RE: staatliche Anerkennung?

#151 von Schrat , 28.08.2013 16:11

Lieber Isai,

ich habe dazu einen interessanten Artikel unter "nua.de/html/Taufe" gefunden.

(Die Gedanken über die unbiblische Kindertaufe habe ich mal ausgelassen, sie sind aber auch ganz interessant in diesem Fall aber nicht relevant)

Zitat
"Sowohl die "Römisch-Katholische", als auch die "Evangelisch-Lutherische Kirche" sind sogenannte "Körperschaften des öffentlichen Rechts" (Abk.: KdöR). Diese Tatsache bedeutet zunächst, dass ohnehin nicht das Recht GOTTES in solchen Institutionen herrscht, sondern eben das "öffentliche Recht". Betrachten wir noch kurz, wie "Körperschaft des öffentlichen Rechts" definiert wird, dann wird schnell deutlich, was die römische bzw. lutherische "Kirche" eigentlich für Einrichtungen sind:

"Körperschaften des öffentlichen Rechts sind rechtsfähige Verbände zur Wahrnehmung staatlicher Aufgaben unter Staatsaufsicht […]" (dtv-Lexikon).

Mit anderen Worten: diese "Körperschaften" nehmen "staatliche Aufgaben" wahr und werden hierbei vom Staat beaufsichtigt, d.h. sie dürfen nur das tun und lassen, was der jeweilige Staat zulässt. Hierbei sollte man auch bedenken, dass die Großkirchen (aber auch die "Baptisten" u.a.) bereits unter Hitler "Körperschaften des öffentlichen Rechts" waren und dementsprechende "staatliche Aufgaben" unter Staatsaufsicht wahrgenommen haben. Dagegen ist die wahrhaftige Gemeinde GOTTES, welche der HERR JESUS CHRISTUS baut (Matth. 16:18), selbstverständlich kein "rechtsfähiger Verband" auf der Grundlage "öffentlichen Rechts". Der MESSIAS beauftragt SEINE Gemeinde nicht, sich an "staatlichen Aufgaben unter Staatsaufsicht" zu beteiligen.

Die Welt, deren oberster Fürst der Teufel ist (<Joh. 16:11>), liegt im Argen (<1.Joh. 5:19>)

Und hier die Definition aus "Wikipedia"

Staat

Körperschaft des öffentlichen Rechts ist zunächst der Staat als originärer Träger von Hoheitsgewalt. Im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland besitzt einerseits der Bund (Gesamtstaat), andererseits jedes der sechzehn Länder Staatlichkeit.

Selbstverwaltungskörperschaften

Körperschaften des öffentlichen Rechts finden einen Hauptanwendungsbereich in den sogenannten Selbstverwaltungsangelegenheiten, also in staatlichen Aufgaben, die von den Betroffenen eigenverantwortlich geregelt werden sollen, weshalb sie organisatorisch aus der staatlichen Verwaltungshierarchie ausgegliedert und rechtsfähigen Organisationen übertragen werden. So bestimmen beispielsweise die Bürger selbst über die Geschicke der Gemeinde, die Ärzte über ihre Angelegenheiten in der Landesärztekammer, die Rechtsanwälte über ihre Angelegenheiten in der Rechtsanwaltskammer usw. Trotz der organisatorischen Auslagerung aus dem staatlichen Bereich sind die Träger dieser Selbstverwaltungsaufgaben Teil der öffentlichen Gewalt und wie die übrige Verwaltung gemäß Art. 20 III GG an Recht und Gesetz gebunden, insbesondere und anders als private Vereinigungen an die Grundrechte. Daher ist die Kehrseite der Selbstverwaltung die (staatliche) Rechtsaufsicht: Der Staat soll sich nicht durch organisatorische Auslagerung seiner Grundrechtsbindung entziehen können (Flucht ins Privatrecht).
------------


Wobei ich mich bei der WTG frage, welche öffentlichen Aufgaben des Staates sie eigentlich ausführt und welche Verpflichtungen gegenüber dem Staat sich ergeben, die sie in Konflikt mit Gott bringt.

In der Vergangenheit hatte sich die WTG auch lange Zeit gerade mit der vorgenannen Begründung geweigert, den Köperschaftsstatus anzustreben. Die WTG hat immer gelehrt, dass alle politischen Systeme unter dem "wilden Tier" gemäss Offenbarung 13 einzuordnen sind. Sind sie dann mit der Anerkennung als "Körperschaft des öffentlichen Rechts" nicht Teil des "wilden Tieres" geworden?

Doch recht seltsam dieser Sinneswandel. Ich schätze mal, daß die damit einhergehende "Aufwertung" garnicht mal so unangenehm ist und die damit einhergehenden Vorteile (Steuervorteile usw) wohl mit diesen Sinneswandel heervorgerufen haben.

Gruss
vom Schrat


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Was ist richtiger?

#152 von Jurek , 06.10.2013 12:06

Aus heutigem Tagestext der WTG:

Zitat
Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen (Mat. 7:15)

Was bedeutet es, falsche Lehrer zu meiden? Wir würden sie weder in unser Haus aufnehmen noch grüßen. Genauso wenig würden wir ihre Schriften lesen, uns Fernsehsendungen anschauen, in denen sie auftreten, ihre Internetseiten lesen oder Kommentare dazu in ihre Blogs schreiben. Warum verhalten wir uns so konsequent? Aus Liebe. Wir lieben den „Gott der Wahrheit“, und deshalb haben wir überhaupt kein Interesse an verdrehten Lehren, die seinem Wort der Wahrheit widersprechen (Ps. 31:5; Joh. 17:17). Wir lieben auch Jehovas Organisation, durch die er uns begeisternde Wahrheiten vermittelt hat: über seinen Namen und dessen Bedeutung, darüber, was er sich mit der Erde vorgenommen hat, über den Zustand der Toten und die Auferstehungshoffnung. Weißt du noch, was du empfunden hast, als du kostbare Wahrheiten wie diese zum ersten Mal gehört hast? Was für einen Grund könnte es dann geben, sich von verbitterten Leuten gegen genau die Organisation aufhetzen zu lassen, die dich all das gelehrt hat? (Joh. 6:66-69). w11 15. 7. 2:4, 7


Dazu zu bedenken wären m. E. folgende Dinge wichtig:

1) Falsche Propheten (in dem hier gemeinten religiösen Sinn), das sind Menschen, die in Namen GOTTES (also in Berufung auf GOTT) falsche Voraussagen machen und von anderen erwarten, dass man ihnen folgt.
Dass die WTG viele falsche Aussagen in Namen GOTTES gemacht haben und ihre ‚Mitglieder‘ mit Androhung mit der Exkommunikation das zu glauben zwang, das ist nachweisbar.

2) Falsche Lehrer zu meiden, bedeutet erst mal falsche Lehrer zu erkennen! Ich zweifle sehr daran, dass die WTG mit ihrem zweierlei Maßstab dazu in der Lage ist… Geschweige dann diese Lehrer zu meiden, da sie nicht verstanden haben, was dies aus der Sicht der Bibel bedeutet.

3) Wenn man solche Maßstäbe setzt wie die WTG nur auf andere anwendet, dann müsste man ebenso auch die WTG-Leitung nach ihrem Maßstab auch gänzlich meiden…

4) Aus LIEBE geschieht das NICHT. Denn Liebe zur GOTT bedeutet Liebe zur GOTT und nicht der fehlerhaften Menschen blinde Nachfolge!
Es ist ein Widerspruch in sich Menschen nachzufolgen und zu behaupten kein Interesse an verdrehten Dingen zu haben und anderen Menschen.

5) Liebe zu einer von Menschen geführten Organisation (denn nachweisbar mit solchen Fehlern und Falschlehren kann GOTT so nicht leiten/führen), entsprechen nicht der echten Liebe zur GOTT JEHOVA. Sonst sollte man mehr Demut dazu lernen, was auf die WTG nicht zutrifft.

6) Jemanden, den man nicht verstanden hat, zu unterstellen, dass der/die aus Verbitterung auf Probleme hinweist, entbehrt genauso der Durchsicht wie den dort erwähnten Menschen aus Joh 6:66-69. Denn wenn man dies auch noch im Zusammenhang lesen würde, dann würde man u. a. auch Vers 53 lesen und erkennen, dass die WTG weit vom wahren Christsein entfernt ist, mit ihrem unbiblischen Dogma von zwei verschiedenen Hoffnungen und Bestimmungen der Christen.

Was ist stattdessen richtiger?

1) Man soll nicht meinen, dass nur man selber ein richtiger Christ sein kann und alle anderen es nicht sind, wenn man die anderen doch gar nicht wirklich kennt und selber sich oft irrt.
2) Man soll Dogmatismus in nicht Heilsnotwendigen Aussagen endlich mal lassen, und wirklich nur BIBEL als das Wort GOTTES zulassen (d.h. keine noch nebenrangigen Menschenlehren!), und nicht welche vorgegebenen „gegenwärtige Wahrheiten“, die ‚morgen‘ dann keine Wahrheiten mehr sind.
3) Man sollte sich also wirklich nach der Bibel orientieren, dann würde man nicht wie Pest Leute meiden, die nicht gleicher Meinung sind, wie andere Leute das aus ihrer Unkenntnis für IHRE Nachfolger verlangen, -(was in der Form die Bibel auch nirgendwo vorschreibt).
4) Echte Liebe zur GOTT, bleibt nicht vor Ideologien einer Gemeinschaft stehen, sondern hat auch echte Liebe zu seinem Nächsten (vgl. Luk 10:30-37), und nicht diese anderen Menschen zu verachten, wie es die WTG das fordert und behauptend damit GOTT zu lieben (Mat 5:44ff).
5) Echtes Christsein bedeutet CHRISTI Annahme und Anteil an Ihn zu haben, ohne andere zu verurteilen und dabei zweierlei Maßstäbe anzuwenden.

Für Korrekturen und Gedanken zu einer konstruktiven Handlungsweise bin ich immer dankbar.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Was ist richtiger?

#153 von Schrat , 06.10.2013 16:29

Lieber Jurek,

wir werden wohl beide vom gleichen Geist geleitet....

Mir war dieser Tagestext heute auch (unangenehm) aufgefallen und ich habe ihn auch ins Bechhaus-Forum gestellt. Wenn man über "Falsche Propheten" gemäß der Bibel nachdenkt, dann fällt auf, daß diese nicht nur falsche Voraussagen gemacht haben, sondern daß sie auch sonst einen falschen Geist bekunden.Wenn wir z.B. in Judas lesen, daß diese nach materiellen Vorteilen und sinnbildlichen Begierden aus sind und aus diesem Grund versuchen, Jünger hinter sich herzuziehen und Spaltungen verursachen.
Sie haben also insgesamt eine "fleischliche Gesinnung", bringen also die "Werke des Fleisches" hervor (siehe Galater).Dieselben Merkmale finden wir auch schon AT für falsche Propheten, die "Frieden" sagen obwohl überhaupt kein Frieden ist, vor allem kein Frieden mit Gott wegen all der Mißachtung des Gesetzes. Ich bin also dafür diesen Begriff "Falsche Propheten" vorsichtig und im biblischen Zusammenhang anzuwenden, und zwar sowohl Jehovas Zeugen gegenüber als auch Jehovas Zeugen anderen gegenüber.
So manches, was vor kurzem in Lehränderungen bei Z.J. eingeflossen ist, haben lange vorher schon die sog. "Falschen Propheten"/"Abtrünnige" gesagt.

Es geht eigentlich wohl bei diesem Tagestext mehr darum, die "Schäfchen" davon abzuhalten, andere Gedanken, als die vom "Sklaven" vorgegebenen kennenzulernen.

Falsche Propheten arbeiten auch gerne "under Cover", d.h. verdeckt. Schon der Bibeltext zeigt es ja, daß diese "Wölfe im Schafspelz" sind. Davon muß man sicher Menschen unterscheiden, die ehrlich und geradeaus Dinge ansprechen, die gemäss der Bibel in einer Gemeinde und deren Lehrverständnis nicht in Ordnung sind. Dazu gehört natürlich auch eine Atmosphäre, sich freimütig äußern zu können, statt - wie bei J.Z. üblich - nur vorgegebenen Stoff wiederzukäuen.

Gruß
vom Schrat


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RE: Was ist richtiger?

#154 von Jurek , 06.10.2013 17:36

Dazu gehört auch (nach wie vor als gutgemeinter Verbesserungsvorschlag zu verstehen), dass man auch langsam begreift, dass 1.Kor 1:10 u.d.g. im Gesamtkontext anders zu verstehen und zu praktizieren ist als das die WTG darlegt.
Es gibt auch eine Einheit in einer gewissen ‚Vielfalt‘, wo aber Grundlehren unberührt bleiben.
Man darf nicht unter Androhung von Konsequenzen verlangen, dass jeder blind den „gegenwärtigen Wahrheiten“ anderer paar Leute nachfolgen muss, wider seinem Gewissen vor GOTT! (Apg 5:29)
Seit wann macht das aus jemanden einen Christen, wenn der blind jedem Wind der Lehre anderer Menschen nachfolgt, die vorgeben die Wahrheiten zu verkünden –(bis zum nächsten Mal)? …

Gruß!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
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RE: Was ist richtiger?

#155 von Schrat , 06.10.2013 19:08

Lieber Jurek,

ich glaube, daß 1. Kor. 1:10 und ähnliche Bibelstellen von Jehovas Zeugen und vielleicht auch von anderen verkehrt verstanden und angewandt werden.

Es war eine Ermahnung, die damals unter den Korinthern erforderlich war, weil man in verschiedener Weise Parteilichkeit bekundete, z.B. in dem man Menschen nachfolgte (Apollo oder Paulus), indem man Reiche bevorzugte und Arme vernachlässigte. Diese Entwicklungen schon damals sind und waren nicht zu verhindern. Das Bemühen des Paulus war, dem entgegenzuwirken und auch wir heute sollten uns ernsthaft bemühen, dem entgegenzuwirken.

Wollte man das mit Gewalt verhindern, dann gehen wichtige andere Grundsätze zu Bruch:

- die Gewissensfreiheit (Römer 14)
- die Tatsache, daß jeder einzelne sein eigenes geistiges Wachstum hat.
- einen ungeheuchelten Glauben zu bekunden.

Die Einheit, die bei Jehovas Zeugen besteht, hat leider oft Heuchelei zu Folge, weil ja eine andere Meinung zu bekunden, bedeutet, hinausgeworfen und von seiner Familie getrennt zu werden.

1. Korinter 1:10 kann daher nur als Ziel gemeint sein, nicht aber als Aufforderung diese Einheit mit Gewalt herbeizuführen.

Diese "Parteiungen" lässt Gott zu, "damit die Bewährten" sich letztendlich herausstellen. Und die "Bewährten" werden nicht die einzelne Dominnation betonen, der sie angehören, sondern ihren Blick auf Gott, Christus und sein Wort richten, also sich mit anderen Christen als "ein Leib" betrachten, egal wo die anderen sich befinden. Diese "Bewährten" werden vor allem an der Gesinnung Christi, seiner Liebe, Demut und Gottergebenheit erkannt.

Kommentar McDonald

Zitat
Der Apostel ist nun bereit, das Problem der Spaltungen aufzugreifen (<1. Kor 1,10 - 4,21>).Er beginnt mit einer liebevollen Ermahung zur Einigkeit. Statt in seiner Autorität als Apostel Befehle zu geben, bittet er mit der Freundlichkeit eines Bruders.Die Aufforderung zur Einheit gründet auf dem "Namen unseres Herrn Jesus Christus", und weil der Name stellvertretend für die Person steht, basiert die Aufforderung auf allen Eigenschaften und Taten des Herrn Jesus. Die Korinther priesen die Namen von Menschen - das konnte nur zu Spaltungen führen. Paulus möchte statt dessen den Namen des Herrn Jsus erhöhen, weil er weiß, daß nur so Einheit im Volk Gottes entstehen kann....



Gruß
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RE: Was ist richtiger?

#156 von Jurek , 07.10.2013 09:27

Gut erklärt Schrat!

Außerdem gehört es zu Hochmut³ und Eingebildet sein von sich zu behaupten, dass außer den in der WT-Organisation befindlichen JA-Sagern, keine sonst Christen weltweit wo anders geben kann.
Sa sogar unter den von der WTG sogenannten „Abtrünnigen“. Die WTG hat aus der Geschichte eh nix gelernt noch will es …

Gruß


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RE: Was ist richtiger?

#157 von Isai , 07.10.2013 19:12

Hallo Jurek,


Zitat
dass außer den in der WT-Organisation befindlichen JA-Sagern



Das kann ich nicht so stehen lassen - denn wir kennen die Herzen nicht (auch nicht die der Mitmenschen in der Leitenden Körperschaft), und jeder bekommt die Zeit vom VATER die er braucht...


Lieben Gruß,

Isai


Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld.
(1. Johannes 4:9, 10 GN)

 
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RE: Was ist richtiger?

#158 von Jurek , 07.10.2013 19:45

Hallo Isai,

danke für deine Gedanken dazu, die ich natürlich insofern teile, dass der HERR JESUS (und natürlich vorwiegend auch der himmlische VATER) ein gerechter Richter ist und die Herzen der Menschen kennt. Aus dem sprichwörtlichen Saulus kann immer noch ein Paulus werden.

Ich habe meine Aussage deswegen auch nicht pauschal gemeint, dass alle nur quasi blinde JA-Sager bei den „ZJ“ sind (da kannte ich auch einige persönlich, die keine JA-Sager waren), wiewohl finde ich es schlimm, dass alle dazu bei den „ZJ“ gedrängt werden, absolut mit der Organisation in allem mitschwimmen zu müssen.
Ich kenne einige, die aus Gewissensgründen nicht bei allem einer Meinung mit der WTG sein konnten, und deswegen wurden sie exkommuniziert. Nicht weil sie nachweisbar im Unrecht waren (denn später hat die WTO ihre Meinung dahingehend z. T. korrigiert), sondern weil sie keine JA-Sager sein wollten, ja konnten – Apg 5:29.
Ohne dass man ein JA-Sager ist, kann man nicht wirklich in der WTO verbleiben.
Und es ist m.E. nicht wirklich aufrichtig, wenn man nicht auch offen mit seiner Überzeugung sein darf, die nicht wiederlegt wurde, die aber GOTT und Sein Wort preist, anstatt veränderliche Menschenlehren…

Ich bitte daher um Nachsicht, dass ich aus meiner Überzeugung heraus meine geäußerten Worte als richtig ansehe, wo ich aber nicht pauschalierte.
Kann man das als berechtigte Aussage ansehen, oder mache ich da (welchen) Fehler?

Beste Grüße!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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RE: Was ist richtiger?

#159 von Isai , 10.10.2013 18:21

Lieber Jurek,


Zitat
Ich bitte daher um Nachsicht, dass ich aus meiner Überzeugung heraus meine geäußerten Worte als richtig ansehe, wo ich aber nicht pauschalierte.



Nachsicht brauchen wir alle

Zitat
[...] dass der HERR JESUS (und natürlich vorwiegend auch der himmlische VATER) ein gerechter Richter ist und die Herzen der Menschen kennt.



Ja, dass ist ein großer Trost, dass JESUS alles weiß und uns durch und durch kennt - auch unsere Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Vergangenheit usw.

Die Gnade und große Liebe GOTTES und JESU sei mit uns allen.


Lieben Gruß,

Isai


Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld.
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RE: Was ist richtiger?

#160 von Jurek , 10.10.2013 19:24

Dem kann ich mich Isai anschließen.
Es ist auch nie meine Absicht einzelne Personen zu "verurteilen", sondern ich bringe meine ernste Bedenken gegen Institutionen, die die Verantwortung übernehmen generell zu leiten, ohne Alternativen anderen gegenüber ihren Gewissen vor GOTT, wo sie alle mit allem noch so Falschen mitschwimmen müssen.
= Falls ich das jetzt so richtig formuliert hatte (bin nur ein einfacher Mensch ).

Ja, die Gnade GOTTES und des SOHNES sei mit uns allen!


Grüße!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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Mat. 13:30

#161 von Jurek , 15.12.2013 11:38

Meine persönlichen Gedanken zu dieser Versbetrachtung mit dem Kommentar aus dem WT-Tagestext:

Zitat
Freitag, 13. Dezember
Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte (Mat. 13:30)

Wie ein Gleichnis Jesu zeigt, würde es vom 1. Jahrhundert an immer gesalbte Christen auf der Erde geben. Jesus verglich sie mit Weizen, der inmitten von Unkraut wuchs. Natürlich können wir nicht mit Sicherheit sagen, wer genau dazugehörte. Doch was wir belegen können, es hat immer einige gegeben, die mutig Gottes Wort verteidigt und unbiblische Kirchenlehren entlarvt haben. Zum Beispiel wandte sich Erzbischof Agobard von Lyon (um 779—840) gegen die Verehrung von Bildern und dagegen, Kirchengebäude Heiligen zu weihen, wie auch gegen Liturgien und kirchliche Bräuche, die unbiblisch waren. Auch Bischof Claudius von Turin, einer seiner Zeitgenossen, verwarf kirchliche Traditionen, verurteilte Gebete zu Heiligen und die Verehrung von Reliquien. Archidiakon Berengar von Tours exkommunizierte man im 11. Jahrhundert, weil er die katholische Lehre von der Transsubstantiation, der Wandlung von Brot und Wein, verwarf. Auch für ihn hatte die Bibel Vorrang vor kirchlichen Traditionen. w12 15. 1. 1:14, 15


JESUS meinte in im Zusammenhang dieser Matthäus-Stelle des Kapitels 13, dass die Gläubigen, nicht von den anderen scheingläubigen Menschen immer zu unterscheiden wären (oberflächlich). Sie sind nicht in einer Gruppe, sondern zerstreut unter dem „Unkraut“ der Gläubigen, zu denen in JESU Zeit auch viele Pharisäer gehörten (Joh 8:42ff).
Heute gibt es auch überall zerstreut wahre Kinder GOTTES (wie es die auch schon zu JESU Zeit gab –Mk9:38ff), die unabhängig einer Zugehörigkeit zu irgendeiner Einzigalleinseligmachenden Gemeinschaft leben.
Eine der Einzigalleinseligmachenden Gemeinschaften bilden die „ZJ“. Doch sonderbarerweise – wie es mir scheint (sonst bitte ich um Aufklärung) – haben sie bis zum Sommer diesen Jahres gelehrt (WT 15.07.13 (Stud.)), dass natürlich auch Bischöfe und andere katholischen Kirchenwürdenträger etc., die Aufgaben des „treuen und verständigen Sklaven“ übernahmen hatten, und zwar durchgehend seit der Zeit nach den Aposteln bis zu Russell =(welcher aber nach der neuen Lehre jetzt auch nicht mehr dazu gehört).

Kann man tatsächlich die obige Bibelstelle aus Mat 13:30 so deuten (m. E. missverstehen), dass außer(-halb) der Organisation der „ZJ“, es keine Christen und verständige Sklaven CHRISTI gibt?
Falls JA, dann warum
1) erst nach über 100 Jahren Bestehens der WTS, erst jetzt diese Erkenntnis von „1919“ und dem „t.u.v.S.“ kommt? Was war davor, was weltweit in Namen GOTTES gelehrt wurde? (5.Mo 18:20ff);
2) Warum gab (und gibt) es verschiedene Aussagen und Lehren in diesem sog. „Babylon der Großen“ zuvor, bevor die WTG das als ein „helles Licht von J.“ genommen hatte?
3) Warum wird in diesem Kommentar der WTG zuletzt auch geschrieben: „Auch für ihn hatte die Bibel Vorrang vor kirchlichen Traditionen.“, wenn sie doch selber solche Glieder aus eigenen Reihen ausschließt und verachtet, die so tun?
4) Und was wäre wirklich der Inhalt des Evangelium vom GOTTES Königreich aus der Sicht der WTG und aus der Sicht der Bibel?

und etliche weitere Fragen dazu, auf die man als aufrichtiger und möglichst objektiver Fragesteller keine aufrichtigen und objektiven Antwortn aus erster Hand bekommt?
Zumindest Mat 13:30 galt schon lange vor der Zeit, als Ch.T. Russell oder J.F. Rutherford auf der Welt waren. Auf wem hat sich das damals also bezogen? UND: Sollen sich nicht ALLE Christen als treue und verständige Sklaven GOTTES (keiner Organisation =Apg 5:29) erweisen? JA oder NEIN?
Oder das kann nur auf bestimmten Bruchteil davon zutreffen? Aber wo steht das in der Bibel, unabhängig der Aussagen einer Einzigalleinseligmachenden Organisation? ……


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
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RE: Mat. 13:30

#162 von Schrat , 15.12.2013 12:43

Lieber Jurek,

die Ansprüche der WTG auch in dem genannten Wachtturm sind nur Behauptungen ohne rechte Grundlage, um sich selbst an die erste Stelle zu setzen und allen anderen Christen, die sich ebenso ernsthaft bemühen, dem Herrn Jesus Christus zu gehorchen das Recht abzusprechen überhaupt (wahre) Christen zu sein.

Bezüglich Russell wird gesagt, bei ihm habe es sich noch nicht entschieden, ob es der "Treue und Verständige Sklave" sei, erst nach 1914 habe sich das herausgestellt und zwar sei es dadurch bewiesen, daß wirklich gute geistige Speise verbreitet worden sei. Zur Zeit Russells sei man sozusagen noch in der Wachstumsperiode gewesen. Deswegen lehnt man es heute meistens auch ab, sich auf die Schriften Russells zu beziehen, weil man genau weiß, wieviel daran verkehrt und verdreht ist. Das wäre zu peinlich.

Wie in dem von Dir angeführten Video gezeigt wird, bleibt aber die Peinlichkeit, weil nämlich noch 1926 in einem Buch von Rutherford dazu ermuntert wird die Bücher Russells zu kaufen!

Ich könnte all die Irrtümer verzeihen, weil in mancherlei anderer Hinsicht, besonders was die moralischen Vorstellungen anbelangt und ganz allgemein das Festhalten an der Bibel überhaupt, auch Lobenswertes und Positives zu verzeichnen ist.
Nur diese Selbsterhöhung und dieses pauschale Niedermachen anderer christlichen Gemeinschaften geht mir total gegen den Strich, unabhängig davon, was tatsächlich an Fehlern und Versäumnissen auch in anderen christlichen Gemeinschaften zu finden ist, welches in der Tat abzulehnen ist.

Aber der Richter ist nicht die Wachtturmgesellschaft, sie sollten wie der Engel zu Satan sage auch sagen: "Jehova richte dich...."
Die Trennung von Weizen und Spreu erfolgt erst im Millenium und nicht durch Zeugen Jehovas.

Gruß
vom Schrat


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RE: Mat. 13:30

#163 von Jurek , 15.12.2013 17:23

Hallo Schrat,

danke für dein Statement dazu.
In diesem meinst du u. a. sich auf die WTG beziehend:

Zitat
Deswegen lehnt man es heute meistens auch ab, sich auf die Schriften Russells zu beziehen, weil man genau weiß, wieviel daran verkehrt und verdreht ist. Das wäre zu peinlich.


Seit 1919 soll die „Sklavenklasse“ in Erscheinung getreten sein (wie ich das verstehe), und seit damals wieviel verkehrt und verdreht immer noch an dem war, was Rutherford, Knorr u.s.w. geschrieben haben, als das sog. „helle Licht von J.“, und was heute nicht mehr gilt und auf was die sich nicht mehr beziehen! Also nur wegen Schriften Russells? Der war gar in manchen Punkten (z.B. Röm.13) sogar richtiger als sein Nachfolger.
Wegen dem hätten eigentlich gerade diese Glieder des sog. „t.u.v.S.“ (oder wie hochmütig behauptet wird: Des „Kanals J.“) exkommuniziert werden müssen, oder? Wie konnte die damals CHRISTUS erwählt haben, wenn sie heute etwas andersdenkende exkommunizieren, obwohl sie denen kein Unrecht anhand der Bibel (statt des Wachtturms) nachweisen können?
Und dabei soll es darum gehen, dass sich die Urchristen auch irrten??? Was für ein falsches Vergleich!?!

Zitat
Ich könnte all die Irrtümer verzeihen, weil in mancherlei anderer Hinsicht, besonders was die moralischen Vorstellungen anbelangt und ganz allgemein das Festhalten an der Bibel überhaupt, auch Lobenswertes und Positives zu verzeichnen ist.


Was gut ist, das ist natürlich auch gut. Dazu gibt es keinen Grund das zu kritisieren.
Aber wenn sich eben jemand, wie der selbsternannter „t.u.v.S.“ bzw. gar eben dieser „Kanal J.“!, anmaßt - vor lauter Hochmut - zu behaupten, dass nicht sie, sondern „JEHOVA“ das so gesagt hat und das so nicht nur weltweit verkündet sondern = Mat 24:48-51, dann ist es nebensächlich ob du, oder ich, oder andere Menschen all die Irrtümer verzeihen, sondern die Frage ist vordergründig, ob eben aufgrund von schon erwähnten Stelle aus 5.Mo 18:20ff u. ä., ob es JEHOVA das so einfach verzeihen kann, wenn sie das nicht bereuen! Denn bereut haben sie es bis jetzt nicht, wenn sie nach wie vor da machen, wo sie aufgehört haben. Denn jeden, der noch so richtig die Bibel vertritt, werfen sie raus (unter dem Vorwand der Ruhestörung und „Jehova“=[dem „Kanal“] vorauszudrängen), wenn er nicht absolut gleicher Meinung wie sie ist, auch wenn sie später dahingehend das in diese Richtung korrigieren müssen.
So denke ich, dass vielleicht auch darüber nachzusinnen ist, und nicht so sehr, ob wir es ihnen verzeihen, was wir auch sowieso zutun haben.
Meinst du, so kann man das sehen?

Und was Mat 13:30 betrifft, finde ich es nicht nur schlimm, dass allen anderen Menschen außerhalb der WTO das Christsein abgesprochen wird, sondern gar innerhalb der Organisation doch den allermeisten der „ZJ“, die nicht einmal wirklich im Neuen Bund integriert sind noch sein dürfen …

Das schreibe ich eben aus Sorge und dem Beweggrund der Liebe (um damit hoffentlich andere anzusprechen unter dem Motto: „Zurück zur Bibel!“), und nicht aus negativen Beweggründen.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Theorie und Praxis = Mat 13:30 á 24:46

#164 von Jurek , 17.12.2013 08:48

WT-Tagestext 11.12.13.:

Zitat
Salomo erfand offenbar Ausreden dafür, sich quasi an Gottes Gesetz vorbeizumogeln — und vor dieser Gefahr sind auch wir nicht gefeit. Er hatte sich über Gottes Anweisungen hinweggesetzt, doch nirgends finden wir einen Hinweis darauf, dass Jehova ihn postwendend als König verworfen oder streng zurechtgewiesen hätte.
w11 15. 12. 1:10, 14, 15


Bezogen anscheinend auf die Leitung der WTG.
Aber nicht bezogen auf die Einzelglieder der „ZJ“ seitens der WTG.
Wieso so ein Doppelmaß?
Weil nach den Richtlinien, die sie an Einzelglieder des „Fußvolkes“ setzt, bei Untaten selber exkommuniziert werden müsste? … (Spr 20:10)
Sollte man darüber nicht (auch ‚laut‘) nachdenken und sich dem HERRN JESUS mit Geist und Wahrheit nähern?


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
Jurek
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RE: Theorie und Praxis = Mat 13:30 á 24:46

#165 von Schrat , 17.12.2013 12:51

Lieber Jurek,

da hast Du ganz Recht man kann bei der WTG oft eine Diskrepanz zwischen dem Anspruch und der Wirklichkeit erkennen.
Wenn es um das Ausschlußverfahren geht, dann wird letztendlich ohne Gnade und Barmherzigkeit zugeschlagen. Es geht wie beim Islam letztendlich um "Unterwerfung".

"Einheit bedeutet nicht Gleichschaltung" sagt die WTG unter http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102003329. Widerspricht sich aber im gleichen Atemzug, wenn man mal den Artikel liest. Diese Freiheit "im Glauben" gemäß Römer 14:22,23 gesteht man nur auf untergordneten Gebieten zu, nicht aber wenn es um die Lehre geht. Da müssen alle im Gleichschritt marschieren.

Und als Maßstab gilt die Behauptung der "Sklave" habe die Lehrhoheit und in Fragen der Lehre könne es keinen individuellen Glauben geben. Wenn es dennoch jemand mal wagt, die Lehre in Frage zu ziehen oder eine eigene vielleicht sogar bessere Sicht öffentlich zu machen, dann wird man zwar erst einmal versuchen, den Betreffenden "zurechtzubringen", aber mit dem eindeutigen Ziel, diesen wieder auf die Linie und Lehre des "Sklaven" zu bringen.

Das ist eine falsch verstandene Ansicht von dem, was im NT als "Einheit" bezeichnet wird. Darüber hatten wir ja schon woanders diskutiert.

Wenn es keinen individuellen Glauben geben kann (vergleiche Römer 14:22,23) dann führt es dazu, daß sich Menschen als "Herren über den Glauben" aufspielen und diese eigentlich in ihrem Glaubensleben vergewaltigen.

Natürlich ist es wahr, daß es Grundlehren gibt, die auf jeden Fall angenommen werden müssen, um sich als Christ bezeichnen zu können (vergleiche Hebräer 6:1). Aber darüber hinaus kann des Glaubensleben eines Christen nicht durch eine übergeordnete Instanz reglementiert werden, man würde wieder "Sklave von Menschen" (siehe Galater 2:4, 5:1). Wahr ist es natürlich auch, daß man evtl. abweichende Meinungen nicht benutzen sollte um eine "Sekte" aufzumachen und andere hinter sich herzuziehen. Toleranz, Respekt und Liebe wird dieses Problem der unterschiedlichen Meinungen lösen.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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zuletzt bearbeitet 17.12.2013 | Top

   

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