RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#31 von Topas , 10.08.2014 15:27

Zitat von Jurek im Beitrag #29

Zitat
Woran sollten die Apostel sonst geglaubt haben als an eine 7-Tage Schöpfung? Das ist das, was sie aus den Schriften erfahren konnten.

Glaube ich nicht an die 7-Tage Schöpfung!?
Nur es kommt darauf an, ob man alles buchstäblich (miss)versteht oder nicht.
Die Führung der Juden im 1. Jh. hatte ‚Recht‘!(?) Weil sie alles so wortwörtlich auslegten.., musste der unbequeme Gotteslästerer Jesus einfach weg, weil er (angeblich) gegen GOTTES eindeutige(!) Gebote verstoßen hatte! …

Gruß



Jurek,

sicher nicht, wenn du dabei an Millionen von Jahren denkst die ein Tag umfasst. Wir müssen schon klare Aussagen treffen und uns nicht hinter zweideutigen Bedeutungen verstecken.
Die Apostel haben mit Sicherheit nicht über Evolution oder über lange Zeiträume diskutiert, diese kannten sie gar nicht. Somit ist der ursprüngliche und originäre Glaube, der einer buchstäblichen 7-Tage Schöpfung. Im Laufe der Zeit wurde durch die teuflisch inspirierte Frage, ob Gott das wirklich so gemeint haben könnte, eine neue Lehre geschaffen. Es besteht also die Gefahr einer Lehre zu folgen, die ihre Ursprünge in Ideen hat, die vom Abfall und dessen Verursacher stammen. Wo würdest du diese Lehre vermuten, in dem was die Apostel glaubten und wußten oder in dem was sich später durch Philosophie und Wissenschaft einschlich? Nicht schwer zu beantworten, finde ich. Auch unter diesem Gesichtspunkt zeigt sich wieder, das es nicht egal ist und wir nicht einfach glauben dürfen, was uns plausibler erscheint.

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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#32 von Jurek , 11.08.2014 09:17

Hallo Topas,

ich versuche nochmals auf all deine Aussagen einzugehen:

Zitat
sicher nicht, wenn du dabei an Millionen von Jahren denkst die ein Tag umfasst.


Da nicht nur in unserer Sprache, sondern auch in der Bibel oft „Tage“ und „Wochen“ unterschiedliche Bedeutungen haben (was die Zeitspanne betrifft), kann man damit dann doch nicht behaupten, dass ich nicht an 6 Schöpfungstage glaube!

Zitat
Wir müssen schon klare Aussagen treffen und uns nicht hinter zweideutigen Bedeutungen verstecken.


Diese Aussage ist m. E. einerseits richtig, aber auf unser Thema bezogen, ebenso falsch.
Denn es gibt eine Unmenge Aussagen in der Bibel, die man nicht wortwörtlich missdeuten sollte. …

Zitat
Die Apostel haben mit Sicherheit nicht über Evolution oder über lange Zeiträume diskutiert, diese kannten sie gar nicht.


Was aber die Apostel kannten, dass nicht alles was wörtlich in der Bibel steht, wortwörtlich zu verstehen ist.

Zitat
Somit ist der ursprüngliche und originäre Glaube, der einer buchstäblichen 7-Tage Schöpfung.


„Somit“? Auf welcher Grundlage?

Zitat
Im Laufe der Zeit wurde durch die teuflisch inspirierte Frage, ob Gott das wirklich so gemeint haben könnte, eine neue Lehre geschaffen. Es besteht also die Gefahr einer Lehre zu folgen, die ihre Ursprünge in Ideen hat, die vom Abfall und dessen Verursacher stammen.


Darf man vorschnell und allgemein meinen, dass alles was nicht wortwörtlicher Bedeutung der Bibel entspricht, vom Teufel kommt?

Zitat
Wo würdest du diese Lehre vermuten, in dem was die Apostel glaubten und wußten oder in dem was sich später durch Philosophie und Wissenschaft einschlich?


Kommt darauf an. Auch auf den Zeitpunkt bezogen.
Die Apostel wussten auch nicht immer alles und alles richtig.
Erst mit der Ausgießung des Hl. Geistes zum Pfingsten, haben sie besondere Erkenntnis gehabt.
Aber die Dauer der Schöpfungstage war m. W. nie ein Thema bei denen, weil das auch weder wirklich wichtig noch heilsnotwendig war, um das zu verkünden.
GOTT hat mit Wirkung seines GEISTES und des SOHNES und der Engel das alles in „6 Tagen“ erschaffen und so wurde es. Und das glaube ich auch. Reicht das nicht, so dass man sich da um unbedeutende Worte streiten müsste, als ob das das Wichtigste wäre?
Du und Schrat könnt doch an buchstäbliche 24-Std-Schöpfungstage glauben! Damit habe ich kein Problem, noch sehe ich das auch biblisch als Problem des Glaubens. (Lies Röm 14)

Zitat
Nicht schwer zu beantworten, finde ich.


Je nachdem, was und wie genau du da für dich meinst. Ich meine dazu wie zuvor geschrieben.

Zitat
Auch unter diesem Gesichtspunkt zeigt sich wieder, das es nicht egal ist und wir nicht einfach glauben dürfen, was uns plausibler erscheint.


Meinst du im Ernst, dass die die an buchstäbliche 6x24-Std-Schöpfungstage glauben, gerettet werden, und die wie ich, die nicht das so glauben wie du, verloren gehen? Liegt es wirklich daran, weil es ja „nicht egal ist und wir nicht einfach glauben dürfen, was uns plausibler erscheint“? (Röm 14:12)
Werden wir nicht viel eher aufgrund des Evangeliums gerettet? >>> Sehe heutige Tageslosung an.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#33 von Topas , 11.08.2014 10:57

Jurek,

es kann nicht beides richtig sein. Entweder ist das 'Creatio ex nihilo' falsch oder die Vorstellung einer evolutionären Schöpfung (theistisch). Daran führt leider kein Weg vorbei. Wenn also eines falsch ist, ist das andere eine Irrlehre. Stimmst du mir da zu?

Ist man ein Verbreiter von Irrlehren, was folgt daraus?
Natürlich ist die Frage, was wir erkennen können und welches Vermögen wir haben der Bibel den richtigen Sinn zu entnehmen. Eines ist nach meinem Dafürhalten aber sicher, eine Wissenschaft ist nicht geeignet die Bibel zu erklären oder Worte der Bibel umzudeuten.

Hier mal eine gut gemachte Erklärung zu der Länge der Schöpfungstage von der Vereinigten Kirche Gottes:

http://www.glaubensfundamente.de/index.p...id=66&Itemid=84

Auszug:

Zitat
In 1. Mose 1, Verse 14-19 lesen wir:
„Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag [yom] und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage [yom] und Jahre . . . Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag [yom] regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere . . . und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag [yom].“
Es ist unlogisch, dass das Wort Tag in diesen Versen in dem einen Fall einen 24-stündigen Tag und im anderen Fall einen Zeitraum von Jahrmillionen bedeutet.



Um diese Logik kommen wir nicht herum



PS: Lesart für Schrat: Tag und Nacht sind das Ergebnis der Rotation der Erde um die eigene Achse=Drehung des Universums um eine fixe Erde ;-)

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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#34 von Jurek , 11.08.2014 13:13

Hallo Topas,

Zitat
… Wenn also eines falsch ist, ist das andere eine Irrlehre. Stimmst du mir da zu?


Nicht ganz. (Das Auftreten damit macht es auch aus).
Nur jedes Missverständnis oder noch nicht so weit sein in Erkenntnissen, die man aber für möglich hält, macht aus einem gleich einen Irrlehrer, bzw. diese Erkenntnis als Irrlehre und doch damit einen selbst als Irrlehrer?
Dann müssten wir grundlegend ALLE ohne Ausnahme an Irrlehren glauben, weil NIEMAND ALLES richtig glaubt!

Eine Irrlehre betrifft fundamentale Lehren der Bibel (das sind z. B. solche wie sie im ursprünglichem „Apostolischen Glaubensbekenntnis“ zusammengefasst wurden), derer Inhalt entscheidet, ob man das ewige Leben hat oder nicht (siehe dazu mein Untertext, worauf es da wirklich ankommt = Apg 16:31).

Wenn aber jemand dogmatisch dafür eintreten würde, dass man NUR z. B. bei bestimmter Organisation (Kirche oder Sekte) gerettet werden kann und nur dort als Christ gelten kann, weil alle anderen falsch sind (weil es keine zwei Wahrheiten geben kann), weshalb man auch (blind) ALLEN Lehren dieser einer Organisation wie der Stimme GOTTES folgen muss… = dann wäre DAS eine Irrlehre.

Irrlehre ist aber nicht, wenn man aufgrund von Erkenntnissen, manches nur Stückweise erkennt und manches noch nicht so wie der andere das erkennt hat. Dazu habe ich doch auch davor Röm 14 angeführt, welches du dazu lesen solltest, um zu verstehen, was ich damit meine.
Eine Einheit kann auch in gewisser Vielfalt geben, die nicht ALLES als absolut wahr betrachtet, was aber nur sie selber denken; sondern die demütig sind um anzuerkennen, dass wir immer von Leitung durch den Hl. Geist abhängig sind, Dinge als Wahr zu erkennen, jeder auf seine Weise.
Bei dem einen kann es so sein, bei dem anderen wieder anders. CHRISTUS urteilt dann unterschiedlich, nicht wir! Es gibt keine eine und pauschale „Wahrheit“ bei Menschen, nur bei GOTT! Und so muss sich jeder von uns mit seinem Gewissen vor GOTT für das eine oder andere entscheiden (1.Kor 8 u.d.g.). Der eine wird nach dem, der andere nach was anderem von CHRISTUS individuell beurteilt.
Nur in Grundlehren (wie z. B. Joh 3:16) müssen alle einer Meinung sein, aber nicht bei jeder noch so nebensächlichen Sache, die manche als Hauptsache erheben um sich selber damit zu erheben und für andere dogmatisch bestimmend sind, ohne zu merken, dass auch sie sich irren könnten und sich immer wieder geirrt und korrigieren müssen.

Zitat
Ist man ein Verbreiter von Irrlehren, was folgt daraus?


Zuerst, was bedeutet es, ein „Verbreiter von Irrlehren“ zu sein?
Ein Verbreiter von Irrlehren (nochmals: Irrlehren beziehen sich auf Hauptlehren der Bibel) tritt dogmatisch auf und lehrt ein ganz anderes Evangelium, wie z. B. das, von 1914 aufgerichteten Königreich welches NUR die „ZJ“ erkannt hätten und alle anderen nicht, und deswegen werden die vernichtet werden, wenn sie nicht zu WT-Organisation kommen…
Wer also ein anderes Heilsevangelium lehrt, der ist ein Irrlehrer und Verbreiter von Irrlehren.

Nicht aber, wenn man eben andere Ansichten über die Länge von Schöpfungstagen hat, ohne Dogmatik dabei, um dem anderen deswegen das Christsein abzusprechen, weil der nicht so das sieht wie man selber.
Ich hatte auch in vorigen meinem Beitrag geschrieben, dass ich damit kein Problem habe, dass ihr das anders seht, noch will ich euch da was dazu reinreden, weil das nicht etwas ist, aufgrund dessen wir gerettet werden oder nicht! -(nochmals Röm 14:12 und dazu auch der ganze Kontext davon).

Zitat
Eines ist nach meinem Dafürhalten aber sicher, eine Wissenschaft ist nicht geeignet die Bibel zu erklären oder Worte der Bibel umzudeuten.


Da bin ich bei dieser Pauschalaussage (dieser so allgemein gehaltenen Aussage) nicht dieser Meinung. Die die Wissenschaft(en) hat doch vieles gezeigt, was genau die Bibel stützt und gar erklärt!
Denn dir soll auch damit bewusst sein, dass Theologie ist auch ein Teil der anerkannten Wissenschaft.
Aber ich denke, dass ich dich in gewissen Rahmen verstehe was du meinst und denke zumindest ähnlich da wie du.

Aus deinem Zitat: „Es ist unlogisch, dass das Wort Tag in diesen Versen in dem einen Fall einen 24-stündigen Tag und im anderen Fall einen Zeitraum von Jahrmillionen bedeutet.
Das ist doch Quatsch, meiner Meinung nach! Denn wie ich auch davor schrieb, wir verwenden die Ausdrücke „Tag“ und „Woche“, genauso wie die Bibel, nicht immer mit absolut gleicher Bedeutung mit absolut gleicher Zeitspanne!
Aber sei es drum.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#35 von Topas , 11.08.2014 13:37

Die Schöpfung innerhalb buchstäblicher Tage ist eine fundamentale Lehre und nur diese Sichtweise läßt sich theologisch mit den Aussagen der Bibel hinsichtlich Christus und Gottes handeln vereinbaren. Eine theistische Evolution läßt sich nicht mit der Bibel erklären. Lies doch einfach mal Kritiken zu einer theistischen Evolution, Material darüber gibt es reichlich im Internet.
Auch Unverständnis kann zu Irrlehren führen, ungeachtet der Tatsache, wie Gott darüber urteilen wird, in welchem Maße wir dafür selber verantworltich sind.

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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#36 von Schrat , 11.08.2014 17:35

Lieber Topas,

ich will den Streit um Geozentrismus nicht neu aufwärmen - jedenfalls vorerst -, dazu hab eich momentan keine Lust.
Nur soviel: im geozentrischen Weltmodell gibt es selbstverständlich auch Tag und Nacht so wie alles andere, was man einseitig dem heliozentrischen Weltbild zuschreibt! Nur wird Tag und Nacht dann nicht durch eine um sich selbt drehende Erde verursacht, sondern durch eine um die Erde kreisende Sonne und vor der Schaffung der Sonne durch Licht, welches ähnlich der Sonne um die Erde kreiste.

Gruß
vom Schrat


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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#37 von Topas , 11.08.2014 18:44

Lieber Schrat,

wir würden in diesem Punkt auch zu keiner Einigung kommen.

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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#38 von Schrat , 11.08.2014 21:12

Für alle:

wenn die Bibel sagt, daß es Licht und Finsternis vor der Schaffung der Sonne gegeben hat (Genesis 1:3), dann folgt daraus logisch, daß es vorher eine andere Lichtquelle gegeben haben muß. Zeugen Jehovas haben dieses Problem versucht auf andere Weise zu beheben, indem sie - schon im "Fotodrama der Schöpfung" - behaupteten, es müsse sich zwischen der schon vorhandenen Sonne und der Erde irgendetwas befunden haben, welches verhindert hat, daß das das Licht der Sonne zur Erde drang. Aber das widerspricht dem Ablauf der Schöpfung, wie es in der Genesis berichtet wird, ist also ein Zusatz, den man ja bekanntlich nicht zur Bibel machen soll, ohne sich den Zorn Gottes zuzuziehen. Man macht da von der Sache her nicht gerechtfertigte Unterscheidungen zwischen hebräischen Wörtern wie "bara" und "asah", die nachweislich synonym gebraucht werden. Die Sonne wurde also tatsächlich erst am 4. Tag geschaffen und nicht schon vorher. Für die Pflanzen war das kein Problem, weil ja dieses andere Licht schon vorher da war.


Über diese Lichtquelle kann man natürlich dann nur spekulieren. Aber warum nicht den Geist Gottes selbst als diese Lichtquelle ansehen (1. Mose 1:2)? Gott wird auch mit Licht in Verbindung gebracht. Natürlich kann man dieses "Licht" auch symbolisch sehen, aber warum nicht auch buchstäblich? Gott ist auch der Schöpfer des buchstäblichen Lichts und vieles in der Bibel bringt Gott auch mit buchstäblichen Licht in Verbindung. Moses strahlte, als er von der Begegnung mit Gott zurückkam. Alles Visionen über Gott bringen ihn auch mit Licht in Verbindung.

Gottes Geist war also ganz offensichtlich erst einmal die Quelle dieses Lichts als Vorläufer der späteren Sonne, welches vor der Sonne die Scheidung von Finsternis und Licht bewirkte. Es ist also keine sich drehende Erde erforderlich, um Tag und Nacht, Licht und Finsternis hervorzubringen. Es drehte sich also ganz offensichtlich statt der Sonne diese Vorläufer-Lichtquelle um die stationäre und sich nicht drehende Erde.

Wenn wir in dieser Sache auch die Bibel buchstäblich nehmen und nicht allerlei "Hilfshypothesen" einbringen, kommen wir der Wahrheit ein Stückchen näher.

Gruß
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zuletzt bearbeitet 11.08.2014 | Top

RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#39 von Jurek , 12.08.2014 04:44

Guten Morgen allerseits!

Zitat
Wenn wir in dieser Sache auch die Bibel buchstäblich nehmen und nicht allerlei "Hilfshypothesen" einbringen, kommen wir der Wahrheit ein Stückchen näher.


Genau sowas (werter Topas) meine ich (im Kontext des geschriebenen Textes von Schrat), wenn man versucht nach eigenen Vorstellungen die „Bibel wortwörtlich“ zu deuten mit dem, was eindeutig doch da drinnen steht(!?), wider jeglicher Formen von Zusammenhängen und einigen einfachen und grundlegenden wissenschaftlichen Fakten, die man so gern dabei verteufelt, weil ja nur die Bibel recht hat …… (?)
Vergleich: Die WTG behauptet nach wie vor, dass die Bibel das Jahr 607 v.u.Z. (in Folge davon auch 1914/18/19/75?) beweist, und das tun die „ZJ“ auch sich dafür für diese Botschaft „Jehovas“ (aus der Bibel) einsetzen, nur die (böse und falsche) Wissenschaft irrt mit ihrem Jahr 586/7 v.u.Z.! Denn die Bibel, die im Wiederspruch (wie es Seitens der WTG heißt) zur Wissenschaft steht, kann sich doch nicht irren!
Dass aber tatsächlich sich die Bibel nicht irrt und auch die Wissenschaft nicht, aber die WTG mit ihrer Interpretation der Bibel diejenige ist, die sich dabei seit über 100 Jahren irrt, auf so einen Gedanken kommen die bis heute nicht! …

Gruß


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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#40 von Schrat , 12.08.2014 09:27

Lieber Jurek,

Deine Aussage "...die Bibel nach eigenen Vorstellungen wortwörtlich auszulegen..."
ist unlogisch und widersprüchlich. Man kann die Bibel nicht "nach eigenen Vorstellungen" wortwörtlich auslegen, sondern man kann die Bibel nur wortwörtlich verstehen, wenn es keine guten Gründe gibt, sie sinnbildlich zu verstehen.

Man kann die Bibel nur wortwörtlich auslegen oder nicht! Dieses "...nach eigenen Vorstellungen..." gehört da nicht hin! Alledings bleiben auch bei einem wortwörtlichen Verständnis manchmal Fragen übrig, bei denen man dann nur (begründete) Vermutungen anstellen kann, so wie ich bezüglich des Lichtes vor der Erschaffung der Sonne getan habe. Ich hätte diese Vermutungen auch weglassen können. Nur die falschen Vermutungen z.B. der WTG in dieser Sache haben dann dazu geführt, daß man die deutliche Aussage, daß die Sonne erst am 4. Tag geschaffen wurde, leugnet und hinwegerklärt. Deshalb ist es durchaus statthaft und nachvollziehbar, daß man solche "Lücken" dann auch mal mit eigenen begründeten Vermutungen ausfüllt. Daran hast Du Dich ja wohl offensichtlch mit Deiner Kritik "aufgehängt".

Du suchst krampfhaft nach Möglichkeiten, Gottes Wort nicht so zu nehmen, wie es da steht.

In dieser Sache muß ich sogar die traditionelle katholische Kirche loben, die diesen Grundsatz auch lehrt, die Bibel möglichst wortwörtlich zu nehmen - wenn vom Kontext her nicht gravierende Gründe entgegegenstehen ! Dieser Grundsatz ist im katholischen Katechismus festgehalten worden. Allerdings wendet dann die katholisiche Kirche diesen Grundsatz ab und zu extrem und falsch an, z.B. wenn sie behauptet, Brot und Wein wären der buchstäbliche Leib und das buchstäbliche Blut Jesu Christi (Transsubstination).

Weil ich die Bibel auch hinsichtlich der kosmischen Schöpfung buchstäblich nehme, gehe ich wie viele andere moderne Geozentriker davon aus, daß wir der buchstäblichen Aussage der Bibel glauben können, daß die Sonne auf- und untergeht und einen Lauf wie ein Bräutigam hat! Ich sehe keinen Grund - auch nicht in der Wissenschaft - daß es sich tatsächlich anders verhält, wie jedes Kind seit Jahrtausenden jeden Tag selber sehen kann.

Wenn wir die Bibel möglichst buchstäblich nehmen, dann fördert dies auch die Einheit unter Christen. Unnötige Deutungen führen zu Spaltungen.

Gruß
vom Schrat


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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#41 von Jurek , 12.08.2014 10:00

Hallo Schrat,

Zu dem, wie ich den nachfolgenden Punkt gemeint hatte:

Zitat
Deine Aussage "...die Bibel nach eigenen Vorstellungen wortwörtlich auszulegen..."
ist unlogisch und widersprüchlich. Man kann die Bibel nicht "nach eigenen Vorstellungen" wortwörtlich auslegen, sondern man kann die Bibel nur wortwörtlich verstehen, wenn es keine guten Gründe gibt, sie sinnbildlich zu verstehen.


Und kann jeder bei all der wortwörtlichen Aussage, immer und richtig Gründe für sinnbildliche Deutung verstehen? Denn wenn nicht, dann tut man schon SEIN Zeug rein und damit nach „eigener Vorstellung“ tut man das vorhandene Buchstäbliche verändern – wie ich das verstehe.
Denn ich (wie erwähnt) glaube auch an 6 Schöpfungstage. ...

Nebenbei noch:

Zitat
Allerdings wendet dann die katholisiche Kirche diesen Grundsatz ab und zu extrem und falsch an, z.B. wenn sie behauptet, Brot und Wein wären der buchstäbliche Leib und das buchstäbliche Blut Jesu Christi (Transsubstination).


Das wäre auch ein Beispiel für buchstäbliches verstehen wollen, wie es in der Bibel steht!
Denn in Mat 26:28 u.d.g., da heißt es wörtlich „εστιν“, zu Deutsch: „ist“, also:
Denn dies ist mein Blut…“

Gruß


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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#42 von Topas , 12.08.2014 10:31

Jurek,

wenn du mitteilst, du glaubst an die 6 Schöpfungstage und meinst aber das jeder Tag eine sehr lange Zeitspanne umfasst, dann kann das als Irreführung ausgelegt werden.
Jeder der die Aussage liest, wird annehmen, das du dich als Kurzzeit-Kreationist siehst. Es ist nicht möglich eine Harmonie herstzustellen, die auf unklaren Begriffen oder Mehrdeutigkeiten beruht.

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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#43 von Topas , 12.08.2014 10:36

Zitat
Über diese Lichtquelle kann man natürlich dann nur spekulieren. Aber warum nicht den Geist Gottes selbst als diese Lichtquelle ansehen



Zitat
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
4 Und Gott sah das Licht, daß es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis.




Aufgrund dieser Verse ist es nicht möglich dieses Licht als Geist Gottes anzusehen.

Topas  
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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#44 von Jurek , 13.08.2014 05:23

Hallo Topas,

Zitat
wenn du mitteilst, du glaubst an die 6 Schöpfungstage und meinst aber das jeder Tag eine sehr lange Zeitspanne umfasst, dann kann das als Irreführung ausgelegt werden.


„kann“… Aber muss es zwingend und berechtigt?

Zitat
Jeder der die Aussage liest, wird annehmen, das du dich als Kurzzeit-Kreationist siehst. Es ist nicht möglich eine Harmonie herstzustellen, die auf unklaren Begriffen oder Mehrdeutigkeiten beruht.


Annehmen schon, bevor er/sie mit mir darüber gesprochen/geschrieben hat.
Missverständnisse kommen doch öfter vor, weil man nicht immer so denkt wie der andere und die des anderen Gedanken, die man nicht immer gut kennt, mit seinen eigenen kombiniert (was nicht immer – wenn überhaupt – richtig ist).
Es kommt dann darauf an, was man daraus macht und ob man bereit ist darüber mit anderen zu diskutieren, wenn das einem wichtig ist. Deswegen ist es durchaus möglich „Harmonie“ dort herzustellen, wo man es sich informiert, was der andere (für sich) damit meint.
Wer das nicht tut, ist dann jeweils seine Sache (oder auch nicht).

Noch einmal das Beispiel (eines von Zig Beispielen mit Pharisäern & Co.) aus Johannes, Kap.6.
JESUS spricht da zu seinen Jüngern (vorerst nicht zu den Aposteln, sondern den Volksmengen, die Ihn nachfolgten) über das, dass sie sein Fleisch essen sollen und sein Blut trinken sollen! Denn wer das nicht tut, der kann nicht ewig leben –(was bis heute JEDEN betrifft! Joh 6:53)
Genau das empört diese Volksmenge, die JESUS bis dato nachfolgte. Denn sie sind doch keine Kannibalen! Wer kann so eine Rede überhaupt sich da noch anhören! (V.60) Deswegen verließen sie auch JESUS (V.66).
Und wer ist jetzt schuld, dass es hier (Zitat von dir) „ist nicht möglich eine Harmonie herstzustellen, die auf unklaren Begriffen oder Mehrdeutigkeiten beruht“?
Und wie erwähnt, das war so Ziegfach passiert, und nicht nur hier einmal in dem einen Beispiel aus Joh 6!
Deswegen wollten ihn die Schriftgelehrten und Pharisäer lieber tot als lebendig sehen, weil JESUS in ihren Augen ein GOTTES-Lästerer war.

Natürlich kann ich doch schreiben, dass ich an 6 Schöpfungstage, wie sie in der Bibel beschrieben werden und wie ich sie daraus verstehe, glaube! Wieso nicht? Denn für mich (aus vielen schon genannten Gründen), ist nicht alles in der Bibel wortwörtlich im materiellen Sinne gemeint…
Aber das ist mein Glaube (welche von anderen hinterfragt werden kann, wenn sie es wissen wollen, wie ich das verstehe). Ich akzeptiere für dich, dass DU darüber eine andere Ansicht hast.
Ist das wirklich ein Problem?
(Ich persönlich erachte Kommunikation als wichtig, bevor man da was ggf. auch zum Schaden anderer meint..)

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
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"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: <50Std für gesamte Schöpfung?

#45 von Schrat , 13.08.2014 16:03

Lieber Topas,

ich sehe nicht den Geist Gottes als Licht an, sondern der Geist Gottes ist die Quelle des Lichts!
Im übrigen gibt es aber viele Bibelstellen, ich spar sie mir mal alle aufzuzählen, die Gott auch mit Licht in Verbindung bringen! Und ich kann mir nicht helfen, ich kann das nicht nur in geistiger Hinsicht verstehen.

Warum soll denn der Geist Gottes, der sich über die Oberfläche der an sich noch finsteren Erde, nicht auch mit buchstäblichem Licht in Verbindung gestanden haben? Ein finsterer Geist über einer finsteren Erde???

Gruß
vom Schrat


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