RE: Die Bibel als Grundlage

#106 von Jurek , 26.09.2017 05:44

Guten Morgen Topas,

meine Gedanken zur:

Zitat
du gestattest Zeugen Jehovas nur deine Schablonenwahrheit: Sie glauben - aber nicht richtig. Sie prüfen - aber nicht richtig. Die Bibel als Grundlage - aber nur theoretisch usw. und so fort.


Wenn es für dich so ist (ohne das Ganze im Zusammenhang zu verstehen), dann ist das eben auch so für dich. (Lk 22:6:7b)
Mit deinen Aussagen zeigst du, dass im Grunde dann (so pauschal betrachtet) auch ALLE Sekten als richtig angesehen werden sollten, dass alle richtig sind (egal wie oft die sich widersprechen), weil ALLE behaupten von sich, dass sie richtig glauben und nur sie die Wahrheit haben, und dass sie die Bibel als ihre Grundlage prüfen usw. und so fort.
Wer so naiv ist (weil das ist Naivität zu meinen, weil die von sich so sagen und schreiben) so zu denken und will nicht wirklich das überprüfen, dem kann man auch trotz Beispiele aus der WTG-Literatur nicht weiter helfen.
Wer (das meine ich allgemein) selber den Wald vor lauter Bäume nicht wahrnehmen kann, der ist auch nicht imstande wem anderen von seinem falschen Weg zu überzeugen, egal von welcher Sekte der herkommt, wenn der auch so wie du reagiert und kein objektiver Betrachter von Fakten ist, und weder Insider-Zeugen noch Zitaten kein Stück glaubt und nur vorbefangen eine Seite der Medaille betrachtest.

Zitat
Sicher hast du einen gewaltigen 'Freundeskreis' derer, die dir freudig zustimmen wenn es gegen Zeugen geht.


Selbstklug zu sein ist nicht gut, werter Topas.
Auch das wiederhole ich schon zum vielfachen Mal: Es ging, geht und wird auch nicht darum gehen jemals GEGEN die "ZJ" zu sein! Du hast auch die Worte die von mir oft in dem Zusammenhang angegeben wurden wie Jak 5:19,20 auch gar nicht verstanden oder überhaupt nachgelesen.
Wie kannst du so selbstsicher auftreten und wem was unterstellen, ohne den geringsten Beleg dafür zu erbringen?

Zitat
Ich kann mich da nicht anschließen und verweigere Hetze, Diskriminierung und Unterstellungen von Motiven.


So? Du unterstellst mir doch immer wieder fiktive Dinge und falsche Beweggründe, ohne eben den geringsten Beleg dafür zu erbringen. Wie kannst du dann sowas überhaupt schreiben?!?

Zitat
Auch deinen 'Liebesbekundungen' mag ich mich nicht anschließen, denn tatsächlich klingt echte Liebe anders in meinen Ohren.


Also du bist der irrigen Meinung, dass JESUS die Worte aus Mat 23 nur aus Hass und Selbstgeltung gesagt hat??? (weil du kannst eben nicht wirklich verstehen, dass auch ein Vater welcher sein Kind strafen kann, wenn es was verbrochen hat, dieses Klaps auf den Hinten nicht als tatsächlich echte Liebe empfinden kannst? (Heb 12:6)

Ich schrieb schon, dass es wichtigere Themen als die länge der Schöpfungstage gebe, denn dazu gehört das Christsein und Bedeutung der Liebe! Denn wie sich das hier darstellt, du hast sonderbare Vorstellungen dazu. Unsere Gedanken dazu sollte man gemeinsam mit der Bibel überprüfen. Das sind wichtige Dinge!

Schlimm, wenn du dann (wenn du nicht einmal sowas zwischen mir und dir richtig erkennen kannst), dass du damit indirekt GOTT auch was schlechtes unterstellst, weil es nach deinem dafürhalten das nicht nach "tatsächlich echter Liebe klingt".

Zitat
Deine Beurteilungen sind selbstgerecht und damit untauglich Zeugen Jehovas zu beschreiben, was sich spiegelt sind deine Gedanken über Zeugen, aber eben nicht die Zeugen selber.


Wie kann man so naiv sein, werter Topas, so zu denken? Denn wie erwähnt, du findest keine Sekte (oder kennst du welche, dann nenne Sie mir bitte), wo derer aktive Mitglieder sich wie negativ über ihre Gemeinschaft und Leitung aussprechen würden!
Sowas als Kriterium herzunehmen - wieso soll das nicht naiv sein? Das machen nicht einmal die "ZJ" selbst. Aber du meinst, dass dieses Kriterium richtig ist?

Dazu braucht man nicht MEINE Beurteilung, wenn man nur das mal liest und über Argumente dazu nachdenkt (die du sachlich nie widerlegt hast außer nur deiner Meinung!), was ich aus WT-Literatur zitiert habe. Sei es, du würdest hier auch noch meinen, dass das von mir gefälschte Zitate sind, was bei deinem Auftreten durchaus möglich wäre …

Zitat
Das ist ein wesentlicher Unterschied.


Der wesentliche Unterschied ist, ob man bereit ist beide Seiten der Medaille zu betrachten.
Du betrachtest eben nur eine Seite. Und das ist nicht objektiv noch dient der entscheidenden Wahrheit, die Einfluss auf das ewige Leben hat.

Zitat
Das die Zeugen Jehovas deine 'Korrektur' ablehnen und sich deinen Ideen sie zurechtzubiegen verweigern ist absolut verständlich.


Aber nur für dich und linientreue "ZJ".
Was soll bitte an dem absolut(!) verständlich sein???
Es geht nicht um MEINE Sachen, sondern um die BIBEL. Aber dir kann man das oft schreiben, aber das prallt von dir ab wie vom Mauer, ohne dass du deine Meinung logisch begründen tust bzw. kannst.

Zitat
Zurechtbiegen kann nur Gott.


Das ist die Frage. Könnte man damit meinen, dass z. B. der Noah als der "Prediger der Gerechtigkeit" (NWÜ 2.Pet 2:5), oder Jona oder andere, die Menschen nicht von ihren verkehrten Ansichten hätten abbringen können und nicht anleitend doch zur Buße führen können…
Z.B. in Spr 29:19 heißt es nach der NWÜ: "Ein Knecht wird sich nicht durch bloße Worte zurechtbringen lassen, denn er versteht, aber er kehrt sich nicht daran."
Wer sich korrigieren will, der tut das, wer nicht, dann eben nicht. Denn wer von sich eingebildet ist, der wird nie die Wahrheit erkennen wollen, auch wenn man diese ihn vor die Nase hält.
Im ganz anderen Bereich (ich kenne das auch aus einem Beispiel im graphischen Gewerbe), da ist jemand gewesen der ein Wer war. Der par du hielt bis zu letzt an dem was er mal verlautbarte, was sich aber dann als falsch erwiesen hat, aber er hielt es trotzdem daran, um ja nicht zugeben zu müssen, dass er sich geirrt hat. … Da ging es ihn um sein Ego (dass er sich irrte), und nicht um die Sache/Wahrheit.

Ich meine, dass am Ende wenn das Gericht GOTTES ist, wird man nicht mehr zurechtgebracht werden. Dann ist es zu spät. Daher muss man heute schon diesbezüglich zur Korrektur bereit und aktiv sein.
Dann kann GOTT einen innerlich verändern und als sein Kind annehmen.

Zitat
Alles andere ist Anmaßung. Und so bleibt dir nur das Gebet für die Zeugen. Aber wie das aussähe mag ich mir nicht vorstellen.


Ja, ich bete für die "ZJ" als auch für dich!
Doch mein Gebet ist eben anderes, als so wie du das hier sonst meine Aussagen unbegründet darstellst.
Das Gute daran ist, dass JEHOVA und JESUS die Herzen und ihre wahre Beweggründen kennen im Gegensatz zu Menschen.

Zitat
Sei es drum, ich bin dann hier fertig und schließe für mich die 'Diskussion' ab.


Ich habe mich bemüht die ganze Zeit ausführlich dir alles zu erklären. Aber wenn jemand wie du par du mit nichts zu überzeugen ist wie im Mat 13:15 beschrieben, dann tue eben so, wie dir Schrat in seinem Beitrag #91 empfohlen hat. Dort bist du mit so einer Einstellung richtig am Platze.
Die ernste Frage ist aber dazu diese, ob auch bei JESUS als dem Haupt der Versammlungen du dann auch damit richtig wärest. Darauf kommt es an und ist immer wichtig sich damit auseinander zu setzen!
Was wird am Ende retten und wie wir zu was eingestellt sind.

Auch wenn du es nicht glaubst, aber wegen sowas wurden viele der "ZJ" ausgeschlossen!

Ich meine, dass man aus der Geschichte was gutes lernen sollte, bevor es einem auch so ergeht wie anderen, auf die man nicht rechtzeitig hören wollte …

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Hatespeech = Hassrede

#107 von Schrat , 26.09.2017 08:23

Lieber Jurek, liebe Topas,

Topas gebraucht jetzt auch Kampfbegriffe in die Diskussion ein, wie sie in der Welt des Teufels immer mehr üblich werden, , "Hetze.....". In der Welt hat man ja den Begriff "Hatespeech" eingeführt, mit dem man jeden mundtod machen will, der manchmal auch mit drastischen Worten und Vergleichen auf Unwahrheiten, Lügen und Ungerechtigkeiten hinweisen möchte. Die Gegenseite macht sich zwar häufig des selben "Verbrechens" schuldig, aber das zählt dann nicht... Wenn ich daran denke, mit welchen üblen Karrikaturen Zeugen Jehovas die katholische Kirche in den vor dem zweiten Weltkrieg angegriffen haben.

Lieber Jurek, Du führst ganz richtig an, dann wären Jesus, die alten Propheten und Apostel auch "Haßprediger"..... Natürlich auch Martin Luther.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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zuletzt bearbeitet 26.09.2017 | Top

RE: Hatespeech = Hassrede

#108 von Topas ( gelöscht ) , 26.09.2017 13:13

Hetze gegen ZJ gab es schon lange vor diesem politischem Kampfbegriff und sie folgt genau dem Muster wie ich es hier lesen kann: Feindseligkeit gegen eine Gruppe, weil sie angeblich dieses oder jenes verkehrt macht. Verzerrungen, Verdrehungen und Unterstellungen und das wirklich Schlimme daran, ihr fühlt euch dazu berechtigt. Geradezu eitel werden die eigenen Erfahrungen zum Maßstab für andere gemacht, ohne auch nur im geringsten das Unrecht zu bemerken, welches man damit ausstreut.
Ihr ladet eine schwere Bürde auf euch, laßt euch das gesagt sein!


Topas
zuletzt bearbeitet 26.09.2017 13:14 | Top

RE: Hatespeech = Hassrede

#109 von Gast , 26.09.2017 14:15

Martin Luther ganz bestimmt sogar.


Exkommunikation und die Folgen daraus...

#110 von Jurek , 26.09.2017 14:36

Zitat von Topas
und das wirklich Schlimme daran, ihr fühlt euch dazu berechtigt. Geradezu eitel werden die eigenen Erfahrungen zum Maßstab für andere gemacht, ohne auch nur im geringsten das Unrecht zu bemerken, welches man damit ausstreut.


Warum soll nur die WTG dazu berechtigt sein?
Was wirklich das Schlimme daran ist, ist, dass Menschen die nicht angebliche (denn wieso tut die WTG ständig daran was ändern, obwohl das angeblich einst "von Jehova" kam wie es proklamiert wurde und jeder dem folgen musste, sonst drohten Sanktionen?) sondern tatsächliche Fehler aus Gehorsam GOTT gegenüber ablehnen (Apg 5:29; 17:11), von den "ZJ" verfolgt und "aus der Synagoge ausgeschlossen werden", und verachtet werden und über sie alles lügnerische erzählt wird.
Sie verlangen (FAKT!) blinden Gehorsam gegenüber ALLEN Lehren, und Anerkennung des "Kanals", mit der unbiblischen Deutung von "Einheit" und "Frieden" ist der Versammlung! Das ist in so einer Form aber mehr als unbiblisch!
Und das ist das Thema hier. Und das ist auch einer der Menschenrechtsverletzungen (aufgrund daraus resultierenden Folgen, nicht bloß unfairen Prozesses in einem Geheimbund, welcher nicht zum Licht kommen will...), welches die WTG endlich bitte mal korrigieren sollte und sich nach der Bibel orientieren sollte, wie das richtig ablaufen sollte = Mat 18:15-17; 1.Kor 5:10 u. ä.
Also zurück wieder zur Bibel und nicht der von Menschen erdachten Regeln!
Was an dem was ich schrieb falsch sein soll, weiß ich immer noch nicht. Auch der Topas erklärt das leider nicht.
Ich meine, dass das sehr ernstes Thema ist, über welchen sich alle Gläubigen Gedanken machen sollten, weil es um GOTTES und nicht Menschennachfolge geht!

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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zuletzt bearbeitet 26.09.2017 | Top

Unbegründete Pauschalkritik an den Kritikern der Lehren und Handlungen deer WTG

#111 von Schrat , 26.09.2017 14:43

Lieber Topas,

Du wirfst hier mit Behauptungen nur so um Dich! Das ist unbegründete Pauschalkritik.

....ihre Erfahrungen zum Maßstab...

Die Erfahrungen summieren sich, wenn man das berücksichtigt was allgemein bekannt wird. Und außerdem sind nicht nur unsere Erfahrungen Grundlage für unsere Kritik, sondern auch die Aussagen der WTG in den relevanten Angelegenheiten, die jedermann nachprüfen und mit den biblischen Aussagen vergleichen kann! Unsere Erfahrungen bestätigen nur das, was die WTG in ihrer Literatur auch dazu gesagt hat. Das wird meistens dann auch so umgesetzt.

Nichts anderes tun Jurek und ich hier !

Gruß
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 26.09.2017 | Top

RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#112 von Topas ( gelöscht ) , 26.09.2017 14:45

Jurek,

Menschenrechtsverletzungen, völliger Quatsch. Das sind innerkirchliche Angelegenheiten, die jeder zuvor akzeptiert hat. Dann könntest du auch behaupten, das zölibatere Leben von Priestern sei eine Menschenrechtsverletzung. Wie weit willst noch gehen? Wem die Regeln nicht passen, kann gehen.

Anscheinend kannst du dir nicht vorstellen, dass Menschen die Lehre der Zeugen Jehovas als richtig erkennen, die Organisation als wahre Kirche Gottes akzeptieren und dem folgerichtig folgen und glauben schenken.


Topas
zuletzt bearbeitet 26.09.2017 14:47 | Top

RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#113 von Topas ( gelöscht ) , 26.09.2017 14:47

Zitat
....sondern auch die Aussagen der WTG in den relevanten Angelegenheiten, die jedermann nachprüfen und mit den biblischen Aussagen vergleichen kann



Die ihr verzerrt wiedergebt!

Zitat
Nichts anderes tun Jurek und ich hier !



Fällt dir nicht auf, das Jurek sehr viel mehr macht?


Topas
zuletzt bearbeitet 26.09.2017 14:54 | Top

RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#114 von Jurek , 26.09.2017 16:21

Hallo Topas,

Zitat
Die ihr verzerrt wiedergebt!


Ich meine, dass wenn jemand sowas behauptet, wäre derjenige auch dazu verpflichtet zu beweisen, dass das "verzerrt wiedergegeben worden ist". Sonst ist das nachher nur eine haltlose Behauptung.
Einfach als Argument: "Weil die "ZJ" das verneinen", das reicht nicht, weil in JEDER Sekte wird immer von den jeweiligen Mitgliedern alle Kritik abgelehnt, egal wie berechtigt die wäre.

Zitat
Fällt dir nicht auf, das Jurek sehr viel mehr macht?


Was macht der Jurek konkret falsch?

Zitat
Menschenrechtsverletzungen, völliger Quatsch.


Für mich gehören zum Menschenrechtsverletzungen:
1) Entmündigung = Man darf offiziell keiner anderen Meinung sein als die aktuell vorgelegte. Denn jede Zuwiderhandlung wird sanktioniert!
2) Ausschlussverfahren gehört auch zur Menschenrechtsverletzung, wenn hinter dicken Mauern ein Prozess gemacht wird, wo keine faire Verhandlung stattfindet, und EGAL welche Argumente der "Angeklagter" vorbringt, wird immer nur eines gelten: Blinder Gehorsam gegenüber der Leitung der WTG. Wenn nicht, dann ist dass eine "schwere Sünde" aufgrund dessen exkommuniziert wird, ohne groß darüber zu kommunizieren(!)
3) Das Verhalten der Glieder nach dem Ausschluss. Da wird Plötzlich nicht nur der Freundeskreis verschwunden sein, sondern auch eigene Familie wendet sich von einem ab, weil durch Gehirnwäsche (dass angeblich das so "Jehova" von denen verlangt!) sollen sie ihre Kinder und Geschwister, ihre Eltern und Tanten, wie die Pest meiden!

Wenn man nur bei diesen 3 Punkten bleibt, dann ist das für mich eine Menschenrechtsverletzung, wo die Würde des Menschen dabei mit Füßen getreten wird.

Zitat
Das sind innerkirchliche Angelegenheiten, die jeder zuvor akzeptiert hat.


Das ist (sorry) ein totaler Unsinn.
So gut wie niemand wusste, aus welchen Gründen man ausgeschlossen werden kann und wie das dann aussieht! So manche würden sich gar nicht taufen, würden sie wissen, was sie damit riskieren! Das weißt du offensichtlich (auch nach gewisser Aufklärung hier) immer selber noch nicht einmal!
Jeder hat früher so gedacht wie du! Bis dann die Wirklichkeit sie eingeholt hat.

Zitat
Dann könntest du auch behaupten, das zölibatere Leben von Priestern sei eine Menschenrechtsverletzung. Wie weit willst noch gehen? Wem die Regeln nicht passen, kann gehen.


Wenn der Priester geht, wird er deswegen in Normalfall seine Familie doch nicht verlieren! Auch etliche seine Freunde nicht.
Du schreibst so, als ob es ein Klacks wäre, wenn einem was nicht passt, dann geht er halt dann.
Weggehen bei den Katholiken wegen z. B. nicht heiraten dürfen, ist keine Menschenrechtsverletzung! Waswegen? Aber die Brechung der engsten Familienkreises und Aussetzung des psychischen Terrors, wenn sich alle die man liebt plötzlich von einem abwenden (was auch mal zu Selbstmorden führte, und in einem Fall gar, dass ein "ZJ"-Ältester und Vater seine Familie und dann sich selbst erschossen hatte, - davon vermeiden die "ZJ" zu reden und davor zu informieren.
Hier einfach zu schreiben: "Wem die Regeln nicht passen, kann er gehen" zeigt, wie wenig du Ahnung von der Praxis hast.

Zitat
Anscheinend kannst du dir nicht vorstellen, dass Menschen die Lehre der Zeugen Jehovas als richtig erkennen, die Organisation als wahre Kirche Gottes akzeptieren und dem folgerichtig folgen und glauben schenken.


Abgesehen des Wortes "folgerichtig", ist das in der Aussage richtig, dass die "ZJ" das so erleben. Aber was soll das schon beweisen, wenn meist Ahnungslose Mitläufer meinen, dass sie direkt von "Jehova" geleitet werden, wenn sie blind der WT-Organisation in allem vertrauen und alles befolgen?
Wie erwähnt, in ALLEN Sekten die noch so skurril sind, ist es auch so! Ist das Beweis für ihre Richtigkeit, dass du das hier anführst?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#115 von Schrat , 26.09.2017 16:33

Lieber Topas,

es geht um objektive Wahrheit - und die wird an der Bibel und an der Wirklichkeit gemessen - und nicht um subjektive Wahrheit, das heißt wie jemand das empfindet oder wie eine ganze "Gemeinde" das empfinden mag.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#116 von Topas ( gelöscht ) , 26.09.2017 17:59

Eben Schrat und ihr legt eure Empfindungen, also eure subjektive Wahrheit zugrunde.

Topas

RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#117 von Topas ( gelöscht ) , 26.09.2017 18:16

Jurek,

kein Gericht hat meines Wissens den Zeugen Jehovas je Menschenrechtsverletzungen nachgewiesen, bescheinigt oder sie überführt.

Du magst dich gemobbt fühlen, aber das ist nicht das Kriterium für Menschenrechtsverletztung. Stell dir mal vor, Ehepartner die sich trennen und kein Wort mehr miteinander reden, würden nach deiner Ansicht Menschenrechtsverletzungen begehen.
In der Politik bei den Parteien existiert inoffiziell der Fraktionszwang, d.h., alle Mitglieder werden angehalten in einer Sache der Parteilinie zuzustimmen und das ungeachtet der eigenen Meinung und der eigentlichen Rechtslage, die besagt, dass ein Abgeordneter frei entscheiden kann und nur seinem Gewissen verpflichtet ist. Auch das wäre dann nach deiner Auffassung eine Menschenrechtsvverletztung. Übrigens, was die einen 'Fraktionszwang' nennen, nennen andere 'Fraktionsdisziplin', ein schönes Beispiel wie man durch Worte etwas nach Geschmack färben kann. Im Hinblick auf die Zeugen wird das ständig gemacht, aber nur in negativer Absicht.
Ich schrieb auch schon mal, wenn Zeugen Jehovas Menschenrechtsverletzung verdächtig wären würden sie keine staatsnahe Auszeichnung als KdÖR bekommen oder behalten. Noch ein Beispiel, wenn in einer Firma ein Vorstandsmitglied aus dem Vorstand entlassen wird, dann sind das Angelegenheiten, die intern geregelt werden. Bei allen diesen Dingen befinden wir uns im Bereich der privaten Regelungen, bei denen nach Absprache auch gewisse Einschränkungen in Kauf genommen werden dürfen.
Nichts davon würde vor Gericht als Menschenrechtsverletzung gelten. Die Richter würden nur den Kopf schütteln, wenn jemand dies Anklagen würde wollen und dies abweisen.

Jurek, du denkst dir einfach Dinge aus und wirfst dann damit herum.


Topas
zuletzt bearbeitet 26.09.2017 18:40 | Top

RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#118 von Topas ( gelöscht ) , 26.09.2017 18:49

Jurek,

die ZJ haben wohl ihre meisten Kritiker unter denen, die nie Zeuge Jehovas waren. Nach deiner Logik dürften ihre Argumente kein Bestand haben, weil sie von außen urteilen. Mir sagst du, ich sei kein Zeuge und damit hätte ich keinen Einblick. Worauf möchten wir uns also einigen, dass Kritik ohne Zeuge Jehovas zu sein erlaubt sei, aber Verteidigung ohne Zeuge Jehovas zu sein, nicht erlaubt sei? Du merkst sicher oder hoffentlich, dass da etwas hinkt.

Topas

RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#119 von Jurek , 26.09.2017 19:09

Hallo Topas,

Zitat
kein Gericht hat meines Wissens den Zeugen Jehovas je Menschenrechtsverletzungen nachgewiesen, bescheinigt oder sie überführt.


Damit habe ich mich nicht beschäftigt, weil ich kein Gegner der "ZJ" bin, welcher auf der Suche wegen Fehler bin, und die diese sammeln würde wie Briefmarken!
Aber was ich aus der Praxis weiß (was keine Gerüchte sind), das das nicht gerade für Einhaltung von Menschenrechten spricht, wenn man das Gewissen des anderen beschneidet (wegen angeblicher "Einheit", "Frieden" u. ä.), eigene Meinung verbietet ("Heuchler züchtet"), Familien trennt (unter Androhung von Ausschluss wenn sie nicht parieren und Kontakt zu dem haben) u.d.g. = Soll das in Übereinstimmung mit Menschenrechten sein?
Das (und mehr) würde mich wundern.

Zitat
Du magst dich gemobbt fühlen, aber das ist nicht das Kriterium für Menschenrechtsverletztung.


Richtig. Zumal das leider wieder dein Fehler ist, mich immer hier in Vordergrund zu stellen, als ob die ganze Welt sich um mich drehen würde!
Ich habe dich oft gebeten, die SACHE als solche, und nicht die Person hier in Fokus zu stellen! Dieser Bitte gehst du aber leider nicht nach.
Es geht auch um die Bibel!
Alles falsch was ich mache? Inwiefern?

Zitat
Stell dir mal vor, Ehepartner die sich trennen und kein Wort mehr miteinander reden, würden nach deiner Ansicht Menschenrechtsverletzungen begehen.


Es geht doch dabei nicht um Ehepartner, sondern um die WTG, welche von einem der aktiven Glieder der "ZJ" als Ehepartner, radikale Abkehr vor allem von eigenen Kindern verlangt, sobald sie volljährig sind! Das ist doch für mich Zerstörung der Menschenwürde und familiären Bande! Das hat mit Bibel nichts zu tun!
Oder findest du das völlig in Ordnung?
Der "Witz" an der Sache ist, dass es par du verboten ist mit "Abtrünnigen" nur ein Wort zu wechseln, aber bei Ehepartnern und noch unmündigen Kindern im Haushalt (sei es, die werden von Großeltern die "ZJ" sind übernommen), darf man das (auch wenn nicht über religiöse Dinge). = Aufgrund von welchen BIBLISCHEN Anweisungen so unterschiedlich? Da darf man miteinander Worte wechseln und Beziehung haben, wo andern nicht?
Wo soll die Bibel das so regeln???

Zitat
In der Politik bei den Parteien existiert inoffiziell der Fraktionszwang, d.h., alle Mitglieder werden angehalten in einer Sache der Parteilinie zuzustimmen und das ungeachtet der eigenen Meinung und der eigentlichen Rechtslage, die besagt, dass ein Abgeordneter frei entscheiden kann und nur seinem Gewissen verpflichtet ist. Auch das wäre dann nach deiner Auffassung eine Menschenrechtsvverletztung.


Du missverstehst das m. E. völlig!
Was hat eine andere Position in welcher Partei (wo es auch Ausschlüsse gibt) da mit Menschenrechtsverletzung zu tun, wenn jemand dann doch ausbricht und einer anderen Meinung ist, und nimmt sein Hut, um zu einer anderen Partei zu wechseln oder neue zu gründen? Wo soll da die eigene Familie, eigenes Fleisch und Blut dann verachtet werden?
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen!!!

Denn Trennung der engsten Familienglieder mit denen man nicht mehr reden darf (von WTG verordnet und angedroht!), ist TOTAL was anderes, als sich von einer weltlichen Partei zu trennen, wo niemanden dort angedroht wird, dass der das nicht überlebt (wie das bei den "ZJ" der Fall ist, wo außerhalb der WT-Organisation keine Rettung gibt!), und der darf danach kein Wort mit seinen früheren Parteigenossen wechseln… Wo soll sowas in welcher Partei geben?
Was sollen solche sonderbare Vergleiche?

Zitat
Übrigens, was die einen 'Fraktionszwang' nennen, nennen andere 'Fraktionsdisziplin', ein schönes Beispiel wie man durch Worte etwas nach Geschmack färben kann. Im Hinblick auf die Zeugen wird das ständig gemacht, aber nur in negativer Absicht.


Weil du den RIESENHAFTEN Unterschied dabei nicht bemerkst und tust so, als ob das vergleichbar wäre.

Zitat
Ich schrieb auch schon mal, wenn Zeugen Jehovas Menschenrechtsverletzung verdächtig wären würden sie keine staatsnahe Auszeichnung als KdÖR bekommen oder behalten.


Nein, weil damals ging es überhaupt nicht darum (religiöse Belange oder Umgang mit anderen) sondern nur darum, ob genug Mitglieder vorhanden sind und auf längere Zeit diese Gruppe als Verein Bestand hat. Das haben sie erfüllt, genauso wie Mormonen und sonstige m. E. fragliche Gruppen.

Zitat
Noch ein Beispiel, wenn in einer Firma ein Vorstandsmitglied aus dem Vorstand entlassen wird, dann sind das Angelegenheiten, die intern geregelt werden. Bei allen diesen Dingen befinden wir uns im Bereich der privaten Regelungen, bei denen nach Absprache auch gewissen Einschränkungen in Kauf genommen werden dürfen.
Nichts davon würde vor Gericht als Menschenrechtsverletzung gelten. Die Richter würden nur den Kopf schütteln, wenn jemand dies Anklagen würde wollen und dies abweisen.


Das zeigt eben, dass du (sorry) 0 Ahnung davon hast, wenn du das auf gleiche Stufe mit dem Zerfall der Familie stellst (!), weil das von der WTG so verordnet wurde!!!

Zitat
Jurek, du denkst dir einfach Dinge aus und wirfst dann damit herum.


Dann beweise es mir bitte, denn bis jetzt tust du das selber, ohne konkret was zu belegen und tust dabei eben Äpfel mit Birnen vertauschen.
Extra für dich:
Apfel for Birnen.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Zitat
die ZJ haben wohl ihre meisten Kritiker unter denen, die nie Zeuge Jehovas waren. Nach deiner Logik dürften ihre Argumente kein Bestand haben, weil sie von außen urteilen.


Tust du dir nicht selber damit Zeugnis ausstellen, wenn du sehr eifrig Positionen beziehst, obwohl du nie drinnen warst, geschweige eigentlich selber solche Ausschlüsse persönlich erlebt hast und weißt, wie das intern abläuft?

Zitat
Mir sagst du, ich sei kein Zeuge und damit hätte ich keinen Einblick. Worauf möchten wir uns also einigen, dass Kritik ohne Zeuge Jehovas zu sein erlaubt sei, aber Verteidigung ohne Zeuge Jehovas zu sein, nicht erlaubt sei? Du merkst sicher oder hoffentlich, dass da etwas hinkt.


Was soll da hinken? Denn es geht dabei doch darum, von wem das herkommt! Von einem Insider oder keinen. Du bist kein Insider, ich schon.

Gruß!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Exkommunikation und die Folgen daraus...

#120 von Schrat , 26.09.2017 19:34

Lieber Topas,

daß ein Gericht keine Menschenrechtsverletzungen festgestellt hat, kann kein Kriterium sein!

Wieviele Verbrechen gibt es wohl, weil die Sache noch nicht behandelt wurde oder es wurde verhindert, daß es behandelt wurde (vertuscht, Beweise gefälscht usw).

Wurde denn überhaupt schon mal diese Problematik an ein deutsches Gericht herangetragen?

Der Umstand, daß ein deutsches Gericht sich mit dieser Problematik noch nicht beschäftigt hat, bedeutet nicht, daß ich als Bürger nicht eine Bewertungdieses Vorgangs anstellen darf und dann zu der begründeten Meinung kommen kann, daß dieses Verfahren zumindest in bestimmten Fällen eine Menschenrechtsverletzung und einen Gesetzesbruch darstellt.

Und selbst wenn es ein Urteil in solch einer Angelegenheit gegeben hätte, müßte man mal die Begründung untersuchen. Diese Begründung könnte niemals richtig sein und allgemein anerkannten Rechtsgrundsätzen übereinstimmen.

Es geht ja auch immer um mehr, als jemand lediglich nicht mehr als Teil einer religiösen Gemeinschaft zu betrachten. Hier geht es um ein Verhalten dem Ausgeschlossenen gegenüber, welches ihm die Menschenwürde nimmt! Zur Menschenwürde gehört ein normaler Umgang wie das formale Grüßen "Guten Tag usw" als normaler und höflicher Umgang zivilisierter Menschen miteinander, daß man ihm nicht den normalen familiären Umgang mit seinen nächsten Familienangehörigen verwehrt. Die Familie reicht gemäß der Bibel von den Großeltern bis zu den Enkeln.
Das Ausschlußverfahren bei Personen, die aus "theologischen Gründen", weil sie nicht mehr mit der Lehre übereinstimmen, ist rechtswidrig!
Es behindert die grundgesetzlich verankerte Ausübung der Religionsfreiheit. Personen werden quasi genötigt, in der Gemeinschaft zu verbleiben, damit sie nicht eine grausame und menschenunwürdige Trennung von der Familie und Freunden in Kauf nehmen müssen. Das ist Nötigung und
Behinderung der freien Religionsausübung, egal ob ein Gericht das so sieht oder auch nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=O5hUIG9uq50
(Anm.: Ich stimme nicht mit allem überein, was die Autorin Barbara Kohout dieses Youtube-Beitrags sagt, mir geht es nur um die Teile, die die Menschenrechte betreffen).

Die soziale und emotionelle Bindung zur Familie ist ein natürliches Menschenrecht, das durch das Kontaktverbot durch Jehovas Zeugen absolut betroffen ist. Dieses Menschenrecht wird verletzt, selbst wenn es dazu keine gesetzlichen Regelungen gibt oder Gerichte sich nicht damit befassen oder dieses natürliche Menschenrecht mißachten.

Und deutsche Gerichte kannst Du zur Zeit sowieso vergessen. Die sind doch korrupt bis auf die Knochen.

Aber es gibt d o c h mindestens ein gerichtliches Urteil, in diesem Fall aus Belgien:

http://griess.st1.at/gsk/fecris/deutsch%20Lejeune.htm

Zitat

Jacques Lejeune, ehemaliger Zeuge Jehovas, spricht über sein Gerichtsverfahren gegen die Organisation

Mein Name ist Jacques Lejeune. Ich war 17 Jahre lang Zeuge Jehovas, von 1985 bis 2002. Ich bin Auditor und Steuerberater und wurde aus der Sekte ausgeschlossen, weil ich einen meiner Kunden, der ebenfalls Zeuge Jehovas war, gegen die Leiter der Sekte verteidigte. Ich war eine Plage geworden und sie zogen es vor, mich zum Schweigen zu bringen.

Der Grund für meinen Ausschluss ist jedoch nicht so wichtig, da jede Gesellschaft das Recht hat, eines ihrer Mitglieder auszuschließen. Was ich vor Gericht diskutiere und weiterhin diskutieren werde, ist die Diskriminierung, derer ich ein Opfer bin.

Meine ehemaligen Glaubensgenossen dürfen mich nicht einmal mehr grüßen, ohne befürchten zu müssen, selbst ausgeschlossen zu werden. Noch dazu ist meine Frau immer noch Zeugin Jehovas und diese Situation führte zu Spannungen in der Familie.

Zum ersten Mal in Europa hat das Berufungsgericht von Lüttich vor einigen Wochen, am 6. Februar 2006, entschieden, dass die besonderen Instruktionen der Zeugen Jehovas gegen jene, die sie ausgeschlossen haben, gegen die Religionsfreiheit verstoßen. Tatsächlich müssen jene, die ausgeschlossen wurden, wieder Zeugen Jehovas werden, um ihre familiären Bindungen aufrechterhalten zu können. Dies ist ein erster Sieg. Das Gericht verurteilte jedoch die Zeugen Jehovas nicht, da es in seinem Urteil ausführt (ich zitiere): „Das Opfer muss beweisen, dass die Diskriminierung in seinen persönlichen Beziehungen tatsächlich stattfand“, das heißt also mich persönlich betreffend. Das belgische Gesetz gegen Diskriminierung vom 25. Februar 2003 stellt fest, dass wenn das Opfer der Diskriminierung Tatsachen vorlegt, die es vermuten lassen, dass Diskriminierung vorliegt, dann trägt die Beweislast für das Nichtvorhandensein der Diskriminierung die Gegenpartei, also in diesem Fall die Zeugen Jehovas. Die Vermutung einer Diskriminierung genügt also in Belgien. In dieser Beziehung ist das belgische Gesetz vorbildlich und würde es zweifellos verdienen, von anderen europäischen Ländern befolgt zu werden. Es ist eine große Neuerung, obwohl das Berufungsgericht in Lüttich dies nicht berücksichtigte.

Ich bat daher meinen Anwalt, beim höchsten Berufungsgericht, dem Obersten Gerichtshof von Belgien, gegen das Urteil zu berufen, um die Zeugen Jehovas wegen ihrer diskriminierenden Instruktionen verurteilen zu können. Mein Sieg könnte so vollständig sein. Ich erwarte nun in einigen Wochen Nachrichten vom Anwalt des höchsten Berufungsgerichts.

Das Urteil des Lütticher Berufungsgerichts und seine englische Übersetzung standen den Teilnehmern zur Verfügung.


(Hervorhebung durch Schrat)

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
Schrat
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zuletzt bearbeitet 26.09.2017 | Top

   

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