RE: Aktueller Fall - Zeugenverhalten

#211 von Ga-chen , 16.09.2018 08:19

Zitat von Stojan im Beitrag #198
Nun muß ich leider noch mal das Thema ZJ ansprechen. Aktuell wurde mir telefonisch ein Fall berichtet, bei dem Zeugen zu Besuch bei einem anderen Zeugen waren, dort sich aber ein von den Zeugen verstoßenes Familienmitglied befand.
Der Besuch wußte, dass es sich bei diesem Familienmitglied um eine Abtrünnige handelt. Nun gab es die Begrüßung und sogar eine Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen. Soweit normal. Am nächsten Tag gab es aber einen Anruf, dass sie einer solchen Situation nicht noch mal ausgesetzt werden möchten, da es in der Bibel heißt, man dürfe nicht mal einen Gruß entbieten. Sie hätten eine Ausnahme gemacht, um nicht verletztend aufzutreten, insgesamt sei es aber unzumutbar und sollte sich nicht wiederholen.
Der Zeuge mit dem Familienmitglied hat sich sehr darüber aufgeregt und überlegt den Kontakt mit diesen Zeugen abzubrechen, denn immerhin besteht eine familiäre Bande, die schwerer wiegt als die Befindlichkeiten ihres Besuchs, der ihr dazu noch völlig überzogen erscheint. So, meine Frage nun, wie kann man die biblische Anforderung mit dem Verbot des Grüßens auslegen, ohne dass dies zu einem Verhalten führt, welches andere isoliert und letztlich auch verletzt?


Welchen Gruß sprachen Christen sich damals gegenseitig zu?

"Friede sei mit dir!"

Der Friede, den nur Jesus geben kann, nicht den in der Welt.

Wenn jemand sich von Gott abwendet, hat er keinen Frieden mehr mit ihm und dann soll man diesen Gruß nicht mehr entbieten.
Damit ist kein "Hallo" oder "Guten Tag" oder "Grüß dich" gemeint, denn sonst dürfte man ja auch nicht mit Menschen aus den Nationen sprechen, um ihnen von Jesus zu erzählen. In der Bibel steht, dass - ich da jetzt mal Abtrünnige - wie Menschen aus den Nationen behandelt werden sollen, also ihnen vom Evangelium erzählen.

Die Zeugenlehre ist in dieser Hinsicht widersprüchlich und nicht biblisch.

Und es ist auch kein normales Essen gemeint, ne dem man keine Gemeinschaft haben sollte, sondern das Essen, bei dem das Herrenmahl eingenommen wird.....die ersten Christen trafen sich täglich zum gemeinsamen Essen incl. Herrenmahl....

Bei Zeugen ist das natürlich ein Erziehungsfaktor, die Isolation soll so genannte Abtrünnige wieder in den Schoß der Zeugen zurück bringen. Oftmals funktioniert es ja auch!

....wobei noch zu klären wäre, warum jemand die Zeugen verlässt, ob es wirklich Gott ist, von dem er sich abwendet oder von den Organisations Strukturen oder weil man falsche Lehre erkannt hat, oder weil man Lügen erkannt hat.....


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Liebe Grüße von Ga-chen

Der Name YHWH (von rechts n. links) in paleohebräischer Bildersprache verrät so einiges
10. י Yud 10 HAND
5. ה He 5 ERBLICKE
6. ו Vav 6 NAGEL
5. ה He 5 ERBLICKE

HAND ERBLICKE oder SIEHE, NAGEL ERBLICKE oder SIEHE; zu dtsch.: Siehe, Erblicke die Hand, erblicke den Nagel!

Der Vater und der Sohn haben denselben Namen: YHWH!
(von Theodoric)

 
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RE: Aktueller Fall - Zeugenverhalten

#212 von Schrat , 16.09.2018 08:56

Liebe Gachen,

ob mit dem Essen nicht das normale Essen gemeint ist, daran habe ich meine Zweifel.

Denn wenn Paulus in Korinther sagt "...mit einem solchen nicht einmal zu essen...." gibt es keinen Sinn, wenn da lediglich das Herrenmahl mit gemeint ist! mit dem "nicht einmal zu essen" kann also nur das normale Essen gemeint sein, weil wie auch heute in der Regel mit zusammen Essen, auch eine geistige Gemeinschaft verbunden ist!

Die Lösung sieht für mich anders aus. Auch ein Gemeinschaftsentzug löst nicht übrige von Gott gewollte Bindungen! Das heisst innerhalb der Familie ist ein gemeinsames Essen nicht zu vermeiden. Oder in anderen ähnlichen Situationen, wo ein Abhängigkeitsverhältnis besteht, wie z.B. zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In diesen Fällen wird der treue Teil halt eine geistige Gemeinschaft vermeiden müssen und das gemeinsame Essen wird nur eine nicht zu verhindernde formale Angelegeheit sein.

Gruß
vom Schrat


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RE: Aktueller Fall - Zeugenverhalten

#213 von Ga-chen , 17.09.2018 14:42

Das gemeinsame Essen ging beim Zusammenkommen dem Herrenmahl voraus.
Es ging um die Gemeinschaft im Herrn, das Versammeln des einen Leibes. Dazu kann der sich von Gott abgewandte ja nicht mehr zählen.

Ich denke nicht, dass normale Mahlzeiten gemeint sind, welchen Sinn soll das machen?


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RE: Aktueller Fall - Zeugenverhalten

#214 von Schrat , 17.09.2018 15:11

Liebe Gachen,

was diese Aussage "...nicht einmal essen..." anbelangt, gibt es verschiedene Meinungen und Aussagen selbst unter Exegeten.

Ich meine nicht, daß die Anwendung auf jede normale Mahlzeit (wenn sie nicht aus anderen Gründen, wie Familiengemeinschaft geboten ist) keinen Sinn ergeben würde! Wie ich schon sagte, eine Mahlzeit war damals und ist auch heute in der Regel mehr, als nur Essen zu sich zu nehmen, sondern man hat ja auch geistige und emotionale Gemeinschaft! Eine Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Und so gibt es ja auch "Arbeitsessen", bis in die hohe Politik. Das ist dann ja auch mehr als nur Nahrung zu sich zu nehmen.

Mein Kommentar McDonald sagt dazu:

Zitat
Meint der Apostel Paulus, daß wir mit einem solchen Christen nicht einmal essen sollten? Genau das lehrt uns dieser Vers. Wir sollten mit ihm nicht das Mahl des Herrn feiern, aber auch kein anderes Mahl mit ihm halten. Es mag hierbei Ausnahmen geben. Eine christliche Ehefrau z.B. wäre noch immer verpflichtet mit ihrem Ehemann zu speisen, der aus der Gemeinschaft ausgeschlossen worden ist. Doch die allgemeine Regel lautet, daß bekennende Gläubige, die sich einer der aufgelisteten Sünde schuldig gemacht haben, aus der sozialen Gemeinschaft ausgeschlossen werden sollten, um ihnen zu zeigen, wie schlimm sie sich vergangen haben und sie zur Buße zu bringen. Wenn wir nun anmerken, daß der Herr mit Zöllnern und Sündern aß, dann solten wir darauf hinweisen, daß diese Männer nicht zu seinen Nachfolgern gehörten, und daß er durch ein Mahl mit ihnen sie noch nicht als Jünger anerkannte.



Gruß
vom Schrat


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RE: Aktueller Fall - Zeugenverhalten

#215 von Ga-chen , 18.09.2018 04:10

Ich muss echt lachen, wie du dir ständig alles zurechtbiegst und dann auch noch überzeugt davon bist, dass es stimmt....

.....mach weiter so.....


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