sätze ergeben oft Missverständnisse. Ich bin für laange Sätze bekannt!
Also: „Nicht von Menschen organisiert“… - Hmm…
WENN man das Ganze als eine Organisation ansieht, DERER man wie der Stimme GOTTES gehorchen muss (WT‘56/474 etc), dann natürlich NICHT!
Aber Organisation/organisatorisches ist (besonders bei größeren Gruppen) unbedingt notwendig!
Welchen Sinn hätten dann z.B. Heb 13:17; 1.Kor 16:16 u.d.g.?
Deswegen verwundert es mich sehr, wie manche EX-„ZJ“ sich pauschal so dagegen währen! –(Mein Disput darüber auch im BI-Forum).

Zitat
Oder eine einzige Garbe, gebündelt als Weizen auf dem Feld (oder bereits im Vorratshaus)?


Meinst du JETZT? Werden die dann nicht erst zur Zeit der Ernte (bei Zweiter Wiederkunft des HERRN) ins „Vorratshaus“ eingesammelt? (Mat 13:30)

Zitat
Was ist mit dem Volk (welches...?), dass sich noch in Babylon befindet? "Geht aus ihr hinaus, MEIN Volk"...? Also tatsächlich ein VOLK?


„EIN VOLK“, wird hier sicher als „Synonym“ für das Volk GOTTES, oder das Volk des Verderbens bezeichnet… (Mat 7:13,14).
In „Babylon“ befinden sich all diejenigen, die sich bewusst zu diesem Weg entschieden haben…
Deswegen ist schon auch wichtig gut zu informieren… (Röm 10:14)

Was ist deine / eure Meinung dazu?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: eine Gruppe? => Röm 15:5,6

#142 von Isai , 22.07.2013 14:20

Hallo Jurek,



Zitat
Wenn heute, dann wo und welche Versammlung wären damit gemeint? Was meinst du dazu?



Eine Versammlung von Christen, dies können (von der Anzahl her) ab zwei Personen sein, im Namen JESU versammelt. Auch z. B. die Familie (Matthäus 18:20).

Wichtig dabei ist, dass man für das vom Heiligen Geist gesagte offen ist, denn JESUS gibt die Anweisungen / Hinweise / Rat o. ä. Daher sollten (im Bewusstsein dessen) Aussagen angehört und geprüft werden.

Es nützt wenig, in der Zeit nur "Wissen" anzuhäufen - das kann man in der biblischen Freizeit tun. In einer Versammlung geht es darum, was möchte GOTT, wie können wir das umsetzen (lassen, durch JESUS CHRISTUS in uns wirkend). Wie können wir den WEG heilig und zur Ehre des VATERS und des SOHNES gehen.


Schön wäre schon eine größere Hausgemeinde o. ä., andererseits hat es auch Vorteile, wenn durch einen kleinen Rahmen das Evangelium dadurch flexibel verbreitet werden kann / sich ausbreitet, ohne an einen Ort "gekettet" zu sein. Denn mit der Anzahl Mitgläubiger wächst die Zahl der Aufgaben und der Verpflichtungen, aber bindet auch immer mehr an einen Ort - wie seht ihr das?


Zitat
Wir sollen sehr wohl im Stande sein zu beurteilen, ob sich bei denen, mit denen wir Gemeinschaft haben sollen, um Christen handelt oder nicht. Das hat nichts mit verurteilen oder richten was zutun.
Und was die Aussage des Johannes betrifft, so meinen doch alle christlichen Gruppen, dass sie an JESUS glauben [ausüben]…



Eben, wir könnten die Früchte sehen, aber dabei wird es in JEDER Gruppe solche und solche geben.

Es kann aber auch sein, dass wir es in der Kürze des Einblicks fehldeuten, weil sich jeder auf unterschiedlichem Entwicklungsstand befindet. Also könnte man das nur mit Beobachtung und viel Zeit herausfinden (wenn die Grundlehren stimmen), bevor man sich für eine Gruppe, mit der man ja dann geistige Gemeinschaft hat, entscheiden kann.

Aber einzelnen kann man nicht absprechen, Christ zu sein, wenn diese aber davon überzeugt sind.

Von daher finde ich den Text auch darauf anwendbar, JESUS ist Herr dieses Menschen, und JESUS kann machen, dass dieser steht.


Zitat
Aber Organisation/organisatorisches ist (besonders bei größeren Gruppen) unbedingt notwendig!
Welchen Sinn hätten dann z.B. Heb 13:17; 1.Kor 16:16 u.d.g.?




Oh ja, Organisieren ist notwendig. Jedoch eine Gradwanderung, weil die Gefahr besteht:


- eines eventuellen ÜBER-Organisierens (= Ersticken der Wirkung des Heiligen Geistes bei Einzelnen)

- des geistigen MISSBRAUCHS
(Auswirkungen meist erst später sichtbar).


Daher ist das ständige Ernähren in GOTTES Wort ("Was ist GOTTES Wille?") und die Verbindung mit JESUS CHRISTUS und das Erfülltsein mit Heiligem Geist für Verantwortliche in einer Gemeinde essentiell.

Wenn sie das nicht können, dann sollten sie sich das zugestehen und offen ansprechen. Damit nicht - nur um das Bild einer "großen" / kompletten, einigermaßen gesunden Gemeinde geben zu können - ein Schein entsteht, worunter aber alles Schäfchen zu leiden haben (und damit im geistigen Wachstum eingeschränkt sind oder gar ganz der Glaube abstirbt, wenn darunter Schäfchen sein sollten, die ihre Nahrung nur aus dem Gemeindeleben, nicht auch aus dem WORT und Bibellesen für sich, beziehen).


Wie sagte Russell auch einmal? Im Wesentlichen einig, im Unwesentlichen verträglich (o. ä.)

Jetzt sind Weizen und Unkraut wild durcheinandergewürfelt, äußerlich erscheinen sie alle wie Weizen.


Zitat
In „Babylon“ befinden sich all diejenigen, die sich bewusst zu diesem Weg entschieden haben…



Zu was entschieden haben?

Ich könnte mir vorstellen, die Religionen sind alle (noch) geduldet, es kommt aber eine Zeit (oder sie ist gegenwärtig), in der die Christen von JESUS aus diesen herausgerufen werden, sich trennen müssen, um nicht für die Taten der Religion mitverantwortlich und damit mitbestraft zu werden (Wein des Grimmes trinken).

Wenn ich z. B. einen Religion VERTRETE, dann bin ich auch für diese verantwortlich - möchte ich das?

Oder vertrete ich CHRISTUS? Dann werde ich für etwas gutes (=CHRISTUS) leiden und sterben müssen, nicht für die Taten "meiner" menschengemachten Religion (=religiöser Verein, der sich mit einem speziellen Namen von anderen abgrenzen oder gar hervorheben möchte, statt sich einfach nur "Christen" zu nennen, es zu sein und "JESUS pur" auszuleben).

Da ist 2. Korinther 4:5 auch ein Schutz. Und auch ein Maßstab für eine "Gruppe". Auch den Bibeltext im Betreff "betreffend": - GOTT lobend, den VATER unseres Herrn.


Lieben Gruß,

Isai

P.S. Beim nochmaligen Durchlesen ist mir aufgefallen (in Bezug auf das "Anketten" an einen bestimmten Ort durch einen Versammlung), damals wurden ja die Christen verfolgt, daraufhin flohen sie und so (auch vor der Zerstörung Jerusalems zum Beispiel) konnte sich das WORT verbreiten.

Würde das bis auf den heutigen Tag so ohne Unterlass weitergegangen sein, ohne Eingang von Fehl-Lehren, sondern nur durch Führung des Heiligen Geistes, dann wären die meisten heute wie Ur-Christen und man ist ÜBERALL zu Hause und kann ÜBERALL mit den Geschwistern im WORT lesen und sich ermuntern und austauschen. (Wer schreibt hier die längeren Sätze? )

Also eine weltweite Versammlung von Christen mit EINEM Glauben, EINER Taufe, EINEM HERRN, EINEM VATER, EINER Hoffnung. = nix mit Gruppierungen / Spaltungen / Sekten usw.


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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„Alternative“ zu der „ZJ“-Versammlung?

#143 von Jurek , 29.07.2013 10:16

Hallo Isai,

danke für deine Ausführungen zu dem Thema und meinen Fragen.

Ich denke (wohl so) auch, dass (resultierend aus den vorhandenen Möglichkeiten), auch eine kleinere Versammlung (auch gar von nur vier Personen, die sich regelmäßig treffen), die aber nicht „an einem Punkt klebt“, in jeweiligen Bereichen des Dienstes für den HERRN genauso gut wirken kann als wenn alle an einem Ort wohnen würden. Etliches wird so seine Vor- u. Nachteile haben…

Mir geht es jetzt um eine bestimmte Richtung: Nicht wie CHRISTUS dann die Anderen beurteilen wird…, ob sie, oder nicht (das überlasse ich auch CHRISTUS), sondern es betrifft UNS, wie wir und andere sich für welche realpraktische Richtung entscheiden könn(t)en. Das versuche ich dann in einigen (fettgedruckten) Punkten zu umschreiben und bitte euch um Ergänzung dazu. Was SOLLte sein und was NICHT.

Zitat
Also könnte man das nur mit Beobachtung und viel Zeit herausfinden (wenn die Grundlehren stimmen), bevor man sich für eine Gruppe, mit der man ja dann geistige Gemeinschaft hat, entscheiden kann.


Dazu wird wohl zählen, dass man beobachtet:
- Wie ablaufen ihre Versammlungen?
- Wie sieht ihr Gebrauch der Bibel aus?
- Wie engagieren sie sich?
- Verwenden sie die Bibel (verschiedene?) als das anleitende Buch, oder auch andere Schriften?
- Haben sie eine irdische Zentralleitstelle die alles regelt?
- Welche Lehren vertreten sie?
- Sind sie Dogmatiker – bei was?
- Wie gehen sie mit Andersdenkenden um?


Fallen dir/euch da noch mehr grundlegende Punkte ein, aufgrund dessen man sagen könnte, dass so eine Gemeinschaft die richtige sein könnte, wenn sie diese gewissen Punkte beachten? (Ins Herz Einzelner können wir sowieso nie blicken, noch brauchen wir das!).
Wenn dort kein starrer Fundamentalismus besteht, wird es klar, dass nach jedes einzelnen Fortschritt, nicht in allen Einzelheiten jeder gleicher Meinung ist, noch sein muss – wenn man sein Hirn bei Garderobe nicht abgibt… (Phil 3:15).
Es kommt sicher immer darauf an (wie du geschrieben hast), was man vertritt..

Gruß!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Re: Versammlung allgemein

#144 von Isai , 29.07.2013 11:21

Hallo Jurek,


Zitat
- Wie laufen ihre Versammlungen ab?
- Wie sieht ihr Gebrauch der Bibel aus?
- Wie engagieren sie sich?
- Verwenden sie die Bibel (verschiedene?) als das anleitende Buch, oder auch andere Schriften?
- Haben sie eine irdische Zentralleitstelle die alles regelt?
- Welche Lehren vertreten sie?
- Sind sie Dogmatiker – bei was?
- Wie gehen sie mit Andersdenkenden um?




Ein paar gute Punkte.

Vielleicht noch, ob sie auch das a) leben, was sie in der Versammlung vertreten?

Zumindest sich bemühen oder zu dem stehen können, was sie sagen - denn was nützt die beste Erkenntnis und das beste Bibelwissen, wenn nach der Versammlung ein "Schalter umgelegt" wird? Ist das dann vorher die Gemeinschaft authentischer Christen gewesen?
Konnte da der Heilige Geist wirklich wirken?
Oder war das dann damit nur ein Zeitvertreib ohne Ehre GOTTES?

b) Sind sie / wir offen für die Führung JESU CHRISTI durch die Wirkung des Heiligen Geistes? Beten sie / wir konkret um diese Führung?

c) Ersticken sie in Regeln oder ist die Versammlung zwar geordnet, aber Punkt b) möglich?

d) Wird auch füreinander gebetet, ein persönlicher Bezug als Familie und Leib CHRISTI?


Mal sehen, ob mir später noch etwas einfällt.


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
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"Alternativ-Versammlung"

#145 von Jurek , 30.07.2013 10:41

Hallo Isai,

Zitat
Vielleicht noch, ob sie auch das a) leben, was sie in der Versammlung vertreten?


Wobei ich denke mal, dass das zwar ein wichtiger Faktor ist, aber m.E. das ist nicht das entscheidende.
Denn welchen Maßstab (mit Grenzen á la „noch“ oder „schon nicht mehr“) wollen WIR da einsetzen bei diesen Menschen?
Im ersten Jahrhundert z.B. bei der Korinther-Versammlung u.a., ob die so manche diese Prüfung bestehen würden? Wenn nicht, würden wir dort nicht mehr hingehen? (Perfekte Versammlung gab es nie, mit denen aber HERR aggierte).
Ich denke, jeder soll für sich auch verantwortlich sein und andere nur unterstützen.
Ich denke auch, dass nicht unbedingt das Wer oder manchmal das Wie, sondern vor allem das Was ist wohl entscheidender. (?) – Röm 14:12. Jeder wird dann genug an sich selber zu arbeiten haben.
Ich persönlich würde lieber zu einer christlichen Gemeinde gehen, wo nicht immer alles so einheitlich perfekt abläuft und zum Teil manche manches anders praktizieren und verstehen, als da, wo alles militärisch gleich sein muss und nur die Oberen über das Gewissen Einzelner (GOTT gegenüber) hinweg entscheiden, und wann was anders zu verstehen sein darf oder nicht, um ja Einheit und Harmonie zu gewehrleisten, die m.E. so die Bibel nicht kennt.

Zitat
Zumindest sich bemühen oder zu dem stehen können, was sie sagen - denn was nützt die beste Erkenntnis und das beste Bibelwissen, wenn nach der Versammlung ein "Schalter umgelegt" wird? Ist das dann vorher die Gemeinschaft authentischer Christen gewesen?
Konnte da der Heilige Geist wirklich wirken?
Oder war das dann damit nur ein Zeitvertreib ohne Ehre GOTTES?


Gute Gedanken!
Aus der Warte heraus ist es natürlich schon wichtig (ohne dass wir die „Stasi“ spielen), dass jeder bemüht ist „privat“ oder „dienstlich“ (als ob so etwas für einen Christen überhaupt gebe!) ein Christ zu sein und sich trotz Schwierigkeiten dahingehend immer zu bemühen (auch nach einem Fall ein „Aufstehmännchen“ zu sein).

Auch so im Sinne zu deinen Punkten b-c-d. Ich sehe das als Punkte, über die man auch selber dort was dahingehend beibringen könnte, wenn es dort daran mangeln würde. Aber dazu müsste das eben möglich sein! Denn eine formbare biblisch orientierte Versammlung ist sicher 1000 Mal besser als eine starre.
Ich habe aber bis heute noch keine christliche Gruppierung (mit Ausnahmen bei manchen Sekten) gefunden, die das nicht M.o.W. alle praktizieren würden. Vielmehr die Schwierigkeit war mit denen bei so manchen Lehren wie der dogmatischen Trinitätslehre u.ä.

Ich würde mich freuen, wenn dir dazu (einer „‚Idealen‘ [Alternativ-]Versammlung“) noch was einfällt, und/oder du zu meinen Gedanken noch was anderes als gut sehen würdest.

Gruß!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: "Alternativ-Versammlung"

#146 von Isai , 30.07.2013 11:07

Hallo Jurek,



Zitat
Aus der Warte heraus ist es natürlich schon wichtig (ohne dass wir die „Stasi“ spielen), dass jeder bemüht ist „privat“ oder „dienstlich“ (als ob so etwas für einen Christen überhaupt gebe!) ein Christ zu sein und sich trotz Schwierigkeiten dahingehend immer zu bemühen (auch nach einem Fall ein „Aufstehmännchen“ zu sein).



Das meinte ich ("Überwachung" auf keinen Fall), einfach ernsthaft guten Willens sein als Christ.

Und dazu gehört, wie Du schreibst, Aufstehmännchen zu sein (und darin auch andere zu bestärken).


Zitat
Vielmehr die Schwierigkeit war mit denen bei so manchen Lehren wie der dogmatischen Trinitätslehre u.ä.



Das ist sehr schade. Dazu kommen noch all die heidnischen Feste (z. B. Ostern etc.), also nicht das Gedenken an die Auferstehung sondern fleißiges Ostereier-Suchen und Bemalen und solche Dinge.

Auch "rituelle" Gebete, abgespulte Texte, keine individuellen VATER-Kind-Gebete bzw. VATER-Gemeinde-Gebete. Aber das liegt wohl auch daran, welcher Kirche man angehört (und natürlich sagt es nichts über die Beweggründe des Menschen oder des Menschen an sich aus!).

Wenn Lieder gesungen werden - beinhalten sie Lobpreis GOTTES und CHRISTI, Dank- und Bittverse, oder im Gegensatz dazu Texte, die der eigenen Religion auf die Schulter klopfen und die Institution fokusieren usw.?


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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zuletzt bearbeitet 30.07.2013 | Top

Handeln nach bestem Gewissen - Achten des Gewissens anderer

#147 von Isai , 30.07.2013 15:18

Hallo


noch ein Einschub (Teil II):

Im Zusammenhang mit dem Thema "Versammlungen von Christen" ein Artikel vom 1. März 1978 ab Seite 8 (Formatierung nachträglich).

Er war im Original (englisch) von unserem Bruder Ed Dunlap geschrieben, der ja dann wie Raymond Franz "hinausgetan" wurde.

Allgemein sind in dieser "70er-Jahre-Ära" sehr viele gute Artikel geschrieben worden, die besonders JESUS CHRISTUS im Fokus hatten.


Zitat
Tue alles mit gutem Gewissen

„Glücklich ist der Mensch, der sich nicht selbst ins Gericht bringt durch das, was er billigt“ (Röm. 14:22).

ES IST nicht leicht, alle Fragen, vor die wir uns im Leben gestellt sehen, richtig zu entscheiden. Jakobus, der Halbbruder Jesu, bestätigte dies mit den Worten: „Wir alle straucheln oft.“ Er sagte deshalb auch: „Nicht viele von euch sollten Lehrer werden, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein schwereres Gericht empfangen werden“ (Jak. 3:1, 2). Noch größer aber wird unsere Verantwortung und unsere Schuld für die Folgen, wenn wir anderen einen Rat geben.

2 Wenn wir jemandem einen Rat geben und uns dabei lediglich von unserem Gewissen oder unserer Meinung leiten lassen, führen wir ihn zwangsläufig irre. Selbst wenn wir uns ausschließlich auf die Bibel stützen, müssen wir uns vergewissern, daß wir das richtige Verständnis haben und nicht nur von Mutmaßungen oder von unserer eigenen Meinung ausgehen. Es würde jemandem nicht viel nützen, einen Rat anzunehmen und zu befolgen, der von dem Gewissen oder der Meinung eines anderen bestimmt worden ist. Es könnte ihm sogar schaden. Warum? Weil er sich nicht von seinem eigenen Gewissen leiten ließe. „Tatsächlich ist alles, was nicht aus Glauben ist, Sünde“ (Röm. 14:23).

3 Um an etwas so zu glauben, daß man eine persönliche Entscheidung treffen kann, muß man eine genaue Erkenntnis der Bibel und zuverlässige, auf Tatsachen beruhende Beweise haben (Hebr. 11:1). „Daß die Seele ohne Erkenntnis sein sollte, ist nicht gut, und wer mit seinen Füßen hastig ist, der sündigt“ (Spr. 19:2). Ohne eine genaue Erkenntnis des Willens Gottes könnte er überstürzt handeln und auf einen schlechten Weg geraten.

4 Es gibt jedoch Christen, die ‘in ihrem Glauben Schwächen haben’, was oft darauf zurückzuführen ist, daß es ihnen hinsichtlich gewisser Probleme oder Fragen, die im Leben auftauchen mögen, an Erkenntnis mangelt. Jakobus erwähnt, daß ein Christ, dem es an Weisheit mangelt, um mit einer schwierigen Situation fertig zu werden, die erforderliche Weisheit erlangen kann, wenn er Gott darum bittet (Jak. 1:2, 5). Um von Gott eine Antwort zu bekommen, muß er natürlich auch die Bibel zu Rate ziehen. Warum wird ihm das helfen? Weil Christen heute die gleichen Probleme haben wie Gottes Diener in den vergangenen Jahrhunderten. Wenn wir die Bibel lesen, sehen wir, daß gläubige Männer, zum Beispiel die Apostel und ihre Gefährten, sich mit diesen Problemen befaßten und darüber Rat erteilten. Die Umstände sind selbstverständlich verschieden, aber es gibt kein Problem, für das die Bibel nicht einen passenden Grundsatz enthält. Bei der Anwendung des Grundsatzes spielen Erkenntnis und Gewissen eine Rolle.

DAS GESETZ „INS HERZ GESCHRIEBEN“

5 Im 14. Kapitel des Römerbriefes lesen wir, was der Apostel Paulus über das Gewissen schrieb. Im allgemeinen war man sich in der Versammlung in Rom über die wichtigsten Grundlehren der Bibel und darüber, wie die „gute Botschaft“ verkündigt werden sollte, einig (Röm. 1:8). Aber in gewissen persönlichen Fragen gingen die Meinungen auseinander. Das war größtenteils auf die unterschiedliche Vergangenheit und Erziehung der einzelnen Glieder der Versammlung zurückzuführen. Diese Unterschiede waren hauptsächlich durch die große Kluft entstanden, die die Juden von den Heiden getrennt hatte, bevor sie Christen wurden.

6 Paulus schreibt: „Heißt den Menschen willkommen, der in seinem Glauben Schwächen hat“ (Röm. 14:1). Diese „Schwächen“ waren keine Schwächen in ihrem zur Rettung führenden Glauben an Gott, den Vater, und an Jesus Christus, den Herrn. Diesen Glauben müssen sie alle gehabt haben. (Nach der Fotobibel lautet dieser Text: „Nehmt auch den in eure Gemeinschaft auf, der einen ängstlichen Glauben hat.“) Es handelt sich bei diesen „Schwächen“ um Punkte, in denen sie noch nicht völlig überzeugt oder sich noch nicht ganz im klaren waren, wie weit die christliche Freiheit ging. Die Juden hatten zum Beispiel jahrhundertelang unter dem mosaischen „geschriebenen Recht“ gestanden (Röm. 13:9; 2. Kor. 3:6), das ihnen den Genuß gewisser Speisen, die „unrein“ waren, untersagt und die Beachtung bestimmter Tage vorgeschrieben hatte (3. Mose 11:46, 47; 5. Mose 5:12-14). Gott gab den Juden dieses Gesetz, um sie bis zum Kommen des Messias davor zu bewahren, sich mit den heidnischen Nationen zu vermischen und deren götzendienerische Praktiken anzunehmen (Gal. 3:23-25). Dann sollte es durch „das vollkommene Gesetz, das zur Freiheit gehört“, ersetzt werden — durch das ‘Gesetz in ihrem Inneren’, das in ihr Herz geschriebene Gesetz (Jak. 1:25; Jer. 31:33). Dieses neue Gesetz ist in den Christlichen Griechischen Schriften niedergelegt.

7 Jesus Christus, der Messias, hatte durch seinen Opfertod die Juden, die ihn annahmen, tatsächlich frei gemacht. Auch Heiden konnten dadurch von ihrer früheren Knechtschaft des Götzendienstes frei werden. Alle Christen — Juden und Heiden — nahmen jetzt vor Gott die gleiche Stellung ein (Eph. 2:14-16). Vielen Judenchristen, bei denen die früheren Sitten und Bräuche tief eingewurzelt waren, fiel diese Umstellung jedoch schwer. Sie konnten sie in mancher Beziehung einfach nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren.

8 Der Apostel Paulus führte der Versammlung die richtige Einstellung in dieser Sache vor Augen, indem er sie darauf hinwies, daß Personen mit einem schwachen Gewissen zwar willkommen geheißen werden sollten, aber „nicht zu Entscheidungen in bezug auf Zweifelsfragen“ („bekrittelt nicht seine Gewissens-Bedenken“, Schäfer; „streitet nicht mit ihnen, wenn sie eine andere Auffassung haben“, Die Gute Nachricht). Ein solcher Mensch sollte — obwohl er eine andere Meinung hatte, sein Gewissen anders urteilte oder er vielleicht „ängstlich“ war — als ein vollwertiger Bruder und Miterbe Christi herzlich willkommen geheißen werden. Bei einigen bestand jedoch die Neigung, wegen seiner Meinung oder Ansicht, die seinem Inneren, seinem Herzen, entsprang, zu streiten. Das war nicht richtig, denn es hätte sich sowohl für die Betreffenden als auch für die Versammlung nachteilig auswirken können, da es zu unterschiedlichen Stellungnahmen und dadurch zu Uneinigkeit hätte führen können.

ZWEI BEISPIELE, DIE DIESEN GRUNDSATZ BESTÄTIGEN

9 Paulus führt als Beispiel das Essen von Fleisch an. In jenen Tagen wurden die Schlachttiere oder das Fleisch, das auf den Märkten verkauft wurde, vorher oft Götzen dargebracht, um es für die Anbeter, die es aßen, gewissermaßen zu heiligen. Selbstverständlich hatte dies keinen Einfluß auf das Fleisch. Ein Götze war in Wirklichkeit nichts. Doch die, die von der richtigen Ansicht nicht völlig überzeugt waren, hatten Gewissensbisse, wenn sie solches Fleisch aßen, weil sie befürchteten, es könnte mit diesem heidnischen Ritus verbunden gewesen sein (1. Kor. 8:4-7). Daher schrieb der Apostel weiter:
„Der eine hat den Glauben, alles [jede Speise, auch Fleisch, das auf dem Markt gekauft wurde] essen zu können, der Schwache aber ißt vegetarische Kost [um nicht etwa unwissentlich Fleisch zu essen, das in seinen Augen durch heidnische Bräuche „verunreinigt“ gewesen wäre]“ (Röm. 14:2).

10 Was nun? Sollte dieser Mensch, der nur vegetarische Kost aß, nicht veranlaßt werden, seine Ansicht zu ändern, bevor er als ein mündiger Christ angesehen wurde? Einige mögen auf den Grundsatz hingewiesen haben, daß ‘alle übereinstimmend reden und keine Spaltungen unter ihnen sein sollten, sondern daß sie alle in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein sollten’ (1. Kor. 1:10). Doch mit dieser Einheit war nicht gemeint, daß alle die gleiche Meinung oder die gleiche Ansicht haben müßten, wenn es um persönliche Entscheidungen oder um Gewissensfragen ging. Sie sollten alle vereint Christus nachfolgen, nicht Menschen (1. Kor. 1:11-13).

11 Einige Judenchristen, die die Sache richtig verstanden hatten, sowie die meisten Heidenchristen in der Versammlung, die ja nicht an die mosaischen Vorschriften gewöhnt waren, neigten dazu, verächtlich auf die Ängstlichen herabzublicken und sie als töricht, eigensinnig oder gar fanatisch zu betrachten, während die Ängstlichen die anderen richteten, indem sie dachten, diese würden in Gottes Augen falsch handeln und über die Schranken ihrer Freiheit hinausgehen. Daher wies der Apostel beide zurecht mit den Worten:
„Der Essende blicke nicht auf den Nichtessenden herab, und der Nichtessende richte den nicht, der ißt, denn Gott hat diesen willkommen geheißen. Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. In der Tat, er wird zum Stehen veranlaßt werden, denn Jehova kann veranlassen, daß er steht“ (Röm. 14:3, 4).

12 Wer sind wir denn, daß wir einen Menschen kritisieren, den Gott angenommen hat, indem er ihn willkommen geheißen und ihm seinen Geist verliehen hat, obwohl der Betreffende vielleicht noch einige unnötige Gewissensbedenken oder engstirnig anmutende Ansichten oder vielleicht ein etwas weiteres Gewissen hat als andere? Wir alle müssen unserem Herrn Rechenschaft ablegen. Wir haben genügend eigene Probleme, Fehler und Mängel, so daß wir uns nicht in die Angelegenheiten anderer einmischen sollten. Niemand hat das Recht, einem Knecht oder Angestellten eines anderen vorzuschreiben, wie er diesem dienen oder wie er für ihn arbeiten sollte, und das trifft auf einen Diener Gottes erst recht zu. Gott ist der Richter seines Dieners. Ja, Jehova wird „veranlassen, daß er steht“.

13 Damit wollte Paulus nicht sagen, daß Gott seinen Diener in allem, was er tut, unterstützt — jedenfalls nicht, wenn er ein Unrecht begeht. Aber selbst wenn ein Christ eine Gewissenseinstellung hat, die von anderen kritisiert und sogar als schlechter Zug betrachtet werden mag, wird Gott einen solchen nicht verurteilen, sondern sich freuen, wenn dieser nach seinem Gewissen handelt. Sofern Gott es für richtig hält, wird er zu seiner Zeit das Gewissen seines Dieners so beeinflussen, daß dieser zu einer reiferen Einstellung gelangt. Doch kein Christ sollte es wagen, einem anderen sein Gewissen aufzuzwingen. Würde er dies tun, so könnte er den Betreffenden in Schwierigkeiten bringen oder dessen Glauben erschüttern. Darum würde er, wie Jakobus sagt, ein „schwereres Gericht empfangen“ oder in einem gewissen Grad verurteilt werden (Jak. 3:1).

14 Der Apostel führte noch ein anderes Beispiel an:
„E i n e r urteilt, e i n Tag sei über einem anderen; ein anderer urteilt, e i n Tag sei wie alle anderen; jeder Mensch sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt. Wer den Tag beobachtet, beobachtet ihn dem Jehova. Auch, wer ißt, ißt dem Jehova, denn er sagt Gott Dank, und wer nicht ißt, ißt nicht dem Jehova und sagt Gott dennoch Dank“ (Röm. 14:5, 6).

15 Zum Beispiel hätte ein Jude, der Christus angenommen hatte, es aber lange Zeit gewohnt gewesen war, das Sabbatgesetz zu halten, vielleicht ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn er an einem jüdischen Sabbattag eine Arbeit verrichtet hätte, das heißt, wenn er gekocht, etwas gezimmert oder eine ziemlich weite Reise unternommen hätte. Selbst wenn es sich um eine Arbeit für die Versammlung gehandelt hätte, um etwas, was er nach den Erwartungen der anderen Glieder der Versammlung für sie oder mit ihnen zusammen hätte tun müssen, hätte er es aus Gewissensgründen an diesem Tag nicht getan. An jedem anderen Tag hätte er es gern getan. Doch er ‘beobachtete diesen Tag dem Jehova’, mit anderen Worten, er dachte, er tue Jehovas Willen, wenn er diesen Tag besonders heilighalte. Was das Essen betraf, so dankte er Gott, daß er sich vom Götzendienst völlig rein und getrennt halten konnte, da Gott seinen Standpunkt hierüber im mosaischen Gesetz deutlich dargelegt hatte. (Man beachte, wie Daniel, der damals unter dem Gesetz stand, dachte [Dan. 1:8].) Niemand in der Versammlung wurde durch das, was er seinem Gewissen entsprechend tat, geschädigt, und er beging auch kein Unrecht. Daher betrachtete ihn Jehova nicht als unrein. Jehova schätzte es, daß dieser ihm nach bestem Wissen und Gewissen gehorchte und das Opfer Christi nicht leugnete.

16 In den Augen der Gesamtheit der Christen dagegen gehörten alle Tage Gott — alle waren gleich heilig, keiner war heiliger als der andere. Die Christen konnten mit einem reinen Gewissen Fleisch essen, da sie wußten, daß das Fleisch an sich nicht verändert wurde, wenn es vorher einem Götzen dargebracht worden war, da Götzen machtlos sind. Sie dankten Gott dafür, daß sie die Speise, die sie durch seine Fürsorge erhalten hatten, essen konnten, und schätzten die Freiheit, die er ihnen durch Christus gegeben hatte.

17 Ein jeder mußte aber „in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt“ sein. Wenn ein Christ den Standpunkt eines anderen nicht richtig verstehen und mit seinem Gewissen nicht vereinbaren konnte, wäre es nicht zu seinem Nutzen, sondern eher zu seinem Schaden gewesen, wenn er diesen Standpunkt entgegen seinem Gewissen übernommen hätte. Niemand hätte das Recht gehabt, ihn deswegen zu kritisieren, mit ihm zu streiten, ihn zu richten oder verächtlich auf ihn hinabzuschauen (Jak. 4:11, 12). Niemand durfte einem anderen seinen eigenen Standpunkt aufzwingen, denn dadurch hätte er versucht, den Glauben des anderen zu beherrschen.


18 Das bedeutet aber nicht, daß Gewissensfragen nicht diskutiert und keine Nachforschungen angestellt werden dürften, um den Standpunkt der Bibel zu ermitteln. Es können verschiedene Argumente vorgebracht werden, aber wir sollten deswegen nicht aneinandergeraten oder denken, der andere müsse etwas unbedingt so sehen, wie wir es sehen, oder es so tun, wie wir sagen. Älteste und andere reife Brüder können denen, die in solchen Punkten noch schwach oder noch nicht genügend belehrt sind, helfen. Aber weiter sollten sie nicht gehen. Der Betreffende muß dann so handeln, wie er es mit seinem Gewissen vor Gott vereinbaren kann.

EIN GRUNDSATZ FÜR ENTSCHEIDUNGEN IN ZWEIFELSFÄLLEN

19 Der Apostel führte zwar nur diese zwei Beispiele an, aber er stellte damit einen Grundsatz für alle Fälle auf, in denen es um eine Gewissensentscheidung geht. Es gibt heute viele Situationen, für die es keine bestimmte, ausdrückliche Anweisung oder Regel in der Bibel gibt. Man spricht von solchen Situationen oft als von „grauen Zonen“. Solche „grauen Zonen“ können zum Beispiel im Berufsleben entstehen oder in Verbindung mit ärztlichen Behandlungen, mit Nahrungsmitteln oder mit der Kleidung. Die Bibel enthält Grundsätze, die uns in diesen Fällen als Richtschnur dienen. Was die Bibel ausdrücklich sagt, sollten alle befolgen. Sie sagt zum Beispiel, daß die Kleidung „wohlgeordnet“, nett und sauber, sein und daß man sich „mit Bescheidenheit und gesundem Sinn“ schmücken sollte (1. Tim. 2:9; 2. Kor. 7:1). Wir sollten die Gefühle unserer Brüder berücksichtigen, die Versammlung respektieren und darauf achten, daß ihr guter Ruf in der Öffentlichkeit erhalten bleibt. Doch Fasson, Farben usw. hängen weitgehend vom Geschmack des einzelnen ab.

20 In Fällen, bei denen es sich um eine dieser „grauen Zonen“ handelt, sollte der Christ die Bibel und biblische Hilfsmittel zu Rate ziehen. Wenn er danach immer noch nicht genau weiß, was er tun soll, kann er Älteste oder andere befragen, die ihm erkennen helfen können, was die Bibel darüber sagt, aber er sollte nicht andere für sich entscheiden lassen. Sie sind nicht sein „Gewissen“. Er sollte die Sache selbst abwägen, selbst eine Entscheidung treffen und dann seiner Gewissensentscheidung gemäß handeln. Im Laufe der Zeit mag er die Sache in einem anderen Licht sehen und eine Änderung vornehmen, aber er sollte nie etwas tun, worüber er im Zweifel ist, damit er nicht verurteilt wird (Röm. 14:23).

21 Alle Christen sollten sich ständig bemühen, ein besseres Verständnis zu erlangen und Gott und Christus immer vollkommener nachzuahmen. Dann werden sie mit der Zeit ein immer besser geschultes Gewissen haben. Sie sollten jederzeit alles so tun, daß sie ein gutes Gewissen bewahren, und sollten ihren christlichen Brüdern die gleiche Freiheit gewähren.




Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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zuletzt bearbeitet 30.07.2013 | Top

Leib CHRISTI = e. V. / KdöR - verträgt sich das?

#148 von Isai , 03.08.2013 21:35

Hallo,

hier ein nachträglich formatierter, unsortierter Auszug aus dem Original-Link im Bereich Ablage / Internetlinks.

Eine vielleicht einseitige Sicht auf das Thema, ob eine Gemeinde sich als e. V. oder gar als KdöR eintragen lassen könnte. Zur Information.


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
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Einheit um jeden Preis, auch auf Kosten der Wahrheit?

#149 von Jurek , 15.08.2013 08:39

Hallo,

ich möchte da speziell zum Punkt 2 (aus dem Beitrag #147) – in Verbindung mit Punkt 10 (und den anderen hervorgehobenen Aussagen) was schreiben, weil ich das als einen wichtigen Punkt in Verbindung auch mit unserem öffentlichen Forum, und unseren Ansichten (vorwiegend zur Bibelaussagen) zueinander ansehe:

Vorweg: Also ich denke, dass das Ganze bezieht sich nur auf persönliche Kontakte untereinander, nicht aber auf die Leitung der „ZJ“ in Brooklyn. Dennoch auch besonders (!) auf sie hätte sich auch das beziehen sollen, was da von Isai hervorgehoben wurde.

Was im Punk 2 geschrieben wurde, das befürworte ich mit meinem Verständnis dazu. Aber.. ich meine, dass es auf der ganzen Erde keinen Menschen oder Organisation gibt (niemand ist da ausgenommen), der/die im Stande wäre(n) immer alles richtig aus der Bibel auszulegen. Fehlinterpretationen sind damit unvermeindlich. Und dennoch sollen wir mit anderen über die Bibel sprechen, trotz dessen, dass wir nicht immer alles richtig verstehen und damit auch nicht immer richtig informieren.
Von daher kommt es schon immer darauf an, wie man das, was man anderen zur und aus der Bibel mit Erklärung vorstellt, handhabt. Und ob die anderen Selbständigkeit dabei behalten (dürfen).
Man kann das diktatorisch machen (ohne Duldung von Widerrede und absoluter Treue zum „Kanal“), wie es die Leitung der WTG tut – und das wäre FALSCH (u.a. 2.Kor 1:24). Oder man kann das so machen, wie da in weiteren Punkten hervorgehoben wurde, dass man undogmatisch auf manches hinweisen kann, aber von den anderen nicht verlangt an das so zu glauben, wie dies von einem oder einer kleinen Gruppe von paar Männern (z.B. in Brooklyn) gegenwärtig verstanden wird.
Jeder soll das ohne Repressalien auch mit seinem Gewissen vereinbaren und vor GOTT damit erade stehen können!
Es gibt auch eine Einheit in einer (in Rahmen) Vielfalt der Persönlichkeiten, und zwar in fundamentalen Dingen, die man im z.B. dem sog. Apostolischen Glaubensbekenntnis vorfindet. (Rö 14:12), aber nicht bei Sachen, die nicht fundiert sind (z.B. strittige Punkte in der WT-Chronologie u.d.g.).
Was wirklich Einheit im Glauben ist (laut 1.Kor 1:10 u.d.g.), hat die WTG m.E. nicht wirklich richtig verstanden (was aber hier in Forum schon behandelt wurde, u.a. dort).
Die WTG hat auch m.E. absolut nichts aus der Geschichte gelernt (z.B. wegen der Reformationen von Luther & Co. á Einheit…), geschweige auch eigener Geschichte dazu, wo sie zweierlei Maßstäbe da ansetzt …

Grüße!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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staatliche Anerkennung?

#150 von Isai , 28.08.2013 15:18

Guten Nachmittag,




immer mehr Freikirchen, religiöse Gemeinschaften und Gruppierungen erhalten staatliche Anerkennung in Österreich und Deutschland.

Irgendwann gibt es keine Menschen mehr, die sich schlicht "Christen" nennen, sondern sich dem Namen ihrer Religion verschreiben (müssen).



Jemand sagte mal über den allgemeinen Trend des Anerkennungsverfahrens (und das damit einhergehende Recht auf staatlichen "Schutz"):


Der Herr Jesus hat gesagt: "wehe euch, wenn die Menschen gut über euch reden..."
Warum wollen Christen Anerkennung der Welt haben?
"Wenn Jahweh nicht das Haus baut, mühen sich die Bauleute umsonst, wenn Jahweh nicht die Stadt bewacht, wacht der Wächter umsonst."
Was bedeutet das denn?
Brauchen wir Polizeischutz?
Wenn wir die Wahl haben, von Gott bewacht zu werden oder von irdischen Einrichtungen, wen würden wir wählen?
Erinnert Euch mal, wie Gott mit Gideons Heer verfahren ist, warum war das damals so?
Wir müssen uns entscheiden: entweder, oder, beides zusammen geht nicht!
Entweder erwarten wir von Gott übernatürliche Hilfe, oder wir erwarten sie von der Welt.




Das ist zwar nur eine Seite der Betrachtung, sie mag als "extrem" eingestuft werden.



Doch als Christen wandeln wir doch im Glauben und nicht im Schauen?

Und welcher EINZELNE Christ käme auf die Idee, den Staat um Anerkennung seiner zu bitten?

Da wir Christen alle gleich und Brüder sind, müsste es so eine Vorgehensweise doch ausschließen?



Beste Grüße,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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