Fels

#61 von Jurek , 09.05.2013 13:51

Hallo Isai,

das mit SCHLAGEN oder SPRECHEN zu dem Felsen, hat in Verbindung mit dem Einzug ins Verheißene Land eine Bedeutung. Denn je nach Zusammenhängen, sollten wir m.E. dabei etwas beachten.
Einerseits schlug Moses den Fels, wenn ihn das GOTT geboten hatte… Andererseits (was ich eigentlich meinte), die Symbolik auf den CHRISTUS, da hätte Moses zu den Felsen nur sprechen sollen = 4.Mo 20:7-12, was mit Verheißung auf das gelobte Land verbunden war.
Die ganzen Verse muss man jeweils in gewissen kontextuellen Zusammenhang sehen um zu erkennen, dass Paulus dann mit dem Felsen JESUS meinte …
= Das ist das, was ich dazu gemeint hatte.
Habe ich da was missverstanden?

Gruß


 
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RE: Fels

#62 von Isai , 09.05.2013 14:15

Hallo Jurek,


Zitat
Habe ich da was missverstanden?



Nein, aber ich stehe auf der Leitung...

JESUS als Fels ist klar (1. Korinther 10:4, Johannes 4:10,14),
aber wieso war es falsch zu schlagen, wenn er schlagen sollte?

Bitte um Nachsicht und Geduld


Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Fels

#63 von Jurek , 09.05.2013 14:47

Hallo Isai,

hast du die von mir zuvor angegebenes Bibelabschnitt nachgelesen? Ich würde es wärmstens empfehlen!
Denn gerade dort geht es in dem Zusammenhang um die Verheißung, die wir auch für das zukünftige „Land“ (Mat 5:5.., Heb 11:10 etc.) haben durch JESUS CHRISTUS.
Die Stelle aus 1. Korinther 10:4 (auf die du auch hinweist) verweist nicht auf irgendwas anderes, was GOTT in einem anderen Zusammenhang zu Moses sprach, sondern auf 4. Mose.
Wenn das für dich ein besonderes wichtiges Thema sein sollte, welches noch weiterer Diskussionen bedarf, dann bitte die Diskussion in die Bibellesung weiter zu verlagern.

Dank und Gruß


 
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RE: Fels

#64 von Isai , 09.05.2013 14:52

Hallo Jurek,


Zitat
hast du die von mir zuvor angegebenes Bibelabschnitt nachgelesen? Ich würde es wärmstens empfehlen!



Doch, gerade deswegen stehe ich auf der Leitung. Naja, kommt Zeit, kommt ...


Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Fels

#65 von Jurek , 09.05.2013 14:55

dann - dort steht nichts von Schlagen (im Auftrag JHWHs)! ....


 
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RE: Fels

#66 von Isai , 09.05.2013 15:05

Was ist dann mit 2. Mose 17:6?

5 Und der HERR antwortete Mose: Geh dem Volk voran und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin!
6 Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus ihm hervorströmen, so dass das Volk zu trinken hat. Und Mose machte es so vor den Augen der Ältesten Israels.


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: Fels

#67 von Jurek , 09.05.2013 15:13

Hallo Isai,

Bitte die weiter führende Diskussion, die mit Mat.-Ev. nichts zu tun hat, an der von mir vorgeschlagenen Stelle weiterführen.
Ich kann nur dazu hier noch schreiben, dass das in einem ganz anderen Zusammenhang steht und dass sich die Bibel nicht widerspricht damit, wenn GOTT dann den Auftrag Mose erteilt, zu dem Felsen nur zu sprechen …

Dank und Gruß


 
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RE: Fels

#68 von Isai , 09.05.2013 15:50

hier gehts weiter


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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24:28

#69 von Isai , 06.06.2013 12:22

Hallo


Was könnte dieser Text bedeuten:

Matthäus 24:28 Wo das Aas ist, da werden sich die Adler versammeln. (Elberfelder)
Matthäus 24:28 Wo das Aas liegt, da sammeln sich die Geier. (NeÜ)

Lukas 17:37 "Herr, wo wird das geschehen?", fragten die Jünger. Er erwiderte: "Wo das Aas liegt, da sammeln sich die Geier." (NeÜ)
Lukas 17:37 Und sie antworten und sagen zu ihm: Wo, Herr? Er aber sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich auch die Adler (Fn: od. Geier). (Elberfelder)

Was kommt euch in den Sinn? Was ist das Aas (negativ besetzt), wer die Geier / Adler?


Lieben Gruß,

Isai


"Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat."
(1. Johannes 4:9 NeÜ)

 
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RE: 24:28

#70 von Schrat , 06.06.2013 15:15

Lieber Isai,

das ist aber eine "harte Nuss". Meine Kommentare (McDonald u. Walvoord) bringen es in einen negativen Kontext, weil ein Geier nunmal in unreines Tier ist und Kadaver ja wohl auch. Aber eine genauere Erklärung ist dort auch nicht zu finden.

Jehovas Zeugen haben das nach meine Erinnerung mal so erklärt, daß dies auf das Versammeln des "gesalbten Überrestes" nach 1914 zu beuziehen wäre. So wie Adler (für Adler und Geier wird m.W. im hebr. das selbe Wort verwendet) sehen sie die "geistige Speise" und werden auf diese Weise versammelt. Die genaue Belegstelle konnte ich im Index der WT-CD nicht wiederfinden.

Ich halte folgende Erklärung jedoch für die Wahrscheinlichste, weil sie auch in Harmonie mit anderen Prophezeiungen ist, die davon sprechen, daß es einen Angriff auf das endzeitliche Israel geben wird, welches für die bösen Mächte sozusagen eine "Beute" sein wird.

http://www.bibelkommentare.de/index.php?...a&answer_id=120

Zitat
Das Bild bezieht sich auf einen in warmen Ländern häufigen Vorgang, dass ein toter Tierkörper die Geier von weit her anzieht, die dann das Bestattungsgeschäft, allerdings auf höchst widerliche Weise, vollziehen. Beiläufig sei erwähnt, dass es sich hier nicht um eigentliche Adler handelt, welche nur frisches, selbsterlegtes Fleisch verzehren, sondern um die nackthalsigen und kahlköpfigen Geier, sog. Aas- oder Schmutzgeier. Nun, mit diesem Bild wird ein Vorgang kurz vor der Erscheinung des Herrn auf Erden verglichen. Wer das "Aas" ist, finden wir in Jesaja 18,7 angedeutet: "Ein Volk, das geschleppt und gerupft ist, und von einem Volk, wunderbar, seitdem es ist und weiterhin, einer Nation von Vorschrift auf Vorschrift und von Zertretung, deren Land Ströme beraubt haben." Es ist das Volk der Juden, das wegen seiner Sünde die Beute aller Nationen geworden und noch heute unter dieselben zerstreut ist. Es wird aber nach Gottes Verheißung wieder in das Land seiner Väter zurückkehren - was schon begonnen hat. Aber auch dort werden die Nationen erneut über dasselbe herfallen, um Beute zu machen. Der große Reichtum, der sich mit der Rückkehr der Juden dort ansammeln wird, wird die Geier (Adler) anlocken. Die Geier, übrigens ein recht zutreffendes Bild, sind somit die Nationen der Erde (vgl. 5. Mo 28,49), welche bekanntlich nach der Prophezeiung im Land der Juden ihr Gericht empfangen müssen. Dort, wo die Völker der Erde versammelt sein werden, also zu Harmagedon, wird plötzlich der Herr mit Seinen Heerscharen erscheinen, um die Nationen zu richten. Auch wird der Herr auf den Ölberg kommen, um das bedrängte Jerusalem zu befreien. Beachten wir, dass Matthäus 24 stets die Wiederkunft des Herrn als König und Messias für Israel im Auge hat.



Eine alternative Erklärung wäre folgende:
http://bibelmail.de/bibelmail-nr-99-denn...matthaus-24-28/

Zitat
So wie Gott schon einmal seine Warnung an der vorsintflutlichen Menschheit wahrmachte und ein weltweites Verderben brachte, ebenso gewiss wird Gott auch seine deutlichen Ankündigungen vom Gericht über die letzte Menschheit verwirklichen.

“Schauet unter den Nationen, wundert und entsetzt euch! Denn ICH will in euren Tagen ein Werk tun, welches ihr nicht glauben werdet, wenn man davon sagen wird.

Denn siehe, ICH will die Widersacher erwecken, ein grimmiges und ungestümes Volk, welches die Weiten der Erde durchzieht, um Wohnplätze einzunehmen, die ihm nicht gehören. Sie ziehen in großen Haufen wie ein Ostwind daher, ihre Front strebt unaufhaltsam vorwärts, grausam und schrecklich wird es sein. Sie fliegen von ferne herbei wie die Geier, die sich auf das Aas stürzen. Dies Gesicht gilt für die Endzeit und trügt nicht, spricht der HERR.” (Habakuk 1, 5-11; 2.3)


Danach wäre es das Gericht, welches Gott an den gottlosen Menschen, insbesondere Babylon der Großen ausführt und dabei Nationen dieser Welt benutzt. Gewisse "Könige" haben gemäss der Offenbarung nur eins im Sinn...

Aber ich will mich da noch nicht endgültig festlegen. Vielleicht gibt es noch bessere Erklärungen.

Gruß
vom Schrat


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RE: 24:28

#71 von Jurek , 08.06.2013 10:01

Einige Bibelkommentaraussagen dazu:

NTD:

Zitat
28 Schwieriger ist das letzte Wort von den Aasgeiern. Es steht Lk. 17,37 an anderer Stelle, im Zusammenhang mit dem Gericht, in dem der eine angenommen, der andere zurückgelassen wird. Auch dort soll das Bild den Unsinn der Frage nach dem Ort der Erscheinung des Menschensohnes aufzeigen. Man kann z.B. in Afrika beobachten, daß sich dort, wo Löwen eine Antilope gerissen haben, die Äste der umliegenden Bäume sofort mit Aasgeiern füllen, so daß niemand fragen muß, wo die Leiche liegt. Wahrscheinlich ist das Bild also ursprünglich im Zusammenhang mit einer Gerichtsansage gestanden. Dem törichten Frager, der sich aus sicherer Distanz nach dem Wann und Wo erkundigt, könnte es gehen wie dem vom Löwen niedergerissenen Tier; das Gericht könnte so über ihn kommen, daß er nicht mehr fragen kann, wo das wohl geschehe (vgl. Offb. 19,17).


Edition C:

Zitat
Die Verse 27 und 28 heben eins mit Bestimmtheit hervor: Wenn Jesus als »Menschensohn« wiederkommt, wird es keine Debatten geben, ob er es ist oder nicht. »Denn wie der Blitz vom Osten hervorbricht und bis zum Westen leuchtet, so wird die Wiederkunft des Menschensohnes sein.« Ein »Blitz« zuckt über das ganze sichtbare Firmament. Ihn kann man eindeutig feststellen. Ebenso eindeutig ist Jesu Wiederkunft. Manche Ausleger sehen in der Wendung »vom Osten« einen Hinweis auf die Erscheinung Jesu in Palästina bzw. in der Osthälfte der Erdkugel. Aber Jesus argumentiert anders: Er kommt in einem einzigen Moment unverwechselbar und universal für die gesamte Erde. Das Sprichwort: »Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier« unterstreicht dies. Wo Aasgeier sich sammeln, muss man nicht rätseln, was los ist. Ohne weitere Besinnung kann man von ihnen auf vorhandenes Aas schließen. So unzweideutig wird also Jesu Wiederkunft für alle sein: für die Glaubenden wie für die Ungläubigen. Und damit beginnt auch schon die nächste, die letzte Etappe der irdischen Geschichte.
Ob die »Geier« zugleich die Vögel des Gerichts darstellen, die nach Hes 39,4.17-20; Off 19,17ff. beim Sieg über Gottes Feinde gerufen werden?
Mt 24,29-31: »(29) Gleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird kein Licht mehr geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. (30) Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. Und dann werden alle Völker der Erde in Klagen ausbrechen, und sie werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit kommen sehen. (31) Und er wird seine Engel mit mächtiger Posaune senden, und sie werden seine Auserwählten zusammenbringen aus den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern.«
Damit ist die letzte Etappe der irdischen Geschichte eingeleitet: das Tausendjährige Reich (vgl. Off 19-20). Letzteres wird jedoch nicht mehr beschrieben. Nur bis zur Wiederkunft Jesu, des »Menschensohnes«, reicht die endzeitliche Prophetie in Mt 24,1-31. Doch soviel ist klar: Jesu Wiederkunft setzt allem bisher Dagewesenen in der Menschheitsgeschichte ein Ende. Zugleich erfüllt sie wichtige Verheißungen der alttestamentlichen Prophetie. Das zeigt sich rein äußerlich daran, dass ca. 50 % der Worte in V. 29-31 aus alttestamentlichen Zitaten bestehen.
In V. 21-28 war die größte Bedrängnis der Leute Gottes geschildert. Aber Gottes Gnade hat »jene Tage verkürzt«. Und nun, »gleich nach der Bedrängnis jener Tage«, geschieht die Wende. Sie wird durch kosmische Veränderungen eingeleitet: Es »wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird kein Licht mehr geben, und die Sterne werden vom Himmelfallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden«. All das haben Israels Propheten schon Jahrhunderte zuvor gesagt (vgl. Jes 13,10; Jes 34,4; Hes 32,7ff.; Joel 2,10ff.; Joel 3,4). In der ganzen Bibel besteht ein geheimnisvoller Zusammenhang zwischen der Menschheitsgeschichte und dem Kosmos (vgl. 1. Mose 3,14-19; Röm 5,12ff.; Röm 8,18ff.). So folgt aus Jesu Sühne auch die Heilung der Natur (Off 21-22). Und gerade hier müssen wir sehen, dass »Sonne«, »Mond und Sterne« nicht nur neutrale Körper unter sog. Naturgesetzen sind, sondern auch die äußere Erscheinungsform persönlicher Willensmächte (zu Sonne und Mond vgl. Jos 10,12ff.; Ps 19,1ff.; Ps 104,19; Ps 148,3; Jes 38,8; zu den Sternen vgl. Ri 5,20; Hiob 25,5.; Ps 147,4; Ps 148,3; Off 9,1). Die Sterne werden oft als »Heer des Himmels« zusammengefasst (vgl. 2. Kö 17,16; Ps 33,6; Jes 34,4; Ps 40,25; Jer 19,13; Jer 33,22). Weil sie personhafte Mächte verkörpern, nimmt die Verehrung der Sterne dämonische Züge an (vgl. 2. Kö 17,16; Jer 19,13; Jer 44,17ff.). Von daher erklärt sich der Ausdruck »die Kräfte der Himmel«. Übrigens ist hier zweifelhaft, ob man besser übersetzt »die Himmel« (Mehrzahl, so wörtlich) oder »der Himmel« (Einzahl).
Die »Kräfte« haben denselben Charakter wie die Gestirne. Einerseits sind es gesetzmäßige Zusammenhänge im Kosmos, berechenbar z. B. in den Planetengesetzen. Andererseits sind es persönliche Mächte, die dahinter stehen und Gott gehorchen müssen (vgl. Ps 104,4; Jes 13,13; Dan 4,32; Joel 2,11; Jona 2,4.11; Jona 4,6-7-8; Apg 8,10.; Röm 8,38; Hebr 1,3; 2. Petr 2,11). So liegt wohl im Gesamtbild beides ineinander. Es handelt sich zunächst um äußere Veränderungen in den Beziehungen zwischen der Erde und dem außerirdischen Kosmos. Was im einzelnen geschieht, wird nicht ausgeführt. Immerhin können wir uns heute vorstellen, dass z. B. durch Umweltverschmutzung der Lichteinfall beeinträchtigt wird oder durch atomare Kettenreaktionen ganze Sterne zerstört werden. Jedenfalls hat der heutige Mensch einen leichteren Zugang zu dieser Prophezeiung als der mittelalterliche. Doch ist zu beachten: Die Erde als solche wird hier ebenso wenig vernichtet wie in Off 6,12ff. ! Was z. B. in 2. Petr 3,10 oder Hebr 12,26ff. beschrieben wird, gehört deshalb erst an den Beginn der Neuschöpfung. - In einem geistlichen Sinn gilt sodann, dass das bisherige Weltsystem des Bösen (vgl. Lk 22,31; Joh 12,31-Joh 14,30; Joh 16,11; Eph 2,2; Eph 6,12; Kol 1,13.; Kol 2,15.; 2. Thess 2,7ff.; 1. Joh 5,19; Off 12,12ff.; Off 13,1ff.; Off 19,19) »erschüttert« wird. Man kann nicht von der Hand weisen, dass mit den »Sternen« oder »Kräften« auch Irrlehrer gemeint sind (vgl. Jes 14,12; Dan 12,3). Aber all das wird nur »erschüttert«. Abgetan wird es erst durch den Sieg Jesu.
Nun kommt ein Rätsel für alle Ausleger: »Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen.« Was ist »das Zeichen des Menschensohnes«? Eine alte Schrift, die Zwölfapostellehre (ca. 100 n. Chr.), sieht das Zeichen dreifach: die »Ausbreitung« am Himmel, danach den Trompetenton und die Auferstehung der Glaubenden (erste Auferstehung, vgl. Off 20,4ff.). Bei »Ausbreitung« kann man entweder an die Öffnung des Himmels denken oder an die ausgestreckten Arme Jesu am Kreuz, so dass gälte: Jesu Zeichen ist das Kreuz. Bengel überlegt, ob »das Zeichen« nicht das himmlische Heer meint (vgl. Off 19,14). Andere glauben, das »Zeichen« sei einfach Jesus selbst. Wahrscheinlich müssen wir drei Schritte unterscheiden: Zeichen - Klage - Sichtbarwerden Jesu. Dann ist also das »Zeichen« etwas anderes als Jesus selbst. Vielleicht ist es am naheliegendsten, V. 30 mit V. 27 und Off 19,11ff. zu verbinden und das »Zeichen« auf die blitzende Herrlichkeit und den himmlischen Glanz zu deuten, der Jesu Wiederkunft anzeigt. Es besteht dann eine geheimnisvolle Parallele zwischen der »Herrlichkeit des Herrn« beim ersten Advent, die nur den Hirten auf dem Felde leuchtete (Lk 2,9ff.), und der »großen Herrlichkeit« des Herrn beim zweiten Advent, die allen Menschen leuchten wird.


Walvoort Bibelkommentar:

Zitat
3. Das Kommen des Menschensohnes (24,27 - 31) (Mk 13,24 - 27; Lk 21,25 - 28)
Mt 24,27 - 31: Der Herr wird zu jener Zeit nicht leibhaftig in der Welt sein, doch er wird auf die Erde zurückkehren. Sein Kommen wird sein, wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen - also ein großartiges, allen sichtbares Ereignis. Wo immer das Aas (physische Verderbnis) ist, da sammeln sich die Geier zum Fraß. In gleicher Weise wird auch der spirituellen Verderbnis, die dann überhandnimmt, das Gericht folgen. Die Welt wird in dieser schrecklichen Zeit von dem Boten des Teufels, dem Antichristen, dem Gesetzlosen, regiert (2. Thess 2,8), und viele Menschen werden durch falsche Propheten zum Abfall verführt werden (Mt 24,24). Doch der Menschensohn wird rascher kommen, als sie denken, und sie richten (V. 27).
Sogleich nach der Bedrängnis dieser Zeit wird der Herr wiederkommen. Sein Kommen wird von ungewöhnlichen Erscheinungen (V. 29; vgl. Jes 13,10; Jes 34,4; Joel 3,4; Joel 4,15.16) und von seinem "Zeichen" am Himmel (Mt 24,30) begleitet sein. Beim Sichtbarwerden des Zeichens werden alle Geschlechter auf Erden wehklagen (vgl. Offb 1,7), wahrscheinlich, weil sie wissen, daß nun die Zeit des Gerichts für sie gekommen ist.
Was das Zeichen des Menschensohns genau sein wird, wissen wir nicht. Das Zeichen, daß Gott das Volk Israel verlassen hat, war das Weggehen der Herrlichkeit des Herrn aus dem Tempel (Hes 10,4.18; Hes 11,23) - vielleicht wird dies auch das Zeichen der Rückkehr des Herrn sein. Manche Forscher sind der Ansicht, daß die himmlische Stadt, das Neue Jerusalem, zu jener Zeit herabkommen und im Tausendjährigen Reich als Satellitenstadt über dem irdischen Jerusalem schweben wird (Offb 21,2 - 3). Das Zeichen kann aber auch der Blitz oder sogar die Erscheinung des Herrn selbst sein. In jedem Fall wird es für alle Menschen sichtbar sein, denn der Herr wird kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit (vgl. Dan 7,13). Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden (damit ist die ganze Erde gemeint; vgl. Mk 13,27), von einem Ende des Himmels bis zum andern. Dazu gehört auch das Sammeln derer, die in der siebzigsten Woche der Vision des Propheten Daniel noch zum Glauben gefunden haben und während der Verfolgungen (vgl. V. 16) über die ganze Welt zerstreut wurden. Auch alle Heiligen des Alten Testaments, die dann auferstehen, werden gesammelt werden und in das Reich des Messias eingehen (Dan 12,2.13).


Zum Teil sind das m.E. auch nur sehr gewagten Aussagen, welche uns auch m.E. zeigen, dass wir in dieser Welt nie in unserem Wissen unabhängig bleiben werden von der Wirkung des Heiligen Geistes, der uns das Notwendige zu rechten Zeit geben wird.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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16:18

#72 von Jurek , 07.01.2017 04:42

Ein Beispiel für m. E. verkehrte Bibelauslegung finden wir in der interessanten Abhandlung dort:
http://www.ngue.info/team/mitarbeiter/an...senmann?start=1
Dort wird quasi im Endergebnis argumentiert, dass der PETRUS der Fels ist, auf dem die Kirche (Gemeinde/Versammlung) aufgebaut/gegründet ist.
Das mag man durchaus nur aus einem Teil der Bibel so sehen, aber der GESAMTKONTEXT der Aussagen der Bibel zeigt ein völlig anderes endgültiges Bild.
Wenn JESUS zu Petrus wiederholt sagt: „Weide meine Lämmer/Schäflein“ (Joh 21:15ff), dann meinte JESUS nicht die Schafe von Petrus!
CHRISTUS ist doch der Haupt der ganzen Versammlung! (Eph 5:23) Wie kann die Versammlung dann auf dem Petrus aufgebaut sein als dem Felsen auf dem das ganze ruht?

Nebenbei: Geschichtlich betrachtet, war nicht der Petrus der Leiter aller damaligen Versammlungen, sondern der Habbruder JESU, der Jakobus, soll eine besondere Rolle darin gehabt haben.


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: 16:18

#73 von Schrat , 07.01.2017 10:20

Lieber Jurek,

auch die unterschiedlichen Wörter für Petrus und "Felsen" weisen darauf hin. Es war halt ein Wortspiel, wie man es öfters in der Bibel und auch bei Jesus findet, daß ein Wort zur Grundlage genommen wird, um Weiteres damit "fortzuspinnen". Der "Felsen" ist eindeutig der Christus. Auch der Felsen in der Wüste, aus dem das Wasser dann für die Israeliten sprudelte war ja ein Sinnbild für Christus, wie Paulus es uns erklärt.

Gruß
vom Schrat


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RE: 16:18

#74 von Jurek , 07.01.2017 10:35

Genau. Danke für den Vergleich mit dem "Felsen in der Wüste".
JESUS ist der Haupt der Versammlung auf dem diese aufgebaut ist, nicht aber der Petrus, welchen die katholische Kirche gerne hätte.

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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#75 von Jurek , 24.06.2017 16:20

Aus heutiger Bibellesung:

Mat 25:40:
Darauf wird der König erwidern: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner gering geachteten Geschwister getan habt, das habt ihr für mich getan.'
Die WTG behauptet, dass hier mit den „geringsten meiner Brüder“ (NWÜ) gemeint sind die Könige und Priester des Überrestes der 144000 aus Offb.7+14, die heute ausschließlich nur bei den „ZJ“ es noch gibt.

Mat 10:42 sagt einen ähnlichen Gedanken im Zusammenhang mit dem Missionsbefehl und Auszug ohne Vorrat (V.9,10) aus:
Und wer einem von diesen Geringgeachteten hier auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil er mein Jünger ist – ich versichere euch: Er wird gewiss nicht ohne Lohn bleiben.
und meint dabei aber nicht welche Geistgesalbte bei (nur) den „ZJ“, sondern wirklich die Geringgeachteten unter Christen, denen wenn egal wer ihnen was Gutes tut (auch wenn es nur ein Becher kühlen Wassers zum trinken wäre), damit auch für JESUS tut was Gutes, da diese zu Ihn gehören!

Da ist im Grunde kein Unterschied zwischen den beiden Aussagen.

(Siehe auch Matthäus-Evangelium (2)).


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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