RE: 25:40

#76 von Schrat , 24.06.2017 16:30

Lieber Jurek,

wenn davon, daß wir Jesu "Brüder" oder "Geschwister" richtig begegnen soviel abhängt, sollte man wirklich gründlich überlegen, ob man hinsichtlich dieser Sache die richtige Lehre und Einstellung hat.

Jesus erklärt ja selber, wen er als "Brüder" oder "Schwestern" betrachtet und das müssen wir dann nicht auf die sog. "144000" beschränken.

Zitat
Matthaeus 12
…49Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! 50Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter.



Wenn wir grundsätzlich eine liebevolle und hilfsbereite Haltung haben, ist die Chance größer selbst dann den "Brüdern Christi" Gutes getan zu haben, wenn wir sie als solche garnicht erkannt haben...

Gruß
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RE: 25:40

#77 von Jurek , 24.06.2017 18:21

Hallo Schrat,

Zitat
wenn davon, daß wir Jesu "Brüder" oder "Geschwister" richtig begegnen soviel abhängt, sollte man wirklich gründlich überlegen, ob man hinsichtlich dieser Sache die richtige Lehre und Einstellung hat.


Geht es Matthäus darum, dass nur WIR als Christen den Geringsten der Brüder JESU Gutes tun? Der ganze Kapitel 25 beschreibt im Grunde ein missionarisches Werk, wo sich die Jünger JESU mit nichts selber versorgten, weil das Lebensnotwendige haben sie von den Menschen (keine Christen) bekommen, zu denen sie hingingen predigen, wo sie sich auch aufhielten, bis sie dann wieder ihres Weges gingen.
Und diese Menschen waren Juden, und keine Christen.

(Auf Mat 12:50 habe ich mit Verlinkung auch hingewiesen).

Zitat
Wenn wir grundsätzlich eine liebevolle und hilfsbereite Haltung haben, ist die Chance größer selbst dann den "Brüdern Christi" Gutes getan zu haben, wenn wir sie als solche garnicht erkannt haben...


Wie bitte?
JEDER wahre Christ gehört zu den Brüdern JESU.
Es geht bei Matthäus auch speziell darum, dass es die geringsten der Brüder sind, die sich offensichtlich im Werk CHRISTI verausgaben.
Das nur auf welche bestimmte Christen zu beziehen, und auch nur auf die aus eigenen Reihen, wie das die WTG macht, hat mit dem Evangelium nichts zu tun!

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: 25:40

#78 von Schrat , 24.06.2017 18:28

Lieber Jurek,

oft liest Du meine Kommentare nicht richtig und kommst dann zu ganz seltsamen Schlußfolgerungen und unterstellst mir etwas was ich garnicht gesagt habe und auch nicht zum Ausdruck bringen wollte:

Wenn Jesus sagte "...was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan...." dann können damit grundsätzlich nicht nur Christen gemeint sein, unabhängig von der Frage, wann jemand Christus annimmt. Diese Leute, die bisher zwar Christus nicht erkannt und angenommen haben, haben aber auf jeden Fall ein gutes Herz gehabt und sie werden dann von Christus gesegnet werden und Jesus dann auch annehmen, davon gehe ich mal aus.

Insofern geht Deine Bezugnahme "....jeder Christ ist ein Bruder Christi..." an der Sache und auch an dem, was ich gesagt habe, vorbei.
Genau das habe ich doch gesagt, daß "....jeder der den Willen des Vaters tut Bruder oder Schwester ist....." Das hat doch Christus gesagt und das habe ich doch zitiert!.

Darüber hinaus wird es aber auch Menschen geben, die Jesu Brüdern Gutes tun, obwohl sie Jesus noch nicht als ihren Herrn erkannt und angenommen haben. Sie werden dann von Christus gesegnet und sich sicher größtenteils als dankbar erweisen und Christus dann annehmen. Dann versteht man auch, warum Jesus in seinem Gleichnis über diejenigen, die seinen "Brüdern" Gutes tun auch eine Gruppe hervorheben konnte, die sagen kann ".....Wann sahen wir dich...."?

Und deswegen gibt es auch immer wieder bewundernswerte und anerkennenswerte Handlungen von gläubigen Moslems, die sogar ihr Leben einsetzen und eingesetzt haben, damit Christen kein Schaden erleiden.

https://daserwachendervalkyrjar.wordpres...nte-islamisten/

Zitat

Muslimischer Mann rettet auf den Philippinen 64 Christen vor Enthauptung durch militante Islamisten

Kürzlich versteckte ein Mann auf den Philippinen 64 Christen bei sich zuhause und rettete sie davor, durch militante Islamisten enthauptet zu werden, die von ISIS unterstützt werden.

Im Juli 2016 setzte Najih Shaker Al-Baldwai im Irak sein eigenes Leben auf’s Spiel und rettete dadurch hunderten das Leben. Als ein ISIS-Selbstmordattentäter versuchte, den Sayyed-Mohammad-Schrein in Balad in die Luft zu sprengen, tat Shaker etwas, wozu die meisten Leute nicht fähig wären – er lief zum Selbstmordattentäter und umklammerte ihn, um die Explosion mit seinem Körper abzudämpfen.

.....

Im Dezember 2015 beschützte eine Gruppe von Muslimen christliche Reisende, als mutmaßliche militante Islamisten in Kenia einen Bus überfielen. Salah Farah, der sich zusammen mit anderen Reisenden weigerte, nach Religionszugehörigkeit aufzuteilen, schirmte die Christen ab, indem er die Gewehrkugeln der Militanten abbekam und an seinen Verletzungen starb. Berichten zufolge sagte er zu den Militanten: „Bringt uns alle um, oder lasst uns in Ruhe“.



Das wollen wir fairerweise auch einmal hervorheben, auch wenn die Masse der Moslems nicht so gegenüber Christen eingestellt ist, viele sie sogar verfolgt und getötet haben.

Da bin ich biblisch begründet halt anderer Meinung als viele Christen die meinen, man müsse bis Christi Wiederkunft diesen auch als Herrn angenommen haben.

Gruß
vom Schrat


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RE: 25:40

#79 von Jurek , 24.06.2017 18:45

Hallo Schrat,

es geht um die Thematik die von Matthäus vorgegeben wird.
Was soll dazu seltsam sein, was ich dazu geschrieben habe?

Zitat
Wenn Jesus sagte "...was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan...." dann können damit grundsätzlich nicht nur Christen gemeint sein, unabhängig von der Frage, wann jemand Christus annimmt. Diese Leute, die bisher zwar Christus nicht erkannt und angenommen haben, haben aber auf jeden Fall ein gutes Herz gehabt und sie werden dann von Christus gesegnet werden und Jesus dann auch annehmen, davon gehe ich mal aus.


Ja, das habe ich davor auch geschrieben, wie ich das aus Matth.-Evangelium verstanden habe. Du siehst das offensichtlich auch so und viele andere Christen auch. Damit kann es aber nicht stimmen, dass mit „Brüdern JESU“ nur bestimmte Christen einer speziellen Gemeinschaft gemeint sind, wie das die WTG lehrt, weil sonst sie keine Anhaltspunkte aus Mat.-Ev hätte, die sie zu ihrer falschen Zweiklassenlehre braucht.

Zitat
Insofern geht Deine Bezugnahme "....jeder Christ ist ein Bruder Christi..." an der Sache und auchb an dem, was ich gesagt habe, vorbei.


Was du schreibst… und was ich schreibe… Was schreibt eigentlich der Matthäus? Darum geht es hier, werter Schrat. Beziehe dich bitte also nicht allzu sehr auf dich was du und was ich dann…., weil um uns geht es hier nicht.
Es geht doch darum, dass Matthäus mit den „Brüdern CHRISTI“ meint nicht nur spezielle Christen. Dazu finde ich keinen Bezug in seinem Evangelium.

Wenn du also was bringst, dann bitte nicht was du und was ich…, sondern was Matthäus aus dem Text …… aussagt, womit wir uns dann über dem Bibeltext unterhalten, und nicht über uns.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
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15:3,13,25 ...

#80 von Jurek , 29.07.2017 08:30

Guten Tag Schrat und werte Mitlesende,

heute bei der virtueller Versammlung, stand Matthäus 15 am Programm.

Viele verschiedene Punkte waren darin sehr interessant.
Schön wäre es, wenn wir auch hier die Evangelien und Briefe der Bibel besprechen könnten.
Was meinst du dazu?

Ich möchte drei Verse aus der heutigen Bibellesung herausgreifen und erwähnen, was ich damit verbinde bzw. wie ich diese verstehe. (Es gibt vieles, was ich erwähnen würde, was aber so in einem Posting nicht geht):

"3 Jesus entgegnete: "Und ihr, warum haltet ihr euch mit euren Überlieferungen nicht an Gottes Gebote?""
Pharisäer und Gesetzeslehrer aus Jerusalem, also die "Leitende Körperschaft" aus der Zentrale der Anbetung kam um wegen ihrer Überlieferungen willen (was so nicht im Gesetz GOTTES stand) die Jünger und JESUS zu kritisieren. Um was ging es dabei?
Kurz erwähnt: Vor dem Essen sich die Hände zu waschen!
Was wäre dabei falsch? Aus hygienischen Gründen ist das wichtig und im Einklang mit den Reinheitsgeboten GOTTES!
ABER… JESUS ging es sicher weniger darum (Reinheitsbestimmungen), als darum, dass diese Lehrer um ihre eigene Überlieferungs- (Interpretationen des Gesetzes GOTTES-) -willen, aus einer Mücke einen Elefanten machten. JESUS zeigte ihnen das im Vergleich zu dem, wie sie mit den Eltern umgingen (V.5+6) und wohin ihre angebliche GOTTES-Verehrung =(GOTT steht damit höher als die Menschen, damit auch die Eltern…) eigentlich führte. Nämlich ins Gegenteil dessen, GOTT wirklich zu ehren!
Vieles was scheinbar richtig erscheint, kann in Verbindung mit Ganzen, dann falsch sein.
Das erinnert mich auch an die Leitung der "ZJ", die ganz ähnlich handelt…
Lehre für uns: Wir sollen nicht aufgrund von Auslegungen von nicht Heilswichtigen Dingen andere bestimmend verdammen.

"13 Jesus erwiderte: "Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht selbst gepflanzt hat, wird ausgerissen werden.""
Auf das kommt es an! Eine Person oder gar Organisation wird an ihren Früchten offenbart.
Es gibt verschiedene religiöse Gruppierungen, aber wenige davon behaupten eine von GOTTES Geist geleitete Organisation zu sein, derer ALLE Aussagen wie von GOTT kommend dogmatisch zu betrachten sind.
Aber wenn sich das als falsch erweist, wie das viele vergangene Beispiele solcher Gruppierungen zeigen, werden solche Organisationen (egal wie sie sich nach außen GOTT-treu darstellen), alle von GOTT entfernt werden.
Man soll nicht "Herren über Glauben anderer sein" (2.Kor 1:24), wie es leider das die gängige Praxis bei totalitären Gruppierungen und Sekten das der Fall ist.

"25 Da kam die Frau näher und warf sich vor Jesus nieder. "Herr", sagte sie, "hilf mir!""
Das ist das! Immer demütig und aufrichtig zu JESUS zu kommen und Ihn um Hilfe anflehen.
Doch wie tat das diese gläubige Frau, die "nicht dazu gehörte", also zum Volk Israel gehörte?
Sie nennt JESUS glaubensvoll richtig: "Herr, du Sohn Davids". Ungewöhnlich für eine Frau von den Heiden, wenn sie JESUS nicht wirklich kennen würde. Aber sie drückte genau das aus, wovon sie überzeugt war, dass JESUS der Retter und Messias ist, aus der Davidischen Linie, und nicht einfach nur Einer von vielen Männern GOTTES.
JESUS tut zuerst auf ihr Rufen nicht reagieren, aber JESU Jünger drängen Ihn sie gar wegzuschicken. JESUS reagiert auch nicht auf das Drängen seiner Jünger.
JESUS stellt klar (V.24), dass Er nur zu den verlorenen Schafen ISRAELS gekommen ist.
Aber Achtung! Das ist ja keine Absage an diese Frau! Sie interpretiert das auch nicht falsch. Sie tut auch nicht gleich etwas missverständliches "brav akzeptieren" und geht einfach weg, wo scheinbar aus allen Seiten sie Ablehnung findet, sondern die beschäftigt sich damit. Sie kommt zu JESUS und argumentiert!
Kann sie JESUS dann so abweisen? Hatte Er das zuvor? Nein!
Daraus sollten wir lernen, dass wir ausdauernd beten sollen und wenn wir auch mal wann fallen würden, immer wieder aufstehen und dem Ziel zu JESUS fortsetzen sollen und sich damit beschäftigen. Er ist ja da, auch wenn Er vielleicht nicht immer sofort antwortet!

Und nebenbei heißt es also im V.25: "Da kam die Frau näher und warf sich vor Jesus nieder.". Damals war das Niederfallen von jemanden ein Zeichen einer demütigen Hocherbietung, und nicht - wie viele Kirchengeher z. B. in Bezug auf Joh 18:6 u. ä. meinen, das das was mit göttlichen Anbetung was zu tun hätte. Das ist aber nicht generell so zu deuten.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Durch Übertreibung vom Worte Gottes abweichen

#81 von Schrat , 29.07.2017 09:37

Lieber Jurek,

bzgl ...Überlieferungen ....

Nunja, Traditionen sind nicht perse verkehrt, nur dann, wenn sie gegen Gottes Wort und Gesetz sind! Und das war bei vielen dieser pharisäischen Überliefrungen der Fall. Diese Überlieferungen haben dann auch bis heute ihren Niederschlag in schriftlicher Form gefunden und finden wir dann wieder im Talmud als auch in der Kaballa, wobei es bei diesen Büchern verschiedene Versionen gibt.

Und wenn vom "Antisemitismus" eines Martin Luthers im "Lutherjahr" gesprochen wird, dann sollte man auch da mal folgende Überlegungen mit einbeziehen. Luther war anfangs den damaligen Juden gegenüber durchaus freundlich und positiv eingestellt und suchte sie zu gewinnen. Sein angeblicher "Antisemitismus" entstand erst als er sich diese "Überlieferungen" der Juden hat kommen lassen, das hat ihn dann schockiert und wiederum zu schockierenden Äußerungen veranlasst. Wobei man m.E. nach wie vor bei ihm kritisieren muß, daß er zu pauschal alle Juden in einen Topf warf.

War Jesus Christus, weil er auf diese "Überlieferungen" der Juden damals hinwies damit ein "Antisemit"? Ich meine nicht!
Das Heil kommt nach wie vor aus den Juden, wie Jesus selber sagte, alledings nur über einen Bibel-/Thora-treuen Überrest.

Wobei dieses Verwerfen und Ungültigmachen von Gottes Wort auch auf die Weise geschehen kann, daß man an sich gute und richtige Grundsätze übertreibt. Das wird am Sabbatgebot deutlich. Grundsätzlich waren die Anordnungen Gottes bzgl. des Sabattes ja richtig. Nur, wie Jesus selber sagte, sollte der Sabbat den Menschen (zum Wohlergehen) dienen. Durch ihre kleinlichen zusätzlichen Regelungen, was denn nun als "Arbeit" zu gelten habe, machten sie Gottes Wort ungültig. Deswegen waren alle übertriebenen Traditionen, die das, was man am Sabbat tun oder nicht tun durfte, dann nicht mehr zum Wohlergehen der Menschen, sondern bewirkten das Gegenteil!

Aus dem "Den Namen Gottes nicht in unwürdiger Weise gebrauchen" wurde dann und wird dann, ihn überhaupt nicht mehr zu gebrauchen. Ja, ja, wenn man sich die Füße amputieren lässt, kann man keinen Fußpilz mehr bekommen..... Nur mal so als Analogie.

Und so gehen gewisse angeblich "treue" Religionisten auch heute vor. Sie übertreiben das, was an sich gut und richtig ist.
aus dem "bekennen" von Jesus wird dann die Behauptung, die Bibel lehre, daß jeder "wahre" Christ von Haus-zu-Haus-Klingel-Weckienst machen müsse. Aus "Kein der Welt sein" wird dann, daß man mit anderen Menschen, die nicht den selben Glauben haben, möglichst nichts zu tun haben sollte, nur die allernotwendigsten Dinge regeln. Denn die gehören ja "zu Satans" Welt. Wobei dieses "Kein Teil der Welt sein" ja bedeutet, daß man kein Teil der b ö s e n Welt sein sollen und wollen. Ansonsten dürfen wir uns schon dafür interessieren und u.U. auch einsetzen, was so in der Welt geschieht.

Aus der durchaus anzutrebenden "Einheit" wird dann die totale Unterdrückung abweichender Meinungen, egal wie gut sie begründet sind.

Aus dem Hinweis z.B. des Paulus "wohlgeordneten Kleide" wird dann ein Regelwerk, wie man sich zu kleiden habe oder ob es für einen Christen geziemend ist, einen Bart zu tragen.

Man kanns halt übertreiben und Sekten kennzeichnen sich häufig dadurch, daß sie es übertreiben.

Gruß
vom Schrat


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Kap. 15:1ff

#82 von Jurek , 29.07.2017 17:42

Hallo Schrat,

Zitat
Nunja, Traditionen sind nicht perse verkehrt, nur dann, wenn sie gegen Gottes Wort und Gesetz sind!


Also nochmals als kurzer Blick zum Kapitel 15:
1) was ist falsch an der Aussage, dass man mit sauberen Händen das Mahl einnehmen soll? (es ging doch nur darum! Oder nicht?);
2) Inwiefern war das gegen GOTTES Wort, wo es im Gesetz um Reinheitsgebote ging?
3) Was hatte also JESUS daran wirklich auszusetzen?

Das sind m. E. wichtige Fragen, derer Betrachtung uns hilft den Bericht darüber zu verstehen.
Daher sollen wir JESUS bei Matthäusevangelium (hier geht es um Matthäus-Ev., Kap. 15) hier so zu verstehen versuchen, wie das in dem Kontext stimmig und verständlich sich zeigt.

Was hat aber "Antisemitismus" eines Martin Luthers im "Lutherjahr" hier in Verbindung mit Mat 15 zu tun, das habe ich nicht verstanden.

Zitat
War Jesus Christus, weil er auf diese "Überlieferungen" der Juden damals hinwies damit ein "Antisemit"? Ich meine nicht!


Wenn der Jude JESUS gegen von Menschen gemachte Regeln war, dann sicher aus einem anderen Grund als aus Antisemitismus. Das ist doch Unsinn, wenn wer das behaupten würde.
Also wogegen war JESUS in Mat 15, angesichts der 3 Argumente die ich davor nannte?

Zitat
Das Heil kommt nach wie vor aus den Juden, wie Jesus selber sagte, alledings nur über einen Bibel-/Thora-treuen Überrest.


Die heutige Juden (und Pro-Israel Freunde) mögen so denken, dass das Heil aus den Juden als solche kommt, so ähnlich wie einst die Schriftgelehrten die meinten, dass durch sie dieses einzige Heil vermittelt werden kann, weshalb sie sich auch damals damit gegen JESUS stellten.
Joh 4:22 im Kontext betrachtet (WER? Samariter oder Juden oder nicht da [Gerisim] oder dort [Jerusalem]…) deutet an, dass nicht das Heil von den Juden (weil sie Juden sind) ausgeht, sondern aus den Juden kam (und wird noch kommen) = das Heil in Form von Diesem Einen, der dieses Heil wirklich bringen kann = JESUS CHRISTUS.
Auch das wird so ähnlich um der Menschenüberlieferungswillen umdeutet und von dem wahren Retter abgelenkt (was die Absicht Satans ist, welcher auch die Bibel dazu missbraucht).
So ähnlich also auch mit den Reinheitsgeboten, wo JESUS die Unlogik der Regeln von Menschen ihnen zeigte.

Ja, viele Gebote GOTTES wurden nicht nur damals von den jüdischen Gelehrten durch menschliche Regeln "erweitert", wo es am Ende eigentlich oft das Gegenteil dabei rauskam.
Gerade das hat JESUS auch damals an solchen Gelehrten kritisiert, und wir sollen daraus auch für heute lernen, weil leider dahingehend nichts neues unter dem Himmel ist.

Zitat
Und so gehen gewisse angeblich "treue" Religionisten auch heute vor. Sie übertreiben das, was an sich gut und richtig ist.

Aus der durchaus anzutrebenden "Einheit" wird dann die totale Unterdrückung abweichender Meinungen, egal wie gut sie begründet sind.


Das ist also eine der wichtigen Punkte, die JESUS auch uns vor Augen in Mat 15 führen will, dass wir uns nach der Bibel und nicht menschlichen Überlieferungen ausrichten sollen, und auch noch schwere Lasten daran binden…

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Kap. 18

#83 von Jurek , 19.08.2017 10:21

Interessantes aus (interner) heutiger Bibellesung.

Schon die ersten Verse des Kapitels sollen auch daran erinnern, wer die geringsten der Brüder JESU sind, um auch 25:40 richtig zu verstehen und nicht zu meinen (wie die WTG), dass damit nur welche Geistgesalbten der „ZJ“ gemeint wären, aus den buchstäblich 144.000.

Vers 14 = GOTT geht es um jeden einzelnen Menschen, auch wenn der noch so gering und von anderen Menschen verachtet ist!
Geht es z. B. der WTG wirklich darum, jedem zu helfen um sie vor dem Feuer zu retten, wenn sie gewisse Menschen wie die Pest meidet?

Verse 15-17 zeigen, wie es richtig mit Sündern gehandhabt werden soll, und nicht so wie bei der WTG die Praxis ist!

Vers 18 spricht m. E. davon, dass die Ältesten enorme Verantwortung im, bzw. vor dem Himmel haben! Bei Falschentschlüssen werden die sich dafür zu verantworten haben.

Wenn man sich vorstellt, wie viel wir vor GOTT schuldig sind, sollen wir nicht erst Recht den anderen vergeben (auch damit auch uns GOTT unsere Todesschulden vergibt)?

Das Beispiel ab dem V. 23 mit den 2 Schuldnern zeigt einen Vergleich:
10.000 Talente gegenüber von nur 100 Denaren.
Um sich das besser vorzustellen: 1 Talent = 6.000 Denare = Arbeitslohn für 20 Jahre Arbeit.
Also 10.000 Talente das wäre eine Schuld von 200.000 Jahren Arbeit!
Während 1 Denar war nur für einen einzigen Tag Arbeit!
Die 100 Denare entsprachen somit ungefähr dem Drittel des damaligen Jahreseinkommens, oder anders ausgedrückt, das entsprach 100 Arbeitstagen.
10.000 Silbertalente (die größere Schuld) entsprachen 60 Millionen Denaren! Wer hätte so was je begleichen können?!?

Und da beachten manche aus der WT-Führung und aus anderen autoritären Sekten und Kirchen, aber auch Einzelne, die anderen so gering?

14 „Genauso ist es bei eurem Vater im Himmel: Er will nicht, dass auch nur einer von diesen Geringgeachteten ins Verderben geht."
Und wir?


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: Kap. 18

#84 von Schrat , 19.08.2017 14:54

Lieber Jurek,

vom Zusammenhang her geht es erst einmal n i c h t um jeden einzelnen Menschen! Sondern, wie Vers 6 zeigt, geht es erst einmal um Menschen - so gering sie auch erscheinen mögen - die an ihn glauben.
Natürlich müssen wir unter sinngemäßer Anwendung dessen, was Jesus in diesem Kapitel sagt, darauf achten, daß wir auch keinen der übrigen Menschen zum straucheln bringen und auf diese Weise Gründe liefern, daß diese erst garnicht zum Glauben kommen.

Aber Jesus definiert selber sowohl in Mat Kap 18 als auch an anderer Stelle, wer die "Brüder Christi" sind. Das sind n i c h t alle Menschen, auch wenn sie vielleicht auf diese oder jene Weise leiden ! Hier handelt es sich um eine human-ideologisch (sprich freimaurerische) Fehldeutung "....alle Menschen werden Brüder..." gemäß dem Freimaurer Lied "Lied an die Freude".

http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downlo...hen-brueder.htm

Wer "Bruder Christi" ist, definiert Jesus auch in Mat 12:49

Zitat
Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! 50Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder, Schwester und Mutter.



Das geht natürlich über die von der WTG genannten 144000 hinaus, da gebe ich Dir Recht.

Menschen - auch jetzt "Ungläubige" - werden danach beurteilt, wie sie Christen im allgemeinen behandelt haben und mögen dann wegen ihrer guten Herzenseinstellung den Brüdern Christi gegenüber eine Gelegenheit erhalten, Jesus Christus als ihren Herrn anzunehmen.

Gruß
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 19.08.2017 | Top

RE: Kap. 18

#85 von Jurek , 19.08.2017 19:29

Danke Schrat für deinen Kommentar.
Ich wollte da mit dem abschließendem Bibelvers 14 auch zeigen, dass es nicht nur um die Menschen und Menschheit geht, sondern auch um jeden Einzelnen und auch Geringsten! Besonders auch in Verbindung mit den von mir angesprochenen und gemeinten Einzelnen, die Probleme haben (Verse 15-17). Oder die sich verloren haben, wo man die 99 in Sicherheit lässt und sich auch nur wegen dem Einzelnen auf der Suche nach ihn begibt (V.12)
Natürlich geht es in diesem Kapitel nicht nur um Einzelne, das ist auch klar.

Am Ende wird nicht die Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Organisation retten, sondern da wird sich jeder für sich selbst verantworten müssen (Röm 14:12)

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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