Sollten sich Christen politisch betätigen?

#1 von Schrat , 24.09.2012 20:34

Guten Tag, liebe Mitchristen

tagtäglich werden wir mit Politik konfrontiert. Sobald wir die Tageszeitung aufschlagen oder den Fernseher anschalten. Wir Christen können dem nicht entgehen, auch mit politischen Fragen konfrontiert zu werden.

Was ist Politik?
Gemäß "Wikipedia"

Zitat
Das Wort Politik bezeichnet die Angelegenheiten, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen. Es umfasst dabei alle Aufgaben, Fragen und Probleme, die den Aufbau, den Erhalt sowie die Veränderung und Weiterentwicklung der öffentlichen und
gesellschaftlichen Ordnung anbelangen.

Der Ausdruck Politik wurde, mit Umwegen über das
Lateinische (politica, politicus), nach griechisch ????t??? (politiká) gebildet. Dieses Wort bezeichnete in den Stadtstaaten des antiken Griechenlands alle diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das
Gemeinwesen - und das hieß zu dieser Zeit: die Polis - betrafen. Entsprechend ist die wörtliche Übersetzung von politiká anzugeben als „Dinge, die die Stadt betreffen" bzw. die „politischen Dinge". In dieser Bedeutung ist „Politik" vergleichbar mit dem römischen Begriff der res publica, aus dem der moderne Terminus der „Republik" hervorgegangen ist. Eine begriffsgeschichtlich besonders prominente

Verwendung fand das Wort als Titel eines Hauptwerks des antiken Philosophen Aristoteles, der Politik.


Jehovas Zeugen sind dafür bekannt, daß sie angeblich "politisch neutral" sind. Man bezieht sich darauf, daß Jesus sagte, daß seine Nachfolger "kein Teil der Welt" sind (Johannes 17:16) und verweist auch auf die "schlechten Früchte" der Politik, nämlich, daß sie viel mit Streit, Krieg und Korruption verbunden ist. Tatsächlich ist Politik oft ein "schmutziges Geschäft".

Auch das Leben und Beispiel der ersten Christen gibt einen Hinweis. Sie haben sich für das Königreich und nicht für politische Dinge der damaligen Zeit eingesetzt und es gibt dementsprechend Berichte aus den ersten Jahrhunderten nach Christus, daß Christen es ablehnten öffentliche Ämter wahrzunehmen. Wir dürfen nicht vergessen, daß der Teufel der Herrscher dieser Welt ist und auch auf dem Gebiet der Politik seine Fäden zieht.

Ich halte die politische Neutralität von Jehovas Zeugen grundsätzlich für richtig und biblisch begründet.

Andere sagen jedoch, daß Christen mitmachen müßten, um die Politik in die richtigen Bahnen zu lenken und Mißstände zu verhindern, sonst wären sie mitverantwortlich.

Das halte ich für einen falschen Gedanken. Als Christen sollen wir für das Königreich Gottes wirken und durch ihre Lehren und ihr christlichen Werke als "Salz der Erde" wirken. Der Teufel gibt dem die Macht, dem er sie geben will, wie er gegenüber Jesus Christus äußerte. Wir werden das als Christen nicht aufhalten können. Auf der anderen Seite ist auch Gott im Spiel und der Teufel kann nur soweit gehen, wie Gott es zuläßt. Gott ist immer noch im "Regiment", wie Luther es ausdrückte.

Die politischen Parteien folgen gewissen Leitsätzen. Die Frage muß für Christen lauten: Könnte ich solchen Leitsätzen folgen, die nicht in Harmonie mit der Bibel sind? PDS und SPD möchten Gott aus der Politik raushalten und polemisieren manchmal sogar gegen Gottgläubige. Bei den Parteien mit dem "C" wird zu Recht gefragt, ob das C da wohl fehlplaziert ist. Christen würden sich in ein "ungleiches Joch" begeben.

In 1. Korinther 5:12,13 hebt Paulus hervor, daß Christen nicht "Dinge da draußen" richten sollten, sondern für die Dinge innerhalb der Versammlung zuständig sind.

Soweit es um die "große Politik" und um Parteipolitik, halte ich die Neutralität für Christen für richtig.

Im kleinen Rahmen, wenn es lediglich darum geht, notwendige praktische Dinge auf örtlicher, schulischer oder betrieblicher Ebene zu regeln und darüber abzustimmen, sehe ich das nicht so. Wenn z.B. mehrere Hauseigentümer an einem Bach sich befinden und es erforderlich ist dort was zu regeln, dann können Christen sich da nicht raushalten. Und das wird soweit ich weiß inzwischen auch bei J.Z. gestattet (Elternvertreter, Klassensprecherwahl usw). Das gesunde Urteil der Mehrheit sollte da zu guten Ergebnissen führen.

Manchmal wird auf das Beispiel von Daniel, Joseph und Mordochai verwiesen. Hatten die nicht auch Regierungsgewalt, sozusagen "politische Ämter"?

Nun, unter der Führung Gottes hatten sie solche Ämter inne.
Gott hat sich da was bei gedacht und es war Teil seines Heilsplanes für sein Volk. Außerdem waren es nach meinem Verständnis eigentlich mehr "hohe Beamte" unter der "politischen" Führung des Königs, wobei sie sicher ihre von Gott gelernten Grundsätze und ihre darauf beruhende Weisheit anwenden konnten und nicht in Konflikt damit gerieten. Auch heute gibt es ja noch zuweilen parteilose Minister, die wegen ihres Sachverstandes für dieses Amt genommen wurden.

Ich glaube ein Christ kann kaum Parteipolitik aktiv oder passiv unterstützen und gleichzeigig "kein Teil der Welt" sein.

Wie ist es nun mit der übrigen Politik? Mit der Beobachtung politischen Geschehens, mit Stellungnahmen?

Biblische Themen überschneiden sich manchmal mit Themen, die auch in der Politik eine Rolle spielen, z.B. Abtreibung, Erziehung, Eheverständnis usw

Christen können und sollen natürlich in solchen Dingen ihre biblisch gegründete Auffassung mit dem nötigen Respekt und Sanftmut vertreten und verbreiten. Damit werden sie "kein Teil der Welt", auch wenn diese Themen in der Welt kontrovers behandelt werden. Sie sollten ihre Positionen natürlich nicht mit Militanz versuchen durchzusetzen, wie gewisse fundamentalistische Gruppierungen in den USA.

Auch können Christen meiner Meinung nach nicht schweigen, wenn es darum geht den "Antichristen" und "Babylon die Große" zu kennzeichnen und auf deren Untaten hinzuweisen (vgl. Epheser 5:11-13, Lukas 12:1-3).


Wie steht es nun mit der Durchführung dieses Grundsatzes "kein Teil der Welt zu sein" oder "keine Politik zu betreiben", wenn wir die Organisation der Zeugen Jehovas betrachten.

Gewiß waren sie - soweit ich Kenntnis darüber habe - immer parteipolitisch neutral. Aber wenn es um die eigene Interessenvertretung ging, hat man sich gerne durch politische Vertreter unterstützen lassen. Das Verfahren der Erlangung des Körperschaftsstatusses spielt da hinein.
Man wettert gegen die Demonstranten, die wegen politischer Streitfragen auf die Straße gehen. Aber in Frankreich sind Jehovas Zeugen für ihre Interessen auch auf die Straße gegangen. Zweierlei Maß!

Dann muß ich an den Brief an den "Sehr verehrten Reichskanzler" in den 30er Jahren denken, wo man sich ziemlich angebiedert hatte und gegen den "Geschäftsjuden" poleminisierte und in dieser Sache einen Gleichklang mit den Ideen Hitlers hervorzuheben. Das kann ich auch nicht als politisch neutral einordnen.

Dann die zehn Jahre Mitgliedschaft als NGO bei der UNO und die dazu geforderte politische Unterstützung durch Artikel im Erwachet kann ich mit der proklamierten Neutralität auch nicht in Einklang bringen.

Das ist meine Meinung zu dem Thema. Ihr dürft gerne dagegen halten.

Gruß
vom Schrat


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RE: Sollten sich Christen politisch betätigen?

#2 von Jurek , 25.09.2012 18:34

Ja, inwiefern sollten eigentlich Christen Anteil an verschiedenen Entscheidungen teilnehmen, oder wie im WT-Artikel es hieß:
" andere menschliche Organisationen zu unterstützen."?
Darf man z.B. karitative Organisationen als Christ unterstützen?
Oder ist bekannt, dass die WTG welche karitativen Organisationen (gestiftet oft durch andere Religionen, welche die WTG aber zur "Babylon der Großen, dem Weltreich falscher Religionen", die im Harmagedon vernichtet werden, zählt) je unterstützte, außer meist ihre eigene Geschwister, und wenn es quasi was über blieb, haben es auch manche andere auch was davon abbekommen…?
Wäre manchmal auch Brot vor der Botschaft nicht angebrachter? …

Wer z.B. nicht gegen bestimmte schlechte politische Verordnungen etc. vorgeht, dem wird es oft schwer ergehen. Dann wäre schon lange Diktatur oder Nazis wieder an der Macht! = Darf man kein Einfluss auf die Meinung haben?

Wie laaange hat es bei der WTG gedauert, zwischenzeitlich Röm 13 mal richtig zu verstehen!
Was bedeutet diese Aussage dort? Für was zahlen die Christen die Steuer? …

Etliche Christen machen sich Gedanken zu dem Thema. Ist das falsch?

Ich denke, ohne dass sich die WTG in politische Geschehen eingemischt hätte, wären sie heute in Österreich keine anerkannte Religionsgemeinschaft!
Oder siehst du das anders?

Gruß!


 
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RE: Sollten sich Christen politisch betätigen?

#3 von Schrat , 25.09.2012 19:25

Lieber Jurek,

man muß da unterscheiden. Vielleicht waren da meine Ausführungen nicht deutlich genug. Wenn Christen die gute Botschaft und die sittlichen Forderungen der Bibel verkünden und auch selber leben, dann ist das auch Einflußnahme! Dann wirken sie als "Salz der Erde". Das gestehe ich auch Geistlichen der Christenheit zu. Aber etwas anderes ist es aktiv Parteipolitik zu gestalten, von der Kanzel her dazu aufzufordern, eine bestimmte Partei zu wählen, vielleicht auch klammheimlich bestimmte Grupierungen zu unterstützen (wie der Polenpapst die Solidarnoc) usw.

Den Gedanken und Vorwurf, wenn man nicht politisch aktiv wäre, dann wären schon längst wieder Diktaturen an der Macht, möchte ich widersprechen, weil wir die Folgen unserer auf den Worten unseres Heilands gegründeten Neutralität nicht zu verantworten haben, sondern wir darauf Vertrauen können, daß - wie Luther es formulierte "Gott im Regiment" ist.

Auch ohne die Einflußnahme von Christen, kann Gott die Dinge so lenken, daß sein Wille geschieht und Herrscher abgesetzt werden. Da gibt es auch genug biblische Beispiele. Das müssen Christen nicht selbst in die Hand nehmen.

Wahre Christen sind sowie so immer in der Minderheit, wie könnte Christus sonst sagen, daß der Weg eingeengt ist und nur wenige es sind, die ihn finden. Insofern haben wir als wahre Christen sowieso keine Chance durch unsere Stimme und erst Recht nicht durch unsere Anzahl in der Welt was zu bewirken. Wir können nur durch die gute Botschaft und unserer gutes Beispiel etwas bewirken. Das ist das, was ich den Worten Jesu entnehme "Ihr seid das Salz der Erde".

Was den Gedanken der praktischen Hilfeleistung, Hilfsorganisationen usw. anbelangt, so steht aus biblischer Sicht dem nichts entgegen und auch Jehovas Zeugen haben inzwischen solch eine Unterorganisation - wenn auch vorerst vorwiegend für die eigenen Glaubensangehörigen. Aber auch das ist nicht der Hauptzweck der Christenversammlung, sondern kann nebenbei geschehen. Auch die Jünger damals hatten eine "Kasse für die Armen".

Gruß
vom Schrat


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RE: Sollten sich Christen politisch betätigen?

#4 von Jurek , 26.09.2012 18:46

Hallo Schrat,

Zitat
Aber etwas anderes ist es aktiv Parteipolitik zu gestalten, von der Kanzel her dazu aufzufordern, eine bestimmte Partei zu wählen, vielleicht auch klammheimlich bestimmte Grupierungen zu unterstützen (wie der Polenpapst die Solidarnoc) usw.


Mir ging es nicht um direkte Einmischung in die Politik! Da hat die "Religion" in der Tat eigentlich nichts verloren, und auch etliche sind dafür, die Religion von Politik zu trennen.
Die "Religion" hat oft mehr Kriege als Frieden gebracht …

Dass aber der vorige Papst K. Wojtyła (zumal die Päpste auch gleichzeitig Staatsmänner des Staates Vatikan sind und damit auch gewisse Aufgaben nach Außen vertreten müssen)
großen Einfluss (in gewisser weise) auf Solidarność hatte, ist eher auch dadurch bedingt, weil die Polen sehr katholisch sind und waren, und sind immer noch auf den inzw. verstorbenen Papst fixiert, zumal er mit seinen Worten die "Weltgeschichte" bewegt hatte.
Ohne ihn, gebe es vielleicht immer noch die Berliner Mauer und DDR (abgesehen auch von Gorbatschows Aktivitäten).

Wenn man aber über etwas schreibt (wie z.B. dem Polenpapst), dann sollte man vielleicht auch genau seine Worte zitieren und klären, was war da konkret unchristlich an dem Ganzen, was er gesagt und getan hatte? …
Oft schreibt man über etwas mal pauschal, aber dann weiß man nicht so genau, um was da gegangen ist und was wirklich so falsch war und warum.

Zitat
Wahre Christen sind sowie so immer in der Minderheit, wie könnte Christus sonst sagen, daß der Weg eingeengt ist und nur wenige es sind, die ihn finden. Insofern haben wir als wahre Christen sowieso keine Chance durch unsere Stimme und erst Recht nicht durch unsere Anzahl in der Welt was zu bewirken.


Das stimmt wohl nicht so ganz.
Oft entscheiden rel. wenige Stimmen darüber, ob wo z.B. ein Kindergarten oder doch ein Atomkraftwerk gebaut wird … = Soll sich ein Christ davon distanzieren?

Zitat
Was den Gedanken der praktischen Hilfeleistung, Hilfsorganisationen usw. anbelangt, so steht aus biblischer Sicht dem nichts entgegen und auch Jehovas Zeugen haben inzwischen solch eine Unterorganisation - wenn auch vorerst vorwiegend für die eigenen Glaubensangehörigen.


Eben, und das ist das Problem, dass die "ZJ" "vorerst vorwiegend für die eigenen Glaubensangehörigen" sowas haben. Und was ist mit den anderen Bedürftigen?
Ist es damit Sünde, wenn ich also andere Hilfsorganisationen unterstützen würde, die vor Ort anderen Bedürftigen helfen (weil die "Zeugen" sowas nicht haben)?
Denn in meinem vorigen Beitrag habe ich darauf hingewiesen, dass die WTG schon was dagegen hat, andere menschliche Organisationen zu unterstützen.

Zitat
Aber auch das ist nicht der Hauptzweck der Christenversammlung, sondern kann nebenbei geschehen. Auch die Jünger damals hatten eine "Kasse für die Armen".


Hauptzweck? Was soll dieses Wort Aussagen, wenn es bei den "ZJ" nicht einmal "Nebenzweck" ist!?
JESUS hat Tausende von Menschen geheilt und gespeist! Warum wohl? =(u.a. Mk 8:3 u.d.g.). Was nützen dann nur schöne Worte von Liebe und Hilfsbereitschaft etc.?
Was nützen die schönen Worte von den "ZJ", wenn sie diese nicht wirklich praktizieren und oft weit von wahrer Liebe entfernt sind?
Oder habe ich da was falsch verstanden?

Gruß


 
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RE: Sollten sich Christen politisch betätigen?

#5 von Jurek , 07.11.2015 09:19

Hallo Schrat, ich möchte hier auf deine Gedanken von dort eingehen:

Ich bitte zu bedenken, dass JESUS hatte sich nie in die Politik eingemischt!

Zitat
Das stimmt nur bedingt. Soweit es um das Steuer zahlen ging, so war das zu seiner Zeit eine hoch aktuelle politische Streitfrage und er hat in dieser Streitfrage eindeutig gegen die Seite Stellung genommen, die gegen das Steuerzahlen an den Cäsar waren!


Sorry, aber das ist kein gutes Beispiel!
Denn JESUS hat sich nirgendwo damit eingemischt! Die Schriftgelehrten stellten ihn die Frage, ob es erlaubt sei Cäsar die Steuern zu zahlen?
JESUS hatte dann nur darauf geantwortet, aber absolut NICHT politisiert! Wo siehst du dabei was anderes?
Es soll jedem gegeben werden, wem was zusteht. = Das ist doch kein politisieren!

Zitat
Natürlich hat er ansonsten sich aus dem Geschehen damals herausgehalten, weil er einen wichtigeren Auftrag hatte.


Nur deswegen? NEIN!
Denn JESUS sagte deutlich, dass sein Königreich gar nicht von dieser Welt ist!
Und wenn es nicht von hier ist, dann wieso hätte Er sich da einmischen sollen?

Deine Aussage vom Anfang: "Das stimmt nur bedingt." = diese stimmt aber NICHT.

Zitat
Aber daraus kann man nicht schließen, daß Christen wie blind durch die Welt gehen sollten und nicht das wahrnehmen dürfen, was geschieht, so wie ich es schon beschrieben habe.


Und damit wenn diese Aussage nicht stimmt, dann ist damit auch die Sache beantwortet, dass JESUS (nach deinen Worten) wie blind durch die Welt damals gegangen ist und nicht das wahrnehmen durfte, was geschieht, - so wie du es schon beschrieben hast.
Oder?

Zitat
Und die übrigen Grundsätze der heiligen Schrift bleiben bestehen, daß wahre Gottesdiener Verbrechen, besonders der Regierungen nicht einfach wegschauen.


Und wo steht das in der Heiligen Schrift?
Wobei "nicht einfach wegschauen" ist ganz was anderes, als aktiv sich contra dem politisch zu beteiligen. Oder nicht?

Zitat
Die Propheten der alten Zeit haben auf die Verbrechen der Könige und der übrigen aufmerksam gemacht, auch wenn sie sich dadurch selbst in Gefahr brachten.


Zum Beispiel?

Zitat
Das ist zwar nicht die vordringliche und Hauptaufgabe von Christen.


Ist dir nicht aufgefallen, dass du aber vordringlich sich damit beschäftigst?
Im Verhältnis (in diesem Forum) damit mehr als mit der direkten Auseinandersetzung mit biblischen Themen. Und da ist auch recht schwierig bei dir, wie folgendes zeigt:

Zitat
Es ist aber auf der anderen Seite nicht so, daß Christen nun wenn Verbrechen geschehen, sei es einzelne Verbrechen oder globale Verbrechen einfach wegschauen, sondern auch sie müssen wie die übrigen Menschen ihr Möglichstes tun, damit solche Verbrechen erkannt und blossgestellt werden.

Epheser 5:11
Zitat
________________________________________
und habt nicht mehr mit ihnen teil an den unfruchtbaren Werken, die zur Finsternis gehören, sondeern rügt sie vielmehr.


Hat das was mit politischen Aktivitäten zu tun, oder mit was konkret?
Du missbrauchst die Bibel hier, indem du suggerierst, dass sich dieser zitierte Teil auch auf welche politischen Dinge bezieht (oder auch beziehen kann)!
Was Paulus in seinem Epherser-Brief Kap. 5 meint, sind vielmehr die verkehrte Dinge, die in der Welt normal sind, die aber in der Versammlung Einzug nehmen können und oft hatten, wie Unanständigkeit, dummes Geschwätz und derbe Späße, die die in sexueller Unmoral leben, ein ausschweifendes Leben führen oder von Habgier erfüllt sind etc., diese soll man in der Versammlung nicht dulden sondern sie rügen!

Also was soll das was du damit bringst?

Zitat
Wer einfach wegschaut, macht sich mitschuldig und erfüllt weder seine christliche noch seine staatsbürgerliche Pflicht und hilft mit, daß Verbrechen gedeien können!.


WELCHE also christlichen Pflichten meinst du denn? Sich in weltliche Angelegenheiten einzumischen?

Zitat
Auf jeden Fall werden sie die unterstützen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Verbrechen aufzudecken und werden ihnen nicht noch "Knüppel zwischen die Beine werfen".


Hatte JESUS so was getan?

Zitat
Natürlich geht es bei der Politik nicht nur um Verbrechen. es geht auch um so manche andere Frage, die meistens auch irgendwo die Bibel und die biblsichen Grundsätze tangieren. Menschen hinsichtlich dieser Dinge auf das hinzuweisen, was die Bibel dazu sagt, sehe ich als Teil des Evangeliums an.


Aber dabei geht es nachher NUR um biblische Dinge, nicht um weltliche!

Zitat
Z.B. wenn es um die (auch politische) Streitfrage hinsichtlich Abtreibungen geht, oder um Homosexualität oder die Genderisierung und, und, und....


Da geht es den Christen immer noch nicht um irgendwelche POLITISCHE Streitfragen, sondern die klare Botschaft der Bibel, welche wir den Menschen verkünden, was die BIBEL dazu sagt.

Zitat
Das alles hat a u c h mit Politik zu tun, wo Christen sich nicht raushalten sollten.


Das können nur andere Leute so (fälschlich) über Christen beurteilen, aber nicht Christen, die sich nicht in die weltliche Angelegenheiten einmischen.
Sie verteidigen nur das fremde und eigenes Leben - aber das hat mehr mit Menschenrechten was zu tun und nicht minder der Bibel, als allgemein mit der Politik!

Zitat
Insofern können wir uns gar nicht aus der Politik raushalten.


Wir sollten uns aber heraushalten! - Joh 15:19!

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Sollten sich Christen politisch betätigen?

#6 von Jurek , 25.11.2015 17:40

Topas hat völlig Recht, dass zwischen dem Thema Alter der Pyramiden - vorsintflutlich? (7) und dem, ob Christen sich durch politisches Geschehen in ihrem Denken beeinflussen sollten, ein Quantensprung ist. Daher möchte ich die Diskussion hier verlagern, damit dort wieder über die Pyramiden und ihrem Zeitpunkt der Erbauung diskutiert werden kann.

Hallo Schrat,

Zitat
Christen mischen sich nicht in Politik ein, sie nehmen aber wahr was in der Politik/dem Weltgeschehen passiert und vergleichen sie mit dem, was sie aus der Bibel kennen.


Und was bringt ihnen das? Dann fangen sie an anhand der Bibel zu spekulieren und rumzudeuten, oder was machen sie damit?

Zitat
Früher hatten Jehovas Zeugen in der Zeitschrift "Erwachet" eine Rubrik "Wir beobachten die Welt". Das würde genau darunter fallen! Diese Rubrik hat man zu meinem Bedauern abgeschafft, wohl weil man befürchtet, sich dann irgendwie und irgendwo auch zu positionieren oder von anderen posiitoniert zu werden.


Die Welt zu beobachten und zu sehen was um einen geschieht ist sicher nicht verkehrt.
Aber die WTG hatte aufgrund ihrer Beobachtungen und Deutungen früher wohl die meisten Falschvorhersagen aufgrund der biblischen Prophetie. Oder stimmt das nicht.
Daher wäre es sehr zu begrüßen, dass sie was aus der Geschichte gelernt haben!
Und wie steht es mit dir aus diesbezüglich?
Beschäftigst du dich mit der Bibel mehr als mit der Welt oder umgekehrt? Was meinst du dazu?

Zitat
Aber Jehovas Zeugen und anscheinend auch andere werden in der Auslegung dessen, was es bedeutet "Kein Teil der Welt zu sein" immer extremer und und verwandeln sich und ihre Gemeinschaft dadurch in das "Tal der Ahnungslosen", in dem sie alles auszublenden versuchen, was nicht in ihr immer enger werdendes Weltbild passt.


Für mich ist hier auch nicht relevant, was angebliche "Jehovas"(?) Zeugen da machen oder nicht - da kann ich nicht mitdiskutieren, noch ist das hier wirklich relevant.
Aber weder diese oder ich sind hier als Beispiel vorzuziehen, sondern JESUS!
Wann hatte sich JESUS so verhalten wie du, dahingehend sich mit politischen Dingen und Anpassungen der biblischen Prophetie dazu beschäftigend?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Sollten sich Christen politisch betätigen?

#7 von Hervé Noir , 25.11.2015 18:34

Zitat von Jurek im Beitrag #6

- - -
Für mich ist hier auch nicht relevant, was angebliche "Jehovas"(?) Zeugen da machen oder nicht - da kann ich nicht mitdiskutieren, noch ist das hier wirklich relevant.
Aber weder diese oder ich sind hier als Beispiel vorzuziehen, sondern JESUS!
Wann hatte sich JESUS so verhalten wie du, dahingehend sich mit politischen Dingen und Anpassungen der biblischen Prophetie dazu beschäftigend?
- - -


Aber Jurek, wie kann man an die Person des Messias glauben, ohne Näheres über Seinen Ursprung und Seine Ziele zu kennen? Und darüber informieren uns nun eben mal die Schriften des Alten und Neuen Testaments.

Zu den von Jesus an Johannes übermittelten Vorhersagen nochmal Offenbarung 1,1-3 (Luther):

Zitat
Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll; und er hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knecht Johannes,
der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesu Christo, was er gesehen hat.
Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.


Warum diese hohe Bewertung dieser Schrift, wenn damit dem Menschen nicht Entscheidendes mitgeteilt werden soll oder diese Worte nicht verstandesmäßig erfassbar wären? Die vielen bekannten Deutungen rühren doch nicht von der Schrift selbst, sondern haben ihren Ursprung in keineswegs selbstlosem Unterfangen der Interpreten. Oder sind diese Worte nach Deiner Meinung auch im “übertragenen” Sinne zu verstehen? Nein, diese Vorhersagen dienen in hohem Maße der Lebensplanung des einzelnen Gläubigen.

Grüße

Hervé

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RE: Sollten sich Christen politisch betätigen?

#8 von Jurek , 25.11.2015 19:08

Hallo Hervé,

Zitat
Aber Jurek, wie kann man an die Person des Messias glauben, ohne Näheres über Seinen Ursprung und Seine Ziele zu kennen? Und darüber informieren uns nun eben mal die Schriften des Alten und Neuen Testaments.


Aber nicht auf diese Art und Weise, die uns dazu animieren sollten die Bibel als ein Wahrsagebuch zu missbrauchen, wie vor uns schon sehr viele das taten!
Was weißt du also konkret über den Ursprung und die Ziele JESU?

Zitat
Warum diese hohe Bewertung dieser Schrift, wenn damit dem Menschen nicht Entscheidendes mitgeteilt werden soll oder diese Worte nicht verstandesmäßig erfassbar wären?


Weil (wie ich schon schrieb) die Prophetie zu seiner Zeit uns offenbart wird, wenn das in Augen GOTTES notwendig ist, nicht vorher (auch wenn sie vorher aufgeschrieben wurde).
Dass es heute viele falsche Propheten innerhalb der Christenheit gibt, zeigt eher, dass der Zugang dazu von GOTT noch nicht gegeben wurde (vgl. Dan 12:9ff).
Nur weil etwas wo steht, bedeutet nicht, dass man sich BESONDERS damit auseinander setzen muss und (Mangels an richtiger Erkenntnis) darüber spekulieren darf!
Im Gegenteil, die Bibel warnt gerade davon (wie ich schon mal zeigte)!
Wie sollen wir dann diese Warnungen ausschlagen?

Zitat
Die vielen bekannten Deutungen rühren doch nicht von der Schrift selbst, sondern haben ihren Ursprung in keineswegs selbstlosem Unterfangen der Interpreten. Oder sind diese Worte nach Deiner Meinung auch im “übertragenen” Sinne zu verstehen? Nein, diese Vorhersagen dienen in hohem Maße der Lebensplanung des einzelnen Gläubigen.


Lebensplanung??? Willst du dir dann doch bald einen unterirdischen Atombunker bauen, oder wie soll ich das bitte praktisch mir vorstellen?
Was meinst du genau damit?

Grüße


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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Gehört die Regierungsform zur "Streitfrage"?

#9 von Jurek , 09.04.2017 09:49

Hallo Schrat,

ich möchte dir hier antworten auf das Posting von dort an mich.

Zitat
Ich habe mich neulich mit meinem Schwager unterhalten und da kam die ZJ-Meinung durch, daß sich Zeugen Jehovas - oder nach deren Verständnis "wahre Christen" - nicht an der Politik beteiligen, weil daß auch zur "Streitfrage" gehört.

Das sehe ich inzwischen nicht mehr so. Die Streitfrage ist zwar - wenn auch nicht "expressis verbes" jedoch "defakto - ob es zum Erfolg führt, wenn man sich von Gottes Herrschaft lossagt und sich damit automatisch der Herrschaft seines Widersachers unterstellt und zur Streitfrage gehört auch, ob der Mensch, wenn auf die Probe gestellt - Gott treu bleiben würde (siehe Hiob). Den zweiten Teil der Streitfrage hat sowohl Hiob und vor allem unser Herr Jesus Christus ein für allemal beantwortet.


Nun ja, so oder anders.
Die große Frage der Menschheit ist doch: Wenn GOTT also gut ist, dann warum (bei deiner Sicht von Eiltempo mit der Schöpfungstagen), hier aber scheinbar toleriert ER Jahrtausende das Schlechte und Schlimmere auf der Erde?!? Wieso sooo lange lässt ER das zu, wenn ER Liebe ist?
Die WTG hat dazu die Antwort wegen der noch andauernder "Streitfrage".
Welche Antwort hast du dazu?

Zitat
Jehovas Zeugen behaupten, daß die Wahl von verschiedenen Regierungsformen auch zur "Streitfrage" gehören würde. Das sehe ich inzwischen nicht mehr so. Grundsätzlich sollte von Anfang an Jehova Gott der "König" sein, also Oberster Regent, Satzungsgeber und Richter. Auch wenn die Menschen zwecks notwendiger Verwaltung verschiedene Regierungsformen angewendet haben, so bedeutet dies an sich noch nicht, daß man damit Gott ablehnt!


Einerseits Betreff: "Jehovas Zeugen" = sind die wirklich JEHOVAS Zeugen? Oder eher Zeugen der WTG? (Ich würde in der Bezeichnung "JEHOVA" das nicht an erste Stelle setzen, weil die "ZJ" tun das in der Praxis auch nicht, und unter "Jehova" meinen sie nicht selten den sog. "t.u.v.S." aus nur der WTG).

Und natürlich nicht alle Regierungen lehnen GOTT der Bibel ab! Aber was heißt das schon?
Sind diese regierenden wirklich am Herzen beschnitten? Oder nur nach Außen was, aber in Wirklichkeit…
Diese sogenannte "Christen", wie handeln sie denn, so dass man sie an ihren Früchten als solche erkennen könnte?
Das ist doch alles oft nur Show des Teufels: Wölfe im Schafspelz! Und ach so "christlich" und "Christ-Demokraten" und wie sie sich nennen! Und öffentliche Gebete und so, um von Menschen gesehen zu werden…

Zitat
Es ist immer noch die Frage, ob diese Könige, Präsidenten oder sonst etwas, Gott und seine gerechten Grundsätze als oberste Instanz ansehen!


Ja, das ist eine Frage! Doch an ihren Früchten (Werken) kann man das erkennen.

Zitat
Obwohl die Israeliten sich einen König wünschten, so wie die Nationen einen König hatte - obwohl doch Jehova ihr König war - hat Jehova zwar auf die negativen Folgen hingewiesen, das nicht abgelehnt und weiterhin mit diesem Volk gehandelt!


Was sagt das schon eigentlich? Dass das "sehr gut ist", wie JEHOVA das sonst (Sein Werk) beurteilte?
JEHOVA hatte doch Menschen nicht versklavt! ER hat ihnen das was sie sich wünschten oft gegeben. Auch die Freiheit selber zu entscheiden was Gut und Böse ist, obwohl das oft nicht so gut ist.
Aber deswegen ist das eben kein guter Weg! Das kam nicht von JEHOVA, sondern aufgrund des Verlangens des Volkes, und durchaus der "Streitfrage", dass GOTT die Menschen in ihrer Freiheit beschneidet, lässt GOTT ihnen ihrem Willen…
Das ist auch das, was u. a. auf Bruderinfo oft zu beobachten ist, wie ich es meine!

Zitat
Deswegen heißt es ja auch in einem Psalm an die Adresse von Königen gerichtet "...Küßt den Sohn, daß er nicht zürne....". Also Könige, Präsidenten oder sonstwas können ruhig regieren und die Erde verwalten, aber unter Anerkennung der Oberhoheit Gottes und Jesu Christi und deren Gesetzen, die über alles stehen müssen.


Aber welche tun das WIRKLICH?
Ein Teil der Israel-Könige waren wirklich GOTTES-fürchtige Männer. Aber heute, welche sind das denn?
Ich weiß durch das Interview im TV, aus dem Bibel-TV Sender, welches mit der Frau Dorothea Kasner (deutsche Bundeskanzlerin, besser bekannt als Angela Merkel) durchgeführt wurde, dass sie evangelisch und gläubig ist. Aber etliche Politiker ihrer Partei? Die haben zuvor das Parlament verlassen, als der deutsche Papst dort seine Rede gehalten hat.

Zitat
Und so sehe ich das auch mit anderen Regierungs-/Verwaltungsfgormen. Die einfachste Regierungs-/Verwaltungsform war wie häufig auch in alter Zeit bei den Israeliten das Verwalten der Volksgemeinschaft und deren Angelegenheiten durch ein Ältestensystem.


Du darfst aber bitte nicht den großen Unterschied übersehen, dass damaliger Staatsystem auf Theokratie basierte! Dort hatte nicht der König immer nur das endgültige Wort, welches mit der Thora nicht übereinstimmte, sondern es ging um die Aussagen JAHWEhs. Und die Berater des Königs waren Priester JHWHs!
Heute eben nicht. Das macht schon einen großen Unterschied, um das wie miteinander zu vergleichen oder wie fast gleichzusetzen.

Zitat
Dieses System ist auch heute noch bei gewissen Völkern - insbesonder "Natur"-Völkern verbreitet.


Aber die Naturvölker haben eigentlich nicht den wahren GOTT zum GOTT.
Und falsche Götter sind Nichtigkeiten.

Zitat
Manchmal ist es so, daß eine gewisse Volksgruppe, eine gewisse "Dynastie", die Oberherrschaft gewinnt und das Land regiert - und dies mehr oder weniger "diktatorisch" oder "monarchisch". Letztendlich ist nicht die Regierungsform ausschlaggebend, sondern ob man Gott und seine Gesetze als über allem stehend anerkennt und betrachtet. Und zwar nicht nur als Lippenbekenntnis, wie in der Präambel des Grundgesetzes - sondern auch wirklich.


Widersprichst du dich da nicht vielleicht? Zumindest so scheint es mir.
Regierungsform ist ausschlaggebend, ob man GOTT und a l l e seine Gesetze als über allem stehend anerkennt und betrachtet.
Denn welche Regierungsform tun das denn heute?
Ich kenne heute nur die strenge Islamische Regierungsform, wo dort Theokratie herrscht. Aber dieser Gott dahinter ist der falsche Gott.

Zitat
Und unter dieser Voraussetzung meine ich, kann sich auch ein Christ an der "Politik" - sprich an der notwendigen Verwaltung - des Landes beteiligen und in einigen Ausnahmefällen berichtet auch die Bibel darüber, wie im Falle von Joseph in Ägypten, Daniel oder auch Mordochai.


Aber wo ist heute das der Fall?

Zitat
Dadurch wird man "kein Teil der Welt", wie Jehovas Zeugen irrtümlich meinen.


Nicht? Denn wer dort nicht bei allem mitmischt, der fliegt raus!

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"Kein Teil der Welt" zu werden, bedeutet sich an den bösen Maschenschaften dieser Welt zu beteiligen, nicht aber an der.


Die "notwendige Verwaltung" ist aber selten alleine nur für sich da.
Da kommen noch andere Bereiche mit hinein, die nicht so ganz koscher sind…

Zitat
ich würde mich nicht an der gegenwärtigen Politik beteiligen, weil das politische System total korrumpert ist und z.B. in der Demokratie nicht wirklich der Wille des Volkes durchgeführt wird.
Das Volk wird im Sinne der Ideologie der Superreichen manipuliert, Wahlen werden gefälscht usw. und ich werde durch passive oder aktive Teilnahme an der Politik durch Wahlen oder politische Posten (wurde mir von der "Bibelpartei" auch schon angeboten) nicht an der Politik teilnehmen.


Das ist eben das Problem. Da geht es doch nicht NUR um saubere notwendige Verwaltung. Da hängt schon viel mehr mit drin.
Gegen einfache notwendige Verwaltung haben die "ZJ" bestimmt auch nichts dagegen einzuwenden, wie ich mir das vorstellen kann. Falsch?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
Jurek
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Die Gleichnisse des NT aus hebräischer Sicht
Darf ein Christ Waffe gegen seinen Nächsten benützen?

Joh 3:16
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