Kap. 3 u. 4

#31 von Jurek , 23.08.2014 07:52

Aus heutiger Bibellesung und -Wiederholung:

Interessant in heutiger Bibellesung war, dass Paulus einerseits in Kap. 3 möchte die Christen ermuntern über die „Milchspeise“ endlich mal hinauszugehen, aber auch im Kap. 4 Polemik betreibt, über die (eingebildeten) „Superfeinen Apostel“…
Es kommt immer wieder darauf an, aus welchem Grund man was macht! =(V.14!).

Auch wenn ich hier und da welche Leute kritisiere (z. B. die WTG und die „ZJ“ etc.), so ist das genau auch und nur aus diesem Grund!
Ohne Liebe ist alles Nichts!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Kap. 3 u. 4

#32 von Schrat , 23.08.2014 08:23

Lieber Jurek,

hinsichtlich "Superfeine Apostel".

Es ist auch heute so, daß es Menschen, die sich auch Christen nennen, die rein äußerlich sicher "was her machen".
Das heißt, sie haben gute und höfliche Umgangsformen, sind gebildet, haben keine "Ecken und Kanten". Und doch findet man evtl. das Wichtigste bei Ihnen nicht: Liebe und wahren Glauben.

Und andersrum haben wahre Diener auf den genannten Gebieten vielleicht manchmal Defizite, aber das Herz auf dem rechten Fleck! Paulus selbst machte vom Äußerlichen wohl im Gegensatz zu den "Superfeinen Aposteln" nicht soviel her. Außerbiblische Berichte sprechen davon, daß er klein von Statur war. Dann war noch ein nicht näher definiertes Gebrechen, manche meinen Epilepsi und gute Augen hatte er auch nicht. Seine Briefe waren immer beeindruckend, wie wir heute ja noch feststellen können, aber seine persönliche Redefähigkeit vor versammelter Mannschaft vielleicht nicht so beeindruckend wie die der Superfeinen Apostel. Jedenfalls warfen dies ja gemäss NT einige dem Apostel Paulus vor.

Gruß

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Kap. 4

#33 von Jurek , 23.08.2014 08:31

Hallo Schrat,

danke für deine Meinung bezüglich der „Superfeinen Aposteln“.
Ich möchte damit auch anregen, mal selber den Kapitel 4 durchzulesen (oder sich mal anzuhören), wo Paulus die Bedeutung von Demut beschreibt …

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
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#34 von Jurek , 31.08.2014 18:07

Ich habe es heute an einer anderen Stelle gewagt, im Beitrag #13, u. a. der WTG Menschenrechtsverletzung zu unterstellen (durch ihr Zweierleimaßstab). Eine ziemlich harte Beschuldigung…
Ich denke, dass der Paulus auch so ähnliche Beschuldigung erhebt.
In gestriger Bibelbetrachtung wurde Kapitel 5 besprochen.
In diesem Kapitel erwähnt Paulus einige wichtige Dinge. Einerseits klar und offen eine starke Unzucht zwischen einem aus der Versammlung und seiner Schwiegermutter, und andererseits, wie man mit solchen Menschen in einer Versammlung umgehen sollte.
Paulus schreibt (V. 9 u. 13) dass man solchen reuelosen Sünder aus der Versammlung ausschließen sollte, weil nur ein wenig Sauerteig, die ganze Masse durchsäuert. Und es ist nun mal leider so, dass sich das wenige Schlechte schneller aus- und verbreitet als das mehr Gute.

Was können wir nun aus den Worten Pauli für uns (alle) lernen?
Warum auch meine Unterstellung u. a. an die WTG gerichtet, wegen Verletzung von Menschenrechten? Was hat das jetzt damit zu tun?
Ich denke schon.

Ich verstehe diesen Kapitel (auch die Parallelstellen dazu) so, dass:

1) Vers 11 steht in orientalischen Sinn von Gemeinschaft damit zusammen, dass man keine enge Gemeinschaft mit solchen Sündern haben soll, die differenziert in diesem Vers erwähnt werden. Weil sich das Schlechte auf Gute ausbreiten könnte. Also zum geistigem Schutz der anderen!
2) Das hat aber nicht damit was zu tun, einen normalen höflichen Umgang zu vernachlässigen, wenn man im westlichem Sinn beim Vorbeigehen nur „guten Tag“ sagt.
3) Vers 10 zeigt ja, dass man zu den Menschen keinen Abstand im absoluten Sinne haben soll, sonst müsste man aus dieser Welt herausgehen! Denn JESUS und andere Jünger hatten immer Kontakt zu den Sündern, die einen Arzt benötigten (wenn sie es wollten). Also die Initiative kam von Gesunden aus…
4) Vers 5 besagt nach meinem Verständnis, dass solche Menschen im Fleische sollen zwar dem Satan übergeben werden mit ihren schlechten Taten, aber zu dem Zweck, damit der Geist derer doch gerettet werden kann (also wo auch Hilfe angeboten wird), womit man denen den Beistand nie verwehren sollte, wenn sie als geistig Kranke die Hilfe wünschen.
5) Wichtig wäre auch zu wissen, warum man wem meiden soll…
6) Ausschluss darf nur auf der Grundlage der Bibel erfolgen, nicht aber (wie beispielsweise bei der WTG), Aufgrund auch allein des Ungehorsams gegenüber der WT-Leitung mit ihren wandelbaren Lehren und Entmündigungsgebot, indem man als den Grund die absolute Treue zur WT-Organisation fordert.

Wenn ich da was falsch verstanden habe, bitte ich (wie immer) um Korrekturen.
D a n k e .


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
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5:9-11

#35 von Jurek , 07.09.2014 12:28

Nochmals laut nachgedacht und dazu gefragt, - aus der wöchentlichen Bibellesung:

„9 In meinem vorigen Brief habe ich euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang mit Menschen haben sollt, die in sexueller Unmoral leben. 10 Damit habe ich nicht die unmoralischen Menschen dieser Welt gemeint, die Habgierigen, die Räuber oder die Götzenanbeter. Sonst müsstet ihr diese Welt ja verlassen. 11 Nein, ich meinte in dem Brief, dass ihr keinen Umgang mit jemand haben sollt, der sich Bruder nennen lässt und trotzdem in sexueller Unmoral lebt oder ein habgieriger Mensch ist oder ein Götzenanbeter, ein Verleumder, ein Trinker oder ein Räuber. Mit solch einem Menschen sollt ihr nicht einmal zusammen essen.

Ich möchte nochmals das aufgreifen um darauf hinzuweisen, dass sich dabei um ein VERGLEICH mit den Weltmenschen handelt, auch wenn der neue Bezug auf eigene Reihen von Brüdern geht.
Im Vers 9 schreibt Paulus, dass er den Korinthern schon in früheren Brief geschrieben hatte, wie man sich gegenüber solchen wie genannt Sündern dieser Welt verhalten soll. Also keinen Umgang mit denen zu haben! Aber wie? Natürlich nicht gänzlich im Sinne der Praxis von den Pharisäern des ersten Jahrhunderts und im Sinne der „ZJ“ in ihrer Praxis! Sonst müsste man (in beiden Fällen!) „diese Welt ja verlassen“! Eine etwas überspitzte Aussage des Paulus, um anzudeuten, dass man den Pharisäern nicht nachmachen soll …
Das gemeinsame Essen war damals (wie heute in orientalischen Kreisen) eine enge Gemeinschaft mit dem Geladenen. Das kann man auch an zahlreichen Stellen in der Bibel nachlesen.
Auch das Grüßen (siehe 2.Joh 10,11) war ganz was anderes als beim Vorbeigehen einfach „Guten Tag“ zu sagen! Man soll auch nicht den Sünder hassen (gar doch für den beten!), sondern nur die Sünde!

Also bitte, wo soll der Unterschied bestehen zwischen einem Sünder aus der Welt, den man nach der Bibel zu meiden hat, und jemanden zu meiden, der gleiche schwere Sünden begeht, welcher sich aber „Bruder“ nennt?
Steht die Antwort dazu wo in der WT-Publikation?


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RE: 5:9-11

#36 von Schrat , 07.09.2014 21:15

Lieber Jurek,

darüber habe ich mich ja auch schon des öfteren geäußert.

Wobei das mit der "Hurerei" und dem "Ehebruch" auch noch so ein gesondertes Problem ist. Denn manchmal wird darunter etwas eingeordnet, was da gar nicht hingehört. Z.B. lehren Zeugen Jehovas - aber nicht nur diese - wenn junge Leute voreheliche Beziehungen hätten, das wäre "Hurerei". Ich will ein solches Verhalten nicht gutheißen und es kann, wenn ständig so was bei einer Person geschieht, tatsächlich zur Hurerei werden. Aber wenn das einmal passiert ist und das Paar auch vor hat und gewillt ist, zu heiraten, kann ich das nicht unter "Hurerei" einordnen. Sicher ist das nicht vorbildlich, aber das kann nun mal passieren und ist dann nicht Ausdruck von "Hurerei" sondern Ausdruck ihrer Liebe zueinander. Hurerei ist ein Verhalten, welches für Huren und Hurer typisch ist, nämlich wahlloser Geschlechtsverkehr mit allen möglichen und die dazu gehörenden oft unnatürlichen Praktiken.

Wie Gott so etwas ansieht, hat er ja in der Thora niederschreiben lassen. In diesem Falle sollte das Paar nicht gesteinigt werden, sondern der Mann sollte dann diese junge Frau heiraten!

Ich meine durch eine falsche Anwendung der Gedanken des Paulus auf diesen Personenkreis werden diese unnötig stigmatisiert und ihr künftiger gemeinsamer Lebensweg vorbelastet. Wenn sie dann in einem Komiteefall "bereut" haben und heiraten wollen, wird der Königreichssaal nicht für eine Hochzeitsansprache zur Verfügung gestellt. Ich finde das lieblos.

Überhaupt war ursprünglich kein "Rechtskomitee" vorgesehen, sondern die ganze Versammlung wurde gerügt, daß wenn solch klare für jedermann sichtbare Fakten vorlagen, dem entsprechend zu reagieren und den engen gesellschaftlichen und freundschaftlichen Kontakt abzubrechen. Dazu bedurfte es keines Rechtskomitees und keiner Bekanntmachung von der Bühne her. Was in diesem Fall natürlich normalen Umang einschließlich eines kurzen und formellen Grußes innerhalb der gleichen Familie oder auf der gleichen Arbeitsstelle nicht ausschließt.

Und wenn dann für die ganze Versammlung sichtbar, der Betreffende sein Verhalten revidiert und bereut hat, dann brauchte es ebenfalls nicht eines Rechtskomitees um diesen Sachverhalt nun zu prüfen und von der Bühne bekannt zu machen. Auch hier entnehme ich den Worten des Paulus, das wiederum die ganze Versammlung ermahnt wird, dies zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu handeln.

Ich will damit nicht die Rechtskomitee- Funktion in Frage stellen. Denn Paulus hat ja selbst praktisch die Funktion eines Rechtskomitees gebildet, weil die Aufseher da wohl versagt haben. Eigentlich hätte dieser Hinweis nicht vom Paulus sondern von den Aufsehern der Versammlung kommen müssen, falls die Versammlung nicht von selber so reagiert, wie Paulus es beschreibt.

Gruß
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RE: 5:9-11

#37 von Jurek , 08.09.2014 02:27

Hallo Schrat,

Zitat
darüber habe ich mich ja auch schon des öfteren geäußert.


Daran kann ich mich nicht erinnern wo das gewesen sein soll, mit entsprechender Quelle zu der Antwort der WTG auf meine obige Frage im Vergleich bezüglich des Umganges auch mit Hurern aus dieser Welt (also keinen Christen)?
Wo ist da also der UNTERSCHIED zwischen den einen und den anderen im Umgang mit denen?

Gruß


P. S. – Info:
Nach wie vor geht es hier um das Thema 1.Kor 5:9-11. Da ich aber keine so radikal praktizierende Gemeinschaft in dieser Hinsicht kenne als die WTG-Zeugen, hinterfrage ich hier also die Gründe zu anderer (An-)Sicht zu der Bibelaussage. Denn diese Frage ist nicht nebensächlich, sondern für Schicksale von vielen Menschen, die unterschiedlich behandelt werden, verantwortlich.


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RE: 5:9-11

#38 von Schrat , 08.09.2014 09:39

Lieber Jurek,

....wo habe ich das geschrieben....

Das kommt dabei raus, wenn man mal was so aus dem Gedächtnis aufschreibt, ohne es vorher geprüft zu haben.
Nach meiner Datenbank habe ich wohl tatsächlich hier in dieser Sache noch nichts verlauten lassen. Aber das ist ja wohl auch letztendlich nebensächlich, es kommt ja auf die Gedanken an sich an.

Eine andere Sache, die ähnlich gelagert ist, und die gerne von der WTG und auch anderen unter "Hurerei" eingeordnet wird, sind wilde Ehen. Auch hier meine ich trifft das Wort "Hurerei" nicht zu. In dem Diskusi-Forum von Gachen hatte ich mal folgendes veröffentlicht:


Sicher muß man unterscheiden zwischen "Porneia" = Hurerei, also wahllosen Geschlechtsbeziehungen, Ehebruch und einer sogenannten "wilden Ehe".
Wenn jemand lange Zeit mit jemand wie in einer Ehe zusammenlebt, ohne gesetzlich verheiratet zu sein, lebt er nach m.E. nicht in "Hurerei", aber jemand der das tut und Christ sein will wandelt "unordentlich", weil die Bibel sagt, daß die Ehe ehrbar in den Augen aller sein soll. Wenn man das nicht tut, erschwert man zwischen tatsächlicher Hurerei und "wilder Ehe" zu unterscheiden und leistet Geschwätz und Verdächtigungen Vorschub.
Das wäre dann die Ehe nach "Naturrecht". Es soll ja auch noch Länder geben, wo es dieses gesetzliche Einschreiben nicht gibt. Da gibt es dann nur die Ehe nach "Naturrecht".

Wie schwer solche Unterscheidungen dann sind, kann man daran ermessen, wenn man sich mal vor Augen führt, daß jemand eine Weile (2 Jahre) mit dem einen so zusammenlebt und dann geht er einfach weg und lebt wieder ein paar Monate oder Jahre mit einer anderen zusammen usw. Könnte man das dann wieder unter Hurerei = wahlloser Geschlechtsverkehr einordnen? Eine vor Gott rechtsgültige Ehe ist auf Dauer angelegt und nicht gesetzmäßig zu heiraten leistet solch einem Verhalten dann Vorschub. Ich kann verstehen, daß viele dann so etwas unter "Hurerei" einordnen und in extremen Fällen ist es dann m.E. auch. Vergleichsweise kann man das mit der Ehebrecherin vergleichen, die von Jesus zurechtgewiesen wurde, von der Jesus sagte, daß ihr jetziger "Mann" ebend nicht ihr Mann war.

Gruß
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RE: 5:9-11

#39 von Jurek , 08.09.2014 18:21

Hallo Schrat,

danke für deine Mühe, aber ich denke, du hast mich nicht verstanden, um was es mir ging, auch wenn ich das extra unterstrichen hatte. (Ich war wohl zu undeutlich? Versuche es noch besser).
Das Thema hier ist nicht die Definition von „Porneia“ o.d.g., und ob die WTG das richtig oder falsch interpretiert!
Das Thema und die Frage bezieht sich auf die Qualität der MEIDUNG solcher Personen, egal ob „Bruder“ oder ein Weltlicher. Denn alle beide sind als Gemeinschaft zu meiden nach Worten Pauli. Oder nicht?

Die Aussagen des Apostels Paulus in seinem früheren Brief, bezogen sich also ursprünglich auf die Menschen VON DER WELT, dass diese, die sowas treiben, ZU MEIDEN SIND.
Dann schreibt er nun, dass auch jemand, der sich „Bruder“ nennt, aber auch sowas treibt, ZU MEIDEN ist!
WO ist also der UNTERSCHIED bei der FORM DER MEIDUNG von WELTLICHEN und solchen, die sich „Bruder“ nennen? (Man soll doch alle BEIDE Seiten meiden, die Weltlichen und die aus der Versammlung, die die gleichen Dinge treiben!).
Hat irgendwo die WTG den Unterschied mit Umgang zu den zwei Gruppen von Leuten, die das gleiche treiben, erklärt? Wenn ja, wo?

= Verstehst du meine Aussage?

Ich möchte aber mein Bibelzitat hier extra aus der NWÜ wiedergeben, was m. E. genauer übersetzt ist, da in obigen Zitat ist der Vers 10 m. E. missverständlich (bzw. gar interpretativ etwas falsch wiedergegeben), dass damit NICHT die Weltmenschen gemeint wären (weil es ja dann im V. 12+13 darum geht, nicht die in der Welt zu richten, für die GOTT zuständig ist, sondern die in der Versammlung).
Doch, es geht ja darum, dass man keine (enge, „sonst müsste man aus der Welt herausgehen“) Gemeinschaft mit den Weltmenschen haben soll, die Hurer, Erpresser u.d.g., sind. Aber jetzt schreibt Paulus in Bezug auf die in der Versammlung (aus dem Anlass heraus, weil ein Christ hatte mit seiner Schwiegermutter unzüchtige Beziehungen).

So heißt dieser Abschnitt in der NWÜ:
„9 In meinem Brief schrieb ich euch, keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben, 10 nicht [in dem Sinne] gänzlich mit den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und Erpressern oder Götzendienern. Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. 11 Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen. 12 Denn was habe ich damit zu tun, die, die draußen sind, zu richten? Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.“

N o c h m a l s :
In früheren (nicht überlieferten) Brief schrieb Paulus an die Korinther, dass sie keinen Umgang mit Weltmenschen haben sollen, die Hurer u.d.g. sind. Aber „keinen Umgang“ bedeutet es nicht im absolutem Sinn, „Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen“.
Jetzt aber schreibt er ihnen (in dem überlieferten 1.Kor.-Brief, Kap.5 ab V.11), aufgrund der Vorkommnisse in dieser Versammlung, dass sie (intern) keinen Umgang haben sollen, mit jemanden, der (auch) in der Versammlung solche Dinge treibt!
Um die Weltlichen brauchen sie (die Ältesten) sich nicht zu kümmern (nicht zu richten, denn GOTT wird das mit denen tun), aber den (Reuelosen) in der Versammlung, sollen sie aus der Versammlung entfernen (weil ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert)!
So verstehe ich die Botschaft des Paulus.

Also wenn man die WELTLICHEN meiden soll, und die AUS DER VERSAMMLUNG meiden soll (wegen derer gleichwertigen Schlechtigkeiten), wo ist da der UNTERSCHIED in dieser MEIDUNG zwischen Weltlichen und aus der Versammlung?

Gruß


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RE: 5:9-11

#40 von Schrat , 08.09.2014 20:56

Lieber Jurek,

wenn ich auch mitunter "nach meiner Meinung" oder "m.E." schreibe, so habe ich doch jeweils gute Gründe für meine Meinung angegeben! Und die zählen letztendlich. Es ist reine Höflichkeit meinerseits um nicht zu aufdringlich und dogmatisch zu wirken und hat mitunter auch rechtliche Gründe, daß ich des öfteren "meiner Meinung nach" oder "m.E." einfüge.

Unter Umständen hat es auch rechtliche Bedeutung, damit man nicht wegen "falscher Tatsachenbehauptung" angeklagt werden kann. Deswegen tut jeder gut daran, sich auf diese Weise vorsichtig auszudrücken.

Gruß
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RE: 5:9-11

#41 von Jurek , 09.09.2014 03:04

Hallo Schrat,

ich weiß wieder nicht, zu dem was du schreibst, was das mit 1.Kor 5:9-11 und meiner Frage dazu zu tun hat? Denn der Korintherbrief und Umgang mit Sündern ist das Thema hier.
Ob du schreibst: „nach meiner Meinung“ oder „m.E.“ oder nicht, ist doch hier irrelevant und rein deine Sache und du musst dich hier deswegen nicht rechtfertigen (zumal das nie zum Thema stand), noch interessiert mich deine Hintergründe dazu an dieser Stelle.

Ist dir so schwer dem Thema zu folgen, ohne gleich auf ein anderes auszuweichen, welches nie zu Debatte stand?

Hier wird niemand wegen „falscher Tatsachenbehauptung“ angeklagt, wenn man nicht was gegen andere falsches dogmatisch als Tatsache behauptet, sondern nur sich (mit freien Meinungsäußerung in einer Demokratie) mit Fragen dazu beschäftigt und immer für Korrekturen gerne bereit ist.

Also nochmals zurück ZUM THEMA:

Ich gehe doch wohl nicht fehl in der Annahme (sonst nach wie vor bitte ich um Korrektur – aber damit wiederhole ich immer wieder diese meine Aussage..) dass die WT-Zeugen mit Familienangehörigen als noch nicht volljährigen Kindern, bzw. noch im gleichen Haushalt lebenden, die aber ausgeschlossen wurden, sehr wohl alltäglich sprechen und damit Umgang mit ihnen haben! Soweit die aber volljährig und aus dem Haus sind, „kennen sie die auf einmal nicht mehr“ und meiden sie wie die Pest (offiziell zumindest)… Hat so der Paulus das gemeint?
Und diesen „Wiederspruch“ meinen sie aus der „Bibel“ (tatsächlich aber WT-Publikationen des „Kanals“=„Jehovas“) zu entnehmen, als das MEIDEN von solchen Sündern und „Sündern“ (die nicht mit allen ihren „gegenwärtigen Lehren“ blind mitgehen), wie das u. a. Paulus gemeint haben soll (?)

Paulus „übertreibt“ (um es „überspitzt“ auf das Problem des Umgangs mit anderen hinzuweisen, denn auch damals haben die jüdischen Religionsführer bestimmte Leute wie die Pest gemieden) m. E. mit seiner Aussage, wenn er schreibt: „Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen.“.
Paulus meint aber damit nicht, dass man die Sünder (mit denen auch JESUS und andere Christen schon einst zutun hatten [vgl. u.a. Lk 7:39] und gar Petrus das „Fleisch unreiner Tiere essen musste“) im gänzlichen Sinne meiden soll, sondern man soll mit denen keinen gesellschaftlichen Umgang mehr haben.
Man soll solche reuelosen Sünder dem Teufel übergeben, damit dann durch Reue und Umkehr doch der Mensch am Ende gerettet werden möge, dem man nie die geistige Hilfe versagen darf. (1.Kor 5:5; Judas 23).
Die wahre LIEBE offenbart sich daran, dass man Sündern auch helfen möchte und für sie betet, und deswegen geht man auch predigen zu den Hurern etc., auch wenn die scheinbar gar nicht umkehren wollen.

Und was mich nach wie vor interessieren würde oder hätte (völlig fern davon was du schreibst), welche Art von MEIDUNG sei hier (im BIBELTEXT!) gemeint, die sich sowohl auf Weltliche wie gleichen Falls welche aus der Versammlung bezieht?
Hat wo die WTG (die das so radikal wie die religiösen Führer JESU Zeit praktiziert) den Unterschied biblisch erklärt? Du wärst dabei und hättest wissen können.

Und nochmals zum Begreifen:
Man soll die Hurer, Trunkenbolde etc. der WELT meiden, so wie Paulus das geschrieben und im nicht mehr existierendem Brief erklärt hat, was aber sonst auch an anderen überlieferten Stellen auch erklärt wurde.
Man soll auch die Leute aus der Christenversammlung meiden, die ebenso wie die Weltmenschen Hurer etc. sind, denn wegen dem meidet man sie (1.Kor 5:6).
Mich interessiert dazu der Unterschied des MEIDENS („keinen Umgang mit ihnen haben“) dieser zwei Gruppierungen, aus der Sicht der WTG (die das radikal wie einst Pharisäer und die Schriftgelehrten JESU Tage), dies „widersprüchlich“ (wie schon erklärt) durchzieht.

Der Vergleich zwischen 1.Kor 5:11 und 2.Thes 3:14 zeigt auch innerliche Umgangsform mit dem gleichen Hellenischen Begriff von gleicher Bedeutung: μη συναναμιγνυςθαι, also „nicht zu verkehren“ (mit solchen Menschen), wobei in dem Brief an die Versammlung in Thessaloniki geht es nicht um einen Ausgeschlossenen, aber sehr wohl um das gleiche Umgangsform-Verhalten gegenüber ihn (auch wenn die NWÜ da nicht mehr so genau übersetzt)…

Ich dachte, dass du als „ZJ“ das aus der WT-Literatur noch erklären hättest können…
Nun ja, dann belassen wir es dabei.
Denn nach meiner pers. Meinung ist es so, dass die WTG das völlig missdeutet, was Paulus da wirklich meint, wobei das ist nicht bloß auch mal ihre Meinung (wie sonst meine, deine, seine..), sondern das sind Schicksale von Menschen, auf die sie radikal aktiven Einfluss nimmt und das aber JEHOVA zuschiebt! …

Dann betrachte ich das Thema als beendet.
Danke für deine Beteiligung.

Gruß


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Kap. 6, 7

#42 von Jurek , 14.09.2014 16:04

Die dieswöchentliche Bibellesung lehrt uns, dass man schon auch deutlich unterscheiden sollte, was man von JEHOVA bzw. JESUS wirklich herhat, und was unserer privaten Meinung entspricht.
Paulus wies da genau darauf hin. Wobei auch seine persönliche Meinung richtig und gut war und ist.
Besonders die radikale Sekten unserer Zeit (da meine ich nicht die radikalen Islamisten oder so, sondern aus christlicher Seite z. B. die WTG u. ä.) sollten daraus lernen (natürlich wir alle auch, aber besonders die, die über andere stehen), dass man das voneinander unterscheiden sollte und nicht meinen sollte, dass alles „die jegliche ‚gegenwärtige Wahrheiten‘“, die vom sog. (bzw. selbsternannten) „Kanal“ stammen, dass das alles von GOTT stammt und 100% bindend ist. …


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Einheit um jeden Preis?

#43 von Jurek , 18.10.2014 08:51

Aus heutiger interner Bibellesung:

1.Kor 11:16 "Wenn jemand unbedingt auf dem Gegenteil bestehen will, soll er wissen: Wir und auch die Gemeinden Gottes haben eine andere Gewohnheit."


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
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Schlechter Umgang

#44 von Schrat , 18.10.2014 10:34

Lieber Jurek,

Du sprichst im vorletzten etwas längeren Beitrag an, warum ich mich nicht genauer zu diesem "Umgang" äußere.
Ich habe das schon des öfteren getan und wiederhole noch einmal:

Ich kann den Worten des Paulus keine Exkommunikationspraxis ala katholische Kirche oder ala Zeugen Jehovas entnehmen. Wie ich schon mal sagte, die Gemeindemitglieder sollten solch deutlich falsches Verhalten von sich aus damit beantworten, daß sie mit solchen Personen keinen näheren gesellschaftlichen Umgang haben, abgesehen von einem Umgang, der z.B. aus beruflichen oder familiären Gründen erforderlich ist. Und umgekehrt gilt dasselbe: Wenn erkennbar ist, daß der Sünder seinen sündigen Lauf aufgegeben hat und bereut, sollten die Gemeindemitglieder von sich aus diesen wieder herzlich in ihre Gemeinschaft aufnehmen.

Dazu ist keine innergemeindliches Gerichtsverfahren notwendig. Und so können christliche Gemeinden dann auch dem Vorwurf begegnen, durch solche innergemeindliche Gerichtsbarkeit entwickle sich "ein Staat im Staate"

Ich entnehme den Worten des Paulus kein formelles "Komitee-Verfahren", es sei denn, daß die Ältesten analog dem Paulus einmal tätig werden, weil die Gemeinde ebend nicht wie offensichtlich erforderlich reagiert.

Also: Im Prinzip sollte die Gemeinde so handeln, wie gerechtigkeitsliebende Menschen ganz allgemein handeln oder handeln sollten: Schlechten Umgang meiden!

Gruß
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RE: Schlechter Umgang

#45 von Jurek , 18.10.2014 11:14

so ähnlich sehe ich es auch.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
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2. Korinther
Markus-Evangelium

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