Bibel und Vegetarier

#1 von Schrat , 04.03.2013 20:41

Liebe Mitleser,

letzte Zeit mußte ich darüber nachdenken, weshalb hinsichtlich der Tiere und dem damit verbundenen Fleischkonsum andauernd "eine neue Sau durch's Dorf" getrieben wurde. Andauernd haben wir auf diesem Gebiet Skandale. Die jüngsten Skandale hingen ja mit dem Pferdefleisch zusammen, dann kam der Eierskandal und schließlich verdorbenes Futtermittel.

Natürlich fangen bei einem richtigen Verschwörungstheoretiker sofort die entsprechenden Synapsen an zu arbeiten . Könnte das ganze mehr als "Schweinerei" sein, mehr als Machenschaften gewissenloser Kreise, die nur Gewinn machen möchten? Irgendwie kommt mir das Ganze wie eine richtiggehende Kampagne der NWO vor, die uns auf diese Weise den Fleischkonsum vermiesen will...Verdächtig ist für mich auch, daß man eine Verbindung zwischen Klimawandel und Fleischkonsum zieht. Artikel dazu: http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/klima-ernaehrung-wwf. Da der Klimawandel und der dort gezogene Zusammenhang eine Lüge ist (bin ich ja woanders schon etwas näher drauf eingegangen), sehe ich auch aus diesem Grund mehr als gewissenloses Handeln gewisser Geschäftemacher dahinter.

Natürlich weiß ich, daß es auch unabhängig davon schon seit langer Zeit Vegetarier gibt, die sich teilweise auch auf die Bibel berufen. Einen erhöhten Anteil an solchen Menschen findet man bei den Adventisten, sicher auch aufgrund des Wirkens von Prof. Veith, der Vegetarier ist und in seinen Vorträgen immer wieder die Vorteile einer solchen Ernährungsweise propagiert.

Nur ich denke, daß die Bibel eindeutig den Fleischkonsum erlaubt und es hinreichend Hinweise auf den gewohnheitsmäßigen Fleischkonsum - auch bei Christen - gibt. Ursprünglich war es gemäß der Bibel nicht vorgesehen, daß die Menschen Tiere schlachten und essen sollten (1. Mose 1:29). Das Gleiche galt für die Tiere (1. Mose 1:30). Erst nach der Sintflut hat Gott das essen von Tieren ausdrücklich erlaubt. Über den Grund kann man nur spekulieren. Ich nehme mal an, daß dies aus ernährungsphysologischen Gründen nunmehr erforderlich war, weil die Nahrungsgrundlage eine andere als vor der Sintflut geworden ist und gewisse pflanzliche Nahrung nunmehr nicht im ausreichenden Maße zur Verfügung standen. Manche sind auch der Meinung, daß für eine ausgeglichene Ernährung Fleischkonsum erforderlich ist. Aber da gehen die Meinungen auseinander.

Nichts desto trotz gibt es Personen, die den Veganismus auch vesuchen aus der Bibel abzuleiten und behaupten, gewisse Bibelstellen seien falsch übersetzt usw. Z.B. habe Johannes nicht Heuschrecken gegessen, sondern von einem gewissen "Heuschreckenbaum" und Jesus sei in das Haus eines Vegetariers eingeladen worden und das Passahlamm sei in Wirklichkeit kein Lamm gewesen usw. Link dazu: http://www.vegetarismus.ch/info/19.htm. Auch in meinem ZJ-Bekanntenkreis habe ich Personen, die allen Ernstes glauben, daß auch in die Bibel Veganertum unterstütze.

Auch auf diesem Gebiet muß jeder Christ für sich entscheiden, wie er es halten will (vgl. Römer 14:3,4).

Ich jedenfalls lasse mir den Fleischgenuss in Form eines anständigen Kotletts oder einer Wurst nicht vermiesen und halte auch die Argumentation dagegen für überzogen und nicht zutreffend.

Vordergründig klingt es logisch: 7 kg Getreide erzeugen 1 kg Fleisch. Es gibt doch soviel hungernde Menschen, die dann nicht zu hungern bräuchten....

Doch ob dadurch dieses Problem gelöst würde? Ich bezweifel das, weil der eigentliche Grund für die hungernden Menschen nicht der Fleischkonsum der reichen Länder, sondern die ungerechte Verteilung der Mittel dieser Welt ist! Auch wenn wir weniger Fleisch essen würden, würde die Habgier in des Teufels Weltsystem dafür sorgen, daß diese Menschen keineswegs mehr bekämen.
Dann würde halt mehr Land für Biosprit gebraucht, weil da mehr Geld mit zu verdienen ist usw. Link dazu: http://wahrheitskrieg.blogspot.de/2011/0...nd-veganer.html

Kann man ja mal drüber nachdenken!

Gruß
vom Schrat


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RE: Bibel und Vegetarier

#2 von Jurek , 05.03.2013 19:48

Hallo Schrat,

Zitat
…Kampagne der NWO vor, die uns auf diese Weise den Fleischkonsum vermiesen will...


Zu dem von dir aufgemachten Thema wäre wohl auch nicht so schlecht (?), wenn etliche Menschen, die viel Fleisch essen, mehr darauf verzichten würden (dafür mehr Gemüse und Obst essen würden)?
Der Daniel mit seinen Freunden in Babylon, waren jedenfalls gesünder ohne als mit Fleisch. …

Zitat
Nur ich denke, daß die Bibel eindeutig den Fleischkonsum erlaubt


Hatte GOTT selber das wirklich je vor? ER hat dann zwar auf das Verlangen von Menschen so manches nachher erlaubt (siehe als Beispiel Mat 19:3-9), aber war das wirklich Sein Wille? Du selbst führst 1.Mo 1:29 dazu an.

Zitat
Erst nach der Sintflut hat Gott das essen von Tieren ausdrücklich erlaubt. Über den Grund kann man nur spekulieren.


Ich hatte mal wo was darüber gelesen, dass die GOTT-gefällige Menschen damals (noch vor der Sintflut) sahen, dass die anderen von GOTT abgewandten Nationen Fleisch mit Genuss aßen, und diese wollten dann das auch nachher haben…
Ist auch hierbei was an dieser Sache dran?

Gruß


 
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RE: Bibel und Vegetarier

#3 von Isai , 05.03.2013 20:23

Hallo Jurek,

Hallo Schrat,


Zitat
wenn etliche Menschen, die viel Fleisch essen, mehr darauf verzichten würden (dafür mehr Gemüse und Obst essen würden)?
Der Daniel mit seinen Freunden in Babylon, waren jedenfalls gesünder ohne als mit Fleisch. …



Zitat
Hatte GOTT selber das wirklich je vor? ER hat dann zwar auf das Verlangen von Menschen so manches nachher erlaubt (siehe als Beispiel Mat 19:3-9), aber war das wirklich Sein Wille?



Gedanken, denen ich zustimme.

Jedenfalls ist nur rohes Obst und Gemüse "lebendiges" Essen. Es gibt zwar hierzu viele Gegner und Kritiker, aber: Es ist einfach so!


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Bibel und Vegetarier

#4 von Schrat , 05.03.2013 21:12

Lieber Isai,

die 3 hebräischen Jünglinge in Babylon haben nicht auf Fleisch verzichtet, weil Obst und Gemüse essen gesünder ist, sondern weil sie nicht Gefahr laufen wollten, sich mit Fleisch von unreinen Tieren zu versündigen!

Daß sie auch ohne Fleisch sogar noch gesünder waren, ist keine grundsätzliche Aussage zugunsten von Veganertum, sondern dem Segen Gottes für ihre Treue zuzuschreiben!

Gruß
vom Schrat


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RE: Bibel und Vegetarier

#5 von Schrat , 05.03.2013 21:15

Lieber Jurek,

woraus schließt Du, daß Gott das Fleischessen nicht von sich aus, sondern auf Verlangen der Menschen erlaubt hat? Ich sehe für diese Spekulation keine Hinweise!

Gruß
vom Schrat


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RE: Bibel und Vegetarier

#6 von Schrat , 05.03.2013 21:59

Liebe Forumsteilnehmer,,

ich möchte meine Eingangsgedanken noch etwas ergänzen. Die Meinungen unter Bibelexegeten geht etwas auseinander, was die Frage anbelangt, ob die Menschen erst nach der Sintflut Fleisch gegessen haben.

Auf der einen Seite könnte man aus der nach der Sintflut ausgesprochenen Erlaubnis Gottes, Fleisch zu essen, schließen, daß es dann vorher wohl nicht erlaubt war. Auf der anderen Seite gibt es gewisse Indizien, daß vielleicht auch vorher schon Fleisch gegessen wurde, wenn auch vielleicht in einem beschränkterem Maße, vielleicht nur in Verbindung mit Opfern.

Ein Hinweis könnte sein, daß Noah und seiner Familie der Unterschied zwischen reinen und unreinen Tieren bekannt sein mußte. Warum wohl? Dann wird berichtet, daß Nachkommen Adams entweder Viehzüchter oder Ackerbauern wurden. Wozu wohl Viehzüchter? Nur um die Milch zu genießen oder das Fell zu bekommen? Dann die Tieropfer, die Gott annehmbar waren. Nach der Sintflut war es in Verbindung mit den Tieropfern nach dem mosaischen Gesetz üblich, daß sowohl die Priester als auch die Opfernden von dem Opferfliesch aßen.

Wie gesagt, daß sind keine Beweise dafür, daß auch schon vor der Sintflut Fleisch gegessen wurde, aber vielleicht Indizien. In diesem Fall wäre t das Gebot zur pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen praktisch nur bis zum Sündenfall angewendet worden.

Wenn dieser Gedankengang richtig ist, dann wäre die Erlaubnis Gottes, Fleisch zu essen, lediglich eine Erweiterung und offizielle Bestätigung einer schon vorher üblichen Praxis.

Gruß
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RE: Bibel und Vegetarier

#7 von Isai , 05.03.2013 22:26

Hallo Schrat,


Zitat
die 3 hebräischen Jünglinge in Babylon haben nicht auf Fleisch verzichtet, weil Obst und Gemüse essen gesünder ist, sondern weil sie nicht Gefahr laufen wollten, sich mit Fleisch von unreinen Tieren zu versündigen!



Das ist sonnenklar und stand auch nicht zur Debatte.

Daniel 1:8
"Aber Daniel war fest entschlossen, sich nicht mit der Tafelkost des Königs zu verunreinigen*. Deshalb bat er Aschpenas, dass er nicht gezwungen würde, sich vor Gott unrein zu machen."

*Fußnote: "Er würde sich Gott gegenüber verunreinigen, weil die Speisen und Getränke immer den babylonischen Göttern geweiht wurden." (plus Speisevorschriften)


Tatsache ist und bleibt die obige Aussage über lebendige Nahrung, egal welchen Hintergrund man betrachtet (aber auch das steht ja hier nicht zur Debatte. )



Lieben Gruß,

Isai


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RE: Bibel und Vegetarier

#8 von Jurek , 06.03.2013 03:20

Hallo Schrat,

Zitat
woraus schließt Du, daß Gott das Fleischessen nicht von sich aus, sondern auf Verlangen der Menschen erlaubt hat? Ich sehe für diese Spekulation keine Hinweise!


Wie ich schon geschrieben habe (und dazu auch meine Frage stellte) weiß ich nicht, wo ich das in welchem Kommentar gelesen habe. Ist schon länger her. Behauptet hatte ich das nicht.
Aber das wäre eben eine ähnliche Vermutung, wie du das dann selber zum Teil in deinem Beitrag #6 auch erklärst.
Vor der Flut ist so viel aus dem Ruder gelaufen mit den Menschen, die abscheuliche Dinge taten (dazu wird wohl sich auch das verunreinigen mit Tieren gehört haben), dass es nicht verwundern würde, dass diese damals das Fleisch aßen, aber die GOTT gläubigen Menschen wohl nicht, da GOTT ihnen das Essen erst danach (in Verbindung mit Blutverbot zum ersten Mal) erlaubte… (?)
Das ist also nur eine Vermutung (im Bereich: "Fragen, Ansichten, Meinungen"), was ich hier in meinem ersten Beitrag mit Frage an dich abschloss, da vielleicht du hättest dazu mehr wissen können.

Gruß


 
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RE: Bibel und Vegetarier

#9 von Schrat , 06.03.2013 10:01

Guten Morgen, lieber Jurek,

hast schon Recht: Man darf auch mal was vermuten. Vermutungen sind oft hilfreich, der Wahrheit erst auf den Grund und näher zu kommen, wenn man dann weiter forscht und die Vermutungen nicht alleinige Grundlage sind.

Auch meine Ausführungen lassen ja eine gewisse Unsicherheit erkennen.

Nach dem ich mich weiter mit dem Thema beschäftigt und geforscht habe, neige ich inzwischen auch dazu, daß es den Menschen vor der Flut von Seiten Gottes nicht gestattet war, Tiere zu essen.

Auch unter http://www.bibelkommentare.de/index.php?...article_id=3389 kommt man zu dem Schluß. Wenn Gott das Essen von Tieren nach der Flut erlaubt hat, dann war es vorher verboten. Ich glaube, daß diese Schlußfolgerung zwingend ist. Und die Kenntnis von reinen und unreinen Tieren kann ausreichend damit erklärt werden, daß nur diese zu Opferzwecken gebraucht werden durften. Dann war es wohl wirklich so, daß die Viehzüchter vor der Sintflut - wenn sie denn Gott gehorsam waren - das Vieh nur zu anderen Zwecken wie Fell, Wolle, Milch usw. und gelegentlichen Opfern verwendet haben. Was natürlich nicht ausschließt, daß diejenigen, die Gott vor der Sintflut nicht gehorchten - und die waren ja gewaltig in der Überzahl - , sich nicht an das Gebot hielten.

Auf einer Adventisten-Kritiker-Web-Site beschäftigt man sich auch intensiv mit dem Thema: http://www.ellenwhiteexposed.com/deutsch/meat.htm

Gruß
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RE: Bibel und Vegetarier

#10 von Schrat , 06.03.2013 10:18

Lieber Isai,

Zitat
Tatsache ist und bleibt die obige Aussage über lebendige Nahrung, egal welchen Hintergrund man betrachtet (aber auch das steht ja hier nicht zur Debatte. )



Von meinem Standpunkt aus, steht alles zur Debatte, was mit mit dem Stichwort "Vegetarier" in Verbindung bringen kann.
Insofern kann man sich m.E. durchaus auch Gedanken darüber machen, was es mit der Aussage "...aber Fleisch mit seinem Blute..." (1. Mose 9:4) auf sich hat.

Und da glaube ich, daß es von Seiten Jehovas niemals zur Debatte gestanden hat, Tiere während sie noch lebendig sind, zu essen.
Ich halte es für abwegig, daß solch eine barbarische und animalische Vorgehensweise Grundlage zu diesser Aussage Gottes war.
Dies wird manchmal von Leuten so dargestellt, die der Meinung sind, daß das Verbot des Blutgenusses heute nicht mehr gültig sei.
Die weitere Anwendung des Blutverbots unter dem Alten Bund zeigt deutlich, daß es sehr wohl auch um das Blut alleine ging und nicht nur um "das Fleisch mit seinem Blute".

Gruß
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RE: Bibel und Vegetarier

#11 von Isai , 06.03.2013 12:52

Hallo Schrat,


Zitat
Und da glaube ich, daß es von Seiten Jehovas niemals zur Debatte gestanden hat, Tiere während sie noch lebendig sind, zu essen.
Ich halte es für abwegig, daß solch eine barbarische und animalische Vorgehensweise Grundlage zu diesser Aussage Gottes war.






Vielleicht ist das jetzt ein Missverständnis?

Mit "lebendigem" Essen (Beitrag #7) meinte ich nicht, "lebendige" Tiere zu essen, sondern wie im obigen Beitrag #3 schon erwähnt, rohes Obst und Gemüse...

Beste Grüße,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
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RE: Bibel und Vegetarier

#12 von Schrat , 06.03.2013 13:06

Lieber Isai,

...na, dann ist ja alles klar.... Dann kann ich ja beruhigt mein Mittagsschläfchen machen

Gruß
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RE: Bibel und Vegetarier

#13 von Schrat , 31.05.2016 19:04

Liebe Leser,

was die vegetarische Ernährungsweise anbelangt, muß jeder für sich entscheiden.

Aber es gibt auch noch einen ökonomischen Gesichtspunkt, d.h. die sinnvolle Verwendung der Ressourcen.

Man beobachtet letzte Zeit immer mehr "Propaganda" für vegane Ernährung. Gewisse Kreise favorisieren eine "Vegi-Day", also einen fleischlosen Tag.

Man meint, daß dadurch dem Hunger in der Welt begegnet werden könne, was vordergründig logisch erscheint, wie schon dargestellt.

Aber man hat bei dieser "Milchmädchenrechnung" an einiges nicht gedacht:

Unter
http://quer-denken.tv/weniger-hunger-dur...ane-ernaehrung/
der Beitrag eines Argrar-Ingenieurs.

Z.B.
- daß dann erheblich weniger Dünger anfällt, der dem Pflanzenwachstum dient
- daß ein Großteil der Landfläche nicht für Ackerbau und nur für Viehzucht geeignet ist
- es fallen erhebliche Mengen an Abfallprudukten an, die (Melasse, Treber, bestimmte Pflanzen), die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind, aber an Tiere verfüttert werden können.

Im ersten Weltkrieg hat man auch diese "Milchmädchenrechnung" gemacht mit verheerenden Folgen in Form einer schlimmen Hungeresnot, die wesentlich dazu beigetragen hat, daß Deutschland den Krieg verloren hat.

Nur vegane Ernährung ist eine Schnapsidee einiger Reicher und ideologisch Verblendeter..
Es gibt für Menschen keine natürlichere Ernährungsweise als Fleisch, Fisch, Eier und Milch in einer ausgewogenen Mischung mit pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Wenn Gott uns Tierfleisch zur menschlichen Ernährung erlaubt hat, dann wird er sich dabei etwas gedacht haben.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand für sich entscheidet, sich nur vegan zu ernähren.
Problematisch wird es nur, wenn man mit mehr oder weniger Gewalt und Manipulation versucht anderen diese Ideologie aufzuzwingen.

Gruß
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RE: Bibel und Vegetarier

#14 von Jurek , 01.06.2016 06:21

Guten Morgen Schrat,

Zitat
was die vegetarische Ernährungsweise anbelangt, muß jeder für sich entscheiden.


Das stimmt. Aber das ist sicher eine wichtige Entscheidung, zumal man weiß, dass Vegetarier oder Veganer (meist die STA als fast Ganzes), viel gesünder damit leben als die Fleischverzehrer. Das sind Fakten und kein Propaganda!

Zitat
Aber es gibt auch noch einen ökonomischen Gesichtspunkt, d.h. die sinnvolle Verwendung der Ressourcen.


Genau! Für Fleischproduktion braucht man sehr viel mehr Ressourcen und bekommt man dafür als Nebenprodukt Gifte!
Eine Kuh braucht an die 45 kg Futter pro Tag!
Es gibt ca. 13 Millionen Rinder allein nur in Deutschland. Diese erzeugen 2 Millionen Tonnen Methan pro Jahr. Das entspricht dem ca. 400 Gramm Methan pro Tag.
Soviel Abgase erzeugen 5 Millionen Autos! Ist dir das überhaupt bewusst? Geschweige, was so eine Fleischproduktion eigentlich kostet!?

Zitat
Man beobachtet letzte Zeit immer mehr "Propaganda" für vegane Ernährung. Gewisse Kreise favorisieren eine "Vegi-Day", also einen fleischlosen Tag.


Bloß EINEN fleischlosen Tag? Das wird nicht viel bringen. …

Zitat
Man meint, daß dadurch dem Hunger in der Welt begegnet werden könne, was vordergründig logisch erscheint, wie schon dargestellt.


Allein dadurch sicher nicht! Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie ich meine.

Zitat
- daß dann erheblich weniger Dünger anfällt, der dem Pflanzenwachstum dient
- daß ein Großteil der Landfläche nicht für Ackerbau und nur für Viehzucht geeignet ist
- es fallen erhebliche Mengen an Abfallprudukten an, die (Melasse, Treber, bestimmte Pflanzen), die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind, aber an Tiere verfüttert werden können.


Man kann Pro und Contra abwägen. Aber nach meinem Wissen spricht viel mehr für die Pflanzen als für Tiere.
Die Landwirtschaft ist die Nr.1 in Erzeugung von schändlichen Feinstaub, Gasen, verschiedenen Giften, die wieder in menschlichen Körper gelangen.
Wie ich schon vielleicht wo erwähnte, kaufte ich mir Lachs (wegen auch der Omega3-Fettsäuren) und was musste ich dann später im TV darüber erfahren? Dass dieser Zuchtlachs (das ist das Dumme) keine Grenzwerte für gewisse Gifte nach EU Norm aufweist, im Gegensatz zu Obst und Gemüse wo das geregelt ist! Das heißt in Klartext, dass der Pflanzenschutzmittel Ethoxyquin () – durch die Fütterung der Zuchtlachse – in sehr viel höheren Gehalt im Fleisch dieser Fische vorkommt (im Labor versch. Proben wurden untersucht) als sonst bei Pflanzen erlaubt! Aber dafür gibt es keine Handhabe, wenn es dazu kein Gesetz gibt! Und ich habe genüsslich diesen Lachs verzehrt… Na Mahlzeit!
Und weißt du mit was oft die Schweine gefüttert werden um schnell zu Masttieren zu werden? … Und kennst du den Spruch „Eiger von glücklichen Hühnern“, und wie aber diese „weniger glücklichen“ gehalten werden und was sich da über Hormone abspielt? …
Wenn du das alles wüsstest, würde dir der Appetit auf Fleisch vergehen! ……

Zitat
Im ersten Weltkrieg hat man auch diese "Milchmädchenrechnung" gemacht mit verheerenden Folgen in Form einer schlimmen Hungeresnot, die wesentlich dazu beigetragen hat, daß Deutschland den Krieg verloren hat.


Und wie gut, dass Deutschland den Krieg verloren hat.
Also doch eine positive Entwicklung.

Zitat
Nur vegane Ernährung ist eine Schnapsidee einiger Reicher und ideologisch Verblendeter..
Es gibt für Menschen keine natürlichere Ernährungsweise als Fleisch, Fisch, Eier und Milch in einer ausgewogenen Mischung mit pflanzlichen Nahrungsmitteln.


JEHOVA hatte dem Menschen ursprünglich auch nur Pflanzenkost gegeben und kein Fleisch.

Zitat
Wenn Gott uns Tierfleisch zur menschlichen Ernährung erlaubt hat, dann wird er sich dabei etwas gedacht haben.


GOTT tut manchmal auch auf das Verlangen des Volkes eingehen.
Nicht aber, weil das in seinem Sinn immer so gut wäre.
Jetzt das so auszulegen als ob GOTT das so wollte, das ist m. E. nicht richtig.

Zitat
Ich habe nichts dagegen, wenn jemand für sich entscheidet, sich nur vegan zu ernähren.
Problematisch wird es nur, wenn man mit mehr oder weniger Gewalt und Manipulation versucht anderen diese Ideologie aufzuzwingen.


Ich weiß nicht, wer wem wirklich da zu was mehr aufzwingen will, die Vegetarier und Veganer dem Fleischessern, oder die Fleischindustrie den Leuten. Aber FAKT ist, dass fleischloses Essen gesünder ist!

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Bibel und Vegetarier

#15 von Schrat , 01.06.2016 07:41

Lieber Jurek,

Du versuchst, weil Du wohl selber dem Veganismus zuneigst, der ganzen Sache eine andere Wendung zu geben....

Dabei übergehst Du natürlich die Argumente in den Ausführungen des Agrar-Ingenieurs, die zeigen, daß es ebend k e i n e wirtschaftlichen Vorteile bringt, wenn die Menschen vegan leben.

Und daß Veganer nun gesünder leben, das ist zumindest auch ein Streitthema und keineswegs bewiesen!

Wenn z.B. Fleischverzehr zu erhöhtem Krebsrisiko führen soll, dann gilt es dabei zu beachten, welche Mengen dabei im Spiel sind oder ob es im ausgeglichen Maße mit veganen Bestandteilen ist.
Ferner ist zu berücksichtigen, wie hoch der Anteil des Fleisches ist, welches mit gesundheitlich bedenklichen Stoffen behandelt wurde, wie z.B. Pökeln oder Nitrit. Es ist nämlich vielfach nicht das Fleisch an sich, sondern die zusätzliche Behandlung und auch die Menge. Ferner, ob die Tiere unter guten und gesunden Verhältnissen aufgewachsen und ernährt wurden.

Es gilt auch zu beachten, daß Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind. Es muß nicht nur der Fleischverzehr beachtet werden, sondern auch die übrige Lebensweise. Es ist durchaus denkbar, daß Veganer insgesamt eine bessere und gesündere Lebensweise haben und evtl. gesundheitliche Vorteile dann auf ein anderes "Konto" gehen.

Ein sehr deutliches Beispiel sind die Eskimos, die traditionsgemäß n u r von Fleisch leben und die sind nicht gesundheitlich anfälliger und neigen auch nicht zu einem höheren Krebsrisiko.

Die These, daß Veganer gesünder leben, ist höchst umstritten ist.Gib nur mal unter google "Veganer leben nicht gesünder" ein.

Hier ein Link:
http://www.welt.de/gesundheit/article134...-in-Gefahr.html

Es spielt auch noch eine Rolle ob man Total-Veganer (also auch ohne Milchprodukte und Eier) ist oder nicht.

Als vegan angebotene industriell gefertigte Lebensmittel haben nachgewiesen vielfach auch bedenkliche Zusatzstoffe.

Eine ausgeglichene vegane Ernährung ist durchaus möglich, wenn man gewisse Hinweise beachtet:
http://www.alternativ-gesund-leben.de/is...die-gesundheit/

Ansonsten hat man auch als Veganer mit gesundheitlichen Problemen zu rechnen, die dort explizi aufgeführt sind.

Da Gott für die Menschen ja usprünglich auch nur pflanzliche Kost vorgesehen hat, verwundert das nicht. Aber da sich die Lebensverhältnisse nach der Sintflut geändert haben, hat Gott es zugelassen, daß Menschen auch tierische Nahrung zu sich nehmen, um ebend relativ gesund zu bleiben. Die Lebensverhältnisse hatten sich so geändert, daß dies allein durch pflanzliche Nahrung im allgemeinen nicht mehr gewährleistet war.

Wenn es auch unter Beachtung bestimmter Dinge möglich gesund zu leben, so bleibt immer noch der wirtschaftlche Aspekt, der nach den Studien des Agrar-Ingenieurs keineswegs zu Gunsten der veganen Ernährung ausschlägt.

Das scheint mir so ähnich wie mit der Co2Frage sein, nämlich, daß man sich um einer bestimmten Ideologie zum Durchbruchzu verhelfen, selbst betrügt.

Gruß
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zuletzt bearbeitet 01.06.2016 | Top

   

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