Werter Herr Gast,
hier meine Gedanken zu Ihren Aussagen:
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Wie gesagt: Mutmaßlich benutzte er ihn nicht in so einem Umfang, dass dies groß thematisiert wurde (also auch nicht immer, wenn er über Stellen aus dem AT sprach, wo Ihrem Glauben nach "Jahwe" stehen sollte), …
Was heißt bitte: "wo Ihrem Glauben nach "Jahwe" stehen sollte"? Was hat das mit mir zu tun?
Bitte fragen Sie auch bei Topas nach, oder forschen Sie nach, dass das mit MEINEN GLAUBEN NACH nix zu tun hat. Weil ich denke, dass das wichtig ist zu er-kennen.
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"Meiden wie die Pest" kann ich nicht feststellen - man kommt eben nicht so oft in Situationen, wo man unbedingt den Namen "Jahwe" aussprechen muss.
Zumindest bei mir da ist es anders. Denn warum soll ich nur von JESUS reden/schreiben, ohne mich auf Den zu beziehen, welchen JESUS verkündete?
"Dieser", hat auch einen Namen und soll nicht wie Abseits stehen, zu Dem hin JESUS die "Türe" ist.. 
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Umdrehen darf nicht sein, ist aber in keiner Weise auf Bibelübersetzungen zurückzuführen, in denen Gott oft als "Herr" bezeichnet wird. Das Trinitätsdogma ebensowenig. Die römisch-katholischen Kirche ist in diesem Dogma befangen, und ausgerechnet in der von ihr genutzten Einheitsübersetzung kommt "Jahwe" im Vergleich zu anderen heutigen Übersetzungen überdurchschnittlich oft vor. Selbstverständlich wird Jesus dort nie fälschlicherweise so bezeichnet.
Dennoch - leider - in der Theologie der Kirchen ist oft so, dass JESUS als JAHWE bezeichnet wird.
Und das muss auch mal erwähnt und kritisiert werden dürfen. Oder nicht?
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Es steht hier bislang als Ihr gänzlich unbegründeter Glaube im Raum, dass in all den Jahrhunderten, aus denen man keinerlei Quellen hat, ähnlich präzise überliefert wurde wie ab ca. dem 3. Jh. v. Chr., und der "Urtext" insofern die zuverlässigste Quelle ist. Wenn Sie das so annehmen und auch noch weitreichende Schlüsse daraus ziehen, ist es an Ihnen, das zu begründen!
Ich habe zunächst mal geschrieben, dass die Bibel auf vergänglichen Materialien geschrieben wurde, weshalb der URTEXT als solche nicht mehr existent ist!
Ist das aus irgendeinen Grund für Sie nicht haltbar oder wie unverständlich?
Dann habe ich auf Gelehrte hingewiesen, die die Praxis und Einstellung der Bibelschreiber und Abschreiber beschreiben, wie wesentliche Übereinstimmung alle der gefundenen Handschriftenteile, die man bis heute gefunden hat.
Welcher Geist soll da jetzt als Theorie was anderes dazu erfinden und warum?
Um Ihnen etwas davon vor Augen zu führen, fragte ich Sie dann (der eben ein Christ nicht erst seit vergangener Woche ist), welche Ansicht Sie persönlich darüber haben, wie zuverlässig Ihre Einheitsübersetzung aus dem hebräisch/aramäischen AT ist? Können Sie dem vertrauen oder nicht so?
Denn wenn Sie das positiv beantworten könnten, dann haben Sie diese Frage dann selber beantwortet.
Also das gehört dazu, dass Sie hier mitdiskutieren und nicht nur was von mir erwarten.
Wenn Sie aber negativ das beantworten, dann aufgrund von welchen Indizien denn? Denn was spreche dafür? Das weiß ich eben nicht, und das gehört hier zu der Diskussion.
Denn ICH persönlich GLAUBE, dass das AT gut überliefert wurde, und dieser Text wurde zusammengefasst (mit all den Varianten im kritischen Apparat) in der BHS, wie ich Ihnen das schon geschrieben hatte. Das sind Quellen aus allen gefundenen tausenden Handschriften aus verschiedenen Zeitepochen dazu, bei denen man gute Übereinstimmung findet!
Etwas Gegenteiliges ist reine Spekulation und fiktiv! Sei es, Sie könnten mir das Gegenteil zeigen, aber Sie weigern sich leider darauf einzugehen…
Wieso vermeiden Sie also auf meine einfache Frage dann einzugehen, ob Sie das AT als Vertrauenswürdig und zuverlässig überliefert ansehen oder nicht? Denn wenn nicht, dann würden mich Ihre Argumente dazu interessieren.
Die Neuapostolischen mögen vielleicht dieser oder jene Meinungen dazu haben, aber auch die sollte m. E. auch wie nachvollziehbar und logisch begründet werden.
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Sonderbar ist es eher, anzunehmen, dass in vielen Jahrhunderten, über die man diesbezüglich nichts weiß, alles so gelaufen sein soll wie in der Zeit danach.
Wieso sonderbar? Gerade die verschiedene Handschriften aus verschiedenen Zeiten zeugen davon, dass die Juden sehr große Erfurcht vor dem von GOTT inspirierten Wort hatten und haben, das möglichst genau abzuschreiben.
Wenn man das AT ansieht, wie zuverlässig und im Text einzigartig das ist, dann wird es sonderbar, wenn das wie später von Leuten das so ausgedacht worden wäre.
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Im Übrigen: Ich ziehe keine Schlüsse, die nur auf meiner Mutmaßung beruhen, die Überlieferung hätte vielleicht nicht immer so penibel genau funktioniert. Ich argumentiere NICHT: "Die unverfälschte Überlieferung hat wahrscheinlich nicht immer gut funktioniert, also wird gerade da, wo im sogenannten Urtext "Jahwe" steht, in Wirklichkeit ein paar hundert Jahre davor "Herr" gestanden sein."
Wenn Sie das nicht als solches fix annehmen, dann müssten Sie eigentlich Stellung dazu beziehen, inwieweit Sie noch Ihrer AT-Bibel vertrauen können? Ohne dass ich wirklich Ihre Antwort kenne, kann ich dann auch nicht speziell darauf eingehen.
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Sie aber ziehen, wie gesagt, Schlüsse, die auf der gegenteiligen Mutmaßung beruhen, Sie müssen also, wenn Sie nicht einsehen, dass Ihr Vorgehen nicht in Ordnung ist, eine stichhaltige Begründung für diese Mutmaßung liefern.
Beweise als solche habe ich keine. Aber Gegenbeweise erst recht nicht! Und Sie schweigen sich aus, oder bringen keine überzeugende Gründe, wenn Sie schon schreiben, dass das nur nach meiner Vorstellung so wäre…
Aber mindestens die 2 Punkte möchte ich hier anführen:
1) Ich glaube daran, dass JEHOVA GOTT für die treue Überlieferung des ATs gesorgt hat! Und da wo es stand der Name GOTTES, da steht es immer noch (im Grundtext)!
2) Aus allen vorhandenen Handschriften verschiedener früherer Zeiten findet man eine bemerkenswerte Übereinstimmung. Diese resultiert auch aus der Einstellung der damaliger Abschreiber, die sehr hohe Achtung vor dem Text hatten, welchen sie als von GOTT angegebenen ansahen. Und jeder war in Israel des Todes, welcher versuchte als Falschprophet oder Verfälscher des Wortes JAHWEHs sich zu betätigen! (u. a. 5. Mo 18:20).
Da waren genug Priester da, um Wache über dem Wort GOTTES zu halten! Abschreibung war keine 1-Mann-Aufgabe!
Das sind nur zwei Punkte, die für meine These sprechen. Welche sprechen für Ihre These?
Zitat von Jurek
Darüber hinaus würde das für Sie bedeuten, dass Sie keine Bibel besitzen, auf die Sie wirklich vertrauen könnten, wenn Sie meinen, dass die Überlieferung ursprünglicher Schriften ungenau war. Aber darauf wollen Sie wohl nicht eingehen…
Zitat von Gast
Sobald das andere geklärt ist.
Das eine steht doch unmittelbar in Verbindung mit dem anderen! Denn Sie sollten dazu auch eine Meinung im Gespräch haben und diese bereit sein kundzutun.
Ich möchte hier (nicht unbedingt) keine Monologe und Quizfragen machen.
Nehmen Sie doch bitte Stellung als gläubiger Christ zur Bibel! Denn wenn Sie das hier tun würden, gebe dann Ihrerseits nicht die bis jetzt haltlose Mutmaßung darüber, dass das AT in Ursprüngen verfälscht worden wäre oder ist.
Zitat von Jurek
Die Bibel (AT) wurde nun mal GEBRAUCHT und diese wurde auf vergänglichen Materialien geschrieben. Wundert Sie das wirklich, dass noch ältere Schriften kaum überdauert haben?
Zitat von Gast
Nein.
Was meinen Sie mit "Nein"? Wieso soll das Ihrer Meinung nach nicht stimmen?
Da sollten Sie schon etwas genauer drauf eingehen, damit ich es verstehen kann, um was es Ihnen dabei geht. Denn das nachfolgende über Aaron hat mit dem was ich hier schrieb, nichts wirklich zu tun!
Zitat
Aaron wurde z.B. von Mose in Gottes Auftrag zum Priester geweiht (Ex 29). Kurz darauf (Ex 32) goss er das goldene Kalb und baute ihm den Altar. Wenn Sie allen Ernstes aufgrund Ihrer Bücher sicher sind, dass Aaron auch in dieser Zeit so unverbrüchlich auf die unverfälschte Weitergabe der Zehn Gebote und anderer Texte bedacht war, dann wäre es vielleicht ratsam, diese Bücher beiseite zu legen und die Zeit, die Sie bisher damit verbracht haben, nun zusätzlich mit dem Wort Gottes zu verbringen.
Sie merken werter Herr nicht, dass Sie sich mit dieser Aussage selber den Boden unter Ihren Füßen wegziehen, wenn Sie über sich meinen, dass Sie Christ sind (für die AT auch zur Bibel gehört, als das von GOTT inspirierte Wort). Denn wenn es so wäre wie Sie das meinen, dann können Sie ihre Bibel (oder AT) zum Altpapier bringen.
Und was Aaron angeht, dann zuerst das: Es war nicht Aarons Idee dem Volk ein goldenes Kalb zu machen. Das Volk drängte regelrecht den Aaron dazu. Man kennt nicht die genauen Umstände, aber so freiwillig hatte Aaron das Kalb bestimmt nicht gemacht!
Und nicht Aaron hatte was damals mit dem "10-Wort" (10 Geboten) was zu tun, sondern danach brauchte Moses diese vom wahren GOTT JHWH her, welcher aufgrund dieser Ereignisse diese Tafeln zerschlug.
Als GOTT dann dem Mose wieder neuere beschrieb, wurden diese Tafeln aus Stein in der Bundeslade aufbewahrt. Aaron konnte das auch nicht wie verändern, geschweige wollte es.
Was soll also daran wann gefälscht worden sein?
Aaron machte Fehler in seinem Leben, wie Sie und ich auch! Da spielt dann keine Rolle welche Art Sünde, da Sünde wird prinzipiell mit dem Tod geahndet!
So auch Moses war auch nicht sündenlos und konnte mit seinem Bruder und seiner Schwester das verheißene Land nicht ererben.
Alle Menschen sind unvollkommen! Aber das hat absolut nichts mit den Abschriften des vollkommenem Wortes GOTTES zu tun, vor dem die Abschreiber große Achtung hatten!
Und überhaupt, was haben diese Geschichten mit Aaron da mit der Überlieferung des AT-Textes zu tun?
Zitat
Dass der "Urtext" nicht uneingeschränkt zuverlässig ist, wäre bewiesen, wenn man eine Stelle ausfindig machen könnte, wo im Urtext "Jahwe" steht, aber die gemachte Aussage nur für Christus, unseren Herrn, korrekt ist.
Also trauen Sie dem AT nicht?
Natürlich ist der Urtext 100% zuverlässig, weil es der Urtext ist! Aber nur wir haben den Urtext nicht, weil wie ich schon m. E. sehr nachvollziehbar Ihnen mehrmals schrieb, dieser wurde auf vergänglichen Materialien geschrieben und deswegen musste das immer wieder abgeschrieben werden! Urtext hat also nicht überdauern können, zumal dieser auf vergänglichen Materialien "verbraucht" wurde.
Zitat
Zitat von 1 Mose 6,6
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Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh.
stünde, wenn hier wirklich Jahwe geschrieben wäre, im Widerspruch zu
Zitat von 1 Samuel 15,28f. (Alte Elberfelder)
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Da sprach Samuel zu ihm: Jehova hat heute das Königtum Israels von dir abgerissen und es deinem Nächsten gegeben, der besser ist als du. Und auch lügt nicht das Vertrauen Israels, und er bereut nicht; denn nicht ein Mensch ist er, um zu bereuen.
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Mit "Herr" dagegen passt alles, weil dann auch Christus gemeint sein kann, was man eben im Einzelnen mit Hilfe des Heiligen Geistes herausfinden muss.
Sie haben dazu ziemlich sonderbare Ansichten… Darauf sind meine Vorschreiber schon eingegangen. Und selbstverständlich steht in 1.Mose 6:6 sowohl in der alten nicht revidierten Elberfelder "Jehova" drinnen, wie auch in dem Hebräischen Grundtext!
Sie mutmaßen hier was, was durch vorhandene Beweise völlig widerlegt wird!
Bitte beschäftigen Sie sich etwas genauer damit, weil dann werden Sie erkennen, wie wertvoll auch heute das AT für Christen sein kann, auch wenn sie nicht mehr unter dem alten Bund stehen.
(Das soll bitte hier nicht als destruktive Kritik missverstanden werden!).
Liebe Grüße!