GOTTES Name

#1 von Jurek , 04.10.2009 10:37

Wer ist eigentlich GOTT? Diese Frage wird unter dem Thema "Trinität" diskutiert.
Aber der himmlischer VATER, hat ER einen Namen, oder gar viele gleichwärtige?
Sollen wir den Namen GOTTES (JEHOVA, JAHWE u.ä.) verwenden, oder in NT-Zeitalter nicht mehr, da dieser nicht im NT vorkommt!?

 
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RE: GOTTES Name

#2 von Gast , 05.10.2009 04:26

Ich denke schon, dass wir den Namen Gottes verwenden können! Und doch hat er seinem Sohn DEN Namen gegeben, der über allen Namen steht. Und solch ein Name kann nur göttlich sein!

Schau mal hier, was E.T. zum Namen Gottes in meinem Forum geschrieben hat:

http://www.discusi.de/wbboard/thread.php...eid=1&page=1#37

In Antwort auf:
aus http://www.bibelgemeinde.org/:

Der Name Gottes - Seine Bedeutung

Wenn nun schon im allgemeinen die hebräischen Namen in der Bibel so bedeutungsreich sind, wieviel mehr wird dann erst die Bedeutung des Namens Jhwh aufleuchten, den der allmächtige Schöpfer sich selbst gab.

In der Aussprache - Jehovah - selbst sind nun drei Zeitformen des hebräischen Verbes „sein“ zu finden:

JE = erste Silbe von Jehi = ER WIRD SEIN
HOV = erste Silbe von hoveh = ER IST
AH = letzte Silbe von hajah = ER WAR

So läßt sich die Bedeutung des Namens Gottes schon erahnen. Die hebräische Übersetzung des Wortes Jhwh ist: „DER EWIG DA SEIENDE“. Diese Wiedergabe gibt dem in 2. Mos. 3:14,15, geoffenbarten Namen Gottes die Tiefe des Inhaltlichen, die Ahnung des lebendigen, des stets da seienden, doch in keine menschliche Begriffsform einzäunbaren Gottes.



Finde ich sehr interessant, weil Gott sich ja in Offenbarung als der bezeichnet, "der ist und der war und der kommt"

Liebe Grüße von Ga-chen


RE: GOTTES Name

#3 von Jurek , 05.10.2009 08:34

Danke Ga-chen für deine interessante Aussagen.

Ich möchte hier am Rande Bezug auf meine Schreibweise nehmen, damit man versteht, wann ich was und wen meine:
Prinzipiell göttliche Personen schreibe ich GROSS, aus meiner Hochachtung vor Denen.
Daher ob JEHOVA, JESUS, HERR, VATER, SOHN = wird von mir immer groß geschrieben.
Was den Begrifft „Gott“ betrifft, so schreibe ich zu einer besseren Unterscheidung, großes „GOTT“ für den himmlischen VATER, und kleines „Gott“ in Bezug auf JESUS (u.a., die sich für Götter halten, wie z.B. der Teufel [2.Kor 4:4]).

_________________________

Ich denke, dass wir den Namen GOTTES (angesichts der Tradition diesen zu meiden und gar aus der Bibel auszuradieren) nicht nur (wie du schreibst) „können“, sondern auch sollten gebrauchen.
Das Dritte Gebot zeigt uns, dass wir GOTTES Namen ehren sollen! ;)
JEHOVA hat uns in seinem Wort mitgeteilt, dass sein Name für IMMER gültig ist (2.Mo 3:15). Warum also soll HEUTE nicht mehr gelten in Bezug auf Seinen Namen, war vor Jahrtausenden gegolten hat?

Du schreibst, dass JEHOVA hat „seinem Sohn DEN Namen gegeben, der über allen Namen steht. Und solch ein Name kann nur göttlich sein!“.
In der Tat, aber JESUS heißt damit nicht JEHOVA! ;)
Alles hat einen Namen, auch der SOHN GOTTES, und GOTT selber keinen?
Also was meinst du, welchen Namen hat GOTT seinem SOHN gegeben?

Zu deinem Forum habe ich keinen Zugang um darauf einzugehen. …
Wenn du mit „E.T.“ den „E.F.“ meinst, dann kannst du seinen Beitrag (wenn der noch da nicht vorhanden ist) dort einstellen.

Dann zitierst du aus einer Website der Bibelgemeinde, die Bedeutung des göttlichen Namens:

In Antwort auf:
In der Aussprache - Jehovah - selbst sind nun drei Zeitformen des hebräischen Verbes „sein“ zu finden:

JE = erste Silbe von Jehi = ER WIRD SEIN
HOV = erste Silbe von hoveh = ER IST
AH = letzte Silbe von hajah = ER WAR


Ich finde diese ganze Erklärung da sehr interessant!
GOTT ist der SEIENDE, ohne an Zeit und Raum gebunden, daher auch der EWIGE ohne Anfang.

Du beziehst dich auch auf die Offenbarung, weil GOTT sich ja dort als der bezeichnet, „der ist und der war und der kommt".
Ja in der Tat! :)

Danke für deine Gedanken.

L. G. – Jurek

 
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RE: GOTTES Name

#4 von Ga-chen , 06.10.2009 23:14

Lieber Jurek,

du bist in meinem Forum angemeldet! Wenn du nicht mehr reinkommen solltest, weil du dein Passwort vergessen hast, könnte ich dich löschen und neu anmelden....

Nein, E.T. ist nicht E.F., sondern die Abkürzung für Eternely Truth!

Ob wir den Namen Gottes "gebrauchen" sollten, weiß ich nicht so genau! Jesus jedenfalls lehrte uns, Gott mit "Vater" anzusprechen, sicher auch deshalb, weil wir seine Kinder geworden sind.

In Antwort auf:
Das Dritte Gebot zeigt uns, dass wir GOTTES Namen ehren sollen! ;)



Nun, was genau bedeutet "ehren"?

In Antwort auf:
JEHOVA hat uns in seinem Wort mitgeteilt, dass sein Name für IMMER gültig ist (2.Mo 3:15). Warum also soll HEUTE nicht mehr gelten in Bezug auf Seinen Namen, war vor Jahrtausenden gegolten hat?



Angenommen, sein Name steht dafür, dass es ihn gibt, dass er existiert, dass er ewig "ist", dass ER der Urheber allen Seins ist. Dann bedeutet ihn zu ehren vielleicht, ihn für die Schöpfung zu loben, überhaupt für all sein Tun und ihm zu danken! Und immer gültig könnte es auch deshalb bedeuten, weil er immer schon "war", immer noch "ist" und auch in Zukunft immer sein "wird".....

Es könnte ja auch sein, dass deshalb sein Name wirklich der "Ewige" ist, wie die Juden ihn bezeichnen. Und ich finde, nichts ist treffender! Und dann benutzen wir seinen Namen ja tatsächlich, denn wir beten ja: "Allmächtiger, ewiger Gott....."





Liebe Grüße von Ga-chen

----------

Alles, was war und was ist und was kommt, liegt in DEINER Hand

 
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RE: GOTTES Name

#5 von Ga-chen , 07.10.2009 00:50

Habe mal in meinem Archiv gekramt


Philipper 2,6 welcher, (Jesus)da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;

Jesus hielt nicht mit aller Macht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern war einverstanden, als Mensch sein Erlösungswerk zu vollenden. Oft wird der Zusammenhang nicht beachtet:

7 sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde,
8 und in seiner äußern Erscheinung wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod.
9 Darum hat ihn auch Gott über alle Maßen erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über allen Namen ist,
10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
11 und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Jesus wurde in seiner äußeren Erscheinung als Mensch erfunden, seinem inneren Wesen nach war und blieb er Gott. Darum hat Gott ihn über alle Maßen erhöht und den Namen bekommen, der über allen Namen ist. Jesu Name hat also ein ganz besonderes Gewicht. Und wer Jesus als Herrn bekennt, ehrt Gott, den Vater.

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RE: GOTTES Name

#6 von Ga-chen , 07.10.2009 01:01

ein ehemaliger interessanter Beitrag von nunusch bei Bechhaus:

In Antwort auf:
Die Juden verwenden bei Gesprächen über Gott das Wort "HaShem", das bedeutet übersetzt "der Name". In Gebeten sagen sie "adonaj", also "der Herr". Der Name Gottes wird niemals ausgesprochen. Das geht sogar soweit, dass im modernen Hebräisch das Wort "sein" nicht in der Gegenwartsform verwendet wird, weil Gottes Name daher kommt. Wenn du sagst "Ich bin Christ", sagst du "Ani Nozri", also "Ich Christ". Selbst geschrieben gibt es unterschiedliche "Platzhalter", damit der Name Gottes nicht geschrieben werden muss: Ausnahme: besonders "heilige" Texte ... Und sogar "Gott" wird nicht ganz ausgeschrieben, sondern z.B. "G-tt". Das ist, damit sein Name nicht in unwürdiger Weise gebraucht wird. Das nur als Einschub, vielleicht hat man dir das alles auch schon in der Synagoge erzählt. Wie hat es dir eigentlich dort gefallen? Welche Eindrücke nimmst du mit? Oder hast du den tatsächlich in einer Moschee getroffen?

LG nunusch




http://www.bechhaus.de/phpBB2/viewtopic....n+gemeint#14908


 
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RE: GOTTES Name

#7 von Jurek , 07.10.2009 15:20

Hallo Ga-chen,

ich werde wohl nicht mehr wo anders viel schreiben können, weil ich schon in 4 Foren bin und das ist auch für mein Kreuz nicht gut…
Ich müsste eigentlich kürzen… Aber vielen Dank für dein nettes Angebot!

In Antwort auf:
Ob wir den Namen Gottes "gebrauchen" sollten, weiß ich nicht so genau! Jesus jedenfalls lehrte uns, Gott mit "Vater" anzusprechen, sicher auch deshalb, weil wir seine Kinder geworden sind.


Hat sich GOTT verändert oder ist ER veränderbar?
Wenn ER von Urzeiten und im AT immer JEHOVA (o.ä.) hieß, warum soll ER jetzt zu einem sozusagen Namenlosen GOTT „degeneriert“ sein?
Wenn GOTT einen Namen hat, WARUM sollen wir diesen nicht verwenden? Besonders auch in der Öffentlichkeit, damit auch die Trinitarier wissen, von welchen GOTT wir reden?

Natürlich ist unser großes Vorrecht die Majestät des ganzen Universums als seine Kinder, IHN „VATER“ zu nennen!
Man kann heute nicht in der Welt wo einen unbekannten König aufsuchen und ihn per DU und VATER ansprechen. = Das ist dieser riesiger Unterschied in der BEZIEHUNG, die wir als Christen zu unserem himmlischen VATER haben dürfen.
Aber das eine (die Beziehung) ist ein eigenes Thema, aber dann auch das andere (der Name GOTTES) ist wieder ein anderes Thema.
Dass wir nicht GOTT beim Namen nennen sollten (wie so manche Tradition das fordert), finde ich unbiblisch, da dieser Name war im AT-Zeit alltäglich! Und dieser kommt auch im AT öfter vor als jeder andere Name.
Jetzt so zu tun, als ob JEHOVA GOTT sich nicht mehr so nennt und angerufen wird wie im AT, finde ich sonderbar, zumal ich keinen für mich überzeugenden Grund in der Bibel finde, warum wir das nicht tun sollten, GOTT mit Namen auch anzurufen.

In Antwort auf:
Nun, was genau bedeutet "ehren"?


Das Wort „ehren“ umschreibt einiges
Aber unter anderem auch, dass man z.B. solche Person ehrt, indem man die bei seinem erhabenen Namen anruft, ohne Dem quasi mit Worten auf gleiche Stufe zu stellen, wie z.B. unseren leiblichen Vater, für den wir auch beten.
Ehrerbietung ist in dem Zusammenhang sicher von großer Bedeutung, wenn man weiß, dass es beinhaltet sich Seiner nicht zu schämen, und/oder gar auch seinen Namen aus der Bibel zu entfernen.

In Antwort auf:
Angenommen, sein Name steht dafür, dass es ihn gibt, dass er existiert, dass er ewig "ist", dass ER der Urheber allen Seins ist. Dann bedeutet ihn zu ehren vielleicht, ihn für die Schöpfung zu loben, überhaupt für all sein Tun und ihm zu danken! Und immer gültig könnte es auch deshalb bedeuten, weil er immer schon "war", immer noch "ist" und auch in Zukunft immer sein "wird".....


So in gewisser weise sehe ich auch.
Wobei sollte man m.E. bedenken, dass die Namen im Hebräischen immer eine gewisse Bedeutung haben! Dann warum gebrauchen wir die anderen Namen? Auch den Namen „JESUS“, obwohl genauso dies quasi „nur“ umschreibt, dass in JEHOVA ist die Rettung!?
Gerade die Bedeutung des Namens JESU zeigt m.E., dass JEHOVA die Zentralfigur ist. ;)
WARUM auf seinen Namen nicht so Acht geben wie die Jahrtausende vor CHRISTUS?

In Antwort auf:
Philipper 2,6 welcher, (Jesus)da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;

Jesus hielt nicht mit aller Macht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern war einverstanden, als Mensch sein Erlösungswerk zu vollenden. Oft wird der Zusammenhang nicht beachtet:
[…………………]
11 und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Jesus wurde in seiner äußeren Erscheinung als Mensch erfunden, seinem inneren Wesen nach war und blieb er Gott. Darum hat Gott ihn über alle Maßen erhöht und den Namen bekommen, der über allen Namen ist. Jesu Name hat also ein ganz besonderes Gewicht. Und wer Jesus als Herrn bekennt, ehrt Gott, den Vater.


Diese Thematik wäre m.E. eher unter der „Trinität“ zu betrachten.
Ich denke aber in Kürze, dass die Schlussfolgerungen aus Phi 2:6 nicht richtig sind. Denn JESUS war m.Ü. nie GOTT=(VATER)-gleich (wenn das gemeint ist), sondern war immer unter VATER und als Verherrlichter sucht Er auch jetzt die Ehre seines VATERS …

In Antwort auf:
Die Juden verwenden bei Gesprächen über Gott das Wort "HaShem", das bedeutet übersetzt "der Name". In Gebeten sagen sie "adonaj", also "der Herr". Der Name Gottes wird niemals ausgesprochen. Das geht sogar soweit, dass im modernen Hebräisch das Wort "sein" nicht in der Gegenwartsform verwendet wird, weil Gottes Name daher kommt. Wenn du sagst "Ich bin Christ", sagst du "Ani Nozri", also "Ich Christ". Selbst geschrieben gibt es unterschiedliche "Platzhalter", damit der Name Gottes nicht geschrieben werden muss: Ausnahme: besonders "heilige" Texte ... Und sogar "Gott" wird nicht ganz ausgeschrieben, sondern z.B. "G-tt". Das ist, damit sein Name nicht in unwürdiger Weise gebraucht wird. Das nur als Einschub, vielleicht hat man dir das alles auch schon in der Synagoge erzählt. Wie hat es dir eigentlich dort gefallen? Welche Eindrücke nimmst du mit? Oder hast du den tatsächlich in einer Moschee getroffen?


Es ist uninteressant, was welche Juden da was getan haben, die schon zu JESU Zeit sie von JESUS kritisiert wurden (u.a. Mat 23), weil sie als Gebote, Menschengebote lehrten und nicht die des JEHOVA! (Mak 7:7,8).
WARUM haben sich die (nach archäologischen Belegen) Menschen nicht in AT-Zeit versündigt, als sie gar alltäglich diesen Namen verwendeten, der auf versch. Tonscherben vorzufinden ist? …
Was wirklich unwürdig ist, beschreibt u.a. Paulus in Bezug auf das HERREN-Mahl in 1.Kor 11, als er Bezug nimmt darauf, dass manche quasi wegen Hunger aßen das Brot und sich mit Wein berauschten! DAS ist unwürdig (und auch wenn man nicht berechtigt ist).
Aber den Namen GOTTES in Würde zu gebrauchen wie hier und in Gebeten, das fällt nicht unter dem dritten Gebot des Dekalogs. ;)

L. G.

 
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„kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#8 von Jurek , 18.08.2010 18:17

Gedanken zum Kommentar aus der Römerbriefbesprechung:

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.
Hierbei geht es um den Namen JESU.
Ist es aber aufgrund dessen berechtigt, den Namen GOTTES aus dem AT zu entfernen, weil ER jetzt im NT durch den Namen seines SOHNES ersetzt wurde? Oder wie ist es damit?
Hat heute den Name GOTTES noch eine wichtige Bedeutung?


 
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RE: „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#9 von Philos , 19.08.2010 16:37

Lieber Jurek,
du wirfst verschiedene Fragen auf und ich gehe nun gerne auf sie ein.

Ist es aber aufgrund dessen berechtigt, den Namen GOTTES aus dem AT zu entfernen, weil ER jetzt im NT durch den Namen seines SOHNES ersetzt wurde? Oder wie ist es damit?
Überall wo der Name Gottes Jhwh in den Handschriften der AT erscheint sollte er auch in den heutigen Übersetzungen erscheinen. Selbst die LXX (griechische Septuaginta) die im 3.Jh vor Christus erschien, enthielt das hebräische Tetragrammaton des hl Namen Gottes, wurde aber später durch Kyrios (Herr) ersetzt weil Unwissende die hebräischen Buchstaben von Links nach Rechts wie griechische Buchstaben lasen und das ergab PIPI. Da ist es dann doch besser, Jahweh oder Jehova zu schreiben, obwohl man sich der genauen Aussprache heute nicht mehr sicher ist, aber man kann dann leicht erkennen von wem die Rede ist. Ich ziehe die Form Jahweh vor, um nicht mit Jehovas Zeugen verwechselt zu werden, die durch ihre falschen Voraussagen und anderen WT-Lehren viel Schmach auf den Namen Gottes gebracht haben. Außerdem wird die Form "Jehova" auch bei spiritistischen Sitzungen verwendet.
Es trifft zwar zu, dass einige Zitate aus dem AT, die den Namen Jhwh enthalten, sich im NT auf Jesus beziehen, aber ich würde deswegen nicht sagen, dass der Name "Jesus" den Namen Gottes allgemein ersetzt. Es ist eher so, dass "Kyrios" (Herr) anstatt "Jhwh" in den Handschriften des NT steht. Übersetzer sollten also treu gemäß den Handschriften "Kyrios" mit "Herr" übersetzen und nicht mit "Jehova" wie dies in der NWÜ der ZJ der Fall ist.
Der hl Name Gottes erscheint 4x in gekürzter Form im NT (Siehe Hallelu-Jah in Offenbarung Kapitel 19). Der Name Jesu ist aber über 1000x im Text des NT enhalten. Da auch das NT von Gott inspiriert ist kann daraus geschlossen werden, dass der Vater eine solche Ehrung des Sohnes beabsichtigt. Menschen sollten also nicht versuchen, Gott zu "korrigieren" indem sie seinen Namen da einführen wo er in keiner Hanschrift des NT erscheint.

Hat heute der Name GOTTES noch eine wichtige Bedeutung?
Der hl Name Gottes wird in aller Ewigkeit eine wichtige Bedeutung haben.
Hätte aber Gott gewollt, dass sein Name Jhwh im NT erscheint, hätte er dafür gesorgt dass dies bis heute der Fall wäre. Und hätte er gewünscht, dass wir ständig diesen Namen im Mund haben, hätte er auch dafür gesorgt, dass die richtige Aussprache erhalten geblieben wäre. Heute hat Gott ein Volk dessen Glieder ihn Vater nennen dürfen. Dies tun also Christen, genauso wie Jesus es tat und weiterhin tut.

In Aufrichtigkeit
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... damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. - Johannes 5:23

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RE: „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#10 von Jurek , 21.08.2010 10:31

Lieber Philos,

interessante Ausführung.
Ich möchte auch einiges dazu schreiben in Abwägung dieser Gedanken.

Ich frag(t)e allgemein nach dem, ob dieser Name GOTTES JHWH wirklich im NT durch „JESUS“ (bzw. dem Bezug darauf) „ersetzt“ wurde (Du verneinst ja das) mit der Billigung des HG =(Heiliger Geist)?
Etliche AT Zitate im NT, die sich ursprünglich auf JHWH bezogen, haben eine „Erfüllung“ auch im SOHN GOTTES, und beziehen sich nun auf JESUS. Aber ALLE AT Zitate im NT, wo der Name GOTTES im AT nachweislich vorkommt??

Zur Geschichte und Überlieferung:
Ich halte die Bibel nicht für ein „Orakelbuch“, wo wortwörtlich alles wie von GOTT diktiert, niedergeschrieben wurde.
Der HG hat schon alles überwacht und die Schreiber schrieben alles im Sinn GOTTES, aber nicht wie ein Diktat.
GOTT könnte doch ja auch zugelassen haben, dass alle Erwähnungen in Hebräisch (von Mat.-Ev. sagt man, dass dies urspr. in Heb. geschrieben wurde..) diesen Tetragrammaton יהוה beibehielten, bis das ins andere Sprache übernommen wurde, wo man dann erst generell auch diesen heiligen Namen aus „Erfurcht“ nicht mehr gebrauchen wollte.
Mit deinem Bezug auf Septuaginta, die ja eine Übersetzung des AT in hellenischer Sprache ist, zeigst du, dass ursprünglich der Name GOTTES z.T. drin vorzufinden war, aber dann spätere Abschriften haben diesen Namen auch schon dort entfernt. Und das ist m.E. ein Indiz, dass man das auch so mit den Urschriften des NTs gemacht hat, die uns nicht mehr zur Verfügung stehen, auch wenn sonst der Text genau überliefert wurde. (Warum soll das der HG nicht zugelassen haben, genauso wie bei heutigen Übersetzungen vor unseren Augen, wo man aus dem AT den Namen Tausendfach ersetzt?).

Dein Bezug auf Offb.19 zeigt, dass man diese Abkürzug dann doch ausgelassen hat (sie zu ersetzen), weil es nicht ganz ausgeschrieben war…
Heutige (orthodoxe) Juden (nach meiner Erkenntnis) verwenden auch nur ein Kürzel für den Namen GOTTES.

Zitat
… aber man kann dann leicht erkennen von wem die Rede ist.


Ja! Vor lauter „Herr“, egal ob AT oder NT (selbst bei „Arche-TV“ werden AT-Texte mit Kleinschreibung der Bezeichnung „Herr“ eingeblendet), da weiß man nicht mehr, welcher der HERREN gemeint ist!
Ein „Fressen“ für die Trinitarier! …

Zitat
Ich ziehe die Form Jahweh vor, um nicht mit Jehovas Zeugen verwechselt zu werden, die durch ihre falschen Voraussagen und anderen WT-Lehren viel Schmach auf den Namen Gottes gebracht haben. Außerdem wird die Form "Jehova" auch bei spiritistischen Sitzungen verwendet.


Für mich persönlich sind das keine guten Argumente (wenn ich sie richtig interpretiere).
Denn du u./o. die Christenheit verwende(s)t auch den Namen „JESUS“, auch wenn dieser ebenso von den sog. „Jehovas Zeugen“ verwendet wird…
Verwechselt kann das nur von Ahnungslosen werden in Bezug auf die „ZJ“ (da ja eben die anderen den Namen mit „Herr“ ersetzt haben!), weil „JEHOVA“ haben doch nicht die „ZJ“ erfunden! …
Ich pers. habe kein Problem damit „JEHOVA“ (wie die alte Elberfelder und andere Bibeln das wiedergeben) in deutscher Sprache zu verwenden, ohne dass ich das irgendwie mit den „ZJ“ in Verbindung bringe.
Es ist auch m.E. billige Ausrede mit den nicht genau Kennen der Aussprache, weil wir allerlei Namen der Bibel auch falsch aussprechen – eben in deutscher Sprache, wie hier „eingebürgert“!
Und Ahnungslose Menschen, wenn sie in solchen älteren Bibeln „Jehova“ lesen, diese tun sie dann gleich durch Vorurteile als ein Produkt der WTG abstempeln, ohne nach den Herausgeber zu schauen? …

Zitat
Der hl Name Gottes erscheint 4x in gekürzter Form im NT (Siehe Hallelu-Jah in Offenbarung Kapitel 19). Der Name Jesu ist aber über 1000x im Text des NT enhalten. Da auch das NT von Gott inspiriert ist kann daraus geschlossen werden, dass der Vater eine solche Ehrung des Sohnes beabsichtigt. Menschen sollten also nicht versuchen, Gott zu "korrigieren" indem sie seinen Namen da einführen wo er in keiner Hanschrift des NT erscheint.


Der Meinung bin ich auch. Nur die Frage ist jetzt nicht gerade nur mit den „ZJ“ wegen NT, sondern schon IN DEN ERSTEN JAHRHUNDERTEN, was da in Bezug darauf im NT verändert wurde…
Heute (wie ich schon erwähnte) verändern die Bibelübersetzer auch AT diesbezüglich, wo sonst kein anderer Name öfter als ein GOTTES Name darin erwähnt wird. Warum nicht auch so damals?

Zitat
Hätte aber Gott gewollt, dass sein Name Jhwh im NT erscheint, hätte er dafür gesorgt dass dies bis heute der Fall wäre.


Wie ich erwähnte, ich verstehe die Inspiration der Bibel dem Sinn nach, nicht nach Buchstaben, die „töten“ könnte…

Zitat
Und hätte er gewünscht, dass wir ständig diesen Namen im Mund haben, hätte er auch dafür gesorgt, dass die richtige Aussprache erhalten geblieben wäre.


„Ständig“? Was heißt das (jetzt abgesehen von den „ZJ“)? Wie oft tun die Kirchen den Namen GOTTES verwenden und ehren (der allerhöchsten Majestät des Universums), auch wenn sie immer „Vater-unser“ beten, - und wie ständig dann den Namen Seines SOHNES, welcher doch auch sehr sehr heilig ist, um den auch so überall zu „vermarkten“!?

Natürlich können und dürfen wir JEHOVA GOTT als unseren „VATER“ in unserer persönlichen Beziehung bezeichnen. Das ändert wohl aber nichts daran, dass der VATER zur besseren Unterscheidung zum SOHN, schon auch mit NAMEN genannt werden sollte, oder?

Herzliche Grüße!


 
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RE: „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#11 von Philos , 22.08.2010 16:40

Hallo Jurek,
Fakt ist, dass nicht eine einzige der 5000 Handschriften der Schriften des NT den Namen Gottes enthält, weder das Tetragrammaton, noch in griechischen Buchstaben . Etliche dieser Kopien kommen sehr nahe an die Zeit der Originalschriften heran. Somit ist alles nur Spekulation was uns glauben machen möchte, der Name Gottes sei aus den Schriften des NT entfernt worden.

Ich habe persönlich überhaupt keine Probleme mit der Verwendung des Gottesnamen Jhwh, den ich Unwissenden mitteile wenn ich mit ihnen über den Schöpfer spreche. Allerdings werden solche, die ich zur Taufe führe um aus ihnen Jünger Jesu zu machen, unterwiesen, Gott mit "Vater" oder "Abba Vater" anzusprechen wie Jesus dies tat und seine Jünger anwies, es auch zu tun.

Was nun die Verwendung der Form "Jehova" betrifft, so ist doch reichlich bekannt dass die Kirchen lange bevor es erst ab 1931 die sogenannten "Zeugen Jehovas" gab, "Jehova" in ihren Kirchen, im Kateschismus und auf Kunstwerken schon reichlich verwendet haben wie dies übrigens aus einer Broschüre hervorgeht, die von der WT-Organisation der Zeugen Jehovas gedruckt und verbreitet wird.

Was ich sehr repektlos finde ist die ständige Verwendung "Jehova" in jedem 2. oder 3. Satz in einem Gespräch mit einem ZJ. Diese "Verkündiger" mögen zwar der Meinung sein, dies mache sie besonders annehmbar in den Augen des wahren Gottes, ehren tun sie ihn dadurch aber sicherlich nicht, besonders wenn man ihre Theologie im Lichte der hl Schrift prüft.

Du hast geschrieben :

Zitat
Wie ich erwähnte, ich verstehe die Inspiration der Bibel dem Sinn nach, nicht nach Buchstaben, die „töten“ könnte…


Dies wird oft zitiert, aber auch verstanden ? Was sind denn nun die Buchstaben die "töten" ? Paulus schrieb :
5... Gott, 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. 7 Wenn aber schon der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit geschah, so dass die Söhne Israels nicht fest in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die doch verging, 8 wie wird nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit bestehen? - 2Korinther 3:5-8.
Die Buchstaben die "töten" sind jene, die in Stein auf dem Berg Sinai eingegraben wurden, also das Gesetz des Mose ! Es wäre für Christen heute also verkehrt, "judaisieren" zu wollen denn wir leben "unter der Gnade" seit dem Kommen des Messias im 1.Jh. In diesem Zusammenhang sollte man auch über den ständigen Gebrauch des Namens Gottes wie unter dem Gesetz nachdenken da wir heute doch Kinder Gottes sind, die zu Gott sagen dürfen : "Vater".

Mit brüderlichem Gruß
Philos


... damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. - Johannes 5:23

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RE: „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#12 von Jurek , 23.08.2010 08:53

H a l l o !

Zitat
Fakt ist, dass nicht eine einzige der 5000 Handschriften der Schriften des NT den Namen Gottes enthält, weder das Tetragrammaton, noch in griechischen Buchstaben . Etliche dieser Kopien kommen sehr nahe an die Zeit der Originalschriften heran. Somit ist alles nur Spekulation was uns glauben machen möchte, der Name Gottes sei aus den Schriften des NT entfernt worden.


So sehe ich das eigentlich nicht, zumal wir keine längeren Handschriften aus dem ersten (geschweige originalen Urtext) noch zweiten Jahrhundert haben.
Es gehört m. E. eher zur Spekulation, das Vorkommen des Namen GOTTES im NT, als wie „bewiesen“ abzutun, bzw. zu betrachten… Das wissen wir doch nicht. Oder?
Zumal die Indizien mit LXX zeigen doch, dass man damals (wie auch heute) den Namen GOTTES ersetzt hat! …
Dann würde mich sehr sehr wundern, wenn JESUS selber NIE den Namen seines VATERS gebrauchte, weil Er sich an die jüdische Tradition (angeblich) hielt…

Zitat
Ich habe persönlich überhaupt keine Probleme mit der Verwendung des Gottesnamen Jhwh, den ich Unwissenden mitteile wenn ich mit ihnen über den Schöpfer spreche. Allerdings werden solche, die ich zur Taufe führe um aus ihnen Jünger Jesu zu machen, unterwiesen, Gott mit "Vater" oder "Abba Vater" anzusprechen wie Jesus dies tat und seine Jünger anwies, es auch zu tun.


Das sind doch zwei paar Schuhe! …
Das „VATER“-sagen entbindet doch nicht vor der Verantwortung davor, diesen GOTT zu kennen und IHN deutlich in Texten zu erkennen und zu differenzieren zwischen dem JEHOVA und dem Gott und Ewigvater JESUS! = Und das ist schon ein PROBLEM, um den es mir hier geht, vor dem wir die Augen nicht verschließen sollten, wie ich meine.

Aber wenn sie in NAMEN des VATERS getauft werden, sollen sie auch diesen kennen und nicht als „Herrn“ bezeichnen, den sie mit JESUS vermischen! = DARUM geht es mir, was heute ein m.E. sehr großes Problem ist, welches ich hier ansprechen möchte!

Im ersten Jh. musste man den Juden nicht erklären, dass es einen GOTT JHWH gibt, sondern dass es den notwendigen Erlöser, dessen Name JESUS ist, gibt, Den sie nicht (gut) kannten! Deswegen stand der im Vordergrund, als der einzige mögliche Weg zum VATER. (Heute ist eher umgekehrt bei den Kirchen).
Und heute, wenn die „Allerwelt“ fast nur vom „Herrn“ und „Jesus“ spricht, ist schon eine Schande, wenn sie den VATER auf dem „Abstellgleis“ (so eher im Hintergrund) stellt, wo doch ER das Endziel für alle ist, oder sein sollte!
Die kath.-Kirche hat GOTT zu einem Mysterium, einem Geheimnis in drei Personen erklärt (was andere übernommen haben), und während JESUS schon dieser allmächtige GOTT ist, wurde die Maria als Mittlerin eingesetzt! … - Solche Neuen, die getauft werden, sollen erkennen, dass nicht nur der SOHN einen hl. Namen hat, damit sie die Bedeutung von „Vater-unser“ mal verstehen und die „Taufformel“ begreifen!
Kein andere Name kommt in der (unverfälschten) Bibel öfter vor als der Name GOTTES =(des VATERS!).

Zitat
Was nun die Verwendung der Form "Jehova" betrifft, so ist doch reichlich bekannt dass die Kirchen lange bevor es erst ab 1931 die sogenannten "Zeugen Jehovas" gab, "Jehova" in ihren Kirchen, im Kateschismus und auf Kunstwerken schon reichlich verwendet haben wie dies übrigens aus einer Broschüre hervorgeht, die von der WT-Organisation der Zeugen Jehovas gedruckt und verbreitet wird.


Eben! Deswegen wenn ich schreibe „JEHOVA“, dann was hat das mit den „ZJ“ was zutun? Das ist die deutsche (eingebürgerte) Ausdrucksweise des Namen GOTTES.

Zitat
Was ich sehr repektlos finde ist die ständige Verwendung "Jehova" in jedem 2. oder 3. Satz in einem Gespräch mit einem ZJ. Diese "Verkündiger" mögen zwar der Meinung sein, dies mache sie besonders annehmbar in den Augen des wahren Gottes, ehren tun sie ihn dadurch aber sicherlich nicht, besonders wenn man ihre Theologie im Lichte der hl Schrift prüft.


Das finde ich auch nicht o.k., WIE sie so manches Mal damit umgehen.
Von „ZJ“ hast du aber wo geschrieben, dass sie eine Minderheit darstellen…… Also was ist aber mit der Mehrheit?
Die Mehrheit kennt weder den heiligen Namen GOTTES, noch heiligt sie diesem GOTT (durch auch die Ersetzung des Namens mit „Herr“)! Das ist schon sehr bedenklich und traurig! Sie können dann kaum in den verfälschten Bibeln das prüfen! = Das ist ein Problem, welches ich hier aufgreife! - Nicht gut?

Mit brüderlichem Gruß


 
Jurek
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RE: „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#13 von Jurek , 23.08.2010 09:00

Und weil du so sehr die „ZJ“ in den Vordergrund rückst, was schreiben sie selber u. a. zu dem Thema, und ist das falsch?

Zitat
In den Sacherklärungen der Bibel in heutigem Deutsch wird erklärt: „Herr In dieser Übersetzung (im Anschluß an eine alte Tradition) Wiedergabe des hebräischen Gottesnamens, der mit großer Wahrscheinlichkeit Jahwe gelautet hat. Gesichert sind lediglich die Konsonanten JHWH.“ In einer Fußnote der Einheitsübersetzung zu 1. Mose 4:26 heißt es: „Hier und an den meisten Stellen, wo in dieser Übersetzung ,der Herr‘ für Gott steht, gebraucht H [hebräischer Text] den Eigennamen Jahwe. Die Übersetzer folgen der Tradition der Juden und Christen, den Eigennamen Jahwe, den die Juden wegen Ex 20,7 = Dtn 5,11 nicht auszusprechen wagten, mit ,der Herr‘ zu umschreiben. Nur wo es unumgänglich schien, wurde der Eigenname belassen.“ (Die Übersetzer ließen sich folglich von dem leiten, was sie für richtig hielten, als sie aus der Heiligen Schrift den Eigennamen ihres göttlichen Autors entfernten, der im hebräischen Urtext öfter vorkommt als irgendein anderer Name oder Titel. Sie folgen zugegebenermaßen dem Beispiel der Anhänger des Judaismus, von denen Jesus sagte: „Ihr [habt] das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig gemacht“ [Mat. 15:6].)
Übersetzer, die sich verpflichtet fühlten, den Eigennamen Gottes einmal oder mehrere Male in den Haupttext zu übernehmen, obwohl sie dies nicht an allen Stellen taten, an denen er im Hebräischen vorkommt, sind offensichtlich dem Beispiel William Tyndales gefolgt, der mit der Gewohnheit, den Gottesnamen ganz und gar wegzulassen, brach und ihn in seine 1530 veröffentlichte Übersetzung der fünf Bücher Mose aufnahm. (Die erste deutsche Bibel, die den Namen Jehova enthält, ist die Übersetzung des katholischen Theologen Dr. Johannes Eck aus dem Jahre 1537. Die Glosse [Randbemerkung] zu 2. Mose 6:3 lautet: „Der name Adonai Jehova“.)

Wurde der Name Jehova von den inspirierten Schreibern der Christlichen Griechischen Schriften gebraucht?
Der Gelehrte Hieronymus schrieb im vierten Jahrhundert: „Matthäus, der auch Levi ist und der von einem Zöllner zu einem Apostel wurde, verfaßte zuerst ein Evangelium von Christus in Judäa in der hebräischen Sprache und in [hebräischen] Schriftzeichen zum Nutzen derer aus der Beschneidung, die geglaubt hatten“ (De viris illustribus, Kap. III). Dieses Evangelium enthält 11 direkte Zitate aus Teilen der Hebräischen Schriften, in denen das Tetragrammaton vorkommt. Es besteht kein Grund zu der Annahme, daß Matthäus die Stellen nicht so zitierte, wie sie im hebräischen Text geschrieben waren, der ihm zur Verfügung stand.
Andere inspirierte Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften zitierten Hunderte von Stellen aus der Septuaginta, einer Übersetzung der Hebräischen Schriften ins Griechische. Viele dieser Stellen enthielten das hebräische Tetragrammaton direkt im griechischen Text der frühen Abschriften der Septuaginta. In Übereinstimmung mit der Haltung, die Jesus gegenüber dem Namen seines Vaters bekundete, haben Jesu Jünger den Namen in diesen Zitaten sicher auch beibehalten. (Vergleiche Johannes 17:6, 26.)
Im Journal of Biblical Literature schrieb George Howard, außerordentlicher Professor für Religion an der Universität von Georgia: „Für uns steht es fest, daß griechisch sprechende Juden in ihren griechischen Schriften weiterhin יהוה schrieben. Des weiteren ist es sehr unwahrscheinlich, daß die ersten konservativen griechisch sprechenden Judenchristen von diesem Brauch abwichen. Zwar gebrauchten sie wahrscheinlich bei beiläufigen Bezugnahmen auf Gott die Wörter . . . [Gott] und . . . [Herr], doch es wäre äußerst ungewöhnlich, wenn sie das Tetragrammaton aus dem Bibeltext weggelassen hätten. . . . Da das Tetragrammaton in den Abschriften der griechischen Bibel, die die Schriften der Urkirche bildeten, immer noch geschrieben wurde, ist es vernünftig anzunehmen, daß die Schreiber des N[euen] T[estaments] das Tetragrammaton im Bibeltext beibehielten, wenn sie aus den Schriften zitierten. . . . Als es aber aus dem griechischen A[lten] T[estament] entfernt wurde, fiel es auch aus den AT-Zitaten im NT weg. Somit muß das Tetragrammaton irgendwann zu Beginn des zweiten Jahrhunderts durch den Gebrauch von Surrogaten [Ersatzbezeichnungen] aus beiden Testamenten verdrängt worden sein“ (Jg. 96, Nr. 1, März 1977, S. 76, 77).


-(Entnommen aus der WTG-Literatur)-


 
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RE: „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#14 von Philos , 23.08.2010 14:18

Lieber Jurek,
wenn auch deine Kommentare immer länger und zahlreicher werden ändert dies nichts an der Tatsache, dass nicht eine einzige der 5000 Handschriften des NT den Namen Jhwh enthält ! Dass der Gottesname Jhwh im AT beibehalten werden soll habe ich selbst begründet und wie ich schon sagte, verwende ich ihn auch und mache ihn bekannt.

Was wir unter dem Thema : „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12) ... "als der Name Jesu" hier besprechen ist keine Nebensache sondern die zentrale Lehre des Christentums. Wenn du einen Zeugen Jehovas fragst "welchen Namen müssen wir anrufen um gerettet zu werden?" wird er ohne zu zögern antworten : "Jehova". Alle andere Christen werden aber antworten: "Jesus". Wieso ? JZ sind sehr im Irrtum und wiegen sich in einer falschen Sicherheit. Ihnen entgeht welche wichtige Rolle Jesus innehat. Nehmen wir als Beispiel folgenden Text des Paulus :
9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. 11 Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16): »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« 12 Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. 13 Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden« (Joel 3,5). 14 Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? - Römer 10:9-14 Luther Aus dem Kontext geht deutlich hervor, dass hier der Name Jesu gemeint ist ! Jehovas Zeugen sagen aber, aufgrund ihrer NW-Übersetzung, dass hier die Rede von Jehova ist :
9 Denn wenn du dieses ‘Wort in deinem eigenen Mund’, daß Jesus Herr ist, öffentlich verkündigst und in deinem Herzen Glauben übst, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden...13 Denn „jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden“. Römer 10:9+13 NWÜ[blau] JZ haben hier Jehova hinzugefügt, was eine Fälschung ist da Jehova in keiner griechischen Handschrift des NT zu finden ist.
Haben die religiösen Führer der ZJ nicht verstanden, dass
- unter dem Gesetzesbund jene gerettet werden sollten, die den Namen Jhwh anriefen gemäß Joel 3:5 ?
- unter dem neuen Bund Joel 3:5 sich aber auf Jesus bezieht, den man gemäß Gottes Wille nun anrufen soll um gerettet zu werden ?
Darum sagt Petrus, erfüllt mit hl Geist:
[blau]8 Da sprach Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, ... Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, ... es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. - Apg 4:8-12.

Genau das ist der Wille Gottes ! Hallelu-Yah !
LG Philos


... damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. - Johannes 5:23

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RE: „kein anderer Name unter dem Himmel“ (Apg 4:12)

#15 von Jurek , 24.08.2010 18:03

H a l l o !

Ich versuche also kürzer:

nicht eine einzige der 5000 Handschriften des NT den Namen Jhwh enthält
= WAS ändert das an dem, dass schon damals:
1) Der Name GOTTES aus den AT-LXX auch verschwand – warum dann nicht aus den Abschriften des NTs?
2) Von den 5000 Handschriften des NTs, gibt es keine, die aus dem ersten Jh. stammen würden, sondern oft viel später!
3) Unvorstellbar, dass JESUS den Namen GOTTES nicht verwendete, und damit dann seine Jünger!
______________

JESUS erfüllt sehr wichtige Rolle im VORSATZ GOTTES.
Apg 4:12 soll darüber nicht hinwegtäuschen, dass JESUS zur VERHERRLICHUNG GOTTES eingesetzt ist, bis zu der Zeit, wo dann VATER allem alles sein wird. (Phi 2:11; 1.Kor 15:28). JESUS ist „nur“ der WEG zum VATER, und nicht das Endziel (Joh 10:9; 14:6). Die Christenheit bleibt aber in der Tür stehen! = Ist das kein Problem?

Zu dem von dir zitierten Text aus Apg 4:8,9 = das ist ein gutes Beispiel um die Problematik zu erklären:
In KEIMEM ANDEREN das Heil als in JESUS? KEIN ANDERER NAME…, als JESUS?
= Das wurde an Leute geschrieben, die an GOTT glaubten und IHN kannten, im Gegensatz zu den vielen Kirchengehern! …

Herzliche Grüße!


 
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