Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#1 von Jurek , 25.02.2010 09:13

Da diese Thematik oft Frauen beschäftigt, die sich von der „Männerdomäne“ unterdrückt fühlen, möchte ich hier dieses Thema eröffnen und fragen, ob eine Frau in der Gemeinde/Versammlung eine hohe Lehramtstellung (Bischöfin) nach der BIBEL bekleiden darf?

Ich übernehme hier die Aussage zu dem Beitrag aus einer anderen Stelle und frage nach, welche Lehramtbetreffende Stellung kann/soll/darf eine Frau in einer Versammlung mit Brüdern bekleiden?

Du lieber @Philos schreibst bis jetzt dazu:

Zitat
man kann darüber diskutieren, ob biblisch gesehen eine Frau heute zu einem solch verantwortungsvollen Dienst an der Gemeinde berufen ist. Das NT berichtet, dass in den Anfängen des Christentums Glaubensschwestern als Prophetinnen in den Versammlungen dienten. - Apg 21:9; 1Korinther 11:5. Dies war eine äußerst wichtige Tätigkeit die sofort nach den Aposteln und noch vor den Evangelisten, Hirten und Lehrern erwähnt wird. - Epheser 4:11. Paulus sagte über Phöbe, eine Diakonin : 1 Ich empfehle euch unsere Schwester Phöbe; sie ist Diakonin der Gemeinde in Kenchreä. 2 Nehmt sie auf im Namen des Herrn, wie es sich für Christen gehört. Gebt ihr jede Hilfe, die sie braucht. Sie selbst hat vielen geholfen, auch mir. - Römer 16:1-2


Vielleicht wäre es zunächst vorteilhaft, solche Stellen wie 1.Tim 2:12a u.ä. mal zu erklären, was Paulus damit ausdrücken möchte?
Dann auch, wie schaute diese Aufgabe der Phöbe in einer Versammlung im ersten Jh. wirklich aus?

Bin gespannt auf Antworten!

L. G.


 
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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#2 von Maranate , 27.02.2010 16:47

Das ist in der Tat ein recht heißes Thema und selbst in christlichen Kreisen recht umstritten, obwohl doch die Bibel gerade dazu ganz klare Aussagen macht.

Zuerst sollte man vielleicht auch klar stellen, dass ein Diakon nichts anderes ist, als ein Diener. Solche Diener wurden auch in den ersten Gemeinden deshalb eingesetzt, damit sich die Ältesten = Leiter einer Gemeinde auf die Lehre im Wort konzentrieren konnten und sich nicht mit Kleinigkeiten davon ablenken lassen mussten. Solche Diakone halfen dann in ganz praktischen Diensten, wie das Zubereiten und Austeilen von Speisen beispielsweise. Auch heute gibt es reichlich viele Dienste in Glaubensgemeinschaften, welche Frauen übernehmen. Allerdings sollen Frauen keine leitenden Funktionen bekleiden. Daher lehne ich Päpstinnen oder Bischhöfinnen etc. absolut ab!

Unterordnung würde ich hier das Hauptthema bezeichnen, was ja auch der 1. Timotheus 2 anspricht.


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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#3 von Maranate , 27.02.2010 17:02

Was ist Unterordnung?

Unterordnung bedeutet, Gott oder der von ihm eingesetzten Autorität demütigen und vernünftigen Gehorsam zu erweisen. Es handelt sich um eine innere Herzenseinstellung, für die ein besonderer Segen verheißen ist. "Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit" (1.Petrus 5,6) . Unterordnung unter menschliche Leiter umfasst das Vertrauen auf Gott, dass er durch sie wirkt, und zugleich die Unterwerfung unter ihr Urteil oder ihre Entscheidung. Man spricht davon, "sich anzupassen" oder "einverstanden zu sein". Man kann Unterordnung mit dem Begriff "kein Widerstand" zusammen fassen. Um dies vielleicht noch besser zu erklären, wollen wir überlegen, was Unterordnung nicht ist:

1. Unterordnung ist nicht Minderwertigkeit

Christus ist mit Gott, dem Vater, gleich, dennoch gab er uns ein Beispiel für Unterordnung (Phil. 2,1-11). Wie Jesus während seines Erdenlebens in seiner Gottheit mit Gott gleich war (Joh. 10,30) und trotzdem seiner Autorität untergeordnet war (Joh. 14,28), so sind Frauen, wiewohl sie den Männern im Reich Gottes gleich sind (Gal. 3,28), der Autorität des Mannes in der Familie und in der Gemeinde untergeordnet (Eph. 5,22-24; 1. Korinther 11,3). In der göttlichen Ordnung hat kein Gedanke Platz, dass der Mann überlegen und die Frau minderwertig wäre, weder was den Wert noch was die Fähigkeiten betrifft. Gott möchte niemanden erheben (1.Petrus 5,3). Die Unterordnung von Frauen unter die Männer ist nur funktionell und nicht im Wesen begründet.

2. Unterordnung ist nicht das Ende des Verstandes

Die Rolle der Unterordnung bringt gute Möglichkeiten für Kreativität und Individualität mit sich, die in nützlicher Weise verwirklicht werden können. Es ist der Weg Gottes, wie man Gaben der Intelligenz, der Einsicht und der Urteilsfähigkeit ohne übermäßigen Druck und übermäßige Verantwortung einsetzen kann.


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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#4 von Maranate , 27.02.2010 17:17

3. Unterordnung ist nicht unerfülltes Leben

Unterordnung hilft, Talente und Fähigkeiten in wirksamerer Weise einzusetzen, und schenkt daher wahre Erfüllung. Wenn wir Gottes Plan verwirklichen, können wir tiefste Befriedigung in unserem Leben erlangen. Wenn wir uns Christus unterordnen, sind wir frei (2. Korinther 3,17.18; Jakobus 1,25). Wenn wir unseren "Teamkapitän" anerkannt haben, sind wir von der ständigen Frage "Wer entschiedet dieses Mal?" befreit.

4. Unterordnung ist nicht Schüchternheit

Unterordnung ist eine Herzenseinstellung und keine persönliche Eigenschaft. In Wirklichkeit kann eine "scheue" Person eine unterdrüäckte Rebellion in sich tragen, die plötzlich hervorbrechen kann. Eine offenere Person wird weniger dazu neigen, Dinge in sich hineinzufressen.

5. Unterordnung ist nicht Passivität

Es verlangt aktive und konzentrierte Anstrengung, um jemand anderem zu folgen. Von Natur aus sind die Menschen selbstsüchtig und eigenwillig. Göttliche Unterordnung ist unmöglich ohne göttliche Hilfe. Die erste Sünde in diesem Universum war die Rebellion Satans gegen die Herrschaft Gottes. Er sagte in seinem Herzen: "Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg ... Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleich machen" (Jes. 14,13.14). Die Versuchung, welche die Schlange Eva anbot, lautete: "Ihr werdet sein wie Gott" (1. Mo 3,5). Wir haben denselben Geist der Rebellion und Selbsterhöhung geerbt. Nur durch die neue Natur, die wir durch den Glauben an Christus bekommen haben, können wir unseren Willen demjenigen unterordnen, der Autorität über uns hat.

6. Unterordnung bedeutet nicht, ein "Ja-Sager" zu sein

Eine gute Nachfolgerin weiß, wann sie bei Entscheidungen die Quellen möglicher Gefahren objektiv aufzeigen muss. Sie beißt nicht einfach ihre Zähne zusammen und sieht zu, wie ihr Leiter stolpert. Mit einem stillen und sanften Geist teilt sie ihre Einsichten mit, überlässt aber die letzte Entscheidung ihm (1. Petrus 3,4). Beim konstruktiven Planen sind zwei besser dran als einer, solange sie nicht um das letzte Wort kämpfen. Eine Frau, die sich unterordnet, ist keine Bedrohung sondern eine Mitarbeiterin.

Die Quelle für meine Beiträge hier ist das Buch: "Kostbarer als Korallen", http://www.buecher.de/shop/buecher/kostb...arch-product-1/ von dem ich sehr viel lernen und in meinem Leben umsetzen durfte. Auf jeden Fall für alle christlichen Frauen zu empfehlen, die mit Unterordnung noch ihre Probleme haben.


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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#5 von Maranate , 27.02.2010 17:25

Alle Menschen stehen unter irgendeiner Autorität!

Die Gemeindeleiter (Hebr. 13,17), Eltern (Eph. 6,1-3), Arbeitgeber (1. Petrus 2,18) oder die Regierung (1. Petr. 2,13.14) ebenso. Sogar der König untersteht Gott. Die Anweisung, sich menschlicher Autorität unterzuordnen, birgt die Erinnerung in sich, dass die wahre Autorität hinter allem Christus ist. Es ist Gott, der sogar bestimmt, wer in die höhsten Positionen erhoben wird (Psalm 75,6.7). Was die Regierungsmitglieder betrifft, werden wir aufgefordert, uns den übergeordneten Mächten unterzuordnen, "denn es ist keine staatliche Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet" (Römer 13,1). Älteste stehen uns vor in dem Herrn. Kinder, die noch zu Hause leben, sollen den Eltern gehorsam sein, denn dies ist wohlgefällig im Herrn (Kol 3,20), und wir sollen uns Arbeitgebern unterordnen als dem Herrn (Eph. 6,5-8).

Es fällt leichter, sich jemandem unterzuordnen oder jemanden zu ehren, der von Gott in eine bestimmte Stellung gesetzt wurde, wenn wir erkennen, dass unser positives Verhalten zu unserem eigenen Wohl dient. Als eine Folge davon, werden wir stärkere Aufseher haben. Ein Leiter ist mehr um die Nöte seiner Mitarbeiter besorgt, wenn er nicht länger um seine Stellung kämpfen muss.


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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#6 von Maranate , 27.02.2010 17:42

Diese Ordnungen in der Befehlskette ist als unser Schutz gedacht. Harmonie ensteht, wenn wir Respekt zeigen. Verwirrung folgt, wenn wir Dinge in unsere eigenen HÄnde nehmen wollen, obwohl es nicht in unseren Aufgabenbereich gehört.

Indem wir uns den Führern und den Gesetzen des Landes unterwerfen, bringen wir "die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen" (1. Petrus 2,15), empfangen Ehre von den Herrschenden (Römer 13,3), entgehen Bestrafungen (Röm 13,3.4) und haben ein gutes Gewissen (Römer 13,5).
Wenn wir Älteste in der Gemeinde achten und uns ihrer Führung unterordnen, bereiten wir ihnen Freude und helfen ihnen dadurch, ihre Leitung für uns gewinnbringend zu gestalten (Hebr. 13,17). Der hoch geachtete Ehemann kann seine Aufgabe, sich für seine Frau hinzugeben und sie zu nähren, besser erfüllen (Eph. 5,32.33). Eltern werden zu einer gottgegebenen Quelle der Führung und Sicherheit für ihre Kinder (Sprüche 6,20-23). Arbeitgeber machen es uns möglich, die Sorgfalt und Treue des Herrn zu demonstrieren, und dadurch von Ihm, entsprechend unserem Dienst, belohnt zu werden (Kol 3,22-25).

Ein sehr schönes Anschauungsbeispiel das sehr zum Nachdenken anregt sei hier noch eingebracht:

Das beste Fußballteam ist nicht unbedingt dasjenige mit den besten Einzelspielern. So ist es auch im Leben. Teamarbeit ist für langfristigen Erfolg erforderlich. Wir sollten niemals im Wettstreit mit unseren Leitern arbeiten sondern stets in Einklang mit ihnen. Wer kritisiert und die Autorität des Leiters für sich beansprucht, ist wie ein Fußballspieler, der immer in der Position von anderen spielt. Auf lange Sicht wird das Spiel dadurch nicht besser. Wenn jemand versucht, die Arbeit eines anderen zu tun, was wird passieren, wenn seine eigene Aufgabe getan werden muss?
Er schwächt nicht nur den Spieler, den er dadurch eingeschüchtert hat, dass er sein mangeldes Vertrauen auf dessen Fähigkeiten gezeigt hat, sondern er lässt auch seine eigene Stelle im Stich. Der beste Spieler für eine Aufgabe in einem Teamsport ist der, dem die Aufgabe anvertraut wurde.


Ebenso wird eine Frau auf lange Sicht versagen, wenn sie ihren Mann herunter macht oder seine Verantwortung als Haupt zu Hause übernimmt. Sie wird in der ihr zugedachten Rolle als Ehefrau und Mutter nicht mehr ihr Bestes geben können, weil sie einen Ehemann und Vater entmutigt hat, der dadurch weniger fähig für die Leitung sein wird. Die Frau mit Teamgeist erkennt ihre Abhängigkeit von dem Leiter. Sie stehen und fallen gemeinsam.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Beiträgen vielleicht dem einen oder anderen helfen, sich freiwillig und gerne unterzuordnen.
liebe Grüße
Maranate


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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#7 von Jurek , 27.02.2010 18:32

Vielen Dank für diese interessante und ausführliche Ausarbeitung!

Ja, ich habe auch Probleme mit einer „Bischöfin“ …

Ich meine, dass etliche Feministinnen wohl da was nicht ganz richtig verstehen mit der Unterordnung (Aufgrunt tatsächlicher Unterdrückungen der Fragen, was sie hiermit vermischen…), denn diese Unterordnung gilt ALLEN (meiner Überzeugung nach JESUS auch – bis auf JEHOVA GOTT, Den Einzigen, der über sich keinen Haupt hat).
Der (Ehe)Mann ist kein „Pascha“ und seine Frau nicht seine Sklavin…, sondern so wie JESUS das wollte, der uns ein Beispiel gab mit Ihn und seiner Versammlung (die in Offenbarung als seine Braut bezeichnet wird)…

Ich denke, wenn man wirklich versteht, was es nach der Bibel bedeutet, dass die (Ehe)Frau dem (Ehe)Mann untertan sein soll, dann (zumindest ich, wenn ich eine Frau wäre…) sehe ich nach der Bibel keine „Frauenunterdrückung“ dabei oder so was.
Schließlich auch vor dem HERRN, sind wir alle Menschen gleich! Auch im Himmel wird es keine Geschlechter mehr geben, denn auch die Engel sind Geschlechtslos…

Ich denke, dass Anfangs die erwähnte Schwester Phöbe, keine besondere Stellung wie eine Art „Bischöfin“ oder so was in der Versammlung inne hatte, sondern die war AUCH „nur“ eine Dienerin in der Versammlung (die jüngere FRAUEN unterrichtete)…

= Ist da jemand einer anderen Meinung?

Liebe Grüße!


 
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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#8 von Philos , 28.02.2010 10:49

Liebe Maranate, liebe Leser,
ich habe mit großer Aufmerksamkeit die von dir zitierte Artikelserie über Unterordnung gelesen. Inhaltlich könnte der Stoff von jeder Kirche oder Gruppe stammen. Da die Artikel von religiösen Führern oder unter ihrer Leitung geschrieben wurden entsprechen sie natürlich dem Wunschdenken aller Geistlichen und Ältesten die eine absolute Unterordnung oder Unterwerfung von den Anhängern ihrer Gemeinschaft erwarten. Nehmen wir ein Beispiel um zu zeigen wie sie das erzwingen :
17 Gehorcht und fügt euch euren Führern! ... - Hebräer 13:17 Elb; 17
Gehorcht und fügt euch euren Führern! ... Schlachter.

Eine Frage mag wohl hier gestattet sein : Seit wann haben wiedergeborene Christen menschliche "Führer" ? (Siehe Matthäus 23:6-12). Sind sie nicht alle Brüder und nur einer ist ihr "Führer" : der Christus ? Was ist also die Bedeutung von Hebräer 13:17 ? Hat sich hier Petrus geirrt oder haben die Übersetzer unter der Führung ihrer religiösen Fürhrern etwas hineininterpretiert ?
Im griechischen Text des NT steht peithomai das alle mit gehorcht übersetzen. Was bedeutet aber wirklich peithomai, das von peitho stammt ?
Peitho : überreden oder überzeugen ... zureden .. zu überzeugen suchen, das Wohlwollen zu gewinnen suchen ... beschwichtigen durch Überredung, überreden ... versichern, zur Ruhe bringen, von Furcht und Zweifel befreien ... von jmd oder etw überzeugt werden, jmf oder etw Gehör geben, gehorchen, mit jmd übereinstimmen, sich von jmd überreden lassen ... - Elberfelder Studienbibel mit Sprachschlüssel S. 938.
Jeder Übersetzer kennt diese genaue Bedeutung von peitho, das sorgfältig mit Berücksichtigung des Kontextes übersetzt werden sollte. Warum enthalten alle Bibelübersetzungen "Gehorcht ... euren Führern (oder Leitern usw)" in Hebräer 13:17 ? Warum wird hier ein militärischer Gehorsam in den Übersetzungen gefordert, da doch peithomai hier eine ganz andere Bedeutung hat ? Die Christen einer Gemeinde sollen sich überzeugen lassen durch die biblische Argumentation der Ältesten und nicht blind blinden religösen Führern folgen, wovor Jesus doch gewarnt hat ! - Matthieu 14:13-14.
Wer seinen religiösen Führern gehorcht sitzt fest und folgt Menschen und nicht dem, der sagte :
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. - Johannes 14:6

Mit aufrichtigem Gruß
Philos


... damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. - Johannes 5:23

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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#9 von Maranate , 01.03.2010 12:00

Lieber Philos,

meine Ausführungen dienten in erster Linie dazu, aufzuzeigen, dass die Unterordnung von Gott gewollt ist und in seiner Ordnung nichts mit Unterdrückung zu tun hat.

Das Buch "Kostbarer als Korallen" wurde von keinerlei Führern geschrieben, sondern von einer Frau und dient Frauen, die sich mit ihrer Unterordnung auseinander setzen wollen. Es ist eigentlich ein Kurs. Jedenfals schrieb es Wanda Sanseri, welche von ihrem ersten Mann, Steve Kennedy, welcher verstarb, unterstütz wurde. Ihr zweiter Ehemann Gary Sanseri half ihr, es fertig zu stellen.
In dem Buch geht es nie um einen millitärischen Gehorsam, sondern um den freiwillgen Gehorsam, welcher letztlich nur zum Segen führen kann.
Außerdem entnahm sie alle Bibelzitate der revidierten Elberfelder Übersetzung.

Zitat
Seit wann haben wiedergeborene Christen menschliche "Führer" ?



Diese haben sie von Anfang an, wo Gemeinden gegründet wurden. Älteste sind ebenso von Gott gewollt und von ihm eingesetzt. Es gibt aber nie nur einen einzigen, also keine Diktatur. Abgesehen davon unterliegen diese Ältesten = Führer direkt Jesus Christus und sind ihm Rechenschaft schuldig!

Dazu einige sicher interessante Bibelstellen, die wohl genügend Aufschluß darüber geben: Apostelgeschichte 20,28: "Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten"

Sehen wir uns einmal das Amt eines Aufsehers = Altesten genauer an, und alles was er erfüllen muss!
1. Timotheus 3, 2ff: "Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, sittsam, gastfrei, lehrfähig, kein Trinker, kein Schläger, sondern milde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, der dem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unterordnung hält - wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Gemeinde Gottes sorgen? -, nicht ein Neubekehrter, damit er nicht, aufgebläht, dem Gericht des Teufels verfalle. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in übles Gerede und in den Fallstrick des Teufels gerät."

weiters finden wir eine solche Auflistung im Titus 1, 6ff: " .... heilig, enthaltsam, der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehrezu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen."
Ebenso ist auch die Latte für Diener in einer Gemeinde sehr hoch! Ich denke, wenn man über all diese Angaben hier nachsinnt, dann weiß man, dass es nur wenige gibt, die wirklich tauglich sind. Solchen Männern ordne ich mich gerne freiwillig unter.

1. Petrus 5,2-3: "Hütet die Herde Gottes, die bei euch ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, Gott gemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig, nicht als die, die über ihren Bereich herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet!"

Ich denke, dass wirklich alle Zweifel an der gottgewollten Ordnung ausgeräumt werden, wenn man sich solche Stellen genauer ansieht und sich damit auch auseinander setzt.

Zitat
Da die Artikel von religiösen Führern oder unter ihrer Leitung geschrieben wurden entsprechen sie natürlich dem Wunschdenken aller Geistlichen und Ältesten die eine absolute Unterordnung oder Unterwerfung von den Anhängern ihrer Gemeinschaft erwarten.



Mit diesem Beitrag hoffe ich doch, solche Vorurteile aus dem Weg räumen zu können. Wahre christliche Leitung einer Gemeinde Jesu hat nicht das Geringste mit all den religiösen Führern von weltl. Kirchen und deren Wunschdenken zu tun. Der Gott der Bibel ist allerdings sehr wohl ein Gott der Ordnung.

liebe Grüße
Maranate


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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#10 von Maranate , 01.03.2010 12:09

Lieber Jurek,

Zitat
Ich meine, dass etliche Feministinnen wohl da was nicht ganz richtig verstehen mit der Unterordnung (Aufgrunt tatsächlicher Unterdrückungen der Fragen, was sie hiermit vermischen…), denn diese Unterordnung gilt ALLEN (meiner Überzeugung nach JESUS auch – bis auf JEHOVA GOTT, Den Einzigen, der über sich keinen Haupt hat).
Der (Ehe)Mann ist kein „Pascha“ und seine Frau nicht seine Sklavin…, sondern so wie JESUS das wollte, der uns ein Beispiel gab mit Ihn und seiner Versammlung (die in Offenbarung als seine Braut bezeichnet wird)…



Sehr schön hast du es zusammen gefasst, danke. Leider meinen wirklich viele Frauen, dass Gott eine frauenfeindliche Einstellung hätte, sie nur unterdrücken möchte usw. ... Derart denkende Feministinnen haben sich noch nie eingehend mit dem Willen und der liebvollen Führsorge Gottes auseinander gesetzt. Er kümmert sich einfach wunderbar um uns Frauen. Durch die Unterordnung des eigenen Mannes wird sie von vielen Aufgaben befreit und kann sich ihren wirklich wichtigen Aufgaben widmen und sich darin voll entfalten.

Leider wollen heute aber viele Frauen sozusagen ihren Mann stehen. Aber wenn eine Frau ein Mann sein sollte, und das gut für sie wäre, dann hätte Gott ausschließlich Männer gemacht. So hat eben jedes Geschlecht manch spezifische Aufgaben, und sie sind ja auch unterschiedlich geschaffen und beschaffen. Wozu soll es denn gut sein, dass sich Frauen auf diese lächerliche Art beweisen wollen? Den Männern beweisen sie dadurch gewiß nichts. Es würde der ganzen Gesellschaft zugute kommen, würden sich mehr Frauen auf ihr Aufgaben besinnen und in liebevoller, führsorglicher Weise sich um die Familien kümmern, anstatt die Karriereleitern hochklettern, wo sie nur selten wirklich etwas bewirken können. Da lobe ich mir doch meinen Einfluß, den ich in aller Unterordnung ausüben kann und dadurch meine Kinder befähigen kann, mit beiden Beinen gefestigt im Glauben ihr Leben zu bestreiten und für Gott ein Vorbild sein zu können.

liebe Grüße
Maranate


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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#11 von Philos , 01.03.2010 12:53

Liebe Maranate,

es freut mich zu lesen, dass du wieder aktiv geworden bist und ich gehe sehr gerne auf deine weitere Beiträge ein. Ich konnte nicht früher auf manches eingehen denn wir hatten eine lange Stromunterbrechung wegen dem Sturm den wir aber gut überstanden haben. Wir hatten 3 unserer Enkel bei uns als es losging. Vom Haus aus konnten sie gut dans ganze Tal beobachten und sehen wie die Bäume auf dem gegenüberliegenden Berg sich beugten. Es war sehr beeindruckend ! Was auch neu war für sie war das Familiengespräch im Kerzenlicht. Ich habe ihnen von meinen Erfahrungen während dem 2. Weltkrieg erzählt wo wir uns auch oft im Kerzenlicht unterhielten. Eine Welt ohne Fernsehen und ohne Videospiele ist für sie unvorstellbar. Wir konnten sie erst sehr spät am Abend nach Hause fahren nachdem die Feuerwehr die Bäume von der Strasse geräumt hatte.

Danke für die zusätzlichen Informationen über die Autorin der Auszuge die du zitiert hast. Diese Frau hat ganz einfach das wiederholt, was die römisch-katholische Kirche und später andere Kirchen und Gruppen über die religiösen Führer geschrieben haben. Auch die Zitate die du nun neu hinzugefügt hast sind gut bekannt und selbstverständlich unterstütze ich auch diese Bibeltexte, zumal ich schon seit über 50 Jahre als "Ältester" in verschiedenen Gemeinden tätig war und weiterhin bin (Ich war schon mit 20 vorsitzführender Ältester einer Gemeinde). Leider habe ich den Eindruck, dass wir aneinander vorbei reden. Was ich besonders betone ist die Warnung, nicht den religiösen Führern blind zu folgen indem man z.B. verschiedene Dogmen ungeprüft übernimmt und somit durch Menschen- und Dämonenlehren irregeführt wird. Ich werde noch näher darauf eigehen.

Bis bald.
L.G. an alle
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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#12 von Gast , 01.03.2010 15:52

Dannke Philos,

für deine Warnungen - ich bin mir dieser Gefahren schon bewusst und folge niemanden einfach blind nach.

Aber da du eben selber auch Ältester bist und schlange warst, weißt du auch, um wieviel schwerer es Älteste haben können, wenn sich die Herde ständig auflehnt und sich kaum führen lassen will. Leider merkt man den Endzeitlichen Geist in den Gemeinden auch immer mehr, und da haben die ohnehin schon alle Hände voll zu tun.

Ich wollte lediglich auch aufzeigen, dass man in der Unterordnung super gut leben kann und wohl behütet ist. Abgesehen davon trägt man um einiges weniger Verantwortung, wenn man als Frau nicht unbedingt die Aufgaben der Männer übernehmen will.

Bei uns ging der Sturm ziemlich leicht vorüber. Wir hatten lediglich mit Fönsturm zu tun, der maximal bei einigen Menschen Kopfschmerzen auslösten. Allerdings sind wir dafür sonst alle kränklich zur Zeit.
So nette Unterhaltungen bei Kerzenschein kennen wir auch. Wir haben ein Gartenhäuschen ohne Stromversorgung. Da ist man mal weg von all dem mordernen Zeug ... tut manchmal richtig gut.

liebe Grüße
Marante


I N F O R M A T I O N

#13 von Jurek , 01.03.2010 17:49

Nebenbei: Ich weiß zwar nicht, ob mir dies gelungen ist, aber ich hoffe, dass ich solche Namenlose (abgesehen von der „Unterschrift“) Beiträge jetzt durch eine Einstellung verhinderte, da die Gefahr, wegen Spam, von Außen besteht ……
Admin-Jurek


 
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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#14 von Jurek , 01.03.2010 17:57

Ja, liebe Maranate. Danke für dein Statement und Antwort an mich, welcher ich zustimme.
Ich meine, dass wer Bibel wirklich kennt, der weiß, dass auch seitens des Paulus, die Frauen gar nicht benachteiligt sind, sondern (wie du auch das schreibst) andere (sehr wichtige!) ergänzende Aufgaben haben – und durchaus nicht allein nur hinter dem Herd und zu Hause eingesperrt zu sein. ;)

L. G.


 
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RE: Stellung der Frau in der chr. Versammlung

#15 von Maranate , 01.03.2010 18:07

Hallo Jurek!

Zitat
Nebenbei: Ich weiß zwar nicht, ob mir dies gelungen ist, aber ich hoffe, dass ich solche Namenlose (abgesehen von der „Unterschrift“) Beiträge jetzt durch eine Einstellung verhinderte, da die Gefahr, wegen Spam, von Außen besteht ……
Admin-Jurek



Entschuldige, das war mein Fehler, da ich vergaß mich anzumelden. Ich versuche mehr darauf zu achten.

lg Maranate


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