Sabbat und das Gesetz

#46 von Jurek , 23.06.2012 07:23

Was ich noch zum Thema „10 Gebote“ und DAS GESETZ schreiben möchte, ist folgendes:

Unter „Das Gesetz“, deutet (nach meinem Verständnis) die Bibel NICHT speziell nur die „10 Gebote“.
Paulus greift auch auf diese, als fundamentale Satzung davon, aber unter Gesetz ist das ganze Mosaische Gesetz gemeint.

Was das Thema der „10 Gebote“ betrifft, so sind das nach meinem Verständnis Grundsätze, die als solche ihre Gültigkeit haben, aber auch gewisse Änderungen erfahren haben.
JESUS meinte in Mat 22:40, dass an 2 Geboten: GOTT über alles zu lieben und andere wie sich selbst, hängt eigentlich schon das alles, was Gesetz betrifft.

Bei den sog. „10 Geboten“ ist zwar alles noch als Grundsätzliche Aussagen bindend, aber das mit dem IV. Gebot bezüglich des Sabbats, ist das m. E. nicht so zu sehen, wie es die STA sehen, zumal diese „missachten“ das I+III =(Nur 1 GOTT + Namen GOTTES heiligen), womit es keinen sonderlichen Wert hat, wenn sie sich speziell auf das IV-Gebot so stark konzentrieren. (Jak 2:10 u.d.g.)

JESUS wurde von den Schriftgelehrten und Pharisäern oft wegen des nicht Einhaltung des Sabbats angeklagt, den Er anders interpretierte als diese jüdischen Gelehrten.
Außerdem sollte man immer beachten, wann sich das auf welche Zeit und Umstände bezog.
GOTT sprach auch „füllt die Erde“ und dieser Auftrag gibt deswegen nicht so wie am ersten Tag.

Nach wie vor sollen wir Zeit auch für GOTT finden und Ruhe von der Arbeit (im Schweiße seines Angesichtes).
Sabbat ist nicht nur ein Gebot GOTTES, sondern das wurde FÜR den Menschen gemacht! (Mak 2:27!).
Die Arbeit und Sozialverhältnisse sind heute in allermeisten Fällen anders als damals, als diese FÜR DEN MENSCHEN gegeben wurde…
JESUS ist der HERR des Sabbates, mit dem alles steht und fällt.
Und wer heute den Sabbat am Samstag in spezieller Art und Weise halten will, der soll es auch tun, aber das auch anderen überlassen, ob sie es so tun (Kol 2:16,17).

Also abgesehen von dem Sabbat, was ist also mit dem GESETZ, welches die Bibel als das mosaische Gesetz (Thora) interpretiert und nicht bloß die „10 Gebote“?
Wenn man das Wort „Gesetz“ gebraucht, sollte man sich dann dessen bewusst sein, dass damit entweder das mosaische Gesetz o. Bund (nicht nur die „10 Gebote“) gemeint ist, oder es geht um das Gesetz des CHRISTUS, welches ein neues Gesetz ist. (Jer 31:31-34; 2.Kor 3:3).

Ich kann es nicht besser ausdrücken als wie es im heutigen Tagestext von „Der Herr ist nahe“ drinnen steht:

Zitat
Also ist das Gesetz unser Erzieher gewesen auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Da aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Erzieher; denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus.
Galater 3,24-26

Die Gläubigen in Galatien hatten auf Verführer gehört. Diese behaupteten, man müsse neben dem Glauben an Christus auch noch gewisse Vorschriften des Gesetzes befolgen. Vor allem ging es um die Beschneidung. Deshalb erklärt der Apostel Paulus den Galatern sorgfältig, wozu das Gesetz dienen sollte und wozu nicht.
„Bevor der Glaube kam“, hatte das Gesetz die Aufgabe eines Erziehers auf Christus hin. Jetzt aber, „da der Glaube gekommen ist“, hat der Erzieher ausgedient; „wir sind nicht mehr unter Gesetz“. – „Wir“, das sind die Juden, die unter Gesetz waren (Kap. 4,5). Sie hatten die Stränge des Gesetzes mit seinem „Du sollst“ und „Du sollst nicht“ kennengelernt. Das „Ihr“ dagegen gilt den Gläubigen aus der Völkerwelt, die nie unter Gesetz waren.
Ein Erzieher ist nicht für Erwachsene, sondern für Unmündige. Darum sagt Paulus über die Zeit des Gesetzes: „Als wir Unmündige waren …“ Dann aber sandte Gott seinen Sohn, geboren unter Gesetz, damit die, die in diesem Stand waren, losgekauft werden konnten. Das Ergebnis ist, dass nicht nur wir (Juden) Sohnschaft empfingen, sondern dass nun auch ihr (aus den Nationen) Söhne seid. Und weil das so ist, rufen wir (gemeinsam) „Abba, Vater!“ (Kap. 4,3-6).
Sohnschaft im biblischen Sinn wird verliehen – im Gegensatz zur Kindschaft, die das Ergebnis einer Geburt ist. Sohnschaft hat zu tun mit Vorrecht, Verantwortung und Erbschaft. Darum wird auch das vertraute „Abba, Vater!“ nur von Söhnen gebraucht, die im vollen Bewusstsein ihrer Beziehung zum Vater zu Ihm beten.


 
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"10 Gebote in das Herz geschrieben" - Pfingsten

#47 von Isai , 04.04.2014 14:05

Hallo,

könnte man sagen, Pfingsten ist das Fest der (10) Gebote - diese sind nun ins Herz geschrieben durch den heiligen Geist?

Jeremia 31:33
Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR28: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.


Lieben Gruß,

Isai


Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus (1. Timotheus 2,5)

 
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RE: "10 Gebote in das Herz geschrieben" - Pfingsten

#48 von Schrat , 26.04.2014 20:31

Lieber Isai,

ich stoße systembedingt erst jetzt auf Deinen Kommentar. Wenn das rote Lämpchen bei einer Hauptabteilung aufleuchtet, klicke ich dann die Hauptabteilung an und übersehe manchmal, daß da noch weitere Themen aktuell behandelt wurden.

Hinsichtlich der 10 Gebote sehe ich das genauso wie Du. Das Gesetz (hauptsächlich der 10 Gebote) ist nie aufgehoben worden, es ist nur auf einem anderen Schreibmaterial, nämlich nicht auf Steintafeln, sondern auf Herzen. Das bedeutet, die Motivation die an sich immer noch geltenden Gesetze zu halten, ist eine andere. Nicht die Furcht vor Strafe, wie sie unter dem AT vorgesehen waren, bewegt einen treuen Diener Gottes, sondern sein eigens Herz ist die Antriebskraft. Die übrigen Vorschriften des "Gesetzes" (Thora) sind nicht mehr anzuwenden, weil sie entweder ihre gegenbildliche Erfüllung gefunden haben (Opfer, Feiertage - ausgen. Sabbat ) oder aber zur Abgrenzung zu den Nationen dienten. Mit Christus sollte aber diese Trennung nicht mehr sein und auch Menschen aus den Nationen die Gelegenheit bekommen, zum Volk Gottes zu gehören. Apg 15:29 gibt darauf einen Hinweis, daß diese zusätzlichen Gebote nicht mehr anzuwenden sind. Anlaß für diesen Beschluß war ja ein zusätzliches Gebot, nämlich die Beschneidung. Die 10 Gebote standen nie zur Disposition.

Was die übrigen Vorschriften des Gesetzes (Thora) anbelangt, so sind es zwar keine verbindlichen Regeln, die mit Strafen sanktioniert werden, aber da sich die Grundsätze Gottes nicht ändern und Gott jeweils gute Gründe für ihre Einführung hatte, tuen wir auch heute noch gut daran, sie nach Möglichkeit zu beachten, z.B. einen Schutz vor Gefahren (Gitter um eine Hausterasse usw). Viele Bestimmungen wie Erbrecht und dergl. der Thora haben deshalb sinnvoller Weise auch Eingang in bürgerliches Recht (Deutschland: BGB) gefunden.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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RE: "10 Gebote in das Herz geschrieben" - Pfingsten

#49 von Isai , 26.04.2014 22:07

Hallo Schrat,




Zitat
Nicht die Furcht vor Strafe, wie sie unter dem AT vorgesehen waren, bewegt einen treuen Diener Gottes, sondern sein eigens Herz ist die Antriebskraft.



Das sehe ich auch so.




Die tiefe Liebe zum Gesetz (weil von Gott kommend) traf sicher auch auf JESUS CHRISTUS zu.


Er sah den Geist dahinter.


Psalm 40:9
Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in meinem Innern.

Psalm 119:97
Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Nachdenken den ganzen Tag.

Psalm 119:113
Die Gemeinen hasse ich, aber ich liebe dein Gesetz.

Psalm 119:163
Lüge hasse und verabscheue ich. Dein Gesetz liebe ich.

Psalm 119:165
Großen Frieden haben die, die dein Gesetz lieben. Sie trifft kein Straucheln.





Und Römer 7:9-25

9 Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf;
10 ich aber starb. Und das Gebot, das zum Leben gegeben, gerade das erwies sich mir zum Tod.
11 Denn die Sünde ergriff durch das Gebot die Gelegenheit, täuschte mich und tötete mich durch dasselbe.
12 So ist also das Gesetz heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut.
13 Ist nun das Gute mir zum Tod geworden? Auf keinen Fall! Sondern die Sünde, damit sie als Sünde erschiene, indem sie durch das Gute mir den Tod bewirkte, damit die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot.
14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft;
15 denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus.
16 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut ist.
17 Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
18 Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
21 Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist.
22 Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes.
23 Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
24 Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? -
25 Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.



<-- JESUS CHRISTUS hat uns von dieser Herrschaft der Sünde, die dem Gesetz widerstreitet, befreit:


Johannes 8:34-36
34 Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave.
35 Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; der Sohn bleibt für immer.
36 Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.






Sünde = Gesetz-losigkeit:

1. Johannes 3:4
Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.






Es geht im Endkampf um die Übriggebliebenen des Samens, die u. a. die Gebote Gottes halten:


Offenbarung 11:19
Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel gesehen; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.

Offenbarung 12:17
Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, Krieg zu führen mit den Übrigen ihrer Nachkommenschaft, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben.

Offenbarung 14:12
Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu bewahren.






Das Heil ist nur in JESUS CHRISTUS.

Galater 3:21
Ist denn das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes? Auf keinen Fall! Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, dann wäre wirklich die Gerechtigkeit aus dem Gesetz.





Das Gebot ist heilig, das Gesetz ist heilig, gerecht und gut (Römer 7:12).


Römer 2:18
und den Willen kennst und prüfst, worauf es ankommt, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist

Römer 12:2
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.


2. Timotheus 3:15-17
15 und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.
16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,
17 damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.






Lieben Gruß,

Isai


Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus (1. Timotheus 2,5)

 
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RE: "10 Gebote in das Herz geschrieben" - Pfingsten

#50 von Schrat , 27.04.2014 09:26

Liebe Leser,

hinsichtlich der Gültigkeit des Gesetzes wird gerne darauf hingewiesen, daß beim Gebrauch des Wortes "Gesetz" in der Bibel dieses Wort nicht auf die 10 Gebote beschränkt sei.

Das ist erst einmal richtig. Das Wort Gesetz wird in einem weiten Bedeutungsspektrum angewandt. Welche Bedeutung es hat, ergibt sich aus dem jeweiligen Kontext. Wenn z.B. im Kontext einzelne der 10 Gebote angeführt werden, dann ist deutlich, daß die 10 Gebote gemeint sind (siehe Römer Kapitel 2).

Wenn also prophezeit wurde, daß das "Gesetz" auf Herzen geschrieben wurde, dann umfaßt das mehr als die 10 Gebote! In den 10 Geboten sind die Grundsätze zusammengefaßt, die am häufigsten relevant waren. Aber wie Jakobus zeigt, ist da nicht unbedingt jede Einzelheit erfaßt, z.B. daß man andere nicht parteilich und lieblos behandeln soll.

Daran hängen sich die "Gesetzesleugner" gerne auf, daß man beim Gebrauch des Wortes "Gesetz" nicht differenzieren könne. Doch, man kann! Mit Gesetzesdenken in Galater ist nicht gemeint, daß das Gesetz an sich aufgehoben oder schlecht sei, das würde ja den von Isai angeführten Texten widersprechen. In Galater geht es darum , wie dieses Gesetz angewandt wird. Es geht darum, daß Judaisten durch Erfüllung des Gesetzes Gerechtigkeit und Leben erlangen wollten, und nicht durch Glauben an Jesus Christus. Aber das Gesetz als Ganzes (mit den schon erwähnten Besonderheiten der Erfüllung und Zweckbestimmtheit) ist nicht aufgehoben worden. Nur in sinnbildlcher Weise wurde es an das Kreuz genagelt, weil die an sich fällige Strafe bei Übertretung von Jesus Christus auf sich genommen wurde.

Gruß
vom Schrat


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