2. Korinther

#1 von Jurek , 04.09.2010 08:34

"Selbstlob stinkt", oder doch nicht? (Kap.11 ab V.21).

Ich meine, dass es hierbei nicht darum geht, Selbstlob und Ego zu betreiben, sondern um klare Fakten aufzuzeigen, die einerseits ermuntern, wie auch deutlich und beispielhaft zeigen können, trotz welcher Umstände man sich als Treu erweisen kann und will.
Genauso bei JESUS selber (u.a. Mat 12:42 etc.) ging es nie darum, aus welchen egoistischen Gründen sich hervorzuheben, sondern konkrete und sachliche Orientierung und Fakten aufzuzeigen…
Es geht daher immer um die Einstellung dazu, aus welchen Beweggründen wir was sprechen und tun. Denn Manches (die gleiche Situation) kann sich je nach unseren Beweggründen/Einstellung, als positiv oder negativ darstellen…


 
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3:18

#2 von Jurek , 28.01.2011 08:26

Auf wen oder was beziehen sich die Worte zum Schluss des Kapitels 3?
In der Elberfelderbibel heißt es:
„… wie [es] vom Herrn, dem Geist, [geschieht].

Ist der GEIST dieser „Herr“? =(trinitarischer Gedanke);
Oder ist der HERR dieser GEIST? -(oder eben in Geistform, nicht mehr materiell als Mensch);
Oder geschieht das DURCH den Geist dieses Herrn? …


 
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RE: 3:18

#3 von Georg , 29.01.2011 10:56

"richtig übersetzt" ist so eine Sache, weil man durchaus etwas unterschiedlich übersetzen kann - das eine aber so wörtlich wie das andere ist.

"... von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie vom Herrn, [dem] Geist"; oder "... wie von [des] Herrn Geist"; oder "... wie vom Geist [des] Herrn"; oder "wie vom Herrn des Geistes".

Wir haben hier zwei Genitive, die man zuordnen muss. Der eine Genitiv steht wegen der Präposition "von" da, weil die im Griechischen den Genitiv verlangt. Der zweite Genitiv ist dann Ergänzungswort. Allerdings kann man wohl noch nicht mal sicher sagen, welcher Genitiv am Ende von der Präposition abhängt und welcher die Ergänzung ist.

Unter dem Strich scheint es mir noch schwierig zu sein, hier eine echte Entscheidung zu treffen, weil gerade auch V. 17 die starke Einheit von "Herr" und "Geist" betont. Insofern könnte hier in V. 18 inhaltlich also problemlos vom "Geist des Herrn", als auch vom "Herrn, der Geist ist" die Rede sein, weil beides ja ausdrücklich in V. 17 erwähnt wird ...

Lieber Gruß
Georg

 
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RE: 3:18

#4 von Jurek , 30.01.2011 18:47

Ja danke.
Das ist wieder mal ein Beispiel dafür, dass man am besten im und aus dem Kontext des Textes übersetzt und das am besten auch daraus heraus verstehen kann, was gemeint ist.
Man sagt, dass sich die Bibel selber auslegt...


 
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5,17 u.s.w.

#5 von Georg , 06.02.2011 15:04

Noch etwas bezüglich des richtigen Übersetzens:

Wie übersetzt z.B. die Neue-Welt-Übersetzung 2.Kor 5:17; Gal 2:20 und all die "prägnanten" Bibelstellen?
Dort steht:
"Ich bin mit Christus an den Pfahl gebracht worden. Nicht mehr ich bin es, der lebt, sondern Christus ist es, der in Gemeinschaft mit mir lebt. Tatsächlich lebe ich das Leben, das ich jetzt im Fleische lebe, durch den Glauben gegenüber dem Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat" und
"Wenn somit jemand in Gemeinschaft mit Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; die alten Dinge sind vergangen, siehe, neue Dinge sind ins Dasein gekommen.".

In dieser Übersetzung kommt das Wort "Gemeinschaft" vor, was aber im Grundtext nicht steht. Vor allem ist das nicht korrekt, weil der ursprüngliche Sinn davon entstellt wird.
"IN Christus" ist was anderes als "in GEMEINSCHAFT [außerhalb des 'Leibes'] mit Christus".
Christus anziehen (Gal 3:27) heißt auch nicht nur wie Er zu tun, sondern Ihn das "Ruder zu übergeben" (Gal 2:20).
Und Christus rettet aufgrund Gottes GNADE, nicht aufgrund mosaischgesetzlicher Prinzipien…
Nur IN Christus und durch die Wiedergeburt, sind wir Christi Gesalbten und eine "neue Schöpfung" Gottes, die aber heute schon stattfindet.

Liebe Grüße
Georg


 
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#6 von Jurek , 11.12.2011 10:58

Was bedeutet, dass GOTT IN CHRISTUS war?
Oder was bedeutet die hellenische Präposition „en“, die in besagter Stelle zweimal mit unterschiedlicher Wiedergabe vorkommt? (Gute Erklärung finde ich bei Bauer, 5.Aufl., Sp.514).

Manche wiedergeben das frei als:
Gott, der in die Welt kam, um sich in seinem Sohn zu offenbaren“…;
Gott Mensch wurde…“;
Gott, der in Christus Jesus Mensch geworden ist“;
Christus, der im Fleisch gekommener Gott…“.

GOTT war in Verbindung mit seinem SOHN Derjenige, Der sich uns durch seinen SOHN geoffenbart hat, aber ER (JAHWE) war nicht der Menschgewordene JESUS, was eigentlich einleuchten sollte...


 
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RE: 5:19

#7 von Georg , 17.12.2011 11:35

Hallo Jurek

da gehen oft die Meinungen auseinander, was oft durch Missverständnisse bedingt ist.-

Liebe Grüße
Georg

 
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RE: 5:19

#8 von Jurek , 18.12.2011 17:14

Missverständnisse sind nur eine Sache..., aber was sind dazu konkrete biblische Aussagen!? Das ist eine andere - m.E. wichtigere - Sache.
Denn nur irgendwie im Sinne der Kirchentradition auslegen aber nicht wirklich sachlich und möglichst objektiv zu begründen, das reicht zumindest mir - dem ungläubigen Thomas - nicht gerade..


 
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2. Kor 2:6 der Buchstabe tötet

#9 von Schrat , 03.06.2012 17:14

Hallo Bibelforscher,

in Diskussionen hört man mitunter das Argument aus 2. Kor. 2:6 "...der Buchstabe tötet ber der Geist macht lebendig..."

Besonders, wenn jemand sich bemüht ein genaues Verständnis der Bibel zu erlangen und zu vermitteln, ist das dann manchmal ein "Totschlagargument". Aber kann das die wahre Bedeutung dieses Textes sein? Denn in Matthäus Kapitel 5 sagt Jesus, daß "...nicht ein Tüpfelchen des Gesetzes hinweggetan wird...", es also wohl keine kleingeistige Krämerseele ist, die auf Genauigkeit auch bei der Bibelauslegung wert legt.

Unter http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.221
habe ich folgenden Kommentar gefunden, der die Angelegenheit m.E. gut beschreibt.

Zitat
Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig

Gerrid Setzer

"Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig", schreibt der Apostel Paulus in 2. Kor 3,6.
Dieses Bibelwort wird nicht selten falsch verstanden. Hören wir, was F.B. Hole in seiner Betrachtungsreihe "Grundzüge des Neuen Testamentes" dazu schreibt:

"Erneut wird in Vers 6 der lebendige Charakter des Dienstes am Evangelium hervorgehoben, wohingegen das Gesetz den Tod brachte. Der Ausdruck "Buchstabe" kommt in Vers 6 zweimal und in Vers 7 einmal vor. Er bezieht sich auf das Gesetz, wie die Worte "Dienst des Todes, mit Buchstaben eingegraben" erkennen lassen. Das Gesetz tötet. Sein Dienst führt zum Tod. Der Geist macht lebendig.

Was wir gerade dargelegt haben, ist der Beachtung wert, denn einige haben aus dieser Schriftstelle abzuleiten gesucht, dass der Buchstabe der Schrift tötet! Unter dem Deckmantel dieser Idee fühlen sie sich frei, den Buchstaben der Schrift zugunsten dessen zu missachten, was sie nach ihrem Belieben für den Geist der Schrift erklären. Was die Schrift SAGT, wird abgewiesen, um etwas einzuführen, wovon man ANNIMMT, dass es ihre Bedeutung sei... Solche Leute töten den Buchstaben, weil - so sagen sie - der Buchstabe tötet. Das alles ist Irrtum."

So weit das Zitat.

Der Buchstabe der Schrift ist sehr wichtig! Kleine Unterschiede können eine große Bedeutung haben. Gal 3,16 macht das sehr deutlich; aber es gibt noch viele andere Verse, die das zeigen, wie z.B. Off 21,27:

"Und nicht wird in sie eingehen irgendetwas Gemeines und was Gräuel und Lüge TUT, sondern nur die, die geschrieben sind in dem Buch des Lebens des Lammes".

Ersetzt man "tut" durch "tat", so würde keiner in das himmlische Jerusalem eingehen können! Allen müssten draußen bleiben - denn jeder hat zumindest gelogen. So aber ist dieser Vers ein trostreicher Hinweis darauf, dass niemand mit der alten Natur in die himmlische Sphäre eindringen und sie stören können wird.

Im Grundtext sind die Veränderungen natürlich etwas anders, aber das Prinzip wird dadurch ja nicht tangiert. "Denn wahrlich ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist" (Mt 5,18).



Kann man ja mal drüber nachdenken.

Gruß
vom Schrat


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RE: 2. Kor 2:6 der Buchstabe tötet

#10 von Jurek , 03.06.2012 18:19

Ich denke, dass das eine genau zu beachten ist wichtig, aber nicht manchmal so extrem auf bestimmten Wörtchen, dass man das wichtigeren dessen übersieht, was wirklich (oft in übertragenem Sinn) gemeint ist (Mat 23:23,24; Joh 6:63 = wie kann man da nachher V.53 verstehen!?). Sozusagen vor lauter Bäume den Wald nicht (mehr) erkennt.
Denn das passiert auch oft genug, dass man den Gesamtkontext nicht beachtet, sondern sich nur auf bestimmten Worten mit seiner Exegese ‚aufhängt’.

Gruß!


 
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RE: 2. Kor 2:6 der Buchstabe tötet

#11 von Schrat , 03.06.2012 19:28

Lieber Jurek,

das eine ist wahr und das andere ist wahr!

Es ist wahr, daß man zu sehr auf eine Stelle konzentriert ist und nicht den großen Zusammenhang sieht und den großen Bogen schlägt, man den Geist und Sinn nicht erfaßt.

Aber dieser Text speziell hat einen anderen Zusammenhang. Hier steht der "Buchstabe" für das Gesetz, welches ohne Jesus Christus und die geistige Erfüllung kein Leben bringen konnte, also "tötet". Erst durch Jesus Christus und seinen Opfertod, wurde alles mit Leben erfüllt und bewirkt für uns Leben. Das ist der Zusammenhang!

Gruß
vom Schrat


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12:8,9 zu welchem HERRN?

#12 von Isai , 18.04.2013 19:56

Hallo



Um dessentwillen habe ich dreimal den Herrn angerufen, dass er von mir ablassen möge. (2. Korinther 12:8)


Wen rief Paulus hier an? Den VATER oder JESUS CHRISTUS?

1. JESUS, da es um dessen Kraft ging:

Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (2. Korinther 12:9)


2. JESUS, da es um dessen Gnade ging:

Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. (2. Korinther 12:9)

Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
(2. Korinther 13:13)


Es ist klar, dass alles was dem VATER gehört, auch dem SOHN gehört und umgekehrt. Doch den Vers 8 betreffend schließe ich aus den obigen Versen, dass der Herr JESUS angerufen wurde und nicht der VATER (HERR).


Wie seht ihr das?


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: 12:8,9 zu welchem HERRN?

#13 von Schrat , 18.04.2013 20:04

LIeber Isai,

dem kann ich voll zustimmen ohne den Schlenker über die Dreieinigkeit zu machen!

Gruß
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RE: 12:8,9 zu welchem HERRN?

#14 von Georg , 20.04.2013 08:01

Guten Morgen!:)

es ist für jeden normalen Christen klar, daß damals Jesus auch immer wieder angeruden wurde.-
Nur den so genannten Bibelforschern ist das bis heute nicht wirklich klar geworden.Das erstaunt mich Angesicht der Vielzahl biblischer Aussagen dazu.

Liebe Grüße
Georg


 
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RE: 12:8,9 zu welchem HERRN?

#15 von Schrat , 20.04.2013 08:17

Lieber Georg,

zu diesem Schluß bin ich ja auch seit geraumer Zeit gekommen, obwohl selbst immer noch "Bibelforscher" und der "Abtrünnige" Raymond Franz und "E.F." ebenso.

Gruß


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