VERGEBUNG

#1 von Maranate , 03.02.2010 15:14

Liebe Leser!

Ich machte immer wieder die Erfahrung, dass gerade Vergebung ein heikles Thema ist. Viele Menschen und leider auch Christen bleiben auf dem Fleck stehen, alleine aus dem Grund, da sie nicht bereit sind, Mitmenschen zu vergeben. Lieber fristen sie in ihrer Bitterkeit und mit Gefühlen des Hasses dahin, als dass sie willentlich vergeben würden und dadurch Frieden und Feiheit erlangen könnten.

Vergebung gibt es auf verschiedenen Ebenen:
°) wir erlangen Vergebung durch Jesus Christus zu unserer Errettung
°) wir müssen aber auch bereit sein, anderen unsere Vergebung zuteil werden zu lassen

Dazu ist immer unsere Willensentscheidungausschlaggebend. Vergebung sucht danach auch Versöhnung, welche oft länger braucht, als die reine Vergebung selbst, welche in einem Augenblick geschehen kann.

C.S. Lewis sagte einmal:

Zitat
"Vergebung ist ein schönes Wort - solange, bist du einmal etwas vergeben musst."


Ja, Vergebung kostet meist sehr viel - Jesus Christus kostete es sogar sein Leben!
Wir beten, in Anlehnung an das 'Vaterunser':

Zitat
" .... und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern ..."


Weshalb sollte dann Gott Vater bereit sein, uns zu vergeben, wenn wir so stur sind, und Verfehlungen unserer Mitmenschen hatnäckig nachtragen? Haben wir denn überhaupt das Recht, jemanden nicht zu vergeben?

Epheser 4,32: "Seid aber zueinander gütig, mitleidig und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat." Die Quelle unserer Vergebung ist daher die Vergebung Gottes.

Ich las auch einen Spruch von Mark Twain, der mir sehr gut zu diesem Thema gefiel:

Zitat
"Vergebung ist der Duft, den die Blume am Absatz desjenigen hinterlässt, der sie zertreten hat"



Möge uns der Herr den Willen zur Vergebung stärken.
Maranate


der HERR kommt bald

 
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RE: VERGEBUNG

#2 von Jurek , 03.02.2010 15:20

Schööön!

Das beste Beispiel sowohl von Praxis her als auch Theorie, haben wir von JESUS, Paulus und anderen…, welches wir ZU UNSEREN NUTZEN (Jes 48:17) für- und untereinander anwenden können.
Das freut mich – weil ich da christliche Freiheit auch erkennen kann, die die Welt Satans nicht hat.

L. G.


 
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RE: VERGEBUNG

#3 von Maranate , 13.02.2010 17:56

Wenn ich bei einem Arzt im Wartezimmer sitze, dann lese ich manchmal ganz gerne die Medizinzeitschrift.
Vor kurzem stieß ich darin auf einen sehr interessanten Artikel über Vergebung: "Warum Vergebung nicht nur dem anderen guttut"

Zitat
Krank durch Unversöhnlichkeit
Erst seid kurzem beschäftigt man sich in der Psychiatrie mit dem KRANKHEITSBILD DER POSTTRAUMATISCHEN VERBITTERUNGSSTÖRUNG: Unversöhnlichkeit, ständiges Hadern mit seinem Schicksal und starke Verbitterung sind typisch für diese Erkrankung.


Der Bibel ist dieses hier neu entdeckte Syndrom schon immer bekannt gewesen. Nicht umsonst fordert uns Gott zur Vergebung und Versöhnlichkeit auf. Alles was wir tun, hat Folgen für uns selbst, gerade bei diesem Thema haben wir selber oft mehr Nutzen daraus, als derjenige, dem wir zu vergeben bereit sind.

Warum aber fällt es uns so schwer zu vergeben? Warum kommen ausgerechnet zu den unpassendsten Gelegenheiten - etwa bei Familienfesten - alter Groll und unterdrückter Ärger hoch?

Anstatt schwierigen Emotionen einfach nachzugeben, sich über andere zu ärgern und über deren 'unverzeihliche' Gemeinheiten zu brüten, sei es doch zielführender, den eigenen Gefühlen auf den Grund zu gehen. Man sollte in sich gehen, um zu erfahren, was sie uns sagen wollen, wie z.B.: "Ich fühle mich zu wenig beachtet. Ich fühle mich ausgenutzt. Ich bin enttäuscht." Aber gerade das fällt oft schwer, da viele schon in der Kindheit gelernt haben, negative Gefühle wie Wut, Ärger, Enttäuschung oder Frustration zu unterdrücken, da diese unerwünscht sind. Es kann dann soweit kommen, dann man Gefühle gar nicht mehr wahr nimmt.

Doch weder mit dem Unterdrücken 'unangebrachter' Gefühle noch mit dem Vorsatz, um des 'lieben Friedens willen' den Ärger zu schlucken, tut man sich oder anderen etwas Gutes. Man sollte in jedem Fall das mit der Kränkung verbundene Gefühl wahrnehmen, um zu erkennen, ob man an einem wunden Punkt getroffen wurde, oder ob der Auslöser ganz einfach wirklich eine Frechheit war.
Verzeihen ist eine Kombination aus einem gefühlten und einem überlegten Vorgang. Durch das Nachdenken lasse sich dann bewusst entscheiden, ob man dem Gefühl des Ärgers nachgeben und streiten will, odr ob man besser verzeiht und zwischenmenschlich einen Neubeginn wagt. Damit erspart man sich womöglich schlaflose Nächte, in denen man eine Brandrede an jene Person erntwirft, die einen geärgert hat.


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RE: VERGEBUNG

#4 von Maranate , 13.02.2010 18:08

Folgendes wurde über diese "VERGEBUNGSFORSCHUNG" in dieser Medizinzeitschrift gedruckt:

Zitat
Verschiedene Untersuchungen der noch jungen Vergebungsforschung bestätigen die positive Wirkung des Verzeihens auf die Gesundheit: Demnach senkt es Blutdruck und Pulsschlag sowie den Spiegel des Stresshormons Kortisol im Blut. Eine versöhnliche Haltung reduziert weiters Muskelverspannungen und Stresssymptome wie Kopf- und Magenschmerzen, Schlafstörungen und Schwindel.

Wissenschaftler des 'International Forgiveness Institute' in Wisconsin, USA, haben eine Vier-Stufen-Modell für das Vergeben entwickelt:

1. Erkennen Sie Ihren Schmerz an
2. Widmen Sie sich der Vergebung, nachdem Sie die Notwendigkeit einer Veränderung erkannt haben.
3. Finden Sie einen neuen Weg, an den Täter zu denken, und akzeptieren Sie, dass das Erlebte schmerzhaft war.
4. Erkennen Sie die Erleichterung, die das Vergeben für Sie gebracht hat.



Verzeihen hat übrigends nichts damit zu tun, erlittenes Unrecht schönzureden, zu verdrängen oder zu vergessen - es bedeutet 'aus der Teufelsspirale des Unrecht-Erleidens und selbst wieder Unrecht-Tuns herauszukommen', so Sindermann (Psychiater und Psychotherapeut im Therapiezentrum Ybbs). "Verzeihen ist demnach eine konstruktive Vorschussleistung, um einen Konflikt zu lösen, und hat auch mit Toleranz zu tun." Dabei sollte man nicht nur anderen, sondern auch sich selbst gegenüber nachsichtig sein. "Das Wichtigste ist, sich selbst zu gestatten, so zu sein, wie man ist", betont der Mediziner. "Verzeihen beginnt mit der Erkenntnis, dass man selbst auch Schwächen hat." Anstatt bei sich selbst ständig nach Fehlern zu suchen, sollte man sich besser als liebenswertes Pauschalangebot verstehen. "Sich selbst als Pauschalangebot - mit vielen guten und einigen verzichtbaren Eigenschaften- schätzen zu lernen, ist sehr hilfreich, um auch anderen ihre Fehler und verzichtbaren Eigenschaften verzeihen zu können", ist der Psychotherapeut überzeugt.


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RE: VERGEBUNG

#5 von Maranate , 13.02.2010 18:16

Wie sieht nun aber GOTT das Verzeihen und die Vergebung?

Aus meinen Erfahrungen kann ich diesem Psychotherapeuten bis zu einem gewissen Punkt schon Recht geben, denn wir müssen uns mit unseren eigenen Fehlern annehmen können und so dann auch anderen vergeben. Wir müssen uns auch unseren Gefühlen dabei stellen - sie wahrnehmen - aber keinesfalls einfach rauslassen, wie es auch öfter mal in solchen Therapien geraten wird.
Nein, wir sollen diese Gefühle vor Gott bringen, zu ihm ehrlich sein und ihn um Hilfe bitten. Wenn wir sie nämlich sonst irgendwie heraus lassen, dann verletzen wir unweigerlich andere Menschen, was uns nachher wieder leid tut.

Vergeben bedeutet im Sinne Gottes aber auch vergessen! Gott war unsere Vergehen, nachdem er uns vergeben hat, in das äußerste Meer! Das bedeutet, dass er dieser Taten nie mehr gedenken möchte - er sieht es als erledigt und vergessen an. Sollten wir dann nicht ebenso unseren Schuldnern vergeben und ihre Vergehen an uns vergessen?
Natürlich funktioniert das Vergessen nicht ganz so einfach, da unser Gehirn unheimlich vieles permanent speichert. Es braucht manchmal sehr sehr lange, bis es wenigstens mal nicht mehr wichtig erscheint. Aber dennoch kann es passieren, dass wir uns an etwas zurück erinnern, das wir jemanden vergeben haben. Dann kommt es drauf an, was wir damit machen!
Auf keinen Fall dürfen wir etwas Vergebenes dem anderen wieder und wieder vorhalten, sobald eine ähnliche Situation vorkommt! Das ist nicht vergeben, sonder nachtragen.

Möge uns der Herr helfen, anderen Menschen wirklich völlig zu vergeben und in uns die Bereitschaft zur Versöhnung wachsen.

schönes Wochenende an alle
Maranate


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RE: VERGEBUNG

#6 von Jurek , 13.02.2010 18:24

Nachdenklicher Beitrag, liebe Maranate.
Besonders für mich pers. der letzte Absatz.
Nur richtig verstehen muss ich auch noch!
Mal „laut“ nachgedacht:

Zitat
Doch weder mit dem Unterdrücken 'unangebrachter' Gefühle noch mit dem Vorsatz, um des 'lieben Friedens willen' den Ärger zu schlucken, tut man sich oder anderen etwas Gutes.


Da ist schon sicher was dahinter.
Allgemein: Ich denke, dass viele Menschen (besonders Frauen) sehr besonders oft ihre GEFÜHLE betonen. Manchmal scheint es mir, dass diese Gefühle oft überbetont werden.
Die Problematik, die ich pers. sehe, dass man oft von nur Gefühlen spricht. Schließlich JESUS hatte oft große Gefühle offenbart, wo Er auch in Trennen ausbrach, etc.
Ich denke (bitte nach wie vor korrigieren wenn falsch), dass Gefühle als solche, können prinzipiell oft schädlich sein, wenn sie nicht in Waage mit dem sachlichen Verstand sind.
Wenn der Verstand vor lauten Gefühlen drastisch abnimmt, dann kann das m.E. fatale Folgen haben, bis hin zu Mord (man denke an jüngsten Fall mit einer Akademikerin in den USA) und/oder auch Selbstmord.
„GEFÜHLE“ = was für ein Sammelbegriff für GUTE und/oder SCHLECHTE Eigenschaften ist das?
Ich denke auch, wenn wir in der Lehre CHRISTI praktisch und geistig geschult und gesund sind, werden wir bemüht sein, schlechte Eigenschaften = damit auch derart Gefühle zu meiden. … Unsere Gefühle würden dann oft ganz andere Qualität aufweisen, als oft der Brauch damit in der Welt Satans ...
Oder?


 
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RE: VERGEBUNG

#7 von Jurek , 13.02.2010 18:28

Zitat
Man sollte in jedem Fall das mit der Kränkung verbundene Gefühl wahrnehmen, um zu erkennen, ob man an einem wunden Punkt getroffen wurde, oder ob der Auslöser ganz einfach wirklich eine Frechheit war.


Und was ist dann, wenn da sowohl das als auch das zutrifft?
Ich denke, dass solche JESU Worte, auch in diesem Fall, die allerhöchste Priorität hätten: Mat 5:23,24; 44-48; Luk 23:34.
Auch wenn ein anderer mir das allerschlechteste getan hat, wie soll ich da auch mit meinen (geschulten) Gefühlen (mit Hirn) umgehen?
Wie tat es JESUS, Stephanus, Paulus & Co., die unsere Beispiele sind / sein sollten? -(u.a. 2.Kor 11:23-27 u.ä.).

Zitat
Verzeihen ist eine Kombination aus einem gefühlten und einem überlegten Vorgang. Durch das Nachdenken lasse sich dann bewusst entscheiden, ob man dem Gefühl des Ärgers nachgeben und streiten will, odr ob man besser verzeiht und zwischenmenschlich einen Neubeginn wagt.


Auch ohne aufs Neue groß nachzudenken: Was möchte CHRISTUS von uns, dass wir in derart Situationen tun sollten?

Zitat
Damit erspart man sich womöglich schlaflose Nächte, in denen man eine Brandrede an jene Person erntwirft, die einen geärgert hat.


Nur wer wirklich vergeben hat (bevor die Sonne untergeht) und das „vergessen“[*] hat, hat m. E. wirklich vergeben.

Wie denkst du darüber?

L. G.
________________

*) „vergessen“ im Sinn von nicht mehr nachtragen und dessen immer Gedenken.
Es ist kein Vergeben, wenn wer sagt: O.k. ich vergebe dir (weil ich wegen JESUS das MUSS), aber vergessen werde ich dir das nie!


 
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RE: VERGEBUNG

#8 von Maranate , 13.02.2010 18:36

Hallo Jurek!

Die ersten beiden Beiträge stellte ich lediglich hier ein, um aufzuzeigen, dass auch die Medizien nun scheinbar begreift, dass mehr als nur Tabeletten nötig sind, um wirklich gesund zu sein. Es ist doch gut, wenn sie die Vergebung als ein solches 'Heilmittel' erkannt haben. Wir können aber nicht von 'ungläubigen' Menschen erwarten, dass sie wie Jesus handeln. Als Christin habe ich natürlich noch einen weit höheren Maßstab und bin sicher nicht meinen Gefühlen ausgeliefert - nicht mehr!

Zitat

Nur wer wirklich vergeben hat (bevor die Sonne untergeht) und das „vergessen“[*] hat, hat m. E. wirklich vergeben.

Wie denkst du darüber?

*) „vergessen“ im Sinn von nicht mehr nachtragen und dessen immer Gedenken.
Es ist kein Vergeben, wenn wer sagt: O.k. ich vergebe dir (weil ich wegen JESUS das MUSS), aber vergessen werde ich dir das nie!



Ich stimme dir logischerweise zu, Jurek, aber dennoch weiß ich auch Erfahrung, dass es so schwerwiegende Vergehen gibt, die man nicht einfach so vergeben kann, bevor die Sonne untergeht. Versuche dich einfach einmal in ein Kind hineinzuversetzen, das sexuell missbraucht wurde und womöglich noch halb tot geschlagen. Denkst du, ein solches Kind kann am selben Abend ihrem Peiniger vergeben??

Sicher nicht, solche tiefen, extremen Verletzungen der Seele können nicht so einfach vergeben werden. Ich brauchte, obwohl ich da schon wiedergeboren war, selber auch Jahre dazu, bis ich bereit dafür war, bis ich meinem Peiniger auch vergeben WOLLTE. Um zu diesem Punkt zu gelangen musste ich Jesus sehr viel besser kennen lernen um ihm zutiefst vertrauen zu können und ihm das Gericht über meinen Peiniger zu überlassen. Erst als ich dies abgeben konnte, war ich bereit zu vergeben.

lieber Gruß
Maranate


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RE: VERGEBUNG

#9 von Jurek , 13.02.2010 18:47

H a l l o ,

Zitat
Ich stimme dir logischerweise zu, Jurek, aber dennoch weiß ich auch Erfahrung, dass es so schwerwiegende Vergehen gibt, die man nicht einfach so vergeben kann, bevor die Sonne untergeht.


Da hast du sicher Recht. Aber dennoch erwartet GOTT von uns, dass wir Vollkommen sind, wie auch ER vollkommen ist. (Mat 5:48).
JESUS (wie ich schon die Bibelstelle angab), hat seinen VERBRECHERN gleich vergeben… (1.Pet 2:23ff)

Durchaus kein leichtes Unterfangen, klar, aber (bevor man in den Himmel kommt) dürfen wir jetzt schon Vollkommenheit üben.

Zitat
Versuche dich einfach einmal in ein Kind hineinzuversetzen, das sexuell missbraucht wurde und womöglich noch halb tot geschlagen. Denkst du, ein solches Kind kann am selben Abend ihrem Peiniger vergeben??


Sicher nicht. Das braucht seine Zeit. Aber die Zeit sollte man wann (bald) kommen – meinst du nicht?
(Mat 6:12 = Imperfekt!).

Zitat
Ich brauchte, obwohl ich da schon wiedergeboren war, selber auch Jahre dazu, bis ich bereit dafür war, bis ich meinem Peiniger auch vergeben WOLLTE.


Ich bin mir nicht sicher, ob es von „unserer Leistung“ abhängt (mit dem selber WOLLEN), wirklich diese kolossale Bürde loszuwerden…… (?)
Ich denke, WIR schaffen das gar nicht (wirklich).

Ich bin sehr nachdenklich wegen deiner schlechten Vergangenheit und Erlebnisse…
Ich wünsche dir den großen Trost des HERRN, der dich auch stützen möge, dass du immer diese Kraft von Oben bekommst, um sogar Berge zu versetzen!

Wenn du magst, könntest du Näheres dazu schreiben, wie du das ganze überwunden hast etc.

In Liebe – Jurek


 
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RE: VERGEBUNG

#10 von Maranate , 13.02.2010 19:07

Lieber Jurek,

Zitat
Wenn du magst, könntest du Näheres dazu schreiben, wie du das ganze überwunden hast etc.



Das muss ich mir erst noch überlegen, denn ich denke, dass dies den Rahmen hier wohl etwas sprengen könnte. Außerdem kann man das, so der Herr es ermöglicht, noch in diesem Jahr in meinem Buch, an dem ich gerade die letzten Seiten noch schreibe, nachlesen.

Zitat
Ich bin mir nicht sicher, ob es von „unserer Leistung“ abhängt (mit dem selber WOLLEN), wirklich diese kolossale Bürde loszuwerden…… (?)


Dessen bin ich mir ganz sicher, dass es mit unserem 'WILLEN' zusammenhängt, denn Gott zwingt uns zu nichts. So hängt ja auch die Errettung - Bekehrung - Buße - Umkehr - ebenso von unserem Willen ab und nicht nur vom Angebot Gottes. Wer nicht will, der hat schon.

Zitat
Ich bin sehr nachdenklich wegen deiner schlechten Vergangenheit und Erlebnisse…
Ich wünsche dir den großen Trost des HERRN, der dich auch stützen möge, dass du immer diese Kraft von Oben bekommst, um sogar Berge zu versetzen!


Ich danke dir für deine guten Wünsche Jurek. Ich gehöre wohl den wenigen Frauen an, die durch Jesus die nötige Heilung der Seele erfahren durfte. Meine Vergangenheit mag schrecklich gewesen sein und hat mir viel Leid gebracht, noch viele Jahre danach, aber heute kann ich meinem Peiniger in der Liebe Jesu begegnen. Wenn da nicht tatsächlich Berge versetzt wurden in meinem Herzen, dann weiß ich nicht wo sonst. Lob sei dem Herrn, meinem Heiler!

einen schönen Sonntag wünsche ich
Maranate


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RE: VERGEBUNG

#11 von Jurek , 13.02.2010 19:12

Zu deinem abschließenden Kommentar:
Ich gebe offen zu, wenn das von MEINEN Willen abhängen würde, solche Taten wie du geschrieben hast, wem zu vergeben, dann würde ich es wohl so was nie hinbekommen …

Was Errettung - Bekehrung - Buße - Umkehr betrifft, so zieht JEHOVA nicht die Menschen, die ER will, zu seinem SOHN? (Joh 6:44).
Natürlich, WIR entscheiden uns für diesen Weg, aber alle unsere Mühe und Wollen wäre vergebens, wenn nicht - no ja was wohl?
Auch die Wiedergeburt gescheht nicht aus unserem Wollen. ...

Liebe Grüße und alles LIEBE!!


 
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RE: VERGEBUNG

#12 von Maranate , 13.02.2010 19:22

Ja, Jurek,

vom Prinziep her ist es schon richtig, dass uns Gott Vater zu sich zieht. Wenn aber dies alleine ausreichend wäre, dann würden wohl alle Menschen errettet werden, da er ja auch alle Menschen liebt.

Abgesehen davon, wenn es nicht auch von unserem Willen abhinge, dann wären wir lediglich 'Marionetten', oder nicht? Gott möchte aber freiwillige Nachfolger und Mitarbeiter in seinem Reich haben.
Wenn ihm daran nicht gelegen wäre, dann hätte er auch ganz einfach diese Schöpfung nach dem Sündenfall vernichten können und eine neue machen, oder , dann hätte Jesus all die Qualen nicht erleiden müssen um uns 'Würmer' loszukaufen aus der Macht Satans.

Wenn Vergebung nicht auch von unserem Willen abhängen würde, dann hätte er auch nicht sagen müssen, dass er uns in dem Maße vergibt, wie wir zu vergeben bereit sind. Im Vaterunser lehrte uns dies Jesus doch auch, wo wir beten: " .. und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern ..". Daraus lesen wir doch den Schluß, dass wir nicht immer bereit sind zu vergeben, oder

Maranate


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RE: VERGEBUNG

#13 von Jurek , 13.02.2010 19:52

Natürlich das ALLEINE, genügt nicht, wenn uns unser himmlischer VATER zieht. Aber da ER die Herzen der Menschen prüft, zieht ER nicht jeden zu sich.
ER hat nur bestimmte Menschen für sich „zuvorbestimmt“ (Eph 1:5), aber nicht so, dass es nicht auch mit unseren Willen übereinstimmen würde, weil ER kennt uns durch und durch…
Daher hast du Recht, dass es sehr viel auch von unseren Willen abhängt.
Auch Vergebung hängt selbstverständlich mit unseren Willen zusammen, aber ob rein von unseren Willen ab – aus eigener Kraft? Natürlich nicht - wie du mir sicher zustimmst.
Noch mal: Das was du da beschrieben hast, da frage ich mich, ob ICH so was je vergeben, geschweige „vergessen“ könnte!! Selbst nach etlichen Jahren.
Ich kann mir nur zugestehen, dass nur mit GOTTES Hilfe könnte ich das.

Was das sog. „Vater unser“ (eigentlich „Unser Vater“!) Gebet betrifft, mit dem Vergeben…, so hatte ich in meinem Beitrag um 18:47h geschrieben, dass das interessante daran ist, diese Steigerungsform, die JESUS da verwendet, und zwar nicht im Sinn von:
Vergib uns unsere Schuld wie wir DANN (vielleicht) den Schuldigen vergeben“, sondern: „Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben HABEN“! =(so die korrekte Wiedergabe). =(vgl. auch diese Konkordante Übersetzung: Mat 6:12,13).
Nur dann sind wir also auf der Grundlage JESU Blutes rein vor JEHOVA, um vor IHN im Gebet durch JESUS zu treten, wenn wir schon zuvor die Schulden der anderen vergeben haben! Erst dann vergibt uns unserer VATER diese unsere Schulden. –(vgl. nochmals Mat 5:23,24).
Das heißt, in meinem erwähnten Fall von meinem WOLLEN, wenn es also nur auf mich ankäme, würde ich laange Jahre selber in Schuld leben…
Oder sehe ich das falsch und warum?

L. G.


 
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RE: VERGEBUNG

#14 von Maranate , 17.02.2010 11:14

Leider funktioniert heute das Einfügen eines Zitates nicht, also kopiere ich einfach so:

"Das heißt, in meinem erwähnten Fall von meinem WOLLEN, wenn es also nur auf mich ankäme, würde ich laange Jahre selber in Schuld leben…
Oder sehe ich das falsch und warum?"


Natürlich, daher bin ich auch froh, dass es nicht nur von meinem Willen alleine abhängt. Abgesehen davon schenkt ja auch Gott das 'Wollen' und das 'Vollbringen'.

Ein oft zitierter Satz ist der Ausspruch des Dichters Alexander Pope: "Irren ist menschlich, vergeben göttlich." Damit erfasste Pope das Wesen der biblischen Botschaft. Gott vergibt uns und wenn wir seine Kinder sind, müssen auch wir Vergung praktizieren. Daran führt kein Weg vorbei. Groll hat im Leben eines Christen kein Platz. So wie wir angesichts unserer Fehler dringend Gottes Vergebung brauchen, ist es für uns gleichermaßen dringlich, denen zu vergeben, die uns enttäuschen.
Matthäus 6,14-15:Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben.

dazu auch Lukas 6,35-37, Röm 12,14.17.19-21 und Kolosser 3,13

Vergebung sollten wir jedem gegenüber praktizieren, doch besonders gegenüber denen, die wir als unsere Glaubensgeschwister bezeichnen. Ihnen sollten wir besondere Güte erweisen, während Groll und anhaltende Streitigkeiten in der Gemeinde keinen Platz haben. Lukas 17,3-4, Epheser 4,31-32


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RE: VERGEBUNG

#15 von Jurek , 17.02.2010 13:21

A m e n !


 
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Jesus unser Schicksal- Pfarrer wilhelm Busch
Du der du andere lehrst lehrst dich selbst nicht?

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