RE: Länge der Schöpfungstage

#121 von Jurek , 05.04.2013 18:36

Hallo Topas,

kannst du bitte konkret und eindeutig auf die (nur) eine besagte Minute des Vortrages von Prof. Scherer eingehen?
Was hatte er konkret in dieser einer Minute falsch gesagt und warum?

Zitat
alles kommt darauf an, welche Auffassungsgabe du Adam zugestehst.


Auffassungsgabe von Adam hin oder her! Alles braucht seine entsprechende Zeit!
Die riesige Vielfalt damaliger Pflanzen und Tiere zu beobachten und sie entsprechend zu benennen (ohne auch noch Stress dabei zu haben), alles von Anfang an kennenzulernen, wirken und auch die Zeit zu haben es zu genießen. Die ganze Lage und Landschaft kennenzulernen etc., etc.
Sage bloß, dass das alles, inkl. von GOTT bewirkten Schlaf und Erschaffung Evas, die er auch kennengelernt hatte nicht bloß mit "Hallo, ich bin der Adam" und dann passt schon.., Sündenfall u.s.w., ganz gemütlich innerhalb von ca. 8 Stunden erledigt wurde! ??
Ich denke, man müsste entweder die Vielfalt der Ereignisse Adams nicht gut genug kennen, oder gar was da hineininterpretieren in den Text, was da nicht wirklich möglich erscheint, um aus dem Adam einen Übermenschen mit einem Zeitempfinden und Bewegungsapparat zu projizieren, wie einer Wüstenspringmaus, die alles quasi immer nur neben dem Laufen erledigt, und dann eines Tages wenn sie noch läuft, kippt sie plötzlich um und ist tot. Sie hatte sicher ganz anderes Zeitempfinden wie wir Menschen. (Und Adam lebte bedeutend länger als wir).
Die Vielfalt an Ereignissen und die Pausen dazwischen in ein buchstäbliches 8 Studenzeitraum zu pressen, erscheint nicht nur mir sehr sonderbar noch logisch! Dann müsste der Adam (nach eurer Vorstellung von dem, was er alles innerhalb kürzester Zeit zu erledigen hatte), nachdem er aus dem Paradies vertrieben wurde, richtig aufatmen, da er endlich von dem Stress frei werden konnte …

Zitat
bei den langen Zeiträumen müßte man ebenso überlegen wie lange denn wohl ein Abend (lichtlose Zeit) dauern würde. Es gibt ja nun viele autotrophe Lebensformen, die eben auf Sonnenlicht angewiesen sind. Eine lange Zeit der Dunkelheit wäre mit lichtabhängigen Lebensformen nicht vereinbar.


Was hat das damit zutun, stur die Schöpfungstage als buchstäbliche Tage mit so und sovielen Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, Jahren-Dauer… anzusehen?
Die Tage waren auch damals Tage. Aber die 6 Schöpfungstage beziehen sich aus der Sicht GOTTES auf andere Zeiträume, für Den 1000 Jahre wie ein vergangener Tag ist! (Ps.90:4). Was heißt das wohl auch in dem Zusammenhang?

Gruß!


 
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RE: Länge der Schöpfungstage

#122 von Jurek , 05.04.2013 18:36

Hallo Schrat

Zitat
vielen Christen fällt es schwer, das was nach dem Zusammenhang in der Genesis offensichtlich ist, anzuerkennen, nämlich, daß jeder der dort genannten Schöpfungstage buchstäbliche 24-Stunden-Tage (nach heutiger Betrachtungsweise) waren. Aber warum fällt es ihnen schwer? Eigentlich nur deshalb, weil in der Neuzeit eine Theorie aufkam, nach der sich alles entwickelt hat und dafür sehr lange Zeiträume für notwendig erachtet werden, die dann mit sehr unsicheren radiometrischen Zeitberechnungsmethoden unterlegt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten bibelgläubige Menschen keine Probleme, diese kurzen Schöpfungszeiträume anzuerkennen. Ja, es gab sogar gläubige Menschen, die sagten: "Wieso 24 Stunden? Gott kann noch in viel kürzer Zeit Dinge erschaffen".


Diese Aussage erscheint mir nicht logisch. Wenn du mein Beitrag davor an Topas dir anschaust, dann hat das im Grunde absolut nix mit Evolution noch welcher modernen Wissenschaft was zutun, sondern mit der Logik hinter den Bibelstellen zutun!
Das ist also nicht daraus erwachsen, weil jetzt die Wissenschaft da was anderes sagt, oder sowas.


Zitat
Ursprünglich war es von Gott etwas anders konzipiert und der "Tag" war eigentlich nur der helle Teil des Tages. Es wurde zwischen Tag und Nacht unterschieden und deswegen zählte bei den Juden der Tag nur bis zum Sonnenuntergang und der dunkle Teil wurde schon zum nächsten (24-Stunden-)"Tag" gerechnet.


Auch diese Aussage überzeugt mich nicht in dem von mir gemeinten Zusammenhang, weil das würde quasi bedeuten, dass GOTT dann in der Nacht wohl bis zum nächsten Tag schlaffen gegangen wäre. Oder was hat ER dann gemacht?
Und wo ist für GOTT eine Nacht?
Lies doch mal genau diesen Bericht, dann wirst du vielleicht auch erkennen, dass GOTT in der Nacht (nur wenn man das für buchstäblich hält!), da gar nicht gewirkt hat! Wieso nicht? -(wenn man das unbedingt buchstäblich sehen will).

Zitat
Aber wollen wir Gottes Macht einschränken, indem wir glauben, er wäre nicht in der Lage seine Schöpfungswerke innerhalb dieses Zeitrahmens zu verwirklichen?


Das ist m.E. keine intelligente Frage, die der Frage gleicht: "Kann GOTT einen Stein erschaffen, welchen ER nicht heben könnte?"…
Wer GOTT aus der Bibel durch andere Seine Aktivitäten kennengelernt hat, der weiß, dass bei so Megaprojekten ER nie so schnell wie nur mit Fingerschnippen was gezaubert hatte! Alles beansprucht auch Zeit, auch im Wirken GOTTES.
GOTT hat wirklich schöpferisch aktiv gewirkt und brachte was durch aktives Wirken in bestimmter Zeitspanne ins Dasein -(siehe nur mal die Erschaffung Adams, geschweige dann auch der Evas)… Mit Hukus-Pokus Fidibus war das nicht innerhalb einer Sekunde erledigt (auch wenn man die Macht GOTTES hier nicht schmälert!).
Du bist dir wohl nicht wirklich bewusst, wie komplex das ganze Universum und die gesamte Schöpfung ist? Du meinst anscheinend, dass GOTT quasi ein Zauberer ist, der plötzlich was sehr sehr Komplexes hinzaubert? …
Degradierst du damit nicht GOTT, der weit größere Vorstellung von Zeit und Raum hat, die außerhalb Seines Seins von IHN erschaffen wurden, und dass ER selbst nicht daran gebunden ist?
Weißt du, dass GOTT der JHWH ist, d.h. der Seiender, der immer da war, ist und sein wird? ER ist nicht wo hineingepresst mit seinem Wirken in einem Zeitlauf seiner Schöpfung, dem wir unterstehen! ER ist einfach außer Zeit und Raum, in ganz anderen Dimensionen!
Und dass Dieser sich nach unserer Uhr richtet und achtet auf den Zeitpunkt, wann der Tag zu ende ist?
(Geschweige dann hier ganz am Rande der Astrophysik, Geologie und Chemie etc., die auch eindeutig andere Sprache sprechen als bloß, dass das gesamte Universum nicht älter als gut 6 Tausend Jahre wäre! Das ist doch Nonsens! Erwachet!).

Ich meine, dass das aus 1.Mose mit den Schöpfungstagen eine Erzählform FÜR DEN MENSCHEN ist, die extra so aufgeschrieben wurde, um den Menschen darauf zu führen, dass GOTT uns Beispiel gibt, dass man sechst Tage arbeiten soll, aber am siebenten Tag ruhen soll (nat. ebenso auch in der Nacht) … Und das wurde deswegen so FÜR DEN MENSCHEN geschrieben, und nicht, um wissenschaftlich korrekte Zeitanalyse und zu geben, wie lange GOTT für was gebraucht hat.

Ich behaupte natürlich hier nicht in allem im Recht zu sein (bei all den meinen Wiederholungen), aber ich meine, dass es mehr und bessere Argumente gegen 24-Std-Schöpfungstage gibt als dafür.

Gruß


 
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RE: Länge der Schöpfungstage

#123 von Schrat , 05.04.2013 19:46

Lieber Jurek,

die Erschaffung Adams, die Benennung der Tiere und die Erschaffung Adams passen in den 6. Tag, auch wenn er nur 24 Stunden lang (und der helle Teil davon 12 Stunden) lang waren, Ich sehe keinen Grund, warum der Sündenfall auch am 6. Tag gewesen sein muß. Das kann durchaus später gewesen sein und es deutet einiges darauf hin, daß es später war. Z.B. ist die Rede davon, daß Jehova zur Zeit der Abendbrise im Garten wandelte. Das zeigt dan, daß das eine Adam und Eva schon bekannte Gewohnheit war und somit schon mehr Tage vergangen waren.


Gruß
vom Schrat


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RE: Länge der Schöpfungstage

#124 von Isai , 05.04.2013 21:31

Hallo


auch wenn ich zu dem Thema nicht viel weiß, denke ich auch, dass die biblischen Aussagen "ein Tag für ein Jahr" oder "1000 Jahre sind für JEHOVA wie ein Tag" gelten. Nicht buchstäblich genau 1000 Jahre vielleicht o. ä., aber eine gewaltig längere Zeitspanne als nur 24 Stunden.

Zitat
Jurek: "Hallo, ich bin der Adam" und dann passt schon..,






Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Länge der Schöpfungstage

#125 von Schrat , 05.04.2013 21:51

LIeber Isai,

es ist zwar wahr, daß das Wort "Tag" in der Bibel auch in sinnbildlicher Weise für längere Zeitabschnitte verwendet wird. Doch würde es der Bibelverdrehung und dem Irrtum Tür und Tor öffnen, wenn man das dann so nach Belieben anwenden kann!

Der Kontext, in welchem in der Genesis das Wort "Tag" für die einzelnen Schöpfungsabschnitte gebraucht wird, zeigt, daß es sich hier nicht um sinnbiliche längere Zeitabschnitte, sondern um 24-Stunden-Tage gehandelt hat!

Wie auch Topas zeigte, müßte man dann auch die Begriffe "Abend" und "Morgen" bzw. "Tag" und "Nacht" (Genesis 1:5) vergeistigen und das macht dann keinen Sinn mehr!

Eine gründliche Bibel-Exegese dazu unter:

http://www.wort-und-wissen.de/disk/d06/3/d06-3.pdf

Gruß
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RE: Länge der Schöpfungstage

#126 von Topas , 06.04.2013 08:25

Zitat von Jurek im Beitrag #121
Hallo Topas,

kannst du bitte konkret und eindeutig auf die (nur) eine besagte Minute des Vortrages von Prof. Scherer eingehen?
Was hatte er konkret in dieser einer Minute falsch gesagt und warum?


Hallo Jurek,

Scherer sprach ja von guten oder einem der besten Argumente (Fossilienbefund) im Rahmen einer evolutionstheoretischen Deutung. Erstens heißt dies nicht, daß Scherer selber daran glaubt und zweitens gibt es, wie ich schon anführte eine andere Deutung bzw. Fragestellungen, die diesen Fossilbefund zweifelhaft machen. Somit bin ich schon ziemlich eindeutig darauf eingegangen.

Zitat von Jurek im Beitrag #121


Zitat
alles kommt darauf an, welche Auffassungsgabe du Adam zugestehst.

Auffassungsgabe von Adam hin oder her! Alles braucht seine entsprechende Zeit!
Die riesige Vielfalt damaliger Pflanzen und Tiere zu beobachten und sie entsprechend zu benennen (ohne auch noch Stress dabei zu haben), alles von Anfang an kennenzulernen, wirken und auch die Zeit zu haben es zu genießen. Die ganze Lage und Landschaft kennenzulernen etc., etc.
Sage bloß, dass das alles, inkl. von GOTT bewirkten Schlaf und Erschaffung Evas, die er auch kennengelernt hatte nicht bloß mit "Hallo, ich bin der Adam" und dann passt schon.., Sündenfall u.s.w., ganz gemütlich innerhalb von ca. 8 Stunden erledigt wurde! ??
Ich denke, man müsste entweder die Vielfalt der Ereignisse Adams nicht gut genug kennen, oder gar was da hineininterpretieren in den Text, was da nicht wirklich möglich erscheint, um aus dem Adam einen Übermenschen mit einem Zeitempfinden und Bewegungsapparat zu projizieren, wie einer Wüstenspringmaus, die alles quasi immer nur neben dem Laufen erledigt, und dann eines Tages wenn sie noch läuft, kippt sie plötzlich um und ist tot. Sie hatte sicher ganz anderes Zeitempfinden wie wir Menschen. (Und Adam lebte bedeutend länger als wir).
Die Vielfalt an Ereignissen und die Pausen dazwischen in ein buchstäbliches 8 Studenzeitraum zu pressen, erscheint nicht nur mir sehr sonderbar noch logisch! Dann müsste der Adam (nach eurer Vorstellung von dem, was er alles innerhalb kürzester Zeit zu erledigen hatte), nachdem er aus dem Paradies vertrieben wurde, richtig aufatmen, da er endlich von dem Stress frei werden konnte …



Die Auffassungsgabe, sprich die Möglichkeit neue Informationen in kurzer Zeit aufzunehmen und zu verarbeiten hängt eindeutig mit der Zeit zusammen. Je höher die Kapazität einer gehirnlichen Leistung, desto schneller und umfangreicher kann ein Mensch seine Umwelt erfassen. Auch hier gilt wieder, daß wir keine Aufwärtsentwicklung unserer Hirnleistung durchgemacht haben, sondern eine Degeneration ganzer Hirnareale erleben, die eben bewirken, daß wir bewußtseinsvermindert agieren. Dies, nehme ich an, war bei Adam nicht der Fall.

Zitat von Jurek im Beitrag #121


Zitat
bei den langen Zeiträumen müßte man ebenso überlegen wie lange denn wohl ein Abend (lichtlose Zeit) dauern würde. Es gibt ja nun viele autotrophe Lebensformen, die eben auf Sonnenlicht angewiesen sind. Eine lange Zeit der Dunkelheit wäre mit lichtabhängigen Lebensformen nicht vereinbar.

Was hat das damit zutun, stur die Schöpfungstage als buchstäbliche Tage mit so und sovielen Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, Jahren-Dauer… anzusehen?
Die Tage waren auch damals Tage. Aber die 6 Schöpfungstage beziehen sich aus der Sicht GOTTES auf andere Zeiträume, für Den 1000 Jahre wie ein vergangener Tag ist! (Ps.90:4). Was heißt das wohl auch in dem Zusammenhang?

Gruß!



Aber was bedeuten dann für dich 'Abend' und 'Morgen'?

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RE: Länge der Schöpfungstage

#127 von Topas , 06.04.2013 08:45

Hallo Jurek,

allgemein möchte ich noch auf den Gedanken des Vertrauens und der Logik eingehen. Leider erkennst du nicht, daß beides von dir nicht glaubensmäßig angewendet, sondern durch Vorgaben moderner Vorstellungen naturalistischer Art ersetzt werden. Genau deswegen rede ich immer davon, daß Wissenschaft, insbesondere bei der Anwendung auf den Glauben und die Bibel, ein zerstörerisches Werk vollbringt. Das ist leider in aller Schroffheit meine ureigenste Auffassung. Buchstäbliche Berichte werden so ersetzt durch 'Erzählformen', wie Gleichnissen, Allegorien oder ähnlichem, welche dann einer beliebigen Deutung preisgegeben werden. Der ganze Zusammenhang der Bibel wird zwar in Schieflage gebracht, dennoch wird auf einen geistigen Inhalt abgestellt, der menschliches Denken in Gottes Wort projiziert und damit zwangsläufig abwandelt. Wo möchte man ein allegorisches Verständnis aufhören lassen? Hat es Adam überhaupt gegeben? Hat es die Sünde gegeben? Gab es Noah, die Sintflut? Wie unterscheidet man dann, was man noch wortwörtlich nehmen darf?
Für mich ist es jedenfalls eindeutig, auch wenn wir nicht alles erklären können und viele Fragen unserer Existenz und der Historie offen bleiben, die Wahrheit der Bibel soll verwischt, verdrängt und ungültig gemacht werden, indem die offenen Fragen in einem anti-biblischem Sinne gedeutet werden. Dies zieht nach meinem Dafürhalten ein Vertrauensverlust nach sich, daß Gott den Menschen zuverlässig mitteilt, wie sein Schaffen und Wirken aussah und erst der Mensch in der Lage ist, Gottes Handeln in der 'richtigen' und 'logischen' Art und Weise darzustellen.


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RE: Länge der Schöpfungstage

#128 von Jurek , 06.04.2013 13:11

Hallo Schrat,

ich sehe das (wie schon inzw. wiederholt erwähnt und begründet) anders als du, und zwar, dass nicht alles innerhalb von 8 oder max. 12 buchstäblichen Stunden erfolgte, nachdem GOTT Tiere + Adam + Eva erschaffen hatte.
Dass alles innerhalb der kürzester Zeit ablief (und dabei sind nicht 24 Std zu rechnen!), erscheint mir pers. mehr als unglaubwürdig, auch wenn dir das normal vorkommen mag.
So haben wir eben unterschiedliche Meinung darüber, die wohl aber nicht das Entscheidenste ist…

Zitat
Ich sehe keinen Grund, warum der Sündenfall auch am 6. Tag gewesen sein muß. Das kann durchaus später gewesen sein und es deutet einiges darauf hin, daß es später war. Z.B. ist die Rede davon, daß Jehova zur Zeit der Abendbrise im Garten wandelte. Das zeigt dan, daß das eine Adam und Eva schon bekannte Gewohnheit war und somit schon mehr Tage vergangen waren.


Eben das, was du hier zum Schluss schreibst, ist eher ein Argument dafür, dass der 6. Schöpfungstag nicht 8-12 buchstäbliche Stunden gedauert hat, sei es, man setzt das auch noch in den gleichen Tag ein…
Dass der Sündenfall nach dem 6.ten 24-Std-Schöpfungstag (also ab 7.ten oder bed. später) erfolgte, dafür gibt es keine Stütze. Denn am 8.ten Tag würde GOTT wieder aktiv werden, was aber aus der Bibel ich dazu nicht herauslesen kann. Und du?
Falls dir was dazu aus der Bibel auffallen sollte, teile mir das bitte mit.

Gruß


 
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RE: Länge der Schöpfungstage

#129 von Jurek , 06.04.2013 13:50

Hallo Topas,

Zitat
Scherer sprach ja von guten oder einem der besten Argumente (Fossilienbefund) im Rahmen einer evolutionstheoretischen Deutung. Erstens heißt dies nicht, daß Scherer selber daran glaubt und zweitens gibt es, wie ich schon anführte eine andere Deutung bzw. Fragestellungen, die diesen Fossilbefund zweifelhaft machen. Somit bin ich schon ziemlich eindeutig darauf eingegangen.


Nun ja, eindeutig bist du darauf für dich eingegangen, aber nicht eindeutig für mich.
Im Beitrag #63 wurde auf das Video verwiesen, in dem Prof. Scherer eindeutig sagte, was er meinte.
Darin hatte er gesagt, dass er auch einen guten Vortrag FÜR die Evolution halten könnte, aber das hört man und liest man in Fernsehen, Schule, Universitäten, und darüber muss er nichts mehr sagen, weil das zugängliches Wissen ist, über das sich jeder informieren kann, gegen welches sich Prof. Scherer nicht generell stellt, sondern er konzentrierte sich in seinem Vortrag nur auf die Kritik über die bestimmten Punkte in der Evolutionslehre.
Und das eine, von besten Beispielen für die Evolution, wäre die Anordnung der Fossilien in den Erdschichten (Fakt!), von unten einfacher Lebewesen ab den Einzellern, bis hin nach oben zu den Komplexeren Lebewesen, bis zu dem Menschen, der viel älter wäre als man es denkt…

Wo hast du wirklich explizit darauf geantwortet, zu der Überzeugung des Prof. Scherers, der diesen Punkten nicht widersprach?

Zitat
Aber was bedeuten dann für dich 'Abend' und 'Morgen'?


Dasselbe wie auch die Beschreibung von Einzeltagen.
Sind diese Einzeltage sinnbildlich mit 24-Std-Dauer gemeint (wie ich das verstehe), dann ist auch der Abend und Morgen, und dazwischen auch die Nacht, in der GOTT nicht wirkte, auch sinnbildlich gedacht. Und wie ich schon anführte, FÜR den Menschen wurde das aufgezeichnet, damit der damit was anfangen kann und dann auch den siebenten Tag heiligt, an dem auch GOTT ruhte (welcher doch kein Mensch ist) …

Zitat
allgemein möchte ich noch auf den Gedanken des Vertrauens und der Logik eingehen. Leider erkennst du nicht, daß beides von dir nicht glaubensmäßig angewendet, sondern durch Vorgaben moderner Vorstellungen naturalistischer Art ersetzt werden.


Ich meine nein, - wie ich schon auch an Schrat berichtete. Das hat m.E. absolut nichts mit naturalistischer, noch an welchen Naturwissenschaftlichen etc. Punkten was zutun, wenn das sich von meiner Seite aus auf den Bibeltext und Logik bezieht.
Wissenschaft wäre da ganz am Rande gewesen, noch suchte ich nach welcher zusätzlichen Bestätigung dafür. Aber das war in meinen Betrachtungen erstmal gar nicht maßgebend.
Auch deine abschließenden Gedanken kann ich so nicht sehen (sei es, ich missverstehe die), weil da trifft eigentlich das Gegenteil von dem zu was du schreibst, und nicht, dass man alles nur als Symbolisch und als eine Sage betrachten würde…

Beste Grüße!


 
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RE: Länge der Schöpfungstage

#130 von Schrat , 06.04.2013 16:31

Lieber Jurek,

ich halte Gott für glaubwürdig, wenn er von Tagen spricht, die nach dem Zusammenhang nicht längere Zeitabschnitte gewesen sein müssen, was ich zig-mal belegt habe!

Deine Argumentation, daß alles am 6. Tag - auch der Sündenfall - gewesen sein müsse, fehlt leider ein Beleg deinerseits. Es wird nicht ausdrücklich in der Bibel gesagt und die Indizien sprechen dafür, daß der 6. und 7. Tag (wo Gott "ruhte") schon zurücklagen.
Schließlich sagte Gott auch nach Abschluss des 6. Tages "...und siehe es war sehr gut...". Also kann der Sündenfall an diesem Tag nicht gewesen sein!

Aber wir drehen uns in der Diskussion im Kreise. Du hast schon zigmal die selben Argumente gebracht und Topas und ich schon zigmal die Argumente, die zeigen, daß man Gott ruhig glauben darf, wenn er von Tagen spricht, die dem Zusammenhang nach keine längeren Zeitabschnitte gewesen sein können.

Gruß
vom Schrat


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RE: Länge der Schöpfungstage

#131 von Schrat , 06.04.2013 17:15

Lieber Jurek,

ich war bei meinem Kommentar unterbrochen worden und leider war das Zeitfenster für die weitere Bearbeitung schon geschlossen.
Deshalb noch ein Nachtrag

Zitat
Denn am 8.ten Tag würde GOTT wieder aktiv werden, was aber aus der Bibel ich dazu nicht herauslesen kann. Und du?



Sicher war Gottes "Arbeit" hinsichtlich der Schöpfung abgeschlossen, aber das bedeutet nicht, daß er seither untätig gewesen ist.
Jesus sagt, daß sein Vater fortwährend gewirkt hat (Joh 5:17).

Die auch bei Jehovas Zeugen verbreitete Ansicht, daß Jehovas Ruhetag seit der Schöpfung andauere, findet in der Schrift demgemäß keine Stütze. Hebräer Kapitel 4 wird da mißverstanden, wenn dort von einer "größeren Ruhe" die Rede ist. Diese "größere Ruhe" ist das gute Verhältnis in das die Israeliten hätten kommen können und in welches nunmehr die Christen kommen können, wobei der 24-Stunden-Sabbath - der keineswegs aufgehoben ist - als kleines Muster für diese größere Ruhe dient.

Gott ruhte am buchstäblichen 7. Tag, einem buchstäblichen 24-Stunden-Tag, in dem Sinne, daß er nun nicht mehr schöpferisch tätig war und sich zufrieden über seine geleistete Arbeit "zurücklehnte" und anschaute. Das war von Anfang der Schöpfung an ein Muster für die Menschen. Auch sie sollten alle 7 Tage einen Tag der Ruhe und Besinnung und der besonderen Gemeinschaft mit Gott einlegen.

Gruß
vom Schrat


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RE: Länge der Schöpfungstage

#132 von Isai , 06.04.2013 20:18

Hallo,

in dem Zusammenhang:

1. Mose 2:4 Dies ist die Entstehungsgeschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden. An dem Tag, als Gott, der HERR, Erde und Himmel machte



Grüße,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Länge der Schöpfungstage

#133 von Schrat , 06.04.2013 20:24

Lieber Isai,

niemand derjenigen, die an 24-Stunden-Schöpfungstage glauben, leugnet, daß das Wort "yom" = Tag auch in sinnbildlicherweise für längere Zeitabschnitte gebraucht wird. Was der Fall ist, zeigt der Zusammenhang. In dem von Dir genannten Bibeltext wird das Wort "Tag" im Sinne von "zu der Zeit..." gebraucht. Das setzt aber nicht die klar erkennbare Bedeutung des Wortes "Tag" in den anderen Zusammenhängen im Sinne von 24-Stunden-Tagen außer Kraft!

Gruß
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 06.04.2013 | Top

RE: Länge der Schöpfungstage

#134 von Topas , 07.04.2013 07:19

Zitat von Jurek im Beitrag #129
Hallo Topas,

Nun ja, eindeutig bist du darauf für dich eingegangen, aber nicht eindeutig für mich.
Im Beitrag #63 wurde auf das Video verwiesen, in dem Prof. Scherer eindeutig sagte, was er meinte.
Darin hatte er gesagt, dass er auch einen guten Vortrag FÜR die Evolution halten könnte, aber das hört man und liest man in Fernsehen, Schule, Universitäten, und darüber muss er nichts mehr sagen, weil das zugängliches Wissen ist, über das sich jeder informieren kann, gegen welches sich Prof. Scherer nicht generell stellt, sondern er konzentrierte sich in seinem Vortrag nur auf die Kritik über die bestimmten Punkte in der Evolutionslehre.
Und das eine, von besten Beispielen für die Evolution, wäre die Anordnung der Fossilien in den Erdschichten (Fakt!), von unten einfacher Lebewesen ab den Einzellern, bis hin nach oben zu den Komplexeren Lebewesen, bis zu dem Menschen, der viel älter wäre als man es denkt…

Wo hast du wirklich explizit darauf geantwortet, zu der Überzeugung des Prof. Scherers, der diesen Punkten nicht widersprach?


Hallo Jurek,

also ich verstehe Scherer so, daß er dies als gutes Argument bezeichnet und zwar im Rahmen einer evolutionsbiologischen Deutung, dies jedoch nicht selber als Beweis ansieht. Er führt dies ja nur als Beispiel an, worüber man außerhalb seiner Vortragsthematik auch sprechen könnte und dies nicht als unumstößlichen Fakt, sondern als Deutungschema ohne Erklärungskraft. Sagt er nicht im weiteren Verlauf auch, daß das 'Wie' völlig ungeklärt ist? Wie wurde aus einer Schupppe eine Vogelfeder usw. Daraus kann man ersehen, daß die Fossil-und Schichtfolge für ihn scheinbar eine Evolution anzeigt, weil es eben so plausibel erscheint, es sich aber durch die bloße 'Abfolge' von einfach zu komplex eben um einen Anscheinsbeweis handelt, der in Frage gestellt werden kann.
Mal eine Frage diesbezüglich an dich, wie oder wodurch wird denn bewiesen, daß die Schichtenfolgen eine Höherentwicklung aufzeigen?


Zitat von Jurek im Beitrag #129

Zitat
Aber was bedeuten dann für dich 'Abend' und 'Morgen'?

Dasselbe wie auch die Beschreibung von Einzeltagen.
Sind diese Einzeltage sinnbildlich mit 24-Std-Dauer gemeint (wie ich das verstehe), dann ist auch der Abend und Morgen, und dazwischen auch die Nacht, in der GOTT nicht wirkte, auch sinnbildlich gedacht. Und wie ich schon anführte, FÜR den Menschen wurde das aufgezeichnet, damit der damit was anfangen kann und dann auch den siebenten Tag heiligt, an dem auch GOTT ruhte (welcher doch kein Mensch ist) …



Aber hier würde dann doch logischerweise nicht der siebte Tag sondern eine siebte Periodendauer geheiligt werden. Man muß dann schon im Bild bleiben und keine Gedankensprünge machen.

Zitat von Jurek im Beitrag #129

Zitat
allgemein möchte ich noch auf den Gedanken des Vertrauens und der Logik eingehen. Leider erkennst du nicht, daß beides von dir nicht glaubensmäßig angewendet, sondern durch Vorgaben moderner Vorstellungen naturalistischer Art ersetzt werden.

Ich meine nein, - wie ich schon auch an Schrat berichtete. Das hat m.E. absolut nichts mit naturalistischer, noch an welchen Naturwissenschaftlichen etc. Punkten was zutun, wenn das sich von meiner Seite aus auf den Bibeltext und Logik bezieht.
Wissenschaft wäre da ganz am Rande gewesen, noch suchte ich nach welcher zusätzlichen Bestätigung dafür. Aber das war in meinen Betrachtungen erstmal gar nicht maßgebend.
Auch deine abschließenden Gedanken kann ich so nicht sehen (sei es, ich missverstehe die), weil da trifft eigentlich das Gegenteil von dem zu was du schreibst, und nicht, dass man alles nur als Symbolisch und als eine Sage betrachten würde…

Beste Grüße!



Du sprachst von einer 'Erzählform', was genau soll das bedeuten in Bezug auf die Schöpfungstage? Wo grenzt du Symbolik und Wortwörtliches ab?
Bisher gehst du sehr wenig auf argumentative Anführungen ein.

Topas  
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RE: Länge der Schöpfungstage

#135 von Jurek , 07.04.2013 13:11

Hallo Topas,

danke auch für deinen Bezug zu der einer Minute aus Prof. Scherers Vortrag.

Zitat
Mal eine Frage diesbezüglich an dich, wie oder wodurch wird denn bewiesen, daß die Schichtenfolgen eine Höherentwicklung aufzeigen?


Ganz einfach durch die Geologie, Paläontologie und andere Wissenschaften.
In den Erdschichten findet man überall auf der Erde ein gleiches Bild, und zwar eben das, was auch der Prof. Scherer in seinem Vortrag erwähnte, wenn man ihn nach den größten Beweis für die Evolution fragt, dann antwortet er sehr wohl damit, dass nachweisbar ist, dass in den untersten Sedimenten findet man nur Einzeller, was sich dann steigert über weiterentwickelte Lebensformen, bis hin erst in obersten Schichten zu den komplexen Lebewesen.
Und das ist ja Fakt und hat nix mit Sintflut oder sowas zutun, die das auf der ganzen Erde so einordnen würde.
Deswegen hatte ich ja schon früher das alles genauer beschrieben und gemeint, dass man den Karnickel in Kambrium vergeblich suchen würde, weil man die Abfolge der Lebewesen genau und überall gleich in Erdschichten beobachten kann.
Jedes Tier ist genau zur der jeweiligen Abfolge genau zuordenbar und voraussagbar.
Der Schrat hat da Recht wenn er meint, dass sich das immer wieder alles nur wiederholt und wir dann nachher wie nebeneinander schreiben. Daher sehe auch bitte meine vergangenen Beiträge dazu, die das und mehr deutlich erklären. -(z.B. das Zitat des stillen Mitlesers aus dem Beitrag #67).
Fakten sind Fakten und sollten so auch behandelt werden, wie ich meine und nicht welchen Vorstellungen angepasst werden.

Zitat
Du sprachst von einer 'Erzählform', was genau soll das bedeuten in Bezug auf die Schöpfungstage? Wo grenzt du Symbolik und Wortwörtliches ab?
Bisher gehst du sehr wenig auf argumentative Anführungen ein.


Die Deutung der Bibel basiert m.E. auf einem Prinzip:
Wer, wann, was, zu wem und warum … gesagt hat! Was sehr wichtig ist das zu beachten, wenn man was dann interpretiert.
(Und das hatte ich früher mal auch schon an einer anderen Stelle erklärt gehabt).
Z.B. wenn GOTT zu Adam und Eva sprach: "Gehet hin und vermehret euch" =(das ist das Titel eines Liedes von Udo Jürgens, welcher eben das in seinem Liedtext missdeutet, weil er das was ich hier meine nicht beachtet), - dann bedeutet das nicht, dass die Menschen "von morgen" noch können machen wie sie wollen, auch wenn die Erde dann überbevölkert wird, weil GOTT das mal gesagt hat! …
Wenn GOTT (z.B. wegen der Tage, an der ER wirkte, an denen kein Mensch da war - (der Mensch erschien dann am Ende des 6.ten Tages, an dem doch auch noch davor die Tiere erschaffen wurden…) von seinem Wirken schreibt, dann richtet ER sich auch nicht nach welchem Zeitablauf, welchen noch damals für GOTT nicht gab… ER gab doch die Lichter erst für die Menschen, zur Messung der Zeit. …
Oder meinst du wirklich, dass das ganze Universum nicht älter als gut 6.000 Jahre ist?

Gruß!


 
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Alter der Pyramiden - vorsintflutlich?

Joh 3:16
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