Erfahrungen

#1 von Jurek , 25.07.2010 19:54

Ich habe eine Nachricht von einem Christen aus Deutschland bekommen, dass er (sie) wieder zu den Kongress der „ZJ“ in meiner Nähe kommen werden, da sie Traktataktion für die „ZJ“ dort unternahmen, wie vor 2 Jahren. Ich wollte sie wieder nach längerer Zeit sehen und bin dorthin auch gefahren, wo wir uns trafen. Auch nebenbei haben wir über die „Dreieinigkeit“ diskutierten, in Bezug auf das letzte Mal, als sie da waren.
Zu diesem Thema auf die da gestelltes Argument, werde ich gesondert im Forum über die Trinität noch eingehen.

Was mich aber sonst bei dem Kongress leider negativ bewegt hat (vielleicht könnte wer darüber nachsinnen und/oder antworten, der mit den „ZJ“ zutun hat), dass diese „ZJ“ gleich solche Christen als „Abtrünnige“ (Ausgeschlossene / Ehemalige „ZJ“) betrachteten, ohne dass sie was von denen wissen.
Diese Sache mit dem so von vorne herein negativen Zugang zu Fremden, finde ich von den „ZJ“ nicht richtig, da damit werden Unterstellungen begangen…
Selbst auch bei einem Programm dort, wurde einiges diesbezüglich gesagt, aber völlig aus dem Zusammenhang Gerissenes (soweit ich mich erinnere, wohl: 1.Kor 5:11 der erste Teil davon…).

Dabei Verleumdung ist doch nicht nur in Österreich strafbar! Aber das begehen (leider) diese „ZJ“, weil sie anderen was Negatives unterstellen, mit Vorwürfen u.a. aus der falsch angewandten Bibelstellen, die der Realität nicht entsprechen. Also zuerst müssten Sie sich erstmal selber aus Erster Hand darüber informieren, bevor sie jemanden falsch beschuldigen, oder eben meiden, weil man ihnen das so sagte, und nicht, weil sie wem meiden, weil sie es wirklich wüssten warum! Das ist doch weder Menschlich richtig, noch gescheit, geschweige, dass das völlig gegen GOTTES Gebote ist!
Aber sie befolgen blind ihren Führern, wie zur Zeit JESU die Menschen, die den Pharisäern darin blind folgten, die mit dem Ausschluss aus der Synagoge drohten…, oder wie zur Zeit der Hexenverfolgungen……

Aber ich möchte mich da nicht weiter über solche Sonderlichkeiten vertiefen, die ich „laut“ hinterfrage. Es ist auch, welchen Eindruck man gleich als Erstes dort bekommt, wenn fremde Leute gleich wie beschuldigt werden, weil sie gegen Ehemalige „ZJ“ allergisch reagieren, obwohl sie selbe Ehemaligen sind…

Aber was mich da auch verwundert, das sind dann die sonderbaren Antworten auf einfache Fragen, die man ihnen stellte, die man von Menschen, die die Bibel studieren, nicht erwarten würde. (Aber wie mir scheint, die studieren den Wachtturm, der ihnen sagt, wie was aus der Bibel zu verstehen sei, - deshalb).

Auf die wenigen Fragen an die „ZJ“, kamen oft sonderbare Antworten, bis gar keine.
Zwei Beispiele, damit das hier nicht nur eine „Behauptung“ ist:

Ihnen wurde die Frage gestellt: WANN, oder ab wann ist wer ein wahrer Christ? Und was dieses Wort „Christ“ überhaupt bedeutet?
Im Durchschnitt wusste keiner der Befragten, was dieses Wort „Christ“ wirklich bedeutet, auch wenn mit etwas Hilfe in Bezug auf „CHRISTUS“, dann kam schon mal wann die richtige Antwort.
Und wann man echter Christ ist, dazu kamen immer fast die gleichen Antworten (wie einstudiert), dass man fleißig Erkenntnis in sich aufnehmen soll, durch das lesen der Bibel und das tun guter Werke, wie z. B. predigen der guten Botschaft …
Wie auch immer die Antworten kamen, waren sie immer nur auf eigene Leistung bezogen. Nichts darüber, dass JEHOVA seinen entscheidenden Teil dazu bei der neuen Geburt von Oben tut. Auch nichts war zu hören von Buße (o. Reue ..) und EINS werden in CHRISTUS, - oder auch was von der Wiedergeburt …
Und auch wenn die Meisten dieses Begriff „Wiedergeburt“ falsch im Sinne der Reinkarnation verstanden, dann wenn man sie auf Joh 3:3,5,7 hinwies, dann meinten sie durchgehend, dass für sie das nicht in Frage kommt…

Dann eine andere Frage an die „ZJ“: „Ist dem Inhalt nach, die Stimme der „Sklavenklasse“ gleichzusetzen mit der Stimme JEHOVAS?“, da ist zu meinem Erstaunen auch von sehr langjährigen „ZJ“ gewisse Unsicherheit darüber gekommen (oder zumindest Vorsicht, da mal was „falsches“ dazu zu sagen). Die Meisten beantworteten das mit einem JA, einer mit einem NEIN, und sonst etliche meinten, dass man das so nicht genau sagen kann… - bis hin zu: „ich weiß es nicht“. Alles eingestandene „ZJ“, die viel von Haus-zu-Haus predigen gehen! = Für mich sehr sonderbar!

Das erinnert mich an die Begebenheit mit einem jungen Mann, den JESUS mal geheilt hatte. Die Geschichte davon steht in Joh.-Ev., Kap. 9.
Auch diese „Zeugen“ (wie es mir scheint) haben Angst, aus der „Synagoge“ ausgeschlossen zu werden, wenn sie das eindeutig verneinen was man ihnen einschärft, was alles „Jehova“(!) ihnen durch nur ihre Organisation sagt…

Wie auch immer. Auch wenn sonst das nette Menschen sind, hat sich diesjähriger Besuch bei den „ZJ“ für mich pers., durch ihre Verdächtigungen, Unterstellungen, und bes. auch ihrer Lehre, nicht gerade sehr förderlich erwiesen.

Sicher nicht nur ich (auch Philos) wären hier (zusätzlich zu dem schon hier in Forum dazu geschriebenem) bereit, sich auch mit jedem anderen offen (ohne Angst vor ‚Repressalien’, wie bei den „ZJ“) mit der BIBEL - z.B. auch diese erwähnten Themen anhand der Bibel genau und undogmatisch abzuhandeln und sich damit auseinander zu setzen, so dass es uns allen zum Segen reicht, und dass wir wirklich durch den WEG (JESUS) zur JEHOVA im Geist und Wahrheit kommen können.
Aufrichtige (auch gegenseitige) Hilfe und ungeheuchelte Liebe verhelfen uns auf dem WEG zu wandeln.


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„Warum bist du Atheist?“

#2 von Jurek , 28.07.2011 15:02

Atheisten sind meist gläubige Menschen, die an einem Zufall als „Schöpfer“ glauben…
Einer davon, der Walter (so nach seinem Bericht), war zwar anfangs GOTT-gläubiger Mensch, aber nachdem er sich die Kirche/n und die Praxis derer angesehen hatte, nahm er Anstoß am Lebenswandel und an der Heuchelei mancher Kirchenleute und so manchen Lehren.., und er wollte mit diesen und deren Lehren nichts mehr zutun haben.

Aber eines Tages stellte er sich diese Frage: „Warum bist du Atheist?“.
Wer war an seiner scheinbar edlen Absicht schuld? Wirklich GOTT oder nur die Menschen?

Walter stellt sich also die Frage: „Warum bist du Atheist?“ Und diese Frage lässt Walter nicht los.
Er fragt sich: „Kannst du denn beweisen, dass es keinen Gott gibt? Kannst du die materielle Welt mit ihren Gesetzen und ihrer zweckmäßigen Ordnung erklären? Und ist die Tatsache, dass du Gott noch nicht begegnet bist, denn schon ein Beweis dafür, dass es Ihn gar nicht gibt? Vielleicht hast du Ihn nicht auf die richtige Weise gesucht. Oder vielleicht hast du die Suche zu früh abgebrochen, wie ein Mann, der nach Gold sucht und gerade in dem Augenblick mit dem Graben aufhört, wo er der Goldader am nächsten ist. Dann hättest du - ähnlich wie der Goldgräber - nichts als den Staub und die Steine des Materialismus geerntet.“

Walter überlegt weiter: „Zu behaupten, dass die Welt von selbst entstanden sei, ist eine Torheit. Wenn ich aber sage, dass sie schon immer existierte, würde ich ihr göttliche Eigenschaften zuschreiben. Vielleicht habe ich mich noch nicht eingehend genug mit der Religion beschäftigt, um Gott finden zu können.“
So kam er zu dem Entschluss, GOTT ernsthaft zu suchen.

Lange bemühte er sich vergeblich, durch religiöse Übungen, Rituale und Lehrsätze zur Gewissheit und zum Frieden zu kommen. Dann aber traf er einen Prediger, der ihn ganz schlicht auf JESUS CHRISTUS, den SOHN GOTTES, hinwies.

Dieser Prediger antwortete dem Walter: „Ich will .. mit Ihnen keine theologischen Fragen diskutieren. Aber ich will Ihnen erzählen, was ich erlebt habe: Vor vielen Jahren bin ich mit der Last meiner Sünden und einem Herzen voller Unruhe zu Jesus Christus gekommen. Ich habe Ihm meine Sünden bekannt. Und Er hat sie alle vergeben. Nun habe ich Frieden und Heilsgewissheit. Für Sie wird Er dasselbe tun.“

Es war dann das erste Mal, dass Walter frei zu CHRISTUS betete, ohne vorformulierten Text. Doch mehr und mehr fühlte er sich ermutigt, Ihm sein ganzes Herz auszuschütten. Und während er das tat, lenkte CHRISTUS seine Gedanken auf das, was Er am Marterholz auch für ihn vollbracht hatte. Als Walter von den Knien aufstand, hatte er den echten Frieden gefunden - Frieden und Heilsgewissheit.

Was ist deine Meinung darauf?


 
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RE: Erfahrungen

#3 von Matthäus , 25.08.2011 14:01

Zu dieser Anmerkung:
>eine andere Frage an die „ZJ“: „Ist dem Inhalt nach, die Stimme der „Sklavenklasse“ gleichzusetzen mit der Stimme JEHOVAS?“, <
...möchte ich ein Zitat aus der Literatur der ZJ hier einstellen, was zeigt wie abgehoben und selbstgerecht in Wahrheit wie sie auf diese Weise eine "andere Botschaft für die Rettung" verkündigen, etwas was nach der Aussage des Paulus einen Fluch nach sich zieht:

„Der Wachtturm“, 01. August 1956, Seite 474
„Daher ist der Wille des Sklaven der Wille Jehovas. Rebellion gegen den Sklaven
ist Rebellion gegen Gott...“

Das Wort des ,Sklaven’ ist dem Worte Gottes gegenüber gleichwertig und
gleichverbindlich. Ist solch eine Äußerung nicht Gotteslästerung?

„Der Wachtturm“, Jahrgang 1957, Seite 498
„Es ist höchst wichtig, daß wir diese Tatsache verstehen und den Anweisungen
des ,Sklaven’ so folgen, wie wir der Stimme Gottes folgen würden, weil es Gottes
Vorkehrung ist...“

Zeugen Jehovas müssen der Organisation so folgen, wie sie der Stimme Gottes
folgen würden. Wie können unvollkommene Menschen solche Ansprüche stellen?

oder:
„Der Wachtturm“, 01. November 1954, Seite 669
„Indem wir Gott ehren und ihm dadurch die höchste Achtung erweisen, daß wir
seine von ihm gebilligte Organisation hingebungsvoll anerkennen...“

und zu dem Gedanken durch wen wir Errettung bekommen:

„Der Wachtturm“, Jahrgang 1956, Seite 464
„Es ist heute gebieterische Pflicht, daß jene, die in der neuen Welt der Gerechtigkeit
zu leben wünschen, mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt halten. Warum?
Weil sie nun bald alle ihre Glieder durch die größte aller Drangsale, den
Krieg von Harmagedon, sicher hindurchbringen und sie in eine helle neue Welt
führen wird....“

Die sündige, unvollkommene WTG verspricht ihren Anhängern Rettung.

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RE: Erfahrungen

#4 von Matthäus , 25.08.2011 14:08

Zu meinem obigen Kommentar noch ein Nachtrag:

w98 15.3. S. 10 Menschen nachzufolgen ist gefährlich

Unter einer „Sekte“ verstehen einige unter anderem „eine Gruppe, die einer bestimmten Lehre oder einem Führer anhängt“. Ihren Anhängern wird eine „große Ergebenheit gegenüber einer Person, einer Idee oder Sache“ nachgesagt. Eigentlich stehen die Mitglieder jeder Religion, die stark an menschlichen Führern und ihren Ideen festhalten, in der Gefahr, Sklaven von Menschen zu werden. Ein stark auf einen Führer ausgerichtetes Verhältnis kann dazu führen, in emotioneller und religiöser Hinsicht völlig abhängig zu werden.

Diese Aussage aus dem WT 98 kann ich zu 100% nur unterschreiben - doch warum steht
auch dies in der Literatur von ZJ:

Es wird nur eine Organisation … geben, die die schnell herannahende „große Drangsal“ überleben wird. Wenn du mit ewigem Leben gesegnet werden möchtest, mußt du zu Jehovas Organisation gehören und seinen Willen tun. (”Paradies”-Buch, 1982, Seiten 192, 193, 255-256)

Diener Jehovas gehören aber schon zu einer Gemeinschaft, und zwar zu der einzigen, die das Ende des gegenwärtigen bösen Systems der Dinge überstehen wird. (”Wachtturm”, 15.12.2007 S.14 Ab.19)

....nach meinem Verständnis sagt Gottes Wort etwas anderes:

Epheser 2:

4-5 Aber Gottes Barmherzigkeit ist groß. Wegen unserer Sünden waren wir in Gottes Augen tot. Doch er hat uns so sehr geliebt, dass er uns mit Christus neues Leben schenkte. Denkt immer daran: Alles verdankt ihr allein der Gnade Gottes. 6 Durch den Glauben an Christus sind wir mit ihm auferstanden und haben einen Platz in Gottes neuer Welt. 7 So will Gott in seiner Liebe zu uns, die in Jesus Christus sichtbar wurde, für alle Zeiten die Größe seiner Gnade zeigen.

8 Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod errettet worden. Ihr habt sie erfahren, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Dies alles ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk. 9 Durch eigene Leistungen kann man bei Gott nichts erreichen. Deshalb kann sich niemand etwas auf seine guten Taten einbilden.

Galater 2:

16 Trotzdem wissen wir inzwischen sehr genau, dass wir nicht durch Taten, wie das Gesetz sie von uns fordert, vor Gott bestehen können, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Wir sind doch deshalb Christen geworden, weil wir davon überzeugt sind, dass wir allein durch den Glauben an Christus von unserer Schuld freigesprochen werden; nicht aber, weil wir die Forderungen des Gesetzes erfüllen. Denn wie die Heilige Schrift sagt, findet kein Mensch durch gute Werke Gottes Anerkennung

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RE: Erfahrungen

#5 von Jurek , 25.08.2011 16:38

Sind alle Aussagen des WT aus vorherigen Jahrtausend noch unbeschränkt gültig?


 
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RE: Erfahrungen

#6 von Matthäus , 25.08.2011 18:57

ZJ behaupten doch sie sind vom Geist Gottes geleitet oder ihre Speise ist stets zur rechten Zeit gekommen. Wenn diese Aussagen nicht mehr gelten dann sind sie auch nicht von Gott.
Außerdem sagt die Bibel: Gott ändert sich nicht, also sind diese Aussagen immer noch gültig (für die Zeugen)

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Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#7 von Jurek , 25.08.2011 19:39

Unumstößliche Dogmatik bei den „ZJ“ für alle Zeiten?

Nun ja, da habe ich in manchen Punkten Bedenken dazu, was du schreibst (oder ich verstehe es nicht), denn niemand m.W. behauptet (die „ZJ“ wohl am wenigsten), dass der Wachtturm, bzw. WT-Literatur von GOTT inspiriert wäre... Vieles hat man dann anders verstanden, weshalb frühere Aussagen dann nicht mehr gelten.
Sozusagen die Erkenntnis wird immer besser, und man leitet sich doch heute auch nicht nach dem allem, was z. B. einst Russell, Rutherford oder wer anderer in Vergangenheit alles sagten, oder?


 
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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#8 von Matthäus , 26.08.2011 08:29

Die Sache ist noch schlimmer !!!

Schau dir doch einmal dieses Zitat an:

„Zum Predigtdienst befähigt“, Ausgabe 1957, Seite 156
„Wenn wir Jehova und die Organisation seines Volkes lieben, werden wir nicht
mißtrauisch sein, sondern werden, wie die Bibel sagt, ,alles glauben’, nämlich
alles, was Der Wachtturm darreicht...“

Ein Zeuge Jehovas muß alles glauben, was „Der Wachtturm“ sagt. Wo steht das
in der Bibel geschrieben?

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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#9 von Jurek , 26.08.2011 10:03

Hat sich seit sage und schreibe 1957 (!) dahingehend nicht zumindest etwas verändert, wo man etliches auch in einer Möglichkeitsform erklärte?
Nochmals: Wer geht schon heute nach den Russell-Schriftstudienbüchern etc.?
Es wird oft mit Vorliebe uralte Literatur zitiert, obwohl das längst „Schnee von Gestern“ ist… (?)

Wo steht das in der Bibel? Zumindest (wie ich denke) wäre es wohl nicht schlecht darüber nachzudenken, dass das „kochen in eigener Brühe“ nicht gesund sein soll (Spr 14:12)
Versammlungen und Ältestenschaften sind vielen Absteigern von „ZJ“ oft fremd geworden! Warum eigentlich? (Heb 10:25).
Und die Einheit in einer gut funktionierender Versammlung gebietet manchmal auch gewisse „Kompromisse“, wenn auch eigene Überzeugung nicht immer gerade die richtige sein muss? (Heb 13:17).
Oder sehe ich da was verkehrt und warum bitte?

Gruß!


 
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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#10 von Matthäus , 29.08.2011 15:13

Ein Beispiel:

Die Meinung Satans oder Meinung der WTG?!?

Der siebten Band der Schriftstudien, ‘Das vollendete Geheimnis’, Ausgabe 1917, ein Band, der den meisten Zeugen gar nicht mehr bekannt ist, der aber einmal sogar mit dem ‘Denar’ verglichen wurde, den die Arbeiter im Weinberg gemäß Matthäus 20:1-16 erhielten.

Daraus ein Zitat von S.152:

Zweifellos war Satan der Meinung, daß das tausendjährige Reich im Jahre 1915 aufgerichtet werden würde, und ohne Zweifel wußte er auch, daß sieben Jahre vor der Aufrichtung dieses Königreiches die bösen Geister von ihren Fesseln würden befreit werden. Nun, sei dem, wie es wolle, es liegen Beweise vor, daß die Aufrichtung des Reiches in Palästina wahrscheinlich ins Jahr 1925 fällt, also zehn Jahre später, als wir einst annahmen.

Waren denn nicht damals eigentlich Russell und seine Leute dieser Meinung? Hatten sie diese etwa von Satan, der ‘zweifellos’ der Meinung war? Rechnen, das war von Anfang an das Merkmal der WTG: 1874, 1914, 1915, 1918, 1925, bis zu 1975 usw. usw. Jesu Standpunkt bezüglich des Rechnens hat sie nie gekümmert; er wurde nur zitiert, wenn es zufällig einmal in die Pläne der WTG paßte.

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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#11 von Matthäus , 29.08.2011 15:40

Noch ein simples Beispiel wie man versucht wenn eine Lehre einfach nicht
mehr paßt, dies mit "Hellerem Licht" zu erklären.

Zum heller „werdenden Licht“ eine sonderbare Erklärung, wie Spr 4:18 zu verstehen sei!

*** w82 15. 5. S. 28-29 Der Pfad der Gerechten wird ständig heller ***

9 Man könnte sagen, daß solche Änderungen einem Prinzip folgten, von dem man sich, wie es heißt, in der Wissenschaft bei der Suche nach der Wahrheit leiten läßt. Es funktioniert, kurz gesagt, folgendermaßen: Man stellt eine These auf, die als Ausgangspunkt für weitere Argumentation dient. Die These bietet große Möglichkeiten in bezug auf ein tieferes Verständnis oder in bezug auf die praktische Anwendung. Aber nach einiger Zeit stellt man gewisse Mängel oder Schwächen fest. Man neigt dann dazu, eine der These widersprechende Behauptung, eine Antithese, aufzustellen. Später findet man heraus, daß auch diese nicht der vollen Wahrheit entspricht, und man verbindet daher die wertvollen Punkte beider Behauptungen miteinander. Dieses Prinzip ist immer wieder angewandt worden, so daß sich Sprüche 4:18 erfüllt hat.

Sollte man nicht glauben, dass so etwas im WT steht ! These - Anthithese,...Übrigens These bedeutet "unbewiesene Behauptung" Wer stellt die Mängel und Schwächen fest, wer legt die wertvollen Punkte fest ? Wieder nur Menschen. Und: Gibt es bei einer mangelhaften, unbewiesenen Behauptung überhaupt etwas "Wertvolles" ? Und was hat diese Vorgehensweise mit Gott zu tun ?

Benützt so Gott "seinen" Kanal ?

Es ist eine schwerwiegende Sache, Gott und Christus zuerst auf eine bestimmte Weise zu vertreten, dann festzustellen, daß das Verständnis wichtiger und grundlegender Lehren der Bibel falsch war, aber danach ausgerechnet zu den Lehren zurückzukehren, die man aufgrund jahrelangen Studiums als verkehrt erkannt hatte. Christen dürfen hinsichtlich solch grundlegender Lehren nicht unschlüssig oder gar wankelmütig sein. Wenn sie es wären, könnte man ihnen dann Vertrauen schenken und sich auf ihre Aufrichtigkeit oder auf ihr Urteilsvermögen verlassen? Zitat aus: Der Wachtturm 15.8.1976 Seite 490

Darum sind auch immer mehr ZJ besorgt oder beunruhigt!

Änderungen, die die Gläubigen beunruhigen!

DIE Lage der Kirchen verschlechtert sich zusehends. Sogar in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Religion wahrscheinlich immer noch am populärsten ist, erklärten bei einer Meinungsumfrage drei von vier Personen, die Kirchen würden an Einfluß verlieren. Warum verschlechtert sich ihre Situation zusehends?

Einer der Gründe ist die Tatsache, daß die Gläubigen beunruhigt sind über das, was in ihrer Kirche vorgeht. Millionen von Menschen waren unangenehm überrascht, als sie erfuhren, daß ihre Kirche jetzt Dinge als unnötig oder unrichtig bezeichnet, die früher als unerläßlich für das Seelenheil galten. Hat dich auch schon Entmutigung oder gar Verzweiflung wegen der Vorgänge in der Kirche, der du angehörst, überkommen? Die Reaktion eines Geschäftsmannes in Medellin (Kolumbien) ist charakteristisch für die Reaktion vieler Katholiken auf diese Änderungen.

„Sagen Sie mir, wie kann ich noch zu irgend etwas Vertrauen haben?“ fragte er. „Wie sollte ich denn noch an die Bibel und an Gott glauben können, wie sollte ich überhaupt glauben können? Vor zehn Jahren besaßen wir Katholiken noch die absolute Wahrheit; daran haben wir mit ganzem Herzen geglaubt. Nun sagen uns Papst und Priester, wir sollten das, was wir bisher geglaubt haben, nicht mehr glauben, sondern etwas ,Neues‘. Was gibt mir die Garantie, daß das ,Neue‘ in fünf Jahren noch Wahrheit sein wird?“
Erwachet!, 8.10.1970 Seite 8

Nur ein Beispiel von vielen - Werden die Menschen von Sodom & Gomorra auferstehen?

1916-1952 Ja sie werden auferstehen
1952-1965 Nein sie werden nicht auferstehen
1965-1988 Ja sie werden auferstehen
1988- Nein sie werden nicht auferstehen

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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#12 von Matthäus , 29.08.2011 15:49

Zu immer "alles gültig" ist mir noch ein Zitat aus einem alten Buch eingefallen:

In dem Buch Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht wird auf Seite 350 gesagt:
„Es ging um die Frage: Hat er die Speise - und zwar gute Speise - zur rechten Zeit ausgeteilt?
Das war es, wonach der zurückgekehrte Herr den Sklaven beurteilen mußte ...

Bis zum Jahre 1919 u.Z. waren diese Christen bestrebt gewesen, dem ‘Haushalt des Glaubens’ oder den ‘Hausknechten’ des Herrn ‘Speise zur rechten Zeit’ zu geben ... es mußte auch auf die Qualität der Speise geachtet werden. Die Gruppe der gehaßten, verfolgten Christen, die stets bemüht waren, treue Sklaven Jesu Christi zu sein, bestand diese Prüfung.“

So bestand auf der ganzen Erde nur der Wachtturm die Prüfung, die richtige Art Speise gereicht oder die richtigen Dinge gelehrt zu haben. Was lehrte der Wachtturm nun, das zu seiner Ernennung als „treuem und verständigem Sklaven“ führte?

Wir wollen uns dazu das Buch Das vollendete Geheimnis (aus dem Jahre 1917; vollständige deutsche Ausgabe 1922) ansehen, das der Wachtturm in dem Buch Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe auf Seite 165 als „eindrucksvollen Kommentar zur Offenbarung“ bezeichnet:

Seiten 104-107: Du wirst den Leviathan (die Lokomotive) mit einem Haken (automatische Kupplung) ausdehnen, verlängern, oder mit einer Schlinge (Kuppelbolzen), mit der du seine Zunge (Kuppelverbindung) sich senken lassen wirst.

Seite 306: Offenbarung 14:20 „Tausend sechshundert Stadien weit (In der sinaitischen Handschrift „tausend zwei hundert Stadien“)“ werden definiert als kürzeste Entfernung von der Weinkelter des Herrn, d.h. die Entfernung von Scranton, PA nach Brooklyn, NY über die Hoboken-Fähre.

Ausgabe 1918, Seite 258: „Selbst die Republiken werden im Herbst 1920 verschwinden (deutsch: werden nicht zu bestehen vermögen in diesem großen Erdbeben) ... Alle Königreiche der Erde werden untergehen [und in Anarchie vergehen] ... Die drei Tage, während welcher Pharaos Heerscharen das Volk Israel in die Wüste verfolgten, stellen die drei Jahre von 1917 bis 1920 dar (deutsch: dürften die drei Jahre darstellen), während welcher Zeit alle Boten Pharaos (Diener Satans) im Meere der Anarchie schließlich untergehen ... Und im Jahre 1918 (und nach dem Jahre 1918), wenn Gott die Kirchen insgesamt und die Kirchenmitglieder zu Millionen vernichtet ... sich freuen werden über das Erbe der Verwüstung, das nach 1918 über die Christenheit kommen wird, so wird Gott mit der erfolgreichen revolutionären Bewegung verfahren: sie wird gänzlich vernichtet werden, „insgesamt.“ Keine einzige Spur von ihr soll die Verwüstungen der weltenweiten, allumfassenden Anarchie im Herbst 1920...“

Es ist interessant, daß der Wachtturm über sie in jener Zeit (1914-1919) sagt, ihre Treue und geistige Weisheit im Dienste des Herrn seien ausschlaggebend dafür, daß sie wert erachtet würden, über alle irdischen Belange ihres Herrn gesetzt zu werden. Wachtturm 15. März 1978, Seite 187.

Wenn man die oben zitierten Abschnitte aus dem Buch Das vollendete Geheimnis liest - und dies sind nur ein paar, die man anführen könnte -, glaubt da jemand, sie würden in irgendeiner Weise geistige Weisheit oder Verständigkeit verraten?

Im Jahre 1918 hielt J. F. Rutherford eine Ansprache mit dem Titel Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben. Diese Ansprache wurde auch als Broschüre herausgegeben. Der Wachtturm nannte diese Ansprache eine epochemachende biblische Ansprache und eine erstaunliche Rede Wachtturm, 1. November 1979, Seite 26. Was hat diese exaltierte Deklarierung verursacht? Wir wollen uns Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben einmal ansehen, hier die Seite 88:

Auf das zuvor dargelegte Argument gestützt, dass also die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt, zu Ende geht und daher verschwindet, und dass die neue Ordnung hereinbricht, und dass das Jahr 1925 die Auferweckung der treuen Ueberwinder des alten Bundes und den Beginn der Wiederherstellung markiert, ist es vernünftig zu schliessen, dass Millionen jetzt auf Erden lebender Menschen im Jahre 1925 noch auf Erden sein werden. Sodann auf die Verheissungen, die in dem Worte Gottes niedergelegt sind, gestützt, müssen wir zu dem positiven und unbestreitbaren Schluss kommen, dass Millionen jetzt Lebender nie sterben werden.

In dem Buch Die Offenbarung… Höhepunkt ist nahe! wird auf Seite 164 über die Zeit von 1914 bis 1919 gesagt: Daß sie durch zwei Zeugen versinnbildlicht wurden, ist für uns eine Bestätigung, daß ihre Botschaft der Wahrheit entsprach und gut begründet war.

Vergleichen wir dies mit dem bisher Gesagten: diese Aussage muß von jemandem verfaßt worden sein, der keine Ahnung von dem hatte, was der Wachtturm in der fraglichen Periode gesagt hatte. Tatsächlich war ihre Botschaft alles andere als „gut begründet“.

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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#13 von Jurek , 31.08.2011 13:11

Was mir auffällt, werter Matthäus, dass du nicht wirklich auf meine Argumente eingehst! Warum nicht?
Warum immer wieder die uralte Aussagen der WTG aus dem vorigen Jahrtausend?
Wird CHRISTUS uns richten, wenn wir von unseren früheren Sünden gänzlich abgekehrt sind?

Was bedeutet dann nach den WTG-Daten: [Zitat]: „1874, 1914, 1915, 1918, 1925, bis zu 1975 usw. usw.“ – dieses „usw. usw.“? Welche Jahre nach 1975 wurden dann vorausgesagt?

Zitat
Benützt so Gott "seinen" Kanal ?


Nun ja… - irren ist menschlich, jedoch gebe ich dir hier Recht, zumal auch gestern hieß es noch (auszugsweise) in dem Tagestext der „ZJ“:

Zitat
Dienstag, 30. August
Sie kamen, um Jehova zu Rate zu ziehen (2. Chr. 20:4).
… Auch wir setzen die Anleitung Jehovas um, die er uns durch seinen Mitteilungskanal gibt, und lobpreisen ihn vereint. w09 15. 6. 1:9, 11, 12


Der Mitteilungskanal JEHOVAS ist vielmehr JESUS und der Hl.Geist GOTTES, wohl kaum diese paar Leute aus Brooklyn, wie ich meine…

Und zu dieser Aussage:

Zitat
Nur ein Beispiel von vielen - Werden die Menschen von Sodom & Gomorra auferstehen?

1916-1952 Ja sie werden auferstehen
1952-1965 Nein sie werden nicht auferstehen
1965-1988 Ja sie werden auferstehen
1988- Nein sie werden nicht auferstehen


Bitte jeweils um genauen Quellennachweis, damit man das auch belegen/überprüfen kann.
Danke.

Gruß!


 
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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#14 von Matthäus , 31.08.2011 15:05

Die vielen falschen Jahreszahlen - auch wenn sie vom letzten Jahrtausend sind, sollen lediglich belegen daß Gott sie dafür zur Rechenschaft ziehen wird - wie bereits durch Hes. 13:1-7 belegt, eine biblische Aussage die allzugern ignoriert wird. Auch durch 5. Mo. 18:20-22 wird deutlich, wenn ein Prophet im Namen Gottes redet und es trifft nicht ein, dann hat ihn auch Gott nicht beauftragt - ER WIRD STERBEN sagt das Bibelwort.

Zu den Quellen über die offtmalige Umkehr einer Lehraussage - z.B. Sodom und Gomorrah die möchte ich hiermit gerne nachreichen:

Der Göttliche Plan der Zeitalter, Seite 105 (1916)
Als überzeugendes Beispiel erwähnen wir die Sodomiter. Wenn wir die Wiederherstellung der Sodomiter klar und deutlich gelehrt finden, so können wir sicherlich von der Wahrheit dieser herrlichen Wiederherstellungslehre für die ganze Menschheit, von welcher der Mund aller heiligen Propheten geredet hat, ganz überzeugt sein. Warum sollten die Sodomiter nicht gerade so gut wie Israel oder einer von uns die Gelegenheit haben, Vollkommenheit und ewiges Leben zu erreichen? Jesu eigene Worte sagen uns, daß die Sodomiter in seinen Augen nicht so große Sünder waren wie die Juden, die mehr Erkenntnis hatten, trotzdem Gott Feuer vom Himmel regnen ließ und sie alle umbrachte. Damit lehrte Jesus, daß die Sodomiter noch keine volle Gelegenheit, Leben zu erlangen, gehabt haben; er sicherte sie ihnen aber zu, wenn er (Vers 24) hinzufügt: "Dem Sodomer Lande wird es erträglicher gehen am Tage des Gerichts als dir."
Der Wachtturm 1.8.1952, Seite 228

Daraus würden einige argumentieren, es gebe für Sodom und gewisse jüdischen Städte ein künftiges Gericht im Tausendjahrreich. Wenn man diesen Ausdruck Jesu wörtlich nähme, würde das der Aussage des Judas widersprechen, daß Sodom bereits das 'Gericht ewigen Feuers' empfangen habe.
Der Wachturm 1.6.1988 S. 30 (Aussage zur Zeit vor 1964)

Vor 1964 nahmen wir an, daß die Bewohner von Chorazin, Bethsaida und Kapernaum gemäß diesen Versen die ewige Vernichtung verdienten. Doch Wachtturm-Artikel, die 1964 und 1965 (deutsch 1965) erschienen, stellten klar, daß alle, die sich im Hades oder Scheol (dem allgemeinen Grab der Menschheit) befinden, in der Auferstehung hervorkommen und dann ‘gemäß ihren Taten gerichtet’ werden (Offenbarung 20:13).

Der Wachturm 1.6.1988 S. 30 (Aussage zur Zeit ab 1965)
In diesen Artikeln wurde folgendermaßen argumentiert: Aus Matthäus 11:23 und Lukas 10:15 gehe hervor, daß Kapernaum nicht bis zum Himmel erhöht werde, sondern es komme „zum Hades hinab“, was für die Bewohner dieser Stadt zumindest eine Erniedrigung bedeute.
Wenn Jesus Tyrus und Sidon mit Sodom verglich, bedeute das, daß die Bewohner von Sodom ebenfalls im Scheol seien.

Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, S. 178-179 (1982 - die Erstausgabe)
8 Wird es einigen Auferstandenen schwerer fallen, Gerechtigkeit zu lernen und zu praktizieren, als anderen? Jesus Christus sagte, daß dies der Falle sei. Die meisten Menschen, denen er und seine Jünger predigten, hörten nicht auf sie. Sie verwarfen Jesus als den Messias, selbst nachdem sie ihn predigen gehört und seine Wunder gesehen hatten. Als Jesus seine Jünger zum Predigen aussandte, sagte er von einer Stadt, die ihre Botschaft ablehnen würde: "Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Lande Sodom und Gomorra am 'Gerichtstag' erträglicher ergehen als jener Stadt"
9 Mit diesen Worten deutete Jesus an, daß mindestens einige der ungerechten Bewohner Sodoms und Gomorras am Gerichtstag auf der Erde sein würden.

Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben, S. 178-179 (1989 - das revidierte)
8 Es wird wirklich ein großartiges Vorrecht sein, während des großen Gerichtstages Jehovas zum Leben auf der Erde auferweckt zu werden. Doch wie aus der Bibel hervorgeht, ist es ein Vorrecht, dessen sich nicht alle erfreuen werden. Man denke beispielsweise an die Bewohner des alten Sodom. In der Bibel heißt es, daß die Männer von Sodom danach trachteten, mit den „Männern“, die bei Lot zu Besuch waren, Geschlechtsbeziehungen zu haben
9 Werden solch überaus schlechte Menschen am Gerichtstag auferweckt werden? Wie aus der Heiligen Schrift hervorgeht, wird das offensichtlich nicht der Fall sein. ….. und fährt dann fort: „Ebenso werden Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, nachdem sie in gleicher Weise wie die vorhergehenden über die Maßen Hurerei begangen hatten und dem Fleisch zu unnatürlichem Gebrauch nachgegangen waren, …… daß sie die richterliche Strafe ewigen Feuers erleiden“
10 Auch Jesus deutete an, daß die Bewohner von Sodom nicht auferweckt werden. Jesus hob hier hervor, wie verwerflich …., indem er erklärte, daß es den Bewohnern von Sodom, die für seine jüdischen Zuhörer einer Auferstehung am Gerichtstag absolut unwürdig waren, erträglicher ergehen werde.

Ein anderes Beispiel !

Als wieder einmal eine Lehre (die der Generation) sich als falsch herausstellte, hat der „Sklave“ die Verantwortung für eine falsche Lehre, die ja von ihm kam, nicht selbst übernommen sondern diese auf das Volk abgewälzt – die einzelnen Glieder hätten spekuliert und einen Mangel an Weisheit offenbart – andererseits erwartet man aber dem einzigen Kanal Gottes und seinen Lehren absolutem Glauben/Gehorsam zu schenken ! ?

Im folgenden 2 Zitate aus dem WT die eigentlich alles aussagen:
Aus dem sehnlichen Wunsch heraus, das Ende des gegenwärtigen bösen Systems zu erleben, hat Jehovas Volk manchmal Vermutungen angestellt, wann die „große Drangsal“ beginnen wird, und dies sogar mit Berechnungen über die Länge der Lebensspanne der Generation seit 1914 verbunden. Doch wir wollen „ein Herz der Weisheit einbringen“, nicht dadurch, daß wir darüber spekulieren, wie viele Jahre oder Tage eine Generation dauert.

Der Wachtturm 1.11.1996, Seite 17
Einige Zeit davor wurde erwartet:
Wie die Prophezeiungen der Bibel auf den Messias hindeuteten, weisen sie uns auf die festgefügte Körperschaft gesalbter christlicher Zeugen hin, die heute als der treue und verständige Sklave dienen. Dank ihrer Hilfe können wir das Wort Gottes verstehen. Alle, die die Bibel verstehen möchten, sollten anerkennen, daß „die überaus mannigfaltige Weisheit Gottes“ nur durch den Mitteilungskanal Jehovas, den treuen und verständigen Sklaven, bekannt werden kann
Der Wachtturm 1.10.1994, Seite 8

Seit mehr als 100 Jahren hat der „Sklave“ nicht nur einen sondern viele Zeitpunkte (1799, 1874, 1915, 1914, 1919, 1925, 1975) genannt. Mit 1914 würde das Königreich auf ERDEN zur Macht schreiten , als auf Erden dies nicht eintraf, wurde die Aufrichtung in den Himmel verlegt, wo es keiner überprüfen kann. Warum gehorcht man nicht den Worten Jesu der sagte: „Dies hat der Vater in SEINE Rechtsgewalt gesetzt?“ Man erwartet diese Lehre zu vertreten, obwohl Jesus etwas anderes verlangt. Ist es in Ordnung eher auf Menschen, auf die Organisation als auf Gott oder Jesus zu hören?
Interessant was der „Sklave“ selbst zu diesem Thema schreibt – er sagt das richtige, handelt er auch danach?

Zeiten und Zeitabschnitte in der Hand Jehovas, Wachtturm, 15.9.1998 Seite 10

JESUS sagte: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat“ (Apg. 1:7). (Er bezog sich auf die Aufrichtung des Königreiches)

Die Apostel stellten Jesus sowohl kurz vor seinem Tod als auch nach seiner Auferstehung Fragen mit zeitlichem Bezug (Matthäus 24:3; Apostelgeschichte 1:6). Jesu Antworten boten ihnen jedoch keine Möglichkeit, Daten zu errechnen. …..erklärte er, ‘es sei nicht ihre Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat’ (Apostelg. 1:7). (Aufrichtung des Königreiches !)

Jehova hat einen Zeitplan; und er allein legt diesen fest, und seine Diener dürfen nicht erwarten, im voraus genaue Informationen über die von ihm festgelegten Zeiten oder Zeitabschnitte zu erhalten.

Also lange Zeit war die Generation eine Zeitspanne die nicht vergeht - dann ab 1996 die böse Menschenwelt die Gottes Interessen wiederstehen und heute seit 2008 sind es die Gesalbten.
Geht es noch verrückter?

Und nun ließ die warnenden Worte von Paulus an den Timotheus im 1. Brief Kap. 6:20 - von der sogenannten neuen Erkenntnis und den Widersprüchen. Genau solcher Widersprüche macht sich die Leitung der ZJ schuldig!


Ein weiteres Beispiel:

Römer 13 wurde anfänglich richtig, dann falsch und dann wieder richtig ausgelegt. Wie kann man hier davon sprechen, daß durch die WT-Gesellschaft "geistige Speise zur rechten Zeit" ausgeteilt worden sei?

Wie kann man davon sprechen, daß das Licht immer heller geworden sei? Wie kann man davon sprechen, daß man Jehovas Kanal sei? Was für ein Licht schien in diesen 34 Jahren von 1929 - 1963, und von wem stammte es? *

Außerdem zeigt sich eine weitere Tatsache:

Das so genannte „hellere Licht“ erweckt den Eindruck, als habe man eben eine ursprünglich unrichtige Ansicht korrigiert; doch dies ist eben nur die halbe Wahrheit, weil man vorher schon einmal "korrigiert" hatte.

Die Lehre, dass mit Römer 13 die weltliche Obrigkeit gemeint ist, ist in den christlichen Kommentaren über die Jahrhunderte hinweg überall RICHTIG zu finden gewesen. Aber seltsamerweise verkündigt ausgerechnet die Wachtturm-Organisation, die Jehova angeblich mit der Verwaltung seiner irdischen Besitztümer beauftragt hat, von 1929-1963 eine falsche Lehre. (?)


Römer 13 wurde gelehrt:
Vor 1929 richtig
1929 - 1963 * Über 3 Jahrzehnte ! - falsch
1963 - heute richtig

Und nun lies bitte nochmals die Erklärung wie helleres Licht zustande kommt – siehe WT Zitat ganz oben !

Matthäus  
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RE: Alles immer gültig a la "ex cathedra"?

#15 von Jurek , 01.09.2011 09:31

Hallo Matthäus!

Danke auch für die ganzen Quellenangaben.
Vielleicht helfen sie mir bei Gelegenheit, aktiven „ZJ“ bei manchen Fragen.

Zitat
Die vielen falschen Jahreszahlen - auch wenn sie vom letzten Jahrtausend sind, sollen lediglich belegen daß Gott sie dafür zur Rechenschaft ziehen wird - wie bereits durch Hes. 13:1-7 belegt, eine biblische Aussage die allzugern ignoriert wird. Auch durch 5. Mo. 18:20-22 wird deutlich, wenn ein Prophet im Namen Gottes redet und es trifft nicht ein, dann hat ihn auch Gott nicht beauftragt - ER WIRD STERBEN sagt das Bibelwort.


Straft GOTT vergangene schlechte Taten, die man nicht mehr tut?
Würde JESUS uns zu Rechenschaft dafür ziehen, was wir mal alles je wann in Vergangenheit böses taten, aber heute das nicht mehr tun?
Wie lautet deine Antwort darauf?

Ich als ein bekennender Christ, finde es wichtig, sich als Christen (trotzdem oder gerade deswegen, weil wir uns zur CHRISTUS bekennen) gegenseitig zu helfen (ohne durch die WTG & Co., d.h. auch manche EXs, die nur andere destruktiv kritisieren, zu behindern) auf dem Weg zur CHRISTUS, was mir großes Anliegen ist, denn auch ich erkenne nur Teilweise.., aber möchte vom Herzen JEHOVA GOTT und seinen SOHN mit Geist und Wahrheit anbeten, wie auch dienen, und das letztere, auch den Menschen.
Siehst du das auch so?

Gruß!


 
Jurek
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