Welches Ziel verfolgen Christen?

#1 von Jurek , 27.12.2010 08:55

Viele Gläubige sprechen davon, dass sie dem Ziel entgegen streben, mal im Himmel oder auf der Erde ewig leben zu können.

Ich möchte dazu (hinter)fragen, ob es wirklich das dieses ZIEL ist, für was man ein Christ ist?
Sozusagen:
„Was bekomme ich dafür, dass ich ein Christ bin, der sich dafür abmüht und damit auch mancherlei Probleme erduldet? Für was für ein Ziel lebe ich? Primär für’s LOHN „ewiges Leben“!“ …

Daher meine etwas „provokante“ offene Frage nur mal zum Nachdenken stellen (wiewohl unser Ziel fürs ewige Leben sehr berechtigt ist!):
WAS würde jemand mit seiner christlichen Einstellung tun, wenn er dann wüsste, dass er/sie doch kein ewiges Leben für eigene Schuld nicht bekommen wird?

Martin Luther hat mal geschrieben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.
Drüber nachzusinnen erscheint mir wichtig!
Denn in der Regel würden doch die Leute damit aufhören! Man braucht doch kein Bäumchen zu pflanzen, der erst lange Zeit wachsen müsste, wenn schon morgen die Welt untergeht! …

Aber der Sinn von der Geschichte wäre m. E. dieser, dass unabhängig der Umstände, wir als Christen tun Dinge nicht primär aus EIGENNÜTZ, sondern um GOTT zu gefallen!

Wenn ich wüsste, dass JESUS mich wegen meiner schlechten Einstellung und Taten doch vernichten wird, möchte ich noch (so lange ich dazu noch Möglichkeit habe, GOTT preisen für Seine wunderbaren Taten, und dass ER auch für die Zukunft seine Verheißungen Wahrmachen wird! Hallelujah!

Denn auch im Spiegel der mancher Erfahrungen mit manchen Gläubigen, die speziell (durch ihre Reden) scheinen primär nur aus „Ego-Geründen“ GOTT zu dienen (…), war mir auch die Ansprache von Pastor Wegert von der Hamburger „Arche“ im Gedächtnis geblieben:
Er sprach S.g. davon, dass eine Ehefrau fragt ihren Ehemann, ob er sie liebt (die Frauen mögen besonders gerne das immer wieder bestätigt zu bekommen und das ist auch sehr gut so und wichtig!)?
Er meinte, „JA! Natürlich liebe ich dich sehr!“
Sie: „Ja, aber warum liebst du mich denn so sehr?“
Er: „No ja…, also weil du nicht nur schön und lieb bist, sondern auch gut kochen kannst, kümmerst dich fleißig um Haushalt, schön singen kannst…“
Sie: „Ja, aber was ist dann mal, wenn ich nicht mehr so schön bin und nicht mehr so gut kochen kann und mich nicht mehr fleißig um Haushalt kümmern kann, und nicht mehr schön singen kann und all die anderen Sachen? Was ist dann?“
Er: „…… Ja, also … ich liebe dich doch! Das weißt du doch!“ …

Ja, die christlichorientierte Frau wollte nicht nur auf sich Bezug nehmen, sondern auch auf GOTT. Denn ER liebt uns nicht WEIL…, sondern ER hat uns schon geliebt, als wir Sünder waren und völlige Versager! … ER hat schon damals für uns das Allerbeste gegeben, ohne welchem Eigennutz!


 
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An was erkennt man wahre Christen?

#2 von Jurek , 19.05.2011 15:48

Dazu die Arche-Predigt vom 10. April, wo es u. a. hieß:

Zitat
Natürlich haben wir alle irgendwie ein allgemeines Wissen über die Bibel, aber kennen wir ihre wesentlichen Lehren wirklich? Wenn dir jemand sagt, es gäbe keine Trinität – bist du dann in der Lage, unvermittelt mit zwei oder drei biblischen Passagen zu antworten, die die herrliche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes darlegen? Wenn dir gesagt wird, es gäbe keine vorbestimmten Ratschlüsse Gottes und Er hätte keine festgelegten Pläne mit uns Menschen – bist du spontan in der Lage, anhand des Wortes Gottes massiv das Gegenteil zu beweisen?
Wenn dich jemand fragt, warum Millionen und Abermillionen Menschen seit dem Sündenfall bis heute nie das Evangelium gehört haben – kommst du dann wegen der gängigen Vorstellung, dass ein liebender Gott doch alle Menschen gleich behandeln müsse, ins Schleudern? Oder kannst du frei heraus die Bibelstellen nennen, die belegen, dass Gott ein absolut gerechter Gott ist, auch wenn Er nur dem allergeringsten Teil der Menschheit die Gnade schenkt, je das Evangelium zu hören? Und wenn dir jemand sagt, dass du als Gotteskind noch lange nicht gerettet bist, sondern du durchaus noch verloren gehen kannst – stehst du dann auf dem sicheren Grund göttlicher Verheißungen, dass du durch den Heiligen Geist bis in Ewigkeit versiegelt bist und niemals mehr verloren gehst? Oder läufst du Gefahr, dir von Pseudoauslegern die Gewissheit deines Heils rauben zu lassen? Merkst du, wie wichtig Erkenntnis Gottes ist?


Was wäre dazu zu sagen?


 
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RE: An was erkennt man wahre Christen?

#3 von Jurek , 20.05.2011 07:30

Ja, die Erkenntnis GOTTES (nicht seitens der Menschen ihre versch. schon eingeprägte Auslegungen) ist wichtig!
Viele, die sich zum Christentum bekennen, können auch nicht wirklich scheinbar die fundamentale(!) Lehre über die Trinität erklären, geschweige die zu verstehen und das auch noch mit anderen einheitlich!
Wenn Pastor Wegert sagt, dass die Grundlegende Botschaft der Bibel auch jedes Kind verstehen kann, dann wird diese Lehre, die man als fundamental bezeichnet, nicht dazu gehören…

Auch dass man als Kind GOTTES jetzt schon für alle Zeiten versiegelt ist und nimmermehr verloren gehen kann, finde ich bis jetzt so auch nicht in der Bibel.
In dem Zusammenhang würde mir auch sonderbar die Aussage der Bibel (Mt24/13) erscheinen, wonach da die Rede davon ist, dass nur wer bis ans Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. ... Auch die Beispiele nicht nur mit dem ersten Menschnpaar, sondern auch dem Luzifer mit seinen Engeln! .....


 
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RE: An was erkennt man wahre Christen?

#4 von Schrat , 03.04.2012 11:11

Lieber Jurek,

wenn ich auf viele Deiner Aussagen hier antworten würde, dann würde ich sozusagen "Bäume in den Wald tragen", denn mit vielem stimme ich überein. Du drückst das zwar vielfach vorsichtiger und in Frageform aus, weil dies mehr Deinem Wesen und Charakter entspricht, während ich gerne sozusagen oft gleich "in die Vollen gehe".

Im Wesentlichen sprichst Du hier die Problematik an, ob die Liebe von etwas abhängig ist.

Nun von Seiten Gottes sicher nicht - jedenfalls erst einmal. Er hat uns die Hand entgegengestreckt, obwohl wir Sünder sind. Obwohl auf Dauer gesehen, sicher Gott auch erwartet, daß wir seine Liebe dann auch erwidern. Es ist so, wie Johannes sagt, "Gott hat uns zuerst geliebt". Das ist die alles überragende Liebe Gottes zu uns.

Trotzdem glaube ich, daß normalerweise die Liebe auch daran gebunden ist, daß derjenige, den wir lieben auch "liebenswürdig" ist. Das heißt wir lieben Gott, weil wir seine liebenswerten Eigenschaften erkennen einschließlich der liebevollen Fürsorge in mannigfaltiger Hinsicht für uns Menschen. Und deswegen arbeitet der Teufel angestrengt daran, Gott als nicht liebenswürdig erscheinen zu lassen. So wie bei Hiob möchte er, daß wir der Empfehlung der Frau Hiobs folgen "Fluche Gott und stirb", wenn wir denn allerlei Ungemach erleiden müssen, für die oft eigentlich der Teufel direkt oder indirekt (weil er Adam und Eva verführt hat) zuständig ist. Deswegen ist es auch heute noch für mich schier unbegreiflich, daß Hiob trotz seiner Unglücke an Gott festhielt, auch wenn er etwas zu hadern anfing. Wir dürfen ja nicht vergessen, daß Hiob erst einmal nicht den wahren Hintergrund kannte. Wenn sich Gott immer so dargestellt hätte und Unglücke tatsächlich von Gott direkt kämen, dann könnte ich einen solchen Gott nicht lieben.

Und um auf das Beispiel des Pastors aus der "Arche" einzugehen, auch unsere Frau - wenn wir denn verheiratet sind - werden wir aufgrund gewisser Eigenschaften lieben, die für uns diese Frau einzigartig machen. Und diese Liebe - wenn sie denn die "wahre" Liebe ist - ist so stark, daß sie auch Veränderungen und "Tiefschläge" aushält. Auch wenn die Frau dann später nicht mehr so jugendhaft schön ist, werden wir sie weiterhin lieben. Wir werden nicht die Ehefrau unserer Jugend verlassen, wie viele Israeliten der Tage Maleachis es taten. Und diese Liebe erträgt dann auch allerlei, so wie Jehova bei seiner "Ehefrau" Israel.
Natürlich kann auch irgendwann in solch einer Beziehung "das Maß voll sein", genauso wie in der Beziehung zwischen Jehova und Israel.

Gruß
vom Schrat

Deswegen sollten wir so eingestellt sein wie Johannes "nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen".


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RE: An was erkennt man wahre Christen?

#5 von Jurek , 03.04.2012 13:28

Lieber Schrat,

zu meinem „Wesen“…
Ich beanspruche nicht immer im Recht zu sein, während andere es nicht sind, wenn sie einer anderen Meinung sind als ich. Deswegen dieses meinerseits (wie du schreibst) „vorsichtiger und in Frageform“.
Ich finde, dass Fragen und immer wieder Fragen besser sind, als nur was zu behaupten.
Ich lasse mich gerne auch korrigieren. Nur verstehen muss ich das, weshalb ich manchmal doch mit meinen Fragen anderen Schreibern auf dem Geist gehe...

Wir lieben GOTT, weil ER liebenswürdig ist…
Rhetorische Frage: Und weshalb liebt uns GOTT? Weil wir auch so liebenswürdig sind?

Ja, soweit sollen wir in der Beziehung mit GOTT kommen, dass nichts uns von der Liebe GOTTES trennen kann.

Danke für deine interessanten Gedanken!

Gruß!


 
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Wie dient man CHRISTUS?

#6 von Isai , 29.07.2013 15:31

Hallo


Wie kann man CHRISTUS sinnvoll dienen? Was bedeutet es CHRISTUS zu dienen?


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Wie dient man CHRISTUS?

#7 von Schrat , 05.08.2013 21:00

Lieber Isai,

man kann sicher die Frage stellen "Wie kann man Gott dienen...", vielleicht auch mit dem Gedanken, daß Gott doch eigentlich nichts braucht, weil er allmächtig ist, die ganze Fülle der Herrlichkeit in sich trägt und man ihm doch eigentlich nichts schenken kann, weil ihm sowieso alles gehört....

Und doch kann man ihm was schenken! Nämlich unser Herz, unsere Ergebenheit! Und auf diese Weise "dienen" wir ihm! Denn ich meine schon, daß durch das Wirken Satans eine Art "Streitfrage" entstanden ist, in welcher wir auf der Seite Gottes Stellung nahmen können und auch auf diese Weise ihm "dienen". Wir dienen dem, dem wir gehorchen und dem wir ergeben sind, in der Offenbarung mit Zeichen and er Hand oder der Stirn symbolisiert, entweder der Name des Vaters und des Sohnes oder die Zahl "666", dem vom Satan beherrschten politischem oder religiösen Weltsysytem.

Gruss
vom Schrat


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RE: Wie dient man CHRISTUS?

#8 von Jurek , 11.08.2013 12:21

Ich finde die Frage von Isai schon sehr interessant und wichtig:
Wie kann man CHRISTUS sinnvoll dienen? - und: Was bedeutet es CHRISTUS zu dienen?

Auch wenn JEHOVA (wie ich Schrats Ausführung verstehe) die allerhöchste Majestät des ganzen Universums ist, ist es dennoch für Christen doch von Bedeutung, welche Rolle CHRISTUS in unserem Leben als Zeugen JESU (Apg 1:8) spielt!
Zur JEHOVA kann niemand, auch nicht über irgendwelche Organisation noch sonst wie kommen, wenn nicht ZUR und DURCH JESUS gegangen wird. (Joh 1:12,13).
Damit das möglich ist, muss man IN CHRISTUS sein. Denn das eine setzt das andere voraus!
Man muss zuerst eine innige Beziehung zum CHRISTUS haben (Joh 3:3; Gal 2:20; 2.Kor 5:17 u.d.g.) um wirklich ein Christ zu werden und weiter gehen zu können (nicht aus eigener Kraft noch Bemühen)…

Beziehung zum JESUS kann man nur entwickeln, wenn wir:
1) Erkennen, dass wir wirklich Rettung brauchen! (Röm 3:23);
2) Erkennen, dass wir uns selber nicht erretten können! (Gal 2:16);
3) Dass wir ohne dem HERRN JESUS für ewig verloren gehen! (Apg 4:12);
4) Dass JEHOVA für unsere Rettung durch JESUS gesorgt hat! (Joh 3:16);
5) Dass wir unsere Sünden vor dem HERRN bekennen und sein Opfer annehmen! (1.Joh 1:9)…

Es nutzt nicht viel über „Jehova“ zu reden, wenn wir keine innige Beziehung zum CHRISTUS haben und vom neuen geboren werden und an IHN teilhaben (u.a. Joh 6:53).

Erst dann hat das Dienen (durch unser Tun, Sein und Reden) für unseren HERRN JESUS auch eine Bedeutung und Wert.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Die "Übrigen der Toten" nach Offenbarung 20,5
GOTT im AT vs. NT - Unterschied?

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