1. Thessalonicher

#1 von Jurek , 04.09.2010 08:32

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wann?


 
Jurek
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RE: 1. Thessalonicher

#2 von Schrat , 21.06.2012 15:33

Lieber Jurek,

ich nehme mal an, daß Du Dir Deine Meinung dazu schon gebildet hast und die Frage nur rhetorischer Art ist.

Wie Paulus deutlich sagt findet die Auferstehung nicht unmittelbar nach dem Tode in geistigen Dimensionen statt, sondern erst bei der Wiederkunft Christi, wobei die "im Herrn Verstorbenen" zuerst auferweckt werden.
Dasselbe sagte Maria Magdalena in Verbindung anläßlich des Todes des Lazarus. Sie wußte, daß die Auferstehung "am letzten Tage" - also nicht sofort - stattfinden würde.

Alles andere sind Fehlinterpretationen von Bibelstellen, wobei auch heidnische Lehren, wie die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele, mit eingeflossen sind.

Was sollte auch eine Auferstehung bezwecken, wenn sie in Wirklichkeit schon am Leben sind (im geitigen Bereich) und dort "selig" und glücklich und zufrieden sind?

Gruß
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#3 von Jurek , 21.06.2012 18:17

Hallo Schrat,

so ganz rhetorisch (wie du das meinst) ist meine Frage nicht, zumal ich keine Selbstgespräche hier führe, und facto ist, dass die allermeisten Kirchen daran glauben (inkl. der „ZJ“ mit ab 1918?), dass welche Heiligen IHRER Kirche gleich nach dem Tod in den Himmel kommen und schon dort sind. (So ähnlich in Bezug auf den ‚Cherki’ – siehe dort, wo zu dem hatte mir die Ingrid dann per E-Mail ein Nachwort zugesandt, wo Cherki schon im Himmel sein soll…[?]).
Meine sicher nicht so unwichtige Frage hier (nicht rhetorischer Natur) also ist an all diejenigen gerichtet, die ihre Meinung aus der Bibel dazu schreiben könnten, wie die darauf kommen.

Deine Meinung zu der Frage befürworte ich.

Gruß


 
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#4 von Schrat , 26.06.2012 08:27

Lieber Jurek,

was diese Frage "Leben nach dem Tod" anbelangt, spielen neben Fehlinterpretationen der Bibel auch sogenannte "Nahtoderfahrungen" eine Rolle.

Ich will diese Berichte nicht unbedingt sofort als Schwindel abtun, weil es doch zuviele Berichte darüber gibt und sie mir glaubwürdig erscheinen.

Das hängt dann auch mit der Frage zusammen, ob wir eine imaterielle Seele haben, die auch außerhalb des Körpers sein kann. Nach meiner Überzeugung ist das der Fall. Deswegen sagt Paulus ja auch, als er eine Vision bekam, ob im Körper oder außerhalb des Körpers gewesen sein, könne er nicht sagen und auch bei der Begebenheit mit dem Jungen, der aus dem Fenster gefallen war, bemerkt Paulus "seine Seele ist noch in ihm".
Diese Nahtoderfahrungen können aber nur solange gemacht werden, wie die "silberne Schnur" nicht zerschnitten ist (Prediger 12:6), also noch eine gewisse Verbindung zum Körper/Gehirn besteht.

Nachdem diese "Schnur" zerschnitten, also der Tod vollständig ohne Reanimierungsmöglichkeit eingetreten ist, schläft diese Seele bis zur Auferstehung und ist zu keiner eigenständigen Wahrnehmung fähig. Diese Nahtoderlebnisse sind also kein Beweis für ein Leben unmittelbar nach dem Tod. Es ist auch wahrscheinlich, daß die Dämonen nicht untätig sind, und bei einigen Personen, die in solchen Situationen waren, Erscheinungen verursacht haben, die "ein himmlisches Paradies" und ähnliches vorgegaukelt haben, um auf diese Weise die uralte falsche Lehre des Teufels "...ihr werdet gewiß nicht sterben ...." zu stützen.

Gruß
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RE: 4:13-18

#5 von Jurek , 26.06.2012 13:54

Hallo,

ja, so ähnlich verstehe ich das aus der Bibel auch.
1) Die Toten sind wirklich tot, wenn sie längere Zeit tot sind;
2) Auferstehung hat m.E. nur wirklich Sinn, wenn sie wirklich tot sind;
3) Der wirkliche körperliche Tod ist nicht immer gerade dann, wenn man klinisch tot ist!
Hätte es m.E. mehr Belebungsversuche bald nach dem klinischen Tod gegeben, könnten wohl einige zum Leben erweckt werden…
Deswegen (wenn ich richtig informiert bin) gibt es auch den Brauch, dass der vermeidlich tote Körper erst nach drei Tagen begraben werden soll. Weil in früherer Zeit, als diese ‚Toten’ dann auch gleich nach ihrem Tod (am gleichen Tag) begraben wurden, sind manche von denen wieder aufgewacht, aber oft zu spät hat man das bemerkt!
Also Tod muss m.E. nicht Tod bedeuten (auch wenn man in so einem Zustand ist), wenn dieser unmittelbar nach dem klinischem Tot erfolgt.

Aber noch zu einer anderen Teilfrage: Wenn nicht jetzt, dann wann? =(siehe ersten Beitrag).

Gruß


 
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RE: 4:13-18

#6 von Schrat , 27.06.2012 11:00

Lieber Jurek,

die Sache ist auch noch aus einem anderen Grund aktuell, und zwar in Verbindung mit Organtransplantationen.
Dort gilt jemand tot, wenn zwei Ärzte unabhängig von einander den Hirntot festgestellt haben.

Aber ist dann wirklich schon "die silberne Schnur" zerschnitten, also die Seele ohne Wahrnehmung?
Ich stell mir das schrecklich vor, wenn da doch noch Wahrnehmungen sein sollten und die Ärzte fangen an Organe herauszunehmen...

Ich habe daher für mich selbst entschieden, daß ich weder fremde Organe in mich transplantieren lasse noch, daß ich selber Organspender bin. Aber das muß jeder mit seinem Gewissen ausmachen.

Gruß
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