RE: Christen sollten Heilsgewissheit haben

#346 von Hervé Noir , 04.12.2017 10:08

Zitat von Jurek im Beitrag #345

- - -

Zitat
Ich kenne den von Gott und Jesus mit den Menschen verfolgten Plan einigermaßen, weiß auch, dass ohne das Selbstopfer Jesu das Ziel dieses Planes nicht möglich wäre. Meine täglichen Bitten richte ich im Namen Jesu an Gott den Vater.

So meinen viele von sich, und doch gibt es da riesige Unterschiede.
Von daher wäre das was Wichtiges um diese Grundgedanken durchzudiskutieren.


Hallo Jurek!

Es wird hier im Forum kaum jemand bestreiten, dass wir unsere Bitten im Namen Jesu an Gott richten sollen...

Zitat von Jurek im Beitrag #345

Zitat
Was ich aber von den Vertretern der Kirchen und christlichen Gemeinschaften erwarte, ist das Einstehen für die Schrift. Und zwar insbesondere für jene Bereiche der Schrift, die die Schöpfung, den geschichtlichen Werdegang der Stämme Israels und die Zukunft betreffen.

Warum sollen speziell diese Bereiche der Bibel wichtiger sein als z. B. die Evangelien? Denn da hapert schon oft sehr an dem FUNDAMENT des christlichen Glaubens!


Mir scheint, Du kennst die Schrift nicht. Vor allem sehe ich Deine Weigerung, den Ursprung der ganzen Schrift bei Gott zu sehen, als gravierenden Mangel an Respekt vor Gottes Autorität. Das fällt nicht nur mir auf...

Zitat von Jurek im Beitrag #345

Zitat
In einer STA-Runde kam mal die Frage auf, wie wohl die künftige Welt aussehen wird. Ein langjähriges Mitglied meinte dazu, dass er das nicht wisse, er sich das aber “wunderschön” vorstelle. Im Hinblick auf zwei anwesende, mit der Schrift nicht sonderlich vertrauten Gästen, war das Schweigen des Leiters der Gruppe unverantwortlich. Ich wies die Anwesenden denn auch darauf hin, dass uns die Schrift über die Zukunft ausreichend aufklärt. Kein Mensch widmet sein Leben einem Ziel, das er nicht kennt...

Würde es satt materiell zu denken (siehe doch heutigen Tagestext u. -Kommentar #339!) nicht auch ausreichend dazu zu sagen, dass man mit seinem HERRN vereint sein möchte (ungeachtet dessen wohin Er geht)? Ist das dir zu wenig?


Du wirfst Gott schon wieder vor, dem Menschen gegenüber viele unnütze Worte zu verlieren. Du vertrittst eine Religion, die mit der Schrift nur wenig gemein hat...

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Die Reduzierung des Glaubens

#347 von Schrat , 04.12.2017 10:25

Lieber Herve,

in dieser Sache kann ich Dir mal beipflichten!

Es gibt verschiedene Arten der "Reduzierung" der Heiligen Schrift.

Der Antichrist Klaus reduziert es auf seine eigene Philosophie und will nur ganz wenig gelten lassen, alles andere sei "Füllstoff" zwischen zwei Pappdeckeln. Aber er wird natürlich trotzdem herzlich willkommen geheißen.

Wie ich den von Dir zitierten Ausführungen von Jurek entnehme, reduziert auch er die Heilige Schrift....
Er will es auf die Evangelien reduzieren und mißachtet und verkennt dabei, das das eine auf dem anderen aufbaut und miteinander verwoben ist.

Er kommt dann zu der verschwommen-philosophischen "Quintessenz" es reiche, mit "Jesus eins" zu sein.
Das ist doch religiöse Schwärmerei ohne Sinn und Verstand. Meine Erklärungen, die ja wiederum auf Hinweisen bibelbewanderter Menschen beruhen, lehnt er ja ab. Er will da in die Worte aus Johannes so etwas letztendlich nicht genau Definierbares hineinlegen statt das anzunehmen, was man bei Betrachtung des Kontexes klar erkennen kann.

Das geht nach meinem Dafürhalten so sind die Richtung derjenigen, deren Glaube sich in einem "süßen Herrn Jesus Christus" erschöpft.

Letztendlich wird bei solcher Art "Gläubigen" der Glaube auf Gefühle reduziert.

Und die Atheisten, die so etwas beobachten, frohlocken: "Glaube bedeutet Nichtwissen", nur so ein Gefühl.

Gruß
vom Schrat


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RE: Die Reduzierung des Glaubens

#348 von Scott Ashley ( Gast ) , 04.12.2017 17:34

Zitat
von Jurek
Warum sollen speziell diese Bereiche der Bibel wichtiger sein als z. B. die Evangelien? Denn da hapert schon oft sehr an dem FUNDAMENT des christlichen Glaubens!



Jurek,

ein Vergleich zwischen beiden Teilen der Bibel hilft uns zu sehen, wie die Autoren des Neuen Testamentes die hebräischen Schriften betrachteten, auf die Du vermutlich anspielst.

Ein Verzeichnis in dem jüdischen Neuen Testament listet 695 einzelne Zitate aus den Büchern des Alten Testamentes auf (Jewish New Testament Publications, Jerusalem, 1989).

Je nachdem, auf welchen Experten man sich beziehen will, kann die Zahl der alttestamentlichen Zitate und Bezugsstellen im Neuen Testament bis zu 4105 lauten (Roger Nicole, The Expositor’s Bible Commentary, Zondervan, Grand Rapids, 1979, Band I, Seite 617).

Vergleichen wir diese Statistik mit Zitaten anderer Autoren im Neuen Testament. Die Apostel zitierten das Alte Testament 695-mal. Andere Autoren haben sie aber nur viermal zitiert.

Von den 26 Büchern und Briefen, die das Neue Testament ausmachen, gibt es alttestamentliche Zitate in zwanzig Büchern. Die einzigen Bücher, in denen das Alte Testament nicht direkt zitiert wird, sind auch die kürzesten: Titus, Philemon, die drei Johannesbriefe und Judas. In Titus, 1. Johannes, 3. Johannes und Judas gibt es jedoch Bezüge zu alttestamentlichen Persönlichkeiten oder Aussagen.

Einige nehmen an, dass die ersten fünf Bücher der Bibel – die Bücher Mose – überholt sind, da sie Gesetze beinhalten, die Jesus Christus angeblich außer Kraft gesetzt hat. Diese fünf Bücher werden aber mindestens 245-mal im Neuen Testament zitiert.

Der Apostel Paulus, von dem einige meinen, er hätte gelehrt, das in diesen Büchern enthaltene Gesetz sei abgeschafft, zitierte sie zwischen 70- und 110-mal – mehr als irgendein anderer neutestamentlicher Autor. Jesus Christus selbst zitierte die fünf Bücher Mose ca. 60-mal.

In 2. Timotheus, einem an einen jüngeren Prediger gerichteten Brief, machte Paulus seine Haltung zum Alten Testament klar. Danach hatte Timotheus „von Kind auf die heilige Schrift“ gekannt (2. Timotheus 3,15).

Als Paulus seinen Brief an Timotheus schrieb (ca. 66 n. Chr.), gab es kein „Neues Testament“ – einige Bücher dieses Teils der Bibel existierten noch gar nicht. Paulus meinte das Alte Testament. Das war die Heilige Schrift, die Timotheus’ jüdische Mutter ihm seit seiner Kindheit beigebracht hatte (Apostelgeschichte 16,1-3).

Es mag für Dich überraschend sein, aber Paulus stellte klar fest, dass diese Schrift uns „zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus [unterweisen kann]“ (2. Timotheus 3,15). Die alttestamentliche Schrift beinhaltet Unterweisung über das Heil, das „durch den Glauben an Jesus Christus“ zugänglich wird.

Mose, Abraham, Isaak, Jakob, Elia, Daniel, David und andere, denen ewiges Leben verheißen wurde, erhalten das Heil in der gleichen Weise, wie auch wir es erhalten: durch den Glauben an Jesus Christus, den Glauben an einen verheißenen Messias, der die alttestamentlichen Knechte Gottes von ihren Sünden erlösen kann.

Was sagt Paulus sonst über diese Heilige Schrift, die als das Alte Testament bekannt ist?

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben...“

Paulus benutzte an dieser Stelle das Wort theopneustos. Der erste Teil dieses Wortes, theo, bedeutet „Gott“. Der zweite Teil ist pneustos mit der Bedeutung „gehaucht“. In einigen Bibelübersetzungen wird diese Stelle übersetzt mit „Denn alle Schrift, von Gott gehaucht“, womit gezeigt wird, dass die Schrift direkt von Gott kam. Mit anderen Worten sagte Paulus, dass die hebräische Schrift direkt von Gott und seinem Geist kam!

Überlegen wir einen weiteren Aspekt, der mit diesem Abschnitt zu tun hat. Dieser Brief wurde ca. 66 n. Chr. geschrieben, ungefähr ein Jahr vor der Hinrichtung des Paulus. Das war also der zuletzt geschriebene Brief von Paulus! In diesem Brief erzählt Paulus einem anderen Prediger, dass die alttestamentlichen Schriften nicht überholt, sondern von Gott inspiriert und „zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit [nütze]“ sind, damit Christen „vollkommen“ und „zu allem guten Werk geschickt“ sein können.

Wie lautete die Lehre des Paulus?

Wir stellten bereits fest, dass er die fünf Bücher des Mose öfter zitierte als irgendein anderer neutestamentlicher Autor. Aber sind seine Briefe das einzige Beispiel für seine Zitate aus dem Alten Testament?

In Apostelgeschichte 28 finden wir eine Beschreibung des Hausarrests von Paulus in Rom, als er auf seine Gerichtsverhandlung vor dem Kaiser wartete. Er konnte Rom nicht verlassen, aber er durfte Besucher empfangen: „Und als sie ihm einen Tag bestimmt hatten, kamen viele [von den jüdischen Führern in Rom] zu ihm in die Herberge. Da erklärte und bezeugte er ihnen das Reich Gottes und predigte ihnen von Jesus aus dem Gesetz des Mose und aus den Propheten vom frühen Morgen bis zum Abend“ (Apostelgeschichte 28,23).

Im Jahr 63 n. Chr., ungefähr 30 Jahre nach seiner Bekehrung, erzählte Paulus einer Gruppe Juden von Jesus „aus dem Gesetz des Mose und aus den Propheten“ – das waren zwei der Hauptunterteilungen im Alten Testament. Er empfahl ihnen keineswegs, von nun an die hebräische Schrift zu ignorieren, sondern er unterwies sie daraus über Jesus Christus und das Reich Gottes – eine merkwürdige Vorgehensweise, wenn man meint, dass Paulus bemüht war, die Menschen vom Alten Testament abzuwenden.

Wie sieht es bei Jesus Christus aus? Wie betrachtete er die Schriften, die das Alte Testament umfassen? Untersuchen wir die Worte Jesu, um zu sehen, was er zur Gültigkeit des Alten Testamentes zu sagen hatte. Wenn Jesus Christus die Idee hätte vermitteln wollen, dass das Alte Testament überholt wäre, dann hätte er dies bestimmt während seines Lebens oder unmittelbar nach seiner Auferstehung getan. Aber tat er dies?

„Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war“ (Verse 25-27).

Was tat Jesus unmittelbar nach seiner Auferstehung? Er fragte zwei seiner Jünger, warum es für sie so schwer war, allem zu glauben, was die Propheten über ihn vorausgesagt hatten. Dann benutzte er die fünf Bücher Mose und die Schriften der Propheten und zeigte, wie alles prophezeit wurde. Er bestätigte die Gültigkeit der Schrift.

In ähnlicher Weise zitierte der Apostel Paulus aus allen drei Teilen des Alten Testamentes – dem Gesetz des Moses, den Propheten und den Psalmen – bei seiner Behandlung des Auftrags Christi (Römer 15,7-13; Psalm 18,49; 117,1; 5. Mose 32,43). Warum tat Paulus das, wenn er das Alte Testament für überholt hielt?

Es war Christus selbst, der uns zeigte, wie wir die hebräische Bibel als wirksames Schwert in unserem Kampf gegen Satan gebrauchen können.

„Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Verse 1-4).

Wie reagierte Christus auf Satans Versuchung? Er zitierte aus dem Alten Testament, besonders aus 5. Mose 8, Vers 3. Welche Worte waren bis dahin aus dem Mund Gottes gegangen? Das Alte Testament! Das erste Buch des Neuen Testamentes wurde erst 15 bis 20 Jahre später geschrieben.

Satan setzte seine Versuchung gegenüber Jesus fort. Erneut erwiderte Jesus mit Zitaten aus dem Alten Testament – 5. Mose 6, Vers 16 bzw. 13 und 5. Mose 10, Vers 20. Satan musste die Autorität jener Schrift anerkennen, und er schlich sich in seiner Niederlage fort.

Gleich nach dieser Versuchung fing Jesus zu predigen an. Die Bergpredigt ist eines der ersten Beispiele seiner Lehrtätigkeit. Was sagte er in der Bergpredigt? „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten [das Alte Testament] aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Matthäus 5,17). Trotz dieser klaren Worte meinen einige immer noch, Jesus wäre gekommen, um das im Alten Testament offenbarte Gesetz abzuschaffen.

Jesus sagte: „Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ Das Wort „erfüllen“ in diesem Vers bedeutet einfach „voll füllen“. Das gleiche Wort wird benutzt, um Netze zu beschreiben, die voller Fische sind (Matthäus 13,48). Wenn man ein Netz mit Fischen füllt, wirft man das Netz nicht weg mit der Behauptung, man würde es nicht mehr benötigen. Viele entstellen jedoch die Worte Jesu, um genau diese Auslegung für seine Lehre aufzustellen.

Damit niemand falsche Vorstellungen über die Bedeutung seiner Worte hat, drückte Jesus seine Lehre zum Gesetz noch klarer aus: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich (mit anderen Worten, der kommt gar nicht erst hinein)“ (Matthäus 5,18-19).

In Matthäus 15 gibt es einen Bericht über eine Konfrontation zwischen Jesus Christus und einer Gruppe von Schriftgelehrten und Pharisäern. Man kann diesen Bericht nicht lesen, ohne eine wichtige Aussage Jesu Christi zu erkennen:

„Da kamen zu Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem und sprachen: Warum übertreten deine Jünger die Satzungen der Ältesten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Satzungen willen? Denn Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben“ (Verse 1-4).

An dieser Stelle zitiert Jesus das fünfte Gebot und 2. Mose 21, Vers 17, wo es heißt, dass derjenige, der seinem Vater oder seiner Mutter flucht, wegen seiner Respektlosigkeit sterben sollte. Haben Sie aber gemerkt, wie Jesus das Zitat anführte? Er sagte nicht: „Denn Mose hat geboten . . .“ Stattdessen stellte er fest, dass Gott geboten hatte. In Verse 3-6 sagte er dreimal, dass es Gottes Gebote waren, nicht die Gebote eines Menschen.

Wenn wir die Worte und Handlungen von Jesus Christus und den Aposteln untersuchen, können wir nur zu dem Schluss kommen, dass das Alte Testament das inspirierte Wort Gottes ist, von ihm selbst inspiriert und von seinen menschlichen Werkzeugen niedergeschrieben. Die Autoren des Neuen Testamentes lasen die alttestamentliche Schrift und verstanden und wendeten sie als göttliche Anweisung an, die für alle Menschen für alle Zeit gedacht war.

Warum war das Alte Testament den Autoren des Neuen Testamentes so wichtig, und warum ist es für die heutige Menschheit so wichtig? Fassen wir einige der Dinge zusammen, die durch das Alte Testament offenbart werden.

• Es offenbart Gott – dass es einen Schöpfer gibt und dass die Welt nicht von selbst entstanden ist. Gott hat jederzeit die Kontrolle über seine gesamte Schöpfung (1. Mose 1; Jesaja 46,9-10).

• Es offenbart, dass dieser Gott ein Gott der Liebe ist, der um jeden Menschen, der je gelebt hat, tief besorgt ist und dass er alles mit der gesamten Menschheit teilen will (Psalm 8,4-8; 86,5; 100,1-5).

• Es offenbart, dass Gottes Liebe durch seine Gesetze definiert wird – durch die beiden großen Gebote Gottes: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften“ und „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Markus 12,29-31; 5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18). Die Zehn Gebote – und die Rechtsordnungen und Satzungen, die sich auf die Zehn Gebote gründen – zeigen uns, wie wir Gottes Weg der Liebe befolgen können.

• Es offenbart, dass die Sünde Leid nach sich zieht – dass es, wenn wir sündigen, eine Strafe gibt. Wenn eine ganze Nation sündigt, wird sie eines Tages die Strafe für diese Sünden ernten. Auf der anderen Seite ist Gott gerne bereit, einer Einzelperson oder einer Nation ihre Sünden zu vergeben, wenn sie ihre Sünden bereuen und Gott um Vergebung bitten (5. Mose 28,15-68; Psalm 103,8-13).

• Es offenbart den Plan Gottes, dass es einen Erlöser geben wird, der die Todesstrafe für die Sünden der Menschheit bezahlte, und dass dieser Erlöser, der Messias, das Reich Gottes auf Erden aufrichten wird. Es offenbart eine Auferstehung der Toten zu ewigem Leben (Jesaja 53; Daniel 2,44; 7,27; 12,2-3; Hiob 14,1-15; Hesekiel 37).

• Es offenbart, dass es einen neuen Bund geben und dass Gott seinem Volk das Geschenk des heiligen Geistes geben wird, um das steinerne Herz des Menschen durch ein Herz zu ersetzen, das Gott liebt und gehorcht (Jeremia 31,31-34; Hesekiel 36,26-27).

• Es offenbart, dass der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen wurde, um Gott ähnlich zu sein und um die Herrschaft über das ganze Universum mit Gott zu teilen (1. Mose 1,26-27; Psalm 8,6; Hebräer 2,6-8).

Scott Ashley

RE: Die Reduzierung des Glaubens

#349 von Schrat , 04.12.2017 17:43

Lieber Gast,

so sehe ich das ja auch - bis auf ein paar hier nicht erwähnte Nuancen (siehe Apg 15).

Besonders bemerkenswert fand ich den Hinweis auf "erfüllen" und den Vergleich mit einem vollen Netz.
Dieses "erfüllen" hatte also nicht die Bedeutung, er habe Vorbilder im Gegenbild erfüllt - obwohl dies zum Teil auch zutrifft bzgl. der Opfer usw. siehe Hebräer Kapitel 9 - sondern "volle Geltung verschaffen" oder "voll und ganz so tun".

Gruß
vom Schrat


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RE: Die Reduzierung des Glaubens

#350 von Hervé Noir , 04.12.2017 18:06

Zitat von Gast im Beitrag #348
[quote]
- - -
Gleich nach dieser Versuchung fing Jesus zu predigen an. Die Bergpredigt ist eines der ersten Beispiele seiner Lehrtätigkeit. Was sagte er in der Bergpredigt? „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten [das Alte Testament] aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Matthäus 5,17). Trotz dieser klaren Worte meinen einige immer noch, Jesus wäre gekommen, um das im Alten Testament offenbarte Gesetz abzuschaffen.
- - -


An dieser Auffassung scheint auch ein gewisser Herr Luther mit schuld zu sein. Die Katholiken wiederum haben Teile des Gesetzes nach ihrem Gusto verändert.

Übrigens sind die Zusammenhänge in Deinem Beitrag gut erklärt. Etwas näher sollte auf einige Stellen in Paulus' Briefen eingegangen werden, die nur all zu gerne als Beleg für die Abschaffung des Gesetzes betrachtet werden.

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Der Lehre oder JESUS (nach-)folgen?

#351 von Jurek , 05.12.2017 04:03

Aus heutigen Tagestext des „Die gute Saat“:

Zitat
Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.“ – Johannes 7:16,17

Frage: Erwartet Jesus Christus von den Gläubigen heute, dass sie einer Lehre folgen oder „einfach“ nur Ihm selbst? Ich persönlich kann nicht erkennen, dass Jesus Christus eine Lehre in dem Sinn gelehrt hätte, wie wir heute das Wort „Lehre“ verwenden. Ich sehe aber das Leben Jesu als Lehre für mich an. Und ich möchte mich in meinem Leben nach Ihm ausrichten, indem ich mit Ihm ins Gespräch komme.
Antwort: Diese Frage ist berechtigt. Das Neue Testament ist ja nicht in der Form oder in der Sprache einer „theologischen Lehre“ verfasst. Von daher ist klar, dass Christen nicht irgendwelchen theologischen Lehrsätzen folgen müssen, so richtig diese auch sein mögen.
Wie unser Bibelvers zeigt, werden allerdings die verbindlichen Worte des Herrn auch „Lehre“ genannt. Und die Nachfolge Jesu bedeutet viel mehr, als nur Christus „nachzuahmen“ oder einer „inneren Stimme“ zu folgen. Zur Nachfolge Jesu gehört auch, dass wir „sein Wort halten“:
„Jesus sprach: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen“ (Johannes 14:23).
Wir können Christus also gar nicht recht nachfolgen, wenn wir die Bibel, „sein Wort“ – das Wort von Ihm und das Wort über Ihn – nicht kennen oder gar ablehnen. Wenn wir aber „sein Wort halten“, folgen wir Ihm tatsächlich nach und können auch, wie die Jünger damals, seine Nähe erfahren. Auch wenn wir den Herrn heute nicht sehen können, so sind seine Liebe und Nähe doch eine Realität für alle, die Ihm von Herzen nachfolgen.


Das Problem welchen viele christliche Gruppen und Einzelpersonen verfallen ist dieses, dass man einer sich zurecht gelegten Lehre über JESUS folgt, ohne persönliche Beziehung zum CHRISTUS.

In der im Kommentar erwähnten Bibelstelle aus Joh 14, V.23, geht es nicht darum, dass WIR bei GOTT Wohnungen einnehmen werden (vgl. Vers 2), sondern dass ER und JESUS werden jetzt schon bei uns sein, bzw. „Wohnung bei uns machen“.
Da geht es um enge Beziehung und nicht eine eng formulierte Lehre, die von einer Gruppe so, von einer anderen etwas anders ausgelegt wird, womit sie sich unterscheiden.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Der Lehre oder JESUS (nach-)folgen?

#352 von Schrat , 05.12.2017 09:35

Lieber Jurek,

Deine Kommentar bzgl. Jesus gehen nach meiner Beobachtung so in Richtung Gefühlsduselei.
Das ist der unter sog. "Christen" häufig vorzufindende Schwarmgeist.

"enge Beziehung" und dergl. kommt dann. Woran willst Du das fest machen? Ich halte mich lieber an die deutlichen Aussagen Jesu, z.B. daß nur der sein Jünger sein kann, der auch sein Wort hält. Dann hat man eine "enge Beziehung"! Dann hat Jesus bei uns "Wohnung genommen".

Oder folgender Satz in dem Bibelzitat von Dir:

Zitat
"Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.“

– Johannes 7:16,17

Es wird nur der mit heiligem Geist gesegnet, der auch bereit ist, den Willen Gottes bzw. Jesu Christi zu tun, einschließlich Opferbereitschaft und nicht "...was könnten meine Freunde sagen...." Mit Hilfe dieses heiligen Geistes ist dann ein gutes Verständnis der Heiligen Schrift und auch seiner Prophezeiungen möglich.

Daniel 12:8-10 (NÜW)

Zitat
8 Was nun mich betrifft, ich hörte, aber ich konnte [es] nicht verstehen,+ so daß ich sprach: „O mein Herr,* was wird der Schlußteil dieser Dinge sein?“+ 9 Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes.+ 10 Viele werden sich reinigen+ und sich weiß machen+ und werden geläutert werden.+ Und die Bösen werden bestimmt böse handeln,+ und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen;+ die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.+



Für wirklich Gläubige ist die Bibel kein "Füllstoff" zwischen zwei Deckeln und auch kein Buch mit 7 Siegeln...

Vor allem auch deshalb, weil sie alles für wichtig halten und da keine Differenzierung in wichtig, weniger wichtig odere garnicht wichtig machen.

Es ist wieder eine falsche Prämisse, die Du aufstellst "....der Lehre oder Jesus nachfolgen....". Wenn wir der Lehre nachfolgen, dann folgen wir Jesus nach!
Joh 8:31

Zitat
Da sagte Jesus zu den Juden, die zum Glauben an ihn gekommen waren: wenn ihr an meinem Worte haltet, so seid ihr wahrhaft meine Jünger



Gruß
vom Schrat


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RE: Der Lehre oder JESUS (nach-)folgen?

#353 von Jurek , 05.12.2017 15:18

Hallo Schrat,

die Antwort drauf findest du dort Allgemeine Fragen (7)
Würde mich freuen, wenn du darauf genauer eingehen könntest und dich damit mal genauer beschäftigen würdest mit mir.

Dank und Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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wer ist Gerecht und braucht keinen Arzt?

#354 von Jurek , 11.12.2017 04:04

Aus heutigem Tagestext:

Zitat
Jesus sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
– Lukas 5:31,32

Montagmorgen beim Arzt. Das Wartezimmer ist voll; erst nach einiger Zeit werde ich ins Behandlungszimmer gerufen. Der Arzt erscheint und fragt: „Was fehlt Ihnen?“
Nun packe ich meine Tasche aus: zwei Kaffeetassen, eine Thermoskanne, mehrere Brötchen, Butter, Frikadellen …; und dann erkläre ich ihm: „Ich bin gesund, mir geht es gut. Und jetzt würde ich gern einmal mit Ihnen frühstücken!“ – Was würde passieren? Ganz genau! Der Arzt würde mich rauswerfen und mir kurz und bündig erklären, als Arzt sei er dazu da, Kranken zu helfen!
Beim Arzt sind Gesunde an der falschen Adresse – er behandelt Kranke. Und bei Jesus Christus sind Gerechte an der falschen Adresse – Er ruft Sünder.
Mit den „Gerechten“ in diesem Bibelwort sind Menschen gemeint, die sich selbst für gerecht halten. Zu diesen „Gerechten“ würde ich zählen, wenn ich meinte, ich sei anständig und gut. Ich hätte ja keiner Fliege etwas zuleide getan, und außerdem hätte ich die Zehn Gebote als Mindestanforderung Gottes doch weitgehend erfüllt. Als Gerechter bin ich davon überzeugt, dass ich den Ansprüchen Gottes genüge! – Doch damit liege ich komplett falsch!
Wenn ich mir dagegen eingestehe: „Ich bin ein Sünder, ich habe Gottes Anordnungen übertreten; und meine Schuld drückt mich, sie trennt mich von Gott!“, dann besteht Hoffnung für mich. Denn Jesus Christus ist für Sünder am Kreuz gestorben. Genau so, wie ich bin, kann ich und soll ich zu Ihm kommen!
Dann darf ich wissen: Ich war einmal ein Sünder, doch ich habe Buße getan und meine Schuld bekannt. Jesus Christus hat mich angenommen, und ich bin „gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist“ ¬(Römer 3:24).


Eben! Es gibt auf der Erde nicht von sich aus welche Gerechte (weil sie Gebote GOTTES halten oder zu halten meinen) und dann die Ungerechten, also Sünder, — sondern wir ALLE bedürfen Buße und Heilung des HERRN JESUS!
Nur das ganze Gesetz peinlich zu halten wie die Pharisäer und Schriftgelehrten des ersten Jahrhunderts (und auch 21. Jh.) bringt NICHTS! Worauf es wirklich ankommt, hat JESUS auch in obigen Vers erwähnt.
Wobei sich manche für Gerecht auch zur Zeit JESU hielten, womit sie damit doch in Irrtum waren, ist heute kaum anderes. Viele Leute meinen, dass der Herrgott mit ihnen schon zufrieden sein muss, da sie sich viel karitativ einsetzen, anderen Menschen helfen wo es geht, spenden, beten täglich, jeden Sonntag gehen sie zur Kirche und Beichte, sie haben niemanden betrogen, geschweige umgebracht, sie halten die 10 Gebote, also sie sind gut vor dem Herrgott.
Das ist aber sehr falsch gedacht!
Den HERRN als „Arzt“ brauchen wir.a l l e !
Unabhängig von Ihm mit unseren guten Werken und und, sind wir verloren!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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zuletzt bearbeitet 11.12.2017 | Top

Bei der Befolgung des Gesetzes Gottes ausgeglichen bleiben

#355 von Schrat , 11.12.2017 09:52

Naja, Jurek,

dem Ganzen kann man aber auch einen falschen Dreh geben.

Natürlich haben Gott und Christus vorwiegend ein Auge auf Sünder, um ihnen nach Möglichkeit zu helfen. Den glimmenden Docht und den abgeknickten Halm.... Auf diejenigen, die gestrauchelt sind.
Aber es muß auch bei denen eine grundlegende Voraussetzung erfüllt sein, nämlich, daß sie ihren schlechten Zustand vor Gott erkennen und sich ändern wollen! So wie der verlorene Sohn!

Denn das beobachtet man auch in sogenannt "christlichen" Kreisen, daß der "Mantel der Liebe" über alles gedeckt wird. So wie neulich im Bruderinfo-Forum, wo selbst Homosexuelle angeblich weiter einen gerechten Stand vor Gott haben können, obwohl sie nicht von ihrer Sünde lassen, weil ja das Blut Christi sie immer wieder sauber wäscht....

Also die gebadete ..... kann immer wieder zum Baden im Dreck zurückkehren und fühlt sich dann ....wohl!

Wir müssen also darauf achten weder rechts noch links vom Pferd zu fallen.

Die Pharisäer und Schriftgelehrten hatten ja erst einmal einen durchaus positiv zu beurteilenden Ansatz, sie wollten verhindern, gegen Gottes Gesetz zu verstoßen. Diese Einstellung hatte sich ja nach der babylonischen Gefangenschaft entwickelt. Die Strafe Gottes für die Verfehlung des Volkes, Gottes Gesetz zu beachten, saß ihnen "noch in den Knochen". Aber sie haben es dabei übertrieben und allerlei zusätzliche Gebote und Auslegungen geschaffen, die von Gott so nicht vorgesehen waren.

Wir sollten die Aussage Jesu also nicht in dem Sinne mißverstehen, wir brauchten es bei unserm Bemühen, Gottes Gesetze zu beachten, nicht so genau nehmen!

Gruß
vom Schrat


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RE: Bei der Befolgung des Gesetzes Gottes ausgeglichen bleiben

#356 von Hervé Noir , 11.12.2017 10:44

Zitat von Jurek im Beitrag #354

- - -
Nur das ganze Gesetz peinlich zu halten wie die Pharisäer und Schriftgelehrten des ersten Jahrhunderts (und auch 21. Jh.) bringt NICHTS!
- - -


Hallo Jurek!

Das ist einfach nicht wahr. Johannes schrieb das Gegenteil:

1. Johannes 3,4-8 Schlachter):

Zitat
Jeder, der die Sünde tutb, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Und ihr wißt, daß Er erschienen ist, um unsere Sünden hinwegzunehmen; und in ihm ist keine Sünde. Wer in ihm bleibtc, der sündigt nicht; wer sündigtd, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.
Kinder, laßt euch von niemand verführen! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre.



Doch Johannes’ Worte nimmst Du wie üblich nicht zur Kenntnis - oder deutest sie im Sinne Deiner Religion um...

An der ersten Auferstehung nehmen nur wenige Menschen teil, zumeist von der Gesellschaft Verachtete. Mit "Kranken" meinte Jesu in erster Linie solche Menschen.

Über die sich um Gerechtigkeit bemühen, etwa Angehörige asiatischer Religionen, wird nach Ende der tausendjährigen politischen Herrschaft über die Erde geurteilt. Sie werden sehr wohl belohnt werden.

Wer sich aber bewusst gegen Jesus wendet, wartet vergeblich auf ewiges Leben...

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Werden nur wenige gerettet werden?

#357 von Schrat , 11.12.2017 11:05

Lieber Herve,

bei der Gelegenheit mußte ich letrzte Zeit darüber nachdenken, wieviele denn "gerettet" werden. Und es ist in diesem Forum ja auch schon der Bibeltext genannt worden (Lukas 13:23 ff). Aus der Antwort Jesu könnte man schließen, es werden nur wenige gerettet. Das würde aber wiederum anderen Aussagen der Bibel widersprechen, z.B. daß es eine allgemeine Auferstehung geben würde. Ferner daß der Vorsatz Gottes darin besteht die ganze Erde zu füllen (nicht überfüllen) und alle Nationen durch Abrahams Samen (Israel) gesegnet werden sollen.

Die Auflösung dieses Widerspruchs besteht darin, daß es - und da liegen Zeugen Jehovas durchaus richtig - erst einmal darum ging, die jenigen auszuwählen und zu "retten", die als Könige und Priester einmal regieren werden. Und das sind erst einmal relativ wenige (144000). Und das müssen wir bei der Aussage Jesu im Auge haben! Damals wurde also den Menschen diese Gelegenheit vorgelegt, aber nur wenige ergriffen diese Gelegenheit, so daß für Menschen aus den Nationen (von Osten, von Westen...) auch die Gelegenheit offenstand und diese ergriffen diese Gelegenheit.

Deswegen sprach Paulus mal davon, daß er danach strebte die Erst-Auferstehung (Phil 3:11) zu erreichen. Der Begriff „exanastasis“(Phill 3:11) ist genau genommen mit „Heraus-Auferstehung“ zu übersetzen., von manchen auch mit "Erstauferstehung" übersetzt. Es gibt also tatsächlich zwei Gruppen, Klassen, wie man es auch immer nennen will, aber nur eine Hoffnung: Das Königreich Gottes. Diese zwei Gruppen oder Klassen werden schon bei den zwei Arten der Auferstehung sichtbar! Die einen, die bei der Wiederkunft Christi in einem Nu verwandelt werden und einen vollkommenen menschlichen Körper bekommen und die übrigen, die überleben, weil sie Christus anerkennen oder den Jüngern Christi Gutes getan haben, bzw. dann an der allgemeinen Auferstehung (Auferstehung am letzten Tag) teilhaben werden!

So löst sich alles auf und es gibt keinen Widerspruch und die Erde nur mit ein paar wenigen Menschlein besiedelt werden. Die Erde wird wie Gottes Vorhaben es bei Adam und Eva der Fall war mit vollkommen gemachten gerechten Menschen gefüllt werden. Und der Himmel wird die rechte Wohnstättte für Gott und die Engel bleiben und die Erde die gerechte und vollkommene Wohnstätte für die Menschen

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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zuletzt bearbeitet 11.12.2017 | Top

Beim Kommen des HERRN gibt es Gericht und keine Massenbekehrung

#358 von Jurek , 16.12.2017 04:57

Aus heutigem Tagestext:

Zitat
Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle.“ – 1. Timotheus 2:6
Siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“ – 2. Korinther 6:2

Jesus Christus bietet jedem, der Ihn annimmt, eine vollkommene Befreiung an. Sie hat Ihn viel gekostet, denn für diese Befreiung musste Er am Kreuz leiden und den Tod erdulden.
Aber die Welt hat ihre eigenen Vorstellungen. Sie glaubt nicht an Christus, und darum lebt sie so, als ob es Ihn gar nicht gäbe, als ob seine Auferstehung und seine Erhöhung als Herr reine Einbildung und seine verheißene Rückkehr reines Wunschdenken wären.
Doch die Bibel lehrt uns: Niemand wird für immer ungläubig bleiben können! Alle werden einmal von der Wirklichkeit eingeholt werden – spätestens dann, wenn sie die Schwelle zur Ewigkeit überschreiten. Deshalb kommen wir immer wieder auf diese Frage zu sprechen:
Denn jetzt wird die Gnade Gottes noch allen angeboten. Aber viele verachten die Gnade, lehnen sie ab und beharren auf ihrem Unglauben.
Dann aber werden auch sie sich den Tatsachen stellen müssen; doch dann gibt es keine Möglichkeit mehr, um umzukehren.
Es wird keine Zweifler mehr geben, wenn Jesus Christus zum Gericht erscheint, bekleidet mit der Autorität des höchsten Richters. Dann wird „jedes Auge ihn sehen“, und Er wird diese Welt zur Rechenschaft ziehen, weil sie Gott und Ihn, seinen Sohn Jesus Christus, missachtet hat (Offenbarung 1:7).
Es wird keine Zweifler mehr geben, wenn die Toten auferstehen zum Gericht und vor seinem großen Thron erscheinen (Offenbarung 20:11-15).
Dann wird es nur noch ewige Reue darüber geben, dass sie die Gnade Gottes abgewiesen haben. – Heute aber wird diese Gnade noch allen angeboten.


Die Bibel zeigt mir den Weg zu GOTT:
Mit GOTT ins Reine zu kommen – das kann ich mir nicht verdienen oder erarbeiten. Ich kann es nur durch Gnade erhalten.
Dazu ist das Erlösungswerk des HERRN JESUS notwendig. Nur sein sühnendes Leiden kann die Schuld meiner Sünden tilgen und mich gerecht vor GOTT hinstellen. Ich muss an JESUS CHRISTUS glauben; dann sieht GOTT mich in dem Wert, den CHRISTUS und sein Erlösungswerk für Ihn haben.
GOTT will mich retten – ich muss zu Ihm umkehren, damit ich gerettet werden kann! Er wartet auf mich – ich muss nur HEUTE kommen wollen, denn MORGEN kann es schon zu spät sein. Wenn HEUTE das Evangelium bewusst abgelehnt wird, ist es dann am Gerichtstag auf alle Fälle zu spät sich zu bekehren. JETZT ist der Tag des Heils!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Es verbleibt noch ein "Tag"

#359 von Schrat , 16.12.2017 09:43

Lieber Jurek,

Zitat
Wenn HEUTE das Evangelium bewusst abgelehnt wird, ist es dann am Gerichtstag auf alle Fälle zu spät sich zu bekehren. JETZT ist der Tag des Heils!



Sicher wird es direkt bei der Wiederkunft Christi keine Massenbekehrung geben, aber auch keine Massenvernichtung.....
Und sicher gilt das, was Jesus sagte und jeder, der das Evangelium kennenlernt, tut gut daran, es anzunehmen.

Aber dieses "Gericht" wird falsch verstanden und falsch angewandt. Es ist eine Gerichtszeit, die 1000 Jahre dauern wird. Und während dieser Zeit wird sich herausstellen, wer ein Schaf und wer ein Bock ist....Nur wer sich verführen lässt, gegen Gott, Christus und seine treuen Nachfolger zu kämpfen und sie zu verfolgen und zu Tode zu bringen, für die mag es nicht gut ausgehen.....

Und außerdem: Wir können nicht beurteilen, ob jemand das Evangelium bewusst abgelehnt hat. Nur Gott und Christus kennen die näheren Umstände, z.B. auch welche Gelegenheit jemand hatte, das Evangelium zu erkennen und anzunehmen. Denn es gab viel Irreführung und Falschinformationen und Druck, Verfolgung, Entbehrungen, Krankheiten und Tod.

Außerdem spricht die Bibel in Korinther davon daß in Adam alle sterben und in Christus a l l e auferweckt werden! Sicher nicht, um ihnen ihre Sünden vorzuhalten und gleich wieder zu Tode zu bringen, sondern um ihnen eine reaie Chance zu geben, die sie in der vergangenen Weltzeit oft nicht hatten. Natürlich spielt es eine Rolle, was für einen Charakter und was für eine Persönlichkeit wir vorher erworben haben. Das mag auch dann ausschlaggebend sein, wie sich die Menschen d a n n verhalten und entscheiden.

Es ist noch nicht aller Tag Abend!

Es verbleibt noch ein "Tag", an welchem Jesus Christus die Erde in Gerechtigkeit richten wird (Apg 17:31).

Gruß
vom Schrat


WER ZENSIERT FÜRCHTET DIE WAHRHEIT

 
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zuletzt bearbeitet 16.12.2017 09:58 | Top

RE: Es verbleibt noch ein "Tag"

#360 von Hervé Noir , 16.12.2017 10:32

Zitat von Schrat im Beitrag #359

- - -
Sicher wird es direkt bei der Wiederkunft Christi keine Massenbekehrung geben,


Die Warnungen der beiden in Offenbarung 11 vorgestellten Seher werden große Wirkung entfalten. Nicht ohne Grund werden diese insbesondere von den Machthabern gehasst...
Zitat von Schrat im Beitrag #359

...aber auch keine Massenvernichtung.....


Hallo Schrat!

Jesus selbst sagte (Matthäus 24,21-22, Schlachter):

Zitat
Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.
Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.


Nimmt man die Angaben u.a. in der Offenbarung über die Verluste an Menschenleben wörtlich - die Schrift selbst gibt uns keinen Anlass, nicht von der wörtlichen Bedeutung auszugehen - werden von den derzeit 7,5 Milliarden Menschen kaum 2 Milliarden überleben.

Wenn also die Überlebenden der Stämme “Überrest” genannt werden, trifft diese Bezeichnung mit Sicherheit auch auf die Gojim zu.

Alles in zeitlich weiter Ferne? Wer das glaubt, kennt die aktuellen Nachrichten nicht. Fast alle Großmächte - die entscheidende Großmacht Europa ist erst im Werden - rüsten verstärkt auf.

Grüße

Hervé Noir  
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