Jer 29:10

#31 von Jurek , 20.01.2011 17:36

Einige Christen sprechen davon, dass es eine 70-jährige Gefangenschaft des Volkes Israel in Babylon gab, unter der Regentschaft von Nebukadnezar.
Die Aussagen darüber sind aber widersprüchlich. Was stimmt dann wirklich davon?


 
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RE: Jer 29:10

#32 von Georg , 22.01.2011 10:34

Ich hab' zum Thema eine Kopie, die ich hier reinstellen möchte.

Lieber Gruß
Georg


Angefügte Bilder:
Neubabylonische Chronologie.jpg  
 
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RE: Jer 29:10

#33 von Jurek , 16.02.2011 11:53

Danke dafür!


 
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RE: Jer 29:10

#34 von Jurek , 20.10.2011 06:47

Im Grunde beziehen sich die Aussagen auf den Propheten Jeremia und 'seine' Vorhersage über die 70 Jahre, auch wenn hier auch ein anderer Bibelschreiber jetzt dran kommt, der Sacharja.

Der Schreiber @Matthäus hat u. a. an einer anderen Stelle geschrieben:

>>Aber wir können den Fall Jerusalems anhand der Bibel berechnen: Wir brauchen nur zu wissen, wann starb der König Josia, in denselben Jahr wurde sein Sohn Jojakim König.
Wenn man dann Jeremia 25:1 liest, da steht „Das Wort, das an Jeremia erging über das ganze Volk von Juda im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, das ist das erste Jahr des Königs von Babylon.
Liest man dann weiter in Jeremia 52:12-14 kam Nebusadaran der Oberste der Leibwache des Königs von Babylon nach Jerusalem, und hat den Tempel und die gesamten Häuser Jerusalems verbrannt und dir Streitkräfte des Königs von Babylon rissen die gesamten Mauern Jerusalems nieder, kommen wir auf das Jahr 587 V.u.Z.

…Jene aus Sacharja 1:12 und 7:5 die vor allem als biblische Beweise Klarheit bringen würden, werden erst gar nicht angeführt.
In der Heiligen Schrift wird für die Verödung Judas und Jerusalems ein Zeitraum von siebzig Jahren angegeben. Nach der Beschreibung der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier wird in 2. Chronika 36:21 berichtet: „Alle Tage, da es verödet dalag, hielt es Sabbat, um siebzig Jahre zu erfüllen.“
Und nun Lies bitte Sach. 1:12 Da rief der Engel des Herrn: “Herr, allmächtiger Gott! Wie lange soll das noch so weitergehen? Wann endlich hast du Erbarmen mit den Menschen in Jerusalem und in den anderen Städten Judas? Schon siebzig Jahre lang lastet dein Zorn auf ihnen!”
Beachte dabei den Querverweis in der NWÜ hier steht Jer. 25:12 und Dan. 9:2 – beide Stellen schreiben von den gleichen 70 Jahren.
Wann wurden diese Worte von Sacharja verfasst – die NWÜ gibt selbst den Zeitpunkt an: 518 v.u.Z.
Folglich dauerten zu diesem Zeitpunkt die 70 Jahre noch an (was im Kap. 7:5 ein zweites mal bestätigt wird) Gehen wir davon aus das ein Jahr später 517 die 70 Jahre zu Ende waren (515/16 wurde der Tempel wiederhergestellt) dann bitte die 70 Jahre zurück rechnen UND WIR KOMMEN AUF 587 v.u.Z.
<<

Dazu sei auch hier eine Abschlussergänzung aus der Bibel gezeigt:
z.B. es wurde hier Sacharja 1:12 wie auch zum Schluß 7:5 schon genannt. Sacharja spricht in seinen Aussagen (7:1-5) vom 4. Jahr des Darius, d.h. dem Jahr 518/17 v.u.Z. Interessanterweise auch die WTG befürwortet dieses Jahr (da sie wohl oder übel dennoch von weltlicher Chronologie abhängig ist). Sacharja (die Bibel) spricht da von einer Zeit, wonach die Juden seit 70 Jahren alljährlich wegen und seit der Zerstörung Jerusalems fasteten.
Und wenn man die Zeiträume berechnet (wie von @Matthäus vorgeschlagen), dann kommt man auch so nach der Bibel auf das Jahr 587 v.u.Z. =(517+70).


 
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RE: Jer 29:10

#35 von Jurek , 11.03.2012 09:55

Die WTG behauptet, dass die Juden volle 70 Jahre in Babylonischer Gefangenschaft lebten, und das seit 607 v.u.Z. und damit im Jahr 537 wieder aus der BABYLONISCHER(!) Gefangenschaft befreit wurden.
Leider verstricken die sich dabei aber in Widersprüche, wenn sie auch das weltlich anerkannte Jahr 539 v.u.Z. anerkennen. Dem Jahr, an dem der Kyros (Cyrus) Babylon innerhalb kürzester Zeit besiegte.
Das ist so, als ob die WTG behaupten würde, dass die „ZJ“ in KZ der Nazi, nicht 1945 von Alliierten befreit wurden und damit ihre Freiheit erlangten, sondern so lange waren sie gefangen bzw. in Gefangenschaft, solange es danach auch noch die Besatzungszonen gab…
In der Bibel würde doch der verheißene Messias (also der Befreier!) Kyros vorausgesagt! (Jes 45:1). Er hat die Juden im Jahr 539 v.u.Z. befreit und war ihnen auch gut gesinnt. Da hat Babylon als Weltmacht auch aufgehört zu existieren!
Wie kann man da behaupten, dass die Babylonische Gefangenschaft noch 2 Jahre länger gedauert hat!?
Klar, dass es alles noch organisiert werden musste und gewisse Zeit verstrich, als ein Teil der Juden wieder nach Jerusalem zurückkehrte um es aus Schutt und Asche wieder aufzubauen… Außerdem sie haben zuvor sich in Babylon eine gewisse Existenz aufgebaut und so von heute auf morgen sollen sie in eine Einöde gehen und die Stadt aufzubauen? … Nicht alle waren dazu gleich bereit noch begeistert… Schon einst murrten „sie“ gegen Moses, weil er sie aus der Sklaverei aus Ägypten herausgeführt hatte, wo sie ja Gurken, Melonen, Knoblauch.. hatten! …
Das wäre eigentlich logisch und leicht nachvollziehbar! Aber darf ein „ZJ“ das so sehen?
Aber eben weil die WTG das anders als „WAHRHEIT“ seit sehr vielen Jahrzehnten bzw. Jahrhundert vertritt, da wagt niemand dem zu widersprächen, weil man damit der „Stimme Gottes“ nicht widersprechen kann/ darf und nach Apg 5:29(?) nicht vorausdrängen darf??? …


 
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RE: Jer 29:10

#36 von Georg , 18.03.2012 12:01

Ja, ohne die zwei Jahre, keine siebzig Jahre!

Liebe Grüße
Georg


 
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RE: Jer 29:10

#37 von Jurek , 19.03.2012 07:59

„Problem“ ist, dass die WTG doch mal irgendwo wenigstens an welche Daten der weltlichen Archäologie gebunden ist, und das ist es gerade, was ihr das Genick dabei bricht. Denn verwendet man mehr als nur ein Datum der weltlichen Chronologie (was die WTG tut), kommt man ins schleudern. …
Dass die „ZJ“ meinen, mehr der BIBEL zu glauben, ist hier FALSCH, denn sie glauben mehr der WTG bevor sie selbständig (Apg 5:29!) mit dem 1x1 anfangen würden, weil angeblich JEHOVA ist es, der sie so nur über den Kanal lehrt…
Jeder „ZJ“ ist aber bis heute anhand der Bibel zu erklären mir schuldig geblieben, wo gab es jemals so einen „Kanal“ der im Namen GOTTES falsches lehrte (was sich allein auch durch Vergangenheit zeigte)??
Abtrünnigkeit aus GÖTTLICHER Sicht ist nicht einer anderen Meinung zu sein als die WTG, sondern einer anderen Meinung zu sein als JEHOVA! Also Abtrünnige sind eher die „ZJ“, die lieber Menschen als GOTT folgen. Oder sehe ich das falsch? Und JEHOVA und WTG ist doch auch nicht ein und dasselbe (wie das oft in Praxis gehandhabt wird)!
Und warum hat die WTG Jahrzehnte dazu gebraucht mal auch so nebenbei zu erwähnen, dass die Bibelübersetzung wiedergeben Jer 29:10 mit „IN Babylon“? Es gab in Laufe der vielen Jahre tausende(!) Anschriften an die WTG diesbezüglich!
Wer wirklich ehrlich ist, der steht zu seinen Fehlern. Nur Lüge muss sich verbergen……


 
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RE: Jer 29:10

#38 von Georg , 01.04.2012 16:32

Danke Jurek
für Deine interessante Darlegung!

Liebe Grüße,
Georg


 
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Bibellesung (mit Verstand) interessanter gestalten.

#39 von Jurek , 05.05.2012 15:40

Manchmal erscheint das Bibellesen auch mal langweilig, besonders bei den vielen sonderbaren Namen der Stammbäume, wer wem zeugte, und der dann den und den zeugte u.s.w.
Man kann aber auch diese Stammbäume interessanter gestalten. Denn die Namen in der Bibel haben ihre jeweilige Bedeutungen und sagen was aus.
Ja, was sagen diese uns aus, wenn wir uns damit beschäftigen wollen, ohne nur irgendwelche da langweiligen Namen zu lesen und nicht zu wissen, wozu das wirklich gut sein soll?
Nehmen wir als Beispiel die Namen von Adam bis Noah. Damals hat Adam versagt und die Menschen fanden über ihn den Tod erlangt, während über Noah hatte GOTT neue Chancen der Menschheit gegeben, vom neuen anzufangen.
Aber zwischen Adam und Noah gab es noch kein geschriebenes Gesetz GOTTES. Dennoch kannte man die Generationen der damaligen Geschichte.
Welche Botschaft aber erfahren wir über die Namengebungen bis zu Noah?
Wenn wir mal ein Dutzend Namen nehmen (der Geschlechter von Adam bis Noah), dann wollen wir untersuchen, welche Botschaft dahinter stehen mag:

Adam;
Set;
Enosch;
Kenan;
Mahalalel;
Jared;
Henoch;
Methusalah;
Lamech;
Noah.


Die Bedeutung der Namen nacheinander (in Form einer Aussage) sind nun diese:

Der Mensch
ist berufen
tödliche
Trauer,
(aber) der gesegnete Gott
wird herabkommen,
lehren
(dass) sein Tod wird bringen
den Verzweifelten
Trost (oder) Ruhe.


Auf einmal bekommt so eine langweilige Geschichte von fremdartigen Namen doch einen interessanten Hintergrund, oder?
Man ahnt es kaum, wie manchmal solche vermeidlich langweiligsten Texte der Bibel spannend sein können!


 
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1. Könige 22:19, 20 Versammlung im Himmel

#40 von Isai , 02.03.2013 22:40

Hallo


1. Könige 22:19, 20

19 Micha fuhr fort: "Darum hört das Wort Jahwes: Ich sah Jahwe sitzen auf seinem Thron. Das ganze Heer des Himmels stand rechts und links neben ihm.
20 Jahwe fragte: 'Wer ködert Ahab, dass er loszieht und bei Ramot in Gilead fällt?' Der eine sagte dies, der andere das.


Es ist irgendwie beeindruckend (?), dass sich "nur" wegen Menschen auf der Erde so eine große Versammlung mit dem ganzen Heer des Himmels beim VATER versammelt.

Wie seht ihr das?


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: 1. Könige 22:19, 20 Versammlung im Himmel

#41 von Schrat , 03.03.2013 08:24

Lieber Isai,

es ist ebend nicht so, wie uns gottlose "Wissenschaftler" und Philosophen (z.B.Carl Sagan) uns einreden wollen, daß die Erde ein Staubkorn in einem unendlichen oder fast unendlichen in einer Art Evolution hervorgebrachten Universum ist. Wir stehen im Mittelpunkt des Interesses Gottes und seiner heiligen Engelscharen und wahrscheinlich auch im buchstäblichen Mittelpunkt des Universums, wie meine Ausführungen andernorts zu dem Thema zeigen.

Es war des öfteren Gegenstand von Diskussionen innerhalb ZJ-Bruderschaft, wie es möglich ist, daß Engel vom himmlischen Bereich innerhalb so kurzer Zeit zur Erde kommen können, obwohl uns doch angeblich zig Lichtjahre vom himmlischen Bereich trennen. Wenn in Wirklichkeit das Universum "nur" 1/2 Lichttag im Durchmesser ist, wird es auch psychisch möglich, abgesehen davon das evtl. Geistwesen nicht psychischen Beschränkungen unterliegen.

Morgengrüße
vom Schrat


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Jesaja 6:1ff Sah Jesaja JESUS oder JEHOVA?

#42 von Isai , 11.03.2013 21:06

Guten Abend


liest man diese beiden Texte, könnte man schon ins Grübeln kommen (oder?):

Jesaja 6:1-9
1 In dem Jahr als König Usija starb, sah ich den Herrn. Er saß auf einem hoch aufragenden Thron. Die Säume seines Gewandes füllten den ganzen Tempel aus.
2 Umgeben war er von Serafim, majestätischen Wesen. Jedes von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckte es sein Gesicht, mit zweien seine Beine, und mit zweien flog es.
3 Eines rief dem anderen zu: "Heilig, heilig, heilig ist Jahwe, der allmächtige Gott. Die ganze Erde bezeugt seine Macht!"
4 Von ihrem Rufen erbebten die Fundamente der Tempeltore und das ganze Haus wurde mit Rauch erfüllt.
5 Da rief ich: "Weh mir! Ich bin verloren! Ich habe den König gesehen, Jahwe, den allmächtigen Gott! Und ich habe doch besudelte Lippen und wohne in einem Volk, das durch seine Worte genauso besudelt ist!"
6 Da kam einer der Serafim zu mir geflogen. Er hatte mit einer Zange eine glühende Kohle vom Altar genommen
7 und berührte damit meinen Mund. Er sagte: "Die Glut hat deine Lippen berührt. Jetzt bist du von deiner Schuld befreit, deine Sünde ist gesühnt."
8 Dann hörte ich die Stimme des Herrn. Er fragte: "Wen soll ich senden? Wer ist bereit, unser Bote zu sein?" Da sagte ich: "Ich bin bereit, sende mich!"
9 Und er sprach zu mir: "Geh, und sage diesem Volk: / 'Hören sollt ihr, hören, aber nichts verstehen! / Sehen sollt ihr, sehen, aber nichts erkennen!'

Johannes 12:37-42
37 Obwohl Jesus so viele Wunderzeichen vor den Menschen getan hatte, glaubten sie ihm nicht.
38 Es sollte nämlich so kommen, wie der Prophet Jesaja vorausgesagt hat: "Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt? Wer erkennt, dass Gott hinter diesen mächtigen Taten steht?"
39 Sie konnten nicht glauben, weil Jesaja auch Folgendes vorausgesagt hat:
40 "Er hat ihre Augen geblendet und ihr Herz hart gemacht. So kommt es, dass ihre Augen nichts sehen und ihr Herz nichts versteht und sie nicht umkehren, um sich von mir heilen zu lassen."
41 Jesaja sprach hier von Jesus, denn er hatte seine Herrlichkeit gesehen.
42 Dennoch glaubten sogar von den führenden Männern viele an Jesus. Aber wegen der Pharisäer bekannten sie sich nicht öffentlich dazu, denn sie befürchteten, aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden.


Hatte Jesaja vielleicht doch JESUS (in seiner Herrlichkeit) gesehen und nicht JEHOVA auf dem Thron?


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Jesaja 6:1ff Sah Jesaja JESUS oder JEHOVA?

#43 von Schrat , 11.03.2013 21:59

Lieber Isai,

und ich kam auch ganz schön ins schwitzen..... Meine schlauen Kommentare haben mir auch nicht weitegeholfen, weil sie dreieinigkeitsorientiert sind. Von Dreieinigkeitsverfechtern wird diese Bibelstelle Johannes 12:40-42 so ausgelegt , daß Jesaja nicht Jehova, sondern Jesus Christus sah bzw. daß Jehova und Jesus identisch wären.

Doch die Sache verhält sich anders. Daß die Dreieinigkeitslehre falsch ist kann mit vielen Bibeltexten bewiesen werden.
Es ist einfach so, daß in Bezug auf Jesus dasselbe zutraf, wie in Bezug auf Jehova. Im übrigen vertritt Jesus Jehova und durch ihn kommt Jehova "in sein Eigenes" (Johannes 1:11). Nur insofern sah Jesaja Jesu Herrlichkeit und sprach von ihm. Jehova hat Jesus seine Herrlichkeit gegeben, indem er ihn vertritt und was seine Stellung bis zum Ende des 1000-Jahrreiches praktisch dieselbe ist wie Jehova. Es ist so wie wenn der Chef einer Firma für einen bestimmten Zeitraum seinen Sohn als Vertreter bestimmt und in dieser Zeit die Belegschaft auf den Sohn genauso hören muß wie auf den Vater und er auch genauso geehrt werden muß (vgl. Phillipper 2). Und genauso wie damals die Israeliten Jehova nicht "sahen" so erkannten die Israeliten im 1. Jhdt Jehova nicht in Jesus als Sohn und Vertreter.

Außerdem bezieht sich Johannes nicht nur auf Jesaja 6:1 sondern auch auf Jesaja-Texte, die sich eindeutig auf Jesus Christus beziehen.

http://hgp.blogger.de/stories/1621740/

Zitat
Hier wird nicht nur Jesaja 6 zitiert, sondern außerdem noch Jesaja 53. Während in Jesaja 6, wie von unserem Kritiker erkannt, von Jehova die Rede ist, handelt Jesaja 52 und 53 eindeutig von Jesus. Der Text in Johannes 12,41 sagt nicht eindeutig, auf welches der zwei Zitate sich die Bemerkung bezieht; wir haben aber einen hilfreichen Hinweis: "..weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete." Jesaja redete im Kapitel 53 von Jesus, daher ist es sinnvoll, diese Bemerkung auch auf dieses Zitat zu beziehen.

Daher kann man nicht sagen, dass Johannes hier "unmissverständlich" Jesus mit Jehova identifiziert. Stattdessen ist es sehr wahrscheinlich, dass Jesus hier mit dem Gottesknecht und dem Arm Jehovas aus Jesaja 53 identifiziert wird.


Gruß
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RE: Jesaja 6:1ff Sah Jesaja JESUS oder JEHOVA?

#44 von Isai , 11.03.2013 22:11

vielen Dank Schrat (mal sehen, wie lange ich das durchblicke )


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Jesaja 6:1ff Sah Jesaja JESUS oder JEHOVA?

#45 von Schrat , 12.03.2013 14:54

Lieber Isai,

der Text hat mir keine Ruhe gelassen, so daß ich da weiter drüber nachdenken und forschen müssen. Es ist in der Tat ein etwas schwieriger Text. Immer wenn eine Satzkonstruktion mit rückbezüglichen Äußerungen vorliegt, muß man aufpassen, die Satzteile und Gedanken richtig zuzuordnen. Gerade in der Dreieinigkeitslehre hat man häufig falsche Zuordnungen.

Unter http://elijahreturns.hubpages.com/hub/Is...What-Did-he-See habe ich auch noch gute Erklärungen gefunden. Dann müßte man allerdings englisch können, zur Not hilft "Google-Translate".

Zitat
Isaiah and Jesus: Both Spoke of Yahweh’s Glory

Jesus, like Isaiah, he too spoke of Yahweh’s glory, and had made the name of Yahweh known to all [John 17:26]. Jesus [at no time] sought glory for himself, for as he [Jesus] said, “self honor brings no glory”.
Übersetzung: Jesus, sprach auch so wie Jesaja von Jahwes Herrlichkeit und machte den Namen Jahwes allen bekannt (Johannes 17:26). Jesus (sah zu keiner Zeit) seine eigene Herrlichkeit, so wie er (Jesus) sagte: "Sich selbt ehren bringt keine Herrlichkeit" (oder Schmach)



Auf der Web-Site wird zu Recht darauf hingewiesen, daß Jesaja dort eindeutig, Jehova/Jahwe, den Vater Jesu Christi sah. Daran kann kein Zweifel bestehen.

Wir müssen daher wohl in der Tat die Anführung aus Jesaja durch Johannes als eine Art Beispiel ansehen, so wie ich das in meinem Kommentar ja auch gemacht habe. So wie die Israeliten der Tage Jesajas Jehova nicht erkannten, so erkannten die Israeliten der Tage des Johannes Jehova nicht, der sich durch Jesus offenbarte. Und so dürfen wir nicht den Fehler machen, das "ihm" in Vers 41 (gemeint ist Jehova) mit dem "bekannten sie (ihn = Jesus)" in Vers 42 gleichzusetzen! Es besteht keine "Personalunion" zwischen Jehova und seinem Sohn Jesus Christus. Es sind zwei unterschiedliche Personen, die aber "eins" in ihrem Sinn sind. Jesaja redete von beiden, von Jehova in Jesaja Kapitel 6 und in anderen Kapiteln (z.B. Jesaja Kapitel 53) auch vom Messias. Beim Lesen von Johannes Kapitel 12 müssen wir darauf achten, die Gedanken richtig zuzuordnen.

Eine Gleichsetzung von Jehova und seinem verheissenen Messias kam für die Juden der Tage Jesu und auch der heutigen Juden niemals in Frage und ist völlig abwegig. Deswegen kann dies Johannes - ein Jude und später Christ - keinesfalls gemeint haben.

Gruß
vom Schrat


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Israel
Trinität

Joh 3:16
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