3:28

#31 von Jurek , 19.04.2013 08:50

Hallo Schrat,

Zitat
Dieser Text kann leicht falsch verstanden und falsch angewendet werden. Manche wenden ihn so an, als wenn damit die Verheißungen an die buchstäblichen Abrahams, Jakobs und Isaaks aufgehoben wären. Dem ist nicht so


Es geht eben um Kap.3, V.28.
Um welche buchstäbliche Verheißungen geht es dir dabei?
Ich denke in der Verbindung damit an 1.Mose 22:18 (im Kontext), wo alle Nationen der Erde (damals gab es kein Israel) gesegnet werden…

Gruß


 
Jurek
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RE: 3:28

#32 von Schrat , 19.04.2013 09:34

Lieber Jurek,

erst einmal ist mir aufgefallen, daß in meinem Zitat ein Wort fehlte. Es muß natürlich heißen

Zitat
Dieser Text kann leicht falsch verstanden und falsch angewendet werden. Manche wenden ihn so an, als wenn damit die Verheißungen an die buchstäblichen Nachkommen Abrahams, Jakobs und Isaaks aufgehoben wären. Dem ist nicht so



Es ging um die Verheißung, daß sich in seinem "Samen" alle Nationen segnen würden. In der Folge hat dann Gott ja selbst die Linie weiter eingeengt, so daß dieser "Same" (oder Nachkommen) diejenigen waren, die heute als Juden oder Israeliten bekannt sind und der primäre Same war Christus. Also spielt es keine Rolle, daß zu der Zeit als die Verheißung erging, es noch keine Juden oder Israeliten gab. Diese beiden Wörter "Juden" und "Israeliten" werden in der Bibel zum Schluß häufig synonym gebraucht, wir brauchen da also keine spitzfindigen Unterscheidungen machen.

Paulus hebt in Römer 11 hervor, daß die an dieses Volk ergangenen Verheissungen keineswegs aufgehoben sind. Schon damals gab es einen Überrest, an dem sich die Verheissungen erfüllten und dasselbe gilt seiner Aussage gemäss für die Zukunft. Daran erkennen wir, daß da kein Wechsel von buchstäblichen Israeliten zu "geistigen Israeliten" stattgefunden hat, wobei letztere dann gerne mit der Gemeinde Christi gleichgesetzt werden. Aber: Es gilt zu beachten, daß jeder der damals darauf hinwies, daß er doch ein (buchstäblicher leiblicher) Israelit von der Abstammung her war, natürlich wie Abraham, Isaak und Jakob auch eine geistige Dimension haben mußte, also den selben treuen Glauben! Ferner müssen wir mit einbeziehen, daß der Kreis derjenigen, die Gott als "sein Volk" ansieht, durch Menschen aus den Nationen erweitert wurde, die denselben treuen Glauben wie Abraham, Isaak und Jakob haben. Das war ja schon in Hosea vorausgesagt worden.

Und so werden die Nationen durch den primären Samen Jesus Christus und dem sekundären Samen (hauptsächlich buchstäbliche Israeliten, die es auch geistig sind = 1440000) gesegnet werden, wenn das Königreich Gottes seine Herrschaft völlig über diese Erde ausbreiten wird.

Gruß
vom Schrat


Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit (Raymond Franz)

 
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RE: 3:28

#33 von Jurek , 19.04.2013 11:38

Hallo Schrat,

danke für deine Ausführungen dazu, wo ich dich dann etwas besser verstehen kann.

Zitat
In der Folge hat dann Gott ja selbst die Linie weiter eingeengt, so daß dieser "Same" (oder Nachkommen) diejenigen waren, die heute als Juden oder Israeliten bekannt sind und der primäre Same war Christus. Also spielt es keine Rolle, daß zu der Zeit als die Verheißung erging, es noch keine Juden oder Israeliten gab. Diese beiden Wörter "Juden" und "Israeliten" werden in der Bibel zum Schluß häufig synonym gebraucht, wir brauchen da also keine spitzfindigen Unterscheidungen machen.


"Eingeengt"?
GOTT handelte zunächst dann mit Juden, weil damals auch sich niemand anderer als Völker dafür entscheiden wollten… Es gab dann nur EIN Volk, der Juden.
Aber die Nationen (Plural), die sich zu Folge der Tatsache segnen sollten, weil Abraham auf die Stimme GOTTES gehört hatte und seinen geliebten Sohn nicht vorenthaltet hatte…, das bezieht sich auf die Verheißung für vielen Nationen (Offb 7:9), und nicht nur auf die Juden (wie auch unser Leittext sagt).

Zitat
Und so werden die Nationen durch den primären Samen Jesus Christus und dem sekundären Samen (hauptsächlich buchstäbliche Israeliten, die es auch geistig sind = 1440000) gesegnet werden, wenn das Königreich Gottes seine Herrschaft völlig über diese Erde ausbreiten wird.


Ich finde deinen Verschreiber "1440000" gut, weil dieser symbolisch für mich etwas darstellt, und zwar das, dass daran nicht die "144.000" als eine buchstäbliche Zahl zu nehmen sind, auf die etwas zutrifft was auf andere wahren Christen nicht zutrifft. Da ist keine getrennte Gruppe von Christen (als ob JESUS je die Christen in zwei Lager "gespalten" hätte - ob Christen, oder Christen und Judenchristen), sondern dass das sich auf mehr als diese "144.000" bezieht, und zwar alle wahren Christen, wo es nicht gilt ob Jude, Grieche etc.

Das Thema über Israel kann man ggf. nach Wunsch an passenderer Stelle weiter behandeln.

Gruß


 
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nochmals zu 5:1

#34 von Jurek , 19.06.2017 05:56

Was ist die echte (christliche) FREIHEIT? Das wird oft missverstanden oder egoistischer weise auch falsch gedeutet!
Heutiges Tagesthema beschäftigt sich mit diesem Gedanken in https://www.gute-saat.de/kalender.html?tag=2017-06-19

Zitat von „Die gute Saat“
Als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr Freie von der Gerechtigkeit. … Jetzt aber, von der Sünde frei gemacht und Gott zu Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben. - Römer 6:20,22

Der Gedanke der „Freiheit“ kann unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden. Was verstehen die Menschen darunter? Die allgemeine Auffassung lautet etwa: Freiheit bedeutet, dass ein Mensch ungehindert durch innere oder äußere Zwänge denken, reden und handeln kann, wie er es für richtig hält, solange er dabei die Freiheit eines anderen nicht beeinträchtigt. Solche Definitionen betonen die Autonomie des Menschen, und dazu gehört auch seine vermeintliche Unabhängigkeit von Gott.
Aber das ist nur die menschliche Sicht. Die Bibel fügt aus der Sicht Gottes einen ganz entscheidenden Punkt hinzu: Sie entlarvt die Vorstellung von der Autonomie des Menschen als eine Täuschung. Jeder Mensch ist ein „Sklave“, und zwar „entweder der Sünde zum Tod oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit“. Der Mensch ohne Gott meint also nur, seinen freien Willen zu tun. In Wirklichkeit aber handelt er unter dem Zwang der Sünde.
Wer aber durch den Glauben an Jesus Christus, den Erlöser, die Vergebung seiner Sünden erlangt hat, ist frei gemacht von der Sünde. Er hat sozusagen den Dienstherrn gewechselt. Was für eine radikale Veränderung! Er ist freigesprochen von der Sünde aufgrund des Todes Christi. Zugleich ist er durch den Glauben mit Christus aufs Engste verbunden. Und er ist nun fähig, Gott zu dienen. Statt der früheren bitteren Frucht der Sünde, die den Tod zur Folge hat, findet sich bei ihm nun „Frucht zur Heiligkeit“. Diese Frucht entspringt dem ewigen Leben, das er besitzt (Kap. 6:5-8).
Der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Römer 6:23


Missbrauch der angeblichen „Freiheit“, die eigentlich in solchen Fällen nahezu absolute Unabhängigkeit bedeutet, hat im CHRISTLICHEN Leben nichts verloren!


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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RE: nochmals zu 5:1

#35 von Jurek , 05.07.2017 06:38

Freiheit für Christen ist eine relative! Die ist mit CHRISTUS verbunden, dessen wir Sklaven sein sollen, ja dürfen.
Freiheit ist, sich nicht in ein menschliches System/Organisation ohne eigenes Gewissen einpressen zu lassen, noch unser Gewissen durch des anderen zu ersetzen! (1.Kor 10:29)


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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Wahre Freiheit

#36 von Schrat , 05.07.2017 10:19

Lieber Jurek,

da müssen wir aufpassen, daß wir nicht religiösen Scharlatanen aufsitzen! Da gibt es welche die "Freiheit" verheißen, selbst aber Sklaven des Verderbens sind.
(2. Petrus 2:19).

Die Gesetze Gottes - z.B. die 10 Gebote - engen uns nicht ungebührlich ein und nehmen uns die Freiheit, nein, sie gewähren erst die Freiheit! Sie sind wie ein Zaun, der uns vor Gefahren schützt. Wer ist nicht froh, wenn ihn auf einem hohen Turm oder auf der Zugspitze in den Alpen ein Zaun vor dem Abgrund schützt...

Wer glaubt, er müsse alles tun können, wozu ihn gerade gelüstet, der gerät in große Unfreiheit, er wird vielfach einer Sucht verfallen und wir haben alle vor Augen, wie unfrei solche Leute sind! Aber der Geist dieser Welt sorgt dafür, daß die Leute nach dieser "Freiheit" schreien und der Staat kommt diesem Begehren dann nach, indem er immer mehr von diesem Schutzzaun entfernt, der noch mit den 10 Geboten in Einklang ist.

Gruß
vom Schrat


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zuletzt bearbeitet 05.07.2017 | Top

RE: Wahre Freiheit

#37 von Jurek , 05.07.2017 17:32

Das was ein gutes Vergleich mit dem Zaun, werter Schrat.
Zaun tut quasi einengen, ausgrenzen..., aber wenn dieser damit vor Gefahren schützt, wie gut, dass es so einen Zaun gibt!

Gruß


"Und dies ist das Zeugnis: dass GOTT uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in Seinem SOHN.
Wer den SOHN hat, hat das (wahre) Leben; wer den SOHN GOTTES nicht hat, hat das (wahre) Leben nicht.
"
1. Johannes 5:11,12.

 
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