Auslegung der Bibel

#1 von Jurek , 26.02.2011 07:51

Wie versteht man den Bibeltext richtig?
Viele Menschen die die Bibel lesen, legen sie unterschiedlich aus! ...

Manche Bibelleser fassen Vieles Wortwörtlich auf, obwohl diese Mitteilungen nicht wortwörtlich gemeint waren… (u.a. Mat 13:11; Mak 4:33,34; 1.Kor 2:14).

Bei vielen Stellen wie z.B. Joh 1:3 oder Röm 13:1f etc.
In der Tat, viele Leser der Bibel sind der Meinung, dass ALLE Regierungen von GOTT sind und man auch allen Regierungen sich unterordnen muss. Darunter einst auch der Regierung des Hitlers!
Aber um Bibelverse mit ihren „absoluten Aussagen“ richtig zu verstehen, reicht es die nicht nur zu lesen und oft die nur „so zu nehmen, wie sie stehen“ und fleischlich diese zu beurteilen.., sondern mit Gebet den Gesamtkontext der Bibel dazu zu beachten.
- - - - - - - -
(Zu dem Römerbrief Kap. 13:1ff, siehe eine Fortführung des Themas unter: Römer)


 
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RE: Auslegung der Bibel

#2 von Jurek , 08.05.2011 11:45

Etliche Bibelstellen wie z.B. Mat 28:18 legen die Meisten m. Ü. auch nur deshalb falsch aus, weil sie meinen, das darin EINDEUTIG und WÖRTLICH die Rede davon ist, dass JESUS allmächtig ist, weil Er sagte über sich sagte: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden“.
Bei derart wörtlichen Auslegung ohne Rücksicht auf den Gesamtkontext der Bibel (u.a. 1.Kor 15:27), missdeutet man m. Ü. die Aussagen der Bibel sehr!

(Noch einmal bezüglich Röm 13:1ff) Daniel stand auch unter der Oberhoheit des babylonischen Herrschers, dem er sich fügen musste und trotzdem widersetzte er sich dem Erlass des Königs, keinen anderen GOTT anzubeten als nur den von dem König bestimmten… (Und viele weitere biblische Beispiele).
Genauso mit dem Naziregime! Röm 13:1ff soll man nicht stur nach dem Vers 1 interpretieren (wo es davon die Rede ist, dass es KEINE Obrigkeit gibt, außer durch GOTT, und V.2, dass man sich derer fügen soll..) ohne den Kontext zu sehen!
Röm 13 trifft doch NUR dann zu und ist NUR bedingt dann so gemeint, wenn diese Regierungen tatsächlich was GUTES für CHRISTEN tun! (vgl. V.4).
Wo hat jemals Hitlerregime für wahre Christen was GUTES getan?
Ein „richtiger deutscher Christ“ war damals nur der, der an der Front gekämpft hat! …… Alle anderen die nicht mitmachten, kamen ins KZ oder „an die Wand“! ……

(Siehe auch hier).


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RE: Auslegung der Bibel

#3 von Ga-chen , 15.05.2011 02:00

Lieber Jurek,

du fragst, wie man einen Bibeltext richtig verstehen kann - ich denke nur mit Hilfe des heiligen Geistes!

"Der Buchstabe tötet, der Geist ist es, der lebendig macht!"

Mit Bibeltexten kann man alle Ansichten "beweisen" und sich auch gegenseitig damit totschlagen. Wenn Gott nicht für die richtige Erkenntnis sorgt, so nützt das ganze Bibelwissen nichts!

Die ganze Bibel ist nur geschrieben worden, um Gott und besonders Jesus Christus zu "erkennen", kennen zu lernen, IHM zu begegnen....die ganze Schrift dreht sich um ihn, von Anbeginn an und bis hin zur Offenbarung. Alles ist durch ihn, für ihn und zu ihm hin erschaffen worden. So kam er in "sein Eigenes", aber "die Seinen erkannten ihn nicht" (Johannes 1). Er gab seine Gottesstellung im Himmel auf, (Kolosser), um sich gehorsam unterzuordnen und ein Diener zu werden, um zu retten!

LG Ga-chen


 
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RE: Auslegung der Bibel

#4 von Jurek , 15.05.2011 10:24

Dazu kann ich schreiben: AMEN Ga-chen! Auch nach meiner Überzeugung es ist auch so.
Daher danke dir für diese treffende und prägnante Aussage!

- Wobei man sich aber auch vor Menschen hüten sollte, die manches Mal in Namen GOTTES was (falsches) lehren, ohne dass man das alles selber mit der Bibel und im Gebet überprüft! (Apg 5:29; Eph 5:10 etc.).

Gruß!


 
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RE: Auslegung der Bibel

#5 von Georg , 15.05.2011 11:18

Guten Tag,

sehr interessante Aussagen, denen auch ich zustimme-
Danke euch beiden.

Herzliche Grüße
Georg

 
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RE: Auslegung der Bibel

#6 von Schrat , 01.06.2012 12:13

Lieber Jurek,

grundsätzlich sollte man bei der Auslegung der Bibel daran denken, daß "Gott nicht lügen" kann, also müssen wir ihn erst einmal beim Wort nehmen können. Dabei müssen wir allerdings beachten, daß es besonders auch in der hebräischen Sprache, viel sinnbildliche Sprache gibt. Was nun zutrifft ergibt sich aus dem Zusammenhang und genauer Kenntnis der damaligen Kultur, auch wie sie sich in der Bibel offenbart.

Wir kommen also nicht an dem Problem vorbei, daß wir nicht immer die Bibel buchstäblich verstehen dürfen und wir interpretieren müssen. Nur diese Interpretation muß der Logik und der Vernunft und dem Kontext entsprechen und darf niemals dem widersprechen, was Gott klar und deutlich schon mal zum Ausdruck gebracht hat.

In einer Ansprache in Verbindung mit dem Besuch des Zonenaufsehers wurde eine Wachtturm-Zusammenfassung gemacht, die vom BA Echtle geführt wurde. Darin erwähnte er daß Jehovas Zeugen sich an die Bibel halten. Als Beispiel nannte er Apg 15:28,29, wonach sich Jehovas Zeugen "des Blutes enthalten".
Da brauche man nichts interpretieren, sondern es einfach nur so nehmen, wie es da steht. Und so kommen Jehovas Zeugen zu der Auffassung, daß es verboten sei, sich Blut transfundieren zu lassen.

Das ist aber nach meiner Überzeugung eine Bibelauslegung und ein Bibelverständnis "ohne Sinn und Verstand". Wir müssen uns schon überlegen, in welchem Zusammenhang gewisse Äußerungen in der Bibel gemacht werden und wenn wir das nicht machen, können wir zu unsinnigen Schlüssen kommen. In der damaligen Zeit konnte man diesen Text absolut auffassen und anwenden, weil es die moderne Methode der Bluttransfusionen nicht gab und Voraussetzung für diese Aussage war, daß es um gewöhnliches Schlachten von Tieren und die damit in Verbindung sehende Verwendung von Blut ging.

Es ist daher zulässig, zu überlegen, ob die moderne Methode der Bluttransfusionen überhaupt unter dieses Gebot fällt. In Einzelfällen könnte eine Verabsolutierung dieses Gebotes ohne Hinterfragen Nachsinnen über diese Angelegenheit fatale Folgen haben. Jeder Christ muß da seine eigene Gewissenentscheidung treffen.

Besonders bei der katholischen Kirche und deren Lehren und Erklärungen zur Bibel entnehme ich, daß dort vielfach sinnbildliches buchstäblich genommen wird (z.B. das Brot, die Hostie wird buchstäblich Fleisch) und buchstäbliches wird sinnbildlich genommen (z.B. die Schöpfung mit Adam und Eva). Besonders Origines hat da in verhängnisvoller Weise die Weiche verkehrt umgelegt. Er war es, der anfing grundlegende Dinge, die buchstäblich zu verstehen sind (wie Schöpfung und Sintflut), wenn nicht alles sinnlos werden soll, zu allegorisieren. Diesem Beispiel sind die großen Kirchen vielfach gefolgt.

Unter Bibelcenter.de waren mal Auslegungsprinzipien veröffentlicht worden, die ich für hilfreich erachte, um zu einem rechten Verständnis der Bibel zu kommen. Allerdings besteht dieser Link nicht mehr. Wolfgang Schneider vom Bibelcenter.de hat das Thema Auslegung inzwischen anders gestaltet.

Zitat
Auslegungsprinzipien

Zitat Auslegung erfolgt aus dem Wortlaut der jeweiligen Stelle (wo es geschrieben steht):
(a) da wo und genau wie es geschrieben steht — die Wörter, Begriffe, Sätze sind klar für sich selbst verständlich
(b) gemäß des korrekten Gebrauchs der Wörter — Wörter müssen ausgelegt und verstanden werden, wie sie in der Schrift benutzt werden (nicht gemäß des Gebrauchs in weltlicher Literatur); und Wörter müssen verstanden und ausgelegt werden im Lichte ihres Gebrauchs zu der Zeit, da die jeweilige Übersetzung angefertigt wurde (nicht gemäß unseres heutigen modernen Sprachgebrauchs)
(c) Redefiguren sind zu beachten — wenn Wörter nicht wörtlich wahr sind oder auf ungewöhnliche Weise benutzt werden, so müssen eventuell verwendete Redefiguren erkannt und verstanden werden
(d) Bezüge zu orientalischen Sitten und Gebräuchen sind zu beachten — die Bücher der Bibel wurden nicht in unserer Zeit und in unserer Kultur geschrieben, manche Ausdrücke oder Redeweisen können nur verstanden werden, wenn man Sitten und Gebräuche von Zeit und Land des biblischen Geschehens kennt.
(e) Definition von Begriffen an anderer Stelle in der Schrift — manchmal ergibt sich die Bedeutung eines Wortes oder Begriffs aus anderen Stellen, z.B. anderen Stellen in Schriften des gleichen Schreibers, oder wo ein Begriff zuvor benutzt wurde
Auslegung erfolgt im Zusammenhang (Kontext):
(a) der unmittelbare Kontext ist zu beachten — grundsätzlich wird die Bedeutung einer Aussage aus dem unmittelbaren oder direkten Kontext, d.h. den diese Stelle umgebenden Schriftstellen, klar.
(b) der erweiterte Kontext ist zu beachten — alle Stellen, die von dem gleichen Thema handeln fügen Einzelheiten zu dem Gesamtbild einer Situation und dem rechten Verständnis des Ganzen hinzu.
Weitere Schlüssel, die man beachten muss:
(a) alle Schriftstellen bzgl. eines Themas stehen miteinander in Einklang — wie bereits aus dem erweitereten Zusammenhang erkennbar,, können verschiedene Stellen eine identische Sache betreffen, wobei sie in Einklang miteinander stehen; verschiedene Einzelheiten werden erwähnt, diese ergänzen sich zu einem harmonischen Gesamtbild ohne jegliche Widersprüche
(b) der Unterschied zwischen ähnlichen und identischen Stellen muss beachtet werden — Berichte über eine identische Situation ergänzen einander immer ohne Widersprüche; wenn es Einzelheiten gibt, die einen Widerspruch hervorrufen, dann kann es sein, dass die Berichte nicht von einer identischen, sondern von mehreren nur ähnlichen Situationen handeln.
(c) schwierige Aussagen sind im Lichte vieler klarer Aussagen zu verstehen — die vielen klaren Verse zu einer Sache bilden die Grundlage für ein rechtes Verständnis, und jede scheinbar schwierige und nicht passende Aussage muss im Lichte der klaren Aussagen verstanden werden.
(d) man muss beachten, "an wen" etwas adressiert ist bzw. "von wem" etwas handelt — Aussagen sind u.U. direkt an bestimmte Personen, Gruppen, usw. adressiert und gerichtet. Das Gesagte handelt unmittelbar von diesen Personen und ist wahr im Hinblick auf diese, möglicherweise aber nicht im Hinblick auf andere Personen, Gruppen, usw.:
biblische Zeitalter (vergangene, gegenwärtiges, zukünftige) beachten
Personen (Einzelpersonen oder eine Gruppe [Klasse] von Leuten) beachten
Israel, Heiden, Gemeinde Gottes beachten
(e) Auslegung und Anwendung können sich unterscheiden — man muss den Unterschied beachten zwischen der Auslegung (an wen etwas geschrieben ist, von wem etwas handelt und in Bezug auf wen etwas wahr ist) und einer möglichen Anwendung heute (ist diese Wahrheit allgemein anwendbar, ist sie noch immer gültig, oder trifft sie nur auf den zu, von dem sie ursprünglich handelt)

Keine der Schriften in der Bibel wurde erst heute geschrieben und an uns direkt addressiert! Auch die NT Schriften können wir nicht so lesen und verstehen, als seien sie erst gestern geschrieben worden und an uns addressiert. Erwähnte Personen, Orte, Situationen und zeitliche Angaben müssen aus der Sicht des Verfassers und aus der Perspektive der Umstände der Niederschrift verstanden werden.

Nur wenn zunächst eine korrekte Auslegung vorliegt, kann eine korrekte mögliche Anwendung auf heutige Situationen und Personen bestimmt werden.


Gruss


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RE: Auslegung der Bibel

#7 von Jurek , 01.06.2012 18:33

So sehe ich es auch, dass die Bibel nicht immer buchstäblich aufzufassen ist, und dass jeder Christ muss manches Mal (wie im Beispiel von Blutverbot) da seine eigene Gewissenentscheidung vor GOTT treffen.
Prinzipiell waren die Gesetze GOTTES nicht zum Schaden der Menschen.
Durch bestimmte Umstände und in gewissen Punkten, könnte sich ja durch gewisse ehrfürchtige Auslegung auch was ändern, was für jemanden Sünde ist oder nicht… (Luk 6:1-5; 1.Kor 8; Jak 4:17).

JESUS hatte etliche Gleichnisse gesprochen, aber meist nur seinen Aposteln ausgelegt, während oft die anderen unverständig blieben.

Auslegung sollen wir auch dem Heiligen Geist überlassen, um den wir zur JEHOVA beten (sollten).
Niemand ist selber so gescheit, dass er/sie die Hilfe des Geistes GOTTES, beim Verständnis der Dinge, nicht nötig hätte, die gerade für den Betreffenden wichtig sind – in was der HERR das entscheidet und uns gibt.

Grüße und Dank!


 
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allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#8 von Jurek , 10.10.2014 12:14

Hallo Topas,

meine Gedanken zu deinem Posting #20 aus einem anderem Teil des Forums:

Zitat
Ein Anerkenntnis Gottes durch Physiker mag uns bestärken, doch geht es im Grunde um mehr. Die Gefahr ist ja konkret, dass die Sinnsuche von Physikern oder allgemein von Wissenschaftlern auch Ideen transportiert, die nicht biblisch sind. Dies kann man nicht unbedingt am Urknall festmachen, dennoch impliziert dieser im Allgemeinen sehr lange Zeiträume und als kausale Folge die Evolutionstheorie, wo dann wieder Fragen entstehen, die Aussagen der Bibel zunichte machen.


Die Ansichten und Verständnisse der Menschen, die sie als individuelle Individuen, durch Beobachtungen und Erkenntnisse gewinnen, sind unterschiedlich.
Nur in autoritären Sekten, kommt das in der Regel nicht vor.

Ich meine, dass allein weil jemand denkt, dass die Schöpfung nicht so ablief, wie etliche Leute das aus der Bibel deuten, muss die Aussagen der Bibel deswegen nicht zunichtemachen, weil derart Ansichten nicht wirklich das Heil des Menschen (nach meiner Überzeugung) berühren.

Beispiel: Schrat meint (wenn ich ihn richtig verstanden habe), dass die Erde im Zentrum des Universums fixiert ist und unbeweglich dort platziert ist, und die Sonne mit Sternen, sich um diesen einzigen Planeten drehen… So oder so ähnlich (was genau hier nicht von Bedeutung ist).
Ist er jetzt deswegen ein besserer Christ als du, weil er damit meint auch manche Bibelaussagen wörtlich richtig(er) als du zu verstehen?

Ich meine, dass die Bibel vermittelt uns zu den allgemeinen Ansichten und Verständnissen von Dingen, eine andere, als dogmatische Sicht über allerlei Punkte, die nicht dem Heil dient.
Röm 14f., 1.Kor 8 u.d.g. zeigen, dass wenn für jemanden etwas Sünde ist, so ist es denn diese auch. Deswegen aber muss das nicht für mich gelten, und umgekehrt.
Falsche Ansicht ist nicht immer falsch, weil das so der andere sieht.
Jeder wird nach seinem Glauben beurteilt werden. (Röm 14:12; Gal 6:4,5).

In Verbindung damit ein Beispiel aus der Bibel: Apg 15 = Streit wegen Beschneidung… Warum nein, wenn doch JHWH eindeutig(!) das für sein Volk geboten hat!?… Paulus steht zwar unter Inspiration, aber dennoch wird er mit anderen zu den Aposteln nach Jerusalem entsandt, um diese Sache zu klären. Aposteln schreiben Brief und senden Paulus damit wieder zurück. Und drinnen steht, dass die Beschneidung nicht mehr erforderlich ist. =Weiß GOTT was ER will, dass ER mal so mal anders beschließt? ……
Aber Inhalt des Briefes ist nicht bloß wegen der Beschneidung, sondern auch, dass man sich von Götzenfleisch fernhalten soll… Paulus überbringt also diesen Brief, aber meint, dass der Götze eh nix ist, also egal ob hin oder her, er isst das und basta, weil es geht ihn um die Freiheit des Christen (1.Kor. 8-10). Nur aber wenn ein „Schwacher“ das sehen sollte, dann will Paulus für immer auf Fleischkonsum verzichten.
Denn praktisch wenn Paulus isst, sündigt er nicht. Wenn aber ein „Schwacher“ gegen seinem Gewissen dasselbe tut, dann sündigt der sehr wohl! ……
Aber man muss sich selber nicht durch andere in jeder Richtung die sie für sich als richtig erkannt haben, drängen lassen. (1.Kor 10:29b).

Was ich damit also so "überspitzt" ausdrücken möchte: Nicht jeder ist so weit wie der andere, oder der andere bildet sich ein, dass er weiter ist als die anderen…
Für dich gelten manche andere Ansichten, in denen DU dich befindest, und ich nicht. Du musst dich für deine Ansichten verantworten, ich (anders) für meine.
Ich wiederhole an der Stelle immer wieder gerne die Worte von Prof. Siegfried Scherer – Biologe (der Mitautor des Buches: „Evolution / Ein kritisches Lehrbuch“) wonach er meinte (wie ich auch), dass er noch keinen Christen getroffen hat, der deswegen ein Christ (geworden) wäre, weil er an die 24-Std-Schöpfungstage geglaubt hätte.
Es sind natürlich andere Gründe da, warum man ein Christ wird oder nicht.
Nochmals: Jeder muss dann nur für sich SELBST Rechenschaft abgeben!
Aber Einheit in Heilsnotwendigen Dingen (zu denen diese nicht zählen).

Sehe die Aussagen von Prof. Scherer (die ich FÜR MICH so teile) unter:
http://www.soulsaver.de/wissenschaft/evo...erview-scherer/
Meine Bezugnahme auf die Folge 6: Evolution und Glaube vereinbar? ~0:45Min…

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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zuletzt bearbeitet 10.10.2014 | Top

RE: allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#9 von Topas ( gelöscht ) , 10.10.2014 14:09

Hallo Jurek,

die Entwicklungen, die sich aus dem Plan Gottes ergeben und die eine Änderung der bisherigen Praxis und einer Bewertung gewisser Umstände bedeuten, können wir außer acht lassen.
Sie betreffen das Thema hier nicht und sind auch für Relativierungen nicht geeignet.

Für mich stellt es sich unglaublich einfach dar: Entweder ist die Evolutionstheorie richtig oder die direkte Schöpfung durch Gott innerhalb kurzer Zeit.
Genau zwei Positionen, die nicht gleichzeitig wahr sein können. Wenn also eines von beiden falsch ist, kann man die Frage stellen, was das für die andere bedeutet.
Weiter kann man nachfolgend untersuchen, wie sich eine falsche Lehre auf die Bibel und dem Verständnis darüber auswirkt.

Aus meiner Sicht ergibt sich daher folgendes. Durch Hereinbringen bibelfremder Beurteilungskriterien ist Stück für Stück die Bibel entheiligt worden. Wo stehen wir also heute?
Das Opfer Jesu wird angezweifelt, seine Wunder werden als profane psychologische Tricks abgetan, die Jungfrauengeburt ist eine Illusion und so weiter und so fort.
Alles beginnt mit dem Keim des Zweifels, indem der Verstand die Regie übernimmt und Dinge in Frage stellt. Angefangen von einer 'wissenschaftlich' begründeten Sicht auf die Bibel bis zu weiteren 'vernünftigen' Schlussfolgerungen bleibt nachher von der Bibel nicht mehr viel übrig. Daran mögen die einzelnen Christen in unterschiedlichem Grad beteiligt sein, dennoch ist es ein Zerstörungswerk. Die Bibel wird entgeistig und entseelt, es bleibt ein Gerippe, welches vom Verstand abgenagt wurde.
Es geht auch nicht darum, wen ich für einen besseren Christen halte, ich sehe die Gefahr und warne davor, das ist alles.

Topas

RE: allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#10 von Isai , 10.10.2014 14:50

(Formatierung nachträglich hinzugefügt)


Zitat von Topas im Beitrag #9
Durch Hereinbringen bibelfremder Beurteilungskriterien ist Stück für Stück die Bibel entheiligt worden.

Zitat
Alles beginnt mit dem Keim des Zweifels, indem der Verstand die Regie übernimmt und Dinge in Frage stellt.


Zitat
Angefangen von einer 'wissenschaftlich' begründeten Sicht auf die Bibel bis zu weiteren 'vernünftigen' Schlussfolgerungen bleibt nachher von der Bibel nicht mehr viel übrig.


Zitat
Die Bibel wird entgeistig und entseelt, es bleibt ein Gerippe, welches vom Verstand abgenagt wurde.




Trifft den Nagel auf den Kopf


So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!
(2. Kor. 5:20)

Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
(Apg. 2:38)

Und nun, was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!
(Apg. 22:16)

 
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zuletzt bearbeitet 10.10.2014 | Top

RE: allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#11 von Schrat , 10.10.2014 15:37

Liebe Isai, lieber Topas,

man kann die weltlch "sogenannte Erkenntnis" nicht in einen Topf werfen mit dem Gebrauch des Verstandes und des Wahrnehmungsvermögens und der ganz normalen Vernunft! Topas wirft schöpfungs- und gottgläubige Wissenschaftler und weltlich-atheistische Wissenschaftler in einen Topf. Das lehne ich ab.

Die Bibel ermuntert uns an vielen Stellen von unserem Verstand Gebrauch zu machen und nachzusehen, ob es sich wirklich so verhält.

Nichts anderes tun die Wissenschaftler auf kreationistischer Seite, die die Angriffe von "wissenschaftlichen" Atheisten abwehren.

Ich bin deshalb Gott dankbar, daß wir auch in den Reihen der Christen wahre Wissenschaftler, meistens mit Hochschulabschlüssen in den jeweils relevanten Gebieten haben, wie Prof Walter Veith, Dr. Scheven und viele andere. Sie helfen uns mit ihrem Sachverstand, den der gewöhnliche, nicht wissenschaftliche Mensch nicht hat.

Ich frage mich, was ich wohl verbrochen habe, daß mir von allen Seiten solch ein Widerstand entgegentritt, selbst von Forumsteilnehmern, die mich anfangs unterstützt haben.

Diesen diffusen Glauben, der mehr ein "Für-Wahr-Halten" als gesicherte Erkenntnis ist, den manche Forumsteilnehmer hier wohl favorisieren, weil sie einen wissenschaftlichen Ansatz bei bestimmten biblischen Themen ablehnen, trage ich nicht mit.

Die NWÜ definiert den Glauben in Hebräer 11:1 zutreffend, wenn es dort heißt:

Zitat
Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht.



Der Glaube hat auch mit offenkundigen Erweisen und Wirklichkeiten zu tun, alles Dinge mit den wahre Wissenschaft, aber nicht die Pseudo-Wissenschaft zu tun hat.

Gruß
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 10.10.2014 | Top

RE: allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#12 von Isai , 10.10.2014 15:52

Lieber Schrat


Zitat
Ich frage mich, was ich wohl verbrochen habe, daß mir von allen Seiten solch ein Widerstand entgegentritt [...]



Es sei Dir versichert dass hier nichts gegen irgendjemanden persönlich geht.

Es werden verschiedene Ansichten festgehalten und weil Glaube kostbar und substanziell ist, gegebenenfalls auch etwas deutlicher im Ton verteidigt.

Dies trifft, denke ich mal, auf alle Forenteilnehmer zu - und nicht nur hier - überall wo verschiedene Ansichten aufeinanderprallen gibt es Reaktionen auf "sachdienliche Hinweise", von beiden Seiten.


Lieben Gruß,

Isai


So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!
(2. Kor. 5:20)

Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
(Apg. 2:38)

Und nun, was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!
(Apg. 22:16)

 
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zuletzt bearbeitet 10.10.2014 | Top

RE: allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#13 von Topas ( gelöscht ) , 10.10.2014 16:05

Schrat,

den Verstand kann man in vielerlei Hinsicht gebrauchen. Es sollte doch in meinem Posting klar geworden sein, welche Art Gebrauch ich gemeint habe. Dies nun zu generalisieren, um sich abgrenzen zu können, empfinde ich als Retourkutsche wegen meiner ablehnenden Haltung gegenüber deinen Verschwörungstheorien. Übersehen hast du wahrscheinlich auch meine Anführungstriche, denn diese deuten darauf hin, wie ich es gemeint habe. Und inhaltlich wirst du mir sicherlich im Fazit meiner Beurteilung zustimmen - die Bibel wird in vielen Fällen nicht mehr als das angesehen, was sie ursprünglich darstellen sollte. Forscht man nach den Gründen wird man unweigerlich auch auf den Verstand treffen, der bei Wissenschaftlern lediglich in einer spezifizierten Form vorliegt, um gewisse Formalien zu erfüllen.
Meine Ablehnung gegenüber deinen 'Theorien' gründet sich in der Hauptsache auf die Behauptung einer biblischen Grundlage und einer immensen Erhöhung der Akzeptanzschwelle biblischer Aussagen, durch äußerst spekulative Ideen.


Topas
zuletzt bearbeitet 10.10.2014 16:12 | Top

RE: allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#14 von Topas ( gelöscht ) , 10.10.2014 16:32

Schrat,

worüber beklagst du dich? Wobei wünscht du Unterstützung? Mondlandungslüge? Geht nicht, ich glaube durchaus, dass die Mondlandung echt war.
Geozentrismus? Geht auch nicht, ich denke, der Heliozentrismus ist eine vernünftige Angelegenheit.
Klimawandel? Teils, teils. Chemtrails? Unsicher. World-Trade-Center? Never. Was gab's noch, ich hab mir nicht alles gemerkt, aber die Tendenz Verschwörungen zuzustimmen geht gegen Null.
Allerdings, das Socken-Phänomen: Das Einzel-Socken beim Waschen in der Waschmaschine beim Schleudergang einen Transformationsübergang in die 5.Dimension erleben und damit unauffindbar bleiben, da würde ich dir bedingungslos zustimmen.


Topas
zuletzt bearbeitet 10.10.2014 16:33 | Top

RE: allerlei Auslegung der Bibel als Vorgabe an alle?

#15 von Schrat , 10.10.2014 18:11

Lieber Topas,

ich beklage, daß es so wenig gibt, die Liebe zur Wahrheit haben! Denn fast alles, was ich hier vorstelle, habe ich mit vielen Fakten belegt! Das macht mich sehr traurig, daß auch hier die meisten der Gehirnwäsche, die durch die öffentlichen Medien und das Bildungssystem erlegen sind!

Die Reaktion ist entweder, einfach zu ignorieren oder totzuschweigen oder aber mit hanebüchenen Argumenten, oft garniert mit Beleidigungen, mir Widerstand zu leisten.

Dein Geschwurbel mit den Socken ist solch prägnantes Beispiel, wie man einer sachlichen Argumentation aus dem Weg geht.

Gruß
vom Schrat


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