RE: Hiob und seine Einstellung zum Leid

#61 von Georg , 31.07.2016 07:33

Guten Morgen ihr Lieben!

Also die Frage nach dem warum und wieso hat Gott das Leid so lange und überhaupt zugelassen, lässt schon viele Menschen daran zweifeln, ob es Gott überhaupt gibt.
Schon Hiob mußte erstmal begreifen, daß Gott keiner ist wie du und ich, der einfach nur die Bösen pauschal straft und die Guten belohnt und daß das alles nur was mit Gott zu tun hat.
Manche gut gemeinten Worte können durchaus verletzen, wie die Aussage einer seinen Freunde die nur gut meinten.-
Wenn man also alles aus der Bibel heranzieht, auch in dem Kommentar zitierten Römerbrief des Heiligen Apostel Paulus, dann erfährt man mehr zu der Thematik und Hintergründen, als dem Hiob damals bekannt sein konnte.
Ich vertraue in Gott und weiß,daß er nur das Beste für uns will. Und zu seiner Zeit das Beste auch bringen wird. Und den Verursacher wird er strafen.
Halten wir durch!!!!:)

Liebe Grüße von Georg


 
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RE: Hiob und seine Einstellung zum Leid

#62 von Schrat , 31.07.2016 15:58

Lieber Georg,

aufgrund der im Garten Eden durch den Sündenfall entstandenen Situation konnte Gott nicht anders handeln, ohne seine Gerechtigkeit zu verlieren. Es war der Befehl ergangen "....werdet fruchtbar und werdet viele und haltet euch die Erde untertan....." Das war wie ein Pfeil, der abgeschossen worden ist, der nicht wieder zurückgenommen werden konnte.Gott konnte also nicht, wie manche denken, einfach Adam und Eva aus dem Dasein nehmen und sich einen neuen Adam und eine neue Eva schaffen.Dann wäre er unglaubwürdig geworden und das was in Psalm 33:9 steht, nämlich, wenn Gott spricht, dann geschieht es. Gott hätte gesprochen und es wäre nicht geschehen.

Die Gerechtigkeit Gottes ist höher zu bewerten, als die Gerechtigkeit des Menschen, auch wenn der Mensch meint zeitweilig ungerecht behandelt zu werden und es manchmal auch tatsächlich der Fall ist. Zeitweilig werden wir das auch und selbst Gott selbst gab das zu, wenn er im Buch Hiob sagt, daß er - weil er es dem Teufel gestattet hat - Hiob ohne Ursache geschlagen hat. Hiobs Beurteilung war also garnicht so verkehrt, wenn man es auf die damalige Zeit und sein damaliges Leiden bezieht.

Aber an dieser Situation war aufgrund der höher zu bewertenden Gerechtigkeit Gottes nichts zu ändern. Das ist das, worauf ihn Elihu hinwies, wenn er sagte, daß die Gerechtigkeit Gottes höher zu bewerten ist als die Gerechtigkeit Hiobs.

Wenn wir deshalb nicht ermatten (Gal 6:9,Jak 5:11) werden wir zu seiner Zeit ernten und alle Ungerechtigkeit und alles Leid wird ausgeglichen sein und wir werden uns der früheren Dinge nicht mehr erinnern .

Gruß
vom Schrat


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RE: Hiob und seine Einstellung zum Leid

#63 von Georg , 31.07.2016 16:05

Lieber Schrat

vielen lieben Dank für deine Erklärungen!!;)

Liebe Grüße von Georg


 
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Noch ein Link zur WTG-Chronologie

#64 von Jurek , 04.03.2017 10:21

Auf der vorigen Seite gab es die Diskussion wegen Jer 29:10 etc.
Hier noch eine interessante Auseinandersetzung mit der WTG Chronologie:
https://sites.google.com/site/glaubebibe...schaft-babylons
Soll darin was falsch sein?


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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70 Jahre für Babylon

#65 von Schrat , 04.03.2017 13:06

Lieber Jurek,

auch wenn es vielleicht Einzelne gibt, die ebenso wie Zeugen Jehovas von der 70-jährigen Gefangenschaft der Juden in Babylon sprechen, so ist diese These jedoch nicht haltbar, weil es "für Babylon" und nicht "in Babylon" heißen muß und diese Frist begann schon bevor Jerusalem zerstört wurde.

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum das mit "70 Jahre in Babylon" nicht hinkommt. Sacharja, "...haben wir die 70 Jahre umsonst gefastet...." bezieht sich auf eine andere Angelegenheit.


Es gibt zwei verschiedene "70 Jahre". Wie sagte noch der hochverehrte C.T. Russell? Es sei wichtig, daß man das Wort recht scheide. Er hat sich dann zwar selber nicht daran gehalten, und das Wort nicht recht geschieden, aber der Grundsatz war schon richtig.

Prof. D.J. Wiseman - oft in unserer Literatur zitiert - schreibt: ...im Jahr 609 v.u.Z. hörte Assyrien zu existieren auf und die Babylonier übernahmen das Gebiet (The New Bible Dictionary, 1982, S. 101). Also dauerte das babylonische Weltreich genau 70 Jahre ! In diesem Jahr fiel Charran, und das Assyrerreich hatte eindeutig Babylon als dominierender Macht in diesem Bereich Platz gemacht. So wechselte 609 v.u.Z. die Oberherrschaft über „diese Nationen“ von Assyrien auf Babylon. Einige Nationen fielen sofort unter Babylon, andere folgten bald darauf.

<Jeremia 25:11>"Und dieses ganze Land soll ein verwüsteter Ort werden, ein Gegenstand des Entsetzens, und diese Nationen werden dem König von Babylon siebzig Jahre dienen müssen. "
Die 70 Jahre waren 70 Jahre der Knechtschaft der Nationen um Babylon einschliesslich Jerusalem und nicht 70 Jahre der Zerstörung Jerusalems.


Auch ein Abgleich mit den Angaben Sacharjas bestätigt das Jahr 587 für die Zerstörung Jerusalems.

<Sacharja 1:12> Da antwortete der Engel Jehovas und sagte: O Jehova der Heerscharen,wie lange wirst du selbst dich Jerusalems und der Städte Judas nicht erbarmen, die du diese siebzig Jahre öffentlich verurteilt hast? "Die 70 Jahre dauerten also noch an! Hätten sie 20 Jahre früher mit dem Fasten aufgehört, ergäbe diese Frage keinen Sinn.

Wir müssen die 70 Jahre aus Jeremia 29:10 von den 70 Jahren in Sacharja unterscheiden. Als die Frage in <Sacharja 1:12> geäussert wurde, waren die Israeliten längst wieder in ihrer Heimat, die von Jeremia geäusserten 70 Jahre waren längst abgelaufen. Hier ging es darum, dass sich kein Segen einstellen wollte, obwohl sie wieder in ihrer Heimat waren.

Auch die Bibel enthält das Datum 587 v.u.Z und nicht 607 v.u.Z. Aus <Sacharja 7:1-5> erfahren wir, dass im 4. Jahr des Darius (518/517 nach der Chronologie der WTG) die Juden seit 70 Jahren - Gott selbst hat dies errechnet - alljährlich wegen und seit der Zerstörung Jerusalems fasteten. Da 517+70=587 ergibt ist ohne Zweifel das Datum der Zerstörung Jerusalems gemäß der Bibel 587 v u Z. Die Israeliten fragten danach, ob sie mit dem Fasten fortfahren sollten, also waren die 70 Jahre noch nicht vorüber.

Das Fasten begann mit der Zerstörung Jerusalems, die 70 Jahre nach Jeremia 29:10 aber mit der Gewalt Nebukadnezars über die Nationen. In dem Buch "Das Paradies für die Menschheit durch die Theokratie wiederhergestellt Seite 235 : " Die Dinge, an die man sich ...durch ein Fasten erinnerte, das heißt der Beginn der Belagerung Jerusalems, das Erbrechen der Mauern Jerusalems durch die Babylonier und die Zerstörung Jerusalems und seines Tempels durch die Heere Babylons ..."

Gruß
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RE: 70 Jahre für Babylon

#66 von Jurek , 04.03.2017 19:01

Vielen Dank Schrat für deine interessanten Ausführungen dazu.

Wie tut dann die WTG das erklären (wegen dann der Zerstörung Jerusalems aus der Sicht der Bibel), wenn sie sich auf das Jahr 419/18 v.u.Z. bezieht?

Und zu der Aussage:

Zitat
Also dauerte das babylonische Weltreich genau 70 Jahre !


Das spätbabylonische Reich herrschte ab 626 v.u.Z.
Bis zum Jahr 610 v.u.Z., also schon lange nach dem Tod Assurbanipals, war Assyrien den Babyloniern unterlegen, bis eben zur der Thronbesteigung Nebukadnezzars des II. im Jahr 605 v.u.Z. völlig besiegt (Unterwerfung unter Babylonische Herrschaft).
Eine Macht löste die andere ab und erhob sich zu einer erneuten „Weltmacht“.

Was ist deine Meinung dazu?

Gruß

--------------------------------
K O R R E K T U R :
Mir ist ein Verschreib-Fehler passiert: Es sollte ja natürlich heißen „519/518 v.u.Z.“.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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RE: 70 Jahre für Babylon

#67 von Schrat , 04.03.2017 21:39

Lieber Jurek,

irgendwie kapier ich das nicht mit Deiner Angabe "419/418 v.u.Z.", denn die WTG gibt ja für die Zerstörung Zerusalems durch die Babylonier das Jahr 607 v.u.Z. an, obwohl sowohl nach "weltlicher" als auch nach biblischer Berechnung 587 das richtige Datum wäre. Dann kommt das mit der "Sieben-Zeiten-Berechnung" der WTG natürlich nicht mehr hin und deswegen halten sie ja auch stur daran fest. Alles was an die Sieben-Zeiten-Berechnung und das darauf relutierende Datum 1914 dann gehängt wird, wäre dann ja hinfällig. Also auch die "Unsichtbare Gegenwart Christi" und der darauf phantasievoll aufgebaute eigene Machtanspruch.

Gruß
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weltliche Zeitgeschichte im Spiegel der Bibelaussagen

#68 von Jurek , 05.03.2017 07:03

Hallo Schrat,

Zitat
irgendwie kapier ich das nicht mit Deiner Angabe "419/418 v.u.Z.", denn die WTG gibt ja für die Zerstörung Zerusalems durch die Babylonier das Jahr 607 v.u.Z. an, obwohl sowohl nach "weltlicher" als auch nach biblischer Berechnung 587 das richtige Datum wäre.


Entschuldigung, das ist ein Verschreibfehler meinerseits. Es sollte ja natürlich heißen „519/518 v.u.Z.“.
Du rechnest mit 517. Wo gibt die WTG dieses Jahr an?
Aber das ist jetzt nicht so wichtig …
Viel wichtiger wäre es mir (da hier nicht speziell um die WTG geht sondern um) die von verschiedenen Seiten geäußerten Aussagen zur Bibel, aus geschichtlicher Sicht.
Wie soll man bei Bibellesung diese verschiedene Aussagen zeitlich richtig einordnen mit den weltlichen Daten die ich angegeben habe?
Könntest du daher bitte noch auf den zweiten Teil meiner Aussagen im Posting #66 eingehen?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
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RE: weltliche Zeitgeschichte im Spiegel der Bibelaussagen

#69 von Schrat , 05.03.2017 15:23

Lieber Jurek,

ich hab es auch nicht so mit geschichtlichen Jahreszahlen. Das fiel mehr schon früher in der Schule schwer, mir die zu merken. Nur ganz wichtige Daten habe ich mir gemerkt, wie der 30-jährige Krieg 1518-1548, der Krieg Deutschland-Frankreich 1871, dann die Weltkriege. Aber was darüber hinaus ging, fiel mir schwer zu merken, weil zu abstrakt und mit dem täglichen Leben kaum was zu tun. Aber halt: "im Jahre 333 da gabs ne Riesenkeilerei....." Richtig, daß war Alexander der Große

Das änderte sich, als ich Zeuge Jehovas wurde. Da wurde man damit ziemlich konfrontiert. Z.B. in dem dicken Wälzer über Babylon die Große.

Das mit dem Jahre 518/517 nimmt auf eine andere Sache Bezug. Die Angelegenheit die im Buch Sacharja beschrieben wird, wo vom 4. Jahr des Darius die Rede ist und die Frage gestellt wurde "...wie lange noch...." (sollten sie fasten).


Auch mmit der Hilfe der Bibel kann man das richtige Datum 587 v.u.Z und nicht 607 v.u.Z. ermitteln. Aus <Sacharja 7:1-5> erfahren wir, dass im 4. Jahr des Darius (518/517 nach der Chronologie der WTG) die Juden seit 70 Jahren - Gott selbst hat dies errechnet - alljährlich wegen und seit der Zerstörung Jerusalems fasteten. Da 517+70=587 ergibt ist ohne Zweifel das Datum der Zerstörung Jerusalems gemäß der Bibel 587 v u Z. Die Israeliten fragten danach, ob sie mit dem Fasten fortfahren sollten, also waren die 70 Jahre noch nicht vorüber.

Das Fasten begann mit der Zerstörung Jerusalems, die 70 Jahre nach <Jeremia 29:10> aber mit der Gewalt Nebukadnezars über die Nationen. In dem Buch "Das Paradies für die Menschheit durch die Theokratie wiederhergestellt Seite 235 : " Die Dinge, an die man sich ...durch ein Fasten erinnerte, das heißt der Beginn der Belagerung Jerusalems, das Erbrechen der Mauern Jerusalems durch die Babylonier und die Zerstörung Jerusalems und seines Tempels durch die Heere Babylons ..."

Auch astronimische Berechnungen weisen auf das richtige Jahr 587 hin

Gruß
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RE: weltliche Zeitgeschichte im Spiegel der Bibelaussagen

#70 von Jurek , 05.03.2017 16:51

Danke Schrat für die wiederholten Gedanken.
Einiges zu den Daten steht ja in Wikipedia.

Ich meinte, dass das spätbabylonische Reich herrschte ab 626 v.u.Z.
Im Jahr 612 v.u.Z. hatte Nabopolassar mit Hilfe der Meder, Assyrrer bezwungen.
Da war Nebukadnezzar II. noch lange nicht an der Macht.
Bis dann zum Jahr 610 v.u.Z. war Assyrien den Babyloniern unterlegen. Die Thronbesteigung Nebukadnezzars des II. war erst dann im Jahr 605 v.u.Z., wo er diese Assyrer endgültig unter Babylonische Herrschaft unterknechtete.
Eine Macht löste also die andere ab und erhob sich zu einer erneuten „Weltmacht“.

Welche Rolle spielt zeitlich betrachtet also der 2.te Nebukadnezar in biblischer Geschichte?
Falls du mal wann noch über das Thema "stolpern" solltest, wäre es schön, wenn du dazu noch was schreiben könntest.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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RE: weltliche Zeitgeschichte im Spiegel der Bibelaussagen

#71 von Schrat , 05.03.2017 17:40

Lieber Jurek,

ich weiß nicht woher du die abweichenden Jahreszahlen hast und wie gut sie begründet sind. Aufgrund der von mir geschilderten Gesamtumstände, halte ich die von mir aufgegriffenen Jahreszahlen, was die Herrschaft der Babylonier anbelangt, für die richtigen. Nur dann kommt es hin mit "70 Jahre für Babylon".

Der ehemalige Zeuge Jehovas und Historiker Carl Oloff Jonsson kommt auf dieselben Zahlen. Ich meine nicht, daß er die aus den Fingern gesogen hat, sondern da diese sorgfältig recherchiert und begründet sind.

Jahreszahlen der weltlichen Geschichte, die ein anderes Ergebnis erbringen, als ein Vergleich mit biblischen Angaben ergibt, halte ich deshalb für falsch! Denn Gottes Wort ist Wahrheit und vom Heiligen Geist überwaltet. Bei Abweichungen zur weltlischen Geschichte sollte ein Christ daher immer den Angaben, die mit der Bibel harmonieren, den Vorzug geben.

Mit 70 Jahren in Babylon kommt auch aus einem weiteren Grund nicht in Betracht. Begründet wird die Verödung Israels auch damit, "....damit das Land seine Sabbathe erfüllt....". (2. Chr 36:21). Wenn wir von 70 Jahren ausgehen, hätte das soweit zurückgereicht, daß Israel gar niemals die 7-jährigen Jahressabbathe gehalten hätte. Wenn wir aber von 50 Jahren Gefangenschaft der Juden in Babylon ausgehen, dann reicht das in die Zeit der Teilung des Landes unter Jerobeam!

Gruß
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RE: weltliche Zeitgeschichte im Spiegel der Bibelaussagen

#72 von Jurek , 06.03.2017 06:44

Hallo Schrat,

Zitat
ich weiß nicht woher du die abweichenden Jahreszahlen hast und wie gut sie begründet sind.


Wie ich schon schrieb und auch verlinkt habe, sind diese aus Wikipedia entnommen.
Wenn diese Jahreszahlen nicht gut begründet wären, wieso dann 518 v.u.Z.?
Ohne der Weltgeschichte kann man dazu die Zuordnung der Aussagen der Bibel in der Geschichte vergessen.

Zitat
Jahreszahlen der weltlichen Geschichte, die ein anderes Ergebnis erbringen, als ein Vergleich mit biblischen Angaben ergibt, halte ich deshalb für falsch! Denn Gottes Wort ist Wahrheit und vom Heiligen Geist überwaltet. Bei Abweichungen zur weltlischen Geschichte sollte ein Christ daher immer den Angaben, die mit der Bibel harmonieren, den Vorzug geben.


Dieses Problem hat auch die WTG, die das meint. Aber dass sowohl die Bibel als auch die Geschichte übereinstimmen, aber der Ausleger davon die Fehlerquelle ist, das wird am wenigsten bedacht…

Vielleicht hast du die Möglichkeit (weil du mehr als ich in anderen chr. Foren schreibst), dort wem dazu was zu fragen? Es ist sicher nicht verkehrt sich diesbezüglich Gedanken zur Geschichte und zur Bibel zu machen.
Dann könntest du mal wann deine Ergebnisse der Forschung reinbringen.

Gruß


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Kompetente Wissenschaftler kommen auf mehreren Wegen auf das Jahr 587

#73 von Schrat , 06.03.2017 07:41

Lieber Jurek,

wie ich schon sagte, wir können der Bibel mehr glauben, als gewissen Angaben der Weltgeschichte, die der Bibel widersprechen! Nicht die Bibel und deren Angaben können wir im Zweifelsfall vergessen, sondern die davon abweichenden Angaben der "Weisen dieser Welt". Aber nicht alle "Weisen" weichen davon ab. Lügipedia hat sich halt mal solcher "Weisen" bedient, die abweichende Angaben machen und das gibt ja auch auf so manch anderem Gebiet. Es gibt angesehene Historiker, die zu anderen Ergebnissen kommen als Lügipedia und auf die berufe ich mich und auf die beruft sich Haugland und auf die beruft sich Carl Olaf Jonsson.

Gib mal unter google "4. Jahr des Darius" und "518" ein. Du wirst jede Menge an Web-Sites aufgeblättert bekommen, die diese auch von der WTG verwendete Jahreszahl anzeigen! Da liegt die WTG richtig!

z.B. Vanheiden, der ansonsten Zeugen Jehovas kritisch gegenübersteht, geht auch vom Jahr 518 als dem 4. Jahr des Darius aus! Und du findest jede Menge anderer kompetenter Leute, die auch von diesem Jahr ausgehen.

http://alt.kh-vanheiden.de/ProphGesch/37-bibzeit.htm
http://www.sektenausstieg.net/sekten/69-...607-587-dilemma

Das Jahr 587 für die Zerstörung Jerusalems ist ja auf vielfältige andere Weise als gesichert anzusehen. Auf die Gründe dafür hatte ich schon hingewiesen. Sowohl die Keilschriftdokumente als auch die Astronomie weisen auf das Schlüsseldatum 539 als dem Jahr hin, in welchem Babylon von Kores erobert wurde. Und 2 Jahre später erfolgte dann die Befreiuung der Juden aus Babylon. Und von diesem Datum aus rückrechnend kommt man nicht auf 587 sondern auf den Beginn der Herrschaft der babylonischen Dynastie. Und deswegen muß Wikipedia falsch liegen, wenn diese beim 4. Jahr des Darius nicht von 518 ausgeht. Wenn man also vom Jahr 518 als dem 4. Jahr des Darius ausgeht, kommt man rückrechnend auch auf das Jahr 587 als dem Jahr der Zerstörung Jerusalems. Also ist diese Jahreszahl 518 richtig und jede andere genannte Jahreszahl falsch.

Auch Wikipedia nennt das Jahr 587 v.u.Z. als das Jahr, in welchem Jerusalem zerstört wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/587_v._Chr.

Aber wie auf so vielen anderen Gebieten: Du glaubst gewissen weltlich Weisen mehr als Gott und seiner Bibel, wenn es darauf ankommt! Schade!

Gruß
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RE: Kompetente Wissenschaftler kommen auf mehreren Wegen auf das Jahr 587

#74 von Hervé Noir , 06.03.2017 18:01

Zitat
... wie der 30-jährige Krieg 1518-1548...


Machen wir 1618-1648 draus, lieber Schrat. Wohl ein Schreibfehler...

Im Übrigen sehe ich In Deiner von der Schrift abgeleiteten Berechnung der 70 Jahre nichts Widersprüchliches.

Grüße

Hervé Noir  
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RE: Kompetente Wissenschaftler kommen auf mehreren Wegen auf das Jahr 587

#75 von Schrat , 06.03.2017 21:51

Vielen Dank, lieber Herve,

für die Richtigstellung. Ich sag ja, ich habs nicht so mit Geschichts-Jahreszahlen....

Und Karl der Große war so um 800, stimmts?

Gruß
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