Vertragskündigung, wenn die Bedingungen sich ändern oder nicht wahr sind

#31 von Schrat , 19.09.2017 08:52

Lieber Topas,

Zitat
Mit anderen Worten, niemand muß Zeuge Jehovas sein, wenn er es ist und bleiben möchte, akzeptiert er auch die dortigen Bedingungen.



Das ist exakt Zeugen-Sprech....

Nur können ja wohl allgemein rechtsgültige Normen dadurch nicht außer Kraft gesetzt werden. Und wenn es um "Bedingungen" geht:

1) Grundbedingung war, daß es die "Wahrheit" ist und man die auch später überprüfen darf
2) Grundbedingung war bis 1985, daß ich mich Jehova und Jesus Christus hingebe und nicht einer Organisation!

Man kann mich ja auch nicht auf einen Vertrag festnageln und sagen, man habe diesen ja unterschrieben, wenn sich im Nachhinein herausstellt, daß wesentliche
Passagen dieses Vertrages keine Grundlage haben und nicht der Wahrheit entsprechen.

In solch einem Fall muß es möglich sein, ohne Kosequenzen und Nachteile aus diesem Vertrag herauszukommen und das ist gerade bei Zeugen Jehovas nicht möglich.
Auch wenn ich keine groben Sünden begangen habe, wie sie in Korintherbrief definiert sind, würde ich von der Zeugen-Gemeinschaft gesellschaftlich geächtet werden, die ZJ-Gemeinschaft verlasse. Und das finde ich nicht richtig! Ich selber will diesen Weg nicht gehen, weil die Gründe, weswegen ich Zeuge Jehovas wurde nach wie vor vorliegen und für mich trotz aller Fehler und Irrtümer das Positive überwiegt und ich auch innerhalb der Zj-Gemeinde gut sozialisiert bin und verständlicherweise das nicht aufgeben möchte. Auch in meinem Fall wäre totale soziale Isolation die Folge, wenn ich mich von der Zeugen-Gemeinde trennen würde. Und so versuche ich, mich so gut es geht zu arrangieren ohne daß ich mich "verbiege" und meine innere Integrität aufgebe.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
Schrat
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zuletzt bearbeitet 19.09.2017 | Top

Kein Betreff

#32 von Topas ( gelöscht ) , 19.09.2017 11:29

Nun ja, Schrat,

was bleibt dir anderes übrig, als die Bedingungen zu akzeptieren wie sie nun mal sind. Nach Abwägung aller Vor-und Nachteile hast du dich ja entschieden zu bleiben. Du kannst auch nicht vom Papst verlangen evangelisch zu werden, genausowenig wirst du die Regeln der Zeugen Jehovas ändern können. Nun kannst du das für falsch halten und deinen Unmut darüber äußern, aber bewegen wird sich nichts. Das ist nicht Zeugen-Sprech, sondern schlicht und einfach ein Fazit, welches sich an der Realität orientiert. Es wird keine Basis-Demokratische-Abstimmung weder über Lehrinhalte, noch über irgendwelche Verfahrensregeln geben.

Interessant wäre für mich trotzdem mal in welchen Größenordnungen sich ein Ausschluß wegen 'anderer Meinung' bewegt und wie die Begründungen dazu lauten.


Topas
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Exkommunikation

#33 von Topas ( gelöscht ) , 19.09.2017 11:46

Ich habe mal im Internet gesucht und in der Studienausgabe des Wachtturms vom Nov. 2006 folgenden Satz gefunden:

Zitat
Aus der Versammlung ausgeschlossen wird nur jemand, der schwer sündigt und nicht bereut.



https://www.jw.org/de/publikationen/zeit...hilfe-annehmen/

Demnach wäre es gar nicht möglich ein Mitglied auszuschließen außer aufgrund von Sünde. Wird dies doch anders praktiziert, müßte es doch eine Möglichkeit des Einspruchs und der Revidierung geben.

Topas

Verdrehte Ansicht über Einheit

#34 von Schrat , 19.09.2017 13:22

Lieber Topas,

im Internet gibt es auf den entsprechenden Web-Sites viele Hinweise von Personen, die wegen abweichender Lehrmeinungen und nicht wegen schwerwiegender Sünden (Mord, Totschlag, dauerndes Lügen, Ehebruch, Homoseuxalität usw) ausgeschlossen wurden. Das lässt sich mit Verdrehungen auch schnell in "Schwere Sünde" ummünzen. Deswegen hatte ich ja die Zitate angeführt. Die ignorierst Du auch wieder.

- Es ist eine schwerwiegende Angelegenheit...
- Eine Anerkannte Mitverbundheit setzt voraus....

Es ist also ganz offensichtlich, daß die eine offen und öffentlich verkündete andere Lehrmeinung als "Schwere Sünde" einordnen. Da wird sich schon was finden,
Verursachen von Spaltungen, Verursachen von Streitigkeiten, was weiß ich.... Das wird ja dann auch immer hervorgehoben, daß das Verbreiten anderer Lehrmeinungen die Einheit zerstört.

Nur, da bin ich anderer Meinung. Man kann Wahrheit und Einheit nicht gegen einander ausspielen. Die Wahrheit steht über der Einheit. Und im übrigen ist es bei entsprechender Liebe und Toleranz auch möglich die Einheit trotz abweichender Lehrmeinungen zu wahren. Da liegt eine verdrehte Auffassung von "Einheit" vor.
Einheit allenfalls in grundlegenden Aussagen der Heiligen Schrift, die dann meistens auch von den anderen christlichen Gemeinschaften so gesehen und gelehrt werden und z.B. im "Apostolischen Glaubensbekenntnis" niedergelegt sind.

Gruß
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 19.09.2017 | Top

RE: Verdrehte Ansicht über Einheit

#35 von Topas ( gelöscht ) , 19.09.2017 14:51

Schrat,

es geht nicht um 'Ätsch-Bätsch-SelberSchuld', sondern darum, dass du dieses System über viele Jahre nicht beanstandet hast und darum mitgetragen hast.

Was ich angeblich ignorieren soll, weiß ich nicht. Ich sehe jedenfalls eine Unterschied in den offiziellen Verlautbarungen und in der tatsächlichen Praxis. Worauf das beruht, muß man sehen.

Würdest du eigentlich befürworten, dass sich Menschen als Zeugen Jehovas taufen lassen?

Topas

WTG hat verdrehte Ansicht über die Einheit

#36 von Jurek , 19.09.2017 18:20

Meine persönliche Meinung so nebenbei zur:

Zitat von Topas
Interessant wäre für mich trotzdem mal in welchen Größenordnungen sich ein Ausschluß wegen 'anderer Meinung' bewegt und wie die Begründungen dazu lauten.


Nach Schätzung der bekannten Ausschlussfälle, zu denen auch selbst weggehen und damit sich selbst ausschließen gehört, oder in gewisser weise Untätigkeit, wenn man viele solche Fälle mit ihren Hintergründen kennt =(z. B. der Übersetzer des R. Franz Buches: "Der Gewissenskonflikt", Helmut Lasarcyk teilte mir mal mit (das schon vor etlichen Jahren), dass er nicht ausgeschlossen worden ist. Er hat sich nur ganz zurückgezogen, aber damit ist er nach wie vor ein "untätiger Zeuge J.", weil die "ZJ" haben anscheinend da keine "zwei Zeugen" gegen ihn gefunden…?
Viele Älteste und "ZJ" schind quasi auch schon längst raus (besonders aus Ex-"ZJ"-Foren zu sehen), aber sind offiziell noch dabei - alles meist nur wegen ihrer Familie und Freunde, aber nicht weil sie wirklich zum System gehören…
Praktisch sind es mehr "ZJ" aus ihren Reihen im Grunde "ausgetreten" als es offiziell ausgeschlossen wurden. Aber von den offiziell ausgeschlossenen sind es schon auch recht viele! Denn wenn man dazu die Jahresberichte der WTG betrachtet, dann sind trotz Zunahmen durch Taufen und abgesehen auch von den Sterbefällen, verzeichnet sich doch oft am Ende die Stigmatisation der Mitgliederzahlen.
https://www.youtube.com/watch?v=EhhgTbBv0Dc
Begründung ist eben immer die gleiche: Schwere Sünde die diese nicht bereuen wollen.
Wie Schrat das beschrieb, ist es egal was schwere Sünde, wenn es nicht mit dem übereinstimmt, was gerade bei der WTG In ist! Eben alle Ideologien, die mit "gegenwärtigen Wahrheiten" der "Sklavenklasse" bzw. "Kanals" nicht übereinstimmt, das ist eine "schwere Sünde", die Ausschluss nach sich zieht! (Auch wenn später sich das als richtig erweist, aber wer weißt schon davon, wenn brave Zeugen sich strickt an Kontaktverbot und Nachrichtensperre im Internet halten, weil man ihnen beibrachte, dass das auch eine schwere Sünder gegen "J…" sei… Und man könnte auch dafür ausgeschlossen werden, wenn man die Aussagen Ehemaligen liest oder sich anhört.
Gehirnwäsche perfekt, wo man meint dann im "geistigen Paradies" zu leben, wo keine andere Meinung Platz hat, weshalb sie sehr stolz auf ihre Einheit sind, die sie immer betonen, die solche niemand anderer wie sie hat (und solche haben will)…

Zitat von Topas
Demnach wäre es gar nicht möglich ein Mitglied auszuschließen außer aufgrund von Sünde. Wird dies doch anders praktiziert, müßte es doch eine Möglichkeit des Einspruchs und der Revidierung geben.


Wie erwähnt, Sünde bei der WTG ist IMMER nur das, dass man nicht immer zur jeweiligen (gegenwärtigen) Zeit (wenn sich mal so oder anders verändert) gleicher Meinung mit den sog. "Kanal" der WTG ist! Spielt absolut keine Rolle ob das biblisch eine Sünde ist oder nicht!

Und nein, es besteht praktisch KEINE Möglichkeit eines echten und fairen Einspruchs! Denn diese Scheinanspruchsmöglichkeit innerhalb von 7 Tagen das Berufungskomitee über diese Älteste "zu beantragen", ist ein sehr trauriger Witz! Denn dieses Berufungskomitee setzt sich wieder aus 3 (anderen) "Brüdern", derer Aufgabe dasselbe ist wie bei dem Ausschlusskomitee, welches "Rechtskomitee" genannt ist. Und zwar immer die-/denjenigen dazu zu führen, dass man blind dem sog. "treuen und verständigen Sklaven" folgt, ohne Wenn und Aber!
Da wird absolut NICHTS geprüft, ob z. B. die Aussagen die jemand anhand der Bibel mit seinem Gewissen vor GOTT vertritt, richtig sind und sein können (die nicht zum ersten Mal später von dieser sog. "Sklavenklasse" als "helles Licht von J." propagiert werden - also die sich erst später als richtig erweisen!), sondern da geht es primär (bei Menschen, die aus Glaubensgründen vor solchem Berufungskomitee stehen) nur um die Frage, ob man seine nicht konforme Ansichten bereut und "Schritt mit der von Gottes Geist geleiteten Organisation" halten will, ohne Spaltungen zu verursachen!
Da gelten die Richtlinien aus der WTG-Publikationen, nicht wirklich aus der Bibel!
Bei echten Sündern (Hurereien, Mord etc., wo die Taten nicht bereut werden), ja da ist es was anderes.
Wer da ein faires Berufungskomitee erwarten würde, der ist auf dem Holzweg!
Man macht es aber, weil sonst wird gemunkelt, dass man es ohne dem eingesteht, dass man seinen eigenen falschen Weg gehen will…

Zitat von Topas
Ich sehe jedenfalls eine Unterschied in den offiziellen Verlautbarungen und in der tatsächlichen Praxis. Worauf das beruht, muß man sehen.


Nach außen wird immer anderes verkündet als intern praktisch gehandhabt!
Nehmen wir als Beispiel (von vielen solchen oft sehr guten Aussagen!) die Aussage aus der Broschüre "Der Ursprung des Lebens", S. 3, Abs. 2:

Zitat von "Der Ursprung des Lebens"
Schon die Bibel warnt davor, irgendetwas blind zu glauben. In Sprüche 14:15 heißt es: „Ein Unerfahrener glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seine Schritte.“ Die Bibel fordert auch dazu auf, mit „Vernunft“ an eine Sache heranzugehen und sich selbst zu überzeugen, bevor man etwas glaubt (Römer 12:1, 2).


Wenn man das so liest, dann kommt man nicht umhin dem zuzustimmen. Das ist richtig!
Das ist aber an die ANDEREN (Wohnungsinhaber) adressiert, wo diese das mit der Hilfe der "ZJ" Anleitungen erkennen sollen…! Denn die "ZJ" selber, haben schon vor ihrer Taufe die Wahrheit geprüft und gefunden, und das trifft auf sie nicht wirklich zu!
Denn weher wenn ein "ZJ" setzt das in die Praxis um und kommt dabei zu einem anderen Ergebnis als die WTG! (Wenn zum gleichen dann passt). Dann wenn man auch noch dazu öffentlich steht und keinen Heuchler mit zwei Gesichtern spielt, wird man schneller als man schauen kann vor Inquisition zitiert und danach symbolisch verbrannt! Da ist man von nun auf jetzt nicht mehr für die "ZJ" existent.

Also erzählt und publiziert wird viel! Viel auch Gutes! Aber die PRAXIS für die schon getauften "ZJ" ist eine andere. Denn sie "prüfen und studieren die Bibel"… Aber in Wirklichkeit den Wachtturm, wie dieser die Bibel zu jeweiliger Zeit auslegt! Denn selbständig darf NIEMAND von den "ZJ" früher was richtig erkennen als von Leitung vorgegeben wird! …
Also wozu braucht man dann noch Hirn, Gewissen und Selbstverantwortung vor GOTT und Menschen? Wird alles genau und einheitlich schon vorgegeben!

Das sind Fakten, auch wenn mir Topas damit nicht sehr wohl gesonnen ist. …
Besser wäre es sachlich zu versuchen diese zu entkräften! Dafür wäre ich sehr dankbar.
Aber die traurige Wirklichkeit ist leider so, wie so von Tausenden von "ZJ" auch berichtet wird, die gingen oder weggegangen wurden, und zwar nicht, weil sie wirklich eine schwere Sünde gemäß der Bibel begingen, sondern gemäß der WTG! Oder ist Apg 5:29; 17:11 eine schwere Sünde die man bereuen MUSS, weil man nicht jeweils die "Wahrheiten" vertritt, welche die paar Mann aus Warwick vorgeben?

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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zuletzt bearbeitet 19.09.2017 | Top

RE: WTG hat verdrehte Ansicht über die Einheit?

#37 von Topas ( gelöscht ) , 20.09.2017 04:16

Hallo Jurek,

danke für deine Ausführungen. Auf sog. 'Fakten' gibt es aber auch unterschiedliche Sichtweisen.
Zeugen Jehovas gehen ja zu den Leuten und predigen. Stell dir mal vor, jeder würde was anderes predigen und zwar das, was nach seiner eigenen Erkenntnis richtig wäre.
Die Zeugen Jehovas würden dann tatsächlich kein einheitliches Bild mehr geben und niemand wüßte, wofür die Zeugen stehen und was sie lehren. Das ist doch sicherlich ein Faktor, der berücksichtigt werden muß.
Zudem gibt es durch unterschiedliche Lehren unweigerlich Spaltungen in der Gemeinde. Das kann man ebenfalls nicht von der Hand weisen.
Wann beispielsweise weicht eine Lehrmeinung so sehr von den Grundüberzeugungen ab, dass jemand sich schon nicht mehr als Zeuge Jehovas betrachten kann?
Stell dir mal vor, ein Trinitarier unter Nicht-Trinitariern, oder ein Kurzeitkreationist unter Langzeitkreationisten. Das passt doch nicht wirklich und welche Lehre sollte dann nach außen getragen werden?
So gibt es noch viele solcher Fragen, die beispielsweise die Beziehung Mensch zu Gott, Mensch zur Bibel, aber auch andere, gemeindliche Dinge betreffen, die keine Beliebigkeit oder Relativierung von Auffassungen zulassen.
Am deutlichsten wird dies sicher in der Frage der Gemeindezucht, welches einem inneren Kirchenrecht entspricht, welches sehr strenggläubig gehandhabt wird. Möglicherweise übertrieben. Doch letztlich erfolgreich für die Gemeinschaft, die so verhindert, das schädliche Ideen und Verhaltensweisen auf andere Mitglieder abfärben. Eine solche Disziplin muß einem nicht gefallen, dann muß man halt evangelisch werden, dort hat man dann die Freiheit alles zu tun, alles zu glauben und sein Ego als Maßstab seines Gewissens anzuwenden.

Topas

RE: WTG hat verdrehte Ansicht über die Einheit?

#38 von Jurek , 20.09.2017 07:00

Guten Morgen Topas,

wie ich das sehe (immer gerne bereit zur fundierten Korrekturen):

Zitat
Auf sog. 'Fakten' gibt es aber auch unterschiedliche Sichtweisen.


Stimmt.
Kommt darauf an auf:
1) Wie weit man über Fakten informiert ist um da mitzureden;
2) Wie objektiv und fair ist man, um sich mit gewonnenen Fakten zu beschäftigen;
3) Objektiv und Fairness liegen jenseits rein persönlicher Vorlieben und Interessen, und sich selber nur verteidigen zu wollen im Sinne von (Adam): "Nicht ich bin schuld, sondern die Eva, die DU mir gegeben hast!" Und Eva: "Nein, die Schlange (du DU ja erschaffen hast)".
4) Was will man damit überhaupt (GUTES) erreichen?
u. ä.

Einsatz für Fakten soll also fair (für ALLE Seiten sein) und objektiv (keine voreiligen Meinungen und Gerüchte) sein und über eine Partei hinaus zum GUTEN ALLER dienen.
Um dazu fähig zu sein, muss man wirklich gut informiert sein.
Aber auch wenn man meint: "Das bringt nix. Damit wird man nichts ändern". Der Versuch ist immer wichtig! Selbst ohne gescheiterten Versuchen ist zumindest der Wille Gutes zu tun wichtig! Auch wenn man dabei nur einem in Manchem zum weiterdenken anregt.

Zitat
Zeugen Jehovas gehen ja zu den Leuten und predigen. Stell dir mal vor, jeder würde was anderes predigen und zwar das, was nach seiner eigenen Erkenntnis richtig wäre.


Wäre das nicht besser (aufgrund prozentueller doch Richtigkeit), als wenn alle dann einstimmig falsches lehren?
Wenn der eine geht und lehrt laut Wachtturm-Vorgaben, dass man zur WT-Organisation kommen muss, um gerettet zu werden…, und der andere sagt im Prinzip das Gegenteil und meint, dass man zur JESUS kommen muss um gerettet zu werden, wäre das nicht besser?

Zitat
Die Zeugen Jehovas würden dann tatsächlich kein einheitliches Bild mehr geben und niemand wüßte, wofür die Zeugen stehen und was sie lehren. Das ist doch sicherlich ein Faktor, der berücksichtigt werden muß.


Stimmt. Aber dann wüsste man, dass es dabei Leute gibt (wie in zahlreichen anderen Gemeinschaften auch!), die offen für Dialoge sind, sich auch wirklich möglichst objektiv und frei von Sektierertum (wo zwanghaft alle nur einer Meinung sein müssen die nachweisbar FALSCH ist, zumal sie später immer wieder korrigiert wird) mit der BIBEL beschäftigen (dürfen).
In so einer Gemeinschaft kann man leben, weil selbstverständlich nicht jeder kann gleich weit sein wie der anderer und da ist Platz zu atmen, anstatt schon bei der Garderobe sein Hirn abgeben zu müssen!

Die WTG missbraucht solche Bibelstellen wie z. B. 1.Kor 1:10 (welche aus dem Kontext rausgerissen sind) oder Heb 13:17 u. ä.! Denn solche Aussagen kann doch jede beliebige Sekte für jeden ihrer Blödsinn missbrauchen!
Die Einheit die die WTG dogmatisch und radikal (also auch mit Ausschlüssen) durchsetzt, ist eine künstliche "Einheit" (Theorie contra Praxis hinter den breiten Kulissen), welche die Bibel absolut nicht befürwortet!
Einheit gibt es wo anders in Gemeinschaften auch (wenn man sie biblischer definiert als bei der WTG), genauso wie im ersten Jahrhundert sie gab, wo aber nicht jeder musste bei jedem Ding noch Wind der geraden aktuellen Lehrmeinung gleicher Meinung sein! Denn auch im ersten Jahrhundert gab es auch irrtümmer.
Einheit ist (wie schon Schrat das auch gut erklärte und mancher anderer anonymer Schreiber), wenn man ein GRUNDSATZ des Glaubens hat und nicht mit absolut ALLEM einig sein muss, was gerade mal jetzt In ist!
"Sorry" das sich das auch hier widerspiegelt, was ich auch in einem anderen Zusammenhang erwähnte: Es geht am Ende um das FUNDAMENTALE! Nicht darum, wie lange die Schöpfungstage waren oder nicht und den Unterstellungen dazu, dass man Wissenschaftsgläubig ist und das nur aus EIGENER Sicht beurteilt, ohne den anderen richtig einzuschätzen.
Schrat nannte den Kernpunkt der Einheit, dass ALLE darüber einig sind, dass die fundamentalen Heilslehren der Bibel, wie sie in dem urspr. sog. "Apostolischen Glaubensbekenntnis" enthalten sind, für alle bindend sind, und von JEDEM gesunden und geistig befähigten Menschen das erkannt werden kann. Viele andere Dinge (nicht selten kompliziert) kann man je nach Fähigkeit in der Freiheit des CHRISTUS unterschiedlich sehen oder diese (manche sind damit auch überfordert) gar auslassen.
Der eine meint dass das Götzenopferfleisch nicht erlaut ist zu essen, der andere meint das Gegenteil davon (siehe 1.Kor 8), und BEIDES ist dann vor dem HERRN richtig, wenn das aus reinem Gewissen vor HERRN erfolgt, ohne dass der eine über den anderen den Herrn über seinen Glauben ist! Jeder hat die individuelle Freiheit vor GOTT dazu (1.Kor 10:29).
Und jeder der in manchen nicht fundamentalen Dingen anders gesinnt ist als die Mehrheit (zu der auch nicht selten nur Mitläufer gehören mögen), soll nicht verurteilt werden! (Phi 3:15). Jeder hat die individuelle Freiheit vor CHRISTUS (und weniger von gesetzlichen "Pharisäern" und Dogmatikern) vorgegebenen Richtlinien, und jeder wird sich am Ende nicht durch befolgen der Einheit der jeweiligen Lehren der jeweiliger Gemeinschaft als Rechtfertigung der braven Erfüllung verantworten, sondern nur für sich selber und das, was er aus Überzeugung vertrat! (Röm 14:12). Also Gemeinschaft und absolute Einheit mit ihr kann in diesem hier gemeinten Sinne nicht retten, wie die WTG das aber behauptet.

Zitat
Zudem gibt es durch unterschiedliche Lehren unweigerlich Spaltungen in der Gemeinde. Das kann man ebenfalls nicht von der Hand weisen.


Doch, das kann man.
Denn wie erwähnt, es kommt immer darauf an, ob in so einer Gemeinschaft das Gewissen anderer vor dem HERRN respektiert wird, oder ob dort alle entmündigt werden!
WARUM (so meine Frage dazu) werden in vielen Gemeinschaften (so u. a. auch bei STA, zahlreichen christl. Gemeinden etc.) sowohl Einheit als auch Würde des Menschen bewahrt werden? Wie ist das dort möglich und bei den "ZJ" nicht?
Oder anders gefreagt: Warum ist in heutigem Deutschland durch Regierung und Gesetze auch eine bestimmte Einheit und Ordnung möglich? War die unter Nazideutschland nicht besser als in heutigem Deutschland wo die vielen Parteien sich heute streiten etc.? In Nazideutschland gab es die bessere Einheit!? Denn wer da einer anderen Meinung war, wurde gleich ins KZ gesteckt oder an die Mauer gestellt, um ja das Volk nicht aufzuwiegeln!?
Also was von beiden ist wirklich besser?
Ich weiß, dass das kein sehr gutes Vergleich ist, aber annähernd soll er erklären, um was es mir geht.
Jedenfalls solche "Einheit" wie die bei den "ZJ" gibt, kennt weder die Bibel noch war solche im Urchristentum so praktiziert.
Demut wäre eigentlich das Eingeständnis dessen, dass man sich selber auch irren kann, um von anderen dogmatisch was (auf Kosten seines Gewissens) zu verlangen!
Denn solche WTG "Einheit" ist sehr gefährlich, wenn Menschen wider ihres Gewissens und doch besserem Wissen gezwungen oder erpresst werden (wegen Familie/Exkommunikation) sich der Mehrheit anzuschließen! (Jak 4:17 u. ä.)

Zitat
Wann beispielsweise weicht eine Lehrmeinung so sehr von den Grundüberzeugungen ab, dass jemand sich schon nicht mehr als Zeuge Jehovas betrachten kann?


Wie schon des Öfteren erwähnt, wegen Apg 5:29; 17:11.
Weil eben jemand, der vor 1985 getauft wurde (damals gab es noch andere Tauffragen die mit der WTG nichts zu tun hatten) und dann sich in einem System befindet, wo sich in Laufe der Zeit immer mehr herauskristallisiert (am Anfang weiß man nicht alles! Schrat schrieb: Er hatte damals auch kein Internet um sich besser zu informieren…), entsteht eine Situation in einer Dogmatischen Umgebung, wo keine Freiheit besteht und wo das System als solches einen Querdenker nicht akzeptiert… Das Problem des Weggehens: Familie, Beziehungen…
Wie erwähnt: Die schwerste Sünde die man bei den "ZJ" macht, ist einer anderen Meinung zu sein als die gerade mal aktuelle Meinung aus Warwick, die als von GOTT gegeben deklariert wird! Und wer also gegen "Gott" ist, muss raus! …

Zitat
Stell dir mal vor, ein Trinitarier unter Nicht-Trinitariern, oder ein Kurzeitkreationist unter Langzeitkreationisten. Das passt doch nicht wirklich und welche Lehre sollte dann nach außen getragen werden?


Oder stell die mal vor eine Familie, wo der Vater ein Fleischesser ist aber Teil oder Rest der Familie Vegetarier sind. Also muss sich der Vater von seiner Frau scheiden und auch die Kinder verlassen? Und alles andere was er mit der Familie teilt?
Besser ist doch, wenn man manche Dinge respektiert untereinander, auch ohne sie miteinander zu teilen.

Wo bestimmte Rahmenbedingungen der christlichen Freiheit erlaubt sind, dann ist auch im ersten Jahrhundert (wie schon erwähnt) einer, der Götzenopferfleisch meidet aber der andere isst, das in einer Gemeinschaft möglich.
Wo ist da wirklich Problem, wenn man nämlich daraus kein Problem macht? Also ob das heilsnotwendig wäre, weil in der Schrift deutlich steht, dass man sich vor Götzen distanzieren muss??
In der Bibel heißt es (Röm 14:5), dass man darf in eigenem Sinne überzeugt sein, und damit das Gewissen des anderen zu respektieren, ohne sich als Herrn über Glauben anderer aufzuspielen, selbst wenn man in ALLEM (?) Recht hätte.
Genauso wie beim "Wort&Wissen" Junker und Scherer, die gemeinsam ein Buch rausbrachten! Wieso war das möglich?
Man darf über seine Überzeugung und Argumente miteinander sprechen, sich austauschen, aber man darf auch seinem PERSÖNLICHEN Gewissen und Verantwortung von GOTT folgen ohne andere gleich wegen jedem Ding zu verurteilen! Man darf sich nicht bekriegen und meinen, dass alle andere müssen auch dasselbe glauben, weil ICH die reinste Wahrheit habe! … So etwas nennt man Hochmut und von sich eingebildet zu sein. Und das ist in so manchen Dingen die WTG-Führung.

Und auch Unitarier und Trinitarier müssen das nicht zu ihrem Streitthema machen, wenn sie gemeinsam über das gemeinsame lehren, wo sie übereinstimmen, um mit dem Evangelium andere Menschen anzusprechen.
Nur Fanatiker bekriegen sich! Die meisten Kriege die es gab, da spielte die Religion eine entscheidende Rolle!

Zitat
So gibt es noch viele solcher Fragen, die beispielsweise die Beziehung Mensch zu Gott, Mensch zur Bibel, aber auch andere, gemeindliche Dinge betreffen, die keine Beliebigkeit oder Relativierung von Auffassungen zulassen.


Nicht?
Zuerst müsste man fragen, ob JESUS / Bibel selbst so was zulässt?
Das ist alles recht umfangreich um auf alles genauer einzugehen, aber mal zu dem ersten Punkt liest dir nochmals Apg 5:29; Mat 10:37 u. ä. Diese Beziehung steht über jede andere Beziehung/Gemeinschaft/Einheit!
Ich kann auf alle Punkte versuchen einzugehen und dann können wir schauen, was davon (aufgrund der Bibel) für dich annehmbar ist und was nicht, falls dich das wirklich interessiert.

Zitat
Am deutlichsten wird dies sicher in der Frage der Gemeindezucht, welches einem inneren Kirchenrecht entspricht, welches sehr strenggläubig gehandhabt wird.


Siehe die 4 Punkte DORT. Was meinst du dazu?
Als Außenstehender (welcher du aufgrund deiner Aussagen mal bist) kannst du das nicht so genau beurteilen wie was wo abläuft und gehandhabt wird, da leider das bei den "ZJ" sehr geheim alles mit System erfolgt. Die tun das so, als ob sie immer damit nur im Interesse des Angeklagten handeln würde, was ein völliger Unsinn ist.
Wo anderes (in anderen Gemeinschaften) ist meist anders (biblischer)…

Zitat
Doch letztlich erfolgreich für die Gemeinschaft, die so verhindert, das schädliche Ideen und Verhaltensweisen auf andere Mitglieder abfärben.


Bedingt richtig. Bedingt deswegen, weil wenn der eine die Wahrheit redet, die erst später erkannt wird, dann wo ist da eine "schädliche Ideen und Verhaltensweisen" damit? (Joh 18:23)
Kann man mit der Wahrheit der Bibel "schädliche Ideen und Verhaltensweisen" verbreiten?
Oder nur in einer Gemeinschaft mit Gehirnwäsche, die nur das blind akzeptiert, was die Leitung denen vorsetzt, auch wenn die Geschichte Bände spricht…

Es kommt immer darauf an, wie und zu was die Versammlung als solche erzogen wird. Wenn sie JEGLICHE Meinung, die noch so richtig ist, als "schädliche Ideen und Verhaltensweisen" ansieht, weil das ihrer Einheit stört, dann kann da was im System nicht passen. Oder siehst du das wirklich anders?

Aber ansonsten hast du Recht. Im genannten Posting habe ich es erwähnt, dass Zuchtmaßnahmen bis hin zum Ausschluss richtig und wichtig sind.
Denn was hat nachher Licht mit Finsternis zu tun? Man soll keine Gemeinschaft mit dem Schlechten haben (das Böse verurteilen, nicht primär Menschen, denen man helfen MUSS, wenn sie das wünschen!), wie die Bibelstellen die ich dort anführte, das definieren.
Aber was hat das IMMER mit der Praxis bei den "ZJ" zu tun, auch wenn wiederum etliche Ausschlüsse bei denen durchaus aus berechtigten Gründen erfolgen (auch wenn der absolute Umgang dann mit denen nicht).

Zitat
Eine solche Disziplin muß einem nicht gefallen, dann muß man halt evangelisch werden, dort hat man dann die Freiheit alles zu tun, alles zu glauben und sein Ego als Maßstab seines Gewissens anzuwenden.


Das ist nicht so wie du das hier darstellst! Beschäftige dich bitte genauer mit der Bibel und dem, was wirklich dort als Maßstab gesetzt wird, weil dieser Maßstab bei den "ZJ" ist von Menschen gemacht und unbiblisch, auch wenn scheinbar sich das auf die "Bibel" stützt.

Man kann und darf natürlich nicht alles tun was einem gefällt! Wo gab es das beim Urchristen! Wo gibt es das bei den STA oder anderen christlichen Gruppierungen, die Einheit biblischer sehen?
Aber bei den Urchristen gab es eben auch was anderes als richtig geltend, was es bei den autoritären und von sich eingebildeten "ZJ" nicht gibt, weil denen erzwungener Einheit wichtiger als Liebe zur Wahrheit und Menschenrechte sind.

Was du also hier schreibst, ist wirklich an dem Thema zur Bibel in Verbindung mit den Ausschlüssen nicht richtig.
Menschenrecht gewährt, dass man die Würde des Menschen und seine religiöse Überzeugung respektiert (und das ist auch biblisch!). Die WTG bricht viele der Menschenrechte eigener Mitglieder, auch wenn sie für sich selber immer danach vor Weltlichen durch Anwälte etc. erwarten und durzusetzen suchen, und das öffentlich machen ("ZJ" in Russland), aber ihren Mitgliedern das alles verbieten, um "Einheit" zu wahren? …

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Die verdrehte Ansicht der WTG über Einheit

#39 von Schrat , 20.09.2017 08:36

Lieber Topas,

ich gebe dem Jurek in dieser Sache Recht. Die Wahrheit ist wichtiger, als die Einheit.

Wenn eine Organisation, z.B. eine Partei oder auch eine Nation in einem gewissen Rahmen auch abweichende Meinungen zulässt, dann steigt bei mir und auch bei vielen anderen die Achtung davor!

Wenn aber jede abweichende Meinung unterdrückt wird, dann sinkt die Achtung - und ich meine zu Recht! Das wird ja mit dem "Dissident" umschrieben. Unnterschiedliche Meinungen müssen ausgehalten werden.

Im Wahlkampf wird das ja von den Gegnern der AfD auch ausgeschlachtet, daß die da auch Richtungskämpfe haben. Die Erika Steinbach von der CDU hat das dann in einem Interview mal behandelt. Als sie in Hessen zur CDU gekommen sei, wäre das auch nicht anders gewesen und erst der Gauland,der damals auch in der CDU war, jetzt aber zur AfD gewechselt ist, habe das dann geschickt geglättet.

Das ist also ganz was Normales und muß akzeptiert werden. Und wenn die Diskrepanz zu groß wird, dann geht der Betreffende halt nicht mehr von Haus-zu-Haus, so wie ich! Ich trete auch grundsätzlich noch für die Zeugen-Gemeinschaft ein, weil ich nach wie vor vieles wenn nicht sogar das meiste gut und richtig finde. Aber man darf mich nicht darin hindern, das was ich nach gründlicher Prüfung inzwischen als falsch erkannt habe, auch als solches zu benennen. Ich fühle und betrachte mich deshalb nach wie vor als Zeuge Jehovas.

Das ist doch sowieso nur eine Schein-Einheit, die mit Gewalt aufrecht erhalten wird und unter der Decke brodelt es, wie all die ZJ-kritischen Foren zeigen.

Die brutale Unterdrückung abweichender Meinungen schadet mehr als sie nützt. Bis zu einem gewissen Grade hat sich deshalb die WTG das Disaster in Russland selbst zuzuschreiben, obwohl ich das Vorgehen Russlands grundsätzlich natürlich nicht richtig finde.

Gruß
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 20.09.2017 | Top

RE: Die verdrehte Ansicht der WTG über Einheit?

#40 von Topas ( gelöscht ) , 20.09.2017 09:05

Jurek und Schrat,

der Punkt ist doch der, dass man einer Gemeinschaft nicht vorschreiben kann wie sie ihre Regeln definiert. Würdet ihr bei den Amish oder den Quäkern versuchen einzutreten, um dort dafür zu plädieren eine liberalere Bibelauffassung anzuwenden?
Sicher nicht.
Ihr schreibt 'Wahrheit ist wichtiger als Einheit', nun gut, aber gemeint ist eure Wahrheit, nicht die der anderen. Warum nicht die geforderte Toleranz im Glauben andersherum, dass ihr auch denen, die nach den Regeln leben wollen, gestattet dies zu tun?
Ich meine, die Mehrheit akzeptiert fraglos ihre Leitung und solidarisiert sich mit ihnen. Auch die Leitung sieht sich als Teil der Gemeinschaft. Sie wollen keine Glaubensdiskussionen mit 'Dissidenten' oder Korrekturen ihres Glaubensinhaltes weil jemand meint die 'Wahrheit' zu haben. Kann man das nicht verstehen? Amish wollen leben wie Amishe, Quäker wie Quäker, Zeugen wie Zeugen. Das mag manchen zu eng sein, aber dafür gibt es dann andere Wege des Glaubens und Gemeinschaften.
Wenn mich Furcht an eine Gemeinschaft bindet, dann ist es sowieso nicht das Richtige und man sollte die Konsequenzen ziehen. Sich nun über Amish, Quäker oder Zeugen auszulassen bringt nichts und ist nur Wasser auf den Mühlen derer, die dies aus reiner Feindschaft tun.


Topas
zuletzt bearbeitet 20.09.2017 09:06 | Top

RE: Die verdrehte Ansicht der WTG über Einheit?

#41 von Jurek , 20.09.2017 20:17

Hallo Topas,

Zitat
der Punkt ist doch der, dass man einer Gemeinschaft nicht vorschreiben kann wie sie ihre Regeln definiert.


Von wo kommen die Regeln bei einer christlicher Gemeinschaft?
Ist das ein Privatverein mit selbst bestimmten Regeln und Normen?
Was hätte das dann noch mit Christentum zu tun?
Denn dann was hat ein Christ mit so einer Gemeinschaft dann zu tun?
Wenn es in entscheidenden Sachen um Schicksale von Menschen und derer Menschenrechten geht, sollte man das nicht so herunterspielen!
Denn wenn es nur um IHRE Regeln statt GOTTES Regeln geht, dann ist ein Christ darin durchaus falsch am Platze, und andere sollen vor solchen Antichristen, mit nur eigenen Regeln, gewarnt werden.
Oder findest du das in Ordnung, wenn solche Organisationen mit eigenen Regeln zum Schaden anderer Menschen wirken?

Zitat
Würdet ihr bei den Amish oder den Quäkern versuchen einzutreten, um dort dafür zu plädieren eine liberalere Bibelauffassung anzuwenden?


Ich spreche mit allen Leuten, die das wollen. Aber wozu soll erst der Beitritt zu denen deswegen voraussetzen, dass man bei denen "dafür plädiert, eine liberalere Bibelauffassung anzuwenden"? Deswegen tut man nicht extra zu denen beitreten.
Beitreten tut man nur dort, wo man (zunächst) Sinn dahinter sieht.

Zitat
Ihr schreibt 'Wahrheit ist wichtiger als Einheit', nun gut, aber gemeint ist eure Wahrheit, nicht die der anderen.


Es geht nicht um meine, deine, seine "Wahrheit" (auch nicht die von der WTG oder anderen), sondern es geht um die BIBEL und dem UMGANG damit.
Was nütze es die beste und richtigste Lehre, wenn man mit der Bibel dann falsch umgeht?

Die WTG hat einen falschen Umgang mit der Bibel, zumal sie ihre eigene Lehren dogmatisch im Vordergrund stellt und wie von GOTT gegeben lehrt und dabei über Leichen geht! Und das kann nicht richtig sein!
Frage mal einen "ZJ", was ist die wichtige Botschaft der Bibel? Der wird sicher dem zustimmen, dass die gute Nachricht ist das Verkünden von 1914 aufgerichtetem Königreich.
Das gehört also schon zu fundamentaler Lehre der WTG, die nach eben IHREN Regeln was nicht nur lehrt, sondern jeden Mitglied damit versklavt/entmündigt was anderes zu denken als von Menschen vorgegeben.

Und nochmals: Irren tun wir uns alle. Aber es geht darum, wie man damit umgeht!
Einheit wie die bei den "ZJ" praktiziert wird, ist keine Einheit, die die Bibel meint, geschweige auch was mit Vernunft zu tun hat!
Solche "Einheit" auf die "ZJ" so sehr stolz sind, ist eine große Sünde und eine Menschenrechtsverletzung!

Zitat
Warum nicht die geforderte Toleranz im Glauben andersherum, dass ihr auch denen, die nach den Regeln leben wollen, gestattet dies zu tun?


Wer will hier wem was nicht gestatten?
Wieso bzw. aus welchem Grund schreibst du das hier, als ob jemals hier mir darum gegangen wäre?
Was wollte JESUS von den Pharisäern, Saduzäern und Schriftgelehrten? Wollte Er sie alle bekämpfen oder was wollte Er?

Zitat
Ich meine, die Mehrheit akzeptiert fraglos ihre Leitung und solidarisiert sich mit ihnen. Auch die Leitung sieht sich als Teil der Gemeinschaft. Sie wollen keine Glaubensdiskussionen mit 'Dissidenten' oder Korrekturen ihres Glaubensinhaltes weil jemand meint die 'Wahrheit' zu haben. Kann man das nicht verstehen?


Natürlich kann man das verstehen.
Aber wer (du?) fragt da nach denen, die Probleme in solchen Gemeinschaften (hier speziell die "ZJ" gemeint) damit haben und sich nicht trauen (wegen Verlust von Familie etc.) öffentlich "unbequeme" Fragen zu stellen, ohne dass sie gleich Probleme wegen dem bekommen?

Zitat
Amish wollen leben wie Amishe, Quäker wie Quäker, Zeugen wie Zeugen. Das mag manchen zu eng sein, aber dafür gibt es dann andere Wege des Glaubens und Gemeinschaften.


Wer ist hier wirklich dagegen???
Auch Neonazis und Teufelsanbeter wollen so leben wie sie leben! Aber nur darum geht es nicht hier.
Und was hat das damit zu tun, dass dabei Leute sind, die eben Probleme haben und dort unterdrückt werden? Sind sie dir bzw. dieser jeweiligen Gemeinschaft Wurscht?
Es geht um Opfer und um das Christsein!
Du meinst quasi: "Wenn sie Hunger haben, sollen sie Kuchen essen!"…
Es grüßt George Orwell!

Zitat
Wenn mich Furcht an eine Gemeinschaft bindet, dann ist es sowieso nicht das Richtige und man sollte die Konsequenzen ziehen.


Das heißt, sich von Familie und eigenen Kindern sofort zu verabschieden! Meinst du das? Und würdest du das so locker auf dich nehmen wie du das so locker hier schreibst?

Zitat
Sich nun über Amish, Quäker oder Zeugen auszulassen bringt nichts und ist nur Wasser auf den Mühlen derer, die dies aus reiner Feindschaft tun.


Dann sollte man das nicht zu sehr auf rein privat-persönliche Ebene beziehen, sondern aus christlicher Ebene betrachten!
Mir sind andere Menschen nicht Wurscht.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Die verdrehte Ansicht der WTG über Einheit?

#42 von Schrat , 20.09.2017 21:47

Lieber Topas,

es gibt nicht "Eine Wahrheit" oder "Unsere Wahrheit" und "Deren Wahrheit". Das ist geistiger Relativismus pur! Die Wahrheit ist absolut und in wichtigen Punkten der Bibel zu entnehmen. Und daran muß sich auch die WTG halten, auch dann wenn sie von einem "Subalternen" darauf hingewiesen wird. Das hat nichts mit "Vorschreiben von Definitionen" zu tun. Was Wahrheit ist bestimmt die Bibel und wenn es um Verständnisprobleme geht, dann muß eine freie geistige Auseinandersetzung stattfinden und nicht eine Seite den "großen Zampano" spielen! Nur diese freie geistige Auseinandersetzung scheut die WTG sowohl außerhalb als auch innerhalb der Gemeinschaft!
Sie haben sich wie die Pharisäer und Schriftgelehrten "auf den Stuhl Moses" gesetzt (Mat 23:2) und bestimmen dogmatisch, was als Wahrheit zu gelten hat.

Das Gebaren der WTG und die Forderung, sich ihr bzw. dem "Treuen und Verständigen Sklaven" (das wird ja inzwischen gleichgesetzt) so unterzuordnen, als spreche Gott persönlich, ist doch eine schreckliche Anmassung und Götzendienst! Jurek hat ja die entsprechenden Wachtturm-Zitate eingestellt, woraus man diese Forderung der WTG ersehen kann.

Wenn das die richtige Sicht der Dinge wäre, dann würde auch das zutreffen, was die WTG gerne nur auf politische Herrscher anwendet "Der Mensch hat über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht" (Prediger 8:9). Ich unterwerfe mich nur Gott und Jesus Christus. Alle anderen können nur mehr oder weniger Hilfen sein.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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zuletzt bearbeitet 20.09.2017 | Top

RE: Die verdrehte Ansicht der WTG über Einheit?

#43 von Topas ( gelöscht ) , 21.09.2017 05:34

Ich möchte einmal klar das Problem benennen, wie es aus meiner Sicht erscheint: Ihr seht euch als Opfer einer autokratisch geführten religiösen Gemeinschaft dessen Autorität ihr nicht anerkennen könnt, was natürlich Konflikte in euch auslöst.
Richtig?
Die Lösung liegt auf der Hand: Trennung! Jurek hat dies ja schon hinter sich und bekämpft nun die Zeugen Jehovas für erlittenes Unrecht. Und Schrat fürchtet diesen Schritt, wegen der beschriebenen Konsequenzen, hat sich innerlich aber ebenfalls distanziert.
Im Prinzip wird der innere Frieden damit belastet und solange die Thematik weiter als 'wunder Punkt' auftaucht besteht die Gefahr eines Stillstands, was das geistige Wachstum angeht. Die Welt ist nicht so, wie wir es uns wünschen, es existiert keine makelfreie Gemeinschaft, bestimmte Punkte werden uns mal mehr mal weniger stören . Oder kennt ihr eine? Natürlich kann man idealisieren, doch diesem Maßstab wird keiner entsprechen können.
Eigentlich könnte Gelassenheit helfen und eine Fokusveränderung. Nicht das, was euch Schwierigkeiten bereitet sollte im Blickpunkt stehen, sondern das persönliche Ziel sich als ein Nachfolger Christi zu erweisen.


Topas
zuletzt bearbeitet 21.09.2017 05:37 | Top

Die verdrehte Ansicht der WTG über die Einheit.

#44 von Jurek , 21.09.2017 07:32

Guten Morgen ohne Sorgen werter Topas

Zitat
Ich möchte einmal klar das Problem benennen, wie es aus meiner Sicht erscheint: Ihr seht euch als Opfer einer autokratisch geführten religiösen Gemeinschaft dessen Autorität ihr nicht anerkennen könnt, was natürlich Konflikte in euch auslöst.
Richtig?


Wenn ich für mich hier schreibe, dann geht es mir nicht um mein Ego, sondern um GOTT und Nächstenliebe! Um Christsein. Um die zwei größten Gebote! (Mt 22:37-39) Ist das zu beachten nicht wichtig, als sich nur bei eigenem Ego zu suhlen?
Ja, Konflikt löst bei mir sowas immer aus, wenn ich diese Gebote ernst nehme.
Und es geht mir auch nicht darum, ob ICH was anerkenne oder nicht! Sondern darum, ob JEHOVA GOTT das so anerkennt oder nicht.
Wieso darf man dann mit denen das nicht normal besprechen, ohne dass die (und du hier, der das auf rein private Ebene herunter[be]ziehst) gleich einem was im Grunde schlechtes unterstellen? Verwechselst du da Opfer mit Tätern?

Zitat
Die Lösung liegt auf der Hand: Trennung!


Das ist eben nur eine rein persönliche Sache. Aber die in meinen Augen gewichtigere ist, die zwei Gebote dabei ernst zu nehmen.

Zitat
Jurek hat dies ja schon hinter sich und bekämpft nun die Zeugen Jehovas für erlittenes Unrecht.


Was für eine verdrehte Ansicht hast du denn, werter Freund!? Du verlagerst alles nur auf reinste Ego-Ebene und Abrechnung mit anderen, wider Mat 5:44 u. ä.!
Was für ein Christ wäre ich dann, wenn ich Böses mit Bösem vergelten würde???
Dass dahinter echte Liebe und Christsein steckt, das willst oder kannst du nicht ernst nehmen, wenn ich dir das schreibe?
Wozu gehen die "ZJ" auch predigen? Immer nur aus rein egoistischen Gründen?
Überlege dir bitte, was du da schreibst, ohne dabei das 9.te Gebot zu übertreten.

Zitat
Im Prinzip wird der innere Frieden damit belastet und solange die Thematik weiter als 'wunder Punkt' auftaucht besteht die Gefahr eines Stillstands, was das geistige Wachstum angeht.


Nach meiner Vorstellung machst du den Fehler, dass du quasi hier auch sowas machst wie: Die Juden sind schuld mit ihren Ego-Problemen mit den Nazis im 3.ten Reich, während die Nazis selber unschuldig waren! ??? Verwechselst du da was nicht?
Du siehst oder willst nicht sehen, dass die WTG schwere GOTTES-Lästerung begeht und Menschenrechte massiv verletzt und das auch so weltweit trägt, während sie für sich einen ganz anderen Maßstab setzt.
WAS ist also biblisch falsch daran mit guten Absichten das anzusprechen? Darauf gehst du leider nicht ein, sondern die Schuld schiebst du auf die Opfer?

Zitat
Die Welt ist nicht so, wie wir es uns wünschen, es existiert keine makelfreie Gemeinschaft, bestimmte Punkte werden uns mal mehr mal weniger stören .


Stimmt. Aber wie ich schon wiederholt schrieb, kommt es immer darauf an, wie man mit anderen Menschen dabei umgeht! Das ist das dabei entscheidende!

Während sich andere irren, geben sie es dann zu, dass sie sich geirrt haben. Und während sich eben andere irrten, haben sie die anderen nicht im Grunde erpresst das auch alles so zu sehen wie sie, um fiktiven Frieden und Einheit zu bewahren!

Dabei die WTG-Führung ist so hochmütig, dass sie behauptet dass nicht sie als Menschen was sagt (also das aus ihrer privaten Ideologie stammt, wie die Zweiklassenlehre von der "überlappenden Generation", 1914 etc.), sondern "JEHOVA" ist es, der das durch diesen "Mitteilungskanal" das allen sagt, und ALLE MÜSSEN sich daran halten, ohne dabei von "Jehova" abtrünnig zu werden!
Wenn sich dann das als falsch rausstellt und sie ihre Meinung korrigieren, dann wem korrigieren sie damit? Nicht "Jehova" der das gesagt haben soll? Oder zumindest sagen sie, dass sich das "Gottes Volk geirrt hat", als ob die anderen eine Wahl hätten was anders zu denken und zu reden! Alles in Namen von falsch verstandener und -angewandter "Einheit" und "Frieden"!?
Was für Pharisäer sind dass, die die Welt auf falsche Seite ziehen will, und wo die Hochmütigen paar Mann im Warwick für alle anderen Menschen mitdenken und befehlen…?
Was für falsche Christusse, vor denen JESUS warnte!

Wegen Mackelfreien Gemeinschaft fragst du:

Zitat
Oder kennt ihr eine?


Jemand hat mal darüber geschrieben:
"Die Kritik an den "alleinseligmachenden" Sondergemeinschaften wie u. a. den Z.J. richtet sich nicht so sehr gegen ihre Mängel, Irrtümer und Missstände (wo wären sie nicht!), sondern dagegen, dass sie trotz dieser nachweislichen Mängel so überheblich und intolerant sind, ihren Absolutheitsanspruch ("nur wir!" - z. B. in dem Buch "Neue Himmel und eine neue Erde" S. 326) und ihren Richtgeist nicht aufgeben und sich nicht zu dem hin rufen lassen, der allein mit all unseren Verkehrtheiten fertig wird im Gericht und Gnade: Jesus."

Die WTG strotz vor Hochmut, auch wenn man das auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt.
Sie behaupten, dass sie frei von religiösen Irrtum sind! (WT 15.03.92, S. 20), da sich nur ihre Lehren eindeutig nur auf die Bibel stützen (WT 01.06.94, S.11). Und das ist nur deswegen so, weil diese Organisation und nur diese alleine, wird von Gottes Geist geleitet (WT 15:11.92, S. 21, Abs 15a), daher ist die Wahrheit nirgendwo anders zu finden (ebd., S.17, Abs.17b), als nur bei ihr, der einzig wahren Organisation J. auf der Erde (WT 15.01.95, S.13).
Daher ist jegliche Kritik an dieser Organisation gleichbedeutend mit der Kritik an Jehova Gott selber! (WT1956, S.474; WT 15.05.81, S.18 und v.a.m.).

Und du verlagerst die Fehler auf die Opfer?

Wenn du schon so eine Frage stellst, dann erkenne dabei auch bitte, dass die WTG sich davon abhebt! Und du findest das richtig, oder? Aber auf welcher Grundlage?

Echte Demut ist mal zu sagen: ICH, oder WIR! Weil wenn ICH mich dann irre, dann habe ICH mich dann geirrt (und schon gar nicht JEHOVA, Den ICH falsch verstanden habe)! Die hochmütige Führung der WTG aber spricht mit Autorität GOTTES (!), dass "JEHOVA" das so über sie dem einzigen "Übermittlungskanal" so übermittelt! Also wehe dem, der gegen GOTTES Anordnungen ist!!! =??? Und weil sie ANGEBLICH die Ehre GOTT geben wollen und nicht sich selbst (?) und damit nicht schreiben "Wir sind der Ansicht…" o. ä., wem tun sie danach korrigieren? Wer hat eigentlich nur dann die Fehler gemacht und steht dazu? Nein, sie wollen eigene Autorität damit nicht untergraben!
Ist das nicht eine GOTTES-Lästerung hoch 10?
Oder behaupten dann, dass sich das Volk Gottes (NUR die "ZJ" als solche gemeint) geirrt hat, als ob diese eine Alternative ohne Sanktionen dazu hätten!

Zitat
Natürlich kann man idealisieren, doch diesem Maßstab wird keiner entsprechen können.


Du denkst die Gedanken der "ZJ"! Und diese sind FALSCH!
Die WTG behauptet z. B. die Sache wegen Moses und seinem Volk, in Verbindung mit Korah, Dathan und Abiram … (Das hat mit christlichen Struktur nichts mehr zu tun, aber bleiben wir mal bei dem Beispiel). = WANN hat Moses jemals in Namen GOTTES was falsches von Volk verlangt?!? Dagegen ich kann dir ein langes Katalog mit solchen Fehlern bei der WTG zeigen! Und wenn man dazu 5.Mo 18:20 ernst nimmt, dann müssten alle leitenden Glieder der WTG allesamt ausgeschlossen werden!

Ich habe absolut kein Problem Menschen zu folgen, die demütig sind und immer das richtige zeigen wie Moses, oder wenn sie das eben nicht können (wer kann das schon ohne Inspiration von GOTT als echtem "Mitteilungskanal"!?), dann eben so demütig sein und bei nicht fundamentalen Dingen zuzulassen, dass sein Gegenüber auch eine andere Meinung haben darf, die er mit Aufrichtigkeit und seinem reinen Gewissen vor GOTT (noch) haben mag oder zur Recht(!) hat, und die Führung sich irren kann und irrt!
Und hierbei geht es nicht um Schuldzuweisung, sondern um Umgang mit Andersdenkenden…

Zitat
Eigentlich könnte Gelassenheit helfen und eine Fokusveränderung. Nicht das, was euch Schwierigkeiten bereitet sollte im Blickpunkt stehen, sondern das persönliche Ziel sich als ein Nachfolger Christi zu erweisen.


Du widersprichst dich, werter Topas, weil du nicht bedenkst, welche Aufgabe (die NICHT egoistisch ist, wie du immer das vorschiebst) ein Nachfolger CHRISTI hat, um sich als solcher zu erweisen.

Sind solche Leute wie z. B. der Herr Renz (von den STA) auch Geschädigter, die von Ego-Gründen getrieben werden, wenn sie auch zu solchen Themen Referate darüber halten?
Eine seiner zahlreichen Vorträge zu diesem Thema: http://www.hopechannel.de/tv/mediathek/e...ar-werner-renz/
(bzw.: http://www.hopechannel.de/fileadmin/vide..._20140101_4.mp4)
Lehren unterschiedlicher Denominationen biblisch betrachtet (ohne Gewähr) (15)
u.s.w.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Die verdrehte Ansicht der WTG über die Einheit.

#45 von Schrat , 21.09.2017 09:16

Lieber Jurek,

in dieser Sache kann ich Dir voll und ganz folgen! Wertvoll sind die Literaturhinweise auf "neue Himmel und neue Erde" sowie Wachtturm-Artikel, aus denen der "alleinseligmachende" Anspruch der WTG deutlich wird.

Die Lösung ist halt nicht immer "Trennung", weil sie mit unbiblischer Grausamkeit verbunden wäre, sondern die Lösung ist, daß die WTG von ihrem hohen Ross herunterkommt.

Topas macht in dieser Sache dasselbe, was er Dir vorwirft, nämlich immer wieder dieselben Argumente bringen, obwohl man schon längst eine begründete Gegendarstellung dazu geliefert hat.

"Der innere Friede ist belastet", argumentiert er wieder. Dazu hatte ich mich ja geäußert. Jede gesunde Gemeinschaft muß auch Dissenz aushalten! Nur Diktaturen gehen so rigoros gegen Abweichler vor wie die WTG.

Deinen Unmut über die WTG kann ich schon verstehen, ohne den Hintergrund zu kennen. Ich gehe mal davon aus, daß der Grund für Deinen Ausschluß nicht grobe Sünden waren, die Du andauernd getan hast oder noch tust, sondern abweichende Meinungen waren, die Du auch im Internet kundgetan hast. Denn wenn ich den Anfang Deiner Kommentare z.B. im Bechhausforum sehe, scheinst Du damals ja noch dabei gewesen zu sein. Und der Hintergrund ist ja meistens, daß man in der ZJ-Gemeinschaft keinen findet, mit denen man seine Zweifel besprechen könnte. Und selbst wenn, heißt es dann steorotyp "... du mußt warten, bis auch der Sklave zu dier Erkenntnis kommt und sich ändert..." Bei bestimmten untergeordneten Lehrpunkten könnte ich auch warten, nicht aber wenn es um "dicke Brocken" geht, z.B. wenn sich der Sklave dieselbe Autorität aneignet, wie Gott und Christus selbst und Lehren damit zusammenhängen, wie die angebliche Gegenwart Christi seit 1914 und daß er angeblich nur die Bibelforscher damals anerkannt habe..Und "ein dicker Brocken" ist für mich immer auch dann, wenn er anfängt auf anderen Christen, die auch eine gute Erkenntnis haben und sich auch ernstlich bemühen, den Rat Gottes zu befolgen, "herumhaut" wie der "böse Sklave". Das trennt die Christenheit, das ist lieblos und dann platzt mir auch der Kragen. Und damit habe ich auch den Ältetenvor Ort und auch der Wachtturmfürhung gegenüber nicht "hinter dem Berg" gehalten und ich hoffe, daß mein Fall auch dazu führt, daß diese verkrusteten autoritären Strukturen aufgeweicht werden.

Der Wahlspruch von "Edelmuth" bringt es auf den Punkt "Die Freiheit ist auch die Freiheit des Andersdenkenden" (Rosa Luxenburg).

Gruß
Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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zuletzt bearbeitet 21.09.2017 | Top

   

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