RE: HERRENMAHL

#46 von Jurek , 18.03.2016 05:57

Hallo Hervé,

die „ZJ“ behaupten, dass sie als „echte Christen“ das am 23.03.16 begehen, was dem jüdischen 14. Nisan entspricht.
Schließlich auch die Großkirchen feiern kommenden Donnerstag (zumind. in Österreich) als den Gründonnerstag, dann kommen die Karfreitag und Karsamstag, gefolgt von Ostersonntag und Ostermontag. (Und nicht erst Monat später!).

Auf welche Quellen greifst du in der Meinung, dass der 14. Nisan heuer auf den 22. April fällt?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
Jurek
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zuletzt bearbeitet 18.03.2016 | Top

RE: HERRENMAHL

#47 von Hervé Noir , 19.03.2016 11:17

Zitat von Jurek im Beitrag #46

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die „ZJ“ behaupten, dass sie als „echte Christen“ das am 23.03.16 begehen, was dem jüdischen 14. Nisan entspricht.
Schließlich auch die Großkirchen feiern kommenden Donnerstag (zumind. in Österreich) als den Gründonnerstag, dann kommen die Karfreitag und Karsamstag, gefolgt von Ostersonntag und Ostermontag. (Und nicht erst Monat später!).

Auf welche Quellen greifst du in der Meinung, dass der 14. Nisan heuer auf den 22. April fällt?
- - -


Hallo Jurek!

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200003262

Zitate aus obigem Link:

Zitat
Die Differenz von 11 1/4 Tagen zwischen dem vollen Sonnenjahr und dem kürzeren Mondjahr mußte ausgeglichen werden. Ansonsten würde der Monat Nisan innerhalb von drei Jahren ungefähr 33 Tage früher beginnen und weit vor der Gerstenernte liegen. Die Bibel enthält keine Angaben darüber, welche Methode die Israeliten ursprünglich beim Angleichen verwendeten, aber es spricht einiges dafür, daß alle zwei oder drei Jahre ein 13. Monat hinzugefügt wurde, damit die Jahreszeiten im Kalenderjahr wieder ihren richtigen Platz hatten. Wahrscheinlich beruhte die Angleichung lediglich auf Beobachtungen, wobei man den Neumond mit der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche (um den 21. März jedes Jahres) in Beziehung brachte. War der Neumond, der gewöhnlich den Anfang des Monats Nisan (Abib) kennzeichnete, zu weit von der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche entfernt, zählte man den Monat als 13. Monat oder Schaltmonat, und der Nisan begann mit dem folgenden Neumond.


Das gegenwärtige “jüdische” Jahr zählt 13 Monate, das neue beginnt am 9. April. Warum verstößt die WTG mit ihrem Pessach-Termin gegen diese Regel?

Auf das Gebaren der “Großkirchen” möchte ich nicht näher eingehen. Diese haben sich von der ursprünglichen Botschaft längst entfernt. Zum Schaden der Weltgemeinschaft...

Zitat
Erst im 4. Jahrhundert u. Z. übernahmen die Juden einen genau festgelegten Kalender.



Das ist eine Behauptung, die von der Schrift nicht gedeckt ist. Auch zu Davids Zeit wurde der Beginn des Monats errechnet und nicht, wie der Talmud behauptet, durch Beobachtung des Neumondes festgestellt.

Ich hatte mich vor Jahren gegenüber einem Angehörigen der WTG folgendermaßen geäußert:

Zitat
Die Darstellungen der Wissenschaft, wonach das Jahr
Aje nach Bedarf@ eingerichtet wurde, sind sehr zweifelhaft. Im Übrigen impliziert die Annahme eines solchen Verfahrens den Vorwurf, dass Gott dumme Menschen erschaffen hat, unfähig zum Betreiben von Astronomie und Mathematik. Wir wissen zwar über die soziale Schichtung der Stämme vor und nach dem Exodus nicht viel. Aber dass nur Mose die Schrift beherrschte, ist kaum anzunehmen. Zwar waren die Freiräume der Israeliten zur Zeit ihrer Frondienste offensichtlich stark eingeschränkt, aber die Nähe zu dem Kulturvolk der Ägypter hat gewiss Auswirkungen auf den Bildungsstand der Stämme gehabt. Vor ihrer Versklavung waren sie freie Bürger und konnten eine intellektuelle Führungsschicht heranziehen. Dass diese den oder die Kalenderberechnung (en) beherrschte, darf man annehmen. Wenn aus der Zeit des eigentlichen Exodus und des anschließenden Aufenthalts in der Wüste des öfteren von moralischem Versagen des Volkes die Rede ist, bedeutet das nicht, dass zumindest die Führungskräfte der Stämme nicht zu intellektuellen Leistungen fähig gewesen wären. Zum Beispiel beherrschten sie das Rechnen mit großen Zahlen, denn die Zahl der Stammesangehörigen wurde während dieser Zeitspanne mehrmals ermittelt.
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Die Hinzufügung des 13. Mond-Monats erscheint einem beim Studium des heutigen jüdischen Kalenders als natürlich, der Rhythmus geradezu zwingend, will man den Mond-Monat nicht grundsätzlich aufgeben.


Grüße

Hervé

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RE: HERRENMAHL

#48 von Jurek , 19.03.2016 15:59

Hallo Hervé,

Zitat
Das gegenwärtige “jüdische” Jahr zählt 13 Monate, das neue beginnt am 9. April. Warum verstößt die WTG mit ihrem Pessach-Termin gegen diese Regel?


Gegen welche Regel? Ich fragte dich, welche Quellen verwendest du dafür, dass (abgesehen von der WTG, aber auch doch der offizieller christlicher Kalender, welcher in einer Woche dann den Tod und Auferstehung CHRISTI feiert) gesamtes Christentum da viel zu früh dran ist?

Zitat
Das ist eine Behauptung, die von der Schrift nicht gedeckt ist. Auch zu Davids Zeit wurde der Beginn des Monats errechnet und nicht, wie der Talmud behauptet, durch Beobachtung des Neumondes festgestellt.


Waren das keine Mondmonate zu je 30 Tagen, weshalb man dann auch noch zur Ergänzung der 11 1/4 Tage einen 13.ten Monat beifügte?
Sind nicht die "Lichter" (Sonne und Mond) zur Bestimmung der Zeit verwendet worden (1.Mo 1:14f)?
Da aber der jüdische Tag um ca. 18 Uhr anfing, bestimmte der Mond den Anfang solchen Tages und derer Abschnitte (Nachtwachen)…
Oder irre ich mich da?
Aber das ist eigentlich ein anderes Thema, welches auch an einer anderen Stelle ggf. zu besprechen wäre.

Wobei das alles ist eine Betrachtung ganz am Rande, WEIL speziell die WTG das HERREN-Mahl an das Passahfest der Juden anbindet, was ich nicht für richtig ansehe, und was eigentlich das Thema hier wäre. Von daher wollte ich das zur Sprache bringen und auch nach deiner Meinung fragen, ob du Passahfest der Juden irgendwie mit dem HERREN Mahl in Verbindung sieht, und wenn ja, dann was konkret.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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RE: HERRENMAHL

#49 von Hervé Noir , 19.03.2016 18:44

Zitat von Jurek im Beitrag #48

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Zitat
Das gegenwärtige jüdische Jahr zählt 13 Monate, das neue beginnt am 9. April. Warum verstößt die WTG mit ihrem Pessach-Termin gegen diese Regel?

Gegen welche Regel? Ich fragte dich, welche Quellen verwendest du dafür, dass (abgesehen von der WTG, aber auch doch der offizieller christlicher Kalender, welcher in einer Woche dann den Tod und Auferstehung CHRISTI feiert) gesamtes Christentum da viel zu früh dran ist?


Hallo Jurek!

Ich beziehe mich auf den "jüdischen" Kalendern, an den sich auch Jesus hielt. Mit dem Osterfest wollte sich Rom vom jüdisch orientierten Christentum unterscheiden, das weiterhin am Pessach dem Tod Jesu gedachte. Übrigens verlegte Rom auch den wöchentlichen Ruhetag vom Samstag auf den Sonntag.

Zitat von Jurek im Beitrag #48

Zitat
Das ist eine Behauptung, die von der Schrift nicht gedeckt ist. Auch zu Davids Zeit wurde der Beginn des Monats errechnet und nicht, wie der Talmud behauptet, durch Beobachtung des Neumondes festgestellt.

Waren das keine Mondmonate zu je 30 Tagen, weshalb man dann auch noch zur Ergänzung der 11 1/4 Tage einen 13.ten Monat beifügte?


Ich wollte damit sagen, dass der “jüdische Kalender” um die zweitausend Jahre zuvor feststand.

Zitat von Jurek im Beitrag #48

Sind nicht die "Lichter" (Sonne und Mond) zur Bestimmung der Zeit verwendet worden (1.Mo 1:14f)?
Da aber der jüdische Tag um ca. 18 Uhr anfing, bestimmte der Mond den Anfang solchen Tages und derer Abschnitte (Nachtwachen)
Oder irre ich mich da?


Es geht uns in erster Linie um den Pessach-Termin, dem Tag, an dem Jesus getötet wurde.
Zitat von Jurek im Beitrag #48

Aber das ist eigentlich ein anderes Thema, welches auch an einer anderen Stelle ggf. zu besprechen wäre.


Ich möchte die Beachtung der “jüdischen Festtage” nicht in den Rang der Zehn Gebote stellen. Doch symbolisieren diese Tage Marksteine des Planes Gottes. Wie Pessach, die Tage der ungesäuerten Brote und Pfingsten von höchster Bedeutung waren und sind, werden es in Kürze auch der Posaunentag, der Yom Kippur und das Laubhüttenfest sein.
Zitat von Jurek im Beitrag #48

Wobei das alles ist eine Betrachtung ganz am Rande, WEIL speziell die WTG das HERREN-Mahl an das Passahfest der Juden anbindet,


Dass die WTG dabei nicht konsequent vorgeht, habe ich versucht zu zeigen.
Zitat von Jurek im Beitrag #48

...was ich nicht für richtig ansehe, und was eigentlich das Thema hier wäre. Von daher wollte ich das zur Sprache bringen und auch nach deiner Meinung fragen, ob du Passahfest der Juden irgendwie mit dem HERREN Mahl in Verbindung sieht, und wenn ja, dann was konkret.



Die Juden beachten den richtigen Tage, die WTG nur gelegentlich. Falsch liegen mit ihrem Osterfest die Römische Kirche und deren Abkömmlinge. Dass die Juden an ihrem Pessach nicht des Todes Jesu gedenken, hat bereits furchtbare Folgen für dieses Volk gehabt. Das Schlimmste kommt allerdings noch...

Grüße

Hervé

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RE: HERRENMAHL

#50 von Jurek , 19.03.2016 19:56

Hallo Hervé,

Zitat
Ich beziehe mich auf den "jüdischen" Kalendern, an den sich auch Jesus hielt.


Ich wollte (nach Möglichkeit) eben diese Quelle dazu.

Zitat
Es geht uns in erster Linie um den Pessach-Termin, dem Tag, an dem Jesus getötet wurde.


Also mit was genau (Quelle) weist du das nach, wann genau dieses Pessach oder der 14. Nisan war, in Verbindung mit unserem Kalender?

Grüße


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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