RE: Versuch einer Antwort

#31 von Jurek , 25.02.2014 08:27

Hallo Theodoric,

Noch mein Verständnis (bitte korrigieren wenn ich was falsch verstehen sollte) zu der Frage nach dem „hohen Sabbat“.
Der „klassische“ Sabbat als solcher fiel bekanntlich immer nur am Samstag. (Wie zuvor gezeigt, nach unseren Kalender aber auf Teile von Fr./Sa.).

Außer diesem „starren“ Sabbattag, der immer zu gleicher Zeit in der Woche begangen wurde, gab es noch andere Sabbate. Auch je 7 Jahre etc. …

Um was aber in unserer Diskussion geht in Verbindung mit JESU Tod und Auferstehung:
Ja, es stimmt (so nach meinem Verständnis), es gab damals zwei Sabbate.
Die Frage ist nur die, ob diese zwei Sabbate genau zu diesem betreffendem Zeitpunkt unabhängig voneinander auf unterschiedliche Tage fielen, oder auf einen und denselben Tag?

Für mich ist es bezeichnend diese ganz besondere Bedeutung vom damaligen Sabbat, dass diese 2 Sabbate zufällig(?) auf einen und denselben Tag fielen, als der HERR des Sabbates für uns gestorben war.
Das mag gerade das Besondere sein, dass alles zusammen gekommen ist auf einen Punkt der Geschichte.

Hier geht es mir speziell um Joh 19:31.
Wieder eine symbolische Bedeutung mit JESU Tod finden wir, wenn wir JESUS als das Passahlamm sehen. Und dass der Tag nach dem Passah war immer ein Sabbat, welcher auch immer nach dem 14. Nissan fiel. Und zwar egal am welchem Tag der Woche.
Aber die ganze Symbolik (nach meiner Überzeugung) passt auch perfekt auf JESUS und ist nicht unabhängig von Ihm. Anders würde quasi da nix zusammenpassen. Die ganze AT-Symbolik die auf dieses Ereignis hinweist, würde m. E. nicht mehr stimmen.
Aber eben wenn dieser Tag nach diesem 14. Nisan (natürlich nur ein Mal im Jahr) auch noch auf den regulären Sabbat fiel, dann war das sozusagen ein „Doppelter Sabbattag“, oder wie es in der Bibel genannt wurde, ein „hoher -“ bzw. ein „großer Sabbattag“.

Was wäre deine geschätzte Meinung dazu?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Versuch einer Antwort

#32 von Gast , 25.02.2014 12:46

Hallo,

bei Mark.16,1 kaufen die Frauen die Spezereien nach dem Sabbat.
Luk. 23,56 erklärt, daß die Frauen die Spezereien vor dem Sabbat zubereiteten und während dem Sabbat ruhten.
Die Spezereien konnten sie doch nur dann zubereiten, nachdem sie sie gekauft hatten.
Wenn die Bibel keine Fehler enthält, müssen alle Schriftstellen miteinander harmonieren.
Fallen die beiden Sabbate auf den gleichen Tag, würden diese beiden Stellen sich widersprechen.
Ist ein Rüsttag dazwischen, harmonieren sie wieder miteinander.

Matt. 28,1 wäre ein Hinweis auf zwei Sabbattage während der Kreuzigungswoche, denn dort steht der Plural von Sabbat.
Aber nicht mehr in den heutigen Bibeln.

Freundliche Grüße
Theodoric


RE: Versuch einer Antwort

#33 von Jurek , 25.02.2014 12:50

Bitte sich anmelden. ;)
(Übrigens auf Vorseite war auch ein Beitrag von mir).
------------------------------------------------------------
Wenn ich zu Hause bin, werde ich mich diesen Gedanken noch zuwenden.
Aber eines weiß ich aus meiner Bibelbetrachtung: Die Bibel widerspricht sich nicht, wenn man bedenkt, dass sie in Koine, bzw. einfacher Volkssprache von einfachen Menschen geschrieben wurde. Es sind keine perfekt formulierten Aussagen. Womit ergibt sich auch, dass es etliche(!) Scheinwidersprüche darin zu finden sind. Nur der Gesamtkontext kann uns so manche Unstimmigkeit aufklären.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Versuch einer Antwort

#34 von Jurek , 25.02.2014 18:34

Hallo Theodoric,

vielen Dank für deine Gedanken.
Ich möchte hier auch meine aus meinem Verständnis des Kontextes zu deiner Korrektur vorstellen (wenn du magst).
Der Scheinwiederspruch zwischen Mak 16:1 und Luk 23:56 in dem ganzen Kontext der Aussagen, ist für mich nur eine Nebensache, wie es öfter solche Scheinwiedersprüche in der Bibel gibt.
Fakt ist zumindest dann für mich, dass die Frauen erst nach dem Sabbat wieder mit den zubereiteten Spezereien zum Grab gingen. Von einem anderen Sabbat in dieser gleichen Woche weiß ich nichts.
Das entnehme ich aus dem Gesamtkontext der Aussagen.
Ich möchte niemanden damit was reinreden, aber ich schreibe hier aus meiner derzeitigen Überzeugung dazu, die ich aus der Bibel gewonnen habe, ohne das ich das wo bei einer Gruppe so gelernt habe oder ohne, dass ich mich nur auf welche nebensächlichen Punkte aus einem Vers versteifen würde ohne dem Gesamtbild.
Jedem obliegt m. E. dann für sich selbst das abzuwägen und nach den Aussagen aus der Bibel sich zu entscheiden. Auch wenn für mich das nicht Heilsnotwendig ist…
Ich versuche da immer den Gesamtkontext zu Rate zu ziehen und nicht bloß bei Einzelversen zu verbleiben.

Zitat
Wenn die Bibel keine Fehler enthält, müssen alle Schriftstellen miteinander harmonieren.


Das sehe ich etwas anderes, weil es m. E. darauf ankommt, was wer als „Fehler“ ansieht.
Aber ich könnte eine Liste aufstellen von allerlei Scheinwiedersprüchen (die ich nicht als Fehler ansehe, aber die gibt es zahlreich!). Und dann um das „Bein bricht“ mit Gewalt nachher zu versuchen diese Stellen jeweils für sich irgendwie mit individueller Geschichte in Harmonie zu bringen, würde m. E. nicht selten vom Kontextverzerrung führen. Manches ist nun mal in sehr einfacher Ausdrucksweise von sehr einfachen Leuten verfasst worden … Man soll da nicht ein „klassisches Griechisch“ erwarten, in absolut korrekten Ausdrucksweisen und Verbindungen.
Eben, ein einfacher Text von einfachen Leuten ohne hoher Schulbildung.

Ich sehe also in dem Bericht keine getrennten Sabbate. Mat 28:1 definiert genau, wann dieser Sabbat war. Und zwar am Samstag, da es vor dem ersten Tag der Woche lag. Ein anderer, welcher an einem anderen Tag war, kann ich da nicht erkennen. Und du? Wenn ja, wo konkret?

„Sabbat“ im Plural:
Ich denke, dass das umschreibt nur die „Sabbatfristen“, aber beziehen tut sich eben auf den hier EINEN (doppelten) Sabbat.
Das in Mat 28:1 verwendete hellenische Wort „σαββατων“ ist zwar im Plural verwendet worden, aber das geschieht oft in der Bibel, ohne dass wirklich ein „großer Sabbat“ (ob zusammengelegt an einem Tag oder auch nicht) vorliegen muss, weil es sich auf die „Fristen“ (Pl.) dieses Sabbats bezieht, wie ich mal das in einer Bibel gelesen hatte.
Das geschieht sage und schreibe über ein Dutzend Mal in Mat.-Ev. wie auch im Heb.-Brief im Plural.
Die Zusammenhänge der jeweiligen Aussagen zeigen, dass damit nicht wirklich 2 Sabbate innerhalb einer Woche aufeinander folgten.

Dazu möchte ich auch auf die Parallelstellen verweisen: Mak 16:1; Luk 24:1; Joh 20:1.
Alle Aussagen der Bibel dazu, die zumindest ich finden kann, tun unmissverständlich das mit den Spezereien und Gang zum Grab auf den ersten Tag der Woche (Sonntag) setzen.
Damit wird auch klar, was mit den Spezereien los war. Die Frauen hatten Vorbereitungen gemacht. Sind aber nach dem Sabbat zum Grab gegangen. Genaueste Einzelheiten – unbekannt.

Vielleicht kannst du mir dann nach meinen Schilderungen zeigen, warum ich was falsch sehe und wo wird da ein anderer Sabbat als der/die am Samstag erwähnt?`
Denn die Woche davor ist im Leben JESU chronologisch gut bezeugt und Er hatte bis dato jedenfalls (in dieser Woche) mit seinen Jüngern keinen Sabbat gefeiert. Wann soll also der andere Sabbat in dieser Woche stattgefunden haben, wenn doch jeder Tag davon in der Bibel beschrieben wurde? Das weiß ich eben noch nicht.

Danke und Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
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RE: Versuch einer Antwort

#35 von Jurek , 28.02.2014 16:23

In der Woche vor JESU Tod gab es keinen Sabbat außer nur den am Samstag, an dem JESUS die ganze Zeit tot im Grab lag. Nicht die anderen Tage, sondern von Bedeutung ist dieser große Sabbat, über den der CHRISTUS der HERR ist.
Joh 19:14,31 berichtet davon, dass während Pilatus dem Volk JESUS mit den Worten: „Seht, euer König!“ vorstellt (das war Freitag Mittag), war das die Zeit der Vorbereitung (o. „Rüsttag“) zum Passah.
Einen anderen Zeitpunkt findet man also nicht in dieser Woche in der Bibel.
Auch Geschichte nennt tatsächlich einige Möglichkeiten, wo das Passah dann genau mit dem regulären Sabbat zusammenfiel. Erst dann hat man so einen Sabbat als einen großen Sabbat bezeichnet. Denn der 15. Nisan, war dann der erste Tag des dann siebentägigen Festes der ungesäuerten Brote die dem folgte. -(vgl. auch Joh 6:50,51).
Auch wieder ein Symbol für den „ungesäuerten Brot“ als dem Leib CHRISTI.

Nur diese ganze Übereinstimmung mit der AT Symbolik, die nicht bloß für sich was ist als Stück der Geschichte Israels, ist eigentlich die perfekte Verkündigung des Messias und seines Erlösungswerkes.
Andere Herumdeutungen, zerstören einfach dieses gesamte AT Bild und genaue Verweise in Bezug auf (damals) den kommenden Heiland, an Dem sich alles genau erfüllte und alles auf Ihn zeigte.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
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Sabbat und Gebote... noch halten?

#36 von Isai , 08.03.2014 20:09

Hallo


folgendes habe ich gefunden und stelle es einfach mal ein:


Zitat
davon, dass im NT die Gebote Gottes aufgehoben sind, kann keine Rede sein. Sie werden sogar in den Briefen ausdrücklich bestätigt.

Römer 13, 8 (Schlachter 2000): Seid niemand etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die [Gebote]: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren« — und welches andere Gebot es noch gibt —, werden zusammengefaßt in diesem Wort, nämlich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« [a] Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Die Liebe hebt die einzelnen Gebote nicht auf, sondern erfüllt sie mit Leben.

Sogar dass Gebot die Eltern zu ehren, wird ausdrücklich erwähnt.

Epheser 6, 1-2 (Schlachter 2000): Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren«, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung


Ausserdem schreibt Paulus über das Endziel des Gebotes die folgenden Worte.

1. Timotheus 1, 5 (Schlachter 2000): das Endziel des Gebotes [c] aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.

Die Überwinder in der Offenbarung sind Menschen, welche die Gebote Gottes halten. Daran kann man nicht rütteln. Es sei denn, jemand vertritt die Auffassung, dass die Gemeinde Jesu während der Zeit, in welcher die Ereignisse der Offenbarung stattfinden, nicht mehr auf Erden sind.

Offenbarung 14, 12 (Schlachter 2000): Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren!


Demnach gilt auch noch das Sabbatgebot. Aber das Sabbatgebot hat keinen besonderen Status innerhalb der Gebote.

Auch das Sabbatgebot untersteht dem Gebot Gott und den Nächsten zu lieben, und wenn durch gesetzliche Strenge das Leben zu einer unerträglichen Last für die Menschen wird, dann ist dies sicher nicht im Sinne des vierten Gebotes. (Q)




Ein Zweites:

Zitat
in Galater 3, 24-25 geht es darum, dass das Gesetz und damit alle Verordnungen, Zermonialgesetz und Sittengesetz eine pädagogische Funktion auf Christus hin hatten. Dies bedeutet, als Christen stehen wir nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter Christus.

Aber eine Aufhebung der Gebote Gottes ist dennoch damit nicht ausgesagt. Auch das AT spricht in vorausschauender Weise vom Halten der Gebote Gottes in der zukünftigen Heilszeit

Jeremia 31, 33 (Schlachter 2000): Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein;



Hesekiel 36, 26-27 (Schlachter 2000): Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.


Nun könnte es sein, dass hierauf der Einwand kommt, dass hier davon die Rede ist, dass der Geist Gottes dies alles bewirkt und von daher eine Orientierung am Buchstaben des Gebotes ganz zu entfallen hat.

Aber ich denke, dass Gott die innerlich veränderte Herzenstellung im AT weissagen liess und dass diese im Prinzip in der Gemeinde Jesu in Erfüllung gegangen ist und in Erfüllung geht.

Dies schliesst nicht aus, dass wir auf den erklärten Willen Gottes hingewiesen werden. Schliesslich wird dadurch auch schwere Sünde aufgedeckt, wie bei Paulus, der sich in Römer 7 dem Gebot: Du sollst nicht begehren oder gelüsten gestellt hat.

Solange wir noch den alten Menschen an uns tragen, bedürfen wir auch noch der Gebote, sowohl zur Orientierung und auch zur Überführung.

Das Gebot bleibt im Prinzip, aber die Haltung dazu ist eine andere. So ist es auch mit dem Sabbatgebot. Es ist wichtig, zu erkennen, dass es mit dem Einhalten der Ruhe nicht getan ist, sondern dass Gott damit viel mehr im Sinne hat, sonst geraten wir wieder unter das Gesetz. (Q)






Lieben Gruß,

Isai


Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld.
(1. Johannes 4:9, 10 GN)

 
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RE: Sabbat und Gebote... noch halten?

#37 von Jurek , 09.03.2014 12:01

Meine Gedanken dazu:

Zitat
davon, dass im NT die Gebote Gottes aufgehoben sind, kann keine Rede sein. Sie werden sogar in den Briefen ausdrücklich bestätigt.


Natürlich sind die GRUNDSÄTZE (Beispiel aus dem benannten Römerbrief, Kap.13, V.8 u. a.) doch immer gültig. Wieso sollten die aufgehoben worden sein oder werden?
Nur die Zeremonialgesetze sind für uns natürlich nicht mehr gültig … Und auch das ganze rund rum, wie mit dem Bund rein mit dem fleischlichen Juden.
Aber solche Gebote wie die LIEBE (die in den sog. AT „10 Geboten“ nicht enthalten war), die hat JESUS erweitert. Und vieles andere auch, womit das diese Gebote aus dem AT ja übersteigt.
Man muss m. E. also unterscheiden, was sind GRUNDSÄTZE (die nicht ungültig werden, sondern eher erweitert werden können) und was sind Satzungen für rein damalige Zeit und Kult / Zweck.

Zitat
Es sei denn, jemand vertritt die Auffassung, dass die Gemeinde Jesu während der Zeit, in welcher die Ereignisse der Offenbarung stattfinden, nicht mehr auf Erden sind.


Es kommt darauf an, um welche genaue Zeit sich aus Offenbarung da handelt. Denn natürlich wird die Gemeinde (Versammlung) JESU dann nicht immer/mehr auf der Erde sein, wenn sie in den Himmel kommen…

Sabbatgebot ist ein Gebot, welches einst zur CHRISTUS als Den HERRN des Sabbats führen sollte und damals einen besonderen Sinn und Zweck hatte.
Zum Beispiel die Siebenten Tag Adventisten machen dabei meiner Meinung nach einen Fehler, wenn sie so ganz besonders auf den Sabbatgebot (IV.) hinweisen, aber gleichzeitig andere Gebote wie das I. oder auch III. verletzen. Welchen Sinn hat das dann?
In heutiger Kultur und besonders westlichen Welt ist es auch meistens so, dass sowohl die STA-Ärzte am Sabbat genauso oft hart arbeiten wie andere. Außerdem ist es so, dass es bei uns am WE ist Arbeitsfrei, womit man als Christ sowieso sowohl am Samstag wie auch noch Sonntag heilige Zeit mit GOTT und Familie begehen kann.
Wieso dann so ein Nachdruck auf den Sabbat? Kann mir das bitte wer anhand des NTs genau erklären? Ist dieser Sabbat nicht für den Menschen da? Und zu welchem Zweck? Und tue z. B. ich das nicht? …
Ist es aber falsch, weil ich das anders sehe als die STA mit dem Sabbat?

Geht es jetzt nicht vielmehr darum anstatt auf geschriebenen Gesetzen auf Steintafeln, sich nach dem Gesetz JESU zu halten, in dem die ganzen Gebote und Propheten enthalten sind?
Wo konkret ist das Problem mit meiner Einstellung zum Sabbat und den sonstigen Geboten GOTTES, auch wenn ich das nicht so handhabe wie die STA?

Zitat
So ist es auch mit dem Sabbatgebot. Es ist wichtig, zu erkennen, dass es mit dem Einhalten der Ruhe nicht getan ist, sondern dass Gott damit viel mehr im Sinne hat, sonst geraten wir wieder unter das Gesetz.


Und, was hat GOTT damit viel mehr im Sinn, so dass ich das unbeachtet ließe und mich damit womöglich versündige?
Wer möchte mir das überhaupt anhand vom NT erklären, so dass sogar ich das verstehen kann?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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RE: Sabbat und Gebote... noch halten?

#38 von Isai , 09.03.2014 18:53

Zum Abschluss des Obigen dies:

Zitat
an keiner Stelle habe ich behauptet, dass Christen unter dem mosaischen Gesetz stehen. Hier stimme ich vollständig mit Deiner Definition überein.

Selbstveständlich müssen Christen sich nicht mehr beschneiden lassen und die Opfer und Zermonialgesetze sind ebenfalls aufgehoben. Manchmal gehen das Zermonial und das Moralgesetz ineinander über, was eine Unterscheidung dann schwierig macht.

Auch das Moralgesetz ist nicht mehr unter dem Motto wenn dann bzw. Fluch und Segen zu handhaben.

Denoch behält es seine Gültigkeit.

Wenn man ein Gefühl für Motorengeräusch und Geschwindigkeit hat, wird man die 50 km Innerorts einhalten ohne immer auf den Tacho schauen zu müssen.

Nur dann wird der Verkehrteilnehmer auch die anderen Erfordernisse des Straßenverkehrs auch genügend berücksichtigen und realieren können, zum Wohl auch der anderen Vekehrsteilnehmer.

Durch den Geist GOTTES sind die Gebote und besonders das Liebesgebot ins Herz geschrieben und dem entsprechend darf und kann der Christ in Freiheit handeln, so wird er die Gebote nicht übertreten.

Durch den Geist GOTTES bewegt und veranlaßt konnten die Glaubenden des AT schon damals den Vorrang einzelner Gebote vor weniger Wichtigeren erkennen.

Der Buchstabe tötet und der Geist macht lebendig, trifft das Vehältnis zum Anspruch GOTTES sehr gut. Nach dem Buchstaben muß jedes einzelne Gesetz eingehalten werden. Durch Erlösung und die Befreiung durch die wunderbare Gnade GOTTES in Christus Jesus und aufgrund des heiligen Geistes ist nun ein Leben unter Christus, nicht unter dem Gesetz, aber im Einklang mit dem Liebesgebot GOTTES gewährleistet.

In Jesus Christus und Seinem vollkommenen Erlösungswerk ist anstelle des Schattens die von GOTT schon immer beabsichtigte Wirklichkeit getreten.

Noch ein Gedanke: Wer dem Liebesgebot dem Nächsten und GOTT gegenüber gerecht werden will, (wir wissen, dass dies niemand aus sich heraus vermag) muss erkennen, dass dem andere Gebote unterzu ordnen sind. Alle Gebote stehen im Dienst des Liebesgebotes. Jesus hat alles erfüllt für uns erfüllt und GOTT sorgt duch heiligen Geist für die Erfüllung desselben in uns. (Q)


Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld.
(1. Johannes 4:9, 10 GN)

 
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RE: Sabbat und Gebote... noch halten?

#39 von Schrat , 14.03.2014 19:43

Lieber Jurek,

was das Sabbatthema anbelangt und insbesondere den Ablauf der Tage in der Kreuzigungswoche, so gibt es wohl soviele Versionen, wie es christliche Gemeinschaften gibt, habe ich den Eindruck.

Nach meinem letzten Kenntnisstand (aber das kann sich noch ändern....)

sieht für mich der Ablau der Karwoche folgendermaßen aus:
Unter
http://www.truthwarrior.de/lightside/studien/
kann man ein Pdf anschauen oder runterladen mit dem Titel "Die Juden und der biblische Sabbat". Dort sind die Beweise angeführt, daß die Änderung vom Wochenzyklus, der auf dem Neumond aufbaute, schon 400 Jahre vor Christus erfolgte. Von da ab haben sich die Juden an den in Babylon geltenden Kalender teilweise angepaßt und zählten den Sabbat durchgehend und nicht mehr vom Neumond aus an.

Wenn Jesus am 14. Nisan gestorben ist, am 15. Nisan im Grab Lag und in der Frühe des 16. Nisan auferstanden ist, dann ergibt das 2 Tage und 2 Nächte

14. Nisan 1 Tag (wenn auch nur kurz angebrochen)
15. Nisan 1 Nacht
15. Nisan 1 Tag
16. Nisan 1 Nacht.

Deswegen kann es m.E. nicht stimmen, daß zur Zeit Jesu die Wocheneinteilung nach dem ursprünglichen Befehl Gottes durchgeführt wurde. Es müssen zwei getrennte Sabatte (Großer Sabbat am 15. Nisan und Wochensabbat am 16. Nisan) gewesen sein. Nach all dem Forschen scheinen mir drei Dinge sicher zu sein:

1) Die Traditionelle Zählweise ab Freitag kann nicht stimmen.
2) Es muß ein zweiter Sabbat vorhanden sein, also der Wochensabbat neben dem "Großen Sabbat"
3) Die Wochenzählung erfolgte nach der babylonischen Gefangenschaft - und evtl. auch vorher schon - nicht mehr nach den
Großer Sabbat hat den Namen nicht danach, daß ein Jahressabbat auf einen Wochensabbat fiel, sondern diese Jahressabbate waren "große Sabbate".

Auch die Sache mit "mia ton sabbaton" ist noch nicht ausgestanden, nämlich daß dies den ersten Tag der Woche bedeutet. Es ist nämlich wahr, daß es auch eine "Omer"-Zählweise bei den Juden gab, um die 7 Wochen nach Pfingsten hin zu zählen.Irgendwann ist die Tradition bei den Juden entstanden , die Wochentage im Hinblick auf den noch kommenden Sabbat zu zählen, aber es gibt im NT Hinweise, daß hier doch die Zählung der Sabatte ab dem Fest der ungesäuerten Brote nach Pfingsten hin gemeint war.

Hinweis auf diesen Tatbestand hinsichlich der "Omer"-Zählung in der Elberfelder Übersetzung von 1905

Nähere Erklärung zu dem etwas seltsam erscheinenden Ausdruck "zweit-erster Sabbat" unter http://www.bibelstudium.de/index.php?art...it-erste+Sabbat


Zitat
Luk 6:1 Und es geschah am zweit-ersten Sabbath, daß er durch die Saaten ging, und seine Jünger die Ähren abpflückten und aßen, indem sie sie mit den Händen zerrieben.
Nähere Erklärung zu dem etwas seltsam erscheinenden Ausdruck "zweit-erster Sabbat" unter http://www.bibelstudium.de/index.php?art...it-erste+Sabbat



Aus http://amerstendersabbater.jimdo.com/gegenargumente/

Zitat
Die Chronologie, die in keiner Aussage der Bibel widerspricht, ist jedoch folgende:

1. Tag: ein angebrochener Tag = 14. Abib = Mittwoch = Rüsttag des Passah
1. Nacht: eine ganze Nacht = 15. Abib = Nacht auf Donerstag = großer Sabbat = 1. Tag der ungesäuerten Brote
2. Tag: ein ganzer Tag = 15. Abib = Donnerstag = großer Sabbat = 1. Tag der ungesäuerten Brote
2. Nacht: eine ganze Nacht = 16. Abib = Nacht auf Freitag
3. Tag: ein ganzer Tag = 16. Abib = Freitag = Rüsttag des Sabbath = Frauen kaufen Spezereien und bereiten diese zu
3. Nacht: eine angebrochene Nacht = 17. Abib (3. Datumstag !!!) = Wochensabbat = Auferstehung Jesu vor Sonnenaufgang, also in der Nacht, nach drei Tagen !!! = Frauen kommen "am ersten der Sabbather" frühe an das Grab, das schon leer war ...



Danach hat es tatsächlich zwei "Rüsttage" gegeben und der Widerspruch zwischen Markus 16:1 und Lukas 23:55,56 löst sich auf.

3 Tage und 3 Nächte müssen nicht im Sinne von 72 Stunden verstanden werden. Es war nachweislich Brauch in Israel auch angefangene Tage als Tage zu zählen.

Für mich ist das die bisher beste Darstellung der Ereignisse in der Karwoche.

Die WTG wendet Mat 28:1 falsch an:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1001060104

Zitat:
7C Jesus wurde am Tag „nach dem Sabbat" auferweckt


M.E. falsch, da in Mat 28:1 deutlich steht, daß die Frauen in der Frühe des Sabbats (nicht ersten Tag! "mia ton sabbaton") dort erschienen.

Die Frauen erschienen in der Frühe des Sabbats, n a c h d e m Jesus vorher auferweckt worden war.

Das ist meine "gegenwärtige Wahrheit" in dieser Angelegenheit und ich widerrufe den Unsinn, den ich bisher in dieser Sache geredet habe

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
Schrat
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Sabbat und Sabbate

#40 von Jurek , 17.03.2014 12:55

Danke erstmal Schrat für deine Ausführliche Antwort und Mühe zu der Thematik.

Ja, die sog. Karwoche bis dann auch über den Ostertag durch, ist nicht einheitlich unter versch. Christlichen Gruppen vertreten. Das sehe ich auch so.

Ich möchte dir einige Fragen zu deinen Ausführungen stellen. Vielleicht kannst du mir diese dann (bei Gelegenheit) beantworten, damit ich das besser verstehen kann. Bitte beachte das auch so, damit du siehst, dass ich hier keine Behauptungen aufstellen möchte. Aber ich meine, dass man durchaus fragen darf. Und das soll als Hinterfragen und Nachsinnen verstanden werden, damit ich dich dann besser verstehen kann. Bitte lasse keine Fragen von mir aus, um den Kontext dazu nicht zu verlieren. (Danke schon im Voraus dafür).

Wenn also die Juden seit 400 v.u.Z. den in Babylon geltenden Kalender teilweise angepasst haben und zählten den Sabbat durchgehend und nicht mehr vom Neumond aus an, dann wann genau begann also der Sabbat?
Und was bedeutet „teilweise“? Bei was, d. h. wann ja und wann nein?
Käme man da nicht durcheinander bei unterschiedlichen Zeitangaben, wer nach welcher Zeit sich da richtet?

Du schreibst, dass die Wochenzählung nach der babylonischen Gefangenschaft erfolgte - und evtl. auch vorher schon - nicht mehr nach den
Großer Sabbat, welcher hat den Namen nicht danach, dass ein Jahressabbat auf einen Wochensabbat fiel, sondern diese Jahressabbate waren "große Sabbate". O.k.
Hast du für mich bitte einen seriösen Beleg dafür, dass es JEDES JAHR einen „großen Sabbat“ gab?
Und wie nannte man diese Sabbate, wo der Jahressabbat doch zufällig auf einen Samstag traf?

Du meinst auch, dass auch die Sache mit „mia ton sabbaton“ ist noch nicht ausgestanden, nämlich dass dies den ersten Tag der Woche bedeutet. Es ist nämlich wahr, dass es auch eine „Omer“-Zählweise bei den Juden gab, um die 7 Wochen nach Pfingsten hin zu zählen.
Ich verstehe zwar nicht ganz, wie abhängig voneinander das zusammenhängt, aber abgesehen von der Elberfelder Übersetzung von anno Domini 1905 (!), ist seit dem die Forschung nicht auf damaligen Wissen stehen geblieben. …

Du meinst auch, dass es im NT Hinweise gibt, dass hier doch die Zählung der Sabbate ab dem Fest der ungesäuerten Brote nach Pfingsten hin gemeint war. Welche konkreten Hinweise meinst du?
Was in deinem Link der William Kelly meint, ist zwar eine Sache. Nur eine andere wäre, wie gut ist das wirklich belegt?
Und was Luk 6:1 betrifft, frage ich mich auch, ob man diese Übersetzung „zweit-ersten Sabbath“ so als richtig stehen lassen kann. Denn woher kommt diese?
Konkordates NT: „zweiten Erstsabbat“;
Schlachter ’51: „zweiten Sabbat“;
Interlinear: „einem Sabbat“.

Ansonsten viele Bibelübersetzungen übersetzen das Wort „σαββατω“ einfach mit Sabbat. Im Grundtext steht nichts anderes, auch nichts von „Zweit-ersten“ oder so ähnlich… Die Übersetzungen sind da oft auch Deutungen bezogen, wie es mir scheint.
Und in dieser Form kommt das auch an 16 weiteren Stellen in Singularform im NT-Text vor. Rest gehört wohl zu der Deutung der Zeitspannen und für mich ist fraglich, ob und was das wirklich in welcher Verbindung dann mit dem steht, was unsere Thematik betrifft. (?)

Du schreibst von Widerspruch zwischen Markus 16:1 und Lukas 23:55,56, wenn man das anders sieht.
Die Aussagen könnten lauten:
Am nächsten Abend, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter von Jakobus, wohlriechende Öle, um zum Grab zu gehen und den Leichnam von Jesus zu salben.
und
Die Frauen aus Galiläa waren Josef gefolgt. Sie sahen die Grabhöhle und schauten zu, wie der Leichnam von Jesus hineingelegt wurde. Nachdem sie in die Stadt zurückgekehrt waren, bereiteten sie wohlriechende Öle und Salben zu. Doch den Sabbat verbrachten sie in Ruhe, wie es das Gesetz vorschreibt. “.

Ich verstehe die Aussagen so, dass
a) Nach dem Sabbat wurden die Spezereien am Abend gekauft.
b) Nach Grablegung wurden die Spezereien zubereitet, aber Sabbat wurde in Ruhe verbracht.

Scheinwidersprüche (oder missverständliches) gibt es viele in der Bibel. Das rechtfertigt natürlich aber nicht meine Behauptung, daher:
Fakt ist für mich (nach der Bibel), dass damals wurde JESUS eilig noch vom Holz runter genommen, wegen dem folgenden Sabbat. Denn der Tag dieses Sabbates war ein großer. (Jo19:31) Weil während dessen konnte keiner draußen hängen… Damit kann nicht der Freitag UND Samstag je Sabbate gewesen sein, weil dann Ruhe hätte sein müssen.
Wir wissen aber, was alles am Freitag (oder auch egal wann, jedenfalls vor dem Tod JESU) schon alles geschah. Da konnte m. E. einfach KEIN Sabbat gewesen sein.
Erkläre mir bitte daher die Ereignisse in Leben JESU, wo da ein Sabbat (vor Samstag) war und wie das eingehalten wurde?

Du meinst dann auch, dass die WTG wendet Mat 28:1 falsch an:
7C Jesus wurde am Tag „nach dem Sabbat" auferweckt“.
Dazu schreibst du als Begründung, dass in Mat 28:1 deutlich steht, dass die Frauen in der Frühe des Sabbats (nicht ersten Tag! "mia ton sabbaton") dort erschienen sind.
Auf was stützt du dich mit deiner Aussage?
Bei mir in der Interlinearbibel heißt dieser Text aus Mat. folgend:
Aber nach (dem) Sabbat am hellwerdenden (Tag) zum (Tag) eins der Woche… “.
In Mat 28:1 heißt es im Grundtext nach Aland: „Οψε δε σαββατων“, nix mit „mia ton“. Eindeutig also „nach“ (nach dem Sabbat).
Wie kommst du also auf diese Aussage? Oder auf genau welche Stelle beziehst du dich dann, wo das stehen soll?

Wenn du also magst, kannst du vielleicht all die meine Fragen dazu in ruhe beantworten, dann kann ich mir eine bessere Meinung dazu bilden, als ich bis jetzt von dem geschriebenem gewinnen konnte.
Danke schon im Voraus!

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Sabbat und Sabbate

#41 von Schrat , 22.03.2014 11:10

Lieber Jurek,

für die Ansicht der Reform-Adventisten und einiger anderer, daß die Wochenzählung nach dem Willen Gottes jeweils vom Neumond an neu zählen sollte und später geändert wurde, gibt es seriöse Grundlagen. Eine seriöse Grundlage ist die Bibel selber, aus der man bei etwas Nachforschungsaarbeit ersehen kann, daß 3 Monate in Folge nach dem Auszug der Kinder Israel aus Ägypten diese von Gott angeordnete Zählweise auch angewendet wurde.

Näherer Nachweis anhand der Bibel unter http://www.bibel-offenbarung.org/jahuwah...arkalender.html

Gemäß der Bestimmung durch den Schöpfer sollten Sonne und Mond zur Bestimmung von Tagen und Zeiten dienen. Wie man insbesondere dem 1. und 2. Buch Mose entnehmen kann, war ursprünglich ein Sonnen-Mond-Kalender vorgesehen und danach zählte die Wocheneinteilung nicht durch, sondern begann nach jedem Neumond neu. Bewiesen wird dies u.a. mit den ersten 3 Monaten vom Auszug aus Ägypten an. Danach fällt ein Sabbat immer auf den 15. des Monats, was weder nach dem Gregoriansichen Kalender, den wir nun haben, noch nach einer durchgehenden Wochenzählweise sein kann. Die einzigst mögliche Erklärung ist, daß es ein Lunar-Sabbat war.

Also
1. Monatstag (bei Sichtbarwerdung des Neumondes) Neumond, der wie ein Sabbat gehalten wurde
2. bis 7. Tag Arbeitstage
8. Tag Sabbat
9. bis 14. Tag Arbeitstage
15. Tag Sabbat
16. bis 21. Tag Arbeitstage
22. Tag Sabbat
23. bis 28. Tag Arbeitstage
29. Tag Sabbat
(evtl.) 30. Tag Ausgleichstag, auch Arbeitstag

Nur so wird erklärlich, warum in den 3 nacheinanderfolgenden Monaten nach dem Auszug der Sabbat nachweislich immer auf den 15. des Monats fiel!

Um einen Einwand gleich vorwegzunehmen: Bei der Berechnung von Pfingsten wurden Neumond- und evtl. Ausgleichstage nicht mitgezählt.

www.lunarsabbath.com/articles/die_brennende_frage.htm

Einen weiteren seriösen Hinweis für den Sachverhalt, daß die Zählweise des Sabbats später geändert wurde finden wir unter

www.lunarsabbath.com/articles/die_brennende_frage.htm

Zitat

Lass uns am Anfang eine vielleicht der faszinierendsten der jüngsten Entdeckungen ansehen. In der Allgemeinen Jüdischen Enzyklopädie auf Seite 410 unter dem Begriff "Feiertage" steht, ich zitiere:

“1. Sabbat und Neu Mond (Rosch Hodesch), beide kehren periodisch wieder im Verlauf des Jahres. Der Neu Mond ist noch, und der Sabbat war ursprünglich vom Lunar/Mond Zyklus abhängig. Beide reichen zurück auf die Zeit der Nomaden in Israel. Ursprünglich wurde der Neu Mond genauso wie der Schabbat gefeiert; nach und nach wurde er weniger wichtig, während der Schabbat immer mehr zu einem Tag der Religion und der Humanität wurde, der religiösem Überlegungen und Anweisungen, oder Frieden und Vergnügen für die Seele und so erzeugte er mächtige und nützliche Effekte außerhalb des Judentums."



Es gibt Indizien dafür, daß die Änderung während der babylonischen Gefangenschaft erfolgte. Auch dort hat man wohl anfangs den Sabbat nach der von Gott verordneten Regel gehalten. Zu diesem Zweck wurde der Beginn des Neumondes, der offiziel durch Beobachter im Land Israel festgestellt wurde, durch Lauffeuer (also Feuer die im sichtbaren Abstand von Israel bis nach Babylon entzündet wurden) bis nach Babylon verbreitet. Da die Samariter im Streit mit den Juden lagen haben sie das torpediert und Feuer an falschen Tagen entzündet, sodaß diese Methode nicht mehr brauchbar war. Vermutlich von da an, haben die Juden so nach und nach die babylonische Gewohnheit der Durchzählung des Sabbats - gekoppelt an den dortigen Saturntag (englisch heute noch Saturday) - übernommen, sodaß weder die Juden noch die Adventisten den Sabbat am richtigen Tag feiern. In Jesaja 56 und 66 wird aber vorhergesagt, daß (wohl im Millenium) die ursprüngliche Regelung wieder zum Tragen kommt und Neumond und Sabbat, die ja wegen der Wochenzählung eng zusammenhängen, wieder eingehalten werden.

Aber inwieweit das belegt ist, ist zweitrangig, eindeutig und gut belegt ist, daß die Juden ursprünglich den Sabbat immer ab dem Tag nach dem Neumond neu zu zählen begannen.

Hinsichtlich der falschen Aussage der WTG zu Mat 28:1




Zitat
7C Jesus wurde am Tag „nach dem Sabbat" auferweckt“.
Dazu schreibst du als Begründung, dass in Mat 28:1 deutlich steht, dass die Frauen in der Frühe des Sabbats (nicht ersten Tag! "mia ton sabbaton") dort erschienen sind.
Auf was stützt du dich mit deiner Aussage?
Bei mir in der Interlinearbibel heißt dieser Text aus Mat. folgend:
„Aber nach (dem) Sabbat am hellwerdenden (Tag) zum (Tag) eins der Woche… “.
In Mat 28:1 heißt es im Grundtext nach Aland: „Οψε δε σαββατων“, nix mit „mia ton“. Eindeutig also „nach“ (nach dem Sabbat).
Wie kommst du also auf diese Aussage? Oder auf genau welche Stelle beziehst du dich dann, wo das stehen soll?



Hier verwechselt die WTG etwas und ich staune, daß Du das nicht erkennst. Es muß doch wohl Jesus am Sabbat auferweckt worden sein, wenn die Frauen gemäß Mat 28:1 am Tage nach dem Sabbat - in der Frühe auch nach Aland - am Grabe erschienen!!!


Und hinsichtlich ",,,im Grundtext steht nichts vom zweit-ersten oder so....". Die Übersetzer der Elberfelder Bibel 1905 und der anderen genannten Übersetzungen werden sich diese Wiedergabe sicher nicht aus den Fingern gesogen haben. Sie werden da eine Grundlage für haben. "Der Grundtext" gibt es eigentlich nicht. Es gibt überlieferte Schriften und darauf aufgebaute Grundtexte, die aber auch abweichen können und u.U. auch mal einen Text nicht enthalten, der in in alten Manuscripten aber vorkommt.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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RE: Sabbat und Sabbate

#42 von Jurek , 22.03.2014 12:35

Danke Schrat für deine Mühe und Meinung zum Thema.
Es sind zwar damit nicht alle meine Fragen vom Vorbeitrag beantwortet, aber das kann man so mal stehen lassen.
Zu deinen abschließenden zwei Punkten würde ich noch gerne eingehen wollen:

Zitat
Hier verwechselt die WTG etwas und ich staune, daß Du das nicht erkennst. Es muß doch wohl Jesus am Sabbat auferweckt worden sein, wenn die Frauen gemäß Mat 28:1 am Tage nach dem Sabbat - in der Frühe auch nach Aland - am Grabe erschienen!!!


Ich betrachte nicht (oder nicht speziell/maßgebend), was die WTG verwechselt und in Verbindung damit ich das nicht erkenne.
Mat 28:1 sagt lediglich, dass die Frauen nach dem Sabbat, als es hell wurde, also am ersten Tag der Woche, sich auf den Weg zum Grab machten. Das ist für mich der Sonntag in der frühe.
Daher muss die Auferstehung Stunden davor stattgefunden haben.
Wie ich in einem meiner früheren Beiträge erwähnte (#30), sind die 3 Teile von Tagen m. E. passend zu dem Auferstehungstag JESU am gemeinten Sonntag.
Ich weiß es nicht, wieso (natürlich, wenn man von anderer Zählweise ausgeht..) kann JESUS nicht am Sonntag in der Nacht (also in den Nachtstunden von Sa. auf So.) auferstanden sein?
Natürlich, wenn man von der Zeitrechnung her ausgeht, wie das etliche Kommentatoren (nicht bloß WTG) machen, dann ist JESUS (nach meinem Verständnis) doch am Sonntag (unser Kalender) in den Nachtstunden auferstanden. Das wäre also auch nach dem Sa.-Sabbat. Und am Montag (nach unserem Kalender) in aller frühe, da gingen die Frauen zum Grab. Und der „erste Tag der Woche“ ist natürlich auch nach dem Sabbat – klar.
JESUS konnte also theoretisch auch nur wenige Stunden davor auferstanden sein, bevor die Frauen am Grab antraffen.

Zitat
Und hinsichtlich ",,,im Grundtext steht nichts vom zweit-ersten oder so....". Die Übersetzer der Elberfelder Bibel 1905 und der anderen genannten Übersetzungen werden sich diese Wiedergabe sicher nicht aus den Fingern gesogen haben. Sie werden da eine Grundlage für haben.


Welche Grundlage ist das vor über 100 Jahren, die heutige Elberfelder (warum?) nicht mehr verwendet!? Diese Bibel (wie andere auch) musste revidiert werden, weil eben nicht alles wurde einst richtig und verständlich übersetzt.
Bleiben wir also bitte bei konkreten feststellbaren Fakten. Mir geht es um Grundlage dazu, die ich im Grundtext (also keiner nur Übersetzung) der Bibel so nicht vorfinden kann. Deswegen frage ich nach.
Da bist du mir des Nachweises aus dem Grundtext „schuldig“ geblieben.

[quote]"Der Grundtext" gibt es eigentlich nicht. Es gibt überlieferte Schriften und darauf aufgebaute Grundtexte, die aber auch abweichen können und u.U. auch mal einen Text nicht enthalten, der in in alten Manuscripten aber vorkommt.[quote]
Ich bin da etwas anderer Meinung.
Natürlich gibt es den Grundtext, da dieser Begriff nicht meine Erfindung ist…
Den Urtext gibt es (leider) nicht mehr. Aber den Grundtext als solches, findet man sehr wohl in der von mir zuvor angeführten Bibel: „Nestle-Aland / NOVUM TESTAMENTUM GRAECE“. (Ich habe die 27. Auflage).
Dieser Grundtext setzt sich aus dem als solchem wissenschaftlich überarbeiteten NT-Bibeltext zusammen, welcher auf Übereinstimmung der vielen Handschriften basiert.
Diese wissenschaftliche Ausgabe verfügt auch den „kritischen Apparat“, welcher die Varianten des Textes angibt, womit man auch die abweichenden Überlieferungen dazu zusätzlich betrachten kann. …
Deswegen frage ich nach der Grundlage für die Übersetzung des „zweit-ersten Sabbates“. Denn sowas kann ich (bis jetzt) nicht feststellen, ohne dass ich gleich blind was übernehmen würde, was jemand dazu schreibt…
Ich meine, dass man genauer nachfragen darf.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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RE: Sabbat und Sabbate

#43 von Schrat , 22.03.2014 20:08

Lieber Jurek,

lassen wir das mal auch so stehen, sonst drehen wir uns wieder ewig im Kreise

Wenn gesagt wird, daß sie am ersten Tag der Woche zum Grab kamen, dann war es halt nicht der 7. Tag. Sorry ich kann da Deiner Beweisführung nicht folgen.

Es ist eine etwas schwierige Berechnung, hier noch mal eine, die zeigt aber, daß die Auferstehung an einem Sabbat gewesen sein muß:

Zitat
Mat 12:40 Denn gleichwie Jona war drei Tage und drei Nächte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde sein.


(Luth. 1912, alle anderen Bibeltexte: Unrevidierte Elberfelder 1905)

Dies war das einzige Zeichen auf welches Jesus hinwies, drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde, das ist das Messias-Zeichen.

Die Grablegung Jesu fand am Mittwoch den 14. Nisan gegen 18 Uhr statt, kurz vor Sonnenuntergang zu Beginn des Passahsabbats.

Demnach enden die drei Tage und drei Nächte am Wochen-Sabbat zu Sonnenuntergang. Es sind exakt 72 Stunden der Grabesruhe!

Der 1. Tag der Woche fing nach jüdischer Berechnung, ja schon am Vorabend an, also kann Jesus auch aus dieser Sicht her nicht kurz vorher auferstanden sein. Dann wäre die Auferstehung nicht mehr am Sabbat gewesen, wie die vorstehende Berechnung gezeigt hat.

Der Umstand, daß anderen Bibelübersetzungen, als die von mir genannt wurden, den speziellen Ausdruck für einen Sabbat nach der Omer-Zählung (Hoher Sabbat) nicht haben beweist für sich genommen nichts. Bei der Übersetzung spielt häufig auch eine vorangestellte Ideologie eine Rolle, wie wir aufgrund der Dreieinigkeitslehre oder auch aufgrund der ideologisch gefärbten NÜW wissen. Sabbaton heißt Sabbat, wie Luther richtig erkannte und in den meisten Bibelübersetzungen bis zum 19. Jhdt dann auch so wiedergegeben wurde. Erst der Glaube, daß der Sonntag anstelle des Sabbats getreten ist, hat dann dazu geführt, daß dementsprechend auch die Bibel gefälscht wurde.

Gruß
vom Schrat


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RE: Sabbat und Sabbate

#44 von Jurek , 23.03.2014 13:20

Hallo Schrat,

Zitat
Wenn gesagt wird, daß sie am ersten Tag der Woche zum Grab kamen, dann war es halt nicht der 7. Tag. Sorry ich kann da Deiner Beweisführung nicht folgen.


Ist das ein Problem?
Einfache Erklärung: Nach der Bibel ist der erste Tag der Woche der Tag, welcher nach dem Sabbat ist, d. h. der Sonntag.
Bei uns hat sich so allg. eingebürgert zu sagen, dass der Sonntag der 7. Tag der Woche ist.
Kannst du den Gedanken folgen?

Zitat
Es ist eine etwas schwierige Berechnung, hier noch mal eine, die zeigt aber, daß die Auferstehung an einem Sabbat gewesen sein muß:


Das Problem ist, dass es viele Leute, Gruppen, Institutionen.. gibt, die vieles verschieden auslegen. Selbst auch mit der „Vorherbestimmung GOTTES“.
Mich persönlich interessieren mehr die Aussagen der Bibel (ohne dass ich dazu alles wissen muss, was nicht so wichtig ist – denn warum?), darunter auch solche, die S.g. besagen, dass es nicht unsere Sache sei sich mit Registern und Zeiten (allzu sehr) zu beschäftigen.
Der Grund ist sehr einfach:
Das bringt niemanden CHRISTUS wirklich näher;
Die Gewissheit über CHRISTI Tod und Auferstehung rettet uns, nicht die Tage und Uhrzeiten davon, wann das war.

Warum du dich ausgerechnet auf die Lutherbibel- und Elberfelderbibeltexte beziehst, die jeweils über 100 Jahre zurück liegen und ihre mancherlei Übersetzungsfehler haben, habe ich nicht ganz verstanden. Genauso wenig, wo da jetzt (Mt 28:1) was von „mia ton“ oder sowas, steht, oder wo auch immer im welchen Bezügen…

Aber abgesehen jetzt davon, ist das so sehr wichtig?
Falls ja, dann erkläre mir bitte zuerst warum?

Noch kurz dazu:

Zitat
Der Umstand, daß anderen Bibelübersetzungen, als die von mir genannt wurden, den speziellen Ausdruck für einen Sabbat nach der Omer-Zählung (Hoher Sabbat) nicht haben beweist für sich genommen nichts. Bei der Übersetzung spielt häufig auch eine vorangestellte Ideologie eine Rolle, wie wir aufgrund der Dreieinigkeitslehre oder auch aufgrund der ideologisch gefärbten NÜW wissen. Sabbaton heißt Sabbat, wie Luther richtig erkannte und in den meisten Bibelübersetzungen bis zum 19. Jhdt dann auch so wiedergegeben wurde. Erst der Glaube, daß der Sonntag anstelle des Sabbats getreten ist, hat dann dazu geführt, daß dementsprechend auch die Bibel gefälscht wurde.


Ich ging hierbei nicht nach einer Übersetzung.
Das Wort „Sabbaton“ heißt doch nicht generell Sabbat!

Der hellenische Begriff σαββατον, -ου, -το, beschreibt neben dem Begriff „Sabbat“ auch eine „Woche“.
Vergleiche als Beispiel die Übersetzung von Luk 18:12, wo es auch nach der alten unrev. Elberfelder-Bibel heißt: „…Woche…“, eine Übersetzung des hellenischen Begriffes „σαββατου“.
Ich denke, dass da noch viele andere Unstimmigkeiten aufgrund der Unkenntnis der Sprache gibt. Man kann sich aber auf (mehrere) moderne Bibelübersetzungen vielfach verlassen.
Für mich persönlich wäre das Thema nicht so wichtig. Es liegt an dir, mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Ansonsten kann ich mit deinen Anfangsworten abschließen: „lassen wir das mal auch so stehen, sonst drehen wir uns wieder ewig im Kreise“.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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RE: Sabbat und Sabbate

#45 von Schrat , 23.03.2014 19:30

Lieber Jurek,

das Wort sabatton heißt immer Sabbat! Auch Wörterbücher liegen da verkehrt und können die Ansicht, daß es auch Woche bedeutet, nicht belegen. Schau mal in einer konkordanten Übersetzung nach! In seltenen Fällen kann es auch im Hinblick auf einen noch kommenden Sabbat oder Jahressabbat (Omerzählung) gebraucht werden. Wenn das Wort Sabbaton im Hinblick auf einen noch kommenden Sabbat gebraucht wird, dann mit der entsprechenden Zahl davor, also erster, zweiter, dritter (Tag zum Sabbat hin) usw. bis der Sabbat gekommen ist.

Das ist die große Fälschung die stattgefunden hat, daß man behauptet Sabbaton könne auch Woche heißen.

Gruß
vom Schrat


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