Wer ist eigentlich ein Kreationist?

#1 von Georg , 18.12.2010 16:50

Das Wort "Kreationist" leitet sich vom Lateinischen creare ab und bedeutet soviel wie "erschaffen" o. ä.
Im religiösen sinn, hat das seine Bedeutung im Glauben an eine Erschaffung des ganzen Universums, und speziell auch an die Erschaffung der Erde mit dem Leben darauf. Dies wird wortwörtlich so aus dem Schöpfungsbericht der Bibel entnommen.

Einer meiner Bekannten schrieb mir über die Entstehung der Welt und des Lebens über die jeweiligen Phasen, Textpassagen und Inhalte dazu:

Zitat
Phase 1 1Mo 1:3-5
Gott lies Licht auf die Erde durchdringen (auf anderen Planeten wird das oftmals durch
atmospharischen Staub verhindert). Damit war eine grundlegende Voraussetzung für
die Photosynthese geschaffen.

Phase 2 1Mo 1:6-8
Gott trennt das Wasser und lasst dazwischen eine Atmosphare entstehen (andere
Planeten haben haufig eine unwirtliche Atmosphare, die oftmals aus Wasserdampf
besteht). Dies war die Voraussetzung fur den Gasaustausch bei pflanzlichem und
tierischem Leben sowie die Aufnahme von Wasser aus dem Boden.

Phase 3 1Mo 1:9-13
Gott gestaltet die Oberflache der Erde, indem er Landmasse aus den Ozean erscheinen
lasst. Das ist die dritte Voraussetzung fur das Wachstum von Landpflanzen. Danach
wurden Landpflanzen nach ihrer „Art“ erschaffen. Das ist die Voraussetzung fur
tierisches Leben (Nahrungs- und Sauerstoffkreislauf).

Phase 4 1Mo 1:14-19
Die Sonne, der Mond und die Sterne werden nun erstmals deutlich sichtbar. Das ist
notwendig zur Zeitbestimmung und -definition. Viele Tiere benotigen dies zur
Navigation, insbesondere Wasserlebewesen und Vogel bei ihren Wanderungen.

Phase 5 1Mo 1:20-23 Gott begann Wasserlebewesen zu erschaffen und dann fliegende Geschopfe nach ihrer
„Art“.

Phase 6 1Mo 1:24-31 Gott erschafft Landtiere nach ihrer „Art“ und den Menschen (den Menschen nicht
notwendigerweise als Letztes).

Phase 7 1Mo 2:1-3
Seither kein weiterer schopferischer Eingriff auf der Erde. Diese letzte Phase begann
vor circa 6000 Jahren und ist noch nicht beendet (eine Phase 8 gibt es bisher noch nicht).


Was meint Ihr dazu?

Georg


 
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RE: Wer ist eigentlich ein Kreationist?

#2 von Jurek , 19.12.2010 10:22

Als Kreationisten gelten meines Wissens ja diejenigen, die (im Gegensatz zu anderen Christen) den Schöpfungsbericht aus der Bibel ganz wortwörtlich hernehmen. Darunter meinen diese Leute, dass GOTT tatsächlich in 6 x 24 Std.-Tagen alles erschaffen hat. Und dass ER auch heute noch jeden Samstag den Sabbat hält …


 
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RE: Wer ist eigentlich ein Kreationist?

#3 von Georg , 19.12.2010 16:15

Über die Länge dieser Schöpfungsphasen, schrieb mir der Gesprächspartner folgendes:

Zitat
Waren die Schöpfungstage genauso lang wie Erd-Tage, also 24 Stunden?
Es gibt folgende Grunde, warum der Schopfer die Erde nicht in 6 * 24 = 144 Stunden hergerichtet hat:
1. Der Begriff „Tag“ wird im Schopfungsbericht mehrfach definiert.
● Ein „Tag“ bezeichnet den Zeitraum in dem Gott mit einer schopferischen Tatigkeit beginnt und sie
abschliest. Da Gott der Rotationsgeschwindigkeit der Erde nicht unterworfen ist, musste er sich mit der
Fertigstellung einer Schopfungsetappe nicht beeilen wie ein Mensch, der bei Sonnenuntergang mit seiner
Arbeit fertig sein muss. Auserdem betreffen Gottes Schopfungswerke die gesamte Erde, auf der es zu
unterschiedlichen Zeiten Abend und Morgen wird.
● Der Begriff „Tag“ wird am vierten Schopfungstag mit etwa 12 Stunden gleichgesetzt, da er den Gegensatz
zur Nacht bildet.
● Der Zeitraum wahrend dessen Gott Himmel und Erde erschuf wird in 1.Mose 2:4 ebenfalls als „Tag“
bezeichnet.
Aber an keiner Stelle im Schopfungsbericht wird der Begriff „Tag“ mit der Summe aus „Tag“ und „Nacht“,
also mit einer 24-stundigen Phase gleichgesetzt.
2. Am 6. Tag schuf Gott die Landtiere, dann Adam. Dann gab Adam den Landtieren und Vogeln Namen.
Dann schlief er ein und Gott formte Eva und brachte sie zum Mann.
All diese Aktivitaten in 24 Stunden (oder 12 Stunden (Tagesphase)) zu packen, klingt nicht realistisch.
Adam hatte ja direkt nach seiner Erschaffung mit der Benennung der von Gott geschaffenen Landtiere
und Vogel beginnen mussen, und hatte vor Sonnenuntergang damit fertig sein, einschlafen, wieder
erwachen und Eva willkommen heisen mussen. Die genaue Anzahl der Tierarten, die Gott erschuf, ist
zwar nicht bekannt, aber doch so hoch, dass Wissenschaftler heute ihr ganzes Leben benotigen, um
einen Teil der betreffenden Tiere zu benennen. Adam soll dafur nur ein paar Stunden Zeit gehabt haben?
(Wenn man davon ausgeht, dass Hebraisch die ursprungliche Sprache war und die Tiernamen erhalten
geblieben sind, die Adam den Tieren verlieh, so deutet der hebraische Ausdruck fur Storch an, dass er
dieses Tier uber langere Zeit beobachtet haben muss, denn chasidhah ist die weibliche Form des Begriffs
fur „Loyalgesinnter“. Storche sind nicht nur fur die fursorgliche Aufzucht ihrer Jungen bekannt, sondern
auch fur die Tatsache, dass sie ihrem Partner ein Leben lang „treu“ sind. Das erkennt man nicht in
wenigen Monaten, geschweige denn innerhalb von 12 Stunden.)
3. Der siebte Tag - der Ruhetag - ist bis heute nicht zu Ende gegangen. Tatsachlich ruhte Gott fortan von
seinem Werk (im Hebraischen steht das Verb „ruht“ im Imperfekt, was eine Aktion andeutet, die begonnen
wurde, aber wahrend des Schreibens des Berichts (um 1513 v. Chr.) noch nicht abgeschlossen war.
Paulus bestatigt dies in Hebraer 4:3,4. Leider geben viele Bibelubersetzungen diese Zeitform nicht
korrekt wieder). Aus diesem Grund wird bezuglich des siebten Tages auch nicht gesagt: „Es wurde
Abend, es wurde Morgen, ein siebter Tag“, wie es bei allen anderen Schopfungstagen der Fall ist.
Wenn der siebte Tag mehrere tausend Jahre lang ist, wieso sollten dann die anderen sechs Tage 24
Stunden gedauert haben?
4. Bei Gott sind 1000 Jahre wie der gestrige Tag (2.Petrus 3:9). Gottes Zeitmas ist nicht der menschlichen
Uhr unterworfen.
Weitere Belegstellen fur den Begriff Tag in der Bibel, bei denen es sich nicht um 24-Stunden-Tage handeln
kann:
● Zephanja 1:7,15
● Johannes 9:4
● 2Korinther 6:2
● 1Thessalonicher 5:8
● 2Petrus 3:7
● Offenbarung 16:14
Demnach kann der Begriff "Tag" in dem Schopfungsbericht lange Zeitraume einschliesen, die sich
durchaus uber viele tausend Jahre erstrecken konnten (der siebte Tag dauert nun schon uber 6000 Jahre
an)..
Die Erschaffung von Himmel und Erde fallen ubrigens nicht in die sechs Schopfungstage hinein, da diese
"im Anfang" erschaffen wurden (1.Mose 1:1). Die sechs Schopfungstage beziehen sich nur auf die
Gestaltung der Erde und die Erschaffung der Lebewesen darauf. Am ersten Tag wurde daher nicht die Erde
erschaffen, sondern das Licht auf der Erde sichtbar.


Seid ihr auch dieser Meinung?

Georg

 
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RE: Wer ist eigentlich ein Kreationist?

#4 von Jurek , 20.12.2010 06:13

Grundsätzlich, dass eine Schöpfungsperiode oder ein Schöpfungstag, nicht unseren 24-Std-Tagen entspricht, da bin ich auch dieser Ansicht. = Gerade DAS wäre der bes. Unterschied, womit man sich von den Kreationisten distanziert!
Besonders gut finde ich auch die im Zitat abschließenden Gedanken dieses Schreibers, denen ich voll zustimme! Denn die Universumsgeschichte ist eine Andere, als die Entwicklungen („Schöpfungstage“) auf und bezüglich der Erde!

Gruß!


 
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RE: Wer ist eigentlich ein Kreationist?

#5 von Schrat , 10.04.2012 21:52

Lieber Jurek,

der von Georg vorgestellte Kommentar eines anderen Christen stammt offensichtlich von einem Zeugen Jehovas oder einem, der engen Kontakt zu einem solchen hat. Es sind Ansichten, die von Jehovas Zeugen in dieser Form verbreitet werden.

Obwohl ich selber nominell noch Zeuge Jehovas bin, halte ich die Ansichten bzgl. einer 6-Tage-Schöpfung der sogenannten "Kreationisten" für besser begründet.

Nebenbei: Unter "Kreationisten" wird eine ziemliche Bandbreite von Schöpfungsgläubigen subsummiert. Hierunter fallen alle, die an einen Schöpfer glauben. Das können welche sein, die sich hinsichtlich des Zeitraums der Schöpfung dem angeglichen haben, was in der Evolutionstheorie geglaubt wird. Danach wird ein Tag als "Zeitabschnitt" gedeutet. Das können Gruppen sein, die wie Jehovas Zeugen von Schöpfungstagen von je 6000 Jahren ausgehen und das können Gruppen sein, die von 24-Stunden-Tagben bei der Schöpfung ausgehen, meistens die sogenannten "christlichen Fundamentalisten".

Um nur einmal den Begriff "Tag" zu nehmen, wie er im 1. Kapitel der Bibel verwendet wird. Die meisten Erforscher der Bibel erkennen an, dass hier vom Kontext und der Bedeutung des Wortes "yom" nur ein buchstäblicher 24-Std-Tag gemeint sein kann, und zwar deswegen, weil die Bibel immer wenn "Abend" und "Morgen" in Verbindung mit einem Tag genannt werden, es sich um einen 24-StundenTag handelt. Dieser Tag besteht aus "Abend" und aus "Morgen". In anderen Zusammenhängen kann dieses Wort allerdings auch einen längeren Zeitraum bedeuten. Besonders die Verse 1. Mose 3-5 geben einen deutlichen Hinweis, daß es ein 24-Stunden-Tag war, weil dort dieser Tag mit dem Licht (am "Tag") und dem Dunkel (in der Nacht) in Verbindung gebracht werden.

Auch die Natur zeigt uns, daß zwischen der Erschaffung der Pflanzen und der Tiere kein langer Zeitraum gewesen sein kann, da beide Lebensformen in Abhängigkeit voneinander sind und erschaffen wurden.
Das Beispiel mag zwar verblüffend einfach sein aber es ist m.E. dennoch zutreffend. Gott hat das Gras offensichtlich dafür geschaffen, damit es von Tieren gefressen werden kann und als Nahrung dient. Deswegen kann das Gras auch wachsen, obwohl es andauernd von oben abgefressen wird. Andere Pflanzen würden eingehen. Welchen Sinn würde es machen, wenn zwischen der Erschaffung des Grases und der Tiere, für die es geschaffen wurde, 1000'e oder Mio Jahre liegen würden?

Ich sehe keine zwingende Notwendigkeit, die Aktivitäten Adams hinsichtlich Benennung der Tiere und die übrigen Begebenheiten auf den 6. Tag zu beschränken.

Die Erklärung der 6-Tage-Schöpfung sieht bei den "Kreationisten" etwas anders als bei den Zeugen Jehovas aus. Das Licht kann durchaus auch vor der Erschaffung der Sonne vorhanden gewesen sein. Dann war die Quelle des Lichts Jehova direkt. Jehova hat das Universum mit Licht erfüllt. Vielleicht war das Licht auch eine Vorform der übrigen Schöpfung. Insofern braucht es dann nicht einer Hilfskonstruktion, daß da etwas über der Erde war, was das Licht von der Sonne fernhielt (Wolken etc).

Wenn im Psalm 33:9 gesagt wird " Denn er selbst sprach, und es wurde; Er selbst gebot, und es stand dann da." so zeigt dies doch offensichtlich die Augenblicklichkeit des Handeln
Gottes an und nicht lange Zeiträume. Andernfalls müßte es heissen "Gott sprach und nach tausenden (oder Millionen) von Jahren wurde es". Übrigens enthält diese Bibelstelle in der
NWÜ einen Hinweis auf <1. Mos 1:3>.

Auch der Hinweis auf die "Erkenntnisse der Wissenschaft", die von Milliarden von Jahren ausgehen, ist kein Verlaß. Bei Bedarf gehe ich da gerne auch noch drauf ein, aber ich will dieses Statement nicht überfrachten.

Gruß
vom Schrat


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Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag?

#6 von Jurek , 11.04.2012 09:55

Also z.B. mit dem Licht zur Bestimmung der Tageslänge:
Warum muss sich GOTT nach den menschlichen Zeiträumen ausrichten, wenn für IHN 1000 Menschenjahre wie der gestrige Tag sind?
Seit wann schienen die zwei Lichter auf der Erde?, so dass sich GOTT danach orientieren müsste?
Können Pflanzen nicht lange Zeit vor den Tieren existieren? Wenn nicht, warum nicht? Kann Wind die Pflanzen nicht auch bestäuben und alles so geregelt sein, dass das über gewisse Zeit geschaffen wurde?
Danach ruhte GOTT? Auch ganz genau 24 Stunden? Und was macht ER jetzt? (Nach meiner Erkenntnis diese Zeit dauert noch an – Heb.4, bis zum Zeitpunkt, wo JESUS dann alles seinem VATER übergibt).
Ich meine, dass das Wort „Tag“ in der Bibel, verschiedene Bedeutungen haben kann, nicht nur als 24-Studen-Tag. …

Beste Grüße!


 
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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag?

#7 von Schrat , 11.04.2012 10:08

Na gut, Jurek,

die Begründung, weshalb ich 24-Stunden-Schöpfungstage in dem Kontext der Genesis für richtig halte, habe ich ja schon abgegeben.

Damit wir uns nicht im Kreise drehen, lassen wir die verschiedenen Auffassungen mal so nebeneinander stehen.
Wichtig und entscheidend ist, daß wir überhaupt Gott und nicht den blinden Zufall als Schöpfer ansehen. Und darin stimmen wir ja überein.

Morgengrüße
vom Schrat


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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag?

#8 von Jurek , 11.04.2012 11:26

Eben. Das mit den genauen Zeitangaben bezüglich der Schöpfungstage (und sonstigen Berechnungen = Apg 1:7), ist doch nichts wirklich Seligmachendes. Wiewohl der Glaube daran, ob wir durch verschiedene Zufallsumstände, oder gezielte Schöpfung entstanden sind, wo wir miteinander übereinstimmen.

D a n k e !


 
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Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag? Wissen wir das so genau?

#9 von Jurek , 12.04.2012 13:25

Einige pers. Zusatzgedanken von mir zu dem Beitrag von Schrat vom 10.04.12, 21:52h.:

Ich denke (bitte korrigieren, wenn ich mich irre, es sind auch nur meine persönliche Meinungen, und ich bin mir bewusst dessen, dass ich mich irren kann), dass mit den 24-Std-Schöpfungstagen (genauso 6000 Jahre Schöpfungstage u.d.g.) müssen wir aufpassen etwas zu behaupten, da wir selber auch nicht dabei gewesen sind und die Bibel nicht immer wörtlich aufzufassen ist.
Wir erkennen auch nicht alles (wie manche Gruppen das von sich meinen), sondern in gewissen Punkten nur teilweise, ja nach Offenbarung des Geistes GOTTES.

Ich meine, dass es noch andere Möglichkeiten der Auslegung gibt, wie z.B. die nachfolgende:

Wir sollen auch aus der Geschichte der katholischen Kirche etwas lernen, die eins (angeblich auf der Grundlage der Bibel(!) durch ihre Interpretationen) behauptete, dass so wie der Mensch die Krönung der Schöpfung ist, ist auch die Erde diese besondere einzige Wohnstätte der Menschen, und kein irgendein Planet von vielen, spricht, die Erde war das Zentrum des Universums um die sich die Sterne und Sonne drehte, und solche Leute wie Galileo Galilei, wurden verfolgt, wenn sie was anderes behaupteten. Weil das (angeblich) so stände in der Bibel! …

Also meine Frage als ein Beispiel dazu: Wo steht es „auch“ in der Bibel geschrieben, dass die Schöpfung GOTTES nicht auch über dieses „Bing Bang“ (also dem Urknall) erfolgte?
Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch! Die berichtet von keinen wissenschaftlich genauen Vorgängen! Und was vorschnell zu verneinen, obwohl dazu nicht wirklich gute Gründe in der Bibel stehen, sollte man das m.E. nicht.

Andererseits, etliches wurde für den Menschen be- u. geschrieben, z.B. eben wegen dem Sabbat-TAG. Deswegen auch bei den Schöpfungstagen heißt es „Abend, Morgen, ein Nächster Tag“ (am Abend begann auch der jüdischer Tag), wegen dem Sabbat, welchen die Menschen dann nach dem Vorbild einhalten hätten sollen.

Hatte JHWH auch nur 24 Stunden nach Menschenzeitrechnung geruht??
Und wo? Wo ist Seine Wohnstätte und nach was orientiert sich GOTT selber für sich?

Was nicht direkt mit dem Menschen zutun hatte, dann sind die „Tage“ nach meiner Erkenntnis ganz andere Zeiträume.
Denn auch das Land sollte ein Sabbat halten, und wahrlich kein 24-Stündiges. …
Und da geht es auch um den Begriff „Tag“, oder auch nur um „Sabbat“-[Singular] (z.B. 3.Mo 26:34,35), während der ganzen Sabbate -[Plural] der Juden (bezogen hier auf die Menschen)…

Für GOTT gibt es aber andere Perspektiven, wie z.B. die Aussage darüber, dass GOTT ein größeres Licht für den Tag gemacht hatte und ein kleineres für die Nacht (1.Mo 1:16).
Aber von Menschlicher Betrachtung stimmt diese Aussage nicht über die Größe, sondern über die Helligkeit, denn von der Erde aus sind beide „Lichter“ exakt gleichgroß! Deswegen kann man so gut die Sonnenkorona bei totaler Sonnenfinsternis beobachten, weil die Sonne selber wird perfekt in der Größe des Mondes abgedeckt.

GOTT richtet sich nicht mit seinem Beginn der Schöpfungstage nach welchen wenigen (von sehr vielen) Gestirnen der Himmel, sondern die sollen nur den Menschen auf der Erde zur Bestimmung der Zeit dienen.
GOTT bewohnt aber Himmel und ER ist ewig und hat ganz andere Vorstellung von Zeit und Raum, die IHN nicht fassen können.

Auch was die Symbiose zwischen Pflanzen und Tieren betrifft, da kann doch GOTT auch „fortschreitend“ auch was schaffen. Wo steht wirklich was Gegenteiliges in der Bibel?
Zuerst Pflanzen, die unabhängig von den Tieren existieren konnten, dann auch Tiere, die dann in der Schöpfungsphase („Übergang“) auch diese Symbiose mit den Pflanzen eingehen.
GOTT schafft, betrachtet und ggf. auch seine Schöpfung ergänzt.
Genauso bei Adam. GOTT betrachtet und dann später ergänzt es mit der Männin, bzw. dann der genannten Eva, als Mutter aller Lebenden.

Wie auch immer. Ist nur eine hypothetische Möglichkeit der Auslegung.
Aber es gäbe bestimmt auch vielleicht noch welche besseren Erklärungen dazu, aber mit den Gedanken als Beispiel wollte ich hier zeigen, dass es nicht zwingend ist, das alles buchstäblich auszulegen und auf GOTT zu ‚pressen’, wie es im Mittelalter auch die Kirche das meinte tun zu müssen …


 
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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag? Wissen wir das so genau?

#10 von Schrat , 12.04.2012 16:11

Lieber Jurek,

in der Bibel steht zwar nicht, daß es nicht auch ein Urknall gewesen sein könne, aber gewisse Aussagen der Bibel und physikalische Gründe lassen erkennen, daß es kein Urknall gewesen sein kann.

Ich hatte ja schon den Psalm 33:9> angeführt, wo gesagt wird " Denn er selbst sprach, und es wurde; Er selbst gebot, und es stand dann da."

Du magst es anders sehen, ich kann diesen Text aber nur so verstehen, daß nach Gottes "Befehl" ein augenblickliches Handeln und nicht lange Zeiträume folgen.

Ich glaube Gott hat sich nicht des "Urknalls" bedient, um das Weltall hervorzubringen, genausowenig wie er sich der "Evolution" bedient hat (Theistische Evolution), um das Leben auf der Erde hervorzubringen.

Bitte beachte, dass es sich bei dem "Urknall" nach wie vor um eine "Theorie" handelt.

Bei meinen Recherchen über Relativitätsheorie, Urknall und dergleichen bin ich auf das Buch "Mythen der Wissenschaft, Relativitätstheorien, Urknall und anderer Unsinn" des Wissenschaftsjournalisten Peter Ripota gestossen, der auch viele Artikel für das Wissenschaftsmagazin "PM" geschrieben hat.

Die Urknalltheorie geht auf die von Hubble entdeckte "Rotverschiebung" des Lichts zurück. Objekte, die sich von der Erde entfernen zeigen eine Verschiebung des Lichtspektrums in Richtung Rot.


Ripoda schreibt auf Seite 172 seines Buches folgendes:

Zitat
"... Hubble hat die von ihm beobachtete Rotverschiebung nicht als Galaxienflucht gedeutet! Abgesehen davon wird die These vom müden Licht mit der These von der Galaxienflucht widerlegt, die als wahr vorausgesetzt wird - eine Logik, die eines Lewis Caroll ("Alice im Wunderland") würdig ist."

Man ist also nur einer Deutung des Phänomens der Rotverschiebung gefolgt, obwohl es auch eine plausible andere gibt.

Schwerkraft raubt dem Licht Energie und bei seiner Reise durch das All kommt das Licht durch viele Schwerkraftfelder.

Bestätigt wurde diese Theorie

1.) Die "gravitative Rotverschiebung" wurde beim Stern Sirius B, einem "Weissen Zwerg" (das sind sehr dichte, sehr kleineSterne) tatsächlich beobachtet.

2) Ein Ein Experimntz von Pound und Rebka 1962, durchgeführtmit einer sehr exakten Gammastrahlenquele am 23 m hohen Turm der Harvard Universität, bstätigte die ermüdende Wirkung der Schwerkraft

.

Soweit die Zitate aus dem Buch von Ripoda.

Für mich folgt daraus, dass das Universum sich garnicht ausdehnt. Vieleicht erliegen wir einer optischen Täuschung. Das Universum dreht sich und daher scheinen sich Sterne zu entfernen. Tatsächlich bleibt der Abstand aber gleich. Mir ist aufgefallen, daß immer wieder gesagt wird, daß je weiter die Galaxien/Sterne sich befinden, so schneller sie sich von einander entfernen. Ob sie sich wirklich voneinander entfernen???
Oder ist das eine optische Täuschung oder Fehlinterpretation?

Und wenn das Universum sich nicht ausdehnt kann man auch nicht auf keinen punktförmigen Anfang (Urknall) zurückrechnen. Aber selbst wenn es sich ausdehnt, kann doch ein Schöpfer den Anfang gemacht haben, aber nicht unbedingt in Form eines "Urknalls".

Die Urknall-Theorie ist auch aus einer Reihe anderer Gründe unlogisch und daher Unsinn.

Ein "Urknall" gleich einer Explosion würde nicht ein geordnetes und homogenes Universum hervorbringen.
Monde um Planeten drehen sich mal in die eine mal in die andere Richtung. Diese unterschiedlichen Drehimpulse widersprechen einem "Urknall".

Die Galaxien bewegen sich jeweils auf einer Ebene, ein "Urknall" aber müsste in alle Richtungen wirken.

Das Universum ist in einem unmittelbaren Schöpfungsakt Gottes, gleichsam mit "dem Finger Gottes" entstanden. Christen haben die Urkknalltheorie nicht nötig. Sie ist eine Irreführung wie viele andere "Theorien".

Die "Hintergrundstrahlung" kann auch andere Ursachen haben.

Prof. Werner Gitt, ehemaliger Leiter der Physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig, hat sich auch wissenschaftlich mit der These vom "Urknall" als dem Anfang der Welt beschäftigt. Prof. Gitt ist auch Prediger der Baptistengemeinde.

Aus http://www.jesus.ch/information/wissen_u...mangelhaft.html

Zitat
Das ist so. Eine häufig erwähnte Stütze dieser Theorie ist die sog. "Dunkel-Materie". Was als Stütze gedacht war, erweist sich eher als ein Gegenargument. Anhänger der Urknall-Hypothese erkennen selbst, dass die Entstehung der Galaxien nicht aus der vorhandenen Masse des Universums erklärt werden kann. Um nicht in Konflikt mit bekannten Naturgesetzen zu geraten, müsste eine imaginäre Dun-kel-Materie weitaus größer sein, nämlich um das Zehnfache. Diese notwendige Masse ist aber nie beobachtet worden. Sie ist eine reine Annahme, weil sonst das Modell zusammenbricht. Auch wenn sie nie gesehen oder gemessen worden ist, gab man ihr dennoch einen Namen: die dunkle Materie. Bedauerlicherweise wird sie einfach postuliert. Keinerlei Messwerte machen diese Annahme plausibel. Die Urknall-Theorie steht somit auf wissenschaftlich sehr wackeligen Beinen.



Ein "Bonmot" aus dem Mitternachtsruf

Zitat
Da nach der Urknalltheorie der Knall
am Anfang gestanden haben soll, lässt
der Urknall den Knall aus. Er teilt uns
nicht mit, was geknallt, warum es geknallt,
wie es geknallt und, um ehrlich
zu sein, ob es überhaupt geknallt hat.
Brian Greene, amerikanischer Physiker (geb.
1963)



Das ist zwar ein Witz und mag wie Polemik erscheinen, doch enthält es von einem Physiker ausgesprochene Wahrheiten.

Liebe Gruesse
vom Schrat


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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag? Wissen wir das so genau?

#11 von Jurek , 12.04.2012 18:23

Lieber Schrat,

ich wollte hier keine These als Fakt verbreiten (unabhängig davon ob und wie gut oder nicht diese berechtigt/glaubhaft ist oder nicht), sondern wollte eine von mehreren möglichen Beispielen der Auslegung vorsichtig aufzeigen, und wie ich auch schrieb, gäbe es davon sicher auch bessere Auslegungsmodelle als meine.
Dass das Universum an sage und schreibe menschlichen 24 Stunden oder 1440 Minuten (wie konnte das von aller Anfang an die Zeit nach Menschenweise gerechnet werden? Was wurde zuerst erschaffen, die Erde oder die Ausdehnung des Universums mit dann den ganzen Galaxien?) entstanden sein soll, stelle ich hier in Frage und Frage, ob da die „Urknalltheorie“ dann nicht eine bessere Erklärung wäre, der sich auch GOTT in dem Tempo bedient haben könnte, als Akt seiner Schöpfung, aus der geordnete Formen entstanden, durch die Wirkung GOTTES, obwohl ganz am Anfang mag Tochuwabochu gewesen sein…

Mir geht es darum hier nicht etwas dogmatisch zu meinen, was die Bibel m.E. nicht wirklich deutlich genug (Angesicht offener Fragen und Aussagen darin) das ausdrückt, sondern dass das mit den „24-Stunden-Schöpfungstagen“ eine Auslegungssache ist, mit der aber auch etliche Christen nicht übereinstimmen können.

Das habe ich gemeint, als ich habe mich auch auf die römische Kirche bezogen, die einst auch „derart“ Bibelauslegung betrieb, dass sie den Gelehrten Gelileo Galilei unter Bann gestellt hat (obwohl der Recht gehabt hatte!) und sage und schreibe diesen erst nach nahezu 350 Jahren freisprach!
Wie lange brauchen wir, um vielleicht mal auch zu erkennen, dass auch das Alter des Universums etc., mit den gut 6000 Jahren der Menschheitsgeschichte (also dann auch inkl. des Ursprungs des Universums!) nicht wirklich mit den Tatsachen übereinstimmt?

Beste Grüße!


 
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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag? Wissen wir das so genau?

#12 von Schrat , 12.04.2012 22:21

Lieber Jurek,

die Treue zu Gott und die Treue zu Jesus Christus bedeutet für mich, daß wir die Bibel erst einmal wörtlich nehmen, wenn es denn besonders in der Bibel selbst keine guten Gründe gibt, die jeweiligen Aussagen nicht buchstäblich zu nehmen, weil es eine Metapher oder bildliche Rede ist. Ich habe genügend Beispiele geliefert, daß nach dem Zusammenhang in der Genesis und auch dem übrigen biblischen Gebrauch der Worte "Abend und Morgen " und "Tag" es in der Genesis sich um buchstäbliche 24-Stunden-Tage handelt.

Ich halte das Wort Gottes für höherwertig als fehlbare menschliche "Wissenschaft" und sehe tatsächlcih keinen Grund, nicht von 24 Stunden-Tagen auszugehen. Gerade darin sehe ich die große Macht Gottes, daß er das Universum in so kurzer Zeit erschaffen konnte. Wie Jesus zeigt, können Dinge in einem Augeenblick, in einem Nu geschaffen werden, wie z.B. die Fische und die Brote bei der Speisung der 5000. Ich sehe deshalb abslolut keine Notwendigkeit, dies bei der Schöpfung des Universums anders zu sehen. Sicher ging der Schöpfung eine vielleicht lange "Gedankenzeit" voraus, in welcher alles überdachte und plante, aber ausgeführt wurde es nach meiner Überzeugung in sehr kurzer Zeit. Als Beispiel mögen die von Außenstehenden manchmal auch als kleine "Wunder" angesehenen Neubauten der Zeugen Jehovas nehmen.
Mit guter Planung und Vorbereitung sind sie in der Anlage an einem Wochenende einen Königreichssaal zu erstellen....

Mein Walvoord-Kommentar sagt zu der 24-Stunden-Tag-Problematik folgendes:

Zitat
Zugunsten der dritten Sichtweise spricht die Tatsache, daß der Begriff yom zusammen mit einem Ordnungszahladjektiv (erster zweiter usw.) einen 24-Stunden-Tag bezeichnet, wo immer sich diese Konstruktion im AT findet. Auch das 4. Gebot (2. Mose 20:11) legt diese Auslegung nahe.



Und mein Buch "Creatio" vom Daniel-Verlag bemerkt folgendes auf Seite 27 über die Verwendung des Wortes "yom" in der Bibel

Die Verwendung des Wortes "Tag" (hebr. yom") in der Bibel (außerhalb von 1. Mose 1)

1. "yom" zusammen mit einer Zahl - 410x
2. "Abend" und "Morgen" ohne "Tag" - 38x
3. "Abend" oder "Morgen mit "Tag" - 23x
4. "Nacht" und "Tag" - 52x

Die Bedeutung ist jedesmal die gleiche: ein normaler 24-Stunden-Erden-Tag!


Jesus Christus ist für mich das große Vorbild. Er hatte keinen Zweifel daran, daß man die Genesis buchstäblich nehmen muß. Z.B. hat er Adam und Eva als historische Personen angesehen. Wir begeben uns auf "Glatteis", wenn wir n a c h B e l i e b e n die Bibel mal buchstäblich, mal sinnbildlich nehmen.
Ich habe eine Reihe von biblischen Hinweisen gegeben, daß die Tage in der Genesis vom Kontext her nur als buchstäbliche 24-Stunden-Tage gedeutet werden können. Davon ist unabhängig, daß das Wort "Tag" in a n d e r e n Zusammenhängen auch längere Zeitabschnitte bezeichnen kann.

Gruß
vom Schrat


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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag? Wissen wir das so genau?

#13 von Jurek , 13.04.2012 07:15

Guten Morgen!

Auch wenn ich nicht alles so (noch?) AUS DER BIBEL (und sonst) nachvollziehen kann wie du, mit der Buchstäblichkeit der 24-Std-Schöpfungstagen, und wo gar die „Urknalltheorie“ diese sehr schnelle Ausdehnung/Entstehung sozusagen „befürworten“ würde; und wo zahlreiche gut informierte Christen auch viel bessere biblische Vergleiche gegen die 24-Std-Schöpfungstage haben und wo die Bibel nicht überall wirklich buchstäblich zu verstehen ist… (vgl. auch Joh 6:63 im Kontext, was man auch auf die gesamte Bibel übertragen könnte, auch mit etlichen Beispielen, wo ein Teil buchstäblich, ein anderes Teil der Aussagen sinnbildlich zu verstehen sei, was in Bezug auf die Schöpfung und Verbindungen zum Sabbat nachvollziehbar wäre…), ist es natürlich bei derart Fragen für mich nicht die Frage das wie groß hervorzuheben oder übermäßige Wichtigkeit hier dem beizumessen.
Ich denke, dass das Auslegungssache ist, dann nach jedem Abend folgte auch die Nacht. Und was machte GOTT während der Nacht? Wo gab es denn den Abend, Nacht, Morgen, wenn GOTT überall ist? ...
Du hast derzeit diese Erkenntnis, ich eine etwas andere.
Derart Fragen sind aber am Ende nicht entscheidend über unser Heil.

Liebe Grüße!


 
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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag? Wissen wir das so genau?

#14 von Schrat , 24.08.2012 20:12

Lieber Jurek,

Du bist scheinbar etwas beeindruckt von "angesehenen" Leuten, die sich auch Christen nennen, und an Evolution, Urknall usw. glauben.

Ist das wirklich eine gute Grundlage für den eigenen Glauben???

Gegen die Urknall-Hypothese (es gibt noch eine ganze Reihe anderer Vorstellungen über das Universum und die Entstehung des Universums) gibt es viele Einwendungen.
Ich will nur mal eine nennen, die ich aus dem Buch des Schweizer Pfarrers Johannes Grün "Die Schöpfung - ein göttlicher Plan", Seite 377 entnommen habe:

Zitat
Kreisbewegung: Bei der Urknall-Explosion soll eine Gaswolke entstanden sein, die sich mit einer gewaltigen Geschwindigkeit in alle Richtungen ausbreitete. Aber wenn das stimmt, wie konnte durch die enorme Schnelligkeit dann jemals die rotierende Bewegung der Gasmassen entstehen, die wiederum Sterne und Planeten formen mußte? Diese Geschwindigkeit ist viel zu groß um Rotation in Gang zu bringen, und würde sich vor allem im All nicht verringern. Selbst wenn die Geschwindigkeit sich verringert hätte, so daß sich rotierende Massen hätten formen können, wie erklärt sich dann, daß sie sich wieder gesteigert hat und Sternensysteme sich beinahe mit Lichtgeschwindigkeit von uns entfernen (Anm. Schrat, diese Annahme beruht auf falscher Interpretation der Rotverschiebung), worauf ja die Big Bang Theorie gegründet ist? Der Satz von der Erhaltung des Drehmomentes statuiert, daß eine rein radiale (Anm. Schrat, also gerade) Fluchtbewegung nach dem Urknall nicht in eine Kreisbewegung übergehen kann. Der Drehimpuls der Galaxien kann nicht, wie etwa CLAEYS 58) meint, durch die explosive Gasstrahlen-Ausstoßung der ehemaligen Quasare kommen, da diese radial (vom Mittelpunkt ausgehend) erfolgt wäre. Ursprünglich wäre das Universum frei von jedem Drehimpuls gewesen.



In Wirklichkeit ist es so gewesen, daß Gott die Sterne direkt geschaffen und er selbst dann den Drehimpuls gegeben hat, so daß sich alles dreht, auch die Galaxien in Form einer Spirale. So ähnlich wie bei der Schöpfung des Menschen dieser aus dem Staub des Bodens (bzw. den Elementen der Erde) zusammengesetzt und dann mit Leben erfüllt wurde (Odem des Lebens).

Urknall bedeutet Explosion und eine Explosion bringt keine Ordnung hervor. Wir als Christen sollten daran denken, warum solche Theorien wie Evolutions- und Urknalltheorien hervorgebracht wurden. Sie dienen ausdrücklich dazu, alles ohne einen Gott zu erklären. Das sollte uns Christen doch einmal nachdenklich stimmen und uns davon abhalten, der Bibel Gewalt anzutun, um sie in Einklang mit diesen gottlosen Theorien zu bringen.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
Schrat
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RE: Wie lange dauerte je ein Schöpfungstag? Wissen wir das so genau?

#15 von Jurek , 25.08.2012 13:13

Hallo Schrat,
also so ganz stimme ich mit dir nicht überein, dass ich von welchen „angesehenen“ Leuten, die sich auch Christen nennen, und an Evolution, Urknall usw. glauben, beeindruckt bin, oder zumindest das wohl scheine zu sein.
Wieso?
Mir geht es nicht so sehr um Ansehen und welche Leute da, die mir gefallen würden oder sowas, sondern um das, was eben mir als Wahrscheinlich erscheint, wenn ich Bibel und allgemeine Ansichten mir ansehe.
Das bedeutet deswegen nicht, dass ich im Recht bin, aber eben, dass mir derzeit nach der Bibel etwas wahrscheinlicher erscheint als was anderes.
Deswegen weiß ich nicht, warum das nicht wirklich eine gute Grundlage für den eigenen Glauben sein soll?

Ich behaupte nicht, dass es einen Urknall gab, oder dass GOTT sich der Evolution bediente oder sowas!
Ich meinte nur, dass ich derzeit aus der Bibel sowas nicht ausschließen kann. Ich meine damit auch aus der Geschichte vielleicht auch was gelernt zu haben, wonach einst hieß es dogmatisch, dass nach der BIBEL die Erde das Zentrum des Universums ist, um die sich alle Himmelskörper drehen.
Ich frage nur: Wo steht (und stand) das jemals in der Bibel?
Da wird was m.E. in die bildhafte Aussage der Bibel hineininterpretiert, was da gar nicht wirklich drinnen stand!
Deswegen lasse ich es einfach das ganze offen.

Theoretisch kann von GOTT hervorgerufener „Bing Bang“ genauso die Verteilarbeit der entstandenen Materie übernehmen und daraus kann GOTT weiter was getan haben.
Zumindest ich könnte mir das vorstellen, ohne dass ich dogmatisch dabei bin, da ich dazu wiederholt schon schrieb, dass „ich weiß, dass ich nichts weiß“…

Die Bibel sagt vieles nicht (da sie kein wissenschaftlicher Bericht ist). Warum soll ich da was hineininterpretieren?

Gruß!


 
Jurek
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